[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von in der Mantelfläche
gelochten Rundrohren mit einem Dorn, der mit einem Ende in der Vorrichtung gelagert
und über dessen anderes Ende das Rohr aufschiebbar ist und der im Stanzbereich ein
der Rohrinnenform angepaßtes Stützelement aufweist, dem ein außen am Rohr anliegendes
Halteelement zugeordnet ist, durch das von außen mehrere, entlang einer Mantellinie
des Rohres angeordnete Stempel eines Stanzwerkzeuges hindurchgeführt sind, wobei die
Stempel ein gemeinsames Betätigungselement aufweisen.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus der US-PS-3 538 735 bekannt. Es handelt sich dort
um eine Vorrichtung, welche vier über den Umfang des Rohres verteilt angeordnete Stanzwerkzeuge
umfaßt. Das Rohr läßt sich über einen Dorn aufschieben, welcher der Innenform des
Rohres angepaßt ist und zudem gleichzeitig als Stützelement dient. Konzentrisch um
diesen Dorn ist unter Freilassung eines Ringspaltes für das einzusetzende Rohr ein
Halteelement angeordnet, durch welches die Stempel der einzelnen Stanzwerkzeuge hindurchgeführt
sind. Die Betätigung der einzelnen Stanzwerkzeuge erfolgt dadurch, daß die Stanzwerkzeuge
radial nach außen gerichtete Stößel aufweisen, die mit geradlinigen Steuerbahnen in
Berührung stehen, welche auf der Innenseite eines die Stanzwerkzeuge umgebenden Ringes
angeordnet sind. Dieser Ring läßt sich mittels eines Hydraulikzylinders verschwenken,
so daß die Stößel beim Überrollen der Stößelbahn radial nach innen gedrückt werden,
wodurch der Stanzvorgang erfolgt.
[0003] Die bekannte Vorrichtung ist relativ aufwendig und unflexibel. Das Halteelement bildet
einen geschlossenen Ring, so daß zur Bearbeitung anderer Rohre praktisch die gesamten
Stanzwerkzeuge ausgewechselt werden müssen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die eine wirtschaftliche Herstellung von gelochten
Rohren unterschiedlicher Größen und Lochmuster ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Dorn beidendig zentriert
in der Vorrichtung gehalten und flankiert von zwei, bezüglich des Rohrquerschnittes
einander diametral gegenüber angeordneten Stützelementen als Anpreßdorn ausgebildet
ist, wobei jedes Stützelement im Innern einer zum Werkstück offenen Führungshalbschale
angeordnet ist, die durch das Halteelement gebildet ist, und daß die Betätigungselemente
der Stanzwerkzeuge werkstückabhängige Aktivierungsleisten zum wahlweisen Einsatz der
Stempel besitzen und über einen gemeinsamen Vorschubantrieb betätigbar sind.
[0006] Diese Lösung bietet wesentliche Vorteile. Da nun das Halteelement in Form von Führungshalbschalen
gebildet ist, kann es Rohre unterschiedlichen Durchmessers halten. Damit zusammen
wirkt die Ausbildung des Domes als Anpreßdorn, der ermöglicht, daß auch bei Durchmesserabweichungen
stets ein Anliegen der Stützelemente gewährleistet ist.
[0007] Da jedes Stützelement im Innern einer zum Werkstück hin offenen Führungshalbschale
angeordnet ist, die durch das Halteelement gebildet wird, ergänzt die Führungshalbschale
das Stützelement. Zwischen diesen beiden Teilen befindet sich das Werkstück. Es wird
dazwischen gehalten.
[0008] Die Führungshalbschalen können so ausgelegt werden, daß sie für die Aufnahme von
Rohren unterschiedlicher Querschnittsform und Durchmesser geeignet sind. Das Halteelement
unterstützt das Werkstück zumindest im Bearbeitungsbereich, also im vorliegenden Fall
vornehmlich entlang einer Rohr-Mantellinie. Hierfür genügt die ebene Ausbildung des
Halteelementes. Es kann aber auch in seiner Form an das Werkstück so angepaßt sein,
daß es an demselben noch außerhalb des Bearbeitungsbereiches anliegt.
[0009] Die paarweise, einander diametral gegenüberliegende Anordnung der Stützelemente und
der dazugehörigen Stanzwerkzeuge bietet den Vorteil, daß die Stanzkräfte gegeneinander
wirken, so daß die Stützelemente und der Dorn und etwaige sonst noch bei der Bearbeitung
durch die Kräfte beaufschlagte Teile nicht einseitig belastet werden. Einer gleichmäßigen
Belastung kommt auch zugute, daß der Dorn beidendig zentriert in der Vorrichtung gehalten
ist. Er ist daher nämlich gegen seitliches Verrücken gesichert. Da den Stempeln ein
gemeinsames Betätigungselement zugeordnet ist, wird ein gleichmäßiger Arbeitsangriff
des Stanzwerkzeuges ermöglicht.
[0010] Über die Aktivierungsleisten können die Stempel wahlweise eingesetzt werden, ohne
daß ein Antrieb abgeschaltet zu werden braucht. Die Aktivierungsleisten verbinden
nur jeweils diejenigen Stempel mit dem Betätigungselement, die auch tatsächlich für
das betreffende Werkstück zur Bearbeitung herangezogen werden sollen. Andere Stempel,
die zwar beim Stanzwerkzeug vorhanden sind, die aber bei dem zu bearbeitenden Werkstück
nicht eingesetzt werden, werden durch die Aktivierungsleisten nicht mit dem Betätigungselement
verknüpft und nehmen deshalb an der Bearbeitung nicht teil. Sie verharren in ihrer
Bereitschaftsstellung. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich daher auf
einfachste Weisephne große Umbauten der Vorrichtung Rohre in verschiedenen Größen
mit unterschiedlichen Lochmustern herstellen.
