[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Leerflaschen-Sammel- und Abrechnungsvorrichtung
mit einer Eingabezone zur Aufnahme einzelner Flaschen beliebiger Größe in einen gemeinsamen
Sammelbehälter, dessen Boden von einer oberen Ausgangslage in Abhängigkeit von der
Anzahl der in den Sammelbehälter gelangenden Flaschen bis zu einer unteren Endlage
absenkbar ist.
[0002] Derartige Vorrichtungen sollen die Möglichkeit der Wiederverwendung von Flaschen
unterstützen und damit geeignet sein, wertvolle Rohstoffe einzusparen.
[0003] Bekannte Vorrichtungen dieser Art weisen jedoch gewisse Nachteile auf, insbesondere
dadurch, daß sie einen erheblichen Platz benötigen und ihre Anwendung zeitraubend
ist.
[0004] Eine Vorrichtung nach der OS 1 574575 zeigt zum Beispiel in einem Sammelbehälter
einen absenkbaren Boden, der sich bei jeder eingegebenen Leerflasche um jeweils einen
vorgegebenen bestimmten Betrag absenkt. Dabei kann aber der Abstand zwischen den eingegebenen
Flaschen und der Flaschen-Annahmeöffnung so groß werden, daß eine Gefahr des Flaschenbruchs
bei weiteren Eingaben von Flaschen hervorgerufen werden kann. Die Entleerung des Sammelbehälters,
der fest in der Vorrichtung eingebaut ist, gestaltet sich dabei ebenso umständlich,
wie zeitraubend.
[0005] Diese Nachteile werden nun durch die Erfindung dadurch behoben, daß der Sammelbehälter
als in ein Rahmengestell einschiebbarer Wagen ausgebildet ist, dessen Boden durch
einen Kettenantrieb im Rahmengestell in der Höhe verschiebbar ist, wobei seine jeweilige
Höhe beeinflußbar ist durch die oberste, einen Endschalter für den Antriebsmotor des
Kettenantriebs berührende Flasche im Sammelbehälter.
[0006] Dadurch wird ein Bruch eingegebener Flaschen vermieden und außerdem durch leichtes
Ersetzen eines vollen Sammelbehälters durch einen leeren eine wesentliche Vereinfachung
für die Bedienung der Vorrichtung erzielt. Ein Beispiel nach der Erfindung wird in
der Zeichnung veranschaulicht und zwar zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der gesamten Vorrichtung
Fig. 2 einen Ausschnitt aus dem Kettenantrieb für den Boden
Fig. 3 einen Schaltplan für die Vorrichtung.
[0007] Ein Sammelbehälter 1, der als Wagen ausgebildet ist, befindet sich in einem Rahmengestell
2. Ein Boden 3 des Behälters 1 besitzt seitliche herausragende Auflagezapfen 4, die
mit Mitnehmern 5 an einem Kettenantrieb 6 in lose Verbindung gebracht sind.
[0008] Ein Antriebsmotor 7 dient über Kettenräder 8 zum Heben und Senken des Bodens 3. Ein
Endschalter 9 begrenzt die Aufwärtsbewegung des Bodens 3.
[0009] Ein Ultraschallkopf 10 dient zur Erfassung von Größe und Form einer in einen offenen
Sektor 11 eines Annahmerotors 12 eingegebenen Flasche, dessen Werte in einem Rechner
13 festgehalten werden. Über geschlossene Relais 14 und 15 kann nun der Annahmerotor
12 anlaufen, solange bis der Strom wieder unterbrochen wird und zwar durch einen Schaltstift
16, der in eine Kerbe 17 einer Scheibe 18, die auf der Welle des Annahmerotors 12
befestigt ist, gelangt. Gleichzeitig wird durch das Eingeben einer weiteren Leerflasche
die Drehrichtung des Annahmerotors 12 geändert, so daß die wechselseitig über Flaschenablaufbleche
19 gleitenden Leerflaschen nach links und rechts gleichmäßig füllen und das Entstehen
einer Flaschenpyramide und damit Flaschenbruch nicht aufkommen lassen. Zum besseren
Abgleiten der Flaschen aus den Sektoren 11 in den Sammelbehälter 1 sind am äußeren
Ende der die Sektoren 11 begrenzende Flächen 21 Führungslippen 22 und an dem den Annahmerotor
umgebenden Gehäuse 23 Führungsklappen 24 angeordnet.
