[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Querbalken nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Dieser Querbalken ist aus der britischen Patentschrift 2 104 946, die den nächstliegenden
Stand der Technik bildet, bekannt. Der darin beschriebene Querbalken ist auch durch
die Annonce in der Zeitschrift "Traffic Engineering and Control", November 1981, Seitte
610, bekannt geworden. Er ist aus einem "high impact rubber" gefertigt, also aus einem
hochstoßfesten (jungfräulichen) Gummimaterial. Hochstoßfest bedeutet, daß er bei auf
ihn einwirkenden Stößen nicht nachgibt, sondern im wesentlichen hart bleibt. Der vorbekannte
Querbalken ist so ausreichend schwer ausgebildet, daß er an seinem Platz an einer
Straße hält, wobei dieser Halt durch die Wirkung von Saugnäpfen unterstützt wird.
Lediglich für eine mehr permanente Installation ist eine Schraubbefestigung vorgesehen,
hierzu hat der Querbalken die Schraubenlöcher mit Erweiterungen.
[0003] Aufgrund der Ausführung aus hochstoßfestem Gummi findet bei einer Befestigung mittels
Schrauben keine Relativbewegung zwischen diesen Schrauben und dem Gummimaterial statt,
wenn der Querbalken belastet wird. Will man jedoch den Querbalken aus einem elastischen
und zugleich einen Kraftabbau ermöglichenden Gummimaterial herstellen, das bei einer
Belastung einfedert, so findet zwangsläufig eine Relativbewegung zwischen den Schrauben
und dem Gummimaterial bei Belastung statt. Eine für den Kraftfahrzeugverkehr ausreichend
robuste Befestigung eines Querbalkens mittels Schrauben wird daher nach der Lehre
dieser britischen Patentschrift nicht erreicht, wenn der Querbalken aus einem elastischen
und einem Kraftabbau ermöglichenden Material gefertigt ist.
[0004] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des vorbekannten Querbalkens
zu vermeiden und einen Querbalken zu schaffen, der für Anwendungen im Verkehrsbereich
von Kraftfahrzeugen geeignet ist, einen Kraftabbau ermöglicht und einen universellen
Einsatz zuläßt.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Markierungsstein mit den Merkmalen des geltenden
Patentanspruchs 1.
[0006] Die gewünschte Elastizität und damit auch der (nicht unmittelbar mit der Elastizität
verknüpfte) Kraftabbaufaktor werden für die Anwendungen im Straßenverkehrsbereich
günstig und gezielt durch Recyclinggummi eingestellt, hierdurch ist eine wirtschaftliche
Fertigung möglich. Trotz der Elastizität und des gewollten Einfederns stehen einem
den Querbalken überrollenden Rad keine Hindernisse in Form hochstehender Schraubenköpfe
entgegenstehen.
[0007] Weiterhin ist aus der französischen Patentschrift 1 501 896 ein Querbalken bekannt,
der gemäß seines Anspruchs 1 aus steifen oder halbsteifem Material gefertigt ist.
Er hat schüsselförmige Metalleinsätze, die ein U-Profil haben, dessen obere, freie
Schenkel bündig mit der Oberseite des Körpers abschließen. Wird dieser vorbekannte
Querbalken tatsächlich aus einem Material gefertigt, das so elastisch und damit einen
Kraftabbau ermöglichend ist wie das Material, aus dem der erfindungsgemäße Querbalken
gefertigt ist, so wird das Gummimaterial bei Belastung zusammengedrückt. Dieser Bewegung
können die Metallteile aber nicht folgen, so daß diese gegenüber der Oberseite vorstehen
und dadurch eine ernsthafte Verkehrsgefährdung bilden, zumindest Reifen zerstören
können. Die <1 Me + &talleinsätze sind auch nicht mit dem Material des Querbalkens
innig verbunden, sie sind nicht innenliegend angeordnet und wirken somit nicht als
eine innenliegende, flächenhafte Armierung.
