Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Handhobel nach der Gattung des Hauptanspruchs. Solche
Handhobel sind schon bekannt, z.B. durch die EU-Pat-Anmeldung 0048304 oder die DE-OS
30 25 797. Die Einstellvorrichtungen sind dort aber recht aufwendig, wenn sie genügend
stabil und gut ablesbar sein sollen. Bei drehbaren Einstellhandhaben, deren Einstellbereich
unter 360
0 liegt, ist zur genauen Ablesbarkeit der eingestellten Hobeltiefe ein Steilgewinde
nötig. Dies hat den Nachteil, daß zum Verstellen mehr Kraft benötigt wird und dennoch
die Einstellung infolge nachlassender Selbsthemmung des steilen Gewindes weniger standfest
ist. Drehbare Einstellhandhaben mit einem Einstellbereich über 360 sind standfester,
erfordern aber mehr Anzeigeaufwand, wenn die Anzeige eindeutig sein soll. Die wirksame
Begrenzung der Hobeltiefe durch einen Anschlag erfordert zusätzliche Maßnahmen.
Vorteile der Erfindung
[0002] Der erfindungsgemäße Handhobel mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil eines äußerst einfachen Aufbaues und dennoch hoher Standfestigkeit.
Durch den vor dem Werkzeug der Handhobelmaschine angeordneten Keil, der über eine
Kante des Handhobelgehäuses hinausragt, ist sicheres Einstellen und Standfestigkeit
der eingestellten Hobeltiefe gewährleistet.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind Weiterbildungen und
Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Handhobels möglich. Die eingestellte
Hobeltiefe ist ohne zusätzliche Mittel direkt von dem Teil der Maschine ablesbar,
der zur Veränderung der Hobeltiefe eingestellt wird, wenn die obere Fläche des Keils
eine Skala hat, die an der ihr zugeordneten Gehäusekante abgelesen werden kann. Zusätzlich
kann es im ganzen zweckmäßig sein, dem Keil mittels mindestens einer Führungsschiene
und mindestens einer Führungsnut eine gute Führung zu geben.
[0004] Ein besonders einfaches und schnelles Verstellen wird ermöglicht, wenn man dem Keil
und dem Handhobelgehäuse eine Rastvorrichtung zuordnet, die die verschiedenen Einstellungen
für verschiedene Hobeltiefen sichert, vorzugsweise mittels einer Feder, die diese
Einstellungen ständig aufrecht zu erhalten sucht, indem sie den Keil in Eingriffsstellung
zieht.
Zeichnung
[0005] Vier Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Seitenansicht
einer ersten Handhobelmaschine mit der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung, Figur
2 eine teilweise Draufsicht zu Figur 1, Figur 3 eine seitliche Teilansicht einer zweiten
Handhobelmaschine mit einer zweiten erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung, teilweise
geschnitten, Figur 4 eine Ansicht wie Figur 3 mit einer gegenüber Figur 3 abgewandelten
Einstellvorrichtung, eine Handhobelmaschine in Teilansicht geschnitten, mit einer
anderen Einstellvorrichtung und Figur 6 eine Ansicht in Richtung II zu Figur 5.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0006] Im Ausführungsbeispiel-nach den Figuren 1 und 2 ist eine Handhobelmaschine 1 gezeigt.
An einem Handhobelgehäuse 2 ist vor einem Werkzeug 3 eine schräge Fläche 4 angeordnet.
In die Gehäusewand, die diese schräge Fläche 4 hat, sind zwei in Längsrichtung des
Handhobelgehäuses verlaufende Führungsnuten 5 eingearbeitet. Auf die Fläche 4 ist
ein Keil 6 gesetzt, der in die Führungsnuten 5 passende Führungsschienen 7 hat. Dabei
ragt der Keil 6 über die Vorderkante 8 des Handhobelgehäuses 2 hinaus und trägt an
seiner oberen Fläche 9 eine Skala 10. Die Unterseite des Keils 6 ist eine Auflagefläche
11. In den Keil 6 ist eine Vertiefung 12 eingearbeitet, die in einen Längsdurchbruch
13 übergeht. Die Vertiefung 12 nimmt den Kopf einer Schraube mit Innensechskant 14
auf, die durch den Längsdurchbruch 13 hindurch in eine Gewindebohrung in dem Handhobelgehäuse
2 eingeschraubt ist.