[0011] Auch die DE-OS-26 32 713 zeigt und beschreibt eine Vorrichtung zum Stanzen von Löchern
in Hohlprofile. Diese Vorrichtung weist ein Stützelement auf, welches mit Hilfe eines
Domes in Anlage an die Innenwandung des Hohlprofiles gebracht werden kann. Das Anlegen
des Stützelementes wird dadurch erzielt, daß zwei Betätigungsrohre gegeneinander verschoben
werden, wodurch sich der Dorn und das Stützelement verspannen. Jene Vorrichtung unterscheidet
sich jedoch von der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch, daß lediglich eine Stanzvorrichtung
vorgesehen ist. Auch ist nur ein Stützelement vorgesehen, wobei ein Halteelement und
eine beidseitige Zentrierung des Dornes fehlt. Der Dorn ist vielmehr durch das Hohlprofil
selbst nach Art einer schwimmenden Lagerung gehalten.
[0012] Die Literaturstelle "Schnitt-, Stanz- und Ziehwerkzeuge", Springer Verlag, 5. Auflage,
1972 zeigt ebenfalls auf den Seiten 139 ff. Lochvorrichtungen für die Bearbeitung
von Hohlkörpern. Gelocht werden sollen napfförmige Gegenstände, und zwar durch diametral
gegenüberliegende Stanzwerkzeuge. Der zu lochende Gegenstand wird mittels einer Feder
auf einem Dorn gehalten. Der Dorn ist nicht als Anpreßdorn ausgebildet. Außerdem wird
der Napf nicht von Halteelementen umgriffen. Das Lochen von Näpfen größerer Durchmesser
ist auf dieser Vorrichtung nicht möglich.
[0013] In dieser Literaturstelle ist eine weitere Vorrichtung gezeigt, bei welcher ein ebenfalls
napfförmiger Gegenstand auf einem vertikal ausgerichteten Aufnahmedorn angeordnet
ist. Links des napfförmigen Werkstückes ist ein Stanzwerkzeug zum Lochen angeordnet,
während rechts ein Seitenschlitzstempel vorgesehen ist. Beide Werkzeuge werden über
einen gemeinsamen Antrieb betätigt. Der Aufnahmedorn ist jedoch nicht als Spanndorn
ausgebildet. Das Werkstück wird vielmehr durch einen Mittenstempel gehalten, welcher
eine Kopflochung des napfförmigen Werkstückes ausführt. Der Aufnahmedorn ist zudem
nur einseitig eingespannt. Ein als Führungshalbschale ausgebildetes Halteelement ist
nicht vorgesehen.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es im Hinblick auf den Stanzvorgang
vorteilhaft, wenn das Stützelement als eine ein Lochraster enthaltende Matrize ausgebildet
ist. Das Lochraster kann entweder werkstückabhängig ein vorgegebenes Lochbild aufweisen
oder in der Form eines Flächenrasters gehalten sein, das sämtliche möglichen Bohrungspositionen
enthält. Die Ausbildung des Stützelementes als gelochte Matrize erleichtert den Stanzvorgang.
Der Stanzabfall kann durch die Matrize hindurch gestoßen werden.
[0015] Unter anderem im Hinblick auf den selbsttätigen Abtransport des Stanzabfalles ist
es vorteilhaft, wenn das Stanzwerkzeug und die Stützelemente und der Dorn vertikal
ausgerichtet sind. Der Stanzabfall fällt nach dem Stanzen durch sein Eigengewicht
nach unten und kann dort zentral gesammelt werden. Das Ausfallen des Abfalles kann
außerdem durch das Beaufschlagen der Dornbohrung mit Druckluft beschleunigt werden.
Ein einfaches Spannen des Stützelementes wird dadurch erreicht, indem jedes Stützelement
eine sägezahnartige Innenfläche aufweist, der am Anpreßdorn eine sägezahnartige, nach
außen gerichtete Gegenfläche zugeordnet ist. Verschiebt man den Anpreßdorn gegenüber
dem Stützelement, so laufen die einander entgegengerichteten Sägezähne des Stützelementes
und des Anpreßdornes aneinander auf. Bedingt durch die Keilwirkung wird bei einer
axialen Bewegung des Dornes jedes Stützelement radial nach außen an das zu bearbeitende
Rohr gepreßt. Das Lösen erfolgt in der anderen Reihenfolge, indem die Sägezähne voneinander
abgleiten und dadurch das Stützelement vom Werkstück zurückweichen kann.
[0016] Eine einfache Lagerung der Stützelemente ergibt sich dadurch, daß sie am oberen Ende
der jeweiligen Führungshalbschale gehalten sind. Die Werkstücke können auf diese Weise
von unten zwischen die Stützelemente und die Führungshalbschalen eingefahren werden.
[0017] Um die Stempel des Stanzwerkzeuges sicher positionieren zu können ist es günstig,
wenn die Führungshalbschalen mit Führungsbohrungen zur Aufnahme der Stempel versehen
sind. Da die Führungshalbschalen bei der Bearbeitung direkt neben dem Werkstück angeordnet
sind, sind sie in der Lage, die Stempel des Stanzwerkzeuges exakt zu halten und zu
führen.
[0018] Um einen ungleichartigen Arbeitsangriff zu vermeiden ist es vorteilhaft, wenn die
Betätigungselemente zweier oder mehrerer Stanzwerkzeuge einen gemeinsamen Vorschubantrieb
aufweisen. Eine einfache Lösung hierfür besteht darin, daß der Vorschubantrieb zwei
die Stanzwerkzeuge flankierende Schiebekeile umfaßt, denen antriebsseitig Gegenkeile
zugeordnet sind. Mit Vorteil weisen dabei die Gegenkeile ein gemeinsames, von einem
Stellantrieb beaufschlagtes Joch auf. Der Stellantrieb kann zentral den Vorschub bewirken.
Eine ungleichmäßige Bewegung der Stanzwerkzeuge wird vermieden. Gleichzeitig bietet
sich die Möglichkeit zwischen dem Joch und dem Stellantrieb ein Hubeinstellelement
vorzusehen, mit dem in Abhängigkeit von den zu bearbeitenden Werkstücken der Hub verändert
werden kann.
