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EP 0 124 707 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
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Anmeldetag: 05.03.1984 |
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Dacheindeckungssystem mit Dachelementen in Kassettenbauweise
Roof covering system with roof elements for a waffle slab construction
Système de recouvrement avec des eléments de toiture pour construction en cassettes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
07.05.1983 DE 3316856
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.1984 Patentblatt 1984/46 |
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Patentinhaber: VEREINIGTE ALUMINIUM-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-53117 Bonn (DE) |
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Erfinder: |
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- Bures, Wolfgang
D-5205 St. Augustin 2 (DE)
- Fick, Karlfriedrich
D-5205 St. Augustin 1 (DE)
- Müller, Manfred
D-5300 Bonn 1 (DE)
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Vertreter: Müller-Wolff, Thomas, Dipl.-Ing. |
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c/o
VAW aluminium AG
Patentabteilung
Postfach 2468 53014 Bonn 53014 Bonn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AU-B- 19 798 DE-A- 3 149 341 FR-A- 2 057 728
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AU-B- 43 313 FR-A- 1 321 562 NL-A- 7 210 077
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Dacheindeckungssystem mit Dachelementen in Kassettenbauweise,
deren Verlegung ohne Falz-und Bördelarbeiten erfolgt, bestehend aus jeweils einem
Untergurt, zwei Stegen, jeweils an die Stege anschließenden zu den Rändern hin offenen
Verbindungsflanschen und mit Befestigungselementen, wobei an dem ersten Steg, der
unter einem Haken des Befestigungselements verankert ist, eine trapezförmige Sicke
und am Verbindungsflansch des benachbarten Dachelements eine hakenförmige Klinke angeordnet
ist, die in die trapezförmige Sicke unter dem Verbindungsflansch eingreift und diesen
umfaßt (z. B. AU-B-4 331 368).
[0002] Aus der AU-B-4 331 368 sind Dachelemente bekannt, bei deren Montage keine Falz- oder
Bördelarbeiten an den Verbindungsflanschen notwendig sind. Ein Nachteil der bekannten
Dachelemente liegt darin, daß durch die Formgebung der Befestigungselemente die abzuleitenden
Kräfte exzentrisch zur Schwerachse der Befestigungselemente wirken und dadurch ein
zusätzliches Biegungsmoment hervorrufen. Die Querschnittsform der im oberen Bereich
des Steges angordneten Sicke ist ungünstig hinsichtlich der Ableitung von Querkräften,
da sich die Sicke unter dieser Belastung zusammendrückt. Außerdem ergibt sich aus
der Formgebung der einseitig angeordneten rechteckförmigen Sicke, daß bei Belastung
von oben die hakenförmige Klinke auffedert und bei nachfolgender Belastung von unten
aus der Sicke herausspringt. Beim Überschreiten der Tragkapazität des Befestigungsbereichs
löst sich das Dachelement von den Befestigungselementen, da ein Resttragvermögen nicht
vorhanden ist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die o.a. Nachteile zu vermeiden und die
bekannten Dachelemente so zu verbessern, daß sie auch bei hohen Windbelastungen absolut
sicher verankert sind. Dies Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den Ansprüchen
genannten Merkmale gelöst.
[0004] Es hat sich gezeigt, daß beim Dachelement der erfindungsgemäßen Art durch die besondere
Formgebung der Befestigungselemente die abzuleitenden Kräfte durch die Schwerachse
der Befestigungselemente geführt und durch zusätzliches Ausformen einer dreieckförmigen
Sicke im Steg des obenliegenden Bleches beide Stege bei äußerer Belastung von unten
zur Lastabtragung herangezogen werden können.
[0005] Außerdem wird durch die Dreieckform dieser Sicke und durch das Umformen der Sicke
im Steg des untenliegenden Bleches zu einer Trapezform das Dachelement gegen Druckbeanspruchung
ausgesteift und eine günstige Ableitung von Querkräften ermöglicht. Durch die Verkürzung
der ebenen Stegflächen werden die übertragbaren Querkräfte vergrößert und durch die
Neigung der Sickenschenkel ein Anpressen der Stege an die Befestigungselemente nach
dem Überschreiten der Tragkapazität des Befestigungsbereiches, also ein Resttragvermögen
bei Belastung des Dachelementes von unten, erreicht.
[0006] Die Verlegemöglichkeit des Dachelementes ohne Falz- und Bördelarbeiten soll erhalten
bleiben.
[0007] Es hat sich auf Grund zahlreicher Testversuche gezeigt, daß mit dieser Konstruktion
eine feste Verbindung hergestellt werden kann, die sofort nach der Montage belastbar
ist. Es sind keine zusätzlichen Verbindungsarbeiten notwendig. Die Haltekräfte im
Befestigungsbereich sind um ca. 100 % vergrößert.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 = Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Dachelement,
Fig. 2 = Teil-Querschnitt durch zwei benachbarte Dachelemente im Bereich des Befestigungselementes.
[0009] Das Dachelement gemäß Fig. 1 besteht aus dem Untergurt 2, zwei Stegen 3,4 mit angeformten
Verbindungsflanschen 8, 9 und Befestigungselement 1. In dem Steg 3 ist eine trapezförmige
Sicke 5, in dem Steg 4 eine dreieckförmige Sicke 6 angeordnet, die auf Grund ihrer
Formgebung in die Haken 10, 11 des Befestigungselementes 1 einrasten. Am Verbindungsflansch
9 ist eine hakenförmige Klinke 7 angeordnet, die in die trapezförmige Sicke 5 unter
dem Verbindungsflansch 8 eingreift und als Druckausgleichskammer gegen das Eindringen
von Wasser wirkt.
