[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehströmungsfeuerung für alle brennbaren Stäube mit
mindestens einer Umkehrung der Drehströmung in der Brennkammer und einer nach innen
weisenden Einschnürung der Brennkammer, insbesondere für Dreizugkessel, nach Patent
... (P 31 45 799.1).
[0002] Nach Patent ... (P 31 45 799.1) wird das Drehströmungsfeuerungsprinzip in der Praxis
dadurch nutzbar gemacht, daß unter Einhaltung der die Drehströmung bestimmenden Grenzbedingungen
eine beträchtliche Partikelbewegung in axialer Richtung des zylinderförmigen Drehströmungsbrennraumes
erzeugt wird. Dabei entsteht zugleich die für eine ausreichende Verbrennung notwendige
Verweilzeit der Staubpartikel im Brennraum. Diese Verweilzeit wird insbesondere durch
die verschiedenen Umlenkungen der Drehströmung in axialer Richtung vorteilhaft beeinflußt.
Jede Umlenkung entsteht an einer Einschnürung der Anströmfläche der die Drehströmung
gebenden Brennkammer.
[0003] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist bei Verwendung der Brennkammer für einen
Dreizugkessel zugleich vorgesehen, daß ein Teil des ersten Zuges (Flammrohres) des
Dreizugkessels als Brennkammer für die Drehströmungsfeuerung ausgebildet ist. Üblicherweise
ist jeweils der erste Zug eines Dreizugkessels so dimensioniert, daß im vorderen Teil
des Flammrohres stets die Feuerungsanlage aufgenommen werden kann. Für Nußkohlefeuerungen
finden sich selbst für kleinere Kesselleistungen bereits.Flammrohrdurchmesser von
mehr als 700 mm. Größere Kesselleistungen bedingen für den gleichen Brennstoff Flammrohrdurchmesser
ab 1 600 mm aufwärts. Ö1- oder gasgefeuerte Dreizugkessel besitzen dagegen einen vergleichsweise
bedeutend geringen Flammrohrdurchmesser. In der Regel kann von einem Drittel bzw.
der Hälfte des Flammrohrdurchmessers vergleichbarer nußkohlegefeuerter Dreizugkessel
ausgegangen werden.
[0004] Vorteilhafterweise baut die erfindungsgemäße Brennkammer für Drehströmungsfeuerung
so klein, daß in etwa die üblichen Flammrohrdurchmesser für öl- oder gasgefeuerte
Dreizugkessel eingehalten werden können. Die erfindungsgemäße Ausbildung des ersten
Flammrohres an Dreizugkesseln eignet sich insbesondere für Neubauten von Dreizugkesseln.
[0005] Eine weitere Ausbildung der erfindungsgemäßen Drehströmungsfeuerung nach Patent ...
(P 31 45 799.1) besteht in einer veränderten Zuführung der Verbrennungsluft. Während
der ursprüngliche Vorschlag noch von einer außenliegenden kanal- oder rohrförmigen
Verbrennungsluftzuführung ausgeht, ist nunmehr ein Zuführungsmantel vorgesehen, der
die Brennkammer an ihrem Umfang umschließt, so daß zwischen der äußeren Umfangsfläche
der Brennkammer und der Innenfläche des Zuführungsmantels Verbrennungsluft geführt
werden kann. Diese Bauform zeichnet sich durch einen geringeren baulichen Aufwand,
Platzersparnis und Vorteil der Vorwärmung der Verbrennungsluft am äußeren Umfang der
Brennkammer aus.
[0006] In Ausbildung des ersten Zuges eines Dreizugkessels als erfindungsgemäße Drehströmungsbefeuerung
zeigt sich noch ein zusätzlicher Vorteil bei Wasserberührung des Zuführungsmantels.
Dann bewirkt die Berührung des Zuführungsmantels mit dem Kesselwasser eine zusätzliche
Vorwärmung der an der Innenseite des Zuführungsmantels entlanggeführten Verbrennungsluft.
[0007] In der baulichen Ausführung bildet der wasserumspülte Zuführungsmantel mit dem ersten
Zug des Dreizugkessels ein einziges Rohr, das dem bisherigen Flammrohr entspricht.
[0008] Zur Referierung des Strömungswiderstandes in den Schlitzdüsen der Brennkammer und
zur weiteren Erhöhung der Vorwärmung der Verbrennungsluft sind in die von Verbrennungsluft
umströmte Umfangsfläche der Brennkammer Ausnehmungen eingearbeitet, die zu den Schlitzdüsen
führen. Diese Ausnehmungen weisen vorzugsweise eine halbzylindrische Form auf und
erstrecken sich in Brennkammerlängsrichtung.