[0019] Für eine Begrenzung des Hubes können zwischen den einander zugeordneten Führungshalbschalen
Distanzblöcke vorgesehen werden. Die Distanzblöcke dienen zur unveränderlichen gegenseitigen
Positionierung der Führungshalbschalen. Sie legen den zwischen einander gegenüber
angeordneten Führungshalbschalen vorhandenen Freiraum fest. Er kann durch die Auswahl
der Distanzblöcke leicht auf verschiedene Werkstücke abgestimmt werden. Ziel der Abstimmung
kann es sein, daß bei dem Anlegen der Führungshalbschalen an den Distanzblöcken die
Werkstücke zwischen den Führungshalbschalen deformierungs- aber auch spielfrei gehalten
sind. Die Distanzblöcke sind durch Eindrehungen auf Führungssäulen mittig zentriert,
so daß die Führungshalbschalen während des Stanzvorganges ebenfalls eine genau zentrische
Lage einnehmen. Dadurch werden außermittige Belastungen des Dornes vermieden.
[0020] Für die Werkstückzufuhr ist es vorteilhaft, wenn eine Hubtisch vorhanden ist, der
um eine vertikale Achse drehbare Werkstückaufnahmen aufweist. Der Hubtisch ermöglicht
es, die Werkstücke von unten zwischen die Stützelemente und die Führungshalbschalen
einzuführen. Er kann in der Bereitschaftsposition einfach mit neuen vorgefertigten
Rohrabschnitten bestückt werden. Auch eine automatische Bestückung ist möglich. Für
die eigentliche Bearbeitung wird der Hubtisch zusammen mit den Werkstücken hochgefahren,
wobei vorteilhafterweise die Möglichkeit besteht, die Werkstücke für die Bearbeitung
unterschiedlich weit hochzufahren, um die Löcher jeweils einer Mantellinie höhenmäßig
gegenüber den Löchern benachbarter Mantellinien zu versetzen. Die Drehlagerung der
Aufnahmen ermöglicht es, die Werkstücke nach dem Stanzen einer vertikalen Lochreihe
einzeln oder gemeinsam schrittweise weiterzudrehen, um weitere Lochreiehn einzustanzen.
[0021] Für die gegenseitige Ausrichtung der Aufnahmen mit dem Dorn ist vorgesehen, daß die
Aufnahmen eine Zentrieröffnung für den Dorn aufweisen. Die Zentrierung findet beim
Hochfahren des Hubtisches statt.
[0022] Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben.
[0023] Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung von Fig. 1,
Figur 3 eine Teildraufsicht auf die Stanzwerkzeuge der Vorrichtung von Fig. 1, gemäß
der Linie 111-111 von Fig. 4,
Figur 4 einen Schnitt durch die in Fig. 3 gezeigten Teile gemäß der Linie IV-IV und
Figur 5 eine Teilansicht des Stellantriebes für die Werkzeugaufnahmen.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 dient zum Herstellen von in der Mantelfläche gelochten
Rohren, insbesondere Schalldämpferrohren. Die Bohre werden außerhalb der Vorrichtung
aus Metallblech geformt und anschließend entlang einer Verbindungskante geschweißt.
Die Erfindung kann aber auch nahtlose Rohre aufnehmen. In jedem Fall sind die Rohre
für die Bearbeitung in der erfindungsgemäßen Vorrichtung bereits abgelängt.
[0025] Die Vorrichtung weist, wie insbesondere in der Seitenansicht von Fig. 1 dargestellt
ist, ein L-förmiges Gestell 2 auf. Die gezeigte Vorrichtung ist als Mehrfach-Stanzvorrichtung
für Rohre ausgebildet. In der oberen Hälfte des Freiraums der L-Form befinden sich
nebeneinander drei Paare von Stanzwerkzeugen 3, die in später noch zu erläuternder
Weise durch einen gemeinsamen Antrieb 4 betätigbar sind. Die Stanzwerkzeuge sind in
einer Halterung 5 gehalten, die am oberen Ende des vertikalen L-Schenkels des Gestells
angeordnet ist. Sie überspannt den Freiraum der L-Form und überragt etwas den horizontalen
L-Schenkel nach vorne.
[0026] Unterhalb der Halterung 5 ist ein Hubtisch 6 angeordnet, der drei in einer Linie
hintereinander befindliche Aufnahmen 7 für Werkstücke 8 aufweist.
[0027] Die Werkstücke bestehen im gezeigten Fall aus drei gleich langen Abschnitten eines
Zylinderrohres. Sie sind strikt vertikal in den Aufnahmen 7 gehalten. Auf die Details
des Hubtisches und der Aufnahmen wird später noch eingegangen.
[0028] Der Hubtisch ist entlang zweier vertikaler Führungen 9 auf- und abfahrbar, die sich
parallel zum L-Schenkel des Gestells erstrecken und an diesem mit konstantem gegenseitigem
Abstand zueinander angeordnet sind.
[0029] Soweit der Überblick über die Vorrichtung. Nachfolgend sollen zunächst die Stanzwerkzeuge
und die darum befindlichen Teile erläutert werden.
[0030] Die Stanzwerkzeuge 3 sind bei der Vorrichtung paarweise angeordnet. Dies ergibt sich
besonders deutlich aus Figur 3. Es sind drei Bearbeitungsstationen 10, 11, 12 zu erkennen,
die jeweils mit zwei einander gegenüberliegenden Stanzwerkzeugen 3 bestückt sind.
[0031] Jede Bearbeitungsstation ist in der Lage ein Werkstück, im vorliegenden Fall einen
zylinderförmigen Rohrabschnitt 8 mit einem vorbestimmten Lochbild zu versehen, wobei
die Lochbilder der verschiedenen Werkstücke nicht identisch zueinander sein müssen.
