[0001] Walzenfixiervorrichtung mit einer Andruckwalze und einer von innen beheizten Fixierwalze
[0002] Die Erfindung betrifft eine Walzenfixiervorrichtung mit einer Andruckwalze und einer
von innen beheizten Fixierwalze zum Fixieren eines Tonerbildes auf einem Kopienträger,
wobei die Andruckwalze einen beschichteten hohlen Walzenkern aufweist, der von einer
Welle getragen wird.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung 0 017 092 ist eine derartige Rollenfixierstation
bekannt, die mit einem Paar drehbarer Rollen ausgerüstet ist, von denen eine nach
außen sich verjüngende Endabschnitte aufweist. Die Rolle besteht aus einer äußeren
Hülse, die zentral auf einer Welle befestigt ist. Die Hauptteile der Innenfläche der
Hülse besitzen abgestufte Abschnitte mit ansteigendem Durchmesser an jedem sich verjüngenden
Ende der Hülse. In den sich verjüngenden Endabschnitten der Hülse sind Stopfen auf
Teilen der Welle gelagert und über Schraubengewinde axial verschiebbar. Der Hauptkörper
jedes Stopfens besitzt einen kleineren Durchmesser als der Flächenteil der inneren
Hülse. Die Stopfen sind auf der Welle drehbar und können von einer zurückgezogenen
Position, in der ein Spiel zwischen den Stopfen und der Hülse der Rolle besteht, in
eine Eingriffsposition verschoben werden, in der Endflansche der Stopfen mit den abgestuften
Teilen der Hülse im Eingriff sind. In der zurückgezogenen Position erfolgt keine mechanische
Abstützung der Endabschnitte der Hülse durch die Flansche der Stopfen, so daß der
Druck der Gegenrolle die sich verjüngenden Endabschnitte der Hülse gegen die Stopfen
anpreßt. Der Grad der Verjüngung und die Größe des Spalts zwischen den Stopfen und
der Hülse sind so aufeinander abgestimmt, daß das Verhalten der Rolle unter der Wirkung
des Anpreßdrucks einer im wesentlichen zylindrischen, d.h. sich nicht verjüngenden
Rolle entspricht.
[0004] Die sich verjüngende Ausbildung der Rolle wird dagegen beibehalten, wenn die
Endstopfen in axialer Richtung nach innen geschraubt werden. Unter der Wirkung des
Anpreßdruckes ergeben sich durch eine dabei hervorgerufene konkave Andruckzone Bedingungen,
unter denen eine Faltenbildung im Kopierpapier bei hohen Feuchteverhältnissen vermieden
wird.
[0005] Werden die Endstopfen in axialer Richtung nach außen geschraubt, so arbeitet die
Rolle wie eine im wesentlichen zylindrische Rolle, die keine Verjüngung besitzt. Infolge
des Anpreßdruckes der Gegenrolle wird die sich verjüngende Konfiguration der Rolle
abgeflacht. Der. Einsatz dieser Rolle unter dieser Bedingung verhindert den sogenannten
Verschmierungseffekt auf der Kopie bei trockenen Bedingungen, d.h. sehr geringer Feuchte.
Die Einstellung der Stopfen kann von Hand aus vorgenommen werden, wenn die beiden
Rollen voneinander getrennt sind oder mittels eines Motors, der über einen Feuchtigkeitsfühler
gesteuert wird.
[0006] Durch die Abstützung der verjüngten Randzonen wird eine höhere Umfangsgeschwindigkeit
nahe der Kante der Rolle erzeugt, so daß ein Kopierpapier, das den Spalt zwischen
den zwei Rollen durchläuft, eine höhere periphere Geschwindigkeit längs den Kanten
im Vergleich zu der Geschwindigkeit in der Mitte erfährt. Daraus resultiert, daß sich
das Kopierpapier streckt und keine Falten selbst bei hoher Feuchtigkeit bildet. Bei
sehr trockenen Bedingungen führt die höhere Randzonengeschwindigkeit zur Ausbildung
einer Kopierpapierwelle in der Mitte, so daß das zu fixierende Tonerbild schon kurz
vor dem Eintritt in die Fixiervorrichtung zu einem vorzeitigen Kontakt mit der Fixierrolle
kommt, wodurch eine Verschmierung des Bildes verursacht werden kann.
