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EP 0 124 840 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1987 Patentblatt 1987/28 |
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Anmeldetag: 28.04.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B05C 1/06 |
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Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konsistenz
Apparatus for applying differing consistency fluids
Appareil pour appliquer des liquides ayant une consistance de caractère différent
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
07.05.1983 DE 3317124
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.1984 Patentblatt 1984/46 |
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Anmelder: Teroson GmbH |
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69046 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Tomaschek, Heinz, Dr.
D-6900 Heidelberg (DE)
- Pfulb, Frieder
D-7500 Karlsruhe (DE)
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| (74) |
Vertreter: UEXKÜLL & STOLBERG |
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Patentanwälte
Beselerstrasse 4 22607 Hamburg 22607 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeiten mit
unterschiedlicher Konsistenz, insbesondere feuchtigkeitshärtende Primer oder lösungsmittelhaltige
Lacke, in Form einer streifenförmigen Flüssigkeitsschicht auf eine Fläche, mit einem
einen Körper aus porösem Material aufweisenden Auftragkopf, dem die aufzutragende
Flüssigkeit zuführbar ist und dessen eine ebene Endfläche die Austritts-und Auftragsfläche
für die Flüssigkeit ist.
[0002] Derartige bekannten Vorrichtungen werden beispielsweise in der Automobil-Industrie
benötigt, um auf eine Fahrzeugscheibe einen Primer aufzutragen, mit dessen Hilfe ein
Verkleben der Scheibe mit dem Abdichtmittel bewirkt wird. Dabei ist es erforderlich,
den Primer mit sehr genau verlaufender Kontur der Primerschicht aufzutragen, da sonst
am fertigen Fahrzeug ein unsauberer Verlauf von Dichtungsmittel und Primer zu erkennen
ist.
[0003] Bei den bisher eingesetzten Vorrichtungen wurde als poröses Material des beispielsweise
zylindrischen Körpers Naturfilz verwendet. Der Einsatz eines solchen Körpers führte
jedoch zu einem ungleichmäßigen Konturenverlauf und insbesondere ergab sich an der
Austritts- und Auftragsfläche sehr schnell eine wollartige Verfilzung, die eine ungleichmäßige
Dicke der aufgetragenen Primerschicht zur Folge hatte.
[0004] Der Einsatz von Schaumstoff als Material für den Körper ergab noch schlechtere Ergebnisse,
weil sich ein solcher Körper infolge Quellung verformte.
[0005] Diese Nachteile der bekannten Vorrichtung führten dazu, daß der Primer von Hand mit
einem Pinsel unter Inkaufnahme von unsauberen Konturen mit einem Nadelfilz aufgetragen
wurde. Um jedoch dann einen konturenscharfen Verlauf zu erhalten, wurde zuvor auf
die noch ebene Scheibe durch Siebdruck ein Keramik-Streifen aufgebracht, worauf die
Scheibe erwärmt und in ihre gekrümmte Form gebracht wurde. Der Keramik-Streifen ergab
dann einen optischen Abschluß für das Dichtungsmittel, so daß also Ungleichmäßigkeiten
im Auftrag nicht mehr zu erkennen waren. Ein wesentlicher Nachteil dabei ist jedoch,
daß das Aufbringen der Keramik-Streifen sehr teuer ist.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine einfach aufgebaute Vorrichtung zum Auftragen von
Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konsistenz in Form einer konturenscharfen streifenförmigen
Flüssigkeitsschicht zu schaffen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
derart ausgestaltet, daß der Körper aus einem Filz- oder Vliesmaterial aus synthetischen
Fasern besteht, dessen Luftdurchlässigkeit 1,1 bis 2,5 Liter - cm-
z - Min-1, vorzugsweise 1,4 bis 2,2 Liter - cm-
2 - Min-
1 beträgt, und daß die an die Austritts- und Auftragsfläche anschließende Fläche bzw.
anschließenden Flächen mit einer flüssigkeitsdichten Schicht abgedeckt ist bzw. sind.
[0008] Durch die Verwendung eines Filz- oder Vliesmaterials aus synthetischen Fasern für
den Körper des Auftragkopfes wird die wollartige Verfilzung an der Austritts- und
Auftragsfläche vermieden, die bei Naturfilz auftritt, so daß mit dem Filz- oder Vliesmaterial
der angegebenen Luftdurchlässigkeit und damit Porosität ein konstante Schichtdicke
aufweisender Streifen aus Flüssigkeit mit unterschiedlicher Konsistenz auf eine Fläche
aufgetragen werden kann. Dabei ergibt sich durch die flüssigkeitsdichte Abdeckung
der an die Austritts- und Auftragsfläche anschließenden Fläche bzw. Flächen ein konturenscharfer
Auftrag, weil keine Flüssigkeit aus dieser anschließenden Fläche bzw. aus diesen anschließenden
Flächen austreten und auf die Fläche gelangen kann, auf der der Flüssigkeitsstreifen
erzeugt wird,
[0009] Vorzugsweise sind die synthetischen Fasern des Filz- oder Vliesmaterials Polyesterfasern,
und der Körper kann aus einem Nadelfilz bestehen.