[0032] Im Kern einer jeden Bearbeitungsstation ist ein Dorn 13 angeordnet, der aus jeder
Station nach oben herausragt und dort mit Hilfe von Stelleinrichtungen 14 heb- und
senkbar an einem Querträger der Halterung 5 gelagert ist. Der Dorn weist im vorliegenden
Fall einen kreisförmigen Querschnitt auf. Entlang der Dornachse befindet sich eine
über die gesamte Höhe des Dornes durchlaufende Zentralbohrung 15, durch die in noch
zu erläuternder Weise der Stanzabfall nach unten fällt.
[0033] An seiner Außenseite weist der vertikal ausgerichtete Dorn 13 ein Sägezahnprofil
auf, das schwach sich nach unten verjüngende Zähne aufweist. Im Bereich der Zähne
ist der Dorn an dem den Stanzwerkzeugen 3 gegenüberliegenden Umfangsteilen mit einem
Schlitz 17 versehen, um Stempeln 16 dieser Werkzeuge bzw. Stanzabfall die Möglichkeit
zu bieten, in den Dorn einzudringen.
[0034] Der Dorn bildet ein zentrales Betätigungselement für zwei ihm nebengeordnete Stützelemente
18, die ihn an gegenüberliegenden Seiten flankieren. Die Stützelemente sind als vertikale
Leisten ausgebildet und besitzen in etwa einen rechteckigen Querschnitt. Die eine
Rechteckseite ist als Halbrund gestaltet und der Innenwandung des zu bearbeitenden
Werkstückes angepaßt.
[0035] Die Stützelemente 18 können in vertikalen Nuten des Dornes eingelagert sein. An ihrer
der Dornmitte zugewandten Rechteckseite besitzen sie eine sägezahnartige Innenfläche,
die mit der sägezahnartigen Außenfläche des Dornes dahingehend korrespondiert, daß
die Sägezähne dieser beiden Teile ineinanderhaken. Dies bedeutet, daß die Sägezähne
der Stützelemente sich gering nach oben verjüngen.
[0036] Die Stützelemente 18 dienen als Gegenhalter für die Stanzwerkzeuge 3. Wird der Dorn
vertikal nach unten bewegt, so laufen die Sägezähne des Domes an denjenigen der Stützelemente
an und drücken die Stützelemente radial nach außen in Anlage an die Rohrwerkstücke.
Die Anlage erfolgt bei der gezeigten Vorrichtung zumindest entlang der Mantellinien
der Rohrwerkstücke, in die nach einem vorbestimmten Muster Löcher eingestanzt werden
sollen.
[0037] Die Stützelemente 18 befinden sich bezüglich des Rohrquerschnitts der Werkstücke
diametral gegenüber. Sie sind jeweils als eine ein Lochraster enthaltende Matrize
ausgebildet. Das Lochraster enthält eine Reihe von übereinander befindlichen Bohrungen,
die in einem vorbestimmten Abstand zueinander angeordnet sind.
[0038] Während die Stützelemente für die Abstützung der Rohrinnenseite dienen, sind zur
außenseitigen Fixierung der Werkstücke jeweils ein Paar von Führungshalbschalen 19
vorgesehen, die einen U-förmigen Querschnitt aufweisen, dessen Öffnung zum Werkstück
hingerichtet ist. Die U-Form ist auf den Durchmesser und die Querschnittsform des
größten Werkstückes abgestimmt. Sie umgreift ein derartiges Werkstück. Bei einem Bohr
können die Führungshalbschalen 19 allerdings nur . entlang derjenigen Mantellinie
an den Werkstücken anliegen, die auch mit der Lochreihe versehen wird. Die Führungshalbschalen
weisen horizontale Führungsbohrungen zur Aufnahme der Stempel 16 der Stanzwerkzeuge
3 auf. Die Führungsbohrungen sind analog zu dem Lochraster der Stützelemente vertikal
übereinander entlang einer Linie angeordnet und weisen den gleichen gegenseitigen
Abstand auf wie dies bei der Lochreihe der Stützelemente vorhanden ist.
[0039] Die Stützelemente 18 weisen jeweils an ihren oberen Enden radial nach außen stehende
Haken 20 auf, mit denen sie in entsprechende Ausnehmungen der Führungshalbschalen
eingehängt sind. Die Stützelemente sind auf diese Weise radial veränderbar an den
Führungshalbschalen gelagert. Dies ist notwendig, weil zwischen den Stützelementen
und den Führungshalbschalen für das Ein- und Ausfahren der Werkstücke ein ausreichender
Freiraum vorhanden sein muß.
[0040] Die Stempel 19 der Stanzwerkzeuge 3 sind analog zu den Bohrungen der Stützelemente
und der Führungshalbschalen vertikal übereinander angeordnet. Sie sind horizontal
ausgerichtet. Die Stempel eines jeden Stanzwerkzeuges 3 erstrecken sich von der entsprechenden
Führungshalbschale radial nach außen bis zu einem gemeinsamen Betätigungselement 21,
das als vertikaler Druckbalken gebildet ist. Das Betätigungselement enthält in sich
zum selektiven Einsatz der Stempel jeweils eine vertikale Aktivierungsleiste 22, die
vorbestimmte Stempel zug- und druckfest mit dem Betätigungselement verbindet. Die
Aktivierungsleisten sind von oben in eine Nut des Betätigungselementes einschiebbar
und enthalten für die für eine spezielle Bearbeitung nicht herangezogenen Stempel
Bohrungen, so daß sie bei einer horizontalen Verschiebung des Betätigungselementes
nicht beaufschlagt werden.
[0041] Der Figur 3 ist zu entnehmen, daß sich hinter den jeweils an einer Seite der Symmetrieachse
S des Maschinengestells angeordneten Betätigungselementen 21 eine Druckplatte 23 befindet,
die sich über die gesamte Höhe der Stanzwerkzeuge erstreckt und in horizontaler Richtung
über die Enden der drei Bearbeitungsstationen 10, 11, 12 hinausragt. Die Druckplatte
23 überspannt also im vorliegenden Fall drei nebeneinander befindliche Stanzwerkzeuge
3 der besagten Bearbeitungsstationen 10, 11, 12. Dies geschieht bewußt, weil man eine
gleichmäßige Beaufschlagung der Stanzwerkzeuge beim Vorschub erreichen will.