[0008] Wird der Querbalken nach dieser französischen Patentschrift tatsächlich aus einem
elastischen Recyclinggummi gefertigt, so finden bei Belastungen zwangsläufig Relativbewegungen
zwischen den Metalleinsätzen und dem elastischen Körper statt, hierdurch kommt es
zu Beschädigungen des elastischen Materials insbesondere an den rechtwinkligen Außenecken
der Metalleinsätze, das elastische Material wird auf die Dauer zumindest an dieser
Stelle eingeschnitten und damit zerstört. Eine dauerhafte Befestigung ist bei elastischem
Material somit nicht möglich.
[0009] Die alte britische Patentschrift 689 791 aus dem Jahre 1950 bezieht sich nicht auf
einen Querbalken, sondern auf Straßenmarkierer, wie sie üblicherweise durch Farbauftrag
erstellt werden. Die Straßenmarkierer sind auch nicht wesentlich höher als eine Farbschicht,
die Höhe liegt (Seite 2, Zeilen 49 bis 54) zwischen drei und fünf Millimetern. Aufgrund
der äußerst geringen Dicke der Straßenmarkierer ist aber die Elastizität in vertikaler
Richtung praktisch unbedeutend, jedenfalls wird kein Kraftabbau erreicht. Die Elastizität
wird benötigt, um den flachen Straßenmarkierer Fahrbahnunebenheiten anpassen zu können.
[0010] Normalerweise wird dieser Straßenmarkierer aufgeklebt, für das Aufkleben werden mehrere
verfahren angegeben. Gemäß den Ausführungen auf Seite 2, Zeilen 104 bis 113 der Patentschrift
kan der Straßenmarkierer aber auch durch großköpfige Nägel befestigt werden, wobei
es unter anderem vorgeschlagen wird, Löcher mit Erweiterungen ähnlich den Schraubenlöchern
des erfindungsgemäßen Querbalkens vorzusehen, durch die die Nägel geschlagen werden.
Dabei wird auch vorgeschlagen, eine Stahl-Unterlagsscheibe in einer Vertiefung, Aussparung
anzuordnen. Angesichts der äußerst geringen Höhe der Straßenmarkierer kann hierdurch
ein wirklicher Beitrag in Richtung einer großflächigen Befestigung nicht erreicht
werden.
[0011] Recyclinggummi, insbesondere ein kraftabbauermöglichendes Recyclinggummi lehrt diese
britische Patentschrift nicht. Angesichts der äußerst geringen Höhe ist auch nicht
zu erwarten, daß er einen Kraftabbau zuläßt.
[0012] Die deutsche Offenlegungsschrift 27 58 696 beschreibt einen Formkörper aus Gummigranulat
und Bindemittel. Er hat Einlagen in Form von Stäben aus Spann- bzw. Rippenstahl, durch
die erreicht wird, daß eine dem Formkörper durch Biegen oder auf andere Weise beigebrachte
Verformung formbeständig erhalten bleibt. Eine Verwendung dieser Einlagen zur Befestigung
des vorbekannten Formkörpers wird nicht beschrieben.
[0013] Weiterhin ist aus der US-A-2 851 935 ein Markierungsstein zur Verkehrsführung vorbekannt,
der als eine dünnwandige, nach unten offene Schale ebenfalls aus Naturgummi ausgeführt
ist, die Schale wird durch einen schmalen, in Längsrichtung verlaufenden Steg verstärkt.
Dieser Markierungsstein ist somit hohl, er wird, wenn er von einem Fahrzeugreifen
überrollt wird, plattgedrückt, wodurch er dem Fahrzeugrad ein ungefährliches Hindernis
bietet. Sein Material ist ausreichend elastisch, damit dieser Markierungsstein nach
Abklingen der Belastung wieder die normale, nicht flachgedrückte Form annehmen kann.
