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EP 0 124 504 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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07.11.1984 Patentblatt 1984/45 |
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Anmeldetag: 23.03.1984 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB |
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Priorität: |
25.03.1983 AT 1065/83
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Anmelder: Friedmann & Maier Aktiengesellschaft |
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A-5400 Hallein bei Salzburg (AT) |
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Erfinder: |
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- Bodzak, Stanislaw, Dr., Dipl.-Ing.
A-5411 Oberalm 399 (AT)
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Vertreter: Haffner, Thomas M., Dr. et al |
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Patentanwalt
Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
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Einrichtung zum Abstellen einer Einspritzbrennkraftmaschine |
(57) Zum Abstellen einer Einspritzbrennkraftmaschine sind in die Leitungen (3, 20) zum
bzw. vom Saugraum (8) der Einspritzpumpe Umsteuerventile (5,9) eingeschaltet. Ein
erstes Umsteuerventil (5) verbindet in der Betriebsstellung die Förderleitung (3)
vom Tank mit der Saugseite einer Vorpumpe (2). Die Druckseite der Vorpumpe (2) wird
in dieser Betriebsstellung über das zweite Umsteuerventil (9) mit dem Saugraum (8)
der Einspritzpumpe verbunden. In der Abschaltstellung wird die Saugseite der Vorpumpe
(2) durch das Umsteuerventil (5) mit der Überströmleitung (20) vom Saugraum der Einspritzpumpe
und die Druckseite der Vorpumpe (2) durch das Umsteuerventil (9) mit dem Tank (1)
verbunden.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Abstellen einer Einspritzbrennkraftmaschine,
bei welcher Kraftstoff, insbesondere Dieselkraftstoff, aus einem Tank über eine Vorpumpe
und wenigstens ein Kraftstoffilter dem Saugraum einer Einspritzpumpe zugeführt wird,
mit wenigstens einem in die Förderleitung vom Tank und zum Saugraum der Einspritzpumpe
eingeschalteten Umsteuerventil und einer überströmleitung aus dem Saugraum der Einspritzpumpe
zum Tank, in welche Leitung ein Druckhalteventil eingeschaltet ist. Eine derartige
Einrichtung ist beispielsweise aus der DE-OS 30 14 712 bekannt geworden. Bei dieser
bekannten Ausbildung ist ein Umsteuerventil in der Förderleitung zum Saugraum der
Einspritzpumpe angeordnet. Der Saugraum der Einspritzpumpe ist über ein Überströmventil
wiederum mit dem Tank verbunden. Die Betätigung des Umsteuerventils erfolgt bei dieser
Ausführung elektromagnetisch und es wird zur Abschaltung der Einspritzbrennkraftmaschine
die Strömungsrichtung des Mediums in der Förderleitung vom Tank zum Saugraum der Pumpe
durch Vertauschen der Leitungen vor dem Eingang der Vorpumpe umgekehrt. Für das Abschalten
saugt somit die Vorpumpe den Saugraum der Einspritzpumpe leer, wobei die Förderleitung
zum Saugraum nunmehr als Saugleitung zum Tank geschaltet ist. Ein Ansaugen von Kraftstoff
aus dem Tank über die Überströmleitung wird durch das Überströmventil, welches als
Druckhalteventil ausgebildet ist und in Richtung zum Saugraum der Einspritzpumpe schließt,
verhindert. Bedingt durch die Umkehr der Strömungsrichtung und damit der Kraftstoffsäule
in den Förderleitungen spricht eine derartige Anordnung lediglich verzögert auf die
Betätigung des Umsteuerventils an.
