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(11) |
EP 0 126 929 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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23.06.1993 Patentblatt 1993/25 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.08.1989 Patentblatt 1989/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.04.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 33/915 |
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Druckgasschalter
Pressurised-gas switch
Interrupteur à gaz comprimé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR LI SE |
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Priorität: |
31.05.1983 CH 2968/83
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.1984 Patentblatt 1984/49 |
| (73) |
Patentinhaber: BBC Brown Boveri AG |
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CH-5401 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Egli, Walter
CH-5400 Baden (CH)
- Ragaller, Klaus, Prof. Dr.
CH-5430 Wettingen (CH)
- Schade, Ekkehard, Dr.
CH-5430 Wettingen (CH)
- Stelzer, Roland
CH-8116 Würenlos (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 068 951 CH-A- 404 763 DE-A- 2 108 871 DE-C- 804 016 US-A- 3 331 935
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CH-A- 375 416 CH-A- 471 456 DE-A- 3 017 980 FR-A- 2 210 814 US-A- 4 465 910
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckgasschalter gemäss den Oberbegriffen der Patentansprüche
1 und 2.
[0002] Ein derartiger Schalter ist etwa in DE-A-30 17 980 oder in FR-A-2 210814 beschrieben.
Der beschriebene Schalter enthält eine Kolben-Zylinder-Kompressionsvorrichtung zur
Erzeugung von Druckgas. Bei dieser Vorrichtung ist der Zylinder mit einem beweglichen
Schaltstück und einer Isolierstoffdüse des Schalters fest verbunden, wohingegen der
im Zylinder in gasdichter Weise gleitbar gelagerte Kolben vom beweglichen Schaltstück
durchdrungen ist und unter der Wirkung einer vorgespannten Feder steht. Im Einschaltzustand
des Schalters wird die Kraft der vorgespannten Feder von einem feststehenden Anschlag
aufgenommen, welcher mit einem am Kolben angebrachten Halteteil zusammenwirkt.
[0003] Die Kraft der Feder ist derart bemessen, dass der Kolben beim Ausschalten solange
im Ruhezustand verbleibt bis der auf den Kolben wirkende Gasdruck grösser als die
Kraft der Feder ist. Dies ist dann der Fall, wenn beim Schalten eines Kurzschlussstromes
durch den Schaltlichtbogen ein hoher Gasdruck erzeugt wird. Dieser hohe Gasdruck ruft
durch Verschiebung des Kolbens gegen die Kraft der vorgespannten Feder eine Vergrösserung
des Kompressionsraums hervor. Zur Beblasung des Schaltlichtbogens steht dann ein vergleichsweise
grosses Volumen an hochgespanntem Druckgas zur Verfügung, jedoch benötigt ein solcher
Schalter eine vergleichsweise grosse Antriebsenergie, um beim Schalten starker Kurzschlussströme
ein Blockieren des Antriebs zu verhindern. Dies ist dadurch bedingt, dass zum einen
beim Schalten starker Kurzschlussströme ein starker Druck im Kompressionsraum aufgebaut
wird, und dass dieser Druck zum anderen entgegen der Bewegungsrichtung auf den Antrieb
wirkt.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Schalter der gattungsgemässen Art zu schaffen,
welcher bei einem vergleichsweise schwach dimensionierten und einfach ausgebildeten
Antrieb des beweglichen Schaltstückes sowohl kleine als auch grosse Ströme mit Sicherheit
unterbrechen kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in den kennzeichnenden Teilen der Patentansprüche 1
und 2 angegebenen Merkmale gelöst.
[0006] Der erfindungsgemässe Schalter zeichnet sich dadurch aus, dass er trotz eines bescheiden
gehaltenen Antriebs für das bewegliche Schaltstück sowohl für das Löschen grosser
als auch kleiner Schaltlicht bögen über ausreichende und an die Grösse des zu löschenden
Schaltlichtbogens angepasste Mengen an Löschgas geeigneten Druckes verfügt.
[0007] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung
dargestellt.
