[0001] Die Erfindung betrifft einen Gasbehälter, insbesondere Flüssigkeitsbehälter, beispielsweise
Propangasbehälter zur Verwendung in Haushalt und Industrie, mit einer wärmeleitenden
Fülleinlage aus einem metallischen, räumlichen Gitterwerk aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung im Behälter.
[0002] Flüssiggasbehälter, insbesondere Propangasflaschen, werden in vielen Bereichen von
Haushalt, Gewerbe und Industrie, beispielsweise als Brenngasvorratsbehälter eingesetzt.
Bei derartigen Gasbehältern ist Explosionsgefahr gegeben, insbesondere dann, wenn
im Bereich der Flasche ein Gas-Luft-Gemisch entstanden ist und plötzliche Überhitzungen
auftreten.
[0003] Ein Gasbehälter der eingangs genannten Art ist aus der GB-A-2 028 129 bekannt, der
zur Erhöhung der Explosionssicherheit mit räumlichen Aluminiumgitternetzwerken, wie
z.B. Streckmetallkugeln oder einem Zylinderwickel versehen ist. Bei der Nachrüstung
bereits vorhandener Gasbehälter können hierbei jedoch Schwierigkeiten mit dem Einsetzen
der Aluminium-Streckmetalleinlagen auftreten.
[0004] Ein Druckgasbehälter aus Aluminium ist aus der DE-A-2 306 682 bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasbehälter der eingangs erläuterten
Art so zu verbessern, dass in einfacher Weise ein Einsetzen der Fülleinlage in den
Gasbehälter möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Fülleinlage aus mindestens
zwei ineinander steckbaren Wickeln hergestellt ist, und der äussere Wickel im wesentlichen
die Form eines Hohlzylinders aufweist, desser Aussendurchmesser an den Innendurchmesser
des zu füllenden Behälters angepasst ist, wobei der Innendurchmesser jedes Wickels
auf den Aussendurchmesser des jeweils benachbarten, radial innenliegenden Wickels
abgestimmt ist und der Behälter aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung besteht.
[0007] Der erfindungsgemässe Gasbehälter besteht aus Aluminium oder einer Aluminium-Legierung.
Damit ist die Gefahr der Entstehen von Korrosionspotentialen zwischen den Behälterwänden
und der erfindungsgemäss in dem Behälter angeordneten wärmeleitenden Fülleinlage,
die ebenfalls aus Aluminium oder einer Aluminium-Legierung besteht, und weiterhin
weitgehend die Möglichkeit des Entstehens von Reibung und hitzeerzeugenden Stellen
im Behälterinneren ausgeschaltet. Der erfindungsgemässe Gasbehälter kann beispielsweise
als Camping-Gasflasche oder Brenngasflasche für Brennstellen im Haushalt oder auch
als Flüssig-Gasbehälter für den Kraftfahrzeugsektor verwendet werden. Durch die im
Inneren des Gasbehälters angeordnete Fülleinlage wird bei punktuell entstehender Hitze
die Wärme sehr rasch über die gesamte Fülleinlage abgeleitet und verteilt und damit
eine lokale Überhitzung und die Entstehung und Ausbreitung von Flammen und Explosionen
verhindert. Der erfindungsgemässe Behälter ist beispielsweise aus Blechen, Rohren
oder Ronden auf einfache und wirtschaftliche Weise herstellbar. Aufwendige und teure
Korrosionsschutz- oder Reibschutz-Beschichtungen des Behälterwandmaterials vor dem
Zusammenbau des Behälters, insbesondere an den Innenwandseiten, sind bei dem erfindungsgemässen
Behälter nicht erforderlich. Der erfindungsgemässe Behälter hat ein sehr geringes
Gewicht und ist daher bequem und praktisch handhabbar.
[0008] Mit Vorteil ist der Gasbehälter gemäss der Erfindung so ausgestattet, dass die Fülleinlage
aus Streckmetall gebildet ist. Ein Streckmetall, das in an sich bekannter Weise aus
einem Metallblechstreifen oder einer Metallfolie durch Einschneiden oder Einstanzen
von einer Vielzahl von Schlitzen begrenzter Länge und nachfolgendes Auseinanderziehen
des Bleches oder der Folie in einer quer zu der Richtung der Schlitze verlaufenden
Richtung hergestellt werden kann, stellt ein gitterartiges Gebilde dar, das wabenartige
Öffnungen mit schräg oder vertikal zur Hauptebene des Gitters verlaufenden Öffnungswänden
aufweist.
