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EP 0 123 941 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.1987 Patentblatt 1987/02 |
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Anmeldetag: 02.04.1984 |
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Schaltgerät für Hochspannungsschaltanlagen
Switch gear for H.T. installations
Appareil interrupteur pour des installations à haute tension
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
02.04.1983 DE 3312074
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.1984 Patentblatt 1984/45 |
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Anmelder: Ruhrtal-Elektrizitätsgesellschaft
Hartig GmbH & Co. |
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45224 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Szygulla, Heinz
D-4300 Essen 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gesthuysen, Hans Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Gesthuysen, von Rohr, Weidener,
Schüll, Häckel,
Postfach 10 13 54 45013 Essen 45013 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät für Hochspannungsschaltanlagen, insbesondere
Erdungsschalter, mit einem mit einer Sammelschiene verbundenen Festkontakt und einem
mittels eines Betätigungsarmes in einer Schwenkebene verstellbaren und dabei auf den
Festkontakt aufschiebbaren Schaltkontakt, wobei der Festkontakt einen Aufschiebebereich
und der Schaltkontakt mindestens ein Paar von Kontaktfingern aufweist, die im geschlossenen
Zustand des Schaltgerätes am Festkontakt im Aufschiebebereich beidseitig anliegen
und dabei in Längsrichtung des Betätigungsarmes über den Aufschiebebereich des Festkontaktes
hinausragen.
[0002] Bei einem derartigen bekannten Schaltgerät (DE-A 24 09 527) weist der Festkontakt
einen mit einem Aufschiebeanschlag versehenen Aufschiebebereich und einen etwa quer
zur Aufschieberichtung verlaufenden Befestigungsarm auf. Aufschiebebereich und der
Befestigungsarm bilden miteinander ein bogenförmiges, in der Schwenkebene liegendes
Bauteil; die Kontaktfinger liegen im geschlossenen Zustand des Schaltgerätes am Festkontakt
im Aufschiebebereich und am Aufschiebeanschlag beidseitig an. Bei diesem Schaltgerät
führt die geometrische Gestaltung im Kurzschlussfall dazu, dass der Kontaktdruck der
Kontaktfinger am Aufschiebeanschlag vergrössert und vom Festkontakt aufgenommen wird.
Im Kurzschlussfall wird auch der Aufschiebeanschlag zur Strombahn für den Kurzschlussstrom,
wobei über die als Punktkontakte ausgebildeten Kontaktbereiche ein sehr hoher spezifischer
Kontaktdruck erreicht wird. Insbesondere werden durch die schleifenförmige Ausbildung
des vom Aufschiebebereich und vom Befestigungsarm gebildeten Bauteiles gewollt sogenannte
Eckenkräfte erzeugt, die zu einer Verstärkung des Anpressdruckes am Aufschiebeanschlag
im Kurzschlussfall führen bzw. die durch die extern entgegen der Aufschieberichtung
angreifende Eckenkräfte, wie sie beispielsweise zwischen dem Betätigungsarm und der
Sammelschiene auftreten können, kompensiert werden.
[0003] Mit dem bekannten Schaltgerät ist schon eine relativ gute Kurzschlusssicherheit erreicht.
Es gibt allerdings noch Einsatzfälle, bei denen die Wirkungsrichtung der auftretenden
elektrodynamischen Kräfte im Kurzschlussfall zu einer Verringerung des Kontaktdruckes
der Kontaktfinger führt oder gar die Kontaktfinger abheben lässt. Das ist beispielsweise
dann der Fall, wenn die externen Eckenkräfte wegen einer anderen Relativlage des Schaltgerätes
zu der zugehörigen Sammelschiene nicht in der Schwenkebene, sondern senkrecht zu der
Schwenkebene angreifen. Dann nämlich reichen im Kurzschlussfall die Kontraktionskräfte
der parallel verlaufenden Kontaktfinger nicht mehr aus, diese externen elektrodynamischen
Kräfte zu kompensieren.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung nun die Aufgabe zugrunde,
das bekannte Schaltgerät so auszugestalten und weiterzubilden, das praktisch unabhängig
von der Wirkungsrichtung der auftretenden elektrodynamischen Kräfte im Kurzschlussfall
der Kontaktdruck der Kontaktfinger nicht nachlässt und insbesondere ein Ausbrechen
der Kontaktfinger ausgeschlossen ist.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einem Schaltgerät der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass an dem Festkontakt ein Auffangelement für die Kontaktfinger angeordnet ist, das
im geschlossenen Zustand des Schaltgerätes die über den Aufschiebebereich des Festkontaktes
hinausragenden Enden der Kontaktfinger an ihren dem Aufschiebebereich abgewandten
Seiten stützend umgreift.