Da der Markierungsstein nach unten offen ist, liegt er nicht vollflächig, sondern
entsprechend seiner Schalenform mit einem schmalen Rand auf seiner Befestigungsfläche
auf. Wenn er von einem Fahrzeugrad überrollt und plattgedrückt wird, wird das Fahrzeugrad
praktisch nicht angehoben. Der Markierungsstein wirkt daher praktisch ausschließlich
optisch, eine physikalische Barriere bewirkt er nicht. Die Befestigungskräfte werden
über nur zwei Schraubenköpfe eingeleitet und wirken sich nur lokal im dünnwandigen
Steg aus, sie werden nicht großflächig verteilt. Daher kann der Markierungsstein nach
oben über die Schraubköpfe weggerissen und entfernt werden.
[0014] Schließlich ist aus der DE-A-1 784 201 ein Querbalken vorbekannt, der aus einem starren,
giebeldachförmigen Trägerkörper, welcher vorteilhaft aus Metall hergestellt ist und
in diesen eingelassene Reflektorelemente aufweist. Dieser Querbalken ermöglicht keinen
Kraftabbau, wenn er von einem Fahrzeugrad überrollt wird.
[0015] Da der erfindungsgemäße Querbalken aus Recyclinggummi hergestellt ist, kann er bei
äußeren, auf ihn einwirkenden Kräften elastisch nachgeben und Belastungskräfte abfedern,
harte Stöße dämpfen und somit Menschen vor Verletzungen sowie Fahrzeuge vor Beschädigungen
schützen. Aufgrund seiner Ausführung aus elastischem Recyclinggummi kann der Querbalken
aber auch in Längsrichtung gebogen werden, also einem Krümmungsverlauf einer Grenzlinie
problemlos angepaßt werden und ebenfalls auch bei Niveauunterschieden, beispielsweise
Wellen, der Befestigungsfläche, auf der er aufliegt, verwendet werden.
[0016] Die Armierung sichert eine ausreichende Haltbarkeit des Querbalkens trotz seiner
Elastizität auch bei Belastungen durch Kraftfahrzeuge, z. B. LKW's.
[0017] Als sehr günstig hat sich ein Kraftabbaufaktor von vierzig bis sechzig Prozent, vorzugsweise
fünfzig Prozent, jeweils bezogen auf ein Sandbett mit Standardkörnung, erwiesen. Der
so ausgebildete Querbalken kann bei auf ihn einwirkenden Stößen ausreichend elastisch
nachgeben, wodurch er zur Lärmminderung und Schonung von Mensch und Material beiträgt,
andererseits ist er eine echte physikalische Barriere, die einen Fahrzeugreifen beim
Überrollen anhebt, auch wenn sie beim Überrollen einfedert.
[0018] Insbesondere am Beginn oder Ende einer verkehrsberuhigten Zone, ist ein im Profil
rundlicher, insbesondere runder, flacherer Querbalken vorteilhaft. Die Reflexionsbereiche
signalisieren dem Kraftfahrer die bewußt angelegte Schwelle, die Form und Ausbildung
des Querbalkens ermöglicht trotzdem ein nur mäßig behindertes Überfahren der Querwelle.
Dabei ist bei einer Anwendung und Ausführung ein allgemeiner Vorteil des erfindungsgemäßen
Querbalkens besonderes deutlich: Da der erfindungsgemäße Querbalken Stöße abfängt
und eingeleitete Kräfte abbaut, trägt er zur Lärmminderung bei.
[0019] Sehr vorteilhaft ist es, in der (unteren) Befestigungsfläche Drainageeinschnitte
vorzusehen, die an beiden Seitenflächen als Buchten sichtbar sind und beide Seitenflächen
verbinden. Dadurch kann Oberflächenwasser zwischen dem Querbalken und seiner Unterlage
durchfließen, die Oberflächenentwässerung von Verkehrsbereichen wird gefördert, Wasseransammlungen
und Pfützen auf einer oder beiden Seiten des Querbalkens, die eine Verkehrsgefährdung
oder eine Belästigung bewirken könnten, können sich nicht bilden. Vorteihafterweise
sind mehrere derartige Drainageeinschnitte auf der Gesamtlänge des Querbalkens, die
typischerweise bei zehn Zentimeter bis zwei Meter liegt, vorgesehen.