[0009] Aufgerollt zu den Wickeln kommen die einzelnen Lagen des Streckmetalls in Berührung
miteinander ohne ineinander einzudringen. Auf diese Weise kann ein räumliches Netzwerk
gebildet werden, das eine relativ grosse Eigenstabilität und Formhaltigkeit der einzelnen
Gitterbestandteile aufweist, und bei dem das Gittermaterial selbst nur einen sehr
geringen Anteil des von dem Gitterwerk erfassten Volumens einnimmt.
[0010] Eine günstige Ausbildung des erfindungsgemässen Gasbehälters ist auch dadurch gegeben,
dass die Fülleinlage aus einem Maschengitter hergestellt ist. Ein solches Maschengitter
kann aus Draht gefertigt sein und kann ebenfalls in einer Anzahl von Lagen zu Paketen
und grösseren räumlichen Gebilden zusammengelegt werden, wobei selbst dann, wenn die
einzelnen Lagen in Berührung miteinander kommen, diese nicht ineinander eindringen,
sondern ein Raumnetzwerk bilden, das zum grössten Teil seins Volumens ein aufnahmefähiger
Hohlraum ist.
[0011] Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Fülleinlage als konzentrische Doppelwickelanordnung
ist es möglich, flaschenförmige Behälter mit relativ enger Öffnung rasch, einfach
und zuverlässig mit einer den ganzen Innenraum ausfüllenden Fülleinlage zu versehen.
Dabei wird zunächst der äussere Wickel durch die obere Öffnung der Flasche hindurch
ins Behälterinnere eingebracht. Zu diesem Zweck kann der als Hohlzylinder ausgebildete
äussere Wickel vorübergehend mit Einbuchtungen oder Einfaltungen versehen werden,
um seinen Aussendurchmesser so weit zu verringern, dass er durch die enge Flaschenöffnung
hindurchpasst. Der äussere Wickel stellt sich, sobald er in den Behälterinnenrand
gelangt ist, selbsttätig wieder in die ursprüngliche Form zurück und füllt dabei die
radial äusseren Bereiche des Innenraumes des Behälters aus. Nachfolgend wird dann
der innere Wickel, dessen Aussendurchmesser beispielsweise im wesentlichen dem Durchmesser
der Öffnung des flaschenförmigen Behälters entsprechen kann, in den Innenraum der
Flasche und dort in den Hohlraum des äusseren Wickels eingeschoben. Zu diesem Zweck
kann der innere Wickel elastisch geringfügig zusammengedrückt werden, so dass er sich
leicht in den Raum im äusseren Wickel einbringen lässt. Nach dem Einfügen weitet sich
der innere Wickel dann elastisch wieder etwas aus und kommt dann zur Anlage im Innenbereich
des äusseren Wickels. Gegebenenfalls können dann noch ein oder mehrere weitere innere
Wickel in den ersten inneren Wickel eingebracht werden. Insgesamt ergibt sich eine
nach der Einbringung der Wickel eine Einheit bildende Fülleinlage im Behälter. Bei
dieser Ausgestaltung ist es möglich, auch bei flaschenförmigen Behältern die Fülleinlage
erst einzubringen, wenn der flaschenförmige Behälter an sich bereits fertiggestellt
ist. Es ist nicht notwendig, zunächst die Fülleinlage in einen topfförmigen Unterteil
der Flasche einzubringen und dann eine Flaschenkappe, in der die Öffnung angebracht
ist, auf den Unterteil aufzuschweissen.
[0012] Mit Vorteil ist ein erfindungsgemässer Gasbehälter so ausgestaltet, dass die Fülleinlage
gegen Relativbewegung gesichert in dem Behälter angeordnet ist. Eine solche Anordnung
ist bei Ausgestaltung der Fülleinlage als Wickel und entsprechende Dimensionierung
desselben im Verhältnis zum Innendurchmesser des Behälterinnenraumes gegeben. Es ist
aber beispielsweise auch möglich, eine Fülleinlage in einen zunächst offenen Teil
eines Behälters einzubringen und dort punktuell mit der Behälterinnenwand, beispielsweise
durch Schweissen, zu verbinden, oder durch eine formschlüssige Verbindung, beispielsweise
durch Festhaken an an der Innenwand des Behälters vorgesehenen Vorsprüngen, gegen
Relativbewegung zu sichern. Auf diese Weise wird die Gefahr, dass die Fülleinlage
an den Innenwänden des Behälters bei starker Bewegung desselben scheuert und dabei
Abrieb und Wärme erzeugt, von vornherein unterbunden.
