[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verpacken kleiner Gegenstände,
insbesondere Pralinen, in eine Schachtel aus einem Hauptteil aus zwei Stirnwänden
und zwei Seitenwänden, die sich von einem rechtwinkeligen Boden nach oben erstrecken
und jeweils mit einer oberen Schließklappe versehen sind, wobei die oberen Schließklappen
der Seitenwände jeweils eine Lasche mit einem im Bereich des oberen Randes der oberen
Schließklappe verlaufenden Einschnitt aufweisen und die beiden Einschnitte einander
zugewandte öffnungen besitzen, und wobei zum Verschließen der Packung die oberen Schließklappen
der Seitenwände über die nach innen gebogenen >oberen Schließklappen der Stirnwände
spitzbogenförmig gebogen und die Laschen durch Ineinandergreifen der Einschnitte verhakt
werden.
[0002] Bislang erfolgt das Verpacken mit derartigen Schachteln, die seit Jahrzehnten vor
allem in der Süßwarenindustrie zur Verpackung von Pralinen verwendet werden, von Hand.
[0003] Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
eine einwandfrei arbeitende Vorrichtung zur Verpackung kleiner Gegenstände, insbesondere
von Pralinen, mit einer derartigen Schachtel zur Verfügung zu stellen, die sämtliche
Arbeitsvorgänge des Verpackens automatisch bewerkstelligt, und zwar einschließlich
des Verschließens der Packung.
[0004] Im allgemeinen werden mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mehrere Gegenstände bzw.
Pralinen in einer Packung verpackt, jedoch kann auch nur eine Praline verpackt werden.
Im letzteren Fall ist der Boden der Schachtel quadratisch ausgebildet.
[0005] Nachstehend ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der
beigefügten Zeichnung beschrieben. Darin zeigen, jeweils schematisch
Figur 1 eine Draufsicht auf die Vorrichtung;
Figur 2 eine perspektivische Darstellung der Ver-und 2a schließeinrichtung der Vorrichtung;
Figur 3 eine perspektivische Darstellung der Laschenausrichteinrichtung der Vorrichtung
und
Figur 4 eine Draufsicht auf die die ineinandergreifenden Einschnitte der Laschen in
Anschlag drückende Einrichtung der Vorrichtung.
[0006] Wie insbesondere aus Figur 2 bis 4 ersichtlich, weist die Schachtel 1, die für die
erfindungsgemäße Packungsvorrichtung bestimmt ist, im aufgefalteten Zustand ein quaderförmiges
Hauptteil 2 auf, das aus zwei Stirnwänden 3 und 4 und aus zwei Seitenwänden 5 und
6 sowie einem nicht dargestellten rechtwinkeligen Boden besteht.
[0007] Jede Stirnwand 3 und 4 und jede Seitenwand 5 und 6 weist eine Schließklappe 7 und
8 bzw. 9 und 10 auf. Weiterhin ist an jeder Schließklappe 9 und 10 an jeder Seitenwand
5 und 6 am oberen Rand eine Lasche 11 bzw. 12 vorgesehen. Jede Lasche 11 und 12 weist
dabei einen entlang dem oberen Rand der Schließklappe 7bzw. 8 der Seitenwand 5 bzw.
6 verlaufenden Einschnitt 13 bzw. 14 auf. Die Einschnitte 13 und 14 sind so gegenüber
einander angeordnet, daß ihre öffnungen aufeinander zugewandt sind.
[0008] Indem in Figur 3 und 4 gezeigten verschlossenen Zustand der Packung bzw. Schachtel
1 sind die oberen Schließklappen 9 und 10 der Seitenwände 5 und 6 über die nach innen
gebogenen oberen Schließklappen 7 und 8 derStirnwände 3 und 4 gebogen und die Laschen
11 und 12 durch Ineinandergreifen der Einschnitte 13 und 14 verhakt.
