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EP 0 126 259 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.1988 Patentblatt 1988/32 |
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Anmeldetag: 07.04.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A24C 5/42 |
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Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenhülsen
Device for filling cigarette tubes
Appareil pour le remplissage de tubes de cigarettes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
19.05.1983 DE 3318239
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.11.1984 Patentblatt 1984/48 |
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Patentinhaber: Efka-Werke Fritz Kiehn GmbH |
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78647 Trossingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Ruppert, Heinrich W.
D-7218 Trossingen 1 (DE)
- Gätschmann, Klaus
D-7737 Bad Dürrheim (DE)
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Vertreter: Popp, Eugen, Dr. et al |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Widenmayerstrasse 48 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 074 042 FR-A- 2 078 271
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DE-A- 2 141 471
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenhülsen mit Rauchtabak,
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Stopfvorrichtungen der vorstehend beschriebenen Art sind in vielen Ausführungsformen
bekannt. Es bestand das Bestreben, möglichst viele Funktionen einer derartigen Vorrichtung
durch ein einziges Element auszulösen bzw. zu vollziehen. Dabei entstanden jedoch
durch die Addition von Toleranzen und anderen Ungenauigkeiten Schwierigkeiten insbesondere,
wenn das Klemmelement mittelbar oder unmittelbar vom Gehäusedeckel betätigt wurde,
so wie dies z. B. bei der Vorrichtung nach der EP-A-74 042 der Fall ist.
[0003] Bei der Vorrichtung nach der FR-A-2 078 271 ist zur zeitweisen Klemmung der Zigarettenhülse
an der Tülle im Gegensatz zu den oben genannten Konstruktionen ein Klemmhebel vorgesehen,
der durch eine Steuerleiste betätigt wird. Die Steuerleiste ist dort rohrförmig ausgebildet
und erstreckt sich parallel zum Löffel, auf den der Tabakstrang aufgelegt wird. Endseitig
ist die rohrförmig ausgebildete Steuerleiste und der Löffel mit dem eigentlichen Schieber
verbunden. Diese Konstruktion ist nicht nur äußerst kompliziert herzustellen; sie
neigt auch zum Klemmen (Schubladeneffekt).
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der nach
der EP-A-74 042 bekannten Art so weiterzubilden, daß bei einfacher Konstruktion der
Klemmvorgang vom Füllvorgang getrennt ist, und zwar ohne Einschränkung des Bedienungskomforts.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion wird erreicht, daß zum Schließen der Tabakpreßkammer
ein irgendwie gestalteter Deckel verwendet werden kann, das Festklemmen der Zigarettenhülse
jedoch nicht durch das Schließen des Deckels, sondern durch eine für den Stopfvorgang
zwangsläufige zweite Bewegung erfolgt. Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich durch
eine besonders einfache Konstruktion aus, die darüber hinaus funktionssicher ist,
d. h. beim Stopfvorgang klemmfrei arbeitet.
[0007] Bevorzugte konstruktive Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in
den Unteransprüchen beschrieben. Dabei dient das Druckelement gemäß den Ansprüchen
3 und 4 dazu, das Klemmelement von der Tülle abzuheben, so daß erst bei Überwindung
der Druckkraft dieses Elements durch den Schieber bzw. die Steuerleiste ein Anpressen
des Klemmelements an die Tülle bzw. an die darauf gesteckte Zigarettenhülse erfolgt.
[0008] Des weiteren sei noch auf die Maßnahmen nach Patentanspruch 6 besonders hingewiesen,
durch die eine Beschädigung der Zigarettenhülse nach Beendigung des Stopfvorganges
sicher vermieden werden.
[0009] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen lassen sich sowohl bei Stopfvorrichtungen anwenden,
bei denen der in der Tabakpreßkammer gebildete Tabakstrang mit Hilfe des Löffels in
eine Zigarettenhülse hineingeschoben wird, als auch bei Stopfvorrichtungen, bei denen
die Zigarettenhülse über dem gebildeten Tabakstrang gezogen wird.
[0010] Nachstehend wird eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der
beigefügten Zeichnung näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Fig. 1 eine Stirnansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Stopfvorrichtung;
Fig. 2 einen Teil der Stopfvorrichtung nach Fig. 1, und zwar die Klemmvorrichtung
derselben, teilweise geschnitten; und
Fig. 3 die Klemmvorrichtung mit Betätigungsschieber in perspektivischer Ansicht.