[0013] Eine besonders günstige Ausgestaltung des erfindungsgemässen Gasbehälters ist dadurch
gegeben, dass das Streckmetall aus einer Folie aus Aluminium oder einer Aluminium-Legierung
von einer Dicke im Bereich von 0,02 mm bis 0,1 mm, insbesondere 0,085 mm, durch Stanzen
und Strekken hergestellt ist. Ein Streckmetall aus einem Aluminium oder einer Aluminium-Legierung
in dem angegebenen Dickenbereich hat nicht nur ein besonders geringes Gewicht, sondern
es gewährleistet auch eine vorteilhafte Wabenstruktur der einzelnen Öffnungen des
Streckmetalls und eine ausreichende Eigensteifigkeit sowie eine gewisse Eigenelastizität
eines daraus hergestellten Wikkels oder mehrlagigen Gebildes. Ein aus einem solchen
Streckmetall hergestelltes Raumnetzwerk nimmt nur zwischen 2 und 4% des von dem Netzwerk
erfassten Volumens ein. Eine derartige Fülleinlage verringert somit den nutzbaren
Rauminhalt des Gasbehälters nur unwesentlich.
[0014] Eine günstige Ausgestaltung des Gasbehälters wird auch dadurch erreicht, dass als
Aluminium- Legierung für die Fülleinlage AIMgSi1 verwendet wird. Diese Aluminium-Legierung
hat sich als Werkstoff für ein wärmeableitendes und damit explosionsverhinderndes
Netzwerk in dem erfindungsgemässen Gasbehälter als besonders geeignet erwiesen.
[0015] Mit Vorteil kann der Gasbehälter gemäss der Erfindung auch so ausgebildet sein, dass
als Aluminium-Legierung für den Behälter selbst AIMgSi1 verwendet ist.
[0016] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Gasbehälters, und
zwar von Propangasflaschen und eines Treibgastanks für Fahrzeuge, in Verbindung mit
der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Propangasflasche, teilweise im
Schnitt und teilweise schematisch,
Fig. 2 einen Teilausschnitt aus einem Streckmetall zur Bildung einer Fülleinlage für
die Propangasflasche gemäss Fig. 1 und 2,
Fig. 3 eine schematische Längsschnittansicht durch einen äusseren hohlzylindrischen
Wickel einer aus zwei ineinandergesteckten Wickeln gebildeten Fülleinlage für eine
Propangasflasche gemäss Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Längsschnittansicht durch einen inneren Wickel der Fülleinlage
für eine Propangasflasche gemäss Fig. 4,
Fig. 5 eine schematische Längsschnittansicht durch eine Propangasflasche mit einer
aus zwei ineinandergesteckten Wickeln gemäss Fig. 4 und 5 bestehenden Fülleinlage,
und
Fig. 6 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemässen Treibgastanks für
Fahrzeuge.
[0017] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines als Propangasflasche ausgebildeten erfindungsgemässen
Gasbehälters dargestellt. Der eigentliche Behälter 1 ist durch Verschweissen eines
kreiszylindrischen topfförmigen Unterteils mit einem kreisrunden Deckelteil hergestellt.
Die Wände 2 des Behälters 1 bestehen aus der Aluminium- Legierung AIMgSi1. Am unteren
Ende des Behälters ist ein ringförmiger Fuss 3 befestigt, der aus dem gleichen Material
gefertigt ist. Im Inneren des Behälters 1 ist eine wärmeleitende Fülleinlage 4 aus
einem metallischen räumlichen Gitterwerk, das im vorliegenden Beispiel ebenfalls aus
der Aluminium-Legierung AIMgSi1 besteht, angeordnet. Das räumliche Gitterwerk ist
in Fig. 1 schematisch durch eine Schar schrägverlaufender Linien dargestellt und füllt
das Innere des Behälters 1 im wesentlichen aus. Dadurch ist das Gitterwerk relativ
zum Behälter sowohl in axialer als auch in radialer Richtung festgelegt. Eine Reibung
erzeugende Relativbewegung zwischen Behälter und Fülleinlage kann somit nicht erfolgen.