[0008] Es zeiqt:

[0009] Die in den Fig. 1, 3 und 4 dargestellten erfindungsgemässen Druckgasschalter sind
in den linken Figurenhälften jeweils in der Ausschalt- und in den rechten Figurenhälften
jeweils in der Einschaltstellung dargestellt. Bei allen Schaltern sind gleiche Teile
auch mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0010] Der in Fig. 1 dargestellte Druckgasschalter weist ein feststehendes Schaltstück 1
mit einem Nennstromkontakt 2 und einem Abbrandkontakt 3 sowie ein bewegliches Schaltstück
4 mit einem Nennstromkontakt 5 und einem Abbrandkontakt 6 auf. Die Abbrandkontakte
3 und 6 sind düsenförmig ausgebildet und jeweils auf Kontaktrohren 7 und 8 angebracht.
Der Abbrandkontakt 3 des feststehenden Schaltstückes 1 weist einen etwa dem Innendurchmesser
des düsenförmig ausgebildeten Abbrandkontaktes 6 des beweglichen Schaltstückes 4 entsprechenden
Aussendurchmesser auf, so dass der Abbrandkontakt 3 in der Einschaltstellung ins Innere
des Abbrandkontaktes 6 eindringen kann (in der rechten Hälfte von Fig. 1 dargestellt).
[0011] Der Abbrandkontakt 6 des beweglichen Schaltstückes 4 ist mit Abstand von einer Isolierstoffdüse
9 umgeben. Die Aussenfläche der Isolierstoffdüse 9 ist vom Nennstromkontakt 5 begrenzt.
Die Innenfläche der Isolierstoffdüse 9 begrenzt zusammen mit den Aussenflächen von
Kontaktrohr 8 und Abbrandkontakt 6 einen ringförmigen Kanal 10, welcher sich durch
einen mittels Stegen 11 am Kontaktrohr 8 befestigten Ringkolben 12 erstreckt. Der
Kanal 10 verbindet in der Ausschaltstellung (linke Hälfte von Fig. 1) die zwischen
beiden Abbrandkontakten 3 und 6 gelegene Zone, in welcherwährend eines Schaltvorganges
ein zwischen den Abbrandkontakten 3 und 6 gezogener Schaltlichtbogen brennt, mit einem
Kompressionsraum 13.
[0012] Der Kompressionsraum 13 ist von einem die Schaltstücke 1 und 4 aufnehmenden zylinderförmigen
Gehäuse 14 aus Isolierstoff, wie etwa aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Porzellan,
dem Kontaktrohr 8, dem Kolben 12 sowie einem weiteren Kolben 15 begrenzt. Beide Kolben
12 und 15 können in dichtender Weise in axialer Richtung auf der Innenfläche des Gehäuses
14 gleiten. Auf der Innenfläche des Gehäuses 14 ist ein ringförmiger Anschlag 16 angebracht,
an dem der Kolben 15 mit seiner dem Kompressionsraum 13 zugewandten Fläche anliegt.
Auf der vom Kompressionsraum 13 abgewandten Fläche des Kolbens 15 stützt sich eine
Druckfeder 17 ab, deren vom Kolben 15 abgewandtes Ende von einem an der Innenfläche
des Gehäuses 14 vorgesehenen Ansatz 18 gehalten ist. Am Kontaktrohr 8 ist ein Anschlag
19 vorgesehen, an dem in der Einschaltstellung der Kolben 15 mit seiner vom Kompressionsraum
13 abgewandten Fläche anliegt. Der Kolben 15 wirkt daher in der Einschaltstellung
wie ein fester Boden des Kompressionsraumes 13. Das Gehäuse 14 ist mit einem Isoliergas,
wie etwa Schwefelhexafluorid, von vorzugsweise einigen bar Druck gefüllt.
[0013] Beim Ausschalten wird das durch einen nicht dargestellten Antrieb in Richtung des
in der rechten Hälfte von Fig. 1 angegebenen Pfeils, d.h. nach unten, bewegt. Hierbei
öffnen zunächst die Nennstromkontakte 2 und 5 und wird der abzuschaltende Strom in
einen das Kontaktrohr 7, den Abbrandkontakt 3, den Abbrandkontakt 6 und das Kontaktrohr
8 aufweisenden Strompfad kommutiert. Einige msec später wird der Eingriff zwischen
den Abbrandkontakten 3 und 6 aufgehoben und zwischen diesen Kontakten ein nicht dargestellter
Schaltlichtbogen gezündet.