[0012] Ein Stopfgerät ansich beliebiger Art mit beliebiger Ausbildung der Tabakpreßkammer,
des Tabakpreßbalkens und des Deckels (nicht dargestellt) weist eine Vorderwand 1 auf,
in der sich eine Austrittsöffnung 2 für den Tabakstrang befindet und an welcher eine
Tülle 3 mit einer aufsteckbaren Zigarettenhülse 4 angeordnet ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich.
[0013] Das Gerät wird durch einen Boden 5 und durch einen Deckelteil 6 abgeschlossen. Ein
Schieber 7 wird an parallellaufenden, nach innen gerichteten seitlichen Leisten 8,
9 am verschwenkbaren, im übrigen jedoch systemfest angeordneten Füllteil entlang geführt.
An der vorderen Wand 1 ist beispielsweise mittels Niete 10, 11 oder dergl. ein Halteteil
12 mit einem Halteblock 13 zur Aufnahme und zur Führung eines Klemmelementes 14 vorgesehen.
Das der Tülle 3 zugeordnete Ende 15 des Klemmelementes 14 ist konkav ausgebildet.
Das andere Ende 16 steht in Gleitkontakt mit der Leiste 8 des Schiebers 7. Das Klemmelement
14 steht unter Wirkung eines elastischen Bauteils, insbesondere elastischen Druckelements,
z. B. einer Druckfeder 17, die im Ruhezustand das Klemmelement 14 von der Tülle 3
wegdrückt. Das vorzugsweise horizontal geführte Klemmelement 14 befindet sich somit
bei entspanntem Druckelement bzw. bei entspannter Feder 17 auch im Ruhezustand, sobald
vor oder nach Betätigung des Schiebers 7 der Halteblock 13 sich in einem der Endbereiche
18 oder 19 der Leiste 8 befindet, wobei das Klemmelement 14 gemäß Fig. 2 oder 3 die
ersichtliche, strich-punktierte Lage einnimmt. Damit ist gleichzeitig der für das
Aufstecken oder für die Abnahme der Zigarettenhülse 4 auf die oder von der Tülle 3
erforderliche Abstand zwischen dem konkaven Ende 15 des Klemmelementes 14 und der
Außenwandung der Tülle 3 hergestellt.
[0014] Wird der Schieber mit dem vorbereiteten Tabakstrang in Pfeilrichtung 20 betätigt,
wird das Klemmelement 14 durch die zunehmende Dicke der Leiste 8 gegen den Druck des
elastischen Druckelementes bzw. der Feder 17 in Richtung auf die Tülle 3 gedrückt
und klemmt für die Dauer des Stopfvorganges die Zigarettenhülse 4 gegen die Außenwandung
der Tülle 3 und sorgt auf diese Weise für einen ordnungsgemäßen Stopfvorgang der Zigarettenhülse.
Mit 21 und 22 sind vom Gehäuse abstehende Zungen bezeichnet, die beim Schließen des
Gerätes durch die angeformten Warzen 23, 24 in einem Bodenteil 5 federnd einrasten.
1. Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenhülsen mit Rauchtabak, bestehend aus einem
Gehäuse, in dessen Längsrichtung eine Tabakpreßkammer angeordnet ist, mit einem deckelartigen
Preßbalken in einem das Gehäuse abdeckenden und um eine Achse klappbaren Deckel (6),
mit einem Schieber (7), der mit einem Löffel zum Auflegen und Tragen eines Tabakstrangs
verbunden ist, zum Einführen des gepreßten Tabakstrangs in die Zigarettenhülse (4),
mit einer zum Löffel koaxialen Tülle (3) zum Aufstecken der Zigarettenhülse (4) und
einem Klemmelement (14), das senkrecht zur Tülle (3) bewegbar ist und beim Einführen
des Tabakstrangs die Zigarettenhülse (4) auf der Tülle (3) festklemmt, wobei der Schieber
(7) die Gehäusewände überdeckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmelement (14) seitlich, zwischen Schieber (7) und Tülle (3) angeordnet
ist und daß der Schieber (7) an seiner, der Tülle (3) zugewandten Innenfläche eine
Steuerleiste (8) trägt, die derart ausgebildet und angeordnet ist, daß beim Verschieben
des Schiebers (7) gegenüber dem Gehäuse bzw. der Tülle (3) das Klemmelement (14) von
der Steuerleiste (8) auf die Tülle gepreßt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmelement (14)
in einem an einem mit der Gehäuse-Vorderwand (1) verbundenen Halteteil (12) vorgesehenen
Halteblock (13) geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Halteblock (13) ein
elastisches Druckelement (17) für das Klemmelement (14) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisches Druckelement
(17) eine Druckfeder vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmelement
(14) an seinem der Tülle (3) zugewandten Ende (15) konkav ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleiste
(8) in ihren Endstellungsbereichen (18, 19) derart ausgebildet, insbesondere abgeschrägt
ist, daß keine Verschiebung des Klemmelements (14) in einer der Endstellungen (18
bzw. 19) erfolgen kann.
