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EP 0 128 343 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.07.1987 Patentblatt 1987/29 |
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Anmeldetag: 05.05.1984 |
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Zweigehäuseturbine mit mindestens einem Ventil für horizontale Dampfzuführung
Double casing turbine with at least one valve for the horizontal supply of steam
Turbine à carter double avec au moins une soupape pour l'alimentation horizontale
de la vapeur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI SE |
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Priorität: |
09.06.1983 CH 3164/83
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.12.1984 Patentblatt 1984/51 |
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Anmelder: BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. |
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CH-5401 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Heiniger, Peter
CH-5300 Turgi (CH)
- Masek, Jaroslav
CH-5430 Wettingen (CH)
- Senn, Herbert
D-7890 Waldshut-Tiengen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zweigehäuseturbine mit mindestens
einem Ventil für horizontale Dampfzuführung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Üblicherweise sind die bei Dampfturbinen verwendeten Schnellschuss- und Stellventile
ausserhalb des Turbinengehäuses getrennt von diesem angeordnet und mit dem Turbinengehäuse
durch senkrecht in dasselbe einmündende Rohrkrümmer verbunden, wobei die Rohrkrümmer
so geformt sind, dass sie elastische Verformungen zum Ausgleich der Wärmedehnungen
zulassen, ohne dass hiebei unzulässig hohe Wärmespannungen auftreten. Bei dieser Auslegung
erstrecken sich die Rohrkrümmer vom Turbinengehäuse aus weit nach oben mit entsprechendem
Platzbedarf in der Halle, so dass solche grossen senkrechten Rohrkrümmer grosse Hallenhöhen
mit entsprechenden Mehrkosten gegenüber einer niedrigeren Kraftwerkshalle verursachen.
Die Rohrkrümmer selbst sind aber ebenfalls teuer und stellen zudem im Bereich der
Flanschverbindungen wegen der hohen Dampfdrücke erhebliche Dichtungsprobleme. Um diese
zu umgehen, hat man Stellventile in vertikaler Lage direkt am Oberteil des Turbinengehäuses
angeflanscht oder an ihrem Gehäuseblock angeschweisst. Dabei besteht aber nach wie
vor der Nachteil der grossen Bauhöhe.
[0003] Um diesen zu vermeiden, werden Stellventile, jedoch ausschliesslich bei Eingehäuseturbinen,
ebenfalls am Oberteil des Gehäuses in waagrechter Lage direkt angeflanscht oder angeschweisst.
Dies konnte aber bisher nur bei Eingehäuseturbinen praktiziert werden, weil nur bei
diesen im Falle von Revisionen das oder die Ventile allein oder zusammen mit dem Gehäuse
nach oben abgehoben werden können.
[0004] Bei Zweigehäuseturbinen, bei denen in dem von einem Innengehäusemantel und einem
Aussengehäusemantel begrenzten Zwischenraum nur der Abdampfdruck herrscht, das Aussengehäuse
demnach vom hohen Druck des Arbeitsdampfes entlastet ist, wurden die Stellventile
entweder in senkrechter Lage direkt am Aussengehäuse befestigt und mit dem Innengehäuse
beweglich dichtend verbunden oder es wurden die Ventile mit dem Innengehäuse über
ein in dasselbe senkrecht einmündendes Rohr verbunden, das am Aussengehäuse angeflanscht
war. Diese Anordnung ermöglicht es daher nicht, bei Revisionen den Gehäuseoberteil
abzuheben, ohne auch die Zuleitungen und die zugehörigen Befestigungseinrichtungen
entfernen zu müssen.
[0005] Ein Beispiel für eine solche senkrechte Anordnung eines Stellventils am Aussengehäuseoberteil
einer Zweigehäuseturbine ist in der GB-A-813330 beschrieben. Dabei greift das Ventilgehäuse
mit einem Zentrieransatz seines Anschlussflansches in einen Anschlussstutzen des Aussengehäuseoberteils
ein und ein als Diffusor ausgebildeter zentraler Teil des Ventilgehäuses erstreckt
sich bis zu einem Anschlussstutzen des Innengehäuses hinein, wo er dichtend umfasst
ist. Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist von einem waagrecht
an eine Zweigehäuseturbine angebauten Ventil dieser Bauart nicht zu lösen. Um dabei
nämlich den Aussengehäuseoberteil abheben zu können, müsste vorher das Ventil von
der Dampfzuleitung getrennt werden, damit der zentrale Teil mit der Diffusorfunktion
herausgezogen werden kann und der Gehäuseoberteil dadurch vom Innengehäuse frei wird.
