(19)
(11) EP 0 130 395 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.01.1985  Patentblatt  1985/02

(21) Anmeldenummer: 84106351.4

(22) Anmeldetag:  04.06.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01J 23/04, H01J 1/16
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE GB

(30) Priorität: 29.06.1983 DE 3323473

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Glass, Erich, Dr.-Ing. Dipl.-Ing.
    verstorben (DE)
  • Heynisch, Hinrich, Dr. rer. nat. Dipl.-Phys.
    D-8032 Gräfelfing (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schnellheizkathode


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf eine direkt geheizte Oxidkathode. Diese Kathode soll eine sehr kurze Anheizzeit haben. Die Erfindung sieht hierzu vor, daß ein Außenleiter (1) zylinderförmig ausgebildet und in diesem ein Innenleiter (2) mittels einer Keramikabstützscheibe (3) koaxial angeordnet ist, und daß auf einer Stirnseite eine mit dem Außenleiter (1) und dem Innenleiter (2) verbundene Metallschicht (4) vorgesehen ist, die mit einer Elektronen emittierenden Oxidschicht (5) versehen ist.
    Die erfindungsgemäße Oxidkathode wird insbesondere bei Lauffeldröhren im Pulsbetrieb verwendet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine direkt geheizte Oxidkathode, insbesondere für Laufzeitröhren im Pulsbetrieb.

    [0002] Direkt geheizte Oxidkathoden für Elektronenröhren sind beispielsweise aus der DE-AS 2160145 und der DE-AS 2904653 bekannt. Derartige Oxidkathoden bestehen im wesentlichen aus einem Kathodenkörper (Basismetallplatte) aus einer Hochwiderstandslegierung und einer Elektronenemissionsschicht. Die Basismetallplatte ist dabei bügelförmig ausgebildet. Die Oxidschicht ist auf der Außenseite des flachen Teils der Basismetallplatte aufgebracht. An den davon abgewendeten Enden der Basismetallplatte sind Anschlüsse für die Gleichspannungsquelle vorgesehen.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine direkt geheizte Oxidkathode insbesondere für Laufzeitröhren zu schaffen, die sich durch eine sehr kurze Anheizzeit auszeichnet.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäB durch eine direkt geheizte Kathode mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0005] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand zusätzlicher Ansprüche.

    [0006] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels weiter erläutert.

    [0007] Die in der Figur schematisch im Schnitt dargestellte direkt geheizte Oxidkathode besteht im wesentlichen aus einem zylinderförmigen Außenleiter 1. In diesem ist ein Innenleiter 2 koaxial angeordnet. Der Innenleiter 2 ist Rb 1 Lk/28.6.1983 dabei durch eine Keramikabstützscheibe 3 am AuBenleiter 1 befestigt. Auf der einen Stirnseite der Kathode ist eine vorzugsweise aus Nickel bestehende dünne Metallschicht 4 vorgesehen, die mit dem Innenleiter 2 und dem Außenleiter 1 verlötet ist. Auf der Außenseite der dünnen Metallschicht 4 ist eine Elektronen emittierende Oxidschicht 5, beispielsweise Bariumoxidschicht, aufgebracht.

    [0008] Für den Fall, daß die Kathode als Matrixkathode ausgebildet ist, wird auf die vorzugsweise aus Nickel bestehende dünne Metallschicht 4 mit einem Binder versehenes Nickelpulver aufgesprüht und aufgesintert. Anschließend wird die Emissionsmasse (Oxidschicht 5) aufgebracht. Innenleiter 2 und Außenleiter 1, die vorzugsweise aus Nickel oder einer Nickellegierung bestehen, sind dickwandig, damit bei hohem Stromdurchgang keine Aufheizung erfolgt. Der Gleichstrom vom Innenleiter 2 zum Außenleiter fließt über das dünnwandige Kahtodenblech (Metallschicht 4) und heizt dieses schnell auf. Die dünne Metallschicht 4 ist in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel konkav ausgebildet und weist eine inhomogene Wandstärke auf. Durch diese Maßnahme sowie durch eine geeignete Materialauswahl für Innen- und Außenleiter kann man eine gleichmäßige Temperaturverteilung der Kathode erreichen.


    Ansprüche

    1. Direkt geheizte Oxidkathode, insbesondere für Laufzeitröhrem im Pulsbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß ein AuBenleiter (1) zylinderförmig ausgebildet und in diesem ein Innenleiter (2) mittels einer Keramikabstützscheibe (3) koaxial angeordnet ist, und daß auf einer Stirnseite eine mit dem Außenleiter (1) und dem Innenleiter (2) verbundene Metallschicht (4) vorgesehen ist, die mit einer'Elektronen emittierenden Oxidschicht (5) versehen ist.
     
    Kathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht sowie der Innenleiter (2) und der Außenleiter (1) aus Nickel oder einer Nickellegierung bestehen.
     
    3. Kathode nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidschicht (5) eine Alkali- oder Erdalkalioxidschicht ist.
     
    4. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht (4) konkav ausgebildet ist.
     
    5. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht (4) eine inhomogene Wandstärke aufweist.
     
    6. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht (4) wesentlich dünnwandiger als der Außenleiter (1) und der Innenleiter (2) ist.
     
    7. Kathode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode eine Matrixkathode ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht