[0001] Die Erfindung betrifft eine Klemme zum Anschließen elektrischer Leiter an ein mehradriges,
die isolierten Adern in konzentrischer Anordnung zur Kabellängsachse aufweisendes
Kabel eines Energieversorgungsnetzes, mit einem mehrteiligen, das Kabel zu umfassen
vermögenden Klemmenkörper und wenigstens einem Kontaktkörper, der mindestens ein das
Durchdringen der aus Kunststoff bestehenden Aderisolation und ein Kontaktieren der
Aderseele gestattendes Kontaktelement und eine Anschlußvorrichtung für wenigstens
einen der elektrischen Leiter aufweist. Ferner betrifft die Erfindung eine Muffe für
eine derartige Klemme.
[0002] Die bekannten Klemmen dieser Art, die auch als Kabelklemmringe bezeichnet werden,
benötigen mit Schneiden versehene Isolierkeile, welche zwischen die Adern eingeführt
werden müssen, um zu verhindern, daß infolge des Druckes, welcher von den Kontaktkörpern
auf die Adern ausgeübt wird, deren Isolation wegfließt, weil hierdurch die Isolierung
beeinträchtigt und der Kontaktdruck in unzulässiger Weise abnehmen würde. Um die Keile
zwischen die Adern einführen zu können, muß das Kabel auf einem relativ langen Stück
abgemantelt werden. Dies führt zu einer relativ großen Muffe und einer großen Gießharzmenge
zum Ausgießen der Muffe. Die Keile haben aber auch wegen ihrer Schneiden, die sie
für eine unmittelbare Abstützung an der Kabelseele benötigen, eine Beschädigung der
Kabelisolation zur Folge, was die Isolation und insbesondere die Kriechstromfestigkeit
beim Eindringen von Feuchtigkeit in das Kabel reduziert. In störendem Maße ist dies
dann der Fall, wenn, wie üblich, die Isolierkeile von einander gegenüberliegenden
Stellen des Kabels aus gegen die Kabellängsachse hin zwischen die Adern eingeführt
werden, da dann die Kriechstromstrecke von einer Ader über den inneren Rand des Isolierkeiles
hinweg zur anderen Ader sehr kurz ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemme der eingangs genannten Art
zu schaffen, die keine Abstützung der Adern durch einen oder mehrere Isolierkörper
mit Schneiden für die Durchdringung der Aderisolation benötigt, bei der aber dennoch
die Leiterisolation keiner ein Fließen auslösenden Belastung ausgesetzt ist. Diese
Aufgabe löst eine Klemme mit den Merkmalen des Anspruches 1.
[0004] Da bei einer derartigen Klemme die von den Maulflanken auf die im Maul liegende Ader
ausgeübten Kräfte, welche die Höhe der Kontaktkraft bestimmen, von der jeweils anderen
Maulflanke aufgenommen werden und diese sich nicht auf der Isolation einer benachbarten
Ader abstützen, ist die Aderisolation allenfalls während der Montage der Klemme einer
Belastung ausgesetzt. Dieser kurzzeitigen Belastung hält die Aderisolation ohne weiteres
stand. Im montierten Zustand ist hingegen die Aderisolation frei von einer zu einem
Fließen führenden Druckbelastung, weil sie nicht den Reaktionskräften auf die Kontaktkräfte
ausgesetzt ist. Gezahnte Isolierkeile oder Isolierplatten, welche bei den bekannten
Kabelklemmringen diese Reaktionskräfte von der Seele der einen Ader auf diejenige
der benachbarten Ader übertragen müssen, werden somit bei der erfindungsgemäßen Klemme
nicht benötigt. Man braucht deshalb die Adern nicht zu spreizen, so daß die Länge,
auf die das Kabel für die Montage der Klemme abgemantelt werden muß, viel kleiner
ist als bei den bekannten Kabelklemmringen. Die erfindungsgemäße Klemme erlaubt deshalb
die Verwendung kleinerer und damit billigerer Muffen, was auch zu einer beträchtlichen
Einsparung an dem für das Ausgießen der Muffe erforderlichen Harz führt. Infolge des
wesentliche geringeren Harzbedarfes ist es möglich, ein hochwertigeres Harz einzusetzen,
welches zu einer besseren Abdichtung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit führt.
Allerdings ist die erfindungsgemäße Klemme durch den Verzicht auf verzahnte Isolierkeile
oder Isolierplatten wesentlich weniger empfindlich gegen eindringende Feuchtigkeit,
weil sich wesentlich längere Kriechwege erreichen lassen, ohne die Abmessungen der
Klemme zu vergrößern. Dies ist durch die im Hinblick auf die Länge der Kriechstrecke
günstigere Lage derjenigen Stellen möglich, an denen die Aderisolation durchdrungen
werden muß.
[0005] Vorzugsweise ist das Maul elastisch aufweitbar ausgebildet, damit die Aufrechterhaltung
eines ausreichend hohen Kontaktdruckes gewährleistet ist. Die hierzu erforderliche
elastische Verformbarkeit kann der Kontaktkörper aufweisen, sofern er das gesamte
Maul einschließlich beider Maulflanken bildet. In denjenigen Fällen, in denen der
Kontaktkörper nur einen Teil des Maules und insbesondere nur eine einzige Maulflanke
bildet, braucht die elastische Verformbarkeit nicht ausschließlich der Kontaktkörper
aufzuweisen. In diesem Falle kommen auch andere Teile der Klemme, beispielsweise der
die beiden Maulflanken abstützende Klemmenkörper, in Frage.
[0006] Sofern nur die eine Maulflanke durch den Kontaktkörper gebildet wird, besteht die
andere Maulflanke mit ihrem Element oder ihren Elementen zum Durchdringen der Aderisolation
aus einem elektrisch isolierenden Material. Diese elektrisch isolierende Maulflanke
liegt vorzugsweise unmittelbar am Klemmenkörper an oder ist, sofern dieser wenigstens
im Bereich dieser Anlagestelle ebenfalls aus elektrisch isolierendem Material besteht,
mit ihm einstückig ausgebildet.
[0007] Um die Entfernung zwischen denjenigen Stellen der verschiedenen Adern, an denen die
Elemente der Maulflanken die Aderisolation durchdringen, möglichst groß zu machen,
um damit eine maximale Kriechstromfestigkeit und maximale Überschlagsicherheit zu
erreichen, sind bei einer bevorzugten Ausführungsform von den unmittelbar benachbarten
Adern zugeordneten, die Aderisolation durchdringenden Elementen wenigstens diejenigen
der einen Maulflanke im Klemmenkörper in Längsrichtung des Kabelaufnahmekanals versetzt
angeordnet. Man kann aber auch die gesamten Kontaktkörper, die unmittelbar benachbarten
Adern zugeordnet sind, in dieser Richtung gegeneinander versetzen. Es ist deshalb
bei einem zweiteiligen Klemmenkörper, dessen beide Klemmenkörperteile je zwei Vertiefungen
zur Aufnahme der Kontaktkörper aufweisen, vorteilhaft, die beiden Vertiefungen sowohl
in Längsrichtung des Kabelaufnahmekanals, in den die Maulenden der Kontaktkörper ragen,
als auch in Umfangsrichtung dieses Kanals versetzt zueinander anzuordnen. Vorzugsweise
wird dabei die Versetzung in Längsrichtung des Kabelaufnahmekanals größer als die
Länge der Kontaktkörper in dieser Richtung gewählt.