[0006] Aus der DE-C-943052 ist ferner ein senkrecht in ein Gehäuse einer eingehäusigen Hochdruckdampfturbine
eingebautes Ventil bekannt, bei dem der Diffusorkörper vom Ventilgehäuse, das den
Ventilschliesskörper und dessen Betätigungselemente aufnimmt, baulich getrennt und
innerhalb eines Anschlussstutzens des Turbinengehäuseoberteils untergebracht ist.
Der Diffusorkörper liegt dabei mit einer ringförmigen Fläche eines Kragens im Anschlussstutzen
auf und ist vom Gehäuseinneren her durch einen Zuflussstutzen, der ein Gewinde aufweist
und eine Verbindungsleitung zwischen dem Diffusor und einer Düse vor einem Aktionsrad
bildet, im Gehäuseoberteil verspannt. Ein mit dem Ventilgehäuse aus einem Stück bestehender
Führungsteil für den Ventilschliesskörper ragt dabei in den Anschlussstutzen des Turbinengehäuseoberteils
hinein, so dass allein schon deswegen ein solches Ventil bei waagrechter Anbringung
an der Turbine sowohl vom Turbinengehäuse als auch von der Dampfzuleitung abgebaut
werden müsste, um den Turbinengehäuseoberteil abheben zu können. Dies gilt für eine
Eingehäuseturbine, für welche diese Dampfzuführung vorgesehen ist, umsomehr aber noch
für eine Anwendung bei einer Zweigehäuseturbine, bei der noch die Elemente zwischen
dem Aussen- und dem Innengehäuseoberteil entfernt werden müssten, was von ausserhalb
der Turbine unmöglich ist, da der erwähnte Zuflussstutzen nur durch Abschrauben vom
Inneren des Gehäuses aus entfernt werden kann.
[0007] Es besteht daher seit längerem das Bedürfnis nach einer Ventilausführung, die unter
Vermeidung der erwähnten Zuleitungen zwischen Ventil und Turbinengehäuseoberteil direkt
an diesem waagrecht angebaut werden kann und es ermöglicht, nach Abbau des Ventils
den Turbinengehäuseoberteil ohne weiteres abzuheben.
[0008] Mit der vorliegenden, im Patentanspruch 1 definierten Erfindung soll also bei Zweigehäuseturbinen
vor allem der Nachteil vermieden werden, der darin besteht, dass die bisher verwendeten
Ventile mit Rücksicht auf den Ausbau nur mit dazwischengeschalteten, senkrecht von
oben in den Turbinengehäuseoberteil einmündenden Rohrkrümmern installiert werden können,
was, wie gesagt, grössere und daher teurere Hallenhöhen bedingt. Durch die horizontale
Anordnung der erfindungsgemässen Stellventile im Oberteil des Turbinengehäuses werden
die Montage- und Demontagearbeiten erleichtert und damit auch die Revisionsarbeiten
verbilligt.
[0009] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf in der Zeichnung dargestellte
Ausführungsbeispiele näher beschrieben. In den Zeichnungen stellen dar:
Fig.1 eine perspektivische Gesamtdarstellung des Hochdruckteiles einer Dampfturbinenanlage
mit je einem Paar von Schnellschluss- und Stellventilen,
Fig. einen Querschnitt durch den zweigehäusigen Hochdruckteil einer Dampfturbine mit
zwei im Gehäuseoberteil vorgesehenen, direkt aufgeflanschten Stellventilen,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den zweigehäusigen Hochdruckteil einer Dampfturbine
mit je einem Stellventil im oberen und unteren Gehäuseteil, und die
Fig.4 in grösserem Massstab die Ausbildung eines Diffusorkörpers, wie er in den Fig.
und 3 dargestellt ist.
[0010] In Fig. 1 bezeichnet 1 einen zweigehäusigen Hochdruckteil einer Dampfturbinenanlage
mit je einer durch die Pfeile 2 und 3 angedeuteten Dampfzuführung in den Aussengehäuseoberteil
4 bzw. in den Aussengehäuseunterteil 5. Der vom Kessel gelieferte Dampf tritt bei
2 und 3 in Schnellschlussventile 6 bzw. 7 ein und gelangt bei geöffneten Ventilen
6 und 7 in Stellventile 8 und 9, durch welche der jeweils erforderliche Dampfstrom
zur Turbine eingestellt und geregelt werden kann. Die Einstellung und Regelung der
Stellventile erfolgt durch mit den Stellventilen baulich vereinigte Stellmotoren 10
und 11. Die Schnellschlussventile 6 und 7 werden durch Stellmotoren 12 und 13 betätigt,
deren Aufgabe u.a. darin besteht, die Dampfzuleitung im Katastrophenfall schlagartig
abzusperren.