[0010] Bei der Montage mehrerer Dachelemente wird gemäß Fig. 2 die Verbindung durch einfaches
Eindrehen der ineinandergesteckten Teile unter Einbeziehung des Befestigungselements
1 hergestellt. Die eingerasteten Dachelemente stützen sich mit den Sicken 5, 6 an
den Haken 10, 11 des Befestigungselementes 1 ab, wodurch bei äußerer Belastung des
Dachelementes von unten eine gleichmäßige Einleitung der Kräfte in beide Stege 3,4
erfolgt und das Befestigungselement 1 zentrisch belastet wird. Durch ihre Querschnittsform
wirken die Sicken 5, 6 bei dieser Art der Belastung als elastisch gebettete Druckstäbe
und werden zur Aussteifung der Stege 3, 4 herangezogen. Durch die Neigungswinkel a,
β der Stege 3, 4 im Bereich der Sicken 5, 6 im bevorzugten Bereich von 40 - 50° und
durch die geringe Länge der ebenen Stegflächen 3, 4 unter den Sicken 5, 6 wird eine
günstige Ableitung der auftretenden Querkräfte ermöglicht. Ferner wird dadurch ein
Verklammern der Stege 3,4 unter den Haken 10, 11 des Befestigungselements 1 nach dem
Überschreiten der Tragkapazität des Befestigungsbereiches - also ein Resttragvermögen
- bei Belastung des Dachelementes von unten erreicht.
[0011] Die Verklammerung der einzelnen Dachelemente ist steif genug und ermöglicht ohne
zusätzliche Verbindungsarbeiten eine sofortige Belastung.
1. Dacheindeckungssystem mit Dachelementen in Kassettenbauweise, deren Verlegung ohne
Falz- und Bördelarbeiten erfolgt, bestehend aus jeweils einem Untergurt (2), zwei
Stegen (3, 4), jeweils an die Stege anschließenden zu den Rändern hin offenen Verbindungsflanschen
(8, 9) und mit Befestigungselementen (1), wobei an dem ersten Steg (3), der unter
einem Haken (11) des Befestigungselements (1) verankert ist, eine trapezförmige Sicke
(5) und am Verbindungsflansch (9) des benachbarten Dachelements eine hakenförmige
Klinke (7) angeordnet ist, die in die trapezförmige Sicke (5) unter dem Verbindungsflansch
(8) eingreift und diesen umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement
(1) einen weiteren Haken (10) aufweist, der unterhalb in die dem anderen Haken (11)
entgegengesetzte Richtung weisend angeordnet ist, daß der zweite Steg (4) eine dreieckförmige
Sicke (6) aufweist, die unter dem weiteren Haken (10) des Befestigungselements (1)
eingreift und
daß die Stege (3, 4) gleich lang und symmetrisch zu den Befestigungselementen (1)
angeordnet sind.
2. Dachelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigungswinkel (a,
β) der Stege (3, 4) im Bereich der Sicken (5, 6) im Bereich von 40 - 50 Grad liegen.
1. A roof covering system for waffle slab construction, the roof covering consisting
of interlocking plates which are secured in place without any folding or flanging
being necessary, each plate consisting of a lower or middle web (2), two riser webs
(3,4), extending outwards from which are connecting webs (8, 9), the system also comprising
anchoring devices; the first riser web (3), which engages under a retainer rib (11)
of the anchoring device (1), having a trapezoidal channel (5); the connecting flange
(9) of the second riser web (4) having a catch-hook (7) which engages in the trapezoidal
channel (5) under the connecting web (8), which it embraces, characterized in that
the anchoring device (1) has a second retainer rib (10) projecting in the opposite
direction and lower down than the first retainer rib (11); the second riser web (4)
having a triangular channel (6) which engages under the second retainer rib (10) of
the anchoring device (1); the two riser webs (3, 4) having the same lengths and being
disposed symmetrically with respect to the anchoring device (1).
2. A roof covering system as claimed in Claim 1, characterized in that the slope angles
(alpha, beta) of the lower walls of the channels (5, 6) are in the range approximately
between 40 and 50' .
1. Système de couverture de toits comportant des éléments de toiture du type cassette
dont la pose s'effectue sans travaux de pliage ni de bordage, et dont chacun est composé
d'un panneau (2), de deux ailes (3,4), et de nervures d'assemblage (8, 9) qui se raccordent
respectivement aux ailes et qui s'ouvrent vers les bords, et des éléments de fixation
(1), système dans lequel une moulure (5) à profil de trapèze est prévue sur la première
aile (3), qui s'ancre sous un crochet (11) de l'élément de fixation (1), et un mentonnet
(7) à profil de crochet est prévu sur la nervure d'assemblage (9) de l'élément de
toiture adjacent, ce mentonnet s'engageant dans la moulure (5) à profil de trapèze,
au-dessous de la nervure d'assemblage (8) , et enveloppant cette nervure, caractérisé
en ce que l'élément de fixation (1) présente un autre crochet (10) qui est disposé
au-dessus du niveau du crochet (11), et est dirigé en sens inverse de celui-ci, en
ce que la deuxième aile (4) présente une moulure triangulaire (6) qui s'engage au-dessous
de l'autre crochet (10) de l'élément de fixation, et en ce que les ailes (3, 4) sont
de même longueur et disposées symétriquement par rapport aux éléments de fixation
(1).
2. Elément de toiture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les angles d'inclinaison
( a, β) des ailes (3,4), dans la région des moulures (5, 6), sont contenus dans l'intervalle
de 40 à 50'.