[0007] Aus der US-PS 4 232 959 ist eine Tonerbild-Fixiervorrichtung aus Heiz- und Druckwalze
bekannt, bei der ein Temperaturfühler die Oberflächentemperatur der Heizwalze mißt
und in Abhängigkeit von der gemessenen Oberflächentemperatur die Größe der Andruckkraft
der Druckwalze an die Heizwalze geregelt wird. Dadurch soll eine gleichmäßige Fixierqualität
des Tonerbildes auf einem Kopierblatt, das zwischen den beiden Walzen hindurchtransportiert
wird, erreicht werden, da der Fixiervorgang sowohl über die Temperatur als auch über
den Anpreßdruck zwischen den beiden Walzen in der Weise beeinflußt wird, daß beispielsweise
bei steigender Oberflächentemperatur der Anpreßdruck verringert und bei sinkender
Oberflächentemperatur der Anpreßdruck erhöht wird. Der Zusammenhang zwischen diesen
beiden Größen wird dabei aufgrund einer vorgegebenen Oberflächentemperatur/Anpreßdruck-Beziehung
geregelt.
[0008] Bei den bekannten Fixiervorrichtungen wird entweder eine sich in den Endabschnitten
nach außen verjüngende Rolle eingesetzt, die sich unter dem Anpreßdruck einer weiteren
Rolle verformt, um so ein günstiges Andruckprofil über die Rollenlänge zur Vermeidung
von Faltenbildung zu erhalten oder es wird der Anpreßdruck zwischen Fixier-und Druckwalze
entsprechend der jeweiligen gemessenen Temperatur so geregelt, daß eine vorgegebene
Druck/Temperatur-Beziehung eingehalten wird.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Fixiervorrichtung der eingangs beschriebenen
Art die Andruckcharakteristik der Andruckwalze an die Fixierwalze so zu vergleichmäßigen,
daß beim Durchlauf von Kopien in Formaten von DIN A4 bis einschließlich DIN A1 eine
Bildung von Falten oder Wellen von Kopiermaterialien, wie opake oder transparente
Papiere oder Folien, die beim Durchlauf durch die Fixiervorrichtung unterschiedliches
Verhalten zeigen, vermieden werden.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine auf den nichtzylindrischen
Walzenkern der Andruckwalze aufgebrachte Beschichtung über die Länge der Andruckwalze
unterschiedlich dick ist.
[0011] In Ausbildung der Erfindung besitzt die Beschichtung der Andruckwalze ein konvexes
Profil mit zylindrischer äußerer Form und ist die Beschichtung symmetrisch in bezug
auf die Walzenmitte über die Walzenlänge ausgebildet. So sind beispielsweise die Durchmesser
der Stirnflächen des Walzenkerns der Andruckwalze bis zu 4 mm größer als der Durchmesser
in der Mitte des Walzenkerns.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besitzt die Beschichtung der Andruckwalze
ein konkaves Profil mit geringster Schichtdicke in Walzenmitte M und mit zylindrischer
äußerer Form, wobei die Beschichtung symmetrisch in bezug auf die Walzenmitte über
die Walzenlänge ausgebildet ist. In zweckmäßiger Weise besteht die Beschichtung der
Andruckwalze aus Silikonelastomer, das zusätzlich mit einem Folienschrumpfschlauch
überzogen ist. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Mittelzone
des Folienschrumpfschlauchs gleichbleibende Dicke auf und sind die Randzonen des Folienschrumpfschlauchs
zu den Stirnflächen der Andruckwalze hin konisch abgeschrägt.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben.
[0014] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung einer Fixiervorrichtung nach
der Erfindung,
Fig. 2 eine Schnittansicht einer ersten Ausführungsform einer Andruckwalze der Fixiervorrichtung
nach Fig. 1,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer Andruckwalze der Fixiervorrichtung nach Fig.
l, und
Fig. 4 eine dritte Ausführungsform einer Andruckwalze der Fixiervorrichtung nach Fig.
1.