[0020] Vorteilhaft ist es, an den Befestigungsflächen eine Nase oder eine Nut vorzusehen.
Dadurch kann der Querbalken auf eine bereits vorhandene oder speziell für ihn gelegte
Leiste aufgedrückt werden, oder seine Nase wird in eine Rille eingedrückt, die bereits
im Untergrund vorhanden ist oder speziell für den Querbalken geschnitten oder vorbereitet
wurde. In beiden Fällen können sehr präzise Verläufe der Markierungslinie erreicht
werden, insbesondere bei Krümmungen im Verlauf der Markierungslinie. Weiterhin werden
die Montagearbeiten vereinfacht.
[0021] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen
sowie der nun folgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen, die allerdings
nicht einschränkend zu verstehen sind. Sie werden im folgenden unter Bezugnahme auf
die Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen:
[0022] Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise schnittbildlich ausgeführt, eines Querbalkens
mit Schrägflächen und symmetrischem Profil,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Querbalken gemäß Fig. 1
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Querbalkens entsprechend Figur 1 für ein Anfangs-
oder Endstück,
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Anfangs- oder Endstück gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung des Querbalkens gemäß den Figuren 1 und 2,
und
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Querbalkens mit flachem, gerundetem
Profil.
[0023] Die gezeigten Querbalken sind alle insgesamt länglich ausgebildet, ihre Länge ist
also wesentlich größer als ihre Breite oder ihre Höhe.
[0024] Sie haben somit einen balkenartigen Körper, dessen Querschnitt über die gesamte Länge
ungeändert bleibt. Jeder Querbalken hat eine untere Befestigungsfläche 20, die in
den gezeigtenAusführungsbeispielen eben ist, allerdings auch eine hiervon abweichende
Form haben kann, beispielsweise eine Nut 21 (Fig. 5) oder eine Feder 21' (Fig. 6)
aufweisen kann. Üblich sind jedoch im Normalfall ebene Befestigungsflächen. Diese
liegen, da der Querbalken aus einem elastischen Material gefertigt ist, im montierten
Zustand bündig und vollflächig auf einer Unterlage auf, dies sichert zugleich eine
gute Haftung gegenüber dem Untergrund, was das insbesondere bei seitlich angreifenden
Kräften verhindert, daß sich die Befestigungsfläche gegenüber dem Untergrund verschiebt.
Derartige Verschiebungen müssen zwar nicht ausgeschlossen werden, es wird aber bevorzugt,
daß sie nicht auftreten.
[0025] Der Querbalken hat weiterhin zwei Seitenflächen 22, 24, eine Oberseite 26 und zwei
Stirnflächen 28, 29.
[0026] Wie bereits oben ausgeführt, ist der Querbalken aus einem elastischen Material, insbesondere
einem Gummi und vorzugsweise einem Recycling-Gummi hergestellt. Er ist aus Vollmaterial
ausgeführt. Die Elastizität ist so ausgelegt, daß ein Kraftabbau von 40 bis 60 % vorzugsweise
50 %, bezogen auf ein Sandbett mit Standardkörnung als Referenz erreicht wird. Der
Kraftabbau und damit die Härte des Materials werden in Bezug auf den Einsatzzweck
gewählt, für Verkehrsbereiche mit Kraftfahrzeugen wird eine höhere Härte vorgegeben
als in Füßgänger- oder Radfahrbereichen. Erreicht wird die Härteeinstellung und damit
der Kraftabbaufaktor durch geeignete Wahl, Größe und Form der Gummipartikeichen, aus
denen der Querbalken sich zusammensetzt.