[0010] Die eingesetzten Materialien müssen jedenfalls dem verwendeten Lösungsmittel gegenüber
resistent sein.
[0011] Die flüssigkeitsdichte Schicht für die an die Austritts- und Auftragsfläche anschließende
Fläche bzw. anschließenden Flächen läßt sich durch Schmelzen der in diesem Bereich
vorhandenen synthetischen Fasern erzeugen, etwa durch thermische Behandlungen wie
Kontaktschweißen, Laserstrahlschneiden usw.
[0012] Es ist jedoch auch möglich, die flüssigkeitsdichte Schicht aus einem Folienschlauch
herzustellen, der auf den Körper aufgeschrumpft wird.
[0013] Um die Austritts- und Auftragsfläche des Körpers in immer genau paraleller Lage zu
der Fläche zu halten, auf die die Flüssigkeit aufgetragen werden sqll, und so eine
konstante Schichtdicke zu erhalten, kann der Auftragkopf kardanisch gelagert sein.
[0014] Soll mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ein feuchtigkeitshärtender Primer aufgetragen
werden, etwa auf die Scheiben von herzustellenden Kraftfahrzeugen, so ergibt sich
die Schwierigkeit, daß der Primer bei Unterbrechung des Auftragens beginnt im Körper
und insbesondere an der Austritts- und Auftragsfläche infolge der Luftfeuchtigkeit
auszuhärten. Eine derartige Aushärtung kann beispielsweise nach etwa 5 Minuten erfolgt
sein, so daß dann der Körper für das weitere Auftragen unbrauchbar geworden ist.
[0015] Um bei einem solchen Anwendungsfall das Aushärten des Primers im Körper und an dessen
Austritts- und Auftragsfläche zu verhindern, kann eine die Austritts- und Auftragsfläche
in der von der Fläche abgehobenen Lage des Körpers gegenüber der Umgebungsluft abdichtende
Kappe vorgesehen sein, in deren Innenraum trockenes Schutzgas einleitbar ist und die
eine Austrittsöffnung für das zugeführte Schutzgas hat.
[0016] Auf diese Weise wird also die gefährdete Austritts- und Auftragsfläche des Körpers
und damit auch dessen innerer Teil bei Unterbrechung des Auftragens von einem Raum
mit trockenem Schutzgas umschlossen, das die zunächst noch in der Kappe und damit
in Berührung mit der Austritts- und Auftragsfläche des Körpers befindliche Feuchtigkeit
der Umgebungsluft durch die Austrittsöffnung aus der Kappe abtransportiert. Infolge
des vorhandenen trockenen Schutzgases besteht daher nicht die Gefahr eines Aushärtens
des feuchtigkeitshärtenden Primers.
[0017] Ein besonders einfacher mechanischer Aufbau ergibt sich bei einer derartigen Abdeckung
dann, wenn zwei einander ergänzende Teilkappen vorhanden sind, die an einander gegenüberliegenden
Seiten des Körpers angeordnet werden und zwischen einer zurückgezogenen Lage und einer
Abdichtlage bewegbar sind. Die Trennfugenflächen der Teilkappen können in der Abdichtlage
in Eingriff mit einer Dichtung stehen, und die Teilkappen können in der Abdichtlage
an einem an der Halterung für den Körper vorgesehenen 0-Ring anliegen. Auf diese Weise
wird eine einfache Bewegbarkeit der Teilkappen und eine gute Abdichtung gegen die
Umgebungsluft erreicht.
[0018] Der Anschluß für die Zufuhr von Schutzgas liegt vorzugsweise im Bereich zwischen
der Austritts- und Auftragsfläche und der Halterung für den Körper, während die Austrittsöffnung
unterhalb der Austritts- und Auftragsfläche angeordnet sein kann. Dadurch wird die
zunächst in dem Kappeninnenraum noch vorhandene Luftfeuchtigkeit vom Körper und von
der Austritts- und Auftragsfläche weg durch die Austrittsöffnung abtransportiert.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung einen Teilschnitt durch einen Auftragkopf.