[0014] Da durch die gleichzeitig erfolgende Abwärtsbewegung des Kolbens 12 der Druck des
im Kompressionsraum 13 eingeschlossenen Isoliergases erhöht wird, strömt bei der Kontakttrennung
Druckgas aus dem Raum 13 über den Kanal 10 in die Zone zwischen den beiden Abbrandkontakten
3 und 6, wodurch eine Beblasung des Schaltlichtbogens erfolgt. Das zuströmende Gas
wird nach der Beblasung über die düsenförmig ausgebildeten Abbrandkontakte 3 und 6
und die Kontaktrohre 7 und 8 sowie über die Isolierstoffdüse 9 in einen Expansionsraum
abgeführt. Die Feder 17 ist hierbei derart bemessen, dass der Kolben 15 zumindest
bis zum Zeitpunkt der Trennung der Abbrandkontakte 3 und 6 trotz zunehmenden Drucks
des im Kompressionsraum 13 befindlichen Isoliergases gegen den Anschlag 16 gepresst
ist.
[0015] Dieser Sachverhalt ist auch aus Fig. 2 entnehmbar, in der das Volumen V des Kompressionsraumes
13 in Funktion des Hubes h des Schaltstückes 4 dargestellt ist. In der Einschaltstellung,
d.h. beim Hub 0, weist der Kompressionsraum 13 noch das Volumen V
E auf. Mit zunehmendem Hub h wird das Volumen V des Kompressionsraumes 13 kleiner (Kurvenabschnitt
I) und ist bei der Trennung der Abbrandkontakte 3 und 6 (Hub KT) auf das Volumen V
KT verringert worden. Gleichzeitig ist der Druck des im Kompressionsraum 13 befindlichen
Isoliergases entsprechend vergrössert worden.
[0016] Erfolgt nun die Kontakttrennung bei grossen abzuschaltenden Strömen, so verstopft
der Schaltlichtbogen während der Hochstromphase die Düsenöffnungen der Abbrandkontakte
3 und 6 und wird daher der Druck des im Kompressionsraum 13 befindlichen Isoliergases
durch Aufheizen erheblich erhöht. Oberhalb eines vorgebbaren Druckwertes des im Kompressionsraum
13 befindlichen Isoliergases, welcher beispielsweise 0,5 - 1 bar höher ist als der
Druckwert des Isoliergases in der Einschaltstellung, wird der Kolben 15 gegen die
Kraft der Feder 17 nach unten verschoben und dadurch bei erhöhtem Gasdruck der Kompressionsraum
13 solange vergrössert (Kurvenabschnitt in Fig. 2), bis sein Volumen bedingt durch
das Anschlagen des Kolbens 15 am Anschlag 19 konstant bleibt (Kurvenabschnitt 111).
Bei Annäherung des Stromes an den Nulldurchgang fällt der Druck wieder ab, da der
Schaltlichtbogen die Öffnungen der Abbrandkontakte 3 und 6 wieder freigibt. Zur Beblasung
der zwischen beiden Abbrandkontakten 3 und 6 befindlichen Lichtbogenzone steht dann
das maximale Volumen V
E des Kompressionsraumes 13 zur Verfügung. Bei grossen abzuschaltenden Strömen verhält
sich der erfindungsgemässe Schalter daher wie eine Anordnung, bei der das Löschgas
in einer Kammer mit konstantem Volumen gespeichert ist. Der Antrieb benötigt hierbei
lediglich die zum Spannen der Feder 17 notwendige Kraft, welche etwa in dergleichen
Grössenordnung liegt wie die für den Kaltgas-Druckaufbau im Kompressionsraum 13 notwendige
Kraft.