[0011] Die Fig. zeigt einen senkrechten Querschnitt durch die Einlaufspirale einer Dampfturbine
14, wobei die Schnittebene senkrecht durch die Achsen von zwei am Aussengehäuseoberteil
20 angeschraubten Stellventilen 15 und 16 gelegt ist, von denen auf der linken Seite
nur ein Teil des Ventilgehäuses 17 und der Diffusorkörper 18 dargestellt sind, auf
der rechten Seite hingegen nur ein Teil des Diffusorkörpers 19. Bei dieser Turbine
mit Vierfachspiraleneinlauf sind zwei der Stellventile, nämlich 15 und 16, auf gleicher
Höhe am Aussengehäuseoberteil 20 befestigt, wogegen bei der Turbine nach Fig. 1 je
ein Ventil am Aussengehäuseunterteil 5 vorgesehen ist. Für die zwei weiteren Einläufe
sind bei der Ausführung nach Fig. 2 am Aussengehäuseunterteil 21 Befestigungsstellen
vorgesehen zum Anbau von zwei nicht dargestellten Dampfzuleitungen, die zwei Stellventile
mit den Anschlussstutzen 22 am Innengehäuseunterteil 23 verbinden.
[0012] Bei dem links oben dargestellten, waagrecht eingebauten Stellventil 15 ist auch ein
Teil des mit dem Ventilsitz am Diffusorkörper 18 zusammenwirkenden Ventilschliesskörpers
25 dargestellt.
[0013] Die Fig.3 zeigt einen Querschnitt durch eine zweigehäusige Dampfturbine mit Doppeleinlauf
und je einem waagrecht angebauten Stellventil am Aussengehäuseoberteil und Aussengehäuseunterteil.
Den zur Ausführung nach Fig. 2 analogen Teilen sind in Fig. die gleichen Bezugszahlen
zugeordnet. Aus Fig. 4, die den Einbau des in Fig. 2 links oben angeordneten Stellventils
15 in grösserem Massstab zeigt, geht die genaue Gestaltung des Diffusorkörpers 18
und seine Lage gegenüber dem Ventilgehäuse 17 und dem Innengehäuseoberteil 24 hervor.
Der voll ausgezogene Umriss des Diffusorkörpers definiert eine erste Ausführungsform,
bei der ein ringförmiger Kragen im Bereich des Ventilsitzes 27 eine Aussenkegelfläche
28 aufweist, die an einer entsprechenden Innenkegelfläche im Ventilgehäuse 17 anliegt.
In diesem Falle schliesst sich stromabwärts des Kragens 26 ein zylindrischer Absatz
29 an, der im kalten Zustand des Ventils mit einer engen Spielpassung in einer entsprechenden
Bohrung des Ventilgehäuses 17 sitzt. Stromabwärts dieses zylindrischen Absatzes 29
schliesst sich ein langer, aussen zylindrischer Diffusorteil 30 an, der am inneren
Ende in einem Führungszapfen 31 von kleinerem Durchmesser endet. Dieser ist innerhalb
eines Anschlussstutzens 32 des Innengehäuseoberteils 24 der Turbine in einer schematisch
dargestellten Kolbenringdichtung 33 bekannter Bauart längs- und querverschieblich
geführt, so dass eine unbehinderte Wärmedehnung möglich ist.
[0014] Im Bereich des zylindrischen Absatzes 29 des Diffusorkörpers ist im Gehäuse 17 eine
Sicherungsschraube 34 vorgesehen, die mit axialem Spiel in eine Anbohrung 35 im zylindrischen
Absatz 29 eingreift und ein Verschieben des Diffusorkörpers 18 im kalten Zustand der
Turbine verhindert, wenn der Diffusorkörper im Ventilgehäuse nicht festsitzt. Damit
im Betrieb der Turbine der Diffusorkörper 18 im Ventilgehäuse 17 absolut fest und
dampfdicht sitzt, besteht das Ventilgehäuse 17 aus Ferritguss, der Diffusorkörper
18 dagegen aus austenitischem Stahl, dessen Wärmedehnzahl grösser ist als jene des
Ferritgusses, so dass infolge der engen Passung des Diffusorkörpers im Ventilgehäuse
der Diffusorkörper bei warmer Turbine im Ventilgehäuse festgeklemmt ist. Bei erkalteter
Turbine wird der Diffusorkörper im Ventilgehäuse wieder locker, so dass er bei einer
Demontage des Ventils ohne Schwierigkeiten herausgezogen werden kann.
