[0001] Die Erfindung betrifft ein Neutralleimungsmittel für cellulosehaltige Flächengebilde,
enthaltend
(a) mindestens ein mit einer carboxylgruppenhaltigen dienophilen Verbindung modifiziertes
Kolophoniumharz,
(b) ein tierisches oder pflanzliches, aufgeschlossenes Protein,
(c) gegebenenfalls ein Polyaminderivat als Fixiermittel und
(d) gegebenenfalls übliche Streckmittel, Zuschlagstoffe und/oder Stabilisatoren, wobei
das Gewichtsverhältnis von (a) zu (b) 100 : 1 bis 100:20 beträgt, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß das Kolophoniumharz (a) verseift ist und das Leimungsmittel in Form einer
Seifenlösung oder eines Trockenleimes vorliegt, sowie ein Verfahren zur Herstellung
dieses Neutralleimungsmittels und seine Verwendung zur Neutralleimung cellulosehaltiger
Flächengebilde, insbesondere zur Masseleimung von Papier.
[0002] Bisher wurden zur Masseleimung und Hydrophobierung von Papier und anderen cellulosehaltigen
Flächengebilden in erster Linie Kolophonium und modifiziertes bzw. verstärktes Kolophonium
verwendet. Die Verstärkung von Kolophonium durch Umsetzen mit Maleinsäureanhydrid
oder anderen dienophilen Verbindungen unter Erhöhung der Zahl der Carboxylgruppen
im Kolophonium wurde z. B. von Casey in Pulp and Paper, 2. Auflage, Bd. II, Seiten
1043 bis 1066 und in den US-PSn 2 628 918 und 2 684 300 beschrieben. Ein typisches
verstärktes Kolophoniumharz sollte etwa 1 bis 30 Gew.-% Maleinsäureanhydrid, bezogen
auf das Harz, in gebundener Form als Addukt (Maleinopimarsäureanhydrid) enthalten.
[0003] Der seit 1806 in Form seiner verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten als flüssige Seife,
Trockenleim oder Dispersion angewendete Kolophoniumharzleim hatte jedoch den Nachteil,
daß zu seiner Fixierung auf der Cellulosefaser bzw. Papierfaser anorganische Salze,
wie Aluminiumsulfat, erforderlich waren, die einen pH-Wert von 4,5 erforderten. Dieser
saure pH-Wert führte zu starker Korrosion an den Aggregaten der Papiermaschine und
machte das Papier alterungsunbeständig.
[0004] Es sind auch bereits Dispersionsleime auf der Grundlage von Kolophoniumharzen bekannt,
die als Dispergiermittel bzw. Schutzkolloid Casein oder andere Proteine enthalten
(vgl. Pulp and Paper, a. a. 0., DE-B1-1 130 955, DE-B1-1 122 200, US-A-2 401 090,
US-A-2 116 768, US-A-2 288 060, DE-C-820 049). Diese Dispersionsleime müssen jedoch
mit Hilfe umständlicher Inversionsverfahren in aufwendigen Vorrichtungen und unter
größerem Energieverbrauch hergestellt werden.
[0005] Aus der FR-A-2214738 ist ein Leimungsmittel für Papier in Abwesenheit von Aluminiumsulfat
bekannt, welches aus einer wäßrigen Dispersion eines mit einer carboxylgruppenhaltigen
dienophilen Verbindung modifizierten Kolophoniumharzes besteht. Dieses Dispersion
enthält beispielsweise mit Ammoniak aufgeschlossenes Casein als Schutzkolloid und
kann auch ein Polyaminderivat enthalten. Das dispergierte modifizierte Kolophoniumharz
muß zu mindestens 90% unverseift sein. Die Herstellung dieser Dispersion erfordert
intensives Rühren.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Neutralleimungsmittel für cellulosehaltige
Flächengebilde, insbesondere einen Papierleim, auf der Grundlage eines mit einer carboxylgruppenhaltigen
dienophilen Verbindung modifizierten Kolophoniumharzes bereitzustellen, das einfach
herzustellen und nicht von der Verwendung im sauren pH-Bereich abhängig ist und dem
Papiermacher erlaubt, den für sein Produkt optimalen pH-Bereich zwischen 4 und 7 zu
wählen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Kolophoniumharz (a) verseift
ist und das Leimungsmittel in Form einer Seifenlösung oder eines Trockenleimes vorliegt.
