[0001] Die Erfindung betrifft einen Ritzer zur formschlüssigen Aufnahme in einer Tragleiste
eines Holzzerspanungswerkzeuges, vorzugsweise einer Messerwelle, bestehend aus einem
quadratischen oder rechteckigen Ritzerplättchen, das an zwei sich gegenüberliegenden
Rändern parallel zueinander liegende Ritzkanten aufweist, zwischen denen mittig aus
den Flachseiten des Ritzerplättchens je ein Ansatz zum formschlüssigen Eingriff in
entsprechende Ausnehmungen der Tragleiste ragt, wobei die beiden miteinander fluchtenden
Ansätze spiegelbildlich zur Ritzkanten-Ebene angeordnet und spiegelbildlich zur Mittelsenkrechten
dieser Ritzkanten-Ebene ausgebildet sind.
[0002] Ein derartiger Ritzer läßt sich der DE-OS 31 20 249 entnehmen. Offenbart ist eine
Messerwelle, in deren Messerwellenkörper ein hakenförmiger Formschluß eingeschraubt
ist, in den eine Verschleißleiste eingreift, gegen die sich ein Schneidmesser mit
durchgehender Schneide mit seinem Rücken abstützt. Diese Verschleißleiste bildet die
vorstehend erwähnte Tragleiste, in die Einschubschlitze eingearbeitet sind, in die
rechteckige
Ritzer- plättchen eingeschoben sind. Jedes dieser Ritzerplättchen weist einen ihn beidseitig
überragenden Stift auf, der in zum Schneidmesser offene Einschubnuten der Tragleiste
eingreift. Dieser Stift bildet die vorstehend erwähnten Ansätze und ermöglicht aufgrund
seiner Ausbildung und Anordnung ein Wenden des Ritzers um 180° um die Achse der Ansätze
sowie senkrecht hierzu, so daß jeder Ritzer vierfach verwendbar ist.
[0003] Eine konstruktiv etwas andere Ausbildung eines vierfach verwendbaren Ritzers zeigt
das DE-GM 76 16 598.
[0004] Die Ritzer unterliegen aufgrund der beim Zerspanungsvorgang auf sie einwirkenden
hochfrequenten Schläge einer hohen Belastung, die im Bereich der genannten Ansätze
bzw. der ihnen zugeordneten Formschlußausnehmungen in der Tragleiste zu hohen Flächenpressungen
führen. Letztere führen schließlich zu Oberflächendeformationen im Sitzbereich der
Ritzer. Dies führt zu einer Lockerung der Ritzer und damit zu einer Spurverbreiterung,
die einen erhöhten Feingutanteil bei der Zerspanung und ggf. auch einen Bruch des
Ritzers zur Folge hat.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den eingangs erläuterten Ritzer hinsichtlich
seiner Lagerung zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß in Draufsicht auf die
ritzkantenfreie Stirnseite des Ritzers jeder Ansatz die Form eines Kreisscheibensegmentes
aufweist.
[0007] Diese Ausbildung des Ritzers führt zu seiner optimalen Befestigung in der Tragleiste,
in der zur Aufnahme eines Ritzers lediglich ein Schlitz sowie eine Sackbohrung vorgesehen
werden müssen, deren Herstellung besonders einfach ist. Die auf den Ritzer wirkenden
hohen Belastungen lassen sich in einem zylindrischen Sitz praktisch spielfrei aufnehmen,
denn ein aus Paßbohrung und Zapfen bestehender zylindrischer Sitz ergibt hinsichtlich
einer Spieleinengung eine optimale Lösung.
[0008] Ritzerplättchen und Ansätze sind vorzugsweise einteilig ausgebildet und können dann
zweckmäßig aus Sintermetall bestehen. Der Ritzer läßt sich also als gepreßtes Formstück
herstellen; dies bedeutet absolute Formgleichheit und Genauigkeit untereinander.