[0006] Bei dem erfindungsgemässen Schaltgerät ist durch das Auffangelement am vom Schwenkpunkt
fernen Ende des Betätigungsarmes für die Kontaktfinger gewissermassen ein Widerlager,geschaffen,
das ein seitliches, im wesentlichen senkrecht zur Schwenkebene gerichtetes Ausbrechen
der Kontaktfinger unmöglich macht. Selbst dann also, wenn senkrecht zur Schwenkebene
bzw. zur Aufschieberichtung starke externe Eckenkräfte auftreten, wird ein Abheben
der Kontaktfinger vom Aufschiebebereich des Festkontaktes durch das Auffangelement
verhindert. Dabei führt das Auffangelement zusätzlich noch zu einer überproportionalen
Erhöhung des Kontaktdruckes im Kurzschlussfall, da es eben als Widerlager für die
Enden der Kontaktfinger des Schaltkontaktes dient. Diese Konstruktion ist auch dann
von erheblichem Vorteil, wenn keine bogenförmige Ausgestaltung des vom Aufschiebebereich
und vom Befestigungsarm gebildeten Bauteiles vorliegt, eine Ausgestaltung, die ja
nur dann notwendig ist, wenn in der Schwenkebene entgegen der Aufschieberichtung wirkende
externe elektrodynamische Kräfte im Kurzschlussfall auftreten können.
[0007] Zweckmässigerweise weist das Auffangelement in Aufschieberichtung gesehen etwa U-Form
auf und kurze Ansätze an den Innenseiten der U-Schenkel bilden die Stützflächen für
die Enden der Kontaktfinger. Weiter empfiehlt es sich, das Auffangelement an seinem
in Aufschieberichtung hinteren Ende geschlossen auszubilden, so dass hier ein Anschlag
für die Kontaktfinger gegeben ist. Ggf. kann auch an dieser Stelle ein Aufschiebeanschlag
in das Auffangelement integriert sein.
[0008] Um bei dem erfindungsgemässen Schaltgerät die Antriebseinheit für den Schwenkarm
nicht zu gross dimensionieren zu müssen, empfiehlt es sich, den Kontaktdruck zwischen
den Kontaktfingern und dem Aufschiebebereich des Festkontaktes im Bereich des Auflaufens
der Kontaktfinger auf den Aufschiebebereich sehr gering zu halten, jedoch in Aufschieberichtung
anwachsen zu lassen. Das lässt sich auf einfache Weise dadurch erreichen, dass das
Auffangelement eine in Aufschieberichtung abnehmende lichte Weite aufweist.
[0009] im übrigen hat es sich als besonders zweckmässig erwiesen, die aneinander zur Anlage
kommenden Bereiche der Kontaktfinger und des Auffangelementes mit Gleitauflagen und/oder
mit Gleitmitteln zu versehen. Der erwünschte Kontaktdruck soll ja durch senkrecht
zur Schwenkebene und zur Aufschieberichtung wirkende Kräfte erzeugt werden, hingegen
sind in Aufschieberichtung auftretende Reibungskräfte unerwünscht.