[0008] Durch den Gehalt des Neutralleimungsmittels an dem verseiften, mofidizierten Kolophoniumharz
und an dem aufgeschlossenen Protein, das überraschenderweise die Retention des Leimes
an dem Papier verbessert und somit als Fixiermittel dient, wird eine sehr einfache
Herstellung des Leimungsmittels in Form einer Seifenlösung oder eines Trockenleimes
und die Anwendung des Harzleimes in der Masse bei neutralem pH-Wert ermöglicht. Somit
werden Korrosionsprobleme auf ein Minimum reduziert, und der Einsatz von Aluminiumsulfat
oder einem anderen Aluminiumsalz kann wesentlich verringert oder sogar vermieden werden,
Das erfindungsgemäße Neutralleimungsmittel ist bei der Papierleimung besonders vorteilhaft,
weil es nicht von einer Verwendung im sauren pH-Bereich abhängig ist und sich mit
Wasser in jedem gewünschten Verhältnis mischen läßt. Es ist insbesondere in der Lage,
durch die Anwendung in einem breiten pH-Bereich zwischen 4,5 und 7, in Grenzfällen
auch darüberhinaus, Schwankungen der Stoffzusammensetzung, die bei Verwendung von
Altpapier auftreten, auszugleichen.
[0009] Das im erfindungsgemäßen Neutralleimungsmittel eingesetzte modifizierte Kolophoniumharz
kann aus jedem der im Handel erhältlichen Kolophoniumharze, z. B. Wurzelharz.Balsamharz.Tallöl-Harz
und Gemischen zweier oder mehrerer dieser Harze im Roh- oder raffinierten Zustand
hergestellt werden. Harze mit einer Kristallisationstendenz können bei erhöhten Temperaturen
mit Formaldehyd oder Paraformaldehyd in Gegenwart eines sauren Katalysators, z. B.
p-Toluolsulfonsäure, in bekannter Weise behandelt werden. So kann mit Formaldehyd
behandeltes Harz verwendet werden und fällt unter den hier verwenden Ausdruck Kolophoniumharz.
[0010] Als modifiziertes oder verstärktes Kolophoniumharz wird ein Reaktionsprodukt von
Kolophonium mit einer sauren, dienophilen Verbindung, die den Rest

enthält, verwendet, das durch Umsetzen von Kolophonium mit einer dienophilen Verbindung
bei erhöhten Temperaturen, gewöhnlich etwa 150 bis 210"C. als Addukt erhalten wird.
Die eingesetzte Menge der dienophilen Verbindung wird so eingestellt, daß ein modifiziertes
Kolophoniumharz mit einem Gehalt von 1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 12 Gew.-%, der
addierten dienophilen Verbindung, bezogen auf das Gewicht der verstärkten Kolophoniumharzes,
erhalten wird. Verfahren zur Herstellung verstärkter Kolophoniumharze sind in den
US-PSen 2 628 918 und 2 684 300 beschrieben.
[0011] Beispiele für dienophile, den Rest

enthaltende Verbindungen, die zur Herstellung des verstärkten Kolophoniumharzes verwendet
werden können, sind die a,(3-ungesättigten, organischen Säuren und ihre zugänglichen
Anhydride. Spezielle Beispiele hierfür sind Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Acrylsäure,
Maleinsäure, Itaconsäure, Itaconsäureanhydrid. Citraconsäure und Citraconsäureanhydrid
sowie Zitronensäure. Bevorzugte Modifizierungsmittel sind Maleinsäureanhydrid oder
Fumarsäure. Gegebenenfalls können zur Herstellung des Kolophoniumharzes Säuregemische
eingesetzt werden.
[0012] Auch können Gemische verschiedener verstärkter Kolophoniumharze verwendet werden.
Es kann z. B. ein Gemisch des Maleinsäureanhydridadduktes an Kolophonium und des Fumarsäureadduktes
an Kolophonium zur Herstellung der erfindungsgemäßen Neutralleimungsmittel verwendet
werden.
