Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Elektrohandwerkzeug nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist, zum Beispiel durch die DE-OS 29 28 931, schon ein solches Elekrohandwerkzeug
bekannt, bei dem der Handgriff ein Gehäuse aus zwei längsgeteilten Schalen hat. Durch
diese Schalenbauweise sind die innenliegenden Kabel und deren Befestigungsmittel gut
zugänglich. Eine solche Schalenbauweise ist für Elektrowerkzeuge mit im Winkel zueinander
stehenden Gehäuse- und Griffteilen wie z.B. bei Elektro-Handkreissägen, für den Gehäuseaufbau
nicht geeignet. Deshalb sind bei bekannten Konstruktionen dieser Art in das Motorgehäuse
Kanäle eingeformt, durch die Anschlußleitungen hindurchgeschoben werden können. Bei
der Montage des Elektrohandwerkzeuges müssen diese Leitungen an dem Stator des Motors
angeschlossen und mit dem Einfügen des Stators in das Motorgehäuse durch diese Kanäle
hindurchgefädelt werden.
[0002] Eine solche Montage ist beschwerlich und daher aufwendig, ebenso die entsprechende
Reparatur.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Elektrowerkzeug mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß auch im Winkel zueinander verlaufende Kabelkanäle
in ihrer gesamten Länge von der Seite her zugänglich sind, und daß die erforderlichen
Verbindungsleitungen mit den anfügbaren Gehäuseteilen in die gebildeten Kanäle eingebracht
und vorzugsweise auch kontaktiert werden können. Dies ermöglicht eine Vormontage außerhalb
des Elektrowerkzeugs, bei der die Leitungsverbindungen auch durch Handhabungsautomaten
vorbereitet werden können. So wird durch das Auftrennen des Gehäuses längs von Kanälen
für die zu verlegenden elektrischen Verbindungsleitungen und durch das Verbinden dieser
Leitungen mit den ansetzbaren, kanalbildenden Gehäuseteilen, eine Schnellmontage bzw.
Reperatur an verschiedenen Stellen des Elektrowerkzeugs ermöglicht.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Elektrowerkzeugs möglich. Besonders
vorteilhaft ist die Gestaltung eines anfügbaren, kanalbildenden und elektrische Leitungen
tragenden Gehäuseteils mit starr mit ihm verbundenen Steckkontakten an den jeweiligen
Enden der Verbindungsleitungen.
Zeichnung
[0005] Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine perspektivische
Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Elektro-Handkreissäge mit einer im Winkel
verlaufenden Kanalabdeckung, Figur 2 eine Explosionszeichnung mit Seitenansichten
einzelner Werkzeugelemente mit integriertem Leiter in Einzelfiguren 2.1 bis 2.5, Figur
3 eine Seitenansicht zu Figur 2.2 in Richtung des Pfeiles A gesehen, Figur 4 eine
Explosionszeichnung einer zweiten Ausführungsform mit Seitenansichten einzelner Bauelemente
zur Bildung von Kanälen, in welchen flexible Leitungen mit an den Enden befestigten
Steckern geführt werden in Einzelfiguren 4.1 und 4.2 ähnlich den Figuren 2.2 und 2.3
und Figur 5 eine Seitenansicht zu Figur 4.1 in Richtung des Pfeiles B gesehen.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0006] Eine Elektro-Handkreissäge 1 besitzt ein Hauptgehäuse 2, einen längsgeteilten Handgriff
3 mit.einer gehäusefesten Schale 4 und einer abnehmbaren Schale 5 und einen Gehäusedeckel
6. Das Gesamtgehäuse wird ergänzt durch eine Kanalabdeckung 7, zwischen dem Handgriff