[0008] Die an den Maulflanken vorgesehenen Elemente sind vorzugsweise als Zähne ausgebildet,
deren Schneide sich in Längsrichtung der Flanke gegen das freie Ende hin erstreckt.
Dies erleichtert das Aufsetzen des Maules auf die aufzunehmende Ader und begrenzt
die Verletzung der Aderisolation auf das notwendige Minimum.
[0009] Die Anordnung der Kontaktkörper im Klemmenkörper ist nicht darauf beschränkt, daß
die Kontaktkörper im Klemmenkörper festgelegt sind und beim Heranführen der Klemmenkörper
an die Adern, beispielsweise durch Festziehen der die Klemmenkörperteile zusammenspannenden
Schrauben, die zugeordnete Ader mit den beiden Maulflanken übergreifen. Es ist auch
möglich, die Kontaktkörper oder, falls die eine Maulflanke durch einen Isolierkörper
gebildet wird, auch diesen bewegbar im Klemmenkörper zu lagern, so daß bei der Montage
zunächst der Klemmenkörper in seine endgültige Position gebracht werden kann und dann
erst die Aufnahme der zu kontaktierenden Ader in das zugeordnete Maul erfolgt. Dabei
können die Kontaktkörper beispielsweise mittels einer Schraube oder mittels eines
Hilfswerkzeuges relativ zum Klemmenkörper bewegt werden. Bei dem Hilfswerkzeug kann
es sich beispielsweise um ein Preßwerkzeug handeln, das alle Kontaktkörper gleichzeitig
in die Endstellung drückt, in denen die Adern kontaktiert werden und im zugeordneten
Maul liegen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Kontaktkörper drehbar und/oder
verschiebbar im Klemmenkörper derart zu lagern, daß sie sich zwangsläufig in ihre
Endstellung bewegen, während die Klemmenkörperteile zusammengeführt werden.
[0010] Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Muffe zu schaffen, mit der sich
der verminderte Raumbedarf, den die erfindungsgemäße Klemme ermöglicht, erreichen
läßt und die außerdem möglichst einfach montiert werden kann, um auch hierdurch die
Kosten zu reduzieren. Diese Aufgabe löst eine Muffe gemäß Anspruch 18, wobei vorteilhafte
weitere Ausgestaltungen Gegenstand der Ansprüche 19 bis 25 sind.
[0011] Selbstverständlich könnte das Muffengehäuse die Klemme und je einen beidseitig an
diese anschließenden Kabelabschnitt im Abstand umgeben, wie dies bei den bekannten
Muffen der Fall ist, wobei wegen des wesentlich kürzeren Kabelstückes, auf dem die
Adern des Kabels freigelegt werden müssen, um die Klemme ansetzen zu können, dennoch
eine beträchtliche Raumersparnis gegenüber den bekannten Muffen und damit eine Reduzierung
der Kosten für das Muffengehäuse und das in dieses einzufüllende Gießharz erreicht
werden würde. Einen noch geringeren Raumbedarf und insbesondere auch eine einfachere
Montage wegen der Positionierung des Muffengehäuses mit Hilfe des Klemmenkörpers läßt
sich aber bei einer Anwendung der Merkmale der Ansprüche 18 bis 25 erzielen.
[0012] Im folgenden ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel im montierten Zustand,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 bei geöffnetem Klemmenkörper,
Fig. 3 einen Schnitt nach der linie II-II der Fig. 1 bei geschlossenem Klemmenkörper,
Fig. 4 einen Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel im montierten Zustand,
Fig. 5 eine halbseitig im Querschnitt dargestellte Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels
im montierten Zustand,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 einen Querschnitt eines vierten Ausführungsbeispiels und des zugehörigen Montagewerkzeuges,
Fig. 8 eine halbseitig im Querschnitt dargestellte Ansicht eines fünften Ausführungsbeispiels
im montierten Zustand,
Fig. 9 einen Querschnitt eines sechsten Ausführungsbeispiels im montierten Zustand.
Fig.10 einen Längsschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels der Muffe im montierten
Zustand,
Fig.ll einen Längsschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels der Muffe im montierten
Zustand,
Fig.12 einen Längsschnitt eines dritten Ausführungsbeispiels der montierten Muffe,
Fig.13 einen Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 12:
[0013] Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um
eine Verbindungsklemme zum Anschließen je eines Abzweigleiters 1 an jeden der Leiter
2 eines Vierleiterkabels in einem Energieversorgungsnetz. Die im Querschnitt segmentförmige
Seele 2' der Leiter 2, die alle den gleichen Querschnitt haben, sind mit einer aus
Kunststoff bestehenden Isolation 3 vollständig ummantelt, wie dies insbesondere Fig.
2 zeigt. Um die Klemme montieren zu können, muß auf einer Länge, die etwas größer
als die Länge der Klemme, jedoch wesentlich kürzer ist als bei den bekannten Verbindungsklemme
für derartige Kabel, der Kabelmantel 4 entfernt werden. Ein Aufspreizen der Leiter
2 und insbesondere ein Einführen von Isolierplatten oder Isolierkeilen zwischen die
Leiter 2 ist nicht erforderlich, um die Abzweigleiter 1 ordnungsgemäß an die zugeordneten
Leiter 2 mit Hilfe der Verbindungsklemme anschließen zu können, was wie bei den bekannten
Verbindungsklemme unt'er Spannung erfolgen kann.
[0014] Die Verbindungsklemme weist zwei gleich ausgebildete Klemmenkörperteile 5 auf, die
aus einem elektrisch isolierenden Kunst-stoff bestehen und zusammen den ringartigen,
mittig geteilten Klemmenkörper bilden. Der von der einen zuranderen ebenen Stirnfläche
6 des Klemmenkörpers durchgehende zentrale Kanal wird durch je eine halbzylindrische
Rinne 7 gebildet und ist in seinem Durchmesser an den Durchmesser des Kabels ohne
Kabel- mantel angepaßt, wie Fig. 3 erkennen läßt. Ein Druck wird jedoch von der Wandung
der halbzylindrischen Rinnen 7 nicht auf die Isolation 3 der Leiter 2 ausgeübt, wenn
die beiden Klemmenkörperteile 5 auf Block gezogen sind, also mit ihrer ebenen, dem
anderen Klemmenkörperteil 5 zugekehrten Seite 8 aneinander anliegen. In die beiden
Rinnen 7 ragt ein dünner Isolierstoffkeil, der zwischen die von der zugeordneten Rinne
aufzunehmenden Adern eindringt und mit dem die Rinne bildenden Klemmenkörperteil einstückig
ausgebildet ist. Es ist aber auch möglich, die beiden Isolierstoffkeile als vom Klemmenkörper
getrennte Elemente auszubilden.
[0015] Gegeneinander bewegt und im geschlossenen Zustand zusammengehalten werden die beiden
Klemmenkörperteile 5 mittels zweier Spannschrauben 9, welche in Durchgangsbohrungen
liegen, welche die beiden Klemmenkörperteile 5 in gleichem Abstand zu beiden Seiten
der halbzylindrischen Rinne 7 und lotrecht auf der Seite 8 stehend durchdringen, und
zwar, wie Fig. 2 zeigt, in gleichem Abstand von den beiden ebenen Stirnflächen 6.