[0013] Das im erfindungsgemäßen Neutralleimungsmittel enthaltene tierische oder pflanzliche.
aufgeschlossene Protein kann z. B. aus Sojaprotein, Casein oder Stärkeeiweiß, das
mit Ammoniak, Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Borax, Metaborat, Triethanolamin, Lithiumhydroxid
oder Phosphaten aufgeschlossen ist, bestehen. Als Stärkeeiweiß kann z. B. ein Abfallprodukt
der Kartoffelmehlherstellung verwendet werden.
[0014] Das erfindungsgemäße Neutralleimungsmittel kann ggf. als zweites Fixiermittel ein
Polyaminderivat, d. h. ein kationisches Fikiermittel bzw. Retentionsmittel, enthalten.
Beispiele für derartige Fixiermittel sind Polyethyleniminderivate. Das zweite Fixiermittel
kann in Mengen bis zu 10 %, bezogen auf das fertige Neutralleimungsmittel, zugesetzt
werden. In diesem Fall kann auf die Verwendung von Aluminiumsulfat oder anderen Aluminiumsalzen
vollständig verzichtet werden.
[0015] Das erfindungsgemäße Neutralleimungsmittel kann weiterhin gegebenenfalls bekannte
Zuschlagstoffe, z. B. Wachse, insbesondere Paraffinwachs und mikrokristallines Wachs,
Kohlenwasserstoffharze einschließlich der von Erdölkohlenwasserstoffen und Terpenen
abgeleiteten, Spindelöl oder Polyglykole, enthalten. Diese können in Mengen bis zu
95 Gew.-%, vorzugsweise etwa 3 bis 20 Gew.-% Zuschlagstoffe, bezogen auf das Gewicht
des Kolophoniumharzes zugemischt werden.
[0016] Es kann auch ein Streckmittel zugesetzt werden. Als Streckmittel, die in Mengen von
10 bis 50 Gew.-
%, bezogen auf das Gewicht des Kolophoniumharzes, eingesetzt werden können, kommen
z. B. Tallölderivate infrage.
[0017] Das erfindungsgemäße Neutralleimungsmittel kann weiterhin Stabilisatoren, wie z.
B. Isopropanol, Methanol, Ethanol, Glycerin, Glykol oder Polyglykole enthalten. Diese
Stabilisatoren können in Mengen bis zu 5 %, bezogen auf das fertige Neutralleimungsmittel,
zugesetzt werden.
[0018] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Neutralleimungsmittels wird eine wäßrige Lösung
des verseiften modifizierten Kolophoniumharzes (a) mit einer wäßrigen Lösung des aufgeschlossenen
Proteins (b) und gegebenenfalls dem zweiten Fixiermittel (c) und/oder üblichen Streckmitteln,
Zuschlagsstoffen und/oder Stabilisatoren (d) vermischt. Die Bestandteile können in
verdünnter oder Konzentrierter Form, d. h. mit Feststoffkonzentration zwischen 30
und 60 % miteinander vermischt werden. Zur Herstellung des Trockenleimes wird eine
Schmelze des modifizierten Kolophoniumharzes (a) unter Zugabe eines Verseifungsmittels
und einer wäßrigen Lösung des aufgeschlossenen Proteins (b) und gegebenenfalls des
zweiten Fixiermittels (c) und/oder üblicher Bestandteile (d) verseift.
[0019] Das fertige Neutralleimungsmittel kann einen Feststoffgehalt von 10 bis 95 % aufweisen.
Vorzugsweise liegt der Feststoffgehalt der Seifenlösung bei 30 bis 60% und wird erst
vor Anwendung weiter verdünnt. Der Feststoffgehalt des Trockenleimes liegt vorzugsweise
bei 85 bis 95 %.
[0020] Das Verhältnis von Kolophoniumharz zu Protein beträgt im erfindungsgemäßen Neutralleimungsmittel
100:1 bis 100:20.