[0010] Weiter sind am Gehäuse 23 beiderseits des Annahmerotors Lichtschranken 25 und 26
angeordnet, die durch eine vorbeigleitende Flasche dem Rechner 13 einen entsprechenden
Impuls geben. Bleibt eine Flasche auf dem Flaschenablaufblech 19 liegen, so unterbricht
eine der Lichtschranken 25 oder 26 den Stromkreis für den Annahmerotor, bis das Flaschenablaufblech
19 wieder frei ist und die behindernde Flasche in den Sammelbehälter 1 gerollt ist.
Der Annahmerotor 12 ändert nach jeder Flaschenannahme seine Drehrichtung unter Beeinflussung
der Relais 27 und 15. Während der Drehbewegung wird das Relais 15 über Relais 27 dabei
abgeschaltet solange, bis die Lichtschranke 25 oder 26 durch eine auf dem Flaschenablaufblech
19 liegengebliebene Flasche unterbrochen wird. Bei Unterbrechung der Lichtschranke
25 kann das Relais 27 wie das der Lichtschranke 26 das Relais 14 nicht mehr ansprechen.
[0011] Die Drehrichtung des Annahmerotors 12 bleibt dabei solange erhalten, bis wieder die
zweite Lichtschranke 25 oder 26 unterbrochen wird.
[0012] Das Unterbrechen der Lichtschranken 25 und 26 hat gleichzeitig zur Folge, daß das
Relais 28 anspricht und den Antriebsmotor 7 in Gang bringt und eine Abwärtsbewegung
des Bodens 3 einleitet. Nach Freiwerden der Lichtschranke 25, 26 wird diese Abwärtsbewegung
durch ein Zeitverzögerungsrelais 29 fortgesetzt, um eine unkontrollierte Auf- und
Abwärtsfahrt zu vermeiden.
[0013] Das Relais 28 ist dabei über beide Lichtschranken 25, 26 in Reihe mit dem Verzögerungsrelais
29 geschaltet. Die Dauer der durch das Relais 29 veranlasste Nachlaufzeit richtet
sich bei diesem Vorgang nach dem Durchmesser der größten annehmbaren Leerflasche plus
ca. 15 mm. Nach Ablauf dieser Nachlaufzeit bewegt sich der Boden 3 wieder solange
aufwärts, bis die oberste auf dem Boden liegende Flasche einen der unter den Flaschenablaufblechen
19 angeordneten beiden Schaltflügel 30 oder 31, die auf Endschalter 32 oder 33 einwirken,
berührt. Dabei wird die Drehrichtung des Antriebsmotors 7 von der Abwärtsfahrt über
das Relais 28 zu der Aufwärtsfahrt dadurch erreicht, daß nach Ablauf der Nachlaufzeit
das Relais 28 abfällt und die Endschalter 32 und 33 durch die vorher erfolgte Abwärtsfahrt
freigeworden sind. Dadurch aber zieht ein Relais 34 an, wodurch der Boden 3 wieder
nach oben fährt bis zur Schließung eines der Endschalter 32 oder 33 an den Schaltflügeln
30 oder 31.
[0014] Durch diese Maßnahme wird ein äußerst geringer Abstand zwischen den jeweils in den
Sammelbehälter 1 eingegebenen Leerflaschen und dem Flaschenablaufblech 19 erzielt
und ein Flaschenbruch vermieden.
[0015] Hat sich nun der Sammelbehälter 1 weitgehend mit eingegebenen Leerflaschen gefüllt
und der Boden 3 dabei gesenkt, so wird ein Signal durch einen Schalter 35 ausgelöst,
der anzeigt, daß der nunmehr gefüllte Sammelbehälter 1 durch einen leeren ersetzt
werden soll.
[0016] Erreicht anschließend der Boden 3 seine untere Endlage, so wird die Steuerungsanlage
durch einen Endschalter 36 spannungslos und ein entsprechendes Signal erscheint an
einem Anzeigeteil 37, das angibt, daß die Flaschenannahme gesperrt ist.
[0017] Ein Schließen eines Schalters 38 über ein Türschloß 39 bewirkt ein Anlaufen des Antriebsmotors
7, auch wenn der Endschalter 36 noch nicht geschlossen sein sollte, wobei das Relais
28 vorrangig anzieht, bis der Endschalter 36 erreicht wird. Dadurch ist sichergestellt,
daß der Boden 3 nach öffnen einer Tür in einem nicht weiter dargestellten Gehäuse
immer in seiner unteren Endlage ist.