[0015] Eine in Fig. l dargestellte Fixiervorrichtung 1 umfaßt eine Heizwalze 10 und eine
Andruckwalze 2. Die obere Heizwalze 10 bzw. Fixierwalze ist in Lagern 5 und 6, beispielsweise
Kugellagern, und die untere Andruckwalze 2 in Lagern 23,24 gelagert, die jeweils im
Inneren der Walzen angeordnet sind. Die Lagerung innerhalb der Walzen erfolgt dabei
etwa in einem Abstand von 20 mm von den jeweiligen Stirnflächen der Walzen. Die obere
Heizwalze 10 besitzt etwa eine Länge von 670 mm und besteht üblicherweise aus einem
Aluminiumrohr mit einer Wandstärke von 5 bis 10 mm sowie einer Silikonelastomerbeschichtung
mit einer Dicke von etwa 1 bis 1,2 mm. Die Beschichtung mit Silikonelastomer endet
etwa 30 bis 32 mm vor den Stirnflächen 17,18 der Heizwalze 10. Die Andruckwalze 2
besteht gleichfalls aus einem Aluminiumzylinder mit einer Wandstärke von 4 bis 7 mm
und einer Beschichtung aus Silikonelastomer und einem Schlauch aus einer Schrumpffolie,
wobei die maximale Dicke der Silikonelastomerbeschichtung zusammen mit der Dicke des
Schlauches bis zu 5 mm betragen kann. Diese Beschichtung erstreckt sich von Stirnfläche
zu Stirnfläche.
[0016] Die Andruckwalze 2 wirkt mit der Heizwalze 10 zusammen, um das Kopiermaterial zu
erfassen und durch den Spalt zwischen den beiden Walzen hindurchzutransportieren.
[0017] Der von der Stirnfläche 17 der Walze 10 vorspringende Wellenabschnitt trägt eine
Kupplung 3 mit einem Zahnrad 26, das von einem Zahnriemen 4, bzw. einer Rollenkette,
angetrieben wird.
[0018] Nahe der Oberfläche der Heizwalze 10 ist gegenüber der Mitte der Walze ein Temperaturfühler
19, beispielsweise ein Thermistor, NTC-Widerstand, Thermoelement oder Pyrometer angeordnet,
dessen beide Anschlußdrähte mit einer in Fig. l schematisch angedeuteten Steuerung
21, die den Kopierprogrammablauf steuert, verbunden sind. Nahe der Oberfläche und
der einen Stirnfläche 17 der Heizwalze 10 befindet sich ein weiterer Temperaturfühler
20, nämlich ein Thermistor, NTC-Widerstand, Thermoelement oder Pyrometer, das mit
seinen beiden Anschlußdrähten mit der Steuerung 21 in Verbindung steht. Die beiden
Temperaturfühler stellen sicher, daß die Energiezufuhr zu Heizelementen, die im Inneren
der Heizwalze angeordnet sind, bei Erreichen von vorgegebenen Temperaturen an den
Meßstellen unterbrochen wird. Anschlußdrähte 7,8 bzw. 7',8' führen aus dem Inneren
der Heizwalze 10 zu der Steuerung 21, die eine Steuerschaltung zur Betätigung von
Relais aufweist, welche die Verbindung zur der Netzversorgung der Heizelemente bei
Erreichen von vorgegebenen Sollwerten der Temperatur aufheben.
[0019] Wird bei bekannten Fixiervorrichtungen eine möglichst gleichförmige Temperatur über
die Länge der Fixierwalze und ein möglichst gleichmäßiger Anpreßdruck zwischen der
Fixierwalze und der Andruckwalze eingestellt, so treten im allgemeinen unerwünschte
Faltenbildungen in der Mitte der Kopie auf, die, wie genaue Untersuchungen ergaben,
dadurch entstehen, daß im Zusammenhang mit der Querschrumpfung des Kopiermaterials
durch die Fixierwärme die Durchtrittsgeschwindigkeit im Walzenspalt in der Mitte der
Walzenanordnung größer als an den Rändern ist. Es werden dann die Randzonen zur Mitte
des Kopiermaterials zusammengeschoben und es bildet sich eine Längswelle aus, die
beim Durchtritt durch den Walzenspalt zu einer Quetschfalte zusammengepreßt wird.
Die Faltenbildung tritt überwiegend im mittleren Bereich der zweiten Hälfte einer
DIN Al- bzw. DIN A2-Kopie aus Transparentpapier auf.