[0021] Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung :
Beispiel 1
a. Herstellung eines mit Maleinsäureanhydrid verstärkten Kolophoniumharzes
[0022] 100 Teile Kolophoniumharz wurden mit 12 Teilen Maleinsäureanhydrid unter Rühren auf
180 °C erhitzt ; nach 2 Stunden bei Reaktionstemperatur wurde abgekühlt.
b. Verseifung des verstärkten Kolophoniumharzes
[0023] 100 Teile des Harzes aus Stufe a wurden mit 16 Teilen Natronlauge als 50 %ige Lösung
verseift und mit Wasser auf einen Trockengehalt von 50 % eingestellt.
c. Aufschließen des Proteins
[0024] 29 Teile Casein wurden mit 2 Teilen 45 %iger Natronlauge in 150 Teilen Wasser dispergiert
und 15 Minuten auf 60 °C erhitzt.
d. Leimherstellung
[0025] 100 Teile der in Stufe b erhaltenen Seifenlösung wurden mit 2,5 Teilen der in Stufe
c erhaltenen Caseinlösung versetzt und vermischt. Die so erhaltene Mischung, die einen
Trockengehalt von 49,1 % aufwies, wurde auf dem Blattbildner (System Rapid-Köthen
der Firma Frank, Weinheim) zur Masseleimung von Blättern aus Fichtensulfitzellstoff
eingesetzt, wobei der pH-Wert mit Aluminiumsulfat auf 6,8 eingestellt wurde. Der Fichtensulfitzellstoff
hatte einen Mahlgrad von 45° Schopper-Riegler (SR). Der Leim wurde in einer Menge
von 2 % absolut trocken, bezogen auf Zellstoff, verwendet. Sodann wurde die Tintenschwimmdauer
(vgl. Merkblatt V/15/60 des Vereins der Zellstoff- und Papier-Chemiker und -Ingenieure)
bestimmt und mit derjenigen eines Leimes ohne Proteinzusatz gemäß Stufe b verglichen.
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle I aufgeführt.
Beispiele 2 bis 7
[0026] Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei in Stufe d die Menge der
zugesetzten Caseinlösung aus Stufe c variiert wurde von 2,5 bis 50 Teilen Caseinlösung
pro 100 Teile Leimlösung aus Stufe b. Alle so erhaltenen Leime wurden nach der Arbeitsweise
von Beispiel 1d zur Leimung des Fichtensulfitzellstoffs eingesetzt und getestet, wobei
jeweils 2 % Leim absolut trocken, bezogen auf Zellstoff, verwendet wurden und der
pH-Wert in jedem Fall mit Al
2(S0
4)
3 auf 6,8 eingestellt wurde.
[0027] Die Versuchsergebnisse sind in der folgenden Tabelle I zusammengefaßt :

Beispiel 8
[0028] Die Arbeitsweise von Beispiel 4 wurde wiederholt, wobei jedoch anstelle der dort
verwendeten Caseinlösung c eine Proteinlösung verwendet wurde, die durch Dispergieren
von 18 Teilen Sojaprotein mit 2.5 Teilen KOH in 100 Teilen kaltem Wasser und Erhitzen
auf 70 °C erhalten wurde. Der erhaltene Leim ergab eine Tintenschwimmdauer von 145
sec.
Beispiel 9
[0029] Dieses Beispiel verdeutlicht die Herstellung eines Trockenleimes. 100 Teile Harz
wurden geschmolzen und unter Zugabe einer Mischung von 60 g NaOH 45 % und 20 g einer
Caseinlösung gemäß Beispiel 1c verseift. Die Tintenschwimmdauer betrug 60 sec gegenüber
35 sec der 0-Probe.
Beispiele 10 bis 18
[0030] Diese Beispiele verdeutlichen die Verwendung unterschiedlicher Aufschlußmittel für
das Protein. Es wurde die Arbeitsweise von Beispiel 1 wiederholt. wobei jedoch in
Stufe c unterschiedliche Aufschlußmittel für das Casein eingesetzt wurden. Die Ergebnisse
sind in Tabelle II aufgeführt. Die Blattbildung erfolgte wie in den Beispielen 1 bis
7.
(Siehe Tabelle 11 Seite 5 f.)