[0015] Bei einer zweiten Ausführungsform wird anstelle des praktisch spielfrei im Ventilgehäuse
eingebauten zylindrischen Absatzes 29 ein zylindrischer Absatz 36 mit grösserem Spiel
gegenüber der Bohrung im Ventilgehäuse vorgesehen, dessen Umriss durch die strichpunktierten
Linien angedeutet ist. Die Auflageschulter kann dabei in gleicher Weise wie bei der
erstgenannten Ausführung kegelförmig oder aber als ebene ringförmige Auflagefläche
ausgebildet sein.
[0016] Diese Ausführung sorgt im Verein mit dem sphärisch ausgebildeten Ventilschliesskörper
25, der mit der nicht dargestellten Ventilspindel beweglich verbunden ist, dafür,
dass sich der Diffusorkörper bei durch unterschiedliche Wärmedehnungen verursachten
Relativbewegungen zwischen Aussen- und Innengehäuseoberteil 20 bzw. 24 ohne Verspannung,
d. h., ohne Deformation, auf die jeweilige Lage des Anschlussstutzens-32 gegenüber
dem Ventilgehäuse 17 einstellen kann. Das Bolzenende der Sicherungsschraube muss bei
dieser Ausführung ebenfalls mit Spiel in der Bolzenlängsachse in die entsprechende
Anbohrung im zylindrischen Absatz 36 eingreifen, um die Einstellbewegung des Diffusorkörpers
nicht zu behindern.
[0017] In der Dichtfuge zwischen dem Aussengehäuseoberteil 20 und dem Ventilgehäuse 17 kann,
besonders bei langen Diffusorkanälen, ein den Diffusorkörper 18 mit kleinem Spiel
umschliessender Stützring 37 vorgesehen sein. Dieser ist an seinem Umfang in der Dichtfuge
eingespannt und kann bei der Montage auch als Führung zum Einschieben des Diffusorkörpers
in die Turbine dienen.
[0018] Mit dieser Ventilbauart ist es möglich, Montagen und Demontagen durchzuführen, ohne
dabei von den Ventilen in die Turbine führende Leitungen abbauen zu müssen. Bei den
Ventilen der bekannten Bauarten ist es bei horizontalem Einbau wegen des in das Aussengehäuse
hineinragenden Diffusorkörpers nicht möglich, sie vom Gehäuse abzubauen, ohne auch
die zum Ventil führenden Leitungen abbauen zu müssen. Bei ein-' gebautem Ventil lässt
sich der Diffusorkörper nämlich nicht herausziehen, so dass das Ventil um eine Strecke,
die mindestens gleich der Länge des in die Turbine hineinragenden Teiles des Diffusorkörpers
ist, aus der Turbine herausverschoben werden muss. Da dies aber, wie gesagt, nur nach
Abbau der Leitung vor dem Ventil möglich ist, verbietet sich wegen der damit verbundenen
Schwierigkeiten der horizontale Einbau solcher Ventile bei zweigehäusigen Turbinen.
[0019] Bei einem Ventil gemäss vorliegender Erfindung dagegen kann nach Demontage des aus
Fig. 1 ersichtlichen Stellmotors und der Ventileinbauten der Diffusorkörper nach Lösen
der Sicherungsschraube 34 herausgezogen werden, worauf der Turbinengehäuseoberteil
zwecks Revision abgebaut werden kann.