3 und dem Gehäusedeckel 6. Die Kanalabdeckung ist in eine Führung 11 des Hauptgehäuses
2 eingefügt und besitzt an ihrem einen Ende eine Nase 8, die von der Schalenwand 9
der Schale 5 übergriffen wird. An ihrem anderen Ende ist die Kanalabdeckung 7 mit
Stufen 10 versehen, die im montierten Zustand der Elektro-Kreissäge 1 durch den Gehäusedeckel
6 übergriffen werden. Sie ist damit in jedem Fall gesichert, sowohl bei Abnahme der
Schale 5 als auch des Gehäusedeckels 6. Am vom Gehäusedeckel 6 abgewendeten Ende des
Hauptgehäuses 2 ist dieses mit einer Schutzhaube 12 versehen, aus der ein Kreissägeblatt
13 herausragt. Sowohl die Schutzhaube 12 als auch das Kreissägeblatt 13 sind nur in
Figur 1 dargestellt. Eine Platte 14 trägt verschiedene, auch elektrische Bauelemente
15, Verbindungsleitungen 16 und Steckanschlüsse 17. Eines der Bauelemente ist ein
Elektroschalter 18 mit einem Drücker 19, ein anderes ein Kondensator zur Funkentstörung,ein
weiteres eine mechanische Einschaltsperre 20 für den Elektroschalter 18. Mittels Bohrungen
21 in der Platte 14 kann diese in der gehäusefesten Schale befestigt werden. Die Einbaurichtung
hierzu gibt der Pfeil C an. Steckbuchsen 22 an der Platte 14 dienen dem Steckanschluß
der Kanalabdeckung 7 mit entsprechenden Steckerfahnen 23. Die Steckerfahnen 23 sind
über Verbindungsleitungen 24 in der Kanalabdeckung 7 angeschlossen an Steckerfahnen
25 am anderen Ende der Kanalabdeckung 7. Den Steckerfahnen 25 sind Steckbuchsen 26
einer Baugruppe 27 zugeordnet. Diese Baugruppe 27 trägt Kohlebürsten 28 in Haltern
29, welche mit zwei der vier Kontaktstecker 31 versehen sind. Die Steckbuchsen 26
sind über nicht sichtbare Leiter 30 mit den beiden anderen Steckern 31 verbunden.
Kontaktstecker der Baugruppe 27 werden in Buchsen 32 am Motor 33 eingeführt, wobei
die Baugruppe 27 mittels Führungsleisten am Hauptgehäuse 2 ausgerichtet und zentriert
wird. Durch Anstecken der Baugruppe 27 an das Hauptgehäuse 2 werden die Kohlebürsten
28 betriebsgerecht zu den aus dem Hauptgehäuse 2 herausragenden Teilen eines Elektromotors
33 zugeordnet. Der elektrische Anschluß des Motors 33 an die durch den Handgriff 3
eingeführte Versorgungsleitung 34 erfolgt durch den gleichzeitigen Kontakt zwischen
den Steckerfahnen 23 und 25 und den Steckbuchsen 22 und 26. Selbstverständlich muß
zuvor oder zugleich mit dem Aufstecken der Baugruppe 27 auf das Hauptgehäuse 2 die
Kanalabdeckung 7 in ihre Zusammenbaulage zum Hauptgehäuse 2 gebracht sein. Schließlich
wird der Gehäusedeckel 6 aufgesetzt und sichert über die Stufen 10 die Kanalabdeckung
7 ebenso am Hauptgehäuse 2 wie die Baugruppe 27. Die Halterung des Gehäusedeckels
6 am Hauptgehäuse 2 kann in bekannter Weise mittels Schrauben oder durch Schnappverbindungen
erfolgen und ist hier nicht näher dargestellt. Die Zusammensteckbewegung der vorstehend
im einzelnen beschriebenen Bauelemente ist symbolisiert durch weitere Pfeile D.
[0007] Für einen eventuell notwendigen Bürstenhalteraustausch braucht lediglich der Gehäusedeckel
6 abgezogen und die Baugruppe 27 aus ihrer Steckverbindung mit dem Hauptgehäuse 2
entfernt zu werden. Ebenso rasch wie diese Demontage erfolgt die wiederholte Montage
des Austauschteiles. Es sind lediglich Abzieh- bzw. Aufsteckbewegungen erforderlich.
