[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Schmuckstück, insbesondere aus Legierungen mit
Edelmetallen sowie auf ein Verfahren zur Herstellung von Drähten, Stangen, Profilen
oder Blechen aus Metall, insbesondere aus Legierungen mit Edelmetallen.
[0002] Schmuckstücke aus Edelmetallen, bei denen das Erscheinungsbild durch die unterschiedliche
Farbe der eingesetzten Metalle sein besonderes Gepräge erhält, sind in unterschiedlichsten
Formen bekannt. Auch Verfahren zur Herstellung derartiger Schmuckstücke bzw. der Vormaterialien
sind bekannt.
[0003] So beschreibt die DE-OS 27 33 602 ein Verfahren zur Herstellung eines Schmuckstückes
aus Platin mit einer Feingoldauflage. Bei diesen nach dem bekannten Verfahren hergestellten
Schmuckstücken wird die Brillanz der Farberscheinung durch das Gegeneinandersetzen
von Gold und Platin erreicht. Auch andere Arten sind bekannt. So die Zusammenstellung
von Silber und Gold, um auch hier ähnliche Farbeffekte zu erzielen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lösung, mit der ein Schmuckstück oder
Vormaterialien, wie Drähte, Stangen, Profile oder Bleche, herstellbar sind, die einen
sich im wesentlichen stetig ändernden Farbverlauf aufweisen.
[0005] Bei einem Schmuckstück der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der
Erfindung dadurch gelöst, daß es aus einem Rohling gefertigt ist, der aus einzelnen
Segmenten unterschiedlicher Legierungsstufen und damit unterschiedlicher optischer
Erscheinung gefertigt ist, wobei die einzelnen Segmente miteinander verschweißt sind.
[0006] Verfahrensmäßig wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zur Erzielung
eines sich im wesentlichen stetig ändernden Farbverlaufes einzelne Draht-, Stangen-,
Profil- oder Blechsegmente unterschiedlich gestufter Legierungen und damit unterschiedlicher
optischer Erscheinung hergestellt und anschließend Segmente unterschiedlicher Art
miteinander verbunden werden.
[0007] Mit der Erfindung werden ganz überraschende optische und ästhetische Erscheinungsformen
möglich gemacht, die anders als bei nach dem Stand der Technik gefertigten Schmuckstükken
keine sprunghafte Farbänderung aufweisen, sondern sich die Unterschiede der Farben
einzelner Legierungen zunutze machen, wobei damit ein für den Betrachter nicht wahrnehmbarer
Übergang einzelner Farbstufen ineinander erreichbar ist.
[0008] In Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß die unterschiedlichen Metallsegmente
miteinander unter Ausnutzung der nah beieinander liegenden Schmelzpunkte verschweißt
werden. Diese Verbindungsart ist für die Erfindung von besonderer Bedeutung, da die
Verschweißung einen besonders nahtlosen Übergang benachbarter Segmente möglich macht.
[0009] In weiterer Ausgestaltung ist nach der Erfindung vorgesehen, daß als Legierungsbestandteil
Silber eingesetzt wird und von Feingold ausgehend die Sprünge zum benachbarten Element
im Legierungsanteil bei ca. 50 oo/o Silberzuwachs liegen. Es hat sich gezeigt, daß
diese Legierungssprünge Farbübergänge insbesondere bei Schmuckstücken üblicher Größe
möglich machen, die optisch nicht mehr wahrnehmbar sind, so daß von einem stetigen
Farbübergang gesprochen werden kann.
[0010] Natürlich ist die Erfindung nicht auf diesen Legierungsbestandteil beschränkt. So
sieht in weiterer Ausgestaltung die Erfindung auch vor, daß dem Gold zur Farbänderung
Silber und/oder Palladium und/oder Nickel und/oder Bronze und/oder Messing oder andere
farbliche Metalle oder deren Legierungen zugeführt werden.