1. Zweigehäuseturbine mit mindestens einem Ventil (8, 9; 15, 16) für horizontale Dampfzuführung,
mit einem Aussengehäuse (4 + 5) und einem Innengehäuse (23 + 24), wobei das Ventil
(8, 9; 15, 16) horizontal mit ebener Flanschanschlussfläche am Aussengehäuse (4+5)
angeflanscht ist und ein Ventilgehäuse (17) aufweist, das einen Diffusorkörper (18)
mit einem Ventilsitz (27) sowie einen Ventilschliesskörper (25) aufnimmt, der mit
einem am Ventilgehäuse (17) angeflanschten Stellmotor (10, 11; 12, 13) funktionell
verbunden ist, wobei ferner der Diffusorkörper (18) im Bereich des Ventilsitzes (27)
einen Kragen (26) mit einer konvexen Anlagefläche (28) aufweist, an den sich, in der
Durchflussrichtung gesehen, ein zylindrischer Absatz (29; 36) sowie in zylindrischer
Diffusorteil (30) kleineren Durchmessers anschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass
der zylindrische Diffusorteil (30) in einem Führungszapfen (31) endet, der beweglich
in einer Ringdichtung (33) in einem Anschlussstutzen (32) des Innengehäuses (23+24)
verschieblich abgedichtet ist, dass sich der Diffusorkörper (18) mit seiner konvexen
Anlagefläche (28) auf einer dieser Anlagefläche entsprechenden konkaven Anlagefläche
im Ventilgehäuse (17) abstützt, und dass der kleinste lichte Querschnitt im Inneren
des Ventilgehäuses (17) so gestaltet ist, dass sich der Diffusorkörper (18) aus einer
Arbeitsstellung nach Entfernen des Stellmotors (10; 11; 12; 13) und der Elemente im
Ventilgehäuse (17) mindestens so weit in Richtung zum Ventilschliesskörper (25) herausziehen
lässt, dass die Stirnfläche des Führungszapfens (31) in die Flanschanschlussebene
des Ventilgehäuses (17) zu liegen kommt, um den Aussengehäuseoberteil (4) abheben
zu können.
2. Zweigehäuseturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse
(17) aus Ferritguss und der Diffusorkörper (18) aus austenitischem Stahl besteht,
dessen Wärmedehnzahl grösser ist als jene des Ferritgusses, und dass der zylindrische
Absatz (29) mit enger Spielpassung in der entsprechenden Bohrung des Ventilgehäuses
sitzt, derart, dass bei erwärmter Turbine sich der Diffusorkörper (18) stärker ausdehnt
als das Ventilgehäuse (17) und der Diffusorkörper (18) demnach zum Festsitzen im Ventilgehäuse
(17) kommt.
3. Zweigehäuseturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konvexe Anlagefläche
des Kragens (26) eine Aussenkugelzone ist, und dass der zylindrische Absatz (36) mit
grossem Spiel in der entsprechenden Bohrung des Ventilgehäuses (17) sitzt, derart,
dass der Diffusorkörper (18) Relativbewegungen zwischen dem Aussengehäuse (20) und
dem Innengehäuse (24) der Turbine zu folgen vermag.
4. Zweigehäuseturbine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Sicherungsschraube
(34) im Ventilgehäuse (17), die mit einem zylindrisch ausgebildeten Ende in eine Anbohrung
(35) im zylindrischen Absatz (29) eingreift, um eine Axialverschiebung des Diffusorkörpers
(18) zu verhindern.
5. Zweigehäuseturbine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Stützring (37) für
den Diffusorkörper (18) an der Flanschdichtfläche des Ventilgehäuses (17).
1. Double casing turbine with at least one valve (8, 9; 15, 16) for horizontal steam
supply, having an external casing (4+5) and an internal casing (23+24), the valve
(8, 9; 15, 16) being flanged horizontally with a plane flange connection surface to
the external casing (4+5) and having a valve housing (17) which accepts a diffuser
body (18) with a valve seat (27) and a valve closing body (25) which is functionally
connected to an actuator (10, 11; 12, 13) flanged onto the valve housing (17), the
diffuser body (18) also having a collar (26), having a convex contact surface (28)
in the region of the valve seat (27), which collar (26) is followed, seen in the flow
direction, by a cylindrical shoulder (29; 36) and a cylindrical diffuser part (30)
of smaller diameter, characterized in that the cylindrical diffuser part (30) ends
in a guide spigot (31), which is sealed so that it can have a translatory movement
in an annular seal (33) in an end support (32) of the internal casing (23+24), that
the convex contact surface (28) of the diffuser body (18) is supported on a concave
support surface in the valve housing (17) corresponding to the former contact surface,
and that the smallest clear cross-section within the valve housing (17) is designed
in such a way that the diffuser body (18), after removal of the actuator (10; 11;
12; 13) and the elements in the valve housing (17), can be withdrawn from its operating
position at least sufficiently far in the direction of the valve closing body (25)
for the end surface of the guide spigot (31) to come to rest in the flange connection
plane of the valve housing (17) so that the upper part of the external casing (4)
can be raised.
2. Double casing turbine according to Claim 1, characterized in that the valve housing
(17) consists of ferritic cast iron and the diffuser body (18) consists of austenitic
steel whose thermal expansion coefficient is larger than that of the ferritic cast
iron and that the cylindrical shoulder (29) sits with a close fit in the corresponding
bore of the valve housing in such a way that, when the turbine has been heated, the
diffuser body (18) expands to a greater extent than the valve housing (17) and the
diffuser body (18) consequently becomes fixed in the valve housing (17).