Falsches Anschließen der elektrischen Bauelemente ist ausgeschlossen. Bei Fehlern
im Bereich des Elektroschalters 18 wird lediglich die Schale 5 abgezogen. Danach können
defekte Bauelemente auf der Platte 14 im Innern der Schalen 4 und 5 durch die dort
angeordneten Steckverbindungen auf einfache Art ersetzt werden. Dies trifft, außer
für die elektrischen Bauelemente, auch für die mechanischen Teile der Einschaltsperre
20 zu. Sie können leicht von ihren Lagerachsen abgezogen werden. Auch hier ist der
Zusammenbau ebenso einfach wie die Demontage. Schäden an den Verbindungsleitungen
24 in der Kanalabdeckung 7 kommen praktisch nicht vor. Sollte dennoch einmal eine
Inspektion dieser Verbindungsleitungen erforderlich werden, so ist die Kanalabdeckung
7 nach dem Abziehen des Gehäusedeckels 6, der Baugruppe 27 und der Schale 5 ebenfalls
abzuziehen, wobei die Steckerfahnen 23 aus den Steckbuchsen 22 herausgezogen werden.
[0008] Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und 5 sind die starren Steckerfahnen 23
und 25, die Steckbuchsen 22 und 26 sowie die in die Bauteile integrierten Leiter 16
(mit Steckanschlüssen 17) und 24 durch flexible Leitungen 35 mit entsprechenden Anschlußsteckern
36 ersetzt. Diese Leitungen 35 werden einerseits mittels der Stecker 36 im Schalter
18 und andererseits direkt in die Steckbuchsen 32 am Polschuh des Elektromotors 33
eingesteckt. Die Baugruppe 27 trägt dann nur 2 Kontaktstecker 31 von den Bürstenhaltern
29. Die Leitungen 35 verlaufen in den Kanälen zwischen der Platte 14 und der gehäusefesten
Handgriffschale 4, sowie zwischen der Kanalabdeckung 7 und dem Motorgehäuse 2, und
sind so gegen Beschädigung durch Einklemmen geschützt. Dies ist eine Alternative,
die eine weniger genaue Abstimmung zwischen den mechanischen Pass- und Rastmitteln
und den elektrischen Kontaktverbindungen erfordert, aber doch sehr einfach zu montieren
ist.
1. Elektrowerkzeug mit einem geteilten Gehäuse, insbesondere Elektro-Handkreissäge,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2, 4, 5, 6, 7) längs von Kanälen für intern
zu verlegende elektrische Verbindungsleitungen (16, 24, 30, 34, 35) geteilt ausgebildet
ist, und daß die die Kanäle bildenden Gehäuseteile ein Gehäusehauptkörper (2) und
mehrere, an diesen Gehäusehauptkörper (2) anfügbare, miteinander verbindbare Gehäuseteile
(5, 6, 7) sind, von denen mindestens eines (7) auch elektrische Leitungen (24) trägt,
die in Steckelemente (23, 25, 36), zur elektrischen Verbindung voneinander entfernter
Elektrobauteile (15, 28) münden.
2. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein anfügbares, elektrische
Leitungen (24) tragendes Gehäuseteil (7) starr mit ihm verbundene Steckkontakte (23,
25) trägt, an die die elektrischen Leitungen (24) angeschlossen sind.
3. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der
anfügbaren Gehäuseteile (5, 6) mindestens ein anderes anfügbares Gehäuseteil (7) in
seiner Abdecklage sichernd übergreift. 0
4. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die anfügbaren Gehäuseteile
elektrische Bauelemente (15, 24, 28) tragen.
5. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die anfügbaren
Gehäuseteile (5, 6, 7) und/oder zwischen diese und das Hauptgehäuse (2) als Steckeinheit
gestaltete Bauelemententräger (14, 27) eingefügt sind.
6. Elektrowerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Steckeinheit
ausgebildeten Bauelemententräger (14, 27) an Hauptfunktionselemente
(33) des Elektrowerkzeugs (1) ansteckbar gestaltet sind.