Der Kopf der Spannschrauben 9 sowie die Muttern, in die die Spannschrauben eingreifen,
liegen vertieft im Klemmenkörperteil 5, sind aber von der zylinderähnlichen Außenseite
10 des Klemmenkörperteils her zugänglich.
[0016] Beim Festziehen der Spannschrauben 9 werden die beiden Klemmenkörperteile 5 in Längsrichtung
der Spannschrauben 9 gegeneinander bewegt. Selbstverständlich könnte diese Bewegung
auch mittels eines Preßwerkzeuges bewirkt werden und dann erst das Festziehen der
Spannschrauben 9 erfolgen.
[0017] Die beiden Klemmenkörperteile 5 sind mit zwei zur Seite 8 und zur Rinne 7 hin offenen,
taschenartigen Vertiefungen 11 versehen, die zu den beiden ebenen Stirnflächen 6 hin
durch zu diesen parallele Wände 12 begrenzt sind. In dem der Seite 8 abgekehrten Teil
sind die Vertiefungen 11 durch eine zylindrisch gekrümmte Anlagefläche 13 begrenzt,
welche einerseits sich bis zu der Rinne 7 erstreckt und andererseits sich an eine
ebene Begrenzungsfläche 14 anschließt. Im Übergangsbereich von der Anlagefläche 13
zur Begrenzungsfläche 14 ist der Klemmenkörperteil 5 mit einem Durchbruch 15 versehen,
der einen Zugang von der Außenseite 10 her zu der Vertiefung 11 ermöglicht. Außerdem
sind die beiden Klemmenkörper 5 mit je zwei parallel zu dem von den Rinnen 7 gebildeten
Kanal verlaufende Kanäle versehen, welche in die Vertiefungen 11 münden und der Aufnahme
je eines der Abzweigleiter 1 dienen.
[0018] Wie Fig. 1 zeigt, sind die Vertiefungen 11 in Längsrichtung der Rinne 7 gegeneinander
versetzt, und zwar um einen Betrag, der größer ist als die Summe aus der in axialer
Richtung gemessenen Länge der Vertiefung 11 und dem Durchmesser der die Spannschrauben
9 aufnehmenden Bohrungen. Im Ausführungsbeispiel ist die Mittelzone der Klemmenkörperteile
5, die frei von den Vertiefungen 11 ist und die Bohrungen für die Spannschrauben 9
enthält, etwa so lang wie die axiale Länge einer der Vertiefungen 11. Weiterhin sind
die beiden Vertiefungen 11, wie Fig. 1 ebenfalls zeigt, in Umfangsrichtung der Rinne
7 soweit gegeneinander versetzt, daß beide an die lotrecht auf der Seite 8 stehende
Längsmittelebene des Klemmenkörperteils 5 angrenzen.
[0019] In jeder der Vertiefungen 11 liegt ein Kontaktkörper 16 aus einem elektrisch gut
leitenden Material. Die Kontaktkörper 16 sind alle gleich ausgebildet. Sie sind an
den beiden den Wänden 12 der Vertiefung 11 zugekehrten Stirnseiten durch ebene Flächen
begrenzt und haben eine von der einen zur anderen Stirnseite gemessene axiale Länge,
die nur um das für eine Bewegbarkeit in der Vertiefung erforderliche Spiel geringer
ist als die axiale Länge der Vertiefung 11. '
[0020] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, bildet jeder der Kontaktkörper 16 ein Maul 17. Die die
eine Flanke bildende Werkstoffpartie 18 hat die Form eines Keiles mit abgerundeter
Schneide. Auf der dem Maul 17 zugekehrten Seite bildet diese Werkstoffpartie 18 zwei
oder drei gleich ausgebildete Zähne 19, die sich vom Grund 20 des Maules 17 mit zumindest
annähernd gleicher Höhe bis zum freien Ende der Werkstoffpartie 18 erstrecken. Die
Schneiden dieser Zähne 19 definieren eine Ebene, die mit dem Grund des Maules 20 einen
Winkel von mehr als 90° einschließt.
[0021] Die die andere Flanke des Maules 17 bildende Werkstoffpartie 21 wird durch den einen
Schenkel eines als Ganzes mit 22 bezeichneten, abgewinkelten Armes gebildet, dessen
anderer Schenkel teilweise den Grund des Maules 20 bildet. Der Winkel, den diese beiden
Schenkel miteinander einschließen, ist etwas kleiner als 90°. Der freie Endabschnitt
der Werkstoffpartie 21 verjüngt sich keilartig, wobei die Schneide des Keils abgerundet
ist. Ferner weist die Werkstoffpartie 21 wie die Werkstoffpartie 18 zwei bis drei
Zähne 23 auf, die wie die Zähne 19 in Längsrichtung der Rinne 7 im Abstand nebeneinander
liegen und sich über einen Teil der Länge der Werkstoffpartie 21 bis zu deren freiem
Ende hin erstrecken. Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, nimmt die Höhe der Zähne 23 gegen
das freie Ende hin zunächst zu und dann im keilförmigen Endabschnitt wieder ab. Die
durch die Schneiden der Zähne 23 definierte Seitenfläche des Maules 17 liegt im Ausführungsbeispiel
nicht parallel zu der anderen Seitenfläche, sondern nähert sich dieser leicht gegen
das freie Maulende hin.
[0022] Im Gegensatz zur Werkstoffpartie 18 erlaubt die Werkstoffpartie 21 eine elastische
Verformung im Sinne einer Aufweitung des Maules 17. Die elastische Aufweitung des
Maules 17 wird nicht nur durch die im Vergleich zur Werkstoffpartie 18 größere Länge
der Werkstoffpartie 21 unterstützt, sondern auch durch die mit Ausnahme des Endabschnittes·konstante
Dicke der Werkstoffpartie 21 und den sich an sie anschließenden, teilweise den Grund
20 des Maules 17 bildenden Abschnitt des Armes 22.
[0023] Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, ist die Maulweite kleiner als die Abmessung der Seele
2' eines der Leiter 2, gemessen am Übergang der beiden ebenen Innenseiten zu der zylindrisch
gekrümmten Aussenseite, und zwar um so viel kleiner, daß die Aufweitung des Maules
durch eine elastische Verformung des Armes 22 so groß ist, daß die Zähne 19 und 23
mit dem gewünschten Kontaktdruck gegen die Seele 2
1 drücken, wenn der Leiter 2 in das Maul 7 eingeführt ist und die Zähne 19 und 23 nicht
nur die Isolation 3 durchschnitten haben, sondern auch in die Seele 2' in den beiden
einander gegenüberliegenden Bereichen eingedrungen sind, welche von den abgerundeten
Eckzonen am Übergang von den beiden Innenseiten zur zylindrisch gekrümmten Außenseite
vorhanden sind, wie dies Fig. 3 zeigt. Diese Figur zeigt ferner, daß die Höhe der
Zähne 19 und 23 so groß gewählt ist, daß sie nach dem Durchdringen der Isolation 3
noch in dem gewünschten und die Größe der Kontaktfläche bestimmenden Maße in die Seele
2' eindringen.