[0010] Zur Erzielung definierter Stromwege insbesondere im Kurzschlussfall empfiehlt es
sich im übrigen, das Auffangelement gegen den Aufschiebebereich des Festkontaktes
zu isolieren, z.B. das Auffangelement in dem an den Kontaktfingern zur Anlage kommenden
Bereichen mit Isolierauflagen zu versehen. Letzteres kann prinzipiell auch bei den
Kontaktfingern verwirklicht sein, jedoch ist das technisch nicht besonders zweckmässig.
Ist das Auffangelement, wie zuvor erläutert, mit Gleitauflagen versehen, so können
die Gleitauflagen ohne weiteres bei entsprechender Materialwahl gleichzeitig als Isolierauflagen
ausgebildet sein.
[0011] Vorteilhaft kann es ferner sein, die Kontaktfinger an ihren mit dem Auffangelement
in Eingriff kommenden freien Enden entgegen der Aufschieberichtung etwa rechtwinklig
abzubiegen. Auch die wegen der rechtwinkligen Abbiegung der Enden der Kontaktfinger
dort auftretenden Eckenkräfte können zur Kompensation externer elektrodynamischer
Kräfte im Kurzschlussfall genutzt werden. Bei entsprechend geschickter Ausgestaltung
und Führung des Stromweges kann dann auf eine bogenförmige Ausgestaltung des vom Aufschiebebereich
und vom Befestigungsarm gebildeten Bauteiles verzichtet werden.
[0012] Eine andere als die weiter oben beschriebene konstruktive Ausgestaltung des erfindungsgemässen
Schaltgerätes ist dadurch gekennzeichnet, dass das Auffangelement zwei parallel zur
Aufschieberichtung und vorzugsweise parallel zum Aufschiebebereich des Festkontaktes
verlaufende Aufnahmedorne aufweist. Dadurch, dass bei dieser Ausführungsform den im
Querschnitt im wesentlichen kreisflächigen Kontaktfingern im Querschnitt im wesentlichen
kreisflächige Auffangdorne zugeordnet sind, ist die geometrische Zuordnung der Kontaktfinger
zu den wirksamen Teilen des Auffangelementes besonders günstig.
[0013] Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform des erfindungsgemässen Schaltgerätes
können beide Aufnahmedorne an einer beiden Aufnahmedornen gemeinsamen Tragplatte befestigt
sein, wobei die Befestigung, mindestens eines der beiden Aufnahmedorne mit einem exzentrisch
zur Hauptachse des Aufnahmedornes liegenden Anschlussbolzen erfolgt. Bei dieser Ausführungsform
kann die lichte Weite des Auffangelementes besonders einfach eingestellt und damit
unterschiedlichen Anforderungen besonders einfach angepasst werden. Im übrigen empfiehlt
es sich, die die beiden Aufnahmedorne haltende Tragplatte am - in Aufschieberichtung
gesehen - hinteren Ende des Aufschiebebereiches des Festkontaktes zu befestigen.
[0014] Vorteilhaft kann es ferner sein, das Auffangelement schwenkbar zu lagern. Dadurch
ist eine Möglichkeit der Selbstjustage zwischen den Kontaktfingern des schwenkbaren
Schaltkontaktes und dem Aufnahmeelement geschaffen. Die schwenkbare Lagerung des Auffangelementes
kann bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform konstruktiv dadurch realisiert
sein, dass die Tragplatte des Auffangelementes schwenkbar am Aufschiebekontakt befestigt
ist.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht und stark schematisiert, ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Schaltgerätes in Form eines Erdungsschalters,
Fig. 2 in vergrösserter Darstellung, einen Ausschnitt aus Fig. 1 im Bereich des Festkontaktes,
Fig. 3 den Gegenstand nach Fig. 2 in Stirnansicht,
Fig.4 ein Auffangelement für den Festkontakt nach Fig. 3 längs der Linie IV - IV,
Fig. 5 in einer Fig. 4 entsprechenden Darstellung, ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Auffangelementes,
Fig. 6 in gegenüber der Fig. 3 nochmals vergrösserter Darstellung, einen Ausschnitt
aus einem erfindungsgemässen Schaltgerät, und
Fig. 7 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. 6,
Fig. 8 in einer Fig. 6 entsprechenden Darstellung, ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemässen Schaltgerätes und
Fig. 9 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. 8.