[0009] Die Schlitzdüsen weisen in Brennkammerlängsrichtung zum Austragsende der Brennkammer
hin abnehmende Längen auf. Im Bereich der Brennstaubzuführung ist der jeweils größte
Schlitzdüsenquerschnitt vorgesehen. Diese Schlitzdüsenausbildung dient der dosierten
Sauerstoffzuführung, wobei dem größten Sauerstoffbedarf an der Stelle der Brennstoffzuführung
Rechnung getragen wird. Diese erfindungsgemäße Querschnittsgestaltung der Schlitzdüsen
ist unabhängig von der Ausgestaltung des Flammrohres in einem Dreizugkessel als Brennkammer
für alle erfindungsgemäßen Drehströmungsfeuerungen anwendbar.
[0010] Die Schlitzdüsen weisen vorzugsweise rechteckigen Querschnitt auf, wobei mit Breite
die Absmessung der Schlitzdüsen in Umfangsrichtung und mit Länge die Abmessung in
Längsrichtung der Brennkammer bezeichnet werden. Nach der Erfindung wird die Düsenbreite
zwischen 10 und 25 mm und die Düsenlänge zwischen 20 und 250 mm gewählt.
[0011] Die Drehströmungsfeuerung besitzt wahlweise eine drehzahlverstellbare Brennstaubdosierung.
[0012] Des weiteren ist für die erfindungsgemäße Drehströmungsfeuerung eine Abschottung
zum Schutz gegen Strahlungswärme für den Anfahr-Öl- oder Gasbrenner vorgesehen. Der
Öl- oder Gasbrenner dient lediglich als Anfahrbrenner und wird nach dem Erreichen
einer entsprechend hohen Feuerrauminnenwandtemperatur abgestellt. Die Abschottung
spricht dann temperaturabhängig an. Die Temperatur wird gemessen, elektrisch umgesetzt
und als Abschaltsignal für den Öl- oder Gasanfahrbrenner benutzt. Das Abschalten des
Anfahrbrenners ist gekoppelt mit einer Betätigung der Abschottung sowie mit dem Anspringen
der Brennstaubdosierschnecke und des Verbrennungsluftventilators.
[0013] Die Abschottung ist als Schieber ausgebildet, der elektrisch oder pneumatisch betätigt
wird und zugleich doppelwandig ausgebildet ist. Die doppelwandige Ausbildung erlaubt
das Einführen von Luft. Sie ist ein Teilstrom der Verbrennungsluft und bewirkt gleichzeitig
eine Kühlung der Abschottung.
[0014] Vorteilhafterweise wird die so eingesetzte Kühlluft durch Öffnungen an der dem Feuerungsraum
der Brennkammer zugewandten Seite des Schiebers hindurch in die Brennkammer geblasen.
[0015] Im übrigen ist nach der Erfindung eine Rückführung der Grobstaubpartikel zur Brennstaubdosierung
vorgesehen. Durch diese Rückführung werden Teilchen mit noch unverbrannten Bestandteilen
erneut dem Feuerungsraum zugeführt. Dieser Recital erhöht den Wirkungsgrad der Feuerungsanlage
beträchtlich. Im einzelnen werden die aus dem Dreizugkessel austretenden Abgase zunächst
durch einen Entstauber geführt, der vorzugsweise als mechanischer Abscheider ausgebildet
ist. Im Entstauber werden die groben Partikelchen mit noch brennbaren Bestandteilchen
abgeschieden und über eine Zellenradschleuse in die Dosierschnecke gegeben, die dann
eine kontinuierliche Brennstoffzuführung zur Drehströmungsfeuerung sicherstellt.