[0009] Aus Figur 2 ist ferner ersichtlich, daß jede Lasche 11 und 12 aus zwei Seitenteilen
11'. 11" bzw. 12', 12'' besteht, wobei zwischen dem einen Teil 11' bzw. 12' das mit
dem Einschnitt 13 bzw. 14 versehen ist, und dem anderen Seitenteil 11" bzw. 12" jeder
Lasche 11 bzw. 12 eine von unten nach oben verlaufende Knicklinie 15 vorgeformt ist.
[0010] Derartige Faltschachteln 1 bzw. Zuschnitte derselben sind im Handel erhältlich. Der
Boden kann beispielsweise aus einer Klappe
(an jeder Stirnwand 3 und 4 bzw. jeder Seitenwand 5 und 6 gebildet werden, wobei die
vier Klappen nach dem Einfalten miteinander verleimt werden.
[0011] Wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich, besteht die Verpackungsvorrichtung aus
einer um eine senkrechte Achse drehbaren Scheibe 16 als Fördereinrichtung, um die
insgesamt acht Stationen 17 bis 24 angeordnet sind.
[0012] Die wichtigsten Stationen sind dabei eine erste Station 17 zur Zufuhr der Schachteln
1, eine Station 19 zum Einfüllen der Gegenstände, z. B. von zwei Pralinen :25, in
die Schach
- tel 1 und eine Station 22 zum Verschließen der Schachteln 1 bzw. Packungen,
[0013] Weiterhin ist eine Station 23 vorgesehen, die eine Einrichtung aufweist, die die
in Verschließstation 22 ineinander verhakten Laschen 11 und 12 in Anschlagposition
bringt, sowie eine Abgabestation 24, an der die verschlossenen Schachteln bzw. Packungen
einem Transportband 26 zugeführt werden.
[0014] Die übrigen Stationen 18, 20 und 21 können Leerstationen oder für weitere Arbeitsgänge
vorgesehen sein, beispielsweise eine Station 18 mit einer Lichtschranke, eine Station
20 bzw. 21 zum Einlegen eines kissenartigen Füllstücks bzw. eines Garantiescheins
auf die Pralinen 25 in der Schachtel 1. Die Zufuhr der Füllstücke erfolgt mit der
Zufuhreinrichtung 20'.
[0015] Die Schachteln 1 werden an der ersten Station 17 in entsprechend dimensionierte Aufnahmen
oder Löcher 27 am Umfang der Scheibe 16 eingesetzt. Unter der Scheibe 16 befindet
sich eine weitere, feststehende Scheibe, auf der die Schachteln 1 mit ihrem Boden
aufliegen.
[0016] Der Antrieb der drehbaren Scheibe 16 ist so ausgebildet, daß die Schachteln 1 taktweise
von einer zur nächsten Station 17 bis 24 transportiert werden.
[0017] Die Schachtelzufuhreinrichtung besteht aus einem Magazin 29, an dem die zusammengefalteten
Schachteln bzw. Zuschnitte 1' der Faltschachteln hintereinander angeordnet sind. Die
Zuschnitte 1' werden mittels eines (nicht dargestellten) verschwenkbar gelagerten
Saugers, der die Zuschnitte 1' einzeln abnimmt, einer im einzelnen nicht näher dargestellten
Schachtelauffalteinrichtung 30 zugeführt.
[0018] Die Auffalteinrichtung 30 kann beispielsweise aus einem an einer Kante der Schachtel
1 angreifenden Hebel und einem an der diagonal gegenüberliegenden Kante der Schachtel
1 angreifenden Anschlag bestehen. Die aufgefalteten Schachteln 1 werden dann mit dem
Sauger in Position über einer Aufnahme 27 der Scheibe 16 an der ersten Station 17
gebracht.
[0019] Ein von oben in die Schachtel 1 eingreifender (nicht dargestellter) Druckstempel
drückt dann die Schachtel 1 in das Loch 27 und gleichzeitig die Bodenklappen gegeneinander.
Falls ein sogenannter Patentboden vorgesehen ist, ist damit die Bildung des Bodens
abgeschlossen. Wenn die Bodenklappen hingegen verklebt werden sollen, muß noch eine
Klebstoffauftrageeinrichtung vor dem Eingriff des Stempels in die in der ersten Station
17 angeordnete Schachtel 1 wirksam werden.