[0027] Beide Seitenflächen 22, 24 sind identisch ausgebildet, anders ausgedrückt ist das
Profil des Querbalkens gemäß den Figuren 1 bis 5 klappsymmetrisch. Jede Seitenfläche
22, 24 besteht jeweils aus einer Vertikalfläche 30 und einer sich im oberen Bereich
an diese anschließenden, oberen Schrägfläche 32. In letzterer sind, wie aus den Figuren
ersichtlich ist, Reflexionsbereiche 34 angeordnet, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Katzenaugen ausgeführt sind. Diese sind bündig in das Material eingebettet. Hierzu
sind nicht dargestellte Ausnehmungen vorhanden, in die Zapfen an der Rückseite der
Katzenaugen eingesetzt werden. Diese Zapfen haben Rückhaltekrallen oder einen sägezahnförmigen
Verlauf, wodurch sie dauerhaft halten. Die Anzahl der Reflexionsbereiche 34 wird in
Abhängigkeit vom Einsatzzweck des Markierungssteines bestimmt, mithin können auch
wesentlich mehr Reflexionsbereiche 34 als gezeigt oder es können Reflexionsbereiche
mit einer größeren Fläche verwendet werden.
[0028] Auf der vertikalen Mittellinie, die zugleich Symmetrieebene ist, sind insgesamt drei,
eine punktuelle Schraubbefestigung ermöglichende Ausnehmungen in Form von Schraubenlöchern
36 vorgesehen. Diese haben im Bereich der Oberseite 26 Erweiterungen 38, die so ausgeformt
sind, daß der Kopf einer die Schraubenlöcher 36 durchgreifenden Schraube, insbesondere
Schlüsselschraube, deutlich unterhalb der Oberseite 26 liegt, so daß auch dann, wenn
die Oberseite 26 einfedert, der Schraubenkopf nicht gegenüber der Oberseite 26 vortritt.
[0029] Die Befestigung des erfindungsgemäßen Querbalkens erfolgt vorzugsweise durch Schrauben.
Hierzu werden vor der Montage des Querbalkens in den Untergrund Löcher gebohrt, falls
der Untergrund eine ausreichende Festigkeit hat, beispielsweise durch Beton oder Bitumen
gebildet wird. In die Bohrlöcher werden in bekannter Weise Dübel eingesetzt, die sich
beim Eindrehen einer Schraube spreizen und der Schraube einen sicheren Halt bieten.
Der Querbalken wird flächig beim Anziehen der Schraube gegen die Unterfläche gedrückt.
Bei nichtbindigen Untergründen, beispielsweise Erde, wird ein imprägnierter Holzklotz
in den Boden eingebettet oder ein Stahlnagel mit Innengewinde in den Boden eingetrieben.
[0030] Im Querbalken sind insgesamt sechs bevorzugt quer zur Längsrichtung verlaufende Drainageeinschnitte
40 vorgesehen, die sich zwischen den Schraubenlöchern 36 und im Abstand von diesen
befinden. Sie ermöglichen eine Querentwässerung zwischen Querbalken und seiner Unterfläche.
Sie sind an beiden Seitenflächen 22, 24 sichtbar und verbinden diese Seitenflächen
22, 24. Die Drainageeinschnitte 40 verlaufen bevorzugt rechtwirklig zur Längsrichtung
und sind quaderförmig. Ihre Breite beträgt im gezeigten Ausführungsbeispiel 70 mm,
ihre Höhe 10 mm. Sie beginnen jeweils 70 mm neben einem Schraubenloch 36.
[0031] Der in den Figuren 1, 2 und 5 gezeigte Querbalken hat darüberhinaus folgende Abmessungen:
Die Gesamtlänge beträgt 1 m, seine Höhe liegt bei 80 mm, die Vertikalflächen 30 haben
eine Höhe von 50 mm, die Schrägflächen 32 eine senkrechte Höhe von 30 mm. Der Querbalken
ist 100 mm breit, die Oberseite 26 ist 50 mm breit.
[0032] In vorteilhafter Ausführung sind die Erweiterungen 38 der Schraubenlöcher 36 so ausgebildet,
daß sie Katzenaugen aufnehmen können. Dadurch sind die eigentlichen Befestigungsschrauben
völlig verdeckt und zugleich geschützt.