[0042] Mit Rücksicht auf dieses Ziel sind aber nicht nur die Stanzwerkzeuge einer jeden
Seite durch eine gemeinsame Druckplatte antriebsmäßig zusammengefaßt, sondern es ist
auch ein zentraler Antrieb 24 vorhanden, der über Zwischenglieder gleichmäßig alle
Stanzwerkzeuge zu beaufschlagen im Stande ist. Als erstes Zwischenglied ist an der
Außenseite einer jeden Druckplatte ein Schiebekeil 25 befestigt, der eine vertikale
Keilfläche aufweist, die so geneigt ist, daß sich der Keil in Richtung auf den Antrieb
24 verjüngt. Als zweites Zwischenglied sind den Schiebekeilen gegensinnige Gegenkeile
zugeordnet, deren geneigte Fläche sich in Anlage befindet an die geneigte Keilfläche
des Schiebekeiles.
[0043] Die Gegenkeile 26 stützen sich also mit der geneigten Fläche an den Schiebekeilen
ab, während sie mit der ebenen Keilfläche sich in Anlage an den Halterungsplatten
5 befinden. Die Gegenkeile sind an ihrem verdickten Ende an einem gemeinsamen Joch
27 befestigt, das über ein Hubeinstellelement 27 zug- und schubfest mit dem zentralen
Antrieb 24 verbunden ist. Das Hubeinstellelement ist beispielsweise als Schraubenverbindung
zwischen dem Joch und dem Stempel des Vorschubantriebes ausgebildet und dient primär
zur Verlagerung des Hubes in Abhängigkeit von den zu bearbeitenden Werkstücken.
[0044] Den Figuren 3 und 4 kann entnommen werden, daß die Halterungsplatten 5 gegenseitig
über, im vorliegenden Fall insgesamt acht, Zuganker 29 miteinander verbunden sind.
Vier Zuganker befinden sich in einer unteren Ebene E1, die, wie Figur 4 zeigt, sich
horizontal im Bereich der unteren Enden der Stanzwerkzeuge 3 erstreckt. Vier weitere
Zuganker befinden sich in einer Ebene E2, die analog im Bereich des oberen Endes der
Stanzwerkzeuge 3 angeordnet ist. Zwischen den Ebenen E1 und E2 sind die Schiebekeile
25 und die Gegenkeile 26 angeordnet.
[0045] Die Zuganker besitzen Säulenform. Die Halterungsplatten 5 sind daran zug- und schiebefest
verankert. Die Säulen dienen zur Lagerung mehrerer Teile, beispielsweise der Druckplatten
23, die mit Hilfe von Büchsen 30 an den jeweils äußersten Säulen der oberen und unteren
Ebene E1 und E2 verschieblich gelagert sind.
[0046] An den Säulen sind aber auch symmetrisch zur Symmetrieebene S Distanzblöcke 31 gehalten,
die im vorliegenden Fall leistenförmig gestaltet sind und auf Eindrehungen der Zuganker
29 (siehe Teilschnitt Figur 3 oben) unverrückbar in der besagten Symmetrieebene festgelegt
sind. Die Distanzblöcke dienen als Hubbegrenzer für die Führungshalbschalen 19. Die
Halbschalen sind nämlich mit den Betätigungselementen 21 über horizontale Trägerstangen
32 verbunden. Die Verbindung ist aber nicht starr. Die Betätigungselemente können
für den eigentlichen Stanzhub in Richtung auf die Führungshalbschalen gegen die Kraft
von Federn 33 bewegt werden, die zwischen den Führungshalbschalen 19 einerseits und
den Betätigungselementen 21 andererseits eingespannt sind.
[0047] Die Distanzblöcke 31 ragen in den Hubbereich der Führungshalbschale 19 hinein und
bestimmen in Abhängigkeit des Werkstückes bei der Bearbeitung die werkstücknächste
Position der Führungshalbschalen. Auf diese Weise soll ein Deformieren der Werkstücke
während der Stanzbearbeitung vermieden werden.
[0048] Über die Druckplatten 23 sind damit an den Zuganker 29 auch die Führungshalbschalen
19, die Betätigungselemente 21 und die Schiebekeile 25 in horizontaler Richtung verschieblich
gehalten.
[0049] Nun zum Hubtisch 6. In den Figuren 1 und 2 ist er in seiner unteren Bereitschaftsposition
gezeigt, in der die Werkstücke in die Aufnahmen 7 eingesetzt und von ihnen wieder
abgenommen werden können.
[0050] In Figur 4 der Zeichnung befindet sich der Hubtisch 6 dagegen in der Bearbeitungsposition.
Er ist ganz an das untere Ende der Stanzwerkzeuge herangerückt und hat das rohrförmige
Werkstück 8 so weit zwischen die Stützelemente 20 und die Führungshalbschalen 19 eingeschoben,
daß das Werkstück über seine gesamte Länge mit den gewünschten Bohrungen versehen
werden kann. Um den Dorn 13 mit seinem unteren Ende bewegungssicher zu verankern,
weisen die Aufnahmen 7 jeweils eine Zentrieröffnung 34 auf, in den der Dorn bei in
Bearbeitungsposition befindlichen Hubtisch hineinragt. Er wird dort gegen seitliche
Verrückung gehalten.
[0051] Die Aufnahmen besitzen eine zu der Durchgangsbohrung 15 koaxiale Öffnung, durch die
der Stanzabfall nach unten fällt.
[0052] Die Figur 5 zeigt in schematischer Weise den Rotationsantrieb für die Aufnahmen 7
des Hubtisches 6. Die drei Aufnahmen sind jeweils um vertikale Achsen verdrehbar gelagert
und untereinander über miteinander kämmende Zahnräder 35, 36 und 37 bewegungsverbunden.