[0016] Das in Fig. 1 dargestellte Schaltgerät ist ein Erdungsschalter für Hochspannungsschaltanlagen.
Dieses Schaltgerät arbeitet zusammen mit einem mit einer Sammelschiene 1 verbundenen
Festkontakt 2 und weist einen mittels eines Betätigungsarmes 3 in einer Schwenkebene
verstellbaren Schaltkontakt 4 auf, der an einem Antriebsaggregat 5 schwenkbar gelagert
ist. Das Antriebsaggregat 5 ist unten an einem als Isolator ausgeführten Stützer 6
montiert, während oben am Stützer 6 der Festkontakt 2 angeordnet ist. Der Schaltkontakt
4 ist also, in Fig. 1 durch einen Pfeil angedeutet, mit Hilfe des Betätigungsarmes
3 aus einer im wesentlichen vertikalen Einschalt- oder Schliessstellung und umgekehrt
bringbar.
[0017] Gemäss den Fig. 1, 2 und 3 weist der Festkontakt 2 einen mit einem Aufschiebeanschlag
7 versehenen Aufschiebebereich 8 und einen etwa quer zur Aufschieberichtung verlaufenden
Befestigungsarm 9 auf. Der Aufschiebebereich 8 und der Befestigungsarm 9 bilden miteinander
ein bogenförmiges, in der Schwenkebene liegendes Bauteil. Der Schaltkontakt 4 weist
im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Paar von in geschlossenem Zustand beidseits
am Aufschiebebereich 8 und am Aufschiebeanschlag 7 des Festkontaktes 2 anliegenden
Kontaktfingern 10 auf. Es können prinzipiell auch mehrere Paare von Kontaktfingern
10 vorgesehen sein, was jedoch hier nicht dargestellt ist. Die Kontaktfinger 10 sind
am vom Antriebsaggregat 5 entfernten Ende des Betätigungsarmes 3 befestigt.
[0018] Wie die Fig. 2 und 3 besonders deutlich zeigen, weist der Festkontakt 2 auf der vom
Betätigungsarm 3 abgewandten Seite des Aufschiebebereiches 8 ein Auffangelement 11
auf. In geschlossenem Zustand des Schaltgerätes ragen die Kontaktfinger 10 des Schaltkontaktes
4 in Längsrichtung des Betätigungsarmes 3 über den Aufschiebebereich 8 des Festkontaktes
2 hinaus und stehen an ihren freien Enden mit den vom Aufschiebebereich 8 abgewandten
Seiten mit dem Auffangelement 11 in Eingriff.
[0019] Das Auffangelement 11 hat gemäss Fig. 3 in Aufschieberichtung gesehen etwa U-Form.
Kurze Ansätze 12 an den Innenseiten der U-Schenkel, die durch den U-Steg 13 verbunden
sind, bilden die Stützflächen für die Enden der Kontaktfinger 10. Das Auffangelement
11 ist somit an seinem in Aufschieberichtung hinteren Ende geschlossen.
[0020] Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei Ausführungsformen des Auffangelementes 11 in einem Schnitt
gemäss IV-IV in Fig. 3. Aus beiden Figuren lässt sich deutlich erkennen, dass das
Auffangelement 11 eine in der wieder durch einen Pfeil angedeuteten Aufschieberichtung
abnehmende lichte Weite aufweist. Die in Aufschieberichtung abnehmende lichte Weite
ist bei den in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispielen des Auffangelementes
11 dadurch realisiert, dass das Auffangelement 11 in den an den Kontaktfingern 10
zur Anlage kommenden Bereichen mit in Aufschieberichtung stärker werdenden Gleitauflagen
14 versehen ist, die gleichzeitig als Isolierauflagen ausgebildet sind. Die unterschiedliche
Formgebung der Gleitauflagen 14 bei den Ausführungsbeispielen des Auffangelementes
11 gemäss den Fig. 4 und 5 führt zu unterschiedlich verlaufenden Kontaktdrücken am
Aufschiebebereich 8 des Festkontaktes 2.