[0020] Zur Füllstation 19 werden die Pralinen 25 hintereinander von einem Transportband
31 befördert. Weiterhin sind an der Füllstation 19 soviele (nicht dargestellte) Sauger
vorhanden, wie Pralinen 25 in eine Schachtel 1 gefüllt werden sollen, also z.B. zwei
Sauger bei zwei in jede Schachtel 1 zu füllende Pralinen.
[0021] Die Sauger sind an einem (nicht dargestellten) Hebel angeordnet, der um eine senkrechte
Achse verschwenkbar und auf und ab beweglich ausgebildet ist. Bei zwei Pralinen pro
Schachtel wird der Hebel also über die beiden Pralinen 25 am Ende des Transportbandes
31 verschwenkt, so daß die beiden Sauger über den beiden Pralinen 25 angeordnet sind,
wonach der Hebel nach unten geführt wird, die Sauger die Pralinen:;ans.augen, der
Hebel nach oben geführt wird, über die Schachtel 1 in der Ausnehmung 27 der Scheibe
16 an der Füllstation 19 verschwenkt wird, dann nach unten geführt wird, die beiden
Sauger die beiden Pralinen 25 freigeben und schließlich der Hebel in seine Ausgangsposition
mit den beiden Saugern über die nächsten beiden Pralinen 25 auf dem Transportband
31 zurückgeführt wird.
[0022] Mit ähnlich verschwenkbaren, auf und ab bewegbaren Saugern kann dann in der Station
20 bzw. 21 das kissenartige Füllstück bzw. der Garantieschein in die Schachtel 1 eingelegt
werden.
[0023] Die Verschließeinrichtung an der Verschließstation 22 ist schematisch in Figur 2
und 2a wiedergegeben.
[0024] Sie weist zwei Niederdrücker 32 und 33 auf, die die Schließklappen 7 und 8 an den
Stirnwänden 3 und 4 nach innen biegen. Die Schachtel 1 kann zur Erleichterung des
Biegens der Schließklappen 7 und 8 je eine vorgeformte Faltlinie 34 aufweisen. Die
Niederdrücker 32 und 33 weisen die Form eines sich im wesentlichen in Transportrichtung
35 der Scheibe 16 erstreckenden Teiles auf und sind jeweils am freien Ende eines Hebels
36 bzw. 37 befestigt. Die Hebel 36 und 37 sind um senkrecht verlaufende Achsen 38
und 39 verschwenkbar, die auf dem Maschinengestell
16 angeordnet sind. Die Hebel 36 und 37 werden derart angetrieben, daß die Niederdrücker
32 und 33 eine zangenförmige Bewegung etwa in Transportrichtung 35 ausführen. Die
Niederdrücker 32 und 33 werden als erstes an der
rVerschließstation 22 wirksam.
[0025] Alsdann werden die Schließklappen 9 und 10 an den Seitenwänden 5 und 6 über die von
den Niederdrückern 32 und 33 nach unten gedrückten Schließklappen 7 und 8 gebogen.
Um die Seitenflächen, die die Schauseiten der Packung bilden, nicht durch Knicke zu
verschandeln, weisen die Schließklappen 9 und 10 keine Knicklinien auf im Gegensatz
zu den Knicklinien 34 der Schließklappen 7 und 8 an dentStirnwänden 3 und 4.
[0026] Zum Biegen der Schließklappen 9 und 10 der Seitenwände 5 und 6 sind zwei Greifarme
40 und 41 vorgesehen, die als sich in Transportrichtung 35 der Fördereinrichtung erstrekkende
Teile ausgebildet sind. Die Greifarme 40 und 41 sind quer zur Transportrichtung 35
der Fördereinrichtung aufeinander zu beweglich. Dazu sind die beiden Greifarme 40
und 41 jeweils an einem Hebel 42 und 43 befestigt. Die beiden Hebel 42 und 43 sind
an waagrecht verlaufenden Achsen 44 und 45 drehbar angelenkt.