Beispiel 19
[0031]

a. Herstellung eines mit Fumarsäure verstärkten Harzes
[0032] 100Teile Kolophoniumharz wurden 7.5 Teilen Fumarsäure versetzt und unter Rühren auf
210 °C erhitzt. Nach 2 Stunden ließ man abkühlen.
b. Verseifung des fumarsäureverstärkten Harzes
[0033] 100 Teile des verstärkten Harzes aus Stufe a wurden mit 17 Teilen NaOH als 50 %ige
Lösung verseift und auf 50 % Trockengehalt mit Wasser eingestellt.
c. Leimherstellung
[0034] Ein Leim aus 100 Teilen der Seifenlösung von Stufe b und 10 Teilen der Caseinlösung
von Beispiel 1 c ergab eine Tintenschwimmdauer von 110 sec gegenüber 60 sec der 0-Probe.
Beispiel 20
[0035] Dieses Beispiel verdeutlicht die Verwendung eines zweiten Fixiermittels im Neutralleimungsmittel.
Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch in Stufe d anstelle
der 2.5 Teile der in Stufe c erhaltenen Caseinlösung 5 Teile der Caseinlösung und
zusätzlich 5 Teile eines Polyethyleniminderivates mit den 100 Teilen der in Stufe
b erhaltenen Seifenlösung vermischt wurden. Bei der Leimungsprüfung bei einem pH-Wert
von 7,0 wurde eine Tintenschwimmdauer von 300 sec. gemessen.
1. Neutralleimungsmittel für cellulosehaltige Flächengebilde, enthaltend
(a) mindestens ein mit einer carboxylgruppenhaltigen dienophilen Verbindung modifiziertes
Kolophoniumharz,
(b) ein tierisches oder pflanzliches, aufgeschlossenes Protein,
(c) gegebenenfalls ein Polyaminderivat als Fixiermittel und
(d) gegebenenfalls übliche Streckmittel, Zuschlagstoffe und/oder Stabilisatoren,
wobei das Gewichtsverhältnis von (a) zu (b) 100 : 1 bis 100 : 20 beträgt, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kolophoniumharz (a) verseift ist und das Leimungsmittel in
Form einer Seifenlösung oder eines Trockenleimes vorliegt.
2. Neutralleimungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Trockengehalt
von 10 bis 95 % besitzt.
3. Neutralleimungsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Trockengehalt
von 30 bis 60 % besitzt.
4. Neutralleimungsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß. es einen Trockengehalt
von 85 bis 95 % besitzt.
5. Neutralleimungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Protein (b) aufgeschlossenes Casein enthält.
6. Neutralleimungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Kolophoniumharz (a) ein mit 8 bis 12Gew.-% Maleinsäureanhydrid modifiziertes
Kolophoniumharz enthält.
7. Neutralleimungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Fixiermittel (c) ein Polyethyleniminderivat enthält.
8. Verfahren zur Herstellung des Neutralleimungsmittels nach einem der Ansprüche 1
bis 7 durch Vermischen einer wäßrigen Lösung des Bestandteils (b) mit den übrigen
Bestandteilen in einem Gewichtsverhältnis von (a) zu (b) von 100 : 1 bis 100 :20,
wobei das modifizierte Kolophoniumharz gegebenenfalls in der Schmelze angewendet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung des verseiften modifizierten Kolophoniumharzes
(a) mit der wäßrigen Lösung des Bestandteils (b) und gegebenenfalls Bestandteilen
(c) und/oder (d) in verdünnter oder konzentrierter Form vermischt und das erhaltene
Gemisch gegebenenfalls weiter mit Wasser verdünnt oder daß man eine Schmelze des modifizierten
Kolophoniumharzes (a) unter Zugabe eines Verseifungsmittels und der wäßrigen Lösung
des Bestandteils (b) und gegebenenfalls Bestandteilen (c) und/oder (d) verseift.
9. Verwendung des Neutralleimungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Neutralleimung
cellulosehaftiger Flächengebilde, insbesondere zur Masseleimung von Papier.
1. Neutral sizing agent for cellulose-containing flat structures, comprising
(a) at least one colophonium rosin, modified by a carboxyl groups containing dienophilic
compound,
(b) a hydrolyzed animal or vegetable protein,
(c) if indicated, a polyamine derivative as fixative, and,
(d) if indicated, customary extenders, additives and/or stabilizers.
whereby the weight ratio of (a) to (b) is from 100 : 1 to 100 : 20, characterized
in that the colophonium rosin (a) is saponified and the sizing agent is present in
the form of a soap solution or a dry glue.