Figur 2 zeigt teilweise als Schnitt und teilweise als Ansicht einen Teil eines Auftragkopfes
mit Teilkappen in der Abdichtlage.
Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf die Anordnung aus Figur 2.
[0020] Der in Figur 1 teilweise dargestellte Auftragkopf hat ein Hauptteil 5, auf das von
vorn eine Halterung 4 aufgeschraubt ist. In eine dem Filz angepaßte, beispielsweise
zylindrische Aussparung in der vorderen Fläche der Halterung 4 ist ein Körper 1 eingesetzt
und an seiner Mantelfläche gegenüber der Halterung 4 abgedichtet.
[0021] Die Aussparung kann aber auch jede andere, der Form des Filzes angepaßte Form haben,
beispielsweise kann sie rechteckig, quadratisch, polygonal oder elliptisch sein.
[0022] Der Körper 1 besteht aus einem Nadelfilz aus Polyesterfasern mit einer Luftdurchlässigkeit
von 1,4 bis 2,2 Litern - cm-
2 . Min-' und hat beispielsweise ein Flächengewicht von 1 000 bis 1 300 g/m
2 bei einer Materialdicke von etwa 6 mm. Die der festgeklebten Fläche gegenüberliegende
Austritts- und Auftragsfläche 3 des Körpers 1 ist eben oder gewölbt. An der Umfangsfläche
des beispielsweise zylindrischen Körpers 1 ist durch Schmelzen der Polyesterfasern
eine flüssigkeitsdichte Schicht 2 erzeugt, so daß aus dieser Umfangsfläche keine Flüssigkeit
austreten kann.
[0023] Mit dem Auftragkopf aufzutragende Flüssigkeit wird über einen Anschluß 7 und Strömungswege
6 zur in Figur 1 oberen Fläche des Körpers 1 befördert, durchdringt den porösen Körper
1 und tritt dann an der Austritts- und Auftragsfläche 3 aus, so daß durch Bewegen
des Auftragkopfes über eine Fläche auf dieser ein Flüssigkeitsstreifen konstanter
Schichtdicke und konstanter Breite erzeugt werden kann.
[0024] In den Figuren 2 und 3 ist der untere Teil eines Auftragkopfes mit einem Hauptteil
15, einem Ansatz 14 und einem Körper 11 aus synthetischem Filz- oder Vliesmaterial
dargestellt. Der Auftragkopf befindet sich in einer angehobenen Lage, also nicht in
Berührung mit einer Fläche, auf die Flüssigkeit aufgetragen werden soll.
[0025] Um beim Verarbeiten von flüssigkeitshärtendem Primer in dieser Ruhestellung des Auftragkopfes
ein Aushärten des Primers infolge der Luftfeuchtigkeit oder ein Verdampfen des Lösungsmittels
in der Umgebungsluft zu verhindern, ist der vordere Teil des Auftragkopfes, also insbesondere
der Körper 11 von zwei Teilkappen 20, 21 umschlossen, wobei die Fugenflächen der beiden
Teilkappen in Eingriff mit einer elastischen Dichtung 29 stehen, also in diesem Bereich
eine gasdichte Abdichtung erzeugt ist. Ferner liegen die Teilkappen 20 und 21 an einem
im unteren Bereich des Hauptteils 15 befestigten O-Ring 28 an, so daß auch in diesem
Bereich kein Gas von außen eintreten oder nach außen austreten kann.
[0026] In dieser Lage von Auftragkopf und Teilkappen 20, 21 kann über den Anschluß 27, der
etwa auf Höhe des Einsatzes 14, also oberhalb der Austritts- und Auftragfläche des
Körpers 11 liegt, ein trockenes Schutzgas, beispielsweise trockene Luft oder Stickstoff
in den von den Teilkappen 20 und 21 umschlossenen Raum eingeführt werden. Infolge
Zufuhr dieses Schutzgases entsteht in diesem Raum ein geringfügiger Überdruck, so
daß aus der unterhalb des Körpers 11 in der Teilkappe 21 vorgesehenen Austrittsöffnung
26 zunächst noch Luftfeuchtigkeit enthaltende Umgebungsluft und dann später trockenes
Schutzgas austreten kann, also der Zutritt von Luftfeuchtigkeit zur Austritts- und
Auftragsfläche des Körpers 11 zuverlässig verhindert wird.
[0027] Wie dargestellt, sind die Teilkappen 20 und 21 über Lagerstifte 35. 36 bzw. 37. 38
jeweils an einer U-förmigen Halterung 33 bzw. 34 befestigt, wobei Federn 39, 40 und
41, 42 eine Ausrichtung der Teilkappen 20 und 21 bezüglich des Auftragkopfes ermöglichen.