[0002] Die Erfindung zielt nun darauf ab, die Ansprechgeschwindigkeit einer derartigen Anordnung
zu steigern sowie die Abstelldynamik unabhängig von der Konstruktion des Uberströmventiles
zu machen. Auch die Konstruktion des Uberströmventiles hat einen Einfluß auf den Zeitpunkt
der Funktion des Abstellvorganges. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung
im wesentlichen darin, daß das oder die Umsteuerventil(e) in die Förderleitung und
die Überströmleitung eingeschaltet ist (sind), wobei in der Betriebsstellung die Saugseite
der Vorpumpe mit dem Tank und die Druckseite der Vorpumpe über die Förderleitung mit
dem Saugraum der Einspritzpumpe verbunden ist, und in der Abschaltstellung die Saugseite
der Vorpumpe mit der Überströmleitung vom Saugraum der Einspritzpumpe und die Druckseite
der Vorpumpe mit der überströmleitung zum Tank verbunden ist. Dadurch, daß das Umsteuerventil
nicht nur in die Förderleitung eingeschaltet ist, sondern auch in die Überströmleitung
eingeschaltet ist, ergibt sich die Möglichkeit, diese Ventile so zu steuern, daß bei
einem Umsteuerimpuls, insbesondere bei elektromagnetischer Betätigung der Ventile,
die Strömungsrichtung durch den Saugraum und durch die zum Saugraum führenden und
vom Saugraum wegführenden Leitungen nicht umgekehrt-werden muß. Dies wird dadurch
erreicht, daß in der Betriebsstellung die Saugseite der Vorpumpe mit dem Tank und
die Druckseite der Vorpumpe über die Förderleitung mit dem Saugraum der Einspritzpumpe
verbunden ist. In der Abschaltstellung werden beide Ventile umgeschaltet und es wird
die Saugseite der Vorpumpe mit der Überströmleitung vom Saugraum der Einspritzpumpe
weg und die Druckseite der Vorpumpe mit der Überströmleitung zum Tank verbunden. In
beiden Schaltzuständen bleibt somit die Strömungsrichtung in den Leitungen gleich
und es wird der Saugraum der Einspritzpumpe in beiden Stellungen im gleichen Sinn
durchströmt, so daß die Trägheit des Ansprechens wesentlich verringert wird.
[0003] Eine weitere Verringerung der Ansprechverzögerung läßt sich dadurch verwirklichen,
daß das in die Förderleitung eingeschaltete Umsteuerventil in der Abschaltstellung
die Druckseite der Vorpumpe unter Umgehung des Druckhalteventils bzw. Uberströmventils
unmittelbar mit dem Tank verbindet.
[0004] Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich dann, wenn das Umsteuerventil als
beiden Leitungen gemeinsames Mehrwegeventil ausgebildet ist und in die Förderleitung
und die Überströmleitung eingeschaltet ist. Hiebei ist das beiden Leitungen gemeinsame
Mehrwegeventil vorzugsweise als 6/5-Wegeventil ausgebildet.
[0005] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig.l eine Ausbildung mit
zwei gesonderten Ventilen in der Förderleitung und in der Uberströmleitung und Fig.2
eine Ausbildung mit einem beiden Leitungen gemeinsamen Ventil.
[0006] In Fig.l ist mit 1 der Kraftstoffbehälter bezeichnet. Eine Förderpumpe bzw. Vorpumpe
2 saugt den, Kraftstoff über eine Leitung 3 unter Zwischenschaltung eines Kraftstoffilters
4 an und fördert den Kraftstoff über ein erstes Umsteuerventil 5 durch ein zweites
Kraftstoffilter 6 und eine Leitung 7 zum Saugraum 8 der Einspritzpumpe der Brennkraftmaschine.
In die Leitung 7 ist hiebei ein weiteres Umsteuerventil 9 eingeschaltet.
[0007] Die Leitungen 3 und 7 ergeben hiebei die Förderleitung zum Saugraum 8 der Einspritzpumpe.
Die Kraftstoffilter 4 und 6 können als Vorfilter und Feinfilter ausgebildet sein.
Der Druck im Saugraum 8 wird durch ein Druckhalteventil 10 in der überströmleitung
9 aufgebaut. In diese überströmleitung 9 ist gleichfalls das elektromagnetisch betätigbare
Umsteuerventil 5 eingeschaltet. Bei der Darstellung nach Fig.l sind die Ventile im
Betriebszustand gezeichnet. Zur Abstellung der Brennkraftmaschine werden sowohl das
Ventil 5 als auch das Ventil 9 durch Abstellen der Stromzufuhr unter Vermittlung der
Kraft der Federn 11 bzw. 12 umgeschaltet. Die Ventilkörper der Ventile 5 bzw. 9 werden
hiebei nach links verschoben. In dieser Abschaltstellung saugt die Vorpumpe 2 über
den ersten Teilbereich der Überströmleitung 9 Kraftstoff aus dem Saugraum der Einspritzpumpe
ab,wobei die Strömungsrichtung im Sinne des Pfeiles 13 ident ist mit der Strömungsrichtung
im Betriebszustand. Der abgesaugte Kraftstoff gelangt über die Leitungen 14 und 15
sowie das Kraftstoffilter 6 und das zweite Ventil 9 in eine weitere Leitung 16 und
damit zurück in den Tank. Die Rückführung des Kraftstoffes in den Tank kann auch wie
mit der strichlierten Linie 17 angedeutet über eine Leitung in den ursprünglichen
zweiten Teil der Überströmleitung 9 vor oder nach dem Überströmventil bzw. Druckhalteventil
10 erfolgen.