[0021] Auch bei dem in den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Auffangelement
11 an seinem in Aufschieberichtung hinteren Ende geschlossen und die mit den Kontaktfingern
10 des Schaltkontaktes 4 zur Anlage kommenden Bereiche des Auffangelementes 11 weisen
Gleitauflagen 14 auf.
[0022] Die Fig. 8 und 9 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Auffangelementes. Dieses weist zwei parallel zur Aufschieberichtung und parallel zum
Aufschiebebereich 8 des Festkontaktes 2 verlaufende Aufnahmedorne 15 auf. Die Aufnahmedorne
1 sind an einer beiden Aufnahmedornen 15 gemeinsamen Tragplatte 16 befestigt. Dazu
weisen beide Aufnahmedorne 15 jeweils einen exzentrisch zu ihrer Hauptachse liegenden
Anschlussbolzen 17 auf; die Aufnahmedorne 15 sind mit ihrem exzentrisch liegenden
Anschlussbolzen 17 in die Tragplatte 16 eingesetzt. Bei dieser Ausführungsform kann
die lichte Weite des Auffangelementes 11, also die lichte Weite zwischen den beiden
Aufnahmedornen 15, besonders einfach eingestellt und damit unterschiedlichen Anforderungen
besonders einfach angepasst werden, nämlich dadurch, dass die Exzentrizität zwischen
den Aufnahmedornen 15 und deren Anschlussbolzen einstellend ausgenutzt wird.
[0023] Das Auffangelement 11 ist, wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen auch,
am - in Aufschieberichtung gesehen - hinteren Ende des Aufschiebebereiches 8 des Festkontaktes
2 dadurch befestigt, dass die Tragplatte 16 dort befestigt ist. Dabei ist das Auffangelement
11 schwenkbar gelagert, so dass zwischen den Kontaktfingern 10 des schwenkbaren Schaltkontaktes
4 und dem Auffangelement 11 eine Möglichkeit der Selbstjustage geschaffen ist.
[0024] In den Fig. 2 und 3 sind mit Pfeilen und Buchstaben die im Kurzschlussfall auftretenden
Kräfte eingezeichnet. Die Eckenkraft F
E erhöht im Kurzschlussfall den Kontaktdruck der Kontaktfinger 10 am Aufschiebeanschlag
7. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind externe Eckenkräfte F
EE nicht vorhanden, da die Sammelschiene 1, wie Fig. 1 zeigt, quer zur Aufschieberichtung
verläuft. Im Kurzschlussfall treten Kontraktionskräfte F
K der Kontaktfinger 10 auf, wie das in Fig. 3 eingezeichnet ist. Selbst wenn externe
Eckenkräfte F
EE vorhanden und sehr gross sind, kann der entsprechende Kontaktfinger 10 vom Aufschiebebereich
8 des Festkontaktes 2 nicht abheben, da er durch das Auffangelement 11 daran gehindert
ist.