[0024] Selbstverständlich können mit Hilfe der Kontaktkörper 16 nicht nur Segmentleiter
kontaktiert werden, sondern auch Rundleiter, sofern deren Durchmesser in demjenigen
Bereich liegt, in dem die Abmessung der kontaktierbaren Segmentleiter, gemessen zwischen
den beiden außenliegenden Eckzonen, liegt. Die Größe dieses Bereiches hängt von der
elastischen Aufweitbarkeit des Maules 17 ab.
[0025] Die Werkstoffpartie 18 und der Arm 22 schließen sich an den Mittelabschnitt des Kontaktkörpers
16 an, der auf der dem Maul 17 abgekehrten Seite ebenso wie die Werkstoffpartie 18
durch eine zylindrisch gekrümmte Fläche 24 begrenzt ist, deren Krümmung an die Krümmung
der Anlagefläche 13 der Vertiefung 11 angepaßt ist. Der Kontaktkörper 16 ist deshalb
um eine zur Längsachse der Rinne 7 parallele Achse in der Vertiefung 11 relativ zum
Klemmenkörperteil 5 drehbar. Damit bei' dieser Drehung der Kontaktkörper 16 nicht
aus der Vertiefung 11 heraustritt, ist der Winkel, den die Außenseite der Werkstoffpartie
18 mit derjenigen der Werkstoffpartie 21 einschließt, kleiner als 90°.
[0026] Der Mittelabschnitt des Kontaktkörpers 16 ist mit einer parallel zum Maul 17 liegenden
Durchgangsbohrung 25 versehen, in die eine dazu lotrecht verlaufende Gewindebohrung
mündet, in der eine Klemmschraube 26 geführt ist. Das der Durchgangsbohrung 25 abgekehrte
Ende der Klemmschraube 26 weist gegen den Durchbruch 15. Daher kann die Klemmschraube
26 von außen her betätigt werden, so daß es auch möglich ist, den Abzweigleiter 1
erst dann anzuschließen, wenn der Klemmenkörper bereits geschlossen ist, oder den
Abzweigleiter 1 vom Kontaktkörper 16 zu lösen.
[0027] Zu Beginn des Zusammenspannens der beiden Klemmenkörperteile 5, also in dem in Fig.
2 dargestellten Zustand, liegt das freie Ende der Werkstoffpartie 18 auf der Isolation
3 im Bereich der einen äußeren Eckzone auf, während die Werkstoffpartie 21 an der
Isolation 3 im Abstand von der anderen äußeren Eckzone anliegt. Wenn nun durch ein
Anziehen der Spannschrauben 9 die beiden Klemmenkörperteile 5 gegeneinander bewegt
werden, beginnen die Zähne 19 der Werkstoffpartie 18 sich in die Isolation 3 einzuschneiden.
Dadurch nähert sich das freie Ende der Werkstoffpartie 21 der anderen Eckzone, schneidet
aber dort in die Isolation 3 erst dann ein, wenn diese Eckzone nahezu erreicht ist.
Während der weiteren Bewegung der beiden Klemmenkörperteile 5 gegeneinander führen
die Kontaktkörper 16 eine Drehbewegung in den Vertiefungen 11 aus. Dadurch nähert
sich das freie Ende der Werkstoffpartie 21 der Längsmittellinie des Kabels. Dies hat
zur Folge, daß die Zähne 23 wie die Zähne 19 die Isolation 3 durchschneiden, während
der Leiter 2 mehr und mehr in das Maul 17 eintritt und dabei das Maul aufweitet, was
zu der elastischen Verformung des Armes 22 führt. Das freie Ende der Werkstoffpartien
18 und 21 und die Zähne 19 und 23 kommen schließlich in die in Fig. 3 dargestellte
Lage, in welcher die Zähne etwa in gleichem Maße in die Eckzonen der Seele 2' eingedrungen
sind. Wie Fig. 3 zeigt, wird beim Schließen der Klemme also nur die Isolation 3 des
Leiters 2 von den Zähnen des zugeordneten Kontaktkörpers 16 durchdrungen und nur diese
Zähne dringen in die Seele 2' ein. Infolge der Versetzung der Vertiefungen 11 ist
zwischen allen Kontaktkörpern 16 ein ausreichend großer Abstand vorhanden. Infolge
dieses auch aus Fig. 1 ersichtlichen großen Abstandes braucht selbst dann, wenn Feuchtigkeit
zwischen die Adern eindringen sollte, ein Überschlag oder das Entstehen von Krieckströmen
nicht befürchtet zu werden.
[0028] Ein Verdrängen der Isolation 3 tritt nicht auf, weil nach der Montage der Klemme
diese Isolation keiner Belastung mehr ausgesetzt ist.
[0029] Da die Kontaktkraft nur in der Richtung von der einen zur anderen Flanke des Maules
17 wirksam ist, können, nachdem die beiden Klemmenkörperteile 5 die in Fig. 3 dargestellte
Endstellung erreicht haben und damit die Leiter 1 im erforderlichen Maße in das Maul
17 des zugeordneten Kontaktkörpers 16 eingetreten sind, die Klemmenkörperteile 5 wieder
abgenommen werden. Allerdings müssen in diesem Falle für die Abzweigleiter 1 Schlitze
in den Klemmenkörperteilen 5 vorgesehen sein, falls nicht ein Anschluß erst nach dem
Anbringe der Kontaktkörper möglich ist. Die Kontaktkörper 16 können danach mittels
einer Muffe abgedeckt werden, welche beispielsweise mit Gießharz ausgegossen wird.
[0030] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 unterscheidet sich von demjenigen gemäß den
Fig. 1 bis 3 nur durch eine andere Bewegung seiner Kontaktkörper 116 relativ zum Klemmenkörper
während des Zusammenführens der beiden Klemmenkörperteile 105, beispielsweise durch
Festziehen der Spannschrauben 109, während der Montage, wobei nicht nur die Spannschrauben,
sondern auch die zwischen die Adern eindringenden Isolierstoffkeile, die an die Klemmenkörperteile
angeformt sind, wie beim ersten Ausführungsbeispiel die Klemmenkörperteile führen.
Die Kontaktkörper 116 bewegen sich dabei geradlinig in einer Bahn, die parallel zu
einer das Kabel tangierenden Fläche verläuft. Die Vertiefungen 111 weisen daher, wie
Fig. 4 zeigt, eine ebene Anlagefläche 113 für die ebenfalls eben ausgebildete Rückseite
124 des das gesamte Maul bildenden Kontaktkörpers 116 auf. Eine seitliche Anschlagfläche
113' der Vertiefung 111 begrenzt die Verschiebbarkeit des Kontaktkörpers 116 in der
Vertiefung 111. Die Position des Kontaktkörpers 116 in der Vertiefung zu Beginn des
Montagevorgangs ist mit strichpunktierten Linien angedeutet. Die Kontaktkörper 116
sind in den beiden Klemmenkörperteilen 105 gegeneinander versetzt angeordnet, wie
dies im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben und in Fig. 1
dargestellt ist.
[0031] Bei dem in den Fig. 5 und 6 dargestellten, dritten Ausführungsbeispiel bilden die
Kontaktkörper 216 ebenso wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen vollständig
das die zu kontaktierende Ader aufnehmende Maul. Der wesentliche Unterschied gegenüber
den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. l
'bis 4 besteht darin, daß die Kontaktkörper 216 bei der Montage keine Bewegung relativ
zu dem sie aufnehmenden Klemmenkörperteil 205 ausführen und deshalb ohne Spiel oder
zumindest ohne nennenswertes Spiel in den Vertiefungen 211 sitzen, die in je einem
Isolierkörper 205' der im übrigen aus Metall bestehenden Klemmenkörperteile 205 vorgesehen
sind.