Die mittlere Aufnahme ist über ein Untersetzungsgetriebe 38 mit einem Schrittmotor
verbunden, der zum schrittweisen Verdrehen der Werkstücke für die Stanzbearbeitung
dient. Da bei jeder Bearbeitung nur jeweils die Bohrungen einer Mantellinie des Werkstückes
ausgestanzt werden, kann durch das schrittweise Verdrehen der Aufnahmen erreicht werden,
daß die gesamte Manteloberfläche der Werkstücke bearbeitet wird.
[0053] Bei dem gezeigten Antrieb für die Aufnahmen werden benachbarte Rohre gegensinnig
angetrieben. Sofern dies nicht erwünscht ist, ist es auch möglich, einen gleichsinnigen
Antrieb für alle Rohre vorzusehen. Desgleichen ist es denkbar, statt eines Schrittmotors
einen kontinuierlich regelbaren, schrittunabhängigen Antrieb zu schaffen.
[0054] Bei einem Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden zunächst aus einem Blechband
oder einem irgendwie gearteten Blechzuschnitt Rohre geformt und anschließend an der
Rohrnaht miteinander verschweißt. Sie können anschließend abgelängt werden. Für das
Stanzen der Löcher wird in das bereits geschweißte Rohr ein Stützelement eingeführt
und gegen das Rohr gepreßt. Das Stanzen erfolgt von außen, wobei das Stützelement
als Gegenhalter zur Sicherung des Werkstückes und zur Aufnahme der Stanzkräfte dient.
Um den Stanzabfall durch Herunterfallen einfach zu entfernen, wird das Rohr beim Stanzen
vertikal gehalten. Sofern ein Kraftausgleich erwünscht ist, ist es möglich, das Rohr
gleichzeitig von zwei einander gegenstehenden Richtungen her zu lochen.
[0055] Bei dem Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Werkstücke, beispielsweise
die vorgefertigten Rohre, gleichgültig ob mit Naht oder nahtlos von oben in die Aufnahmen
7 des Hubtisches 6 eingestellt und dort vertikal gespannt. Der Hubtisch befindet sich
dabei in der in den Figuren 1 und 2 dargestellten unteren Bereitschaftsposition. Nach
dem Spannen wird der Hubtisch vertikal nach oben verfahren, worauf die Werkstücke
in den Zwischenraum zwischen den Stützelementen 20 und 19 so weit nach oben eingefahren
werden, wie dies zur gewünschten Bearbeitung notwendig ist. Beim Hochfahren des Hubtisches
wird der Dorn 13 in einer Zentrieröffnung der Aufnahmen 7 zentriert. Der Dorn 13 wird
zum Spannen der Stützelemente 20 mit Hilfe der Stellantriebe 14 nach unten verschoben,
worauf die Stützelemente bedingt durch das Auflaufen der Sägezähne radial nach außen
in Anlage an die Werkstücke gedrängt werden.
[0056] Setzt man nunmehr den zentralen Vorschubantrieb 24 für die Stanzwerkzeuge in Bewegung,
so drückt der Antrieb das Joch 27 in Richtung auf die Stanzwerkzeuge 3. Die Gegenkeile
30 laufen an den Schiebekeilen 25 auf und verschieben damit die Druckplatten 23 in
Richtung auf die Werkstücke.
[0057] Die Betätigungselemente 21 werden in Richtung auf die Werkstücke 8 vorgeschoben.
Die Führungshalbschalen 19 bewegen sich in Richtung auf das zu lochende Rohr und klemmen
es an den Stützelementen 20 fest. Gleichzeitig geraten sie in Anlage an die Distanzblöcke
31, die als Hubbegrenzer für die Führungshalbschalen dienen. Der Abstand zwischen
den Betätigungselementen 21 und den Führungshalbschalen 29 verringert sich. Die dazwischen
befindlichen Federn werden zusammengedrückt. Sie sind dabei so weit vorgespannt, daß
sie eventuell ungleichmäßig auftretende Seitenkräfte aufnehmen können und den Dorn
entlasten.
[0058] Die zur Bearbeitung des Werkstückes vorgesehenen Stempel sind über die Aktivierungsleiste
22 zug- und schubfest mit dem jeweiligen Betätigungselement 21 verbunden. Nur sie
werden in Richtung auf das Werkstück nach vorne geschoben und stanzen aus dem Werkstück
die gewünschten Bohrungen aus. Der Hub der Stanzwerkzeuge ist so bemessen, daß die
Stempel noch bis in den Dorn eindringen und den Stanzabfall an die vertikale Durchgangsbohrung
15 abgeben. Der Abfall fällt nach unten durch die Aufnahme 7 ins Freie.
[0059] Durch den ersten Hub wurden entlang zweier diametral gegenüberliegender Mantellinien
Löcher eingestanzt. Für das Einstanzen weiterer Löcher entlang anderer Mantellinien
ist es notwendig, die Stanzwerkzeuge so weit zurückzuziehen, daß sie sich wieder außerhalb
des Werkstückes befinden. Anschließend kann mit Hilfe des einen zentralen Aufnahmenantriebs
jedes Werkstück um einen bestimmten Schritt weiterverdreht werden, worauf der bereits
geschilderte Stanzvorgang aufs Neue erfolgt.
[0060] Für den Rückhub des Stanzwerkzeuges, gleichgültig ob zwischen den Bearbeitungsschritten
oder am Ende der Bearbeitung, fährt der Stempel des zentralen Vorschubantriebes 24
zusammen mit dem Joch 27 und den Gegenkeilen 30 zurück. Als Folge davon vermögen die
Federn 33 unter Abstützung an den durch die Distanzblöcke 31 fixierten Führungshalbschalen
die Betätigungselemente 21 zurückzudrängen und die Stempel aus den Werkstücken teilweise
zurückzuziehen, während der Rückhub allgemein durch den Keilantrieb erfolgt.
[0061] Nach Beendigung der Bearbeitung fährt der Hubtisch aus der in Figur 4 gezeigten Bearbeitungslage
nach unten. Er gibt gleichzeitig den Dorn 13 frei. Die Aufnahmen lösen sich von den
Werkstücken, worauf diese entnommen werden können.