1. SchaltgerätfürHochspannungsschaltanlagen, insbesondere Erdungsschalter, mit einem
mit einer Sammelschiene (1) verbundenen Festkontakt (2) und einem mittels eines Betätigungsarmes
(3) in einer Schwenkebene verstellbaren und dabei auf den Festkontakt (2) aufschiebbaren
Schaltkontakt (4), wobei der Festkontakt (2) einen Aufschiebebereich (8) und der Schaltkontakt
(4) mindestens ein Paar von Kontaktfingern (10) aufweist, die im geschlossenen Zustand
des Schaltgerätes am Festkontakt (2) im Aufschiebebereich (8) beidseitig anliegen
und dabei in Längsrichtung des Betätigungsarmes (3) über den Aufschiebebereich (8)
des Festkontaktes (2) hinausragen, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Festkontakt
(2) ein Auffangelement (11) für die Kontaktfinger (10) angeordnet ist, das im geschlossenen
Zustand des Schaltgerätes die über den Aufschiebebereich (8) des Festkontaktes (2)
hinausragenden Enden der Kontaktfinger (10) an ihren dem Aufschiebebereich (8) abgewandten
Seiten stützend umgreift.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auffangelement (11)
in Aufschieberichtung gesehen etwa U-Form aufweist und kurze Ansätze (12) an den Innenseiten
der U-Schenkel die Stützflächen für die Enden der Kontaktfinger (10) bilden.
3. Schaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auffangelement
(11) eine in Aufschieberichtung abnehmende lichte Weite aufweist.
4. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
aneinander zu Anlage kommenden Bereiche der Kontaktfinger und des Auffangelementes
(11) mit Gleitauflagen (14) und/oder mit Gleitmitteln versehen sind.
5. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das
Auffangelement (11) gegen den Aufschiebebereich (8) des Festkontaktes (2) isoliert
ist.
6. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontaktfinger (10) an ihren mit dem Auffangelement (11) in Eingriff kommenden freien
Enden entgegen der Aufschieberichtung etwa rechtwinklig abgebogen sind.
7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Auffangelement (11) zwei parallel zur Aufschieberichtung und vorzugsweise parallel
zum Aufschiebebereich (8) des Festkontaktes (2) verlaufende Aufnahmedorne (15) aufweist.
8. Schaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass beide Aufnahmedorne (15)
an einer gemeinsamen Tragplatte (16) befestigt sind und die Befestigung mindestens
eines der beiden Aufnahmedorne (15) mit einem exzentrisch zur Hauptachse des Aufnahmedornes
(15) liegenden Anschlussbolzen (17) erfolgt.
9. Schaltgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (16) am
- in Aufschieberichtung gesehen - hinteren Ende des Aufschiebebereiches (8) des Festkontaktes
(2) befestigt ist.
10. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das
Auffangelement (11) am Festkontakt (2) im Aufschiebebereich (8) schwenkbar befestigt
ist.
1. Switchgear for high-voltage switching plant, particularly an earthing switch, with
a fixed contact (2) connected to a busbar (1), and a switch contact (4) movable in
a swivel plane by means of an actuating arm (3) and thereby capable of being pushed
on to the fixed contact (2), in which the fixed contact (2) has a pushing-on area
(8) and the switch contact (4) possesses at least one pair of contact fingers (10)
which in the closed state of the switchgear fit tightly on both sides of the fixed
contact (2) in the pushing-on area (8) and thereby project beyond the pushing-on area
(8) of the fixed contact (2) in the direction of length of the actuating arm (3),
characterised in that a capturing unit (11) for the contact fingers (10) is mounted
on the fixed contact (2), and in the closed state of the switchgear, clasps and supports,
on their sides that face away from the pushing-on area (8), the ends of the contact
fingers (10) projecting beyond the pushing-on area (8) of the fixed contact (2).
2. Switchgear according to claim 1, characterised in that the capturing unit (11)
as seen in the pushing-on direction is approximately U-shaped, and short lugs (12)
on the internal sides of the U-flanks form the support surfaces for the ends of the
contact fingers (10).
3. Switchgear according to claim 1 or 2, characterised in that the capturing unit
(11) has a reducing internal width in the pushing-on direction.
4. Switchgear according to one of claims 1 to 3, characterised in that the areas of
the contact fingers and the capturing unit (11) that come into contact with one another
are provided with sliding contacts (14) and/or with lubricants.
5. Switchgear according to one of claims 1 to 4, characterised in that the capturing
unit (11) is insulated from the pushing-on area (8) of the fixed contact (2).
6. Switchgear according to one of claims 1 to 5, characterised in that the contact
fingers (10) are bent away from the pushing-on direction through approximately a right
angle at their free ends which come into contact with the capturing unit (11).