[0033] Der in Figur 3 und Figur 4 gezeigte Querbalken in Form eines Anfangs- oder Endstücks
hat grundsätzlich einen Aufbau wie der bereits besprochene Querbalken, im Unterschied
zu diesem allerdings eine Schrägfläche 42 im Bereich einer Stirnfläche 28, jedenfalls
nicht beider Stirnflächen. Die Schrägfläche 42 steht in einem Winkel von etwa 30 Grad
zur Befestigungsfläche 20 und geht nach unten über in eine vertikale Teilstirnfläche
mit 25 mm Höhe.
[0034] In den Figuren 1 und 2 ist strichpunktiert noch eine dreieckförmige Nut 46 in beiden
Stirnflächen 28 eingezeichnet. Sie ist bei aneinander gesetzten Querbalken von außen
nicht sichtbar. In sie kann ein dreieckförmiges Verbindungsteil eingesetzt werden,
das einen Formschluß zwischen aneinander grenzenden Steinen sicherstellt.
[0035] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 6 hat der Querbalken ebenfalls ein klappsymmetrisches
Profil, allerdings eine flache, abgerundete Profilform. In die Seitenflächen 22 sind
rechteckförmig ausgebildete Reflexionsfolien als Reflexionsbereiche 34 eingelassen
oder gegebenfalls auf die Seitenflächen 22, 24 aufgeklebt. Darüberhinaus besteht jedoch
kein Unterschied zu den bereits besprochenen Ausführungsbeispielen, es sind ebenfalls
Schraubenlöcher 36 vorgesehen, die Befestigung erfolgt also ebenfalls in punktuellen
Bereichen. Zum Ausführugsbeispiel nach Figur 6 gehört ein entsprechend stirnseitig
angeschrägter oder angerundeter End- oder Anfangsstein, wie er ähnlich in Figur 3
und 4 gezeigt wurde.
[0036] Abschließend soll noch einmal die sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen
Querbalkens betont werden: Dieser Querbalken kann (einzeln oder auch in Kombination
gesehen), als Trennstein, als Bordstein, als Begrenzungsstein und als Randstein Verwendung
finden. Die universelle Einsatzmöglichkeit in diesen vielfältigen Bereichen erspart
eine Lagerhaltung vieler unterschiedlicher Steine der als bekannt vorausgesetzten
Art, die dem jeweiligen Verwendungszweck entsprechend ausgeführt sein müssen. Zudem
hat der erfindungsgemäße Querbalken ein geringeres spezifisches Gewicht, ist also
leichter zu handhaben. Der Kraftabbau des erfindungsgemäßen Querbalkens kann je nach
den individuellen Anforderungen produziert werden. Bewährt haben sich Kraftabbaufaktoren
von 40 bis 60, vorzgusweise 50 %, jeweils bezogen auf ein Sandbett mit Standardkörnung.
[0037] In Figur 1 ist schließlich eine innenliegende, flächenhafte Armierung 44 aus einem
Gewebematerial gezeigt. Diese kann auch durch Stahlcordeinlagen, Metallgitter, Nylonfäden
oder dergleichen gebildet sein. Bevorzugt ist der Bereich um die Schraubenlöcher 36
armiert. Die Armierung 44 ist elastisch und mit dem Material des Querbalkens innig
verbunden. Sie sichert eine ausreichende Haltbarkeit des Querbalkens auch bei Belastungen
durch Kraftfahrzeuge, zum Beispiel LKW's.
[0038] Ein Sandbett mit Standardkörnung hat gemäß DIN 18915 Teil 1 folgende Zusammensetzung:
Sand der Korngröße maximal 6 Millimeter ohne schluffige bzw. tonige Anteile. Der Kraftabbau
eines derartigen Sandbetts ist in DIN 18196 Abschnitt 3.3 normiert und wird als 100
%-Wert bei Vergleich mit dem Material des Querbalkens angesetzt.
