[0001] Die Erfindung betrifft eine transportierbare,quaderförmige Kabine zur Aufnahme von
Geräten und Bedienungspersonal, mit einem Metallrahmen, wobei die Wände Sandwich-Platten
sind, die von Stringern verstärkt werden und die Stringer der Innenseiten senkrecht
zu den Strin
gern der Aussenseiten verlaufen.
[0002] Bekannt ist eine Kabine (DE-OS 32 17 746), die mit Geräten oder Arbeitsplätzen eingerüstet
wird, die Bedienungspersonal aufnehmen kann und auf Nutzfahrzeugpritschen leicht lösbar
befestigt werden kann. Insbesondere eignet sich diese Kabine für militärische Zwecke
zur Aufnahme von Werkstatt- oder Sanitätseinrüstun
gen. Sie kann auf Lastkraftwagen mit einer Zuladung von 2 - 5 to verzurrt werden. Die
Kabine besitzt einen Metallrahmen mit Eckbeschlägen und hat die Form eines geschlossenen
Quaders. In den Wandplatten an der Innenseite sind vertikal verlaufende Zuganker (Stringer)
- in Bodensektion und Deckenteil quer zur Fahrtrichtung verlaufende Zuganker - eingeschäumt,
die die Innenwände unterbrechen und an denen Punktlasten oder ein horizontal verlaufendes
C-Schienensystem innerhalb der Kabine befestigt werden kann. In den Wandplatten an
den Aussenseiten sind horizontal verlaufende Zuganker (Stringer) eingeschäumt, die
die Aussenwände nicht durchbrechen und zur Versteifung der Wandplatten dienen. Die
Strin
ger werden als Verbindungselemente mit den Eckprofilen verwendet, die die einzelnen
Wandplatten zur Kabine verbinden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kabine zu schaffen, die leicht, stabil
und langlebig ist, die kostengünstig herzustellen ist, eine variable Einrüstung erlaubt
und eine gute Wärmedämmung aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die in Anspruch 1 und 2 genannten
Merkmale.
[0005] Die erfindungsgemässen zweigeteilten Strin
ger werden als Vertikalstrin
ger an der Innenseite der Kabine eingesetzt und erhöhen die Variabilität des Innenraumes.
Die Wärmedämmung wurde durch Einsatz von wärmeisolierenden Stücken zwischen Aussenwand
und Innenwand nochmals verbessert.
[0006] Es besteht keine metallische Verbindung der Innenwand mit der Aussenwand.
[0007] Die Länge der Kabinen kann durch Verwendung verschiedener Längen der gefalzten Wandbleche
und die Verwendung beliebig langer Stranggußprofile einfach geändert werden.
[0008] Die Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 9 näher erläutert.
[0009] Es zeigen:
Figur 1 den Aufbau einer Innenwand,
Figuren 2, 3 und 4 den Aufbau eines Wandteiles,
Figur 5 die statische Grundzelle,
Figuren 6 und 7 die Verbindung von Wandteilen,
Figur 8 einen Kabinendurchbruch und
Figur 9 ein variables C-Schienensystem.
[0010] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Aufbaus eines Vertikalstringers
70, der Teil einer Innenwand ist, bestehend aus dem inneren Stringerteil 72 und dem
äusseren Stringerteil 74. Die beiden Teile 72, 74 sind als Aluminiumstrangpreßprofile
hergestellt und besitzen geeignet geformte Vorsprünge und Nuten, die ein Zusammenschnappen
der beiden Teile 72, 74 und ein gleichzeitiges Festklemmen der Innendeckplatten 76,
78 erlauben. Die Innendeckplatten 76, 78 sind hier als gerollte und doppelt gefalzte
Alu-Blechprofile ausgebildet. Die Vorsprünge 80, die in die Nuten 82 eingreifen, sichern
den Formschluß der zwei Stringerteile 72, 74. Die Vorsprünge 84 und 86 klemmen die
Falze der Innendeckplatten 76,78 fest. Die Vorsprünge 90 sichern durch Eingreifen
in die Nuten 92 das exakte Aufeinanderliegen der Stringerteile 72, 74.
[0011] Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Sandwichplatte 94, die z.B. als Seitenwandplatte verwendet werden kann, bestehend
aus der Aussendeckplatte 96, dem Hartschaum 38, den Innendeckplatten 76, 78 und dem
Vertikalstringer 70 mit integriertem Zuganker 98 und integrierter C-Schiene 100 im
äusseren Stringerteil 74. Der innere Stringerteil 72 ist an seiner Oberfläche (z.B.
durch Längsrillen) für die Verklebung mit PU-Schaum vorbehandelt.
[0012] Figur 3 zeigt ein Schnittbild eines Wandteiles 102, hier das Abschlußprofil 104 und
die Sandwichplatte 94. Das Abschlußprofil 1O4 schliesst die Sandwichplatte 94 an deren
Längsseiten (horizontal) ab. Es umfasst die Kante der Aussendeckplatte 96 und die
Kanten der Innendeckplatten 76, 78
r schützt den Schaum 38 vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und punktuellen Belastungen,
gibt dem Wandteil 102 Stabilität und bietet Befestigungsmöglichkeiten mit anderen
Wandteilen. Das Abschlußprofil 104 enthält einen formstabilen Einsatz 106 aus schlecht
wärmeleitendem Material zur Vermeidung von (metallischen) Kältebrücken zwischen den
Innendeckplatten 76, 78 und der Aussendeckplatte 96. Das Abschlußprofil 104 wird mit
Schrauben 107 an den in den
[0013] Vertikalstringern 70 integrierten Zugankern 98 befestigt. Der innere Vorsprung 108
dient zur Befestigung des anliegenden Bauteils, z.B. der Deckensektion. Der äussere
Vorsprung 110 dient zur Befestigung eines Randprofils.