[0008] Das Umsteuerventil 5 ist hiebei als 4/3-Wegeventil ausgebildet und das Umsteuerventil
9 als 3/2-Wegeventil.
[0009] Bei der Ausbildung nach Fig.4 ist der Kraftstoffbehälter bzw. der Tank wiederum mit
1 bezeichnet. Der Kraftstoff aus diesem Tank wird wiederum über eine Saugleitung 3
und ein erstes Kraftstoffilter 4 durch die Vorpumpe 2 angesaugt und gelangt über ein
weiteres Filter 6 unter Zwischenschaltung des Umsteuerventils 18 in die Förderleitung
7 zum Saugraum 8 der Einspritzpumpe. Der Druck wird wiederum durch das Druckhalteventil
10 aufgebaut, welches in die Überströmleitung 9 eingeschaltet ist. Das Umschalteventil
18 liegt hiebei sowohl in der Überströmleitung 9 als auch in der Förderleitung 7 vom
bzw. zum Saugraum 8 der Einspritzpumpe. Die Abschaltung ) erfolgt wiederum durch die
Kraft der Feder 19, welche den Ventilkörper des Umsteuerventils 18 nach links verschiebt.
In dieser Abschaltestellung des Umsteuerventils ist die Überströmleitung 9 mit der
Saugseite der Vorpumpe 2 verbunden, so daß auch hier wiederum die ursprüngliche Strömungsrichtung,
5 welche durch den Pfeil 13 symbolisiert ist, beibehalten wird. Der aus dem Saugraum
8 abgesaugte Kraftstoff wird durch die Vorpumpe 2 über das Kraftstoffilter und das
nunmehr umgeschaltete Umsteuerventil 18 in die Überströmleitung 9 gefördert und über
das Druckhalteventil 10 in .den Tank bzw. Kraftstoffbehälter 1 ausgepreßt.
1. Einrichtung zum Abstellen einer Einspritzbrennkraftmaschine, bei welcher Kraftstoff,
insbesondere Dieselkraftstoff, aus einem Tank (1) über eine Vorpumpe (2) und wenigstens
ein Kraftstoffilter (4,6) dem Saugraum (8) einer Einspritzpumpe zugeführt wird, mit
wenigstens einem in die Förderleitung (3) vom Tank (1) und zum Saugraum (8) der Einspritzpumpe
eingeschalteten Umsteuerventil (5) und einer Überströmleitung (20)aus dem Saugraum
(8) der Einspritzpumpe zum Tank (1), in welche Leitung (20) ein Druckhalteventil (10)
eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Umsteuerventil(e) (5,9;18)
in die Förderleitung (3) und die Überströmleitung (20) eingeschaltet ist (sind), wobei
in der Betriebsstellung die Saugseite der Vorpumpe (2) mit dem Tank (1) und die Druckseite
der Vorpumpe (2) über die Förderleitung (7) mit dem Saugraum (8) der Einspritzpumpe
verbunden ist, und in der Abschaltstellung die Saugseite.der Vorpumpe (2) mit der
Überströmleitung (20) vom Saugraum (8) der Einspritzpumpe und die.Druckseite der Vorpumpe
(2) mit der Überströmleitung (16;20) zum Tank (1) verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Förderleitung
eingeschaltete Umsteuerventil (9) in der Abschaltstellung die Druckseite der Vorpumpe
(2) unter Umgehung des Druckhalteventils (10) unmittelbar mit dem Tank (1) verbindet.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich- ) net, daß das Umsteuerventil
(18) als gemeinsames Mehrwegeventil ausgebildet ist und in die Förderleitung (3) und
die Überströmleitung (20) eingeschaltet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß 5 das gemeinsame Mehrwegeventil
(18) als 6/5-Wegeventil ausgebildet ist.