[0039] In Figur 5 ist eine Nut 21, in Figur 6 eine Feder 21' eingezeichnet. Weiterhin ist
in Figur 1 und 2 eine stirnseitige Nut 46 gezeigt. Die Reflexionsbereiche 34 bestehen
aus einem retroreflektierenden Material. Weitgehend unabhängig von Einfallswinkel
eines zu reflektierenden Lichts wird eine Reflexion abgegeben.
[0040] Schließlich hat sich ein Einsatz der Querbalken in Autobahnanschlußstellen besonders
bewährt. Hier werden die Spur für die Zufahrt und die Spur für die Abfahrt durch Querbalken
voneinander getrennt, um ein Überfahren deutlich zu signalisieren und dadurch weitgehend
zu vermeiden, daß ein Fahrer zum Geisterfahrer wird.
1. Querbalken für Straßenverkehrsbereiche in Form eines länglichen, balkenartigen
Körpers, der eine Höhe von minimal 20 mm und maximal 300 mm und einen im wesentlichen
konstanen Vollquerschnitt auf seiner Länge hat, mit einer unteren, ebenen Befestigungsfläche
(20), zwei Seitenflächen (22, 24) und einer Oberseite (26), der aus einem Gummimaterial
gefertigt ist sowie Schraubenlöcher (36) hat, die eine punktuelle Schraubbefestigung
ermöglichen, rechtwinklig zur Befestigungsfläche (20) verlaufen und eine Erweiterung
für die Aufnahme der Schraubenköpfe haben, und der auf mindestens einer Seitenfläche
(22, 24) einen Reflexionsbereich (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß er aus
einem elastischen, linearen oder granulatförmigen, einen Kraftabbau ermöglichenden
Recyclinggummi gefertigt ist, daß er eine innenliegende, flächenhafte Armierung (44)
aufweist, die sich im Bereich der Schraubenlöcher (36) befindet und mit dem Gummimaterial
innig verbunden ist, und daß die Erweiterungen (38) so ausgeformt sind, daß der Kopf
einer die Schraubenlöcher (36) durchgreifenden Schraube deutlich unterhalb der Oberseite
(26) liegt, so daß auch dann, wenn die Oberseite (26) einfedert, der Schraubenkopf
nicht gegenüber der Oberseite (26) vortritt.
2. Querbalken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein Gummimaterial einen
Kraftabbaufaktor von vierzig bis sechzig Prozent, vorzugsweise fünfzig Prozent, jeweils
bezogen auf ein Sandbett mit Stadardkörnung (gemäß DIN 18 196) aufweist.
3. Querbalken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Anfangs- oder Endsteine
(Figur 3 und 4) Stirnflächen (28) aufweisen, die eine obere Schrägfläche (42) mit
zwanzig bis fünfzig Grad, vorzugsweise dreißig Grad-Winkel gegenüber der Befestigungsfläche
(20) aufweisen.
4. Querbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß seine
Breite minimal zwanzig Millimeter und maximal dreihundert Millimeter ist.
5. Querbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Länge von
minimal zehn Zentimetern und maximal zwei Metern.
6. Querbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Befestigungsfläche (20) Drainageeinschnitte (40) vorgesehen sind, die beide Seitenflächen
(22, 24) miteinander verbinden.
7. Querbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflexionsbereiche
(34) in Ausnehmungsbereiche der Seitenflächen (22, 24) so eingesetzt sind, daß sie
nicht gegenüber der Oberfläche vorstehen, wobei die Reflexionsbereiche (34) als Reflexionsfolien
ausgeführt sind.
8. Querbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierung
(44) durch ein Metallgitter gebildet ist.
9. Querbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine stirnseitige
Nut (46).
1. A road marker in the form of an elongate, beam-like body with a substantially constant
solid section along the length thereof, the marker having a lower, plane fixing surface
(20), two lateral surfaces (22, 24), and an upper surface (26) made of a rubber material
and having screw holes (36) allowing screw-fixing of the marker at intervals, the
screw holes extending perpendicularly to the fixing surface (20) and having a widening
for receiving the screw heads, and the marker having a reflecting area (34) on at
least one lateral surface (22, 24), characterised in that the marker is made of an
elastic, linear or granular recycled rubber and has an internal, plane reinforcement
(44) located in the area of the screw holes (36) and closely connected to the rubber
material.
