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EP 0 130 395 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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09.01.1985 Patentblatt 1985/02 |
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Anmeldetag: 04.06.1984 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB |
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Priorität: |
29.06.1983 DE 3323473
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Glass, Erich, Dr.-Ing. Dipl.-Ing.
verstorben (DE)
- Heynisch, Hinrich, Dr. rer. nat.
Dipl.-Phys.
D-8032 Gräfelfing (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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(57) Die Erfindung bezieht sich auf eine direkt geheizte Oxidkathode. Diese Kathode soll
eine sehr kurze Anheizzeit haben. Die Erfindung sieht hierzu vor, daß ein Außenleiter
(1) zylinderförmig ausgebildet und in diesem ein Innenleiter (2) mittels einer Keramikabstützscheibe
(3) koaxial angeordnet ist, und daß auf einer Stirnseite eine mit dem Außenleiter
(1) und dem Innenleiter (2) verbundene Metallschicht (4) vorgesehen ist, die mit einer
Elektronen emittierenden Oxidschicht (5) versehen ist. Die erfindungsgemäße Oxidkathode wird insbesondere bei Lauffeldröhren im Pulsbetrieb
verwendet.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine direkt geheizte Oxidkathode, insbesondere für Laufzeitröhren
im Pulsbetrieb.
[0002] Direkt geheizte Oxidkathoden für Elektronenröhren sind beispielsweise aus der DE-AS
2160145 und der DE-AS 2904653 bekannt. Derartige Oxidkathoden bestehen im wesentlichen
aus einem Kathodenkörper (Basismetallplatte) aus einer Hochwiderstandslegierung und
einer Elektronenemissionsschicht. Die Basismetallplatte ist dabei bügelförmig ausgebildet.
Die Oxidschicht ist auf der Außenseite des flachen Teils der Basismetallplatte aufgebracht.
An den davon abgewendeten Enden der Basismetallplatte sind Anschlüsse für die Gleichspannungsquelle
vorgesehen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine direkt geheizte Oxidkathode insbesondere
für Laufzeitröhren zu schaffen, die sich durch eine sehr kurze Anheizzeit auszeichnet.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäB durch eine direkt geheizte Kathode mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand zusätzlicher Ansprüche.
[0006] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels weiter erläutert.
[0007] Die in der Figur schematisch im Schnitt dargestellte direkt geheizte Oxidkathode
besteht im wesentlichen aus einem zylinderförmigen Außenleiter 1. In diesem ist ein
Innenleiter 2 koaxial angeordnet. Der Innenleiter 2 ist Rb 1 Lk/28.6.1983 dabei durch
eine Keramikabstützscheibe 3 am AuBenleiter 1 befestigt. Auf der einen Stirnseite
der Kathode ist eine vorzugsweise aus Nickel bestehende dünne Metallschicht 4 vorgesehen,
die mit dem Innenleiter 2 und dem Außenleiter 1 verlötet ist. Auf der Außenseite der
dünnen Metallschicht 4 ist eine Elektronen emittierende Oxidschicht 5, beispielsweise
Bariumoxidschicht, aufgebracht.
[0008] Für den Fall, daß die Kathode als Matrixkathode ausgebildet ist, wird auf die vorzugsweise
aus Nickel bestehende dünne Metallschicht 4 mit einem Binder versehenes Nickelpulver
aufgesprüht und aufgesintert. Anschließend wird die Emissionsmasse (Oxidschicht 5)
aufgebracht. Innenleiter 2 und Außenleiter 1, die vorzugsweise aus Nickel oder einer
Nickellegierung bestehen, sind dickwandig, damit bei hohem Stromdurchgang keine Aufheizung
erfolgt. Der Gleichstrom vom Innenleiter 2 zum Außenleiter fließt über das dünnwandige
Kahtodenblech (Metallschicht 4) und heizt dieses schnell auf. Die dünne Metallschicht
4 ist in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel konkav ausgebildet und weist eine
inhomogene Wandstärke auf. Durch diese Maßnahme sowie durch eine geeignete Materialauswahl
für Innen- und Außenleiter kann man eine gleichmäßige Temperaturverteilung der Kathode
erreichen.
1. Direkt geheizte Oxidkathode, insbesondere für Laufzeitröhrem im Pulsbetrieb, dadurch
gekennzeichnet, daß ein AuBenleiter (1) zylinderförmig ausgebildet und in diesem ein
Innenleiter (2) mittels einer Keramikabstützscheibe (3) koaxial angeordnet ist, und
daß auf einer Stirnseite eine mit dem Außenleiter (1) und dem Innenleiter (2) verbundene
Metallschicht (4) vorgesehen ist, die mit einer'Elektronen emittierenden Oxidschicht
(5) versehen ist.
Kathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht sowie der Innenleiter
(2) und der Außenleiter (1) aus Nickel oder einer Nickellegierung bestehen.
3. Kathode nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidschicht
(5) eine Alkali- oder Erdalkalioxidschicht ist.
4. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht
(4) konkav ausgebildet ist.
5. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht
(4) eine inhomogene Wandstärke aufweist.
6. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht
(4) wesentlich dünnwandiger als der Außenleiter (1) und der Innenleiter (2) ist.
7. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode
eine Matrixkathode ist.