[0017] Erfolgt die Kontakttrennung nun bei kleinen abzuschaltenden Strömen, so reicht die
Kraft des durch den Schaltlichtbogen nur geringfügig aufgeheizten Isoliergases nicht
aus, um einen zum Verschieben des Kolbens 15 ausreichenden Druck im Kompressionsraum
13 aufzubauen. Das Volumen V
KT wird nach der Kontakttrennung weiter abnehmen (Kurvenabschnitt IV in Fig. 2). Bei
kleinen abzuschaltenden Strömen verhält sich der erfindungsgemässe Schalter daher
wie ein Blaskolbenschalter. Der Antrieb muss hierbei lediglich die zur Kompression
des im Kompressionsraum 13 vorgesehenen Isoliergases notwendige Kraft aufbringen,
welche aber wegen der zur erfolgreichen Beblasung der Lichtbögen kleiner Ströme erforderlichen
schwachen Isoliergasströmungen gering ist.
[0018] Bei der Ausbildung des erfindungsgemässen Druckgasschalters gemäss Fig. 3 ist der
Ansatz 18 statt am Gehäuse 14 am Kontaktrohr 8 angebracht. Die Kraft der Feder 17
wird nun vom Kontaktrohr 8 aufgenommen. Bei diesem Schalter wird daher beim Ausschalten
grosser Ströme die Kraft des nach der Trennung der Abbrandkontakte 3 und 6 infolge
Aufheizens durch den Schaltlichtbogen bewegten Kolbens 15 über die Feder 17 auf das
Kontaktrohr 8 übertragen, wodurch ein Spannen der Feder 17 bewirkt und somit der Antrieb
noch zusätzlich unterstützt wird.
[0019] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 kann der Kolben 15 in dichtender Weise in einen
Zylinder 20 gleiten. Der Zylinder 20 ist in geeigneter Weise mit einem am Schaltstück
4 befestigten Zylinderboden 21 verbunden, welcher von dem in den Kompressionsraum
13 einlaufenden Kanal 10 durchsetzt ist. In der Einschaltstellung (rechte Hälfte von
Fig. 4) ist der Kolben 15 durch einen in geeigneter Weise vom Gehäuse 14 gehaltenen
Anschlag 22 fixiert. Die Halterung des Anschlages 22 erfolgt beispielsweise durch
eine den Kolben 15 in dichtender Weise durchsetzende Stange 23, deren vom Anschlag
22 abgewandtes Ende auf einem am Gehäuse 14 befestigten Ansatz 24 gelagert ist.
[0020] Beim Schalten grosser Ströme wird der Kolben 15 nach dem Trennen der Abbrandkontakte
3 und 6 wie bei den vorstehend bezeichneten Ausführungsformen gegen die Kraft der
Feder 17 vom Anschlag 22 entfernt. Hierbei nimmt er vorübergehend die in der linken
Hälfte von Fig. 4 gestrichelt dargestellte Position ein. Entsprechend der Ausführungsform
gemäss der Fig. 3 ist auch bei diesem Schalter der Antrieb des Schaltstückes 4 beim
Ausschalten grosser Ströme erheblich entlastet. Darüber hinaus weist dieser Schalter
noch den Vorteil auf, dass durch die Verwendung eines mit dem Schaltstück 4 verbundenen
Zylinders ein Kolben eingespart wird und der Kompressionsraum 13 unabhängig vom Gehäuse
14 gestaltet werden kann.