[0009] Jeder Ansatz kann durch eine parallel zur Ritzkanten-Ebene verlaufende Sekante abgeflacht
sein. Hierdurch läßt sich teueres Sintermetall einsparen, ohne daß dadurch der Sitz
hinsichtlich seiner Führungsgenauigkeit nennenswert beeinträchtigt wird.
[0010] In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Figur 1 im Ausschnitt einen Querschnitt durch eine in eine Messerwelle eingebaute
Messerhalterung;
Figur 2 in Draufsicht und im Ausschnitt eine Tragleiste mit einem eingeschobenen Ritzer
und
Figur 3 in vergrößertem Maßstab den Ritzer gemäß Figur 2.
[0011] Die in Figur 1 dargestellte Messerhalterung dient zur Festlegung eines Schneidmessers
1 mit durchgehender Schneide in einer Messerwelle 2. In dem Messerwellenkörper ist-ein
hakenförmiger Formschluß 3 eingeschraubt, in den eine Tragleiste 4 eingreift, gegen
die sich das Schneidmesser 1 mit seinem Rücken abstützt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Schneidmesser 1 mit der Tragleiste 4 verschraubt.
[0012] Die Tragleiste 4 dient außerdem zur Aufnahme von Ritzern 5. Für jeden Ritzer 5 sind
in der Tragleiste 4 ein Schlitz 6 sowie eine Sackbohrung 7 vorgesehen, (siehe insbesondere
die rechte Darstellung in Figur 2).
[0013] Der Ritzer 5 besteht aus einem rechteckigen Ritzerplättchen 8, das an zwei sich gegenüberliegenden
Rändern parallel zueinander liegende Ritzkanten 9 aufweist. Zwischen den Ritzkanten
9 ragt mittig aus den Flachseiten des Ritzerplättchens 8 je ein Ansatz 10 zum formschlüssigen
Eingriff in die durch die Sackbohrung 7 gebildeten Ausnehmungen in der Tragleiste
4. Figur 3 läßt erkennen, daß die beiden Ansätze 10 miteinander fluchten und spiegelbildlich
zur Ritzkanten-Ebene 11 angeordnet sowie spiegelbildlich zur Mittelsenkrechten 12
dieser Ritzkanten-Ebene ausgebildet sind. Figur 3 zeigt die Draufsicht auf die ritzkantenfreie
Stirnseite des Ritzers 5. In dieser Blickrichtung weist jeder Ansatz 10 die Form eines
Kreisscheibensegmentes mit dem Durchmesser D auf, wobei gemäß Ausführungsbeispiel
jeder Ansatz 10 durch eine parallel zur Ritzkanten-Ebene 11 verlaufende Sekante 13
abgeflacht ist.
1. Ritzer (5) zur formschlüssigen Aufnahme in einer Tragleiste (4) eines Holzzerspanungswerkzeuges,
vorzugsweise einer Messerwelle (2), bestehend aus einem quadratischen oder rechteckigen
Ritzerplättchen (8),:das an zwei sich gegenüberliegenden Rändern parallel zueinander liegende Ritzkanten
(9) aufweist, zwischen denen mittig aus den Flachseiten des Ritzerplättchens (8) je
ein Ansatz (10) zum formschlüssigen Eingriff in entsprechende Ausnehmungen (7) der
Tragleiste (4) ragt, wobei die beiden miteinander fluchtenden Ansätze (10) spiegelbildlich
zur Ritzkanten-Ebene (11) angeordnet und spiegelbildlich zur Mittelsenkrechten (12)
dieser Ritzkanten-Ebene (11) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in Draufsicht
auf die ritzkantenfreie Stirnseite des Ritzers (5) jeder Ansatz (10) die Form eines
Kreisscheibensegmentes aufweist.
2. Ritzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ritzerplättchen (8) und Ansätze
(10) einteilig ausgebildet sind.
3. Ritzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß .er aus Sintermetall besteht.
4. Ritzer nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ansatz (10)
durch eine parallel zur Ritzkanten-Ebene (11)verlaufende Sekante (13) abgeflacht ist.