[0027] Der Antrieb jeder der beiden Greifarme 40 und 41 erfolgt durch einen drehfest an
den drehbaren Achsen 44 und 45 angeordneten Hebel 46 und 47, der über je einen Mitnehmer
48 bzw. 49 mit dem Hebel 42 und 43 der Greifarme 40 und 41 verbunden ist.
[0028] Jeder Mitnehmer 48 bzw. 49 besteht aus einem am Hebel 42 bzw. 43 der Greifarme 40
und 41 vorgesehenen Schlitz oder Langloch 50 bzw. 51 und einem Stift 52 bzw. 53, der
an dem Hebel 46 bzw. 47 befestigt ist und in das zugehörige Langloch 50 bzw. 51 eingreift.
[0029] Weiterhin ist jeder Yiebel 42, 43 und 46, 47 zweiarmig ausgebildet, wobei der von
der Schachtel 1 abgewandte Arm jedes Greiferhebels 42 bzw. 43 mit dem zugehörigen
Arm des betreffenden Hebels 46 bzw. 47 über eine Zugfeder 54 bzw. 55 verbunden ist.
[0030] Werden die Hebel 46 und 47 aufeinander zu verschwenkt (Fig. 2), nimmt also der Stift
52 bzw. 53 in dem Langloch 50 bzw. 51 den zugehörigen Greifarm 40 bzw. 41 mit, bis
die beiden Greifarme 40 und 41 auf den einander gegenüber liegenden Seiten der Schachtel
1 im Bereich des oberen Randes der Verschlußklappen 9 und 10 der Seitenwände 5 und
6 aneinanderschlagen. Im weiteren Verlauf der Drehbewegung der Hebel 46 und 47 erfolgt
eine Federbelastung der Greifarme 40 und 41 durch die Federn 54 und 55,'wodurch die
Enden der Schließklappen 9 und 10 der Seitenwände 5 und 6 zusammengehalten werden
(Fig. 2a)..
[0031] An den Hebeln 46 und 47 sind Laschenverriegelungsteile 56 und 57 vorgesehen. Die
Laschenverriegelungsteile 56 und 57 sind hammerkopfförmig ausgebildet. Sie bestehen
aus Kunststoff und weisen eine Abschrägung 58 auf, die von unten nach oben schräg
zur betreffenden Lasche 11 bzw. 12 ver
- läuft.
[0032] Die Hebel 46 und 47 sind so an den Drehachsen 44 und 45 angeordnet, daß die Laschenverriegelungsteile
56 und 57 an den Abschnitten 11" bzw. 12" der Laschen 11 und 12 angreifen, also an
den Abschnitten, die sich seitlich neben den mit den Einschnitten 13 und 14 versehenen
Abschnitten 11' bzw. 12' der Laschen 11 und 12 befinden.
[0033] Die Hebel 46 und 47 sind an den beiden Achsen 44 und 45 so angeordnet, daß sie die
in der in Figur 2 dargestellte Ausgangsposition besitzen. Weiterhin sind die Hebel
46 und 47 von der in Figur 2 dargestellten Ausgangsposition um einen Winkel verschwenkbar,
daß die Laschenverriegelungsteile 56 und 57 über den Spdtzbogen, den die durch die
Greifarme 40 und 41 gebogenen Schließklappen 9 und 10 der Seitenwände 5 und 6 bilden,
hinweg von der Seite der einen Seitenwand 5 bzw. 6 zur Seite der gegenüber liegenden
Seitenwand 6 bzw. 5 der Schachtel 1 bewegbar sind (Fig. 2a).
[0034] Auf diese Weise biegen die Laschenverriegelungsteile 56 und 57 die Laschenabschnitte
11' und 12' der Laschen 11 und 12 um die betreffende Knicklinie 15 etwa im rechten
Winkel nach hinten und bewegt sieaneinander vorbei. Sobald sich die beiden Laschen
abschnitte 11'und 12' aneinander vorbeibewegt haben, schnappen sie in ihre im wesentlichen
in Schachtellängs- bzw. Transportrichtung 35 verlaufende Ausgangsposition zurück,
wodurch die Einschnitte 13 und 14 ineinandergreifen. Die Laschenverriegelungsteile
56 und 57 werden alsdann zurückbewegt und nehmen dabei die Greifarme 40 und 41 mit,
wodurch die Schließklappen 9 und 10 an den Seitenwänden 5 und 6 freigegeben werden.