1. Druckgasschalter mit zwei relativ zueinander beweglichen und jeweils mit einem
Abbrandkontakt (3, 6) versehenen Schaltstücken (1, 4), mit einem durch Bewegung eines
beweglichen (4) beider Schaltstücke (1, 4) veränderlichen, zylinderförmigen Kompressionsraum
(13) zur Erzeugung von Druckgas, in dessen eine Stirnseite ein ringförmiger Kanal
(10) einläuft und dessen andere Stirnseite von einem längs der Zylinderachse des Kompressionsraumes
(13) verschiebbaren und unter der Wirkung einer vorgespannten Feder (17) stehenden
Kolben (15) begrenzt ist, und mit einer den Abbrandkontakt (6) des beweglichen Schaltstückes
(4) mit Abstand umgebenden Isolierstoffdüse (9), deren Innenfläche mit derAussenfläche
des Abbrandkontaktes (6) des beweglichen Schaltstückes (4) einen ringförmigen Kanal
(10) begrenzt, wobei der ringförmige Kanal (10) im Einschaltzustand geschlossen ist
und beim Ausschalten nach Trennen der Abbrandkontakte (3, 6) und Zünden eines Schaltlichtbogens
in einer zwischen den sich trennenden Abbrandkontakten (3, 6) gebildeten Zone eine
Verbindung zwischen dem Kompressionsraum (13) und dieser Zone herstellt, wobei der
Kolben (15) im Einschaltzustand von einem die Kraft der vorgespannten Feder (17) aufnehmenden,
feststehenden Anschlag (16) gehalten ist, und die Feder (17) derart bemessen ist,
dass der Kolben (15) beim Ausschalten zumindest bis zum Zeitpunkt der Trennung der
Abbrandkontakte (3, 6) entgegen der Wirkung einer durch die Ausschaltbewegung des
beweglichen Schaltstückes (4) hervorgerufenen Vorkompression, erster Druckwert genannt,
des im Kompressionsraum (13) befindlichen Druckgases gegen den Anschlag (16) geführt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (17) mit ihrem vom Kolben (15) abgewandten
Ende auf einem feststehenden Gehäuse (14) abgestützt ist, und dass am beweglichen
Schaltstück (4) ein Anschlag (19) vorgesehen ist, welcher oberhalb eines zweiten Druckwertes
des im Kompressionsraum (13) befindlichen Druckgases, welcher grösser als der erste
Druckwert ist, die Bewegung des Kolbens (15) in Richtung der Bewegung des beim Ausschalten
bewegten Schaltstückes (4) hemmt.
2. Druckgasschalter mit zwei relativ zueinander beweglichen und jeweils mit einem
Abbrandkontakt (3, 6) versehenen Schaltstücken (1, 4), mit einem durch Bewegung eines
beweglichen (4) beider Schaltstücke (1, 4) veränderlichen, zylinderförmigen Kompressionsraum
(13) zur Erzeugung von Druckgas, in dessen eine Stirnseite ein ringförmiger Kanal
(10) einläuft und dessen andere Stirnseite von einem längs der Zylinderachse des Kompressionsraumes
(13) verschiebbaren und unter der Wirkung einer vorgespannten Feder (17) stehenden
Kolben (15) begrenzt ist, und mit einer den Abbrandkontakt (6) des beweglichen Schaltstückes
(4) mit Abstand umgebenden Isolierstoffdüse (9), deren Innenfläche mit derAussenfläche
des Abbrandkontaktes (6) des beweglichen Schaltstückes (4) einen ringförmigen Kanal
(10) begrenzt, wobei der ringförmige Kanal (10) im Einschaltzustand geschlossen ist
und beim Ausschalten nach Trennen der Abbrandkontakte (3, 6) und Zünden eines Schaltlichtbogens
in einer zwischen den sich trennenden Abbrandkontakten (3, 6) gebildeten Zone eine
Verbindung zwischen dem Kompressionsraum (13) und dieser Zone herstellt, wobei der
Kolben (15) im Einschaltzustand von einem die Kraft der vorgespannten Feder (17) aufnehmenden,
feststehenden Anschlag (16; 22) gehalten ist, und die Feder (17) derart bemessen ist,
dass der Kolben (15) beim Ausschalten zumindest bis zum Zeitpunkt der Trennung derAbbrandkontakte
(3, 6) entgegen der Wirkung einer durch die Ausschaltbewegung des beweglichen Schaltstückes
(4) hervorgerufenen Vorkompression, erster Druckwert genannt, des im Kompressionsraum
(13) befindlichen Druckgases gegen den Anschlag (16; 22) geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Feder (17) mit ihrem vom Kolben (15) abgewandten Ende am beweglichen Schaltstück
(4) abgestützt ist.
3. Druckgasschalter nach einem der Patentansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kompressionsraum (13) vom Kolben (15) und einem mit dem beweglichen Schaltstück
(4) verbundenen Zylinder (20) begrenzt ist.
4. Druckgasschalter nach einem der Patentansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kompressionsraum (13) vom Kolben (15), einem feststehenden Zylinder (Gehäuse
14) und einem mit dem beweglichen Schaltstück (4) verbundenen zweiten Kolben (12)
begrenzt ist.