[0016] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Dreizugkessel mit eingebauter Drehströmungsbrennkammer im Schnitt
Fig. 2 den Deizugkessel nach Fig. 1 in der Vorderansicht, die Drehströmungsfeuerung
im Schnitt mit Rotationsdüsen und Brennstaubdosierung und -eintritt
Fig. 3 eine Teilansicht des Verbrennungslufteintritts durch eine Rotationsdüse sowie
Brennstaub- und Wirbellufteintritt
Fig. 4 die gleiche Ansicht wie Fig. 3 mit andersgestaltetem Verbrennungslufteintritt
Fig. 5 eine Teilansicht des Brennstaubeintritts nebst Wirbelluftabzweig und -eintritt
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI/VI in Fig. 5 - Austritt der rotierenden
Wirbelluft, die hier gleichzeitig als Kühlluft dient
Fig. 7 eine schematische Gesamtansicht einer Warmwasserkesselanlage mit dem Dreizugkessel
gem. Fig. 1 - 6
[0017] Nach Fig. 7 wird der Brennstaub über eine pneumatische Förderleitung 1 aus einem
nicht dargestellten Silo versorgt. Die Förderleitung 1 führt zu einem kombinierten
Zyklon-Gewebefilter 2. Hier vollzieht sich eine Trennung zwischen der Transportluft
und den Staubpratikeln. Die abgetrennte Transportluft tritt aus dem Gewebefilter 2
in eine nicht dargestellte Leitung, die zu einem Gebläse bzw. zu einer Vakuumpumpe
führt. Das Gebläse bzw. die Vakuumpumpe und das kombinierte Zyklon-Gewebefilter 2
sowie die Verbindungsleitungen werden normalerweise baulich als Einheit ausgebildet.
[0018] Die im kombinierten Zyklon-Gewebefilter abgeschiedenen Staubpartikel fallen in einen
darunter angeordneten Dosierbehälter 3. Aus dem Dosierbehälter 3 fördert eine am Boden
des Dosierbehälters angeordnete Schnecke 4 mit stufenlos regelbarem Antrieb 5 die
Staubpartikel kontinuierlich über ein Fallrohr in eine Brennkammer.
[0019] In Fig. 1 ist die Brennkammer mit 6 bezeichnet und in einen Rauchrohrdreizugkessel
7 integriert. Die Brennkammer 6 hat eine zylindrische Form und füllt nach Fig. 1 etwa
bis zur Hälfte das Flammrohr des Dreizugkessels aus, das den sogenannten ersten Zug
dieses Kessels bildet. Dabei ist das mit 8 bezeichnete Flammrohr der Brennkammer 6
angepaßt. Aufgrund der baulichen Freiheit der in üblicherweise großvolumigen Dreizugkesseln
ist das unproblematisch. Die bauliche Anpassung wird darin deutlich, daß das Flammrohr
8 einer Einschnürung 9 der Brennkammer 6 an deren Austragende folgt.
[0020] Eintragseitig ist die Brennkammer 6 mit einer Tür 10 versehen. Die Tür 10 besitzt
eine definierte Ausbildung 11 und ist mit einem zentrischen Stutzen 12 versehen, an
den ein Anfahrbrenner 13 für Gas oder Öl angeflanscht ist.
[0021] Ferner weist die Tür 10 ein Schott 14 auf. Zu dem Schott 14 gehören eine Führung
15 und ein Schieber 16. Der Schieber 16 ist mehrwandig ausgebildet, innen hohl und
an der dem Feuerraum der Brennkammer 6 zugewandten Seite mit einer Vielzahl feiner
Öffnungen versehen. Dadurch kann der Schieber von innen mit Luft gekühlt werden. Die
Luft tritt dann in geschlossenem Zustand des Schotts an der zur Brennkammer gewandten
Seite als kleine Verbrennungslufthilfsströmung aus.
[0022] Zur Brennkammer 6 gehören ein mehrwandiger Stahlhohlmantel 17, der innen zunächst
mit einer Schicht 18 aus Isoliersteinen und dann mit einer Feuerfestausmauerung 19
ausgekleidet ist.
[0023] Der Stahlhohlmantel 17 dient zugleich als Verbrennungsluftführung und ist über eine
Leitung 20 an ein Gebläse 21 für Verbrennungsluft angeschlossen.
[0024] Das Gebläse 21 drückt die Verbrennungsluft über tangential angeordnete Öffnungen
unter Bildung einer Rotationsströmung in die Brennkammer 6. Zu diesen Öffnungen gehören
viele gleichmäßig verteilt am Umfang der Brennkammer angeordnete und noch näher zu
beschreibende Schlitzdüsen sowie das schon beschriebene Schott 14, ein mit 22 bezeichnetes
Fallrohr des Brennstaubeintrages und wahlweise nicht dargestellte Schlitzdüsen bei
23. Die wahlweise bei 23 vorgesehenen Schlitzdüsen dienen als Hilfsströmung zur Unterstützung
einer definierten Luftführung innerhalb der Brennkammer 6.