Alsdann werden die Niederdrücker 32 und 33 durch Verschwenken der Hebel 36 und 37
um die Achsen 38 und 39 aus der Schachtel 1 herausgezogen.
[0035] Zum Antrieb ist jede Achse 44 und 45 mit einem Zahnrad 59 bzw. 60 versehen. Die Zahnräder
59 und 60 kämmen ineinander. An dem Zahnrad 59 ist ein Hebel 61 drehfest angeordnet,
an dessen anderem Ende eine auf und ab bewegbare Zugstange 62 gelenkig angreift.
[0036] Zwischen der Verschließstation 22 und der darauffolgenden Station 23 der drehbaren
Scheibe 16 ist eine Laschenausrichteinrichtung 63 vorgesehen.
[0037] Wie Figur 3 zu entnehmen, weist die Laschenausrichteinrichtung 63 drei in Transportrichtung
35 der drehbaren Scheibe 16 verlaufende, nebeneinander angeordnete Finger 64, 65 und
66 auf. Jeder der beiden seitlichen Finger 64 und 66 greift dabei unter die eine bzw.
andere Lasche 11. und 12 an den Schließklappen 9 und 10 der Seitenwände 5 und 6, während
der mittlere Finger 65 von oben gegen die beiden von den seitlichen Fingern 64 und
66 untergriffenen Laschen 11 und 12 drückt. Die Finger 64 bis 66 sind entsprechend
der Position, in die die Laschen 11 und 12 gebracht werden sollen, an ihrem vorderen
Ende abgeschrägt.
[0038] An der der Verschließstation 22 folgenden Station 23 ist an der drehbaren Scheibe
16 eine Einrichtung vorgesehen, die die ineinandergreifenden Einschnitte 13 und 14
der Laschen 11 und 12 in Anschlagposition bringt. Dazu ist ein um eine senkrechte
Achse verschwenkbarer Hebel 67 vorgesehen, der in diagonaler Richtung auf die in Transportrichtung
35 vordere, radial äußere Kante der Schachtel 1 drückt.
[0039] An der Abgabestation 24, an der die verschlossenen Packungen bzw. Schachteln 1 dem
Transportband 26 zugeführt werden, werden die einzelnen Packungen bzw. Schachteln
1 durch einen (nicht dargestellten) Stempel nach oben gedrückt und anschließend durch
einen (nicht dargestellten) Schieber radial nach außen auf das Transportband 26 geschoben.
[0040] Wie aus Figur 1 ersichtlich, sind das Transportband 31 zur Zufuhr der Pralinen 25
sowie das Transportband 26 zum Abtransport der verschlossenen Packungen bzw. Schachteln
1 so gegenüber einander angeordnet, daß sie in paralleler Richtung verlaufen. Dadurch
können platzsparend mehrere der erfindungsgemäßen Verpackungsvorrichtungen nebeneinander
angeordnet werden, wobei senkrecht zu den einzelnen Transportbändern 31 zur Zufuhr
der Pralinen bzw. senkrecht zu den einzelnen Transportbändern 26 zum Abtransport der
verschlossenen Packungen ein Haupttransportband verläuft, das die einzelnen Transportbänder
31 mit Pralinen versorgt, bzw. ein Sammeltransportband, das die verschlossenen Packungen
der einzelnen Transportbänder 26 aufnimmt.
[0041] Auch kann an einer Station nach der Station 23 eine sogenannte "Hot-Melt"-Einrichtung
vorgesehen sein, mit der ein heißer Tropfen auf die verriegelten Laschen 11, 12 aufgebracht
wird.
[0042] Insbesondere um eine hinreichende Steifigkeit der Seiten- . wände 5 und 6 der Schachtel
1 und eine leicht knickbare Knicklinie 15 zu gewährleisten, sind die Papierfasern
der Schachtel 1 bevorzugt senkrecht ausgerichtet.