1. Gas-blast circuit breaker with two contact members (1,4), which are movable relative
to one another and are each provided with a sparking contact (3, 6), with a cylindrical
compression chamber (13), for generating pressurised gas, which is variable by the
movement of one movable contact member (4) of the two contact members (1, 4), one
end face of which contains an annular channel (10) and the other end face of which
is bounded by a piston (15) which is displaceable along the cylinder axis of the compression
chamber (13) and is subject to the action of a pretensioned spring (17), and with
a nozzle (9) of insulating material surrounding the sparking contact (6) of the movable
contact member (4) at a distance, the inner surface of the nozzle defining, togetherwith
the outer surface of the sparking contact (6) of the movable contact member (4), an
annular channel (10), the annular channel (10) being closed in the make-position and,
on breaking after separation of the sparking contacts (3, 6) and ignition of a switching
arc in a zone formed between the separating sparking contacts (3, 6), making a connection
between the compression chamber (13) and this zone, the piston (15) being held in
the make-position by a fixed stop (16) absorbing the force of the pretensioned spring
(17), and the spring (17) being sized in such a way that, on breaking at least up
to the time of separation of the sparking contacts (3, 6), the piston (15) is taken
to the stop (16) against the action of a precompression, called first pressure value,
of the pressurised gas present in the compression chamber (13), caused by the break
movement of the movable sparking contact (4) characterised in that the end, remote
from the piston (15), of the spring (17) is supported on a fixed housing (14), and
that, on the movable contact member (4), a stop (19) is provided which, above a second
pressure value, greater than the first pressure value, of the pressurised gas present
in the compression chamber (13), blocks the movement of the piston (15) in the direction
of the movement of the contact member (4) which is moved on switching-off.
2. Gas-blast circuit breaker with two contact members (1,4), which are movable relative
to one another and are each provided with a sparking contact (3, 6), with a cylindrical
compression chamber (13), for generating pressurised gas, which is variable by the
movement of one movable contact member (4) of the two contact members (1, 4), one
end face of which contains an annular channel (10) and the other end face of which
is bounded by a piston (15) which is displaceable along the cylinder axis of the compression
chamber (13) and is subject to the action of a pretensioned spring (17), and with
a nozzle (9) of insulating material surrounding the sparking contact (6) of the movable
contact member (4) at a distance, the inner surface of the nozzle defining, togetherwith
the outer surface of the sparking contact (6) of the movable contact member (4), an
annular channel (10), the annular channel (10) being closed in the make-position and,
on breaking after separation of the sparking contacts (3, 6) and ignition of a switching
arc in a zone formed between the separating sparking contacts (3, 6), making a connection
between the compression chamber (13) and this zone, the piston (15) being held in
the make-position by a fixed stop (16,22)absorbing the force of the pretensioned spring
(17), and the spring (17) being sized in such a way that, on breaking at least up
to the time of separation of the sparking contacts (3, 6), the piston (15) is taken
to the stop(16,22)against the action of a precompression, called first pressure value,
of the pressurised gas present in the compression chamber (13), caused by the break
movement of the movable sparking contact (4) characterized in that the end, remote
from the piston (15), of the spring (17) is supported on the movable contact member
(4).
3. Gas-blast circuit breaker according to claim 1 or 2, characterized in that the
compression chamber (13) is bounded by the piston ( 15) and a cylinder (20) connected
to the movable contact member (4).
4. Gas-blast circuit breaker according to claim 1 or 2, characterized in that the
compression chamber (13) is bounded by the piston (15), a fixed cylinder (housing
14) and a second piston (12) connected to the movable contact member (4).