Die Halterung 33 ist mit den Kolbenstangen 22 eines hydraulischen oder pneumatischen
Arbeitszylinders verbunden, dessen Zylinder 24 an einer stationären Stütze 31 befestigt
ist. Entsprechend sitzt die Halterung 34 an den Kolbenstangen 23 eines hydraulichen
oder pneumatischen Arbeitszylinders, dessen Zylinder 25 mit einer stationären Stütze
32 verbunden ist. Die Stützen 31 und 32 sind auf einer Grundplatte 30 befestigt.
[0028] Wie ohne weiteres zu erkennen ist, können die Teilkappen 20 und 21 durch Betätigung
der Arbeitszylinder aus der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Lage in Richtung
auf die Stützen 31 und 32 zurückgezogen werden, so daß der Auftragkopf freikommt und
die Austritts- und Auftragsfläche des Körpers 11 auf eine Fläche aufgebracht und über
sie bewegt werden kann, auf der ein Flüssigkeitsstreifen erzeugt werden soll.
[0029] Wird das Auftragen der Flüssigkeit unterbrochen, so wird der Auftragkopf wieder in
die gezeigte Stellung zwischen den Teilkappen 20 und 21 bewegt und die Teilkappen
durch Zufuhr von Arbeitsfluid zu den Arbeitszylindern in die in den Figuren 2 und
3 gezeigte Stellung gefahren, wobei durch die Lagerung mittels der Federn 39, 40 und
41, 42 eine Anpassung der Positionen der Abdeckkappen 20 und 21 an Lageabweichungen
des Auftragkopfes möglich ist.
1. Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konsistenz, insbesondere
feuchtigkeitshärtende Primer oder lösungsmittelhaltige Lacke, in Form einer streifenförmigen
Flüssigkeitsschicht auf eine Fläche, mit einem einen Körper (1) aus porösem Material
aufweisenden Auftragkopf, dem die aufzutragende Flüssigkeit zuführbar ist und dessen
eine Endfläche die Austritts- und Auftragsfläche (3) für die Flüssigkeit ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Körper (1) aus einem Filz- oder Vliesmaterial aus synthetischen
Fasern besteht, dessen Luftdurchlässigkeit 1,1 bis 2,5 Liter cm-2 . Min-1, vorzugsweise 1,4 bis 2,2 Liter · cm-2 · Min-1 beträgt, und daß die an die Austritts- und Auftragsfläche (3) anschließende Fläche
bzw. anschließenden Flächen mit einer flüssigkeitsdichten Schicht (2) abgedeckt ist
bzw. sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die synthetischen Fasern
Polyesterfasern sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (1)
aus einem Nadelfilz besteht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigkeitsdichte
Schicht (2) aus geschmolzenem, ausgehärteten Material der synthetischen Fasern besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigkeitsdichte
Schicht (2) aus einem Schlauch aus auf den Körper (1) aufgeschrumpfter Folie besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftragkopf
kardanisch gelagert ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zum Auftragen eines feuchtigkeitshärtenden
Primers oder eines lösungsmittelhaltigen Lacks, gekennzeichnet durch mindestens eine
die Austritts- und Auftragsfläche in der von der Fläche abgehobenen Lage des Körpers
(11) gegenüber der Umgebungsluft abdichtende Kappe (20, 21), in deren Innenraum trockenes
Schutzgas einleitbar ist und die eine Austrittsöffnung (26) für das zugeführte Schutzgas
hat.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch zwei einander ergänzende Teilkappen
(20, 21), die an einander gegenüberliegenden Seiten des Körpers (11) angeordnet und
zwischen einer zurückgezogenen Lage und einer Abdichtlage bewegbar sind, wobei die
Trennfugenflächen der Teilkappen (20, 21) in der Abdichtlage in Eingriff mit einer
Dichtung (29) stehen und die Teilkappen (20, 21) in der Abdichtlage an einem an der
Halterung (15) für den Körper (11) vorgesehenen O-Ring (28) anliegen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (27)
für die Zufuhr von Schutzgas im Bereich zwischen der Austritts- und Auftragsfläche
und der Halterung für den Körper (11) und die Austrittsöffnung (26) unterhalb der
Austritts- und Auftragsfläche vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Körper (1) eine ebene, eine konvexe oder eine konkave Austritts- und Auftragsfläche
(3) besitzt.