[0062] Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet für den Hersteller und Kunden die Möglichkeit
zur kurzen Disposition. Es ist ein schneller Werkzeugwechsel auch bei unterschiedlichem
Lochdurchmesser möglich. Unterschiedliche Lochbilder können durch Austausch der Aktivierungsleisten
22 jederzeit erzielt werden. Die Vorrichtung ist relativ klein und bedarf verhältnismäßig
geringer Investitionen, wodurch auch geringe Stückzahlen wirtschaftlich hergestellt
werden können.
[0063] Ein entscheidender Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Werkstücke über ihren
gesamten Umfang mit Löchern versehen werden können. Es können sowohl längsnahtgeschweißte
als auch nahtlos gezogene Rohre in verschiedenen Materialien, insbesondere auch aus
Aluminium bearbeitet werden.
1. Vorrichtung zum Herstellen von in der Mantelfläche gelochten Rundrohren (8), mit
einem Dorn (13), der mit einem Ende in der Vorrichtung gelagert und über dessen anderes
Ende das Rohr (8) aufschiebbar ist und der im Stanzbereich ein der Rohrinnenform angepaßtes
Stützelement (18) aufweist, dem ein außen am Rohr anliegendes Halteelement (19) zugeordnet
ist, durch das von außen mehrere, entlang einer Mantellinie des Rohres angeordnete
Stempel (16) eines Stanzwerkzeuges (3) hindurchgeführt sind, wobei die Stempel (16)
ein gemeinsames Betätigungselement (21) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dorn (13) beidendig zentriert in der Vorrichtung gehalten und flankiert von zwei,
bezüglich des Rohrquerschnittes einander diametral gegenüber angeordneten Stützelementen
(18) als Anpreßdorn (13) ausgebildet ist, wobei jedes Stützelement (18) im Inneren
einer zum Werkstück offenen Führungshalbschale (19) angeordnet ist, die durch das
Halteelement gebildet ist, und daß die Betätigungselemente (21) der Stanzwerkzeuge
werkstücksabhängige Aktivierungsleisten (22) zum wahlweisen Einsatz der Stempel (16)
besitzen und über einen gemeinsamen Vorschubantrieb (24) betätigbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (18)
als eine ein Lochraster enthaltende Matrize ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach AnsprUch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzwerkzeug
(3), die Stützelemente (18) und der Dorn (13) vertikal ausgerichtet sind.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stützelement (18) eine sägezahnartige Innenfläche aufweist, der am Anpreßdorn
(13) eine sägezahnartige, nach außen gerichtete, Gegenfläche zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anpreßdorn (13) am oberen Ende der Vorrichtung in Dornrichtung verschiebbar
gehalten ist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützelemente (18) am oberen Ende der jeweiligen Führungshalbschale (19) gehalten
sind.
7. Vorrichtung nach wenigsens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungshalbschale (19) mit Führungsbohrungen zur Aufnahme von Stempeln (16)
des Stanzwerkzeuges (3) versehen ist.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsbohrungen nach Ort und Zahl wenigstens den Bohrungen der Matrize (18)
entsprechen.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungselemente (21) zweier oder mehrerer Stanzwerkzeuge (3) einen gemeinsamen
Vorschubantrieb (24) aufweisen.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorschubantrieb (24) zwei, die Stanzwerkzeuge flankierende Schiebekeile (25)
umfaßt, denen antriebsseitig Gegenkeile (26) zugeordnet sind.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegenkeile (26) ein gemeinsames, von einem Stellantrieb beaufschlagtes Joch
(27) aufweisen.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Joch (27) und Vorschubantrib (24) ein Hubeinstellelement (28) vorhanden
ist.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen einander gegenüber angeordneten Führungshalbschalen (19) Distanzblöcke
(31) als Hubbegrenzer vorhanden sind.
14. Vorrichtung nach wenigsens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens die Führungshalbschalen (19), die Stanzwerkzeuge (3), die Betätigungselemente
(21) und die Schiebekeile (25) an horizontalen Führungen (29) verschieblich gelagert
sind.
15. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Werkstücke ein Hubtisch (6) vorhanden ist, der jeweils um eine vertikale
Achse drehbare Werkstückaufnahmen (7) aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (7) eine
Zentrieröfffnung für den Dorn (13) aufweisen.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß den Aufnahmen
(7) ein Stellantrieb zum schrittweisen Verdrehen der Werkstücke (8) für die Stanzbearbeitung
über wenigstens einen Teil der Mantelfläche derselben zugeordnet ist.
1. Apparatus for making round tubes (8) the walls of which are perforated, comprising
a mandrel (13), one end of which is mounted in the apparatus and over the other end
of which the tube (3) can be slid and which, in the punching zone, has a support element
(18) adapted to the internal shape of the tube and having associated with it a holder
element (19) bearing externally against the tube, through which element (19) there
pass from outside a plurality of punches (16) of a punching tool (3), said punches
(16) being disposed along a generatrix of the tube and having a common actuating element
(21), characterised in that the mandrel (13) is held at both ends so as to be centred
in the apparatus and flanked by two support elements (18) which are disposed diametrically
opposite one another with respect to the tube cross-section, the mandrel being in
the form of a biasing mandrel (13) each support element (18) being disposed inside
a guide half-shell (19) which is open towards the workpiece and which is formed by
the holder element, and the actuating elements (21) of the punching tools have workpiece-
dependent activation strips (22) for selective use of the punches (16) and are adapted
to be operated via a common feed drive (24).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that support element (18) is in
the form of a die containing a hole raster.
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that the punching tool (3)
the support elements (18) and the mandrel (13) are vertically aligned.
4. Apparatus according to at least one of claims 1 to 3, characterised in that the
support element (18) has a sawtooth-like internal surface associated with which on
the biasing mandrel (13) there is a sawtooth-like outwardly directed co-acting surface.
5. Apparatus according to at least one of claims 1 to 4, characterised in that the
biasing mandrel (13) is held at the top end of the apparatus so as to be displaceable
in the direction of the mandrel.
6. Apparatus according to at least one of claims 1 to 5, characterised in that the
support elements (18) are held at the top end of the associated guide half-shell (19).
7. Apparatus according to at least one of claims 1 to 6, characterised in that the
guide half-shell (19) has guide bores to receive punches (16) of the punching tool
(3).
8. Apparatus according to at least one of claims 1 to 7, characterised in that the
guide bores correspond at least to the bores in the die (18) in respect of location
and number.
9. Apparatus according to at least one of claims 1 to 8, characterised in that the
actuating elements (21) of two or more punching tools (3) have a common feed drive
(24).
10. Apparatus according to at least of one of claims 1 to 9, characterised in that
the feed drive (24) comprises two sliding wedges (25) flanking the punching tools
and having co-acting wedges (26) associated with them on the drive side.
11. Apparatus according to at least one of claims 1 to 10, characterised in that the
co-acting wedges (26) have a common yoke (27) actuated by an adjustment drive.
12. Apparatus according to at least one of claims 1 to 11, characterised in that a
stroke adjusting element (28) is provided between the yoke (27) and the feed drive
(24).
13. Apparatus according to at least one of claims 1 to 12, characterised in that spacer
blocks (31) are provided as stroke limiters between opposite guide half-shells (19).
14. Apparatus according to at least one of claims 1 to 13, characterised in that at
least the guide half-shells (19) the punching tools (3) the actuating elements (21)
and the sliding wedges (25) are mounted displaceably on horizontal guides (29).
15. Apparatus according to at least one of claims 1 to 14, characterised in that a
lift table (6) is provided for the workpieces and has workpiece holders each rotatable
about a vertical axis.
16. Apparatus according to claim 15, characterised in that the holders (7) have a
centring aperture for the mandrel (13).
17. Apparatus according to claim 15 or 16, characterised in that the holders (7) have
associated with them an adjusting drive for the stepwise rotation of the workpieces
(8) for the punching operation, said rotation being over at least part of the wall
surface.
1. Dispositif de fabrication de tubes (8) pourvus de trous dans leur paroi, avec un
mandrin (13) doté d'une première extrémité logée dans le dispositif, d'une seconde
extrémité sur laquelle le tube (8) peut être poussé et d'un élément d'appui (18) dans
la zone de travail, adapté à la forme interieure du tube et auquel est affecté un
élément de maintien (19), qui s'applique à l'extérieur sur le tube et que traversent,
à partir de l'extérieur, plusieurs poinçons (16) d'un outil de poinçonnage (3), disposés
sur une génératrice du tube, ces poinçons (16) présentant un élément de commande (21)
commun, caractérisé en ce que le mandrin (13), maintenu dans le dispositif avec ses
deux extrémités centrées et garni sur ses flancs de deux éléments d'appui (18), diamétralement
opposés par rapport à la section du tube, est réalisé sous forme de mandrin de serrage
(13), chaque élément d'appui (18) étant disposé à l'intérieur d'une semicoque de guidage
(19), ouverte vers la pièce et constituée par l'élément de maintien, et en ce que
les éléments de commande (21) des outils de poinçonnage présentent des barres d'activation
(22) indépendantes de la pièce pour une utilisation sélective des poinçons (16), et
sont manoeuvrables par l'intermédiaire d'un mécanisme d'avance (24) commun.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'appui
(18) est réalisé sous forme de matrice comportant une trame de perçage.
3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'outil
de poinçonnage (3), les éléments d'appui (18) et le mandrin (13) sont orientés à la
verticale.
4. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'élément d'appui (18) présente une surface interne en dents de scie, à laquelle est
affectée une contre-surface du mandrin de serrage (13), orientée vers l'extérieur
et également en dents de scie.
5. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
le mandrin de serrage (13) est maintenu sur l'extrémité supérieure du dispositif,
avec une possibilité de déplacement dans le sens de son montage.
6. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
les éléments d'appui (18) sont maintenus sur l'extrémité supérieure de la semi-coque
de guidage (19) correspondante.
7. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
la semi-coque de guidage (19) est munie de trous permettant de recevoir les poinçons
(16) de l'outil de poinçonnage (3).
8. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
l'emplacement et le nombre des trous de guidage correspondent au moins à ceux des
trous de la matrice (18).
9. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
les éléments de commande (21) de deux ou de plusieurs outils de poinçonnage (3) présentent
un mécanisme d'avance commun (24).
10. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 9, caractérisé en ce
que le mécanisme d'avance (24) comporte deux clavettes coulissantes (25), garnissant
les flancs des outils de poinçonnage et auxquelles sont affectées des contre-clavettes
(26), côté commande.
11. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 10, caractérisé en ce
que les contre-clavettes (26) présentent un étrier commun (27), relié à un servomoteur.
12. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 11, caractérisé par un
élément de réglage de course (28), prévu entre l'étrier (27) et le mécanisme d'avance
(24).
13. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 12, caractérisé par des
pièces intercalaires (31), prévues entre les semi-coques de guidage (19) opposées
et servant de limiteurs de course.
14. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 13, caractérisé en ce
qu'au moins les semi-coques (19), les outils de poinçonnage (3), les éléments de commande
(21) et les clavettes coulissantes (25) sont logés sur des guidages horizontaux (29),
avec une possibilité de déplacement.
15. Dispositif suivant l'une au moins des revendications 1 à 14, caractérisé en ce
qu'une table élévatrice (6), prévue pour les pièces, présente des fixations (7) tournant
respectivement autour d'un axe vertical.
16. Dispositif suivant la revendication 15, caractérisé en ce que les fixations (7)
présentent une ouverture de centrage pour le mandrin (13).
17. Dispositif suivant l'une des revendications 15 et 16, caractérisé en ce qu'un
servomoteur, affecté aux fixations (7), permet de faire tourner progressivement les
pièces (8) pour leur poinçonnage sur une partie au moins de leur paroi.