[0032] Wie Fig. 5 zeigt, bilden die Kontaktkörper 216 ein gegen die Teilungsebene des Klemmenkörpers
hin offenes Maul 217. Zur Anpassung an die Querschnittsform der zu kontaktierenden
Adern 202' ist jedoch die äußere Maulflanke 221 länger als die innere Maulflanke 218.
Hierdurch ist die Maulöffnung auch gegen das Zentrum des Kabels hin gerichtet. Die
größere Länge der äußeren Maulflanke 221 ermöglicht in einfacher Weise die Verwirklichung
einer gewissen Elastizität des Maules.
[0033] Der Isolierkörper 205' ist mit einer mittig angeordneten, bei der Montage zwischen
zwei benachbarte Adern eindringenden Trennwand 205" versehen, die zu einer Verlängerung
der Kriechstrecken führt. Man könnte auch, wie in Fig. 5 mit gestrichelter Linie angedeutet,
eine dünne, ungezahnte Isolierplatte 227 zwischen die Adern in lotrecht zu den beiden
Trennwänden 205" liegender Lage einfügen. Wegen der geringen Dicke dieser Isolierplatte
227 wäre eine nennenswerte Spreizung der Adern nicht notwendig. Man kann aber auch,
wie dies Fig. 6 zeigt, zur Verlängerung der Kriechwege die Kontaktelemente 219 und
223, welche als Schneiden ausgebildet und an die Maulflanken 218 bzw. 221 angeformt
sind, in Längsrichtung des Kabelaufnahmekanals versetzt anordnen. Zum besseren Verständnis
der Auswirkung dieser Versetzung auf die gegenseitige Lage der Kontaktelemente sind
in Fig. 6 mit gestrichelten Linien auch die Positionen der Kontaktelemente der im
anderen Klemmenkörperteil angeordneten Kontaktkörper dargestellt.
[0034] Selbstverständlich kann in entsprechender Weise eine Klemme auch für ein dreiadriges
Kabel ausgebildet sein. Der Klemmenkörper könnte dann aus drei Klemmenkörperteilen
bestehen, die je einen Kontaktkörper enthalten. Ebenso wäre es beispielsweise möglich,
in den beiden Teilen eines zweiteiligen Klemmenkörpers jeweils nur einen einzigen
Kontaktkörper anzuordnen und mit diesen einander gegenüberliegenden Kontaktkörpern
nur zwei der vier Adern eines Kabels zu kontaktieren. Weiterhin wäre es möglich, die
Kontaktkörper gegen die Teilungsebene des Klemmenkörpers verschiebbar im Isolierkörper
anzuordnen und nach dem Zusammenspannen der Klemmenkörperteile mittels je einer Schraube
die Kontaktkörper in ihre Endstellung zu bringen, in der ihr Maul die zu kontaktierende
Ader aufnimmt. Bei dieser Schraube könnte es sich auch um die Klemmschraube handeln,
mitttels deren der Abzweigleiter festgeklemmt wird.
[0035] Ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Kontaktkörper 316 längsverschiebbar in dem sie
aufnehmenden Klemmenkörperteil 305 angeordnet sind, zeigt Fig. 7. Die Kontaktkörper
316, die im Prinzip wie die Kontaktkörper 216 ausgebildet sind, ragen aus dem Klemmenkörper
heraus und werden, nachdem die Klemmenkörperteile in ihre endgültige Position auf
dem Kabel gebracht worden sind, mittels einer Presse gegen das Zentrum des Kabels
gedrückt, wobei die. Adern in das Maul 317 des zugeordneten Kontaktkörpers 316 eintreten
und dabei von den an den beiden Maulflanken vorgesehenen, sich in der Bewegungsrichtung
erstreckenden Schneiden kontaktiert werden, nachdem zuvor diese Schneiden die Aderisolation
durchschnitten haben. Außerdem dringen zwei gegeneinander weisende Isolierstoffkeile,
die den beiden Klemmenkörperteilen zugeordnet sind, zwischen die Adern ein.
[0036] Um alle Kontaktkörper 316 in einem einzigen Arbeitsgang mittels eines Preßwerkzeuges,
das aus nur zwei gegeneinander zu bewegenden Werkzeugteilen 328 besteht, gleichzeitig
in die Endstellung bringen zu können, bilden diese beiden Preßwerkzeugteile 328 eine
Aufnahme in Form eines regelmäßigen Sechseckes. Der in Anlage an das Preßwerkzeug
kommende Rücken der Klemmenkörper 316 ist an die Neigung der zugeordneten Anschlagfläche
des Werkzeugteils 328 angepaßt, wie Fig. 7 zeigt. Beim Schließen des Preßwerkzeuges
werden deshalb die Kontaktkörper 316 gleichzeitig und in gleichem Maße gegen das Kabelzentrum
gedrückt. Sofern eine Montage unter Spannung erfolgen soll, können die Werkzeugteile
328 im Bereich ihrer Anlagefläche für die Kontaktkörper 316 mittels einer eingelegten
Platte 329 oder dergleichen isoliert sein.
[0037] Das in Fig. 8 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von demjenigen
gemäß den Fig. 5 und 6 im wesentlichen nur dadurch, daß die Kontaktkörper 416 nur
die innere Maulflanke 418 mit dem Kontaktelement 419 in Form einer oder mehrerer,
in Längsrichtung des Kabelaufnahmekanals nebeneinander liegender Schneiden bilden.
Die äußere Maulflanke 421 mit ihren zahnförmigen Elementen 423 besteht hingegen aus
einem elektrisch isolierenden Material. Die Elemente 423 grenzen, wie Fig. 8 zeigt,
an die Trennebene des Klemmenkörpers an, so daß das Maul wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 5 und 6 auch gegen das Kabelzentrum hin geöffnet ist. Im Ausführungsbeispiel
sind die Elemente 423 an den Isolierkörper 405' des Klemmenkörperteils 405 angeformt,
und zwar dort, wo die sich nach außen erstreckenden Flansche angesetzt sind. Die äußere
Maulflanke 423 wird also durch einen Teil des Isolierkörpers 405' gebildet. Es wäre
aber auch möglich, zur Bildung der äußeren Maulflanke einen vom Isolierkörper getrennten
Körper vorzusehen. In diesem Falle wäre es vorteilhaft, mit dieser Maulflanke diejenige
-des gegenüberliegenden Maules zu vereinigen. Zur Positionierung der Maulflanke könnte
diese an eine dünne Platte angeformt sein, welche entsprechend der Platte 227 des
Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 5 und 6 zwischen die Adern eingeführt wird. Ferner
wäre es auch möglich, die innere Maulflanke aus elektrisch isolierendem Material zu
bilden und ihre Zähne beispielsweise an die Trennwand 405" anzuformen. Die äußere,
vom Kontaktkörper zu bildende Maulflanke müßte sich dann bis etwa in diejenige Position
erstrecken, in der in Fig. 8 die Elemente 423 liegen.