2. Neutral sizing agent according to claim 1, characterized in that it has a dry content
of from 10 to 95%.
3. Neutral sizing agent according to claim 2, characterized in that it has a dry content
of from 30 to 60%.
4. Neutral sizing agent according to claim 2, characterized in that it has a dry content
of from 85 to 95%.
5. Neutral sizing agent according to one of claims 1 to 4, characterized in that it
contains hydrolyzed casein as protein (b).
6. Neutral sizing agent according to one of claims 1 to 5, characterized in that it
contains a colophonium rosin, modified by from 8 to 12 % by weight of maleic acid
anhydrid as colophonium rosin (a).
7. Neutral sizing agent according to one of claims 1 to 6, characterized in that it
contains a polyethylene imine derivative as fixative (c).
8. Process for the preparation of the neutral sizing agent according to one of claims
1 to 7 by admixing an aqueous solution of component (b) with the further components
in a weight ratio of (a) to (b) from 100 : 1 to 100 : 20, whereby the modified colophonium
rosin, if indicated, is used in molten state. characterized in that an aqueous solution
of the saponified modified colophonium rosin (a) is admixed with the aqueous solution
of component (b) and, if indicated, components (c) and/or (d) in diluted or concentrated
form, and the obtained mixture, if indicated, is further diluted with water or that
a melt of the modified colophonium rosin (a) is saponified by adding a saponification
agent and the aqueous solution of component (b) and, if indicated, components (c)
and/or (d).
9. Use of the neutral sizing agent according to one of claims 1 to 7 for neutrally
sizing cellulose-containing flat structures, particularly for the mass sizing of paper.
1. Agent d'encollage neutre pour produits plats comportant de la cellulose, contenant
(a) au moins une résine de colophane modifiée avec un composé diénophile contenant
des groupes carboxyle,
(b) une protéine animale ou végétale désagrégée,
(c) le cas échéant un dérivé de polyamine comme fixateur et
(d) le cas échéant des diluants, additifs et/ou stabilisateurs habituels.
où le rapport pondéral de (a) à (b) s'élève à 100 : 1 à 100 : 20, caractérisé en ce
que la résine de colophane (a) est saponifiée et en ce que l'agent d'encollage se
présente sous la forme d'une solution de savon ou d'une colle sèche.
2. Agent d'encollage neutre selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il possède
une teneur en substance sèche de 10 à 95%.
3. Agent d'encollage neutre selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il possède
une teneur en substance sèche de 30 à 60 %.
4. Agent d'encollage neutre selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il possède
une teneur en substance sèche de 85 à 95 %.
5. Agent d'encollage neutre selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
qu'il contient comme protéine (b) de la caséine désagrégée.
6. Agent d'encollage neutre selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
qu'il contient comme résine de colophane (a) une résine de colophane modifiée avec
de 8 à 12 % en poids d'anhydride de l'acide maléique.
7. Agent d'encollage neutre selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
qu'il contient comme fixateur (c) un dérivé de polyéthylène-imine.
8. Procédé de préparation de l'agent d'encollage neutre selon l'une des revendications
1 à 7 par mélange d'une solution aqueuse du composant (b) avec les autres composants
dans un rapport pondéral de (a) à (b) de 100 1 à 100 : 20, où la résine de colophane
modifiée est appliquée le cas échéant dans la masse en fusion, caractérisé en ce qu'on
mélange une solution aqueuse de la résine de colophane modifié saponifiée (a) avec
la solution aqueuse du composant (b) et le cas échéant les composants (c) et/ou (d)
sous forme diluée ou concentrée et en ce que le cas échéant on dilue plus avant avec
de l'eau le mélange obtenu, ou en ce qu'on saponifie une masse en fusion de la résine
de colophane modifiée (a) avec addition d'un agent de saponification et de la solution
aqueuse du composant (b) et le cas échéant les composants (c) et/ou (d).
9. Application de l'agent d'encollage neutre selon l'une des revendications 1 à 7
à l'encollage neutre de produits plats comportant de la cellulose, en particulier
à l'encollage en cuve du papier.