[0025] Für das Fallrohr 22 ist eine Leitung 24 an den Stahlhohlmantel 17 angeflanscht. Die
Leitung 24 führt Wirbel- und Kühlluft aus dem Stahlhohlmantel zu dem Fallrohr.
[0026] Zwischen dem Gebläse 21 und der Dosierschnecke 4 ist ein Aggregat vorgesehen, welches
sicherstellt, daß eine Änderung der Kesselwärmeleistung sofort eine Drehzahländerung
des Flügelrades des Gebläses 21 sowie der Dosierschnecke 4 bringt. Diese Verbindung
stellt sicher, daß,unabhängig von der Kesselleistung,stets mit einem hohen C0
2-Gehalt in den Abgasen gefahren werden kann.
[0027] Aus der Brennkammer 6 treten die Verbrennungsgase in das Flammrohr 8 des Dreizugkessels
7. Am Ende des Flammrohres 8 werden die Heißgase in der hinteren Wendekammer 25 des
Dreizugkessels 7 umgelenkt und in den zweiten Zug des Dreizugkessels 7 geleitet. Bei
dem sogenannten zweiten Zug handelt es sich um eine Anzahl von Rauchrohren, die die
Verbrennungsgase wieder nach vorne leiten. An der Vorderseite des Dreizugkessels 7
münden die Rauchrohre des zweiten Zuges 26 in eine vordere Wendekammer 27. Dort werden
die Verbrennungsgase erneut um 180° umgeleitet und in die Rauchrohre des sogenannten
dritten Zuges gelenkt, der mit 28 bezeichnet ist, bis die Verbrennungsgase den Dreizugkessel
7 austrittfertig verlassen. Das Flammrohr 8, die Rauchrohre des zweiten Zuges 26 und
die Rauchrohre des dritten Zuges 28 sind wasserumspült.
[0028] Aufgrund üblichen Wasservolumens sind das Flammrohr 8 und die Rauchrohre des zweiten
und dritten Zuges in verhältnismäßig großem Abstand vom Gehäuse des Dreizugkessels
7 umgeben.
[0029] Die aus dem Dreizugkessel 7 austretenden Abgase werden zunächst einem Zyklon 29 zugeführt.
Hier werden die groben Staubpartikel abgeschieden, die manchmal noch brennbare Restbestandteile
enthalten. Sie werden über eine Schleuse 30 der Dosierschnecke 4 zugeführt. Die Schleuse
30 ist wahlweise als Zellenradschleuse ausgebildet. Sie ermöglicht ein kontinuierliches
Eindosieren der Partikel in den Förderstrom der Schnecke 4.
[0030] Die aus dem Zyklon 29 austretenden Abgase werden einem Filter 31 zugeführt. Dort
findet eine Feinstabscheidung statt, bevor die Abgase über den nachgeschalteten Kamin
ins Freie entweichen. Zur Sicherstellung eines ausreichenden Zuges zwischen dem Kessel
und dem Filter 31 ist ein Gebläse 32 installiert. Das Gebläse 32 besitzt im Saugstutzen
eine Regelklappe 33, die unabhängig von der Wärmeleistung für stets gleichbleibende
Druckverhältnisse in der Brennkammer sorgt.
[0031] Im Ausführungsbeispiel ist der Dreizugkessel 7 mit 40 m
2 Heizfläche für eine Leistung von ca. 1 Gcal/h für eine Warmwasseranlage mit einem
Vorlauf von max. 120 °C ausgelegt. Der Heizungsvorlauf 34 und der Heizungsrücklauf
35 sind in Fig. 7 schematisch dargestellt. Die Heizungsanlage besitzt eine übliche
Umwälzpumpe 36, Schieber 37, einen Dreiwegemischer 38 und Wärmemengenzähler 39.
[0032] In Fig. 5 und 6 sind Einzelheiten des Fallrohres 22 dargestellt. Danach besitzt das
Fallrohr 22 austrittseitig eine trichterförmige Aufweitung 50. Bevor die von der Schnecke
4 antransportierten und das Fallrohr 22 fallenden Brennstaubpartikel die Aufweitung
50 erreichen, tritt Wirbelluft = Kühlluft durch tangential angeordnete Schlitzdüsen
51 in das Fallrohr 22. Die Wirbelluft = Kühlluft wird durch die Leitung 24 zugeführt,
die das Fallrohr 22 im Bereich der Schlitzdüsen ringförmig und schließend umgibt.