1. Apparatus for filling cigarette wrappers with smoking tobacco, consisting of a
housing in the longitudinal direction of which a tobacco pressing chamber is arranged,
having a lid-like pressing beam in a lid (6) which covers the housing and can be swung
about an axis, having a slide (7) which is connected to a scoop for placing and supporting
a tobacco rod, for introducing the pressed tobacco rod into the cigarette wrapper
(4), having a pipe (3) coaxial with the scoop for pushing on the cigarette wrapper
(4) and having a clamping member (14) which can be moved perpendicularly to the pipe
(3) and clamps the cigarette wrapper (4) firmly on the pipe (3) when the tobacco rod
is introduced, the slide (7) then covering the housing walls, characterized in that
the clamping member (14) is arranged laterally, between slide (7) and pipe (3), and
in that the slide (7) bears a control strip (8) on its inner surface, facing the pipe
(3), which strip is so designed and arranged that, when the slide (7) is displaced
relative to the housing or to the pipe (3), the clamping member (14) is pressed by
the control strip (8) onto the pipe.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the clamping member (14)
is guided in a retaining block (13) provided on a retaining part (12) connected to
the front wall (1) of the housing.
3. Apparatus according to Claim 2, characterized in that an elastic pressing member
(17) for the clamping member (14) is arranged in the retaining block (13).
4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that a compression spring is provided
as an elastic pressing member (17).
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the clamping
member (14) is of concave design on its end (15) facing the pipe (3).
6. Apparatus according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the control
strip (8) is so designed, particularly chamfered, in its end position zones (18, 19)
that no displacement of the clamping member (14) can take place in one of the end
positions (18 and 19 respectively).
1. Machine à bourrer des tubes de cigarettes à l'aide de tabac à fumer, constituée
d'un boîtier dans la direction longitudinale duquel est disposée une chambre de compression
de tabac, d'une barre de pession en forme de couvercle, dans un couvercle (6) rabattable
autour d'un axe et recouvrant le boîtier, d'un tiroir (7) qui est relié à une cuiller
destinée à la pose et au support d'un boudin de tabac et servant à introduire le boudin
de tabac comprimé dans le tube de cigarette (4), d'une douille (3) coaxiale à la cuiller
et destinée à l'enfilage du tube de cigarette (4), et d'un organe de serrage (14)
qui est mobile perpendiculairement à la douille (3) et qui serre le tube de cigarette
(4) sur la douille (3) lors de l'introduction du boudin de tabac, le tiroir (7) recouvrant
les parois du boîtier, caractérisée en ce que l'organe de serrage (14) est disposé
latéralement entre le tiroir (7) et la douille (3) et en ce que, sur sa face intérieure
tournée vers la douille (3), le tiroir (7) porte une nervure de commande (8) qui est
conformée et agencée de façon telle que, lors du déplacement du tiroir (7) par rapport
au boîtier ou à la douille (3), l'organe de serrage (14) soit pressé sur la douille
par la nervure de commande (8).
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'organe de serrage (14)
est guidé dans un bloc de maintien (13) prévu sur une pièce de maintien (12) qui est
solidaire de la paroi antérieure (1) du boîtier.
3. Machine selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'un élément de pression
élastique (17) pour l'organe de serrage (14) est disposé dans le bloc de maintien
(13).
4. Machine selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un ressort de compression
est prévu en tant qu'élément de pression élastique (17).
5. Machine selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'organe de
serrage (14) présente une forme concave à son extrémité (15) faisant face à la douille
(3).
6. Machine selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que, dans ses
zones de position extrême (18, 19), la nervure de commande (8) présente une forme,
en particulier biseautée, telle qu'il ne puisse survenir, dans l'une de ses positions
extrêmes (18 ou 19), aucun déplacement de l'organe de serrage (14).