[0018] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus einem Streckmetall aus AIMgSi1, das aus einer Folie
von 0,085 mm Stärke durch Stanzen und Recken hergestellt wurde. In Fig. 2 sind die
einzelnen wabenförmigen Öffnungen des Streckmetalls sichtbar. Zur Erzielung einer
zylindrischen Fülleinlage zum Ausfüllen des zylindrischen Innenraums der Propangasflasche
gemäss Fig. 1 wird ein derartiges Streckmetall zu einer Doppel-Wickelanordnung ausgebildet,
wie sie nachfolgend noch anhand der Fig. 3 bis 5 im einzelnen erläutert wird.
[0019] Durch den Umstand, dass bei der Propangasflasche sowohl die aus Streckmetall bestehende
Fülleinlage als auch der Behälter selbst aus der Aluminium-Legierung AIMgSi1 gebildet
sind, können zwischen diesen Teilen keine Korrosionspotentiale entstehen und es entsteht
auch kein Abrieb. Durch solche Erscheinungen bedingte lokale Erwärmungen sind daher
von vornherein vermieden. Weiterhin ist ein Schadhaftwerden der Propangasflasche durch
Korrosion verhindert. Die Fülleinlage wirkt als wärmeleitendes und verteilendes Raumnetz,
das etwaige lokale Wärmeentwicklung sofort durch Ableitung der Wärme über den gesamten
Fülleinlagebereich abbaut. Damit wird die Fülleinlage als die Entwicklung von Flammen
und Explosionen hemmendes und verhinderndes Sicherheitsnetzwerk.
[0020] Die Propangasflasche gemäss Fig. 1 hat ein sehr geringes Gewicht und sie ist einfach
und wirtschaftlich herstellbar und einfach handhabbar. Wegen ihrer guten Flammhemmung
und des guten Explosionsschutzes ist die Anordnung von Überdrucksicherungen und zusätzlichen
Ventilen neben dem Anschlussventil nicht erforderlich.
[0021] Am Oberteil der Propangasflasche ist ein abnehmbarer Deckel 7 vorgesehen, der in
Fig. 1 in strichpunktierten Linien angedeutet ist.
[0022] In den Fig. 3 und 5 ist die Gestaltung der Fülleinlage für ein Ausführungsbeispiel
eines als Propangasflasche ausgebildeten erfindungsgemässen Gasbehälters dargestellt.
Die Fülleinlage ist aus zwei ineinander angeordneten Wickeln 8, 9 aus Streckmetall
gebildet. Das Material jedes dieser Wickel stimmt mit dem Material wie in dem Ausführungsbeispiel
gemäss Fig. 2 im einzelnen angegebenen Materials überein. Der äussere Wickel 8 (Fig.
3) und der innere Wickel 9 (Fig. 4) werden jeweils für sich hergestellt. Der Aussendurchmesser
des äusseren Wickels (8) ist an den Innendurchmesser des von der Fülleinlage auszufüllenden
Behälters (12) so angepasst, dass der äussere Wickel (8) nach Einbringung in den Behälter
(12) sich unter einer gewissen Eigenelastizität an die Innenwand des Behälters anlegt.
Wegen der relativ geringen «Wandstärke» des hohlzylindrischen äusseren Wickels (8)
lässt sich dieser auch durch relativ enge Öffnungen, wie die Öffnung 11 der Flasche
12 (Fig. 5) einbringen, wobei der zylindrische Wickel durch Einbiegungen bzw. Einfaltungen
vorübergehend unter Ausnutzung seiner Eigenelastizität verformt und in seinem Aussendurchmesser
so reduziert wird, dass er sich durch die Öffnung 11 in den Innenraum der Flasche
12 einschieben lässt. Sobald der äussere Wickel 8 sich im Innenraum der Flasche 12
befindet, nimmt er unter seiner Eigenelastizität seine zylindrische Form wieder an
und weitet sich dabei wieder so weit aus, dass er an der Innenwand der Flasche 12
zur Anlage kommt Der innere Wickel 9 (Fig. 4) kann nachfolgend durch die Öffnung 11
in die Flasche 12 eingebracht werden. Der Aussendurchmesser des inneren Wickels 9
ist an den Innendurchmesser des äusseren Wickels 8 angepasst. Durch geringfügiges
vorübergehendes Zusammendrücken lässt sich der innere Wickel (9) in seinem Aussendurchmesser
so weit reduzieren, dass er durch die Öffnung 11 der Flasche 12 hindurch in den Innenraum
des äusseren Wickels 8 eingeschoben werden kann. Sobald der innere Wickel sich im
Innenraum der Flasche 12 befindet, weitet er sich unter seiner Eigenelastizität so
weit aus, dass er zur Anlage am Innenumfang des äusseren Wickels 8 kommt und mit diesem
Zusammen eine Fülleinlage, die sich wie eine Einheit verhält, bildet. Im Zentrum des
Innenwickels 9 kann ein Hohlrohr 13 geringen Durchmessers vorgesehen sein. In einen
solchen Hohlraum kann ein Prüfrohr oder ein Tauchrohr eingeführt werden. Bei dieser
Ausgestaltung lässt sich der Innenraum flaschenartig geformter Behälter optimal ausfüllen.