Die Wirbelluftströmung in der Leitung 24 läßt sich mit einer Regelklappe über einen
Hebel 52 von Hand in Abhängigkeit von der Brennstaubsorte einmalig und fest einstellen.
[0033] Die tangential angeordneten Schlitzdüsen 51 verlaufen nach Fig. 5 in Längsrichtung
des Fallrohres 22. In dem in Fig. 6 dargestellten Querschnitt verlaufen die Schlitzdüsen
so, daß die Wirbel luft auf einer zur Innenwandung des Fallrohres 22 tangentialen
Bewegungsbahn in das Fallrohr 22 eintritt. Die Schlitzdüsen 51 sind im vorliegenden
Ausführungsbeispiel gerade geformt. Der tangentiale Wirbellufteintritt bewirkt jedoch,
daß den sich durch das Fallrohr 22 in dem Bereich der trichterförmigen Aufweitung
50 bewegenden Staubpartikeln eine spiralförmige Bahn vermittelt wird, deren Spiraldurchmesser
sich in der trichterförmigen Aufweitung 50 erweitert. Die dadurch entstehende Wirbelluft-Brennstaub-Spirale
trifft dann auf eine starke Drehströmung in der Brennkammer 6.
[0034] Die Drehströmung wird mit Verbrennungsluft erzeugt, die durch Schlitzdüsen 53 aus
dem als Verbrennungsluft zuführenden Stahlmantel 17 tritt. Die Düsen sind in Reihen
gleichmäßig verteilt am Anfang der Brennkammer 6 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
sind 5 Reihen von Schlitzdüsen 53 vorgesehen.
[0035] Jede Reihe von Schlitzdüsen hat ihrerseits drei Schlitzdüsen 53, die um 120° versetzt
am Umfang der Brennkammer angeordnet sind. Alle Schlitzdüsen 53 einer jeden Düsenreihe
sind über den Stahlhohlmantel 17 miteinander verbunden.
[0036] Nach Fig. 3 sind die in gleicher Höhe angeordneten Schlitzdüsen einer jeden Reihe
durch Einsatzwölbungen 54 des Stahlhohlmantels 17 miteinander verbunden. Diese Einsatzwölbungen
werden vorzugsweise durch halbzylindrische Rohre 55 gebildet, die an den inneren Mantel
des Stahlhohlmantels 17 angeschweißt sind. Die Rohre 55 stehen über Ausnehmungen des
inneren Mantels des Stahlhohlmantels 17 mit dessen Verbrennungsluft führenden Innenraum
in Verbindung. Wahlweise erstrecken sich die Rohre 55 über die Gesamtlänge des Stahlhohlmantels
17. Die Schlitzdüsen sind als tangential angeordnete Flachstrahldüsen ausgebildet
und ihrerseits mit den Rohren 55 verschweißt. Die Schlitzdüsen 53 sind so angeordnet,
daß ihre Längsachse parallel zur Brennkammerlängsachse verläuft und ihre Eintragsrichtung
für Verbrennungsluft in die Brennkammer 6 auf einer Tangente an einem bestimmten Kreis
liegt, dessen Durchmesser um das Maß 10 - 30 mm kleiner als der Innendurchmesser der
zylindrisch ausgebildeten Brennkammer 6 ist. Das bewirkt einen gewissen Abstand des
in die Brennkammer 6 eintretenden Luftstrahles von der Brennkammerinnenwand, wobei
vernachlässigt wird, daß die Verwirbelung des Luftstrahles zwangsläufig eine geringe
Berührung mit der Innenwand der Brennkammer verursacht.
[0037] Die einzelnen Schlitzdüsen haben in Längsrichtung der Brennkammer 6 unterschiedliche
Längen. Dabei nimmt die Länge über die Längsrichtung der Brennkammer 6 zum Austragsende
hin ab. Im Bereich der Brennstaubzuführung wird die jeweils größte Länge und damit
der größte Querschnitt vorgesehen. Insgesamt kann dabei die zweckmäßige Düsenlänge
zwischen 20 und 250 mm variieren. Entsprechendes ist für die Düsenbreite vorgesehen.
Für die Düsenbreite sind Abmessungen zwischen 10 und 25 mm geeignet.
[0038] Die Gesamtlänge der Brennkammer steht zum Innendurchmesser in einem bestimmten Verhältnis.