[0011] Nach der Erfindung sind auch zwei Ausgestaltungen möglich, die darin bestehen, daß
der Goldbestandteil pro Segment variiert, z. B. mit dem Zuwachs des Silberanteiles
fällt, oder aber, daß der Goldbestandteil pro Segment konstant bleibt, in diesem Falle
ändern sich die Legierungselemente.
[0012] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in den
Fig. 1 bis '4 vier unterschiedliche nach der erfindungsgemäßen Verfahrensweise hergestellte
Schmuckstücke.
[0013] Der in Fig. 1 dargestellte Ring 1 ist als sogenannter Spaltring gestaltet, an dessen
Spalt 2 der größte Farbsprung auftritt. So kann sich von einem Bereich des reinsten
Goldes 3 durch Zunahme des Silberanteiles die Farbe von rot
, rosé
, gelb über grünelfenbein bis schließlich silber-weiß im Bereich 4 ändern.
[0014] Der in Fig. 2 gezeigte Ring 1' weist keinen Farbsprung in einem Spalt auf, sondern
gegenüberliegende dunkel und helle Bereiche, die in Anlehnung an die Bezeichnung in
Fig. 1 mit 3' und 4' bezeichnet sind.
[0015] Schließlich zeigen die Fig. 3 und 4 andere Schmuckstücke, die aus Platten oder Stangen
unterschiedlichen Farbverlaufes gefertigt sind. So ist in Fig. 3 ein Teilbereich z.
B. einer Halskette 5 mit einer Mehrzahl von Metallplatten 6 dargestellt, die unterschiedliche
Farbverläufe aufweisen, während in Fig. 4 z. B. ein Teil eines Armkettchens 7 dargestellt
ist, wiederum mit einzelnen Metallplatten 8 unterschiedlichen Farbverlaufes.
[0016] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt,
sondern in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu
verlassen. So ist selbstverständlich die Erfindung nicht auf eine besondere Art von
Schmuckstücken beschränkt. Hier kann die erfindungsgemäße Verfahrensweise bei einer
Vielzahl von anderen Dingen eingesetzt werden, bei denen insbesondere Edelmetalle
und deren Legierungen zum Einsatz kommen. D. h. die Erfindung ist nicht nur auf den
Schmucksektor beschränkt, sie kann beispielsweise auch in der Elektronik dann eingesetzt
werden, wenn z. B. durch stetige Legierungsänderungen eine entsprechende Änderung
des Wärme- oder Stromflußes in einem Bauteil gewünscht werden sollte und dgl. mehr.
1. Schmuckstück, insbesondere aus Legierungen mit Edelmetallen,
dadurch gekennzeichnet,
daß es aus einem Rohling (1) gefertigt ist, der aus einzelnen Segmenten unterschiedlicher
Legierungsstufen (3, 4) und damit unterschiedlicher optischer Erscheinung gefertigt
ist, wobei die einzelnen Segmente miteinander verschweißt sind.
2. Verfahren zur Herstellung von Drähten, Stangen, Profilen oder Blechen aus Metall,
insbesondere aus Legierungen mit Edelmetallen,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erreichung eines sich im wesentlichen stetig verändernden Farbverlaufes einzelne
Draht-, Stangen-, Profil-oder Blechsegmente unterschiedlich gestufter Legierungen
und damit unterschiedlicher optischer Erscheinung hergestellt und anschließend Segmente
unterschiedlicher Art miteinander verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die unterschiedlichen Metallsegmente miteinander unter Ausnutzung der nahe beieinander
liegenden Schmelzpunkte verschweißt werden.
4. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Goldlegierungen,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Legierungsbestandteil Silber eingesetzt wird und, von Feingold ausgehend,
die Sprünge zum benachbarten Element im Legierungsanteil bei ca. 50 o/oo Silberzuwachs
liegen.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Gold zur Farbänderung Silber und/oder Palladium und/oder Nickel und/oder Kupfer
und/oder Bronze und/oder Messing oder andere farbliche Metalle oder deren Legierungen
zugefügt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Goldbestandteil pro Segment variiert.
7. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Goldbestandteil pro Segment etwa konstant bleibt.