2. A marker according to claim 1., characterised in that the rubber material has a
power absorption factor of from forty to sixty per cent, preferably fifty per cent,
in each case with reference to a sand bed with standard grain size (according to DIN
18 196).
3. A marker according to claim 1 or 2, characterised in that beginning or end markers
(fig. 3 and 4) have end faces (28) having an upper oblique surface (42) at an angle
of between twenty and fifty degrees, preferably thirty degrees, with respect to the
fixing surface (20).
4. A marker according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the width
and/or height thereof is at least twenty millimetres and at most three hundred millimetres,
the width being preferably at least one hundred millimetres and at most two hundred
millimetres and the height being preferably at least one hundred and fifty millimetres.
5. A marker according to any one of claims 1 to 4, characterised by a length of at
least ten centimetres and at most two metres.
6. A marker according to one of claims 1 to 5, characterised in that drainage notches
(40) connecting the two lateral surfaces (22, 24) are provided.
7. A marker according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the reflecting
areas (34) are set in recessed regions of the lateral faces (22, 24) such that the
reflecting areas do not project beyond the surface, the reflecting regions (34) being
formed from reflecting foil.
8. A marker according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the reinforcement
(44) is formed by a metal grid.
9. A marker according to any one of claims 1 to 8, charaterised by an end face groove
(48).
1. Pierre de marquage pour zones de trafic routier, sous forme d'un corps oblong semblable
à une poutre, avec une section transversale pleine essentiellement constante sur sa
longueur, avec une surface de fixation inférieure plane (20), deux surfaces latérales
(22, 24) et une face supérieure (26), qui est fait d'une matière caoutchouteuse et
possède aussi des trous de vis (36), qui permettent une fixation ponctuelle par vis,
s'étendent perpendiculairement à la surface de fixation (20) et offrent un élargissement
pour la réception des têtes de vis, et qui présente sur une surface latérale (22,
24) au moins, une zone de réflexion (34), caractérisée en ce qu'elle est fabriquée
à partir d'un caoutchouc de récupération ou recyclage élastique, linéaire ou en forme
de granulats, et présente une armature interne (44) adhérant superficiellement, qui
se trouve au voisinage des trous de vis (36) et est liée intimement à la matière caoutchouteuse.
2. Pierre de marquage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que sa matière
caoutchouteuse présente un facteur de réduction ou décomposition de force de quarante
à soixante, de préférence cinquante pourcent, à chaque fois par rapport à un lit de
sable avec une granulation normalisée (suivant DIN 18196).
3. Pierre de marquage suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que des
pierres de début ou de fin (figures 3 et 4) présentent des surfaces frontales (28)
qui offrent une surface oblique supérieure (42) avec un angle de vingt à cinquante
degrés, de préférence trente degrés par rapport à la surface de fixation (20).
4. Pierre de marquage suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que
sa largeur et/ou hauteur est au minimum de vingt millimètres et au maxium de trois
cents millimètres, la largeur atteignant de préférence au minimum cent millimètres
et au maximum deux cents millimètres, et la hauteur est au minimum de cent cinquante
millimètres.
5. Pierre de marquage suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par une
longueur de dix centimètres au minimum et de deux mètres au maximum.
6. Pierre de marquage suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que
dans la surface de fixation (20) sont prévues des entailles de drainage (40), qui
relient entre elles les deux surfaces latérales (22, 24).
7. Pierre de marquage suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que
les zones de réflexion (34) sont situées dans des zones d' évidement des surfaces
latérales (22, 24) de telle sorte qu'elles ne fassent pas saillie par rapport à la
surface, les zones de réflexion (34) étant réalisées en tant que feuilles réfléchissantes.
8. Pierre de marquage suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que
l'armature (44) est formée par un grillage métallique.
9. Pierre de marquage suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisée par une
gorge frontale (46).