Dieses Verhältnis liegt vorzugsweise zwischen 2 : 1 und 4 : 1. Das gilt insbesondere
für möglichst genau zylindrische Innenräume der Brennkammer.
[0039] Nach Fig. 4 sind anstelle der Düsen 53 und Rohre 55 Schlitzdüsen 56 vorgesehen, die
unmittelbar an dem Innenmantel des Stahlhohlmantels 17 befestigt sind.
[0040] In Fig. 3 und 4 wird dargestellt, wie im Betriebsfall die mit 57 bezeichneten Staubpartikel
sich durch das Fallrohr 22 bewegen und von der aus den Düsen 51 austretenden Wirbel
luft in eine spiralförmige Bewegungsbahn gebracht werden, bevor sie von der mit 58
bezeichneten Drehströmung erfaßt werden. Die Drehströmung 58 bewegt die Kohlenstaubpartikel
57 dann ihrerseits auf spiralförmiger Bahn durch die Brennkammer 6 gegen deren austrittseitige
Stirnfläche. An dieser Stirnfläche befindet sich eine kegelförmige Einschnürung. Die
Einschnürung bewirkt eine Umkehrung der auftreffenden Drehströmung. Nach dieser Umkehrung
strömt die Verbrennungsluft mit den darin weiterbrennenden Kohlenstaubpartikeln gegen
die eintrittseitige Stirnfläche der Brennkammer 6 und wird dort an einer weiteren
Einschnürung bzw. erneut umgekehrt, um danach der Austrittsöffnung der Brennkammer
6 zuzuströmen.
[0041] Durch den Einbau des Stahlhohlmantels 17 im Dreizugkessel 7 und und die gleichzeitige
Verwendung des Stahlrohrmantels 7 als Führung für die Verbrennungsluft ergibt sich
eine vorteilhafte Vorwärmung der Verbrennungsluft im Stahlhohlmantel 17 durch das
den Stahlhohlmantel im Dreizugkessel 7 umgebende Wasser. Neben der kompakten Bauform
hat der Einbau der Brennkammer 6 im Flammrohr 8 auch verbrennungstechnische Vorteile.
[0042] Für die kompakte Bauform ist ferner von Vorteil, daß die Brennstoffzuführung über
die Dosierschnecke 4 drehzahlverstellbar und insbesondere schwenkbar angeordnet ist.
Die Verstellbarkeit wird durch entsprechendes Anflanschen der Schnecke 4 an das Fallrohr
22 erreicht.
1. Drehströmungsfeuerung für alle brennbaren Stäube mit mindestens einer Umkehrung
der Drehströmung in der Brennkammer an einer nach innen weisenden Einschnürung der
Brennkammer für Dreizugkessel nach Patent ... (P 31 45 799.1), dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil des ersten Zuges des Dreizugkessels zugleich als Brennkammer für die
Drehströmungsfeuerung ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammer mit einem
Mantel umgeben ist, der zugleich als Zuführung für die Verbrennungs- und Wirbel luft
ausgebildet und an der Außenseite im Dreizugkessel wasserumspült ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die von Verbrennungsluft
umströmte Umfangsfläche der Brennkammer Ausnehmungen eingearbeitet sind, die zu tangential
angeordneten Schlitzdüsen führen
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen halbzylindrische
Formen aufweisen und sich in Brennkammerlängsrichtung erstrecken.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzdüsen in Brennkammerlängsrichtung abnehmende Länge und im Bereich der
Brennkammerzuführung den jeweils größten Querschnitt aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenbreite zwischen
10 und 25 mm und die Düsenlänge zwischen 20 und 250 mm beträgt.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis des Brennkammerinnendurchmessers zur Länge zwischen 1 : 2 und 1
: 4 liegt.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Brennkammer eine zylindrische Innenfläche aufweist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anfahrbrenner mit einem Schott versehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zu dem Schott gehörende
Schieber luftgekühlt ist und an seiner dem Brennkammerinnenraum zugewandten Seite
Durchtrittsöffnungen für die Luft aufweist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch
eine Abscheidung der Grobpartikel des aus dem Dreizugkessel austretenden Abgasstromes
und Rückführung der Partikel zum Brennstaubeintrag.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dem Dreizugkessel ein
Entstauber nachgeschaltet und dieser Entstauber mit einem Abzug versehen ist, der
über eine Schleuse mit dem Schneckengehäuse der Brennstaubzuführung verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Brennstaubzuführung drehzahlverstellbar auf der Brennkammer angeordnet ist.