7. Switchgear according to one of claims 1 or 3 to 6, characterised in that the capturing
unit (11) possesses two receiving lugs (15) extending parallel to the pushing-on direction
and preferably parallel to the pushing-on area (8) of the fixed contact (2).
8. Switchgear according to claim 7, characterised in that both receiving lugs (15)
are fastened to a common carrier plate (16) and the attachment of at least one of
the two receiving lugs (15) is effected by a connecting bolt (17) located eccentrically
to the major axis of the receiving lug (15).
9. Switchgear according to claim 8, characterised in that the carrier plate (16) -
as seen in the pushing-on direction - is attached to the rear end of the pushing-on
area (8) of the fixed contact (2).
10. Switchgear according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the capturing
unit (11) is attached with swivel mounting to the fixed contact (2) in the pushing-on
area (8).
1. Appareil de commutation pour des installations de distribution électrique haute
tension, en particulier, commutateur de mise à la terre, comprenant un contact fixe
(2) raccordé à une barre omnibus 1 et un contact de commutateur (4) réglable au moyen
d'un bras de commande (3) dans un plan de pivotement et à même de glisser en plus
sur le contact fixe (2), ce contact fixe (2) étant pourvu d'une zone de poussée (8)
et le contact de commutateur (4) au moins d'une paire de doigts de contact (10) qui,
à l'état fermé de l'appareil de commutation, sont contigus de part et d'autre au contact
fixe (2) dans la zone de poussée (8) et font aussi saillie dans le sens longitudinal
du bras de commande (3) au-delà de la zone de poussée (8) du contact fixe (2), caractérisé
en ce qu'on a disposé, sur le contact fixe (2), un élément capteur (11) pour les doigts
de contact (10) qui, à l'état fermé de l'appareil de commutation, entoure les extrémités
des doigts de contact (10) faisant saillie au-déla de la zone de poussée (8) du contact
fixe (2), en s'appuyant sur leurs côtes éloignés de la zone de poussée (8).
2. Appareil de commutation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
capteur (11) a presque la forme d'un U en considérant le sens de la poussée et en
ce que de courtes saillies (12) prévues sur les côtés intérieurs des branches de l'U
forment les surfaces d'appui pour les extrémités des doigts de contact (10).
3. Appareil de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'élément capteur (11) a une largeur intérieure diminuant dans le sens de
la poussée.
4. Appareil de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que les zones des doigts de contact et de l'élément capteur (11), entrant en
liaison les unes avec les autres, sont pourvues d'appuis de glissement (14) et/ou
d'agents antifriction.
5. Appareil de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que l'élément capteur (11) est isolé vis-à-vis de la zone de poussée (8) du
contact fixe (2).
6. Appareil de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que les doigts de contact (10) sont pliés presque perpendiculairement à l'encontre
du sens de la poussée à leurs extrémités libres entrant en prise avec l'élément capteur
(11).
7. Appareil de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 ou 3 à 6, caractérisé
en ce que l'élément capteur (11) comprend deux broches de réception (15) se développant
parallèlement au sens de la poussée et, de préférence, parallèlement à la zone de
poussée (8) du contact fixe (2).
8. Appareil de commutation selon la revendication 7, caractérisé en ce que les deux
broches de réception (15) sont fixées sur une plaque de soutien commune (16) et en
ce que la fixation au moins d'une des deux broches de réception (15) est réalisée
à l'aide d'un boulon de raccord (17) situé excentriquement à l'axe principal de la
broche de réception (15).
9. Appareil de commutation selon la revendication 8, caractérisé en ce que la plaque
de soutien (16) est fixée (en considérant le sens de la poussée) sur l'extrémité arrière
de la zone de poussée (8) du contact fixe (2).
10. Appareil de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé
en ce que l'élément capteur (11) est fixé à l'état orientable sur le contact fixe
(2) dans la zone de poussée (8).