[0014] Figur 4 zeigt ein weiteres Schnittbild des Wandteils 102, hier das Abschlußprofil
112 und die Sandwichplatte 94. Das Abschlußprofil 112 schliesst die Sandwichplatte
94 an der Stirnseite (vertikal) ab. Es umfasst die Kante der Aussendeckplatte 96 und
den vertikalen Falz der Innendeckplatte 76. Das Abschlußprofil 112 enthält in dieser
Ausführung zwei C-Schienen 114, drei Zuganker 116, einen Hohlkasten 118 zur Erhöhung
der Stabilität und den wärmeisolierenden Einsatz 122.
[0015] Figur 5 zeigt die aus den zwei Wandteilen 102, 124, dem Deckenteil 126 und der Bodensektion
128 gebildete statische Grundzelle 130. Abschlußprofile der Stirnseiten, Schaumplatten
und Aussendeckplatten sowie die Längsstringer sind - in der Figur 5 weggelassen. Die
Abschlußprofile 104 der Seitenwände 102, 124 werden mit den entsprechenden Abschlußprofilen
132 der Bodensektion 128 und des Deckenteils 126 verschraubt. Die Randprofile 134,
die die Abschlußprofile 104 und 132 miteinander verbinden, liefern zusätzliche Steifigkeit.
Die statische Grundzelle 130 ist ein selbsttragendes starres Gerüst, das durch die
beiden Endwände (Vorderwand und Rückwand) verwindungssteif gemacht wird.
[0016] Eventuell auftretende Scherkräfte werden so vom Schaum ferngehalten.
[0017] Figur 6 zeigt die Verschraubung der Wandteile 102, 124 mit dem Deckenteil 126 über
die Abschlußprofile 104 und 132. Dazu werden die in der Innenwandkonstruktion integrierten
Zuganker 136 als durchgehende Verbindungselemente verwendet, so dass die Verbindungszugkräfte
nicht über den Schaum 38 und die Aussendeckplatten 96 übertragen werden, sondern nur
über die Zuganker 136. Die Innenwandkonstruktion des Deckenteils 126 und des Bodenteils
ist entsprechend dem Innenwandaufbau der Seitenteile 102, 124 ausgebildet, wie sie
in Figur 2 gezeigt sind. Zu erkennen sind die wärmeisolierenden Einsätze 106, die
verhindern, dass eine metallische Verbindung zwischen "Aussenhaut" und "Innenhaut"
Kältebrücken bilden kann.
[0018] Figur 7 zeigt die fertige Verbindung des Wandteils 102 mit dem Deckenteil 126, wobei
zusätzlich zur Figur 6 zu den Abschlußprofilen 104, 132 noch das Randprofil 134 angeschraubt
ist. Das Randprofil 134 dichtet gegen Feuchtigkeit ab und erhöht die Stabilität der
ganzen Kabine. Die Randprofile 134 sind mit C-Schienen 137 ausgestattet. Für die Befestigung
von Aussenlasten können so die normalen C-Schienen-Befestigungselemente verwendet
werden.
[0019] Figur 8 zeigt einen Schnitt durch einen Kabinendurchbruch 138, der z.B. im Seitenteil
102 angebracht ist. Der Kabinendurchbruch 138 ist als Doppelrahmenkonstruktion realisiert.
Die beiden Rahmen 140, 142 können aus Aluminium geschweißt oder im Druckguß hergestellt
sein. Ebenso sind Rahmen 140, 142 aus Kunststoff (GFK, Thermoplast) geeignet. Die
Doppelrahmenausführung verhindert Kältebrücken. Als Verbindungsstück 144 werden wärmeisolierende
Materialien, wie z.B. GFK-Einlagen verwendet.
[0020] Figur 9 zeigt das Wandteil 102 mit dem Vertikalstringer 70 und der vertikalen C-Schiene
100. An der C-Schiene 100 ist eine zweite, jedoch horizontal innerhalb der Kabine
verlaufende C-Schiene 146 befestigt,,an der wiederum Lasten befestigt werden können.
Horizontale C-Schienen 146 können in beliebigem Abstand an den vertikalen C-Schienen
100 befestigt werden. So kann innerhalb der Kabine ein variables C-Schienensystem
installiert werden.
1. Transportierbare, quaderförmige Kabine zur Aufnahme von Geräten und Bedienungspersonal,
mit einem Metallrahmen, wobei die Wände Sandwich-Platten sind, die von Stringern verstärkt
werden, und die Stringer der Innenseiten senkrecht zu den Stringern der Aussenseiten
verlaufen, dadurch gekennzeichnet , dass die Stringer aus zwei Strangpreßprofilteilen
(72, 74) bestehen, die mit einem Schnappverbund formschlüssig zusammengesetzt werden können und dass die Strangpreß- profilteile (72, 74) Vorsprünge (80, 84, 86) aufweisen, mit denen zweifache Falze
von Wandflächen (76, 78) festgeklemmt werden können.
2. Kabine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlußprofile
(104, 112, 132) zum Vermeiden von Kältebrücken zwischen Innendeckplatten (76, 78)
und Aussendeckplatten (96) formstabile Einsätze (106, 122) aus schlecht wärmeleitendem
Material enthalten.