[0038] Wie Fig. 8 zeigt, kann man, und zwar nicht nur bei diesem Ausführungsbeispiel, die
Kriechstromfestigkeit und Überschlagssicherheit dadurch vergrößern, daß man die Trennwand
405" des einen Klemmenkörperteils die entsprechende Trennwand des anderen Klemmenkörperteils
übergreifen läßt, beispielsweise derart, daß beide Trennwände je eine Schrägfläche
als Anlage für die Schrägfläche der anderen Trennwand haben. Aus dem selben Grunde
kann man in der Teilungsebene des Klemmenkörpers zwei dünne Isolierplatten anordnen,
die in Fig. 8 durch strich-punktierte Linien angedeutet und mit der Isolierplatte
227 der Klemme gemäß Fig. 5 vergleichbar sind.
[0039] Bei dem in Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die äußeren Maulflanken
521 durch die Kontaktkörper 516 gebildet. Die inneren Maulflanken 518 bestehen hingegen
aus elektrisch isolierendem Material und werden durch die beiden Klemmenkörperteile
505 gebildet. Letztere haben je eine mittig angeordnete, in den Kabelaufnahmekanal
ragende und lotrecht auf der Trennfläche stehende Trennwände 505", die im montierten
Zustand zwischen die benachbarten Adern eingreifen. An den Fuß dieser Trennwände 505"
sind die zahnförmigen Elemente 519 angeformt, welche die die Aderisolation durchdringenden
Elemente der inneren Maulflanke bilden. Die Kontaktkörper 516 sind um eine parallel
zur Längsachse des Kabelaufnahmekanals verlaufende Achse drehbar im Klemmenkörper
gelagert. Bei der Montage der Klemme kommen sie in Anlage an den anderen Klemmenkörperteil
505 oder eine dünne, zahnlose Isolierplatte 529, die zwischen die Adern und den Klemmenkörper
gelegt worden ist: Je mehr die beiden Klemmenkörperteile 505 gegeneinander bewegt
werden, desto weiter werden die Kontaktkörper 516 in Richtung des Pfeiles 530 geschwenkt,
wobei das Maul mehr und mehr verengt, also der Abstand der Maulflanken voneinander
mehr und mehr verkleinert wird. Dabei durchdringen die Zähne der Maulflanken die Aderisolation.
Außerdem kommt es zu der Kontaktierung der Aderseele durch die Kontaktelemente 523.
[0040] Die Kontaktkörper 516 sind wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3
in Längsrichtung des Kabelaufnahmekanals gegeneinander versetzt, wodurch auch bei
dieser Klemme lange Kriechstrecken erzielt werden. Im montierten Zustand steht wie
bei allen Ausführungsbeispielen die Isolation der Adern nicht unter einer Druckbelastung,
die zu einem Fließen der Aderisolation führen würde.
[0041] Ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäße Muffe für die erfindungsgemäße
Klemme zeigt Fig. 10. Um die als Ganzes mit 31 bezeichnete Klemme montieren zu können,
brauchen, wie Fig. 10 deutlich zeigt, die Adern 32 des Hauptkabels 33 nur auf einem
Stück freigelegt zu werden, das nicht wesentlich länger ist als die Klemme 31 in axialer
Richtung. Die Klemme 31, welche wie eine der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele
ausgebildet ist, weist einen mittig geteilten Klemmenkörper auf, dessen beide im montierten
Zustand zusammengespannten Klemmenkörperteile mit 34 und 35 bezeichnet sind. Die Klemme
31 verbindet je eine der Adern 36 des Abzweigkabels 37 mit einer der Adern 32.
[0042] Das als Ganzes mit 38 bezeichnete, aus demselben Kunststoff wie die Klemmenkörperteile
34 und 35 bestehende Muffengehäuse ist wie der Klemmenkörper in Längsrichtung geteilt,
wobei die Teilungsebene mit der Teilungsebene des Klemmenkörpers zusammenfällt. Schrauben
39 halten den oberen Teil 38' des Muffengehäuses mit dem unteren Teil 38" an beiden
Längsseiten zusammen. Die beiden Teile 38' und 38" des Muffengehäuses werden aber
auch durch die Klemmenkörperteile 34 und 35 zusammengehalten, da der obere Teil an
den Klemmenkörperteil 34 längs dessen einer in Umfangsrichtung verlaufenden Kante
an diesen angeformt ist. Entsprechend ist der untere Teil 38" an den Klemmenkörperteil
35 angeformt. Von dieser Anformstelle aus verjüngt sich das Muffengehäuse 38 konisch
bis zu der mit dem Klemmkanal der Klemme 31 fluchtenden Einführöffnung für das Kabel
33 hin, deren lichte Weite etwas größer ist als der Außendurchmesser des Kabels 33,
da im Bereich der Einführöffnung eine ringförmige Dichtung 40 vorzusehen ist, welche
zusammen mit dem Kabel 33 die Einführöffnung dicht verschließt.
[0043] Gegen das andere Ende des Muffengehäuses 38 hin, das mit einer ebenfalls mit dem
Klemmkanal der Klemme 31 fluchtende Einführöffnung 41 für das Hauptkabel 33 und einer
im Abstand darüberliegenden Einführöffnung 42 für das Abzweigkabel 37 versehen ist,
ist der untere Teil 38" des Muffengehäuses 38 im Bereich zwischen der Klemme 31 und
einer nach innen offenen Ringnut zum Hauptkabel 33 hin eingezogen. In der Ringnut
liegt ein Dichtungskörper 43 mit Durchtrittsöffnungen für das Hauptkabel 33 und das
Abzweigkabel 37. Der obere Teil 38' des Muffengehäuses 38 hat in dem oberhalb des
Hauptkabels liegenden Bereich einen wesentlich größeren Abstand vom Hauptkabel als
der untere Teil 38", weil hier an dem Muffengehäuse eine Einfüllöffnung 44 für das
Gießharz vorgesehen ist, mit dem nach der Montage das Muffengehäuse ausgegossen wird,
sowie eine Entlüftungsöffnung 45.
[0044] Zwar müssen die beiden leile 3o und 38'' des Klemmenkörpers 38 wegen ihrer Anformung
an die Klemmenkörperteile 34 bzw. 35 mit Fenstern versehen sein, welche den Zugang
zu den Schrauben der Klemme gestatten. Diese Fenster können jedoch vor dem Einbringen
des Gießharzes ohne Schwierigkeiten verschlossen werden. Durch die Anformung an die
Klemmenkörperteile ist das Muffengehäuse 38 zwangsläufig richtig positioniert, was
die Montage erheblich vereinfacht und es erlaubt, die Abmessungen des Muffengehäuses
minimal zu halten, ohne einen zuverlässigen Schutz der Klemme und insbesondere der
mit dieser hergestellten Kontaktflächen zu gefährden.
[0045] Bei dem in Fig. 11 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Muffe hat das als Ganzes mit 138 bezeichnete Muffengehäuse eine Form, die weitgehend
mit der Form des Muffengehäuses 38 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 10 übereinstimmt.
Allerdings besteht das Muffengehäuse 138 aus zwei in axialer Richtung aufeinanderfolgenden
Abschnitte, von denen nur der eine an die beiden Klemmenkörperteile 134 und 135 angeformt
ist. Es ist, wie Fig. 11 zeigt, derjenige Abschnitt, welcher sich von der Klemme 131
aus unter konischer Verjüngung zu demjenigen Ende hin erstreckt, das nur eine Einführungsöffnung
für das Hauptkabel 133 bildet. Im montierten Zustand ist diese Einführungsöffnung
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 durch das Hauptkabel und einen einerseits
an dessen Außenmantelfläche und andererseits am Muffengehäuse anliegenden Dichtungskörper
140 dicht verschlossen.