[0007] Zum Einstellen einer bestimmten Hobeltiefe wird die Schraube 14 gelockert und der
Keil 6 solange verschoben, bis die gewünschte Hobeltiefe an der Skala 10 mittels der
Vorderkante 8 abgelesen werden kann. Danach wird die Schraube 14 festgezogen und die
eingestellte Hobeltiefe bleibt sicher erhalten. Im Ausführungsbeispiel nach Figur
3 ist eine Handhobelmaschine 15 mit einem Handhobelgehäuse 16 gezeigt. Das Handhobelgehäuse
16 besitzt an der gleichen Stelle wie das Handhobelgehäuse 2 eine schräge Auflagefläche
17. An diese Auflagefläche ist ein Keil 18 angesetzt, der aus seiner oberen Fläche
eine Skala 19, eine Rasterung 20 und einen als Handhabe dienenden Steg 21 trägt. Neben
diesem Steg 21 ist an der Oberfläche des Keils 18 noch eine Öse 22 angeordnet, in
die eine Zugfeder 23 eingreifen kann. Ihr Widerlager findet diese Zugfeder 23 an einer
Öse 24 an der Innenseite der oberen Wand des Handhobelgehäuses 16. Diese obere Gehäusewand
besitzt auch einen Längsdurchbruch 25 durch den das Ende des Stegs 21 hindurchragt.
Ein Steg 26 im Inneren des Handhobelgehäuses 16 besitzt eine Rastkante, mit der er
in die Rasterung 20 eingreifen kann. Die Teilung der Rasterung 20 ist der Teilung
der Skala 19 angepaßt. Beide Teilungen geben ein entsprechendes Maß in Millimetern
für die veränderliche Lage einer Auflagefläche 27 des Teils 18 an, die der eingestellten
Hobeltiefe entspricht. Der Längsdurchbruch 25 gibt dem Steg 21, der als Handhabe oben
aus dem Handhobelgehäuse 16 herausragt, zugleich eine Längsführung. Damit sind weitere
Führungsmittel wie die Führungsschienen nach dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren
1 und 2 für den Keil 18 überflüssig. Die Vorderkante des Handhobelgehäuses 16, die
dem Ablesen der Skala 19 dient, ist mit 28 bezeichnet.
[0008] Zum Einstellen der Hobeltiefe drückt man den Steg 21 soweit in das Handhobelgehäuse
hinein, bis die Rasterung 2C des Keils 18 vom Steg 26 abgehoben ist. Danach verschiebt
man mit dem Steg 21 den Keil 18 bis die gewünschte Hobeltiefe mittels der Kante 28
und der Skala 19 abzulesen ist. Läßt man nun den Steg 21 los, zieht die Zugfeder 23
die Rasterung 20 wieder in Eingriffsstellung mit dem Steg 26. Die eingestellte Hobeltiefe
ist damit gesichert.
[0009] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 4 gleicht dem nach Figur 3 weitgehend. Ein Handhobelgehäuse
29 hat lediglich eine Auflagefläche 30, deren Neigung zu der der Auflagefläche 17
entgegengesetzt verläuft. Entsprechend ist ein Keil 31 in entgegengesetzter Richtung
geneigt auf diese Auflagefläche 30 aufgesetzt. Er besitzt eine Auflagefläche 32, eine
entsprechend geneigte Rasterung 33, eine Skala 34 und eine Öse 35. Außerdem zeigt
das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4, daß man auch ohne den Steg 21 nach Figur 3
auskommen kann. Man spart dann den Steg 21 und den Längsdurchbruch 25 im Handhobelgehäuse
21.
[0010] Zum Einstellen der Hobeltiefe drückt man einfach in Richtung eines Pfeiles 36 auf
den Keil 31 und löst so die Rastverbindung zwischen der Rasterung 33 und dem Steg
26. Nach dem Verschieben des Keils 31 in die der gewünschten Hobeltiefe entsprechende
Stellung läßt man los und die Zugfeder 23 stellt die Rastverbindung 26/33 wieder her.
An einer Vorderkante 37 des Handhobelgehäuses 29 kann die eingestellte Hobeltiefe
an der Skala 34 abgelesen werden.