1. Interrupteur à gaz comprimé avec deux pièces de contact (1,4) mobiles l'une par
rapport à l'autre et munies chacune d'un contact pare-étincelle (3, 6), avec une chambre
de compression (13) cylindrique variable par déplacement de l'une mobile (4) des deux
pièces de contact (1, 4) pour la production de gaz comprimé, dans une des faces terminales
de laquelle débouche un canal annulaire (10) et dont l'autre face terminale est délimitée
par un piston (15) coulissant le long de l'axe du cylindre de la chambre de compression
(13) et soumis à l'action d'un ressort (17) précontraint, et avec une douille (9)
en matériau isolant entourant à distance le contact pare-étincelle (6) de la pièce
de contact mobile (4), et dont la surface intérieure délimite avec la surface extérieure
du contact pare-étincelle (6) de la pièce de contact mobile (4) un canal annulaire
(10), le canal annulaire (10) étant fermé en position enclenchée et formant à la coupure,
après la séparation des contacts pare-étincelle (3, 6) et le jaillissement d'un arc
électrique de coupure dans une zone formée entre les contacts pare-étincelle (3, 6)
qui se séparent, une communication entre la chambre de compression (13) et cette zone,
le piston (15) étant, en position enclenchée, maintenu par une butée fixe (16) reprenant
la force du ressort précontraint (17), et le ressort (17) étant dimensionné de telle
sorte que, lors de la coupure, le piston (15) soit mené contre la butée (16) au moins
jusqu'au moment de la séparation des contacts pare-étincelle (3, 6) contre l'action
d'une précompression, dite première valeur de pression, du gaz comprimé se trouvant
dans la chambre de compression (13), provoquée par le mouvement de coupure de la pièce
de contact mobile (4), caractérisé en ce que le ressort (17) s'appuie sur un boîtier
fixe (14) par son extrémité située à l'opposé du piston (15), et en ce qu'à la pièce
de contact mobile (4) il est prévu une butée (19) qui, au-delà d'une seconde valeur
de la pression du gaz comprimé se trouvant dans la chambre de compression (13), laquelle
est supérieure à la première valeur de pression, empêche le mouvement du piston (15)
dans la direction du mouvement de la pièce mobile (4) mise en mouvement lors de la
coupure.
2. Interrupteur à gaz comprimé avec deux pièces de contact (1,4) mobiles l'une par
rapport à l'autre et munies chacune d'un contact pare-étincelle (3, 6), avec une chambre
de compression (13) cylindrique variable par déplacement de l'une mobile (4) des deux
pièces de contact (1, 4) pour la production de gaz comprimé, dans une des faces terminales
de laquelle débouche un canal annulaire (10) et dont l'autre face terminale est délimitée
par un piston (15) coulissant le long de l'axe du cylindre de la chambre de compression
(13) et soumis à l'action d'un ressort (17) précontraint, et avec une douille (9)
en matériau isolant entourant à distance le contact pare-étincelle (6) de la pièce
de contact mobile (4), et dont la surface intérieure délimite avec la surface extérieure
du contact pare-étincelle (6) de la pièce de contact mobile (4) un canal annulaire
(10), le canal annulaire (10) étant fermé en position enclenchée et formant à la coupure,
après la séparation des contacts pare-étincelle (3, 6) et le jaillissement d'un arc
électrique de coupure dans une zone formée entre les contacts pare-étincelle (3, 6)
qui se séparent, une communication entre la chambre de compression (13) et cette zone,
le piston (15) étant, en position enclenchée, maintenu par une butée fixe (16; 22)
reprenant la force du ressort précontraint (17), et le ressort (17) étant dimensionné
de telle sort que, lors de la coupure, le piston (15) soit mené contre la butée (16;
22) au moins jusqu'au moment de la séparation des contacts pare-étincelle (3, 6) contre
l'action d'une précompression, dite première valeur de pression, du gaz comprimé se
trouvant dans la chambre de compression (13), provoquée par le mouvement de coupure
de la pièce de contact mobile (4), caractérisé en ce que le ressort (17) s'appuie
sur la pièce de contact mobile (4) par son extrémité située à l'opposé du piston (15).
3. Interrupteur à gaz comprimé suivant l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que la chambre de compression (13) est délimitée par le piston (15)
et par un cylindre (20) relié à la pièce de contact mobile (4).
4. Interrupteur à gaz comprimé suivant l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que la chambre de compression (13) est délimitée par le piston (15),
par un cylindre fixe (boitier 14) et par un second piston (12) relié à la pièce de
contact mobile (4).