1. Vorrichtung zum Verpacken kleiner Gegenstände, insbesondere Pralinen, in eine Schachtel
aus einem Hauptteil aus zwei Stirnwänden und zwei Seitenwänden, die sich von einem
rechtwinkligen Boden nach oben erstrekken und jeweils mit einer oberen Schließklappe
versehen sind, wobei die oberen Schließklappen der Seitenwände jeweils eine Lasche
mit einem im Bereich des oberen Randes der oberen Schließklappe verlaufenden Einschnitt
aufweisen und die beiden Einschnitte einander zugewandte öffnungen besitzen, und wobei
zum Verschließen derSchachtelndie oberen Schließklappen der Seitenwände über die nach
innen gebogenen oberen Schließklappen der Stirnwände spitzbogenförmig gebogen und
die Laschen durch Ineinandergreifen der Einschnitte verhakt werden, gekennzeichnet
durch eine Fördereinrichtung für die Schachteln(1),eine Einrichtung zur Zufuhr der
Schachteln zu einer ersten Station (17) der Fördereinrichtung, einer Einrichtung zum
Füllen der Schachteln (1) mit dem bzw. den Gegenständen an einer darauffolgenden Station
(19) der Fördereinrichtung und einer Einrichtung zum Verschließen der Schachteln (1)
in einer nach der Fülleinrichtung angeordneten Station (22) der Fördereinrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschließeinrichtung
zwei Niederdrücker (32, 33) aufweist, die die Schließklappen (7, 8) der Stirnwände
(3,4) nach innen biegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Niederdrücker
(32, 33) in Form eines sich in waagrechter Richtung erstreckenden Teiles jeweils an
einem Hebel (36, 37) angeordnet und zangenförmig aufeinander zu bewegbar ausgebildet
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen (38, 39)
der beiden Hebel (36, 37) senkrecht verlaufen.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschließeinrichtung zwei aufeinander zu bewegbare Greifarme (40, 41) aufweist,
die die Schließklappen (9, 10) der Seitenwände (5, 6) spitzbogenförmig über die durch
die Niederdrücker (32, 33) nach innen gebogenen Schließklappen (7, 8) der Stirnwände
(3, 4) biegen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Greifarme (40,
41) in Form eines sich waagrecht erstreckenden Teiles an einem Hebel (42, 43) angeordnet
und um eine waagrechte Achse drehbar ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschließeinrichtung zwei aufeinander zu bewegbare Laschenverriegelungsteile
(56, 57) aufweist, die jeweils an dem den Einschnitt (13, 14) abgewandten Seitenabschnitt
(11'', 12' ' ) der Laschen (11, 12) angreifen und über den Spitzbogen, den die durch
die Greifarme (40, 41) gebogenen Schließklappen (9, 10) der Seitenwände (5, 6) bilden,
hinweg von der einen Stirnwandseite zur gegenüber liegenden Stirnwandseite der Schachtel
(1) bewegbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschenverriegelungsteile
(56, 57) hammerkopfförmig ausgebildet sind und an ihrem an der Lasche (11, 12) angreifenden
Ende eine von unten nach oben zur Lasche (11; 12) hin verlaufende Abschrägung (58)
aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Laschenverriegelungsteile (56, 57) jeweils an einem Hebel (46, 47) angeordnet sind
und die beiden Hebel (46, 47) um eine waagrechte Achse (44, 45) verschwenkbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 in Verbindung mit Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem der beiden Laschenverriegelungsteile (56, 57) einer der beiden um die gleiche
Drehachse (44, 45) verschwenkbarer Greifarmhebel (42, 43) zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Laschenverriegelungshebel
(46, 47) drehfest und die Greifarmhebel (42, 43) drehbar an den Drehachsen (44, 45)
angeordnet sind, jeder Greifarmhebel (42, 43) mit einem Schlitz (50, 51) und der zugehörige
Laschenverriegelungshebel (46, 47) mit einem in den Schlitz (50, 51) eingreifenden
Stift (52, 53) versehen und jeder Greifarmhebel (42, 43) auf den zugehörigen Laschenverriegelungshebel
(46, 47) zu federbelastet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an den beiden Drehachsen (44, 45) der Laschenverriegelungshebel (56, 57) ineinandergreifende
Zahnräder (59, 60) vorgesehen sind und an einem der beiden Zahnräder (59) ein Hebel
(61) drehfest angeordnet ist, an dessen anderen Ende eine auf und ab bewegbare Zugstange
(62) gelenkig angreift.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in Transportrichtung der Fördereinrichtung nach der Verschließeinrichtung eine Laschenausrichteinrichtung
(63) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschenausrichteinrichtung
(63) aus drei sich in Transportrichtung der Fördereinrichtung erstreckenden, nebeneinander
angeordneten Fingern (64, 65, 66) besteht, wobei die beiden seitlichen Finger (64,
66) unter die eine bzw. andere Lasche (11, 12) greifen und der mittlere Finger (65)
von oben zwischen die von den beiden seitlichen Fingern (64, 66) untergriffenen Laschen
(11, 12) greift.
15. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an der der Verschließeinrichtung folgenden Station (23) der Fördereinrichtung eine
Einrichtung vorgesehen ist, die die ineinandergreifenden Einschnitte (13, 14) der
Laschen (11, 12) in Anschlagposition bringt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die die ineinandergreifenden
Einschnitte (13, 14) in Anschlagposition bringende Einrichtung einen Hebel (67) aufweist,
der in diagonaler Richtung auf eine Kante zwischen einer Seitenwand (6) und einer
Stirnwand (4) drückt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (67) um eine
senkrechte Achse (68) verschwenkbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fördereinrichtung eine um eine senkrechte Achse drehbare Scheibe (16) aufweist,
die an ihrem Umfang mit Aufnahmen (27) versehen ist, in die die Schachteln (1) im
Bereich ihres Bodens eingesetzt werden und zwar mit den Stirnwänden 3,4) in Umfangsrichtung.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schachtelzufuhreinrichtung
(28) an der ersten Station (17) der Fördereinrichtung ein Magazin (21) mit zusammengefalteten
Schachteln (1) und eine Schachtelauffaltvorrichtung (30) aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein Transportband
(31) vorgesehen ist, mit dem die zu verpackenden Gegenstände (25) zu der Fülleinrichtung
an der Füllstation (19) befördert werden.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennezeichnet, daß die zu verpackenden
Gegenstände (25) von dem Transportbänd (31) hintereinander der Fülleinrichtung zugeführt
werden.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Fülleinrichtung
eine der Anzahl der in die Schachtel einzufüllenden Gegenstände entsprechende Anzahl
von Sauggreifern aufweist, die an einem von dem Transportband (31) zu einer an der
Füllstation (19) befindlichen Schachtel (1) drehbaren und auf und ab beweglichen Hebel
angeordnet sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
verschlossenen Schachteln (1) von der Fördereinrichtung mit einem Transportband (26)
abtransportiert werden.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abgabe der verschlossenen
Schachteln (1) von den Aufnahmen (27) in der drehbaren Scheibe (16) zu dem Transportband
(26) ein die Schachteln (1) nach oben drückender Stempel und ein radial nach außen
bewegbarer Schieber vorgesehen sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß das
Transportband (31) zur Beförderung der zu verpackenden Gegenstände (25) zu der Füllstation
(19) und das Transportband (26) zum Abtransport der verschlossenen Schachteln (1)
zueinander in paralleler Richtung laufen.
26. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die verschlossenen Schachteln (1) einer Versiegelungseinrichtung zugeführt werden,
in der ein Siegeltropfen auf die verriegelten Laschen (11, 12) aufgebracht wird.
27. Schachtel zur Verwendung bei der Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Seitenteil (11', 12') jeder Lasche (11, 12),
das mit dem Einschnitt (13, 14) versehen ist und dem anderen Seitenteil (11", 12")
jeder Lasche (11, 12) eine Knicklinie (15) vorgesehen ist.
28. Schachtel nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierfasern bevorzugt
in senkrechter Richtung verlaufen.