[0011] Das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 5 und 6 zeigt ein Vorderteil einer Handhobelmaschine
38 mit einem Hobelgehäuse 39. Eine Schrägfläche 40 des Hobelgehäuses 39 dient als
Auflage für zwei Seitenwangen 41 eines Keils 42. Zwischen die Seitenwangen 41 greift
eine Vorderwand 43 des Hobelgehäuses 39 ein. Sie reicht herunter bis zu einer Skala
44 des Keils 42. Der Keil 42 hat einen tubusförmigen Fortsatz 45 mit einem Innensechskant
46. Ein Boden 47 dieses Fortsatzes 45 besitzt eine Durchgangsbohrung 48. In den Fortsatz
45 ist eine Schraube 49 mit einem Sechskantkopf 50 eingesetzt. Der mit Gewinde versehene
Schraubenschaft ragt durch die Durchgangsbohrung 48 hindurch. Mit einer aufgeschraubten
Mutter 51 ist die Schraube 49 am Boden 47 des Fortsatzes 45 festgespannt. Der Schraubenschaft
ragt weiter durch ein Langloch 52 in der oberen Gehäusevand 53 des Hobelgehäuses 39
hindurch. Auf den aus dem Hobelgehäuse 39 herausragenden Schraubenschaft ist eine
Spannmutter 54 aufgeschraubt, die in eine Handhabe 55 eingebettet ist. Eine Nase 56
am Keil 42 ist geführt in einer Längsnut 57 in der die Schrägfläche 40 bildenden Gehäusewand
des Hobelgehäuses 39.
[0012] Zum Einstellen der Hobeltiefe wird die Spannmutter 54 mittels der Handhabe 55 gelöst.
Der Keil 42 ist nun verschiebbar und die Hobeltiefe kann so eingestellt werden. Ist
der gewünschte Einstellwert erreicht, wird die Spannmutter 54 mittels der Handhabe
55 wieder festgespannt. Der gewünschte Einstellwert ist gesichert.
1. Handhobel, insbesondere als elektrische Handwerkzeugmaschine ausgebildete Handhobelmaschine,
mit einer Einstellvorrichtung für die Hobeltiefe, die die vor dem Werkzeug der Handhobelmaschine
liegende Auflagefläche verstellbar und die eingestellte Hobeltiefe ablesbar macht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (11, 27, 32) die Grundfläche eines Keiles
(6, 18, 31) ist, der vor dem Werkzeug (3).an einer schrägen Fläche (4, 17, 30) des
Hobelgehäuses (2, 16, 29) verstellbar befestigt ist und in Verstellrichtung über eine
über ihm liegende Kante (8, 28, 37) des Handhobelgehäuses (2, 16, 29) hinausragt.
2. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Fläche des über
die Kante (8, 28, 37) des Handhobelgehäuses (2, 16, 29) hinausragenden Keils (6, 18,
31) eine Skala (10, 19, 34) hat, an der die Hobeltiefe mittels der Gehäusekante (8,
28, 37) ablesbar ist.
3. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (6) mindestens
eine in seiner Verstellrichtung verlaufende Führungsschine (7) hat, die in eine entsprechende
Führungsnut (5) im Hobelgehäuse (2) eingreift.
4. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (6) mit dem Handhobelgehäuse
(2) verschraubt ist.
5. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (18, 31) und das
Handhobelgehäuse (16, 29) eine Rastvorrichtung (20, 26; 33, 26) haben, die verschiedenen
Hobeltiefen entsprechende Raststellungen des Keils (18, 31) am Handhobelgehäuse (16,
29) sichert.
6. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (18, 31) durch
mindestens eine Feder (23) am Handhobelgehäuse (16, 29) festgehalten ist.
7. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unter der Gehäusekante
(8, 28, 37) des Handhobelgehäuses (2, 16, 29) hervortretende Oberfläche des Keils
(6, 18, 31) eine aufgeklebte Skala (10, 19, 34) trägt.
8. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die unter der Gehäusekante
(8, 28, 37) des Handhobelgehäuses (2, 16, 29) hervortretende Oberfläche des Keils
(6, 18, 31) eine Skala (10, 19, 34) eingepresst, eingegossen oder eingraviert ist.
9. Handhobel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (18) eine Handbabe
(21) trägt, die durch eine entsprechende Ausnehmung (25«) im Handhobelgehäuse (16) nach oben hindurch ragt und so dem Keil (18) eine Führung
im Handhobelgehäuse (16) gibt.
10. Handhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (h2) durch eine
einen vor dem Werkzeug (3) gelegenen Teil des Hobelgehäuses (39) durchgreifende Schraubverbindung
(45 bis 55) mit einer Handhabe (55) oberhalb des Hobelgehäuses (39) am Hobelgehäuse
(39) festklemmbar ausgebildet ist.
11. Handhobel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (42) mit einem
tubusförmigen Fortsatz (45) versehen ist, der den Kopf (50) einer Schraube (49) aufnehmen
kann, die durch ein Langloch (52) in der oberen Gehäusewand (53) des Hobelgehäuses
(39) hindurchragt, so daß auf diese Schraube (49) eine als Handhabe (55) ausgebildete
Spannmutter (54) aufgeschraubt werden kann.