[0018] Die Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung kann noch erweitert werden,
wenn die durch den Rechner 13 ermittelten Werte auf einen Drucker 40 übertragen werden,
der das zu erwartete Flaschenpfand ermittelt und sofort mitteilt.
1. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung mit einer Eingabezone zur Aufnahme
einzelner Flaschen beliebiger Größe in einen gemeinsamen Sammelbehälter, dessen Boden
von einer oberen Ausgangslage in Abhängigkeit von der Anzahl der in den Sammelbehälter
gelangenden Flaschen bis zu einer unteren Endlage absenkbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sammelbehälter (1) als in ein Rahmengestell (2) einschiebbarer Wagen ausgebildet
ist, dessen Boden (3) durch einen Kettenantrieb (6) im Rahmengestell (2) in der Höhe
verschiebbar ist, wobei seine jeweilige Höhe beeinflußbar ist durch die oberste, einen
Endschalter ( 32 oder 33 ) für den Antriebsmotor (7) des Kettenantriebs (6) berührende
Flasche im Sammelbehälter (1).
2. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden des Sammelbehälters (1) seitlich herausragende Auflagezapfen (4) besitzt,
die mit Mitnehmern (5) am Kettenantrieb (6) nach dem Einfahren des Sammelbehälters
(1) in das Rahmengestell (2) in loser Verbindung stehen.
3. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein aus Sektoren (11) bestehender Annahmerotor (12) in der Eingabezone eine in
einen Sektor ( 1lY eingegebene Flasche durch einen Ultraschallkopf (10) in Größe und
Form abtasten läßt.
4. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Speicherung der durch den Ultraschallkopf (10) festgestellten Werte in einem
Rechner (13) ein zusätzlicher Stromkreis für einen Motor (41) zwangsläufig schließt
zur Bewegung einer mit Schaltkerben (17) versehenen Scheibe (18) auf der Welle eines
Annahmerotors (12).
5. Leerflaschen- Sammel und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Schaltkerben (17) ein Schaltstift (16) eingreift, der mit dem Motor (41)
zusammenwirkt und dadurch in der Lage ist, die Drehung der Scheibe zu begrenzen.
6. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (18) nach jedem durch den Schaltstift (16) in der Schaltkerbe (17)
bewirkten Halt die anschließende Drehrichtung bei der Annahme einer weiteren Leerflasche
geändert wird, so daß die dadurch wechselseitig über Flaschenablaufbleche (19) gleitenden
Leerflaschen den Sammelbehälter (1) gleichmäßig füllen.
7. Leerflachen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß am äußeren Ende der die Sektoren (11) begrenzenden Flächen Führungslippen (22)
und am Annahmerotor (12) umgebenden Gehäuse (23) Führungsklappen (24) besitzt.
8. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß am Gehäuse beiderseits des Annahmerotors (12) Lichtschranken (25,26) vorgeseher
sind, die einerseits einen Impuls an einen Rechner (13) geben, andererseits durch
einen zusätzlichen Impuls die Drehrichtung des Annahmerotors (12) ändern solange nicht
eine auf einem Flaschenablaufblech (19) liegengebliebene Flasche die Lichtschranke
(25) oder (26) unterbricht.
9. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß durch eine aus dem Sektor (11) oder das Flaschenablaufblech (19) gleitende Flasche
unterbrochene Lichtschranke (25) oder (26) über ein Verzögerungsrelais (42) eine Abwärtsbewegung
des Bodens eingeleitet wird und zwar solange, bis die Lichtschranke (25) oder (26)
wieder frei wird, zuzüglich eines Nachlaufweges und sich dadurch der Boden (2) wieder
hebt.
10. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung des Bodens auf der Unterseite der Flaschenablaufbleche
Schaltflügel angeordnet sind, durch die bei der Berührung durch die oberste Flasche
im Sammelbehälter einer der Endschalter (32) oder (33) beeinflußt wird.
11. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Signalschalter (35) vorgesehen ist, der den Füllungsgrad kurz vor der Betätigung
des unteren Endschalters anzeigt.
12. Leerflaschen- Sammel- und Abrechnungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Türschloß (39) am Gehäuse vorgesehen ist, durch dessen öffnen gleichzeitig
der Kettenantrieb (6) den Boden (3) in seine untere Endlage und durch dessen Schließen
in die obere Endlage bringt.