[0046] Der andere Abschnitt des Muffengehäuses 138 übergreift mit einem stutzenartigen Endabschnitt
die Klemme 131 und hintergreift einen 0-Ring 146, welcher in eine nach außen offene
Ringnut am Übergang vom Klemmenkörper zu dem an ihn angeformten Abschnitt des Muffengehäuses
eingelegt ist.
[0047] Wegen der Teilung des Klemmenkörpers, muß auch der an ihn angeformte Abschnitt des
Muffengehäuses 138 geteilt sein. Im Ausführungsbeispiel ist der andere Abschnitt des
Muffengehäuses 138 ebenfalls in der durch den Klemmenkörper definierten Ebene geteilt,
wobei nicht dargestellte Schrauben diese Teile im montierten Zustand zusammenhalten.
Fenster für den Zugang zu den Schrauben der Klemme 131 brauchen deshalb im Muffengehäuse
nicht vorgesehen sein, da der die Einführöffnungen 141 und 142 für das Hauptkabel
133 bzw. das Abzweigkabel 137 bildende Abschnitt montiert werden kann, nachdem die
Klemme vollständig montiert worden ist. Aber auch dann, wenn dieser Abschnitt des
Klemmengehäuses 138 nicht aus einem oberen Teil 138' und einem unteren Teil 138" bestehen
würde, wären Fenster nicht erforderlich, weil dieser Abschnitt dann nach der Montage
der Klemme über diese geschoben werden könnte. Weiterhin wäre es möglich, diesen Abschnitt
des Muffengehäuses 138 mit nur einer Trennlinie zu versehen, wie dies in Verbindung
mit dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel erläutert ist.
[0048] Der die Einführungsöffnungen für das Hauptkabel und das Abzweigkabel bildende und
einen Dichtungskörper 143 enthaltende Abschnitt ist im übrigen wie bei der Muffe gemäß
Fig. 10 ausgebildet, so daß wegen weiterer Einzelheiten auf die Erläuterungen zu dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 verwiesen werden kann.
[0049] Bei dem in Fig. 12 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Muffengehäuse 238
ebenfalls aus zwei in axialer Richtung nebeneinander angeordneten Abschnitten, von
denen der in Fig. 12 links dargestellte Abschnitt mit 247 und der andere mit 248 gekennzeichnet
ist. Beide Abschnitte bestehen aus einem elastisch deformierbaren Kunststoff. Wie
Fig. 13 zeigt, ist der Abschnitt 247 in Längsrichtung längs einer Linie getrennt,
jedoch überlappen sich hier die Randzonen der Gehäusewand in einem für eine Abdichtung
ausreichenden Maße. Der im wesentlichen zylindrische Abschnitt 247 weist an dem die
Einführöffnung für das Hauptkabel 233 bildenden Ende einen nach innen gezogenen Flansch
auf, an dem ein Dichtungsring 240 anliegt, der andererseits an der Außenmantelfläche
des Hauptkabels anliegt und zusammen mit diesem die Einführöffnung dicht verschließt,
welche mit dem Klemmkanal der Klemme 231 fluchtet, welche im Prinzip wie eine der
beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Klemme ausgebildet ist. Die
Klemme 231 unterscheidet sich von den beschriebenen Ausführungsformen nur durch den
Klemmenkörper in Längsrichtung durchdringende Verbindungs- und Entlüftungskanäle 249
sowie durch einen an den Klemmenkörper angeformten, wie der Klemmenkörper geteilten
Ringkörper 250. Dieser Ringkörper 250 ist im Bereich derjenigen umlaufenden Kante
des Klemmenkörpers an diesen angeformt, welche dem Abschnitt 247 benachbart ist. Der
Ringkörper 250 bildet auf der dem Abschnitt 247 zugekehrten Seite eine radial nach
innen offene Ringnut, in welche ein radial nach außen weisender Ringwulst 251, welcher
an dem der Klemme zugekehrten Ende des Abschnittes 247 vorgesehen ist, einrastbar
ist.
[0050] Auf der dem anderen Abschnitt 248 des Muffengehäuses zugekehrten, radial außerhalb
des Klemmenkörpers liegenden Stirnseite bildet der Ringkörper 250 ebenfalls eine radial
nach innen offene Ringnut. In diese ist ein Ringwulst 252 einrastbar, welcher an dem
dem Abschnitt 247 benachbarten Ende des Abschnittes 248 vorgesehen ist, der hier eine
zylindrische, eine dichte Anlage an der Außenmantelfläche des Klemmenkörpers ergebende
Form hat. Im übrigen ist der Abschnitt 248 des Muffengehäuses 238 im wesentlichen
wie der entsprechende Abschnitt des Muffengehäuses der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele
ausgebildet, d.h., er weist an seinem von der Klemme 231 entfernten Ende die beiden
Einführöffnungen 241 und 242 für das Hauptkabel 233 bzw. das Abzweigkabel 237 mit
dem für einen dichten Verschluß erforderlichen Dichtungskörper 243 auf, der in eine
Ringnut des Muffengehäuses eingreift. Außerdem sind in diesem Abschnitt 248 die Einfüllöffnung
244 für das Gießharz und die Entlüftungsöffnung 245 in der oberhalb des Hauptkabels
liegenden Mittelzone vorhanden. Das Gießharz kann durch die Verbindungs- und Entlüftungskanäle
249 auch den Raum zwischen dem Klemmenkörper und dem Dichtungskörper 240 im Abschnitt
247 des Muffengehäuses vollständig ausfüllen, wobei die Luft durch die Kanäle 249
zu der Entlüftungsöffnung 245 gelangen kann.
[0051] Der Abschnitt 248 des Muffengehäuses kann wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
aus einem oberen Teil 238' und einem unteren Teil 238" bestehen. Beide Teile werden
dann mittels Schrauben zusammengehalten. Der Abschnitt 248 kann aber auch wie der
Abschnitt 247 nur längs einer einzigen Trennungslinie in Längsrichtung getrennt sein.
Der Abschnitt 248 muß dann ebenfalls elastisch aufweitbar sein, um für die Montage
einen Längsschlitz bilden zu können, durch den hindurch das Abzweigkabel und das Hauptkabel
eingeführt werden können. Im Hinblick auf die erforderliche Dichtung ist es in diesem
Falle ebenfalls zweckmäßig, die Wand des Muffengehäuses sich in Umfangsrichtung überlappen
zu lassen, wie dies Fig. 13 zeigt. Selbstverständlich könnte man aber auch längs der
Trennlinie an beiden Randzonen einen nach außen weisenden Flansch vorsehen und diese
Flansche mittels Schrauben oder Klammern zumindest solange zusammenpressen, bis das
eingefüllte Gießharz erstarrt ist.
[0052] Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch die nur allein aus der
Zeichnung entnehmbaren Merkmale sind als weitere Ausgestaltungen Bestandteile der
Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in den
Ansprüchen erwähnt sind.
1. Klemme zum Anschließen elektrischer Leiter an ein mehradriges, die isolierten Adern
in konzentrischer Anordnung zur Kabellängsachse aufweisendes Kabel eines Energieversorgungsnetzes,
mit einem mehrteiligen, das Kabel zu umfassen vermögenden Klemmenkörper und wenigstens
einem Kontaktkörper, der mindestens ein das Durchdringen der aus Kunststoff bestehenden
Aderisolation und ein Kontaktieren der Aderseele gestattendes Kontaktelement und eine
Anschlußvorrichtung für wenigstens einen der elektrischen Leiter aufweist, gekennzeichnet
durch ein der Aufnahme der zu kontaktierenden Ader (2',3) dienendes Maul (17;217;317),
das im Bereich der es seitlich begrenzenden Maulflanken (18,21;218,-221;418,421) wenigstens
je ein die Aderisolation zu durchdringen vermögendes Element (19,23;219,223;419,423;519,523)
aufweist, wobei zumindest die eine Maulflanke (18,21;218,221;418;521) mit dem an ihr
vorgesehenen Element (19,23;219,223;419;523) durch den Kontaktkörper (16;116;216;316;416;516)
und dessen Kontaktelement gebildet ist und die Einleitung der an den Maulflanken im
Sinne einer Vergrößerung der Maulweite auftretenden Kräften ohne die Beanspruchung
der Isolation einer der Adern in den Klemmenkörper (405;505) und/oder den Kontaktkörper
(16;116;216;316;416;516) vorgesehen ist.
2. Klemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Maul (17;217) elastisch
aufweitbar ausgebildet ist.
3. Klemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Maulflanke
(421;518).mit ihrem Element oder ihren Elementen (423;519) aus einem elektrisch isolierenden
Material besteht.
4. Klemme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die aus elektrisch isolierendem
Material bestehende Maulflanke unmittelbar am Klemmenkörper anliegt.
5. Klemme nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Bereich des Klemmenkörpers,
an dem die aus elektrisch isolierendem Material bestehende Maulflanke abgestützt ist,
zu demselben Teil des Klemmenkörpers gehört, an dem die durch das Kontaktstück gebildete
Maulflanke anliegt.
6. Klemme nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die aus elektrisch isolierendem
Material bstehende Maulflanke (421;518) einstückig mit dem Klemmenkörper oder einem
Teil (405';505) desselben ausgebildet ist.
7. Klemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Maul (17;217;317)
vollständig durch den Kontaktkörper (16;116;216;316) gebildet ist.
8. Klemme nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden die Maulflanken
(18,21;218,221) bildenden Werkstoffpartien des Kontaktkörpers (16;116;216;316) wenigstens
die eine elastisch nachgiebig im Sinne einer Vergrößerung der Maulweite beim Einbringen
des Leiters in das Maul ausgebildet ist.
9. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit wenigstens zwei Kontaktkörpern, dadurch
gekennzeichnet, daß von den unmittelbar benachbarten Adern zugeordneten Kontaktelementen
(219,223) wenigstens diejenigen der einen Maulflanke im Klemmenkörper in Längsrichtung
des Kabelaufnahmekanals versetzt angeordnet sind.
10. Klemme nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkörper (16;116;316;416;516)
die unmittelbar benachbarten Adern zugeordnet sind, als Ganzes in Längsrichtung des
Kabelaufnahmekanals gegeneinander versetzt sind.
11. Klemme nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Klemmenkörperteile
(5;105) des Klemmenkörpers zwei Vertiefungen (11;111) zur Aufnahme je eines der Klemmenkörper
(16;116) aufweist und daß die beiden Vertiefungen (11;111) sowohl in Längsrichtung
des Kabelaufnahmekanals (7), in den die Maulenden der Kontaktkörper (16;216) ragen,
als auch in Umfangsrichtung des Kabel aufnahmekanals (7) zueinander versetzt angeordnet
sind.
12. Klemme nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Versetzung in Längsrichtung
des Kabelaufnahmekanals (7) grösser ist als die Länge der Kontaktkörper (16;116) in
dieser Richtung.
13. Klemme nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Versetzung der Kontaktkörper
(16;116) in Umfangsrichtung des Kabelaufnahmekanals (7) so gewählt ist, daß die beiden
Vertiefungen (11) an die Längsmittelebene des sie enthaltenden Klemmenkörperteils
(5) angrenzen.
14. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die an den
Maulflanken (18,21;218,221;418,421) vorgesehenen Elemente (19,23;219,223;419,423;519,523)
als Zähne ausgebildet sind, deren Schneiden sich in Längsrichtung der Flanke gegen
deren freies Ende hin erstreckt.
15. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktkörper
(16;516) um wenigstens eine zur Längsachse des Kabelaufnahmekanals (7) parallele Achse
drehbar im Klemmenkörper gelagert ist.
16. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktkörper
(116) translatorisch längs einer zu einer Tangente an den Kabelaufnahmekanal parallelen
Bahn verschiebbar im Klemmenkörper gelagert ist.
17. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch eine verbindungslose
Zusammenfügung der Klemmenkörperteile zum kompletten Klemmenkörper.
18. Muffe für eine Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 17, welche abdichtbare Kabel-Einführöffnungen
sowie wenigstens eine Einfüllöffnung für Gießharz aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (38;138;238) eine am Klemmenkörper (34,35; 134,135) angreifende Form
hat.
19. Muffe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Teile (38',38")
des in Längsrichtung geteilten Muffengehäuses (38) an einen der beiden Teile (34,35)
des zweiteilig ausgebildeten Klemmenkörpers angeformt ist.
20. Muffe nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Muffengehäuse
(138;238) zwei in axialer Richtung aufeinanderfolgende Abschnitte (247,248) aufweist,
von denen zumindest der eine Abschnitt an seinem dem anderen Abschnitt zugekehrten
Ende mit dem Klemmenkörper (134,135) verbindbar ist.
21. Muffe nach-Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der eine Abschnitt
(247) des Muffengehäuses (238) eine sich über seine gesamte Länge erstreckende Trennlinie
aufweist und eine in Umfangsrichtung elastisch aufweitbare Wandung hat.
22. Muffe nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden Abschnitte
des Muffengehäuses (138) an den Klemmenkörper (134,135) angeformt ist und eine sich
vom Klemmenkörper zu seiner Kabeleinführöffnung hin verengende Form hat.
23. Muffe nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß an dem mit
dem Klemmenkörper verbindbaren Ende des Muffengehäuses (238) ein Flansch oder Ringwulst
(251, 252) vorgesehen ist, der in eine am Klemmenkörper vorgesehene Ringnut einrastbar
ist.
24. Muffe nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß beide Abschnitte (247,248)
des Muffengehäuses (238) an ihrem einen Ende einen in eine Ringnut am Klemmenkörper
einrastbaren Flansch oder Ringwulst (251,252) haben und die beiden Ringnuten an einem
über den Klemmenkörper radial überstehenden Ringkörper (250) vorgesehen sind, der
an den Klemmenkörper (238), an dessen Außenmantelfläche der eine Abschnitt (248) des
Muffengehäuses (238) mit seinem den Flansch oder Ringwulst (252) tragenden Endstück
anliegt, in der an die eine Stirnfläche angrenzenden Endzone der Mantelfläche angeformt
ist.
25. Muffe nach Anspruch 24, gekennzeichnet durch den Klemmenkörper in Längsrichtung
durchdringende Verbindungs- und Entlüftungskanäle (249).