3. Double casing turbine according to Claim 1, characterized in that the convex contact
surface of the collar (26) is an external spherical zone and that the cylindrical
shoulder (36) sits with a large clearance in the corresponding bore of the valve housing
(17) in such a way that the diffuser body (18) can follow relative movements between
the external casing (20) and the internal casing (24) of the turbine.
4. Double casing turbine according to Claim 1, characterized by a locking screw (34)
in the valve housing (17), the cylindrically shaped end of which locking screw engages
in a bore (35) in the cylindrical shoulder (29) in order to prevent axial displacement
of the diffuser body (18).
5. Double casing turbine according to Claim 1, characterized by a support ring (37)
for the diffuser body (18) on the flange sealing surface of the valve housing (17).
1. Turbine à double corps avec au moins une soupape (8, 9; 15, 16) pour l'amenée horizontale
de vapeur, avec un corps extérieur (4+5) et un corps intérieur (23+24), dans laquelle
la soupape (8, 9; 15, 16) est fixée horizontalement au corps extérieur (4+5), par
bridage avec une surface plane de raccordement des brides et présente un corps de
soupape (17), qui contient un corps de diffuseur (18) avec un siège de soupape (27)
ainsi qu'un corps (25) de fermeture de la soupape, qui est fonctionnellement raccordé
à un moteur de réglage (10, 11; 12, 13) fixé par bridage au corps de soupape (17),
dans lequelle en outre le corps de diffuseur (18) présente dans la région du siège
de soupape (27) une collerette (26) avec une surface de butée (28) convexe à laquelle
se raccordent, vu dans le sens de l'écoulement, une portée cylindrique (29; 36) ainsi
qu'une portion cylindrique (30) de diffuseur, de diamètre plus faible, caractérisée
en ce que la portion cylindrique (30) du diffuseur se termine par un tourillon de
guidage (31 qui est hermétiquement mobile dans un bourrage annulaire (33) placé dans
un conduit de raccordement (32) du corps intérieur (23+24), en ce que le corps de
diffuseur (18) s'appuie par sa surface de butée (28) convexe sur une surface de butée
concave correspondante ménagée dans le corps de soupape (17), et en ce que la plus
petite section libre à l'intérieur du corps de soupape (17) est constituée de telle
façon que l'on puisse extraire le corps de diffuseur (18) à partir d'une position
de travail, après enlèvement du moteur de réglage (10; 11; 12; 13) et des éléments
présents dans le corps de soupape (17), au moins sur une distance, en direction du
corps (25) de fermeture de la soupape, telle que la face d'extrémité du tourillon
de guidage (31) vienne se situer dans le plan de raccordement des brides du corps
de soupape (17), afin de pouvoir soulever la partie supérieure (4) du corps extérieur.
2. Turbine à double corps suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le corps
de soupape (17) est constitué de fonte ferritique et que le corps de diffuseur (18)
est constitué d'acier austénitique, dont le coefficient de dilatation thermique est
plus grand que celui de la fonte ferritique, et en ce la portée cylindrique (29) est
ajustée avec un faible jeu dans l'alésage correspondant du corps de soupape, de telle
sorte que, lorsque la turbine est chaude, le corps de diffuseur (18) se dilate plus
fort que le corps de soupape (17) et que le corps de diffuseur (18) soit ainsi serré
fermement dans le corps de soupape (17).
3. Turbine à double corps suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la surface
de butée convexe de la collerette (26) est constituée par une zone sphérique extérieure,
et en ce que la portée cylindrique (36) est logée avec un jeu important dans l'alésage
correspondant du corps de soupape (17), de telle sorte que le corps de diffuseur (18)
puisse suivre les mouvements relatifs entre le corps extérieur (20) et le corps intérieur
(24) de la turbine.
4. Turbine à double corps suivant la revendication 1, caractérisée par une vis de
sécurité (34) placée dans le corps de soupape (17), qui s'engage par son extrémité
de forme cylindrique dans un trou (35) ménagé dans la portée cylindrique (29), afin
d'empêcher tout glissement axial du corps de diffuseur (18).
5. Turbine à double corps suivant la revendication 1, caractérisée par une bague d'appui
(37) pour le corps de diffuseur (18) à la surface d'étanchéité des brides du corps
de soupape (17).