Die Fülleinlage kann nach Herstellung der Flasche auf einfache Weise in die Flasche
eingebracht werden. Es ist somit nicht nötig, die Fülleinlage zunächst in einen topfartigen
Unterteil der Flasche einzubringen und erst danach die Flasche durch Aufsetzen und
Anschweissen eines Deckels fertigzustellen. Dadurch, dass beide Wickel 8 bzw. 9 aus
der gleichen Aluminiumlegierung AIMgSi1 hergestellt sind, aus der auch die Wände der
Flasche 12 gebildet sind, entstehen weder zwischen den beiden Wickeln der Fülleinlage
noch zwischen der Fülleinlage und dem Behälter Korrosionspotentiale. Beide Wickel
8 und 9 bestehen aus Streckmetall aus einer AIMgSi-Folie von 0,085 mm Stärke.
[0023] In Fig. 6 ist ein als Treibgastank für Kraftfahrzeuge ausgebildeter erfindungsgemässer
Behälter dargestellt. Der Behälter gemäss Fig. 6 hat im wesentlichen zylindrische
Gestalt. Die Fülleinlage dieses Behälters kann aus einem Wickel aus Streckmetall bestehen.
Der Behälter selbst kann aus zwei miteinander verschweissten topfförmigen Teilen gebildet
sein. In diesem Falle wird der Streckmetallwickel, der in seinem Durchmesser so gestaltet
ist, dass er sich unter geringfügiger Deformation in den Innenraum des Behälters einbringen
lässt, zunächst in den einen topfartigen Teil des Behälters eingeschoben. Der andere
topfartige Teil des Behälters wird dann über das freistehende Ende des Wickels geschoben,
bis es zur Anlage an dem anderen topfartigen Teil kommt. Danach werden die beiden
topfartigen Teile an ihren aneinanderstossenden Rändern rings um den Umfang herum
verschweisst. Der zylindrische Behälter ist dann durch die als Wickel ausgebildete
Fülleinlage vollständig ausgefüllt. Als Material sowohl für den Wickel als auch für
die Wände des Behälters kommt die Aluminiumlegierung AIMgSi1 mit Vorteil in Betracht.
Der Wickel kann aus Streckmetall aus einer Folie von 0,085 mm Stärke hergestellt sein.
Die Länge und der Durchmesser des zylindrischen Treibgastanks hängen von der erforderlichen
Tankkapazität ab. Beispielsweise kann die Länge ca. 1200 mm betragen und der Aussendurchmesser
kann beispielsweise 200 bis 300 mm betragen.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Erfindungsgemässe
Gasbehälter können in unterschiedlicher Gestalt und für einen grossen Bereich von
Fassungsvermögen hergestellt werden und zur Aufbewahrung einer Vielzahl von Gasen
bzw. Flüssiggasen bzw. brennbaren Flüssigkeiten eingesetzt werden. Neben der Aufbewahrung
von Propan kommt beispielsweise auch die Aufbewahrung von Butan oder Methan in Betracht.
1. Gasbehälter, insbesondere Flüssiggasbehälter, beispielsweise Propangasbehälter
zur Verwendung in Haushalt und Industrie, mit einer wärmeleitenden Fülleinlage aus
einem metallischen, räumlichen Gitterwerk aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
im Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass die Fülleinlage aus mindestens zwei ineinander
steckbaren Wickeln (8, 9) hergestellt ist, und der äussere Wickel (8) im wesentlichen
die Form eines Hohlzylinders aufweist, dessen Aussendurchmesser an den Innendurchmesser
des zu füllenden Behälters (1, 12) angepasst ist, wobei der Innendurchmesser jedes
Wikkels (8, 9) auf den Aussendurchmesser des jeweils benachbarten, radial innen liegenden
Wickel (9) abgestimmt ist und der Behälter (2, 12) aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
besteht.
2. Gasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickel (8, 9) aus
Streckmetall bestehen.
3. Gasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickel (8, 9) aus
einem Maschengitter hergestellt sind.
4. Gasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickel (8, 9) gegen
Relativbewegung gesichert in dem Behälter (1, 12) angeordnet sind.
5. Gasbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmetall aus
einer Aluminiumfolie oder einer Aluminiumlegierungsfolie mit einer Dicke zwischen
0,02 mm bis 0,1 mm, insbesondere von 0,085 mm durch Stanzen und Strecken hergestellt
ist.
6. Gasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickel (8, 9) aus
AIMgSi1 bestehen.
7. Gasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1, 12)
aus AIMgSi 1 besteht.
8. Gasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Wickel (8)
und jeder weitere, innere Wickel (9) aus dem gleichen Aluminiummaterial oder Aluminiumlegierungsmaterial
bestehen.
1. A gas container, in particular a liquid gas container, for example a propane gas
container for household and industrial use, with a heat conducting packing liner made
of a metallic spatial lattice of aluminium or an aluminium alloy in the container,
characterised in that the packing liner is manufactured of at least two rolls (8,
9) fitted one in the other and that the outer roll (8) essentially has the shape of
a hollow cylinder whose outer diameter is adapted to the inner diameter of the container
(1, 12) to be filled, the inner diameter of each roll (8, 9) being matched to the
outer diameter of the respective adjacent roll (9) lying radially inside, and the
container (1,12) consisting of aluminium or an aluminium alloy.
2. A gas container according to claim 1, characterised in that the rolls (8, 9) consist
of expanded metal.
3. A gas container according to claim 1, characterised in that the rolls (8, 9) are
made from a meshed lattice.
4. A gas container according to claim 1, characterised in that the rolls (8, 9), secured
against relative motion, are arranged in the container (1, 12).
5. A gas container according to claim 2 characterised in that the expanded metal is
made from an aluminium foil or an aluminium alloy foil with a thickness in the range
of 0,02 mm to 0.1 mm, in particular 0,085 mm, by stamping and drawing.
6. A gas container according to claim 1, characterised in that the rolls (8, 9) consist
of AIMgSi1.
7. A gas container according to claim 1, characterised in that the container (1, 12)
consists of AlMgSil.
8. A gas container according to claim 1, characterised in that the outer roll (8)
and each successive inner roll (9) consist of the same aluminium material or aluminium
alloy material.
1. Réservoir à gaz, notamment réservoir à gaz liquide tel que par exemple un réservoir
à gaz propane pour usages domestique et industriel, comportant une garniture de remplissage
conductrice de chaleur constituée par un grillage métallique solide en aluminium ou
en alliage d'aluminium logé dans le réservoir, caractérisé en ce que la garniture
de remplissage est constituée au moins de deux rouleaux (8, 9) emboîtables l'un dans
l'autre, et que le rouleau extérieur (8) a essentiellement la forme d'un cylindre
creux dont le diamètre extérieur est adapté au diamètre intérieur du réservoir (1,
12) à remplir, le diamètre intérieur de chaque rouleau (8, 9) étant adapté au diamètre
extérieur du rouleau (9) avoisinant disposé radialement à l'intérieur et le réservoir
(2, 12) étant en aluminium ou en alliage d'aluminium.
2. Réservoir à gaz selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (8,
9) sont en métal déployé.
3. Réservoir à gaz selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (8,
9) sont constitués par un grillage maillé.
4. Réservoir à gaz selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (8,
9) sont maintenus fixes dans le réservoir (1, 12) pour empêcher tout mouvement relatif.
5. Réservoir à gaz selon la revendication 2, caractérisé en ce que le métal déployé
est obtenu par découpage et étirage à partir d'un feuillard d'aluminium ou d'un feuillard
en alliage d'aluminium ayant une épaisseur entre 0,02 mm et 0,1 mm, notamment de 0,085
mm.
6. Réservoir à gaz selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (8,
9) sont en AIMgSi1.
7. Réservoir à gaz selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réservoir (1,
12) est en AIMgSi1.
8. Réservoir à gaz selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau extérieur
(8) est chaque rouleau intérieur suivant (9) sont exécutés dans le même matériau d'aluminium
ou matériau en alliage d'aluminium.