1. Apparatus for applying liquids of different consistencies, in particular moisture-curing
primers or solvent-containing paints, in the form of a striplike liquid layer to a
surface, comprising an applicator head which has a body (1) of porous material and
which is suppliable with the liquid to be applied and one end-surface of which is
the discharge and application surface (3) for the liquid, characterized in that the
body (1) consists of a felt or web material which is made of synthetic fibres and
the air permeability of which is 1.1 to 2.5 litre - cm-2 . min-1, preferably 1.4 to 2.2 litre. cm-2 · min-1, and in that the surface or surfaces adjoining the discharge and application surface
(3) is or are covered with a liquid-tight layer (2).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the synthetic fibres are
polyester fibres.
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the body (1) consists
of a needle felt.
4. Apparatus according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the liquid-tight
layer (2) consists of molten, hardened material of the synthetic fibres.
5. Apparatus according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the liquid-tight
layer (2) consists of a tube of film shrunk onto the body (1).
6. Apparatus according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that the applicator
head' has a cardan mounting.
7. Apparatus according to any one of Claims 1 to 6, for applying a moisture-curing
primer or a solvent-containing paint, characterized by at least one cap (20, 21) which
seals off, from the ambient air, the discharge and application surface when the body
(11) is in the position lifted off the surface and into the interior of which dry
protective gas can be introduced and which has a discharge orifice (26) for the supplied
protective gas.
8. Apparatus according to Claim 7, characterized by two mutually complementary part
caps (20, 21) which are arranged at opposite sides of the body (11) and which are
movable between a retracted position and a sealing-off position, the commissure surfaces
of the part caps (20, 21) being in the sealing-off position in engagement with a seal
(29), and the part caps (20, 21) in the sealing-off position resting against an 0-ring
(28) provided at the holder (15) for the body (11).
9. Apparatus according to Claims 7 or 8, characterized in that the connection point
(27) for the supply of protective gas is provided in the zone between the discharge
and application surface and the holder for the body (11) and the discharge orifice
(26) is provided beneath the discharge and application surface.
10. Apparatus according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that the body
(1) has a planar, a convex or a concave discharge and application surface (3).
1. Appareil pour appliquer des liquides ayant une consistance de caractère différent,
en particulier une couche de fond durcissant à l'humidité ou bien des vernis contenant
un solvant, sous la forme d'une couche du liquide en striations, sur une surface,
avec une tête d'application présentant un corps (1) en matériau poreux, à laquelle
peut être conduit le liquide à appliquer et dont une surface extrême est la surface
de sortie et d'application (3) du liquide, caractérisé en ce que le corps (1) se compose
d'un matériau de feutre ou d'étoffe nappée en fibres synthétiques dont la perméabilité
à l'air est comprise entre 1,1 et 2,5 titres - cm-2. mn-1, avantageusement entre 1,4 et 2,2 litres . cm-2 . mn-1 et en ce que la surface ou respectivement les surfaces adjacentes à la surface de
sortie et d'application (3) et ou respectivement sont couvertes d'une couche (2) étanche
au liquide.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fibres synthétiques
sont des fibres de polyester.
3. Appareil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps (1) se compose
d'un feutre aiguilleté.
4. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la couche (2) étanche au liquide se compose de la matière durcie et fondue des fibres
synthétiques.
5. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la couche (2) étanche au liquide se compose d'un tuyau flexible en une feuille enfilée
sur le corps (1).
6. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
la tête d'application est montée à la Cardan.
7. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, pour l'application d'une
couche de fond durcissant à l'humidité ou d'un vernis contenant un solvant caractérisé
par au moins une coiffe (20, 21) étanchéifiant la surface de sortie et d'application,
vis-à-vis de l'air environnant, à la position relevée du corps (11), dans l'espace
interne de laquelle peut être introduit de l'air protecteur sec et qui a une ouverture
de sortie (26) du gaz protecteur introduit.
8. Appareil selon la revendication 7, caractérisé par deux coiffes partielles se complétant
mutuellement (20, 21) qui sont disposées sur les côtés en vis-à-vis du corps (11)
et sont mobiles entre une position retirée et une position d'étan- chéification, les
surfaces de séparation des coiffes partielles (20, 21) à la position d'étanchéifica-
tion étant en engagement avec une étanchéité (29) et les coiffes partielles (20, 21)
reposent, à la position d'étanchéification, sur un joint torique (28) prévu sur le
support (15) du corps (11).
9. Appareil selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le raccordement (27)
pour l'alimentation de gaz protecteur est prévu dans la zone entre la surface de sortie
et d'application et le support du corps (11) et l'ouverture de sortie (26) est en-dessous
de la surface de sortie et d'application.
10. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
le corps (1) possède une surface de sortie et d'application (3) plane, convexe ou
concave.