[0020] Ein weiteres Problem bei den herkömmlichen Fixiervorrichtungen, mit denen großformatige
Kopien hergestellt werden sollen, ergibt sich aus der Duplizierung des Kopienbildes
durch einen Doppelabdruck, bei dem ein zweites Bild nur wenige Zehntel Millimeter
gegenüber dem ersten Bild versetzt in der zweiten Hälfte einer DIN Al- bzw. DIN A2-Kopie,
vorwiegend bei Opakpapier, auftritt. Eine mögliche Erklärung für diese Erscheinung
ist darin zu sehen, daß sich beim Durchlauf in der Mitte des Kopiermaterials eine
quer zur Prozeßrichtung verlaufende sogenannte Bugwelle ausbildet, wobei es zu einer
vorzeitigen Berührung des Tonerbildes auf der Bugwelle mit der Heizwalze kommt, wodurch
ein sogenannter Kaltoffseteffekt auftritt, der das zweite, gegenüber dem ersten Bild
versetzte Bild verursacht.
[0021] Die zuvor beschriebenen Erscheinungen werden durch Unterschiede der Durchtrittsgeschwindigkeit
der Kopiermaterialien im Fixierwalzenspalt zwischen der Mitte und den Rändern infolge
elastischer Verformungen der Walzen und ihrer Beschichtungen einerseits und unterschiedlich
hoher Querschrumpfungen des Kopiermaterials andererseits bewirkt. Bei hoher Querschrumpfung
werden die Randzonen des Kopiermaterials in Richtung Mitte des Kopiermaterials geschoben,
und es bildet sich daraufhin in der Mitte eine Längswelle im Kopiermaterial aus, die
zu der unerwünschten Faltenbildung, wie voranstehend erläutert wurde, führt. Um dieser
zu begegnen, ist es erforderlich, die Durchlaufgeschwindigkeit in der Mitte der Walzenanordnung
zu vergrößern, um dem zur Mitte gerichteten seitlichen Zusammenschieben des Kopiermaterials
entgegenzuwirken. Dies geschieht durch die Ausbildung der Andruckwalze 2, wie sie
anschließend anhand der Figuren 2 bis 4 erläutert wird.
[0022] Die in Fig. 2 im Schnitt dargestellte erste Ausführungsform der Andruckwalze 2 besteht
bevorzugt aus einem Aluminium-Walzenkern 9, der eine Beschichtung 11 aus Silikonelastomer
auf seiner Außenseite trägt. Der Walzenkern 9 ist nichtzylindrisch ausgebildet, seine
Wandstärke nimmt von den Stirnflächen in Richtung der Mitte M der Andruckwalze 2 ab.
Die Durchmesser D
2 und D
2' der Stirnflächen des Walzenkerns 9 sind beispielsweise bis zu 4 mm größer als der
Durchmesser D
1 in der Mitte M des Walzenkerns 9.
[0023] Die Beschichtung 11 aus Silikonelastomer besitzt ein konvexes Profil, bei dem die
Schichtdicke in Walzenmitte am größten ist, mit zylindrischer äußerer Form 13. Die
Beschichtung 11 ist symmetrisch in bezug auf die Walzenmitte M über die Walzenlänge
1 ausgebildet. Auf die Beschichtung 11 ist ein Schrumpfschlauch 14 aus Folienmaterial
aufgeschrumpft, der bevorzugt aus Perfluorethylenpropylen besteht. Die maximale Dicke
der Beschichtung 11 in der Mitte der Andruckwalze 2 beträgt etwa 3 bis 10 mm. Die
Dicke des Schrumpfschlauchs 14 beträgt bis zu 1 mm.
[0024] Wie in Fig. 1 angedeutet ist, wird der Walzenkern 9 von einer Welle 16 der Andruckwalze
2 getragen.
[0025] Da die Wandstärke des Walzenkerns 9 in Richtung seiner Stirnflächen zunimmt, ergibt
sich beim Anliegen bzw. Anpressen der Andruckwalze 2 an die Heizwalze 10 in den Randzonen
der Andruckwalze 2 wegen der zunehmenden Wandstärke des Walzenkerns 9 eine geringere
elastische Verformung als in der Walzenmitte M, wodurch auch der Anpreßdruck in den
Randzonen größer als in der Mittelzone ist. Die dadurch bedingte höhere Durchlaufgeschwindigkeit
in den Randzonen der Walzenanordnung gleicht die erhöhte Durchlaufgeschwindigkeit
in der Walzenmitte aus, die zum Teil durch das Querschrumpfen des Kopiermaterials
infolge seines Feuchtigkeitsverlustes beim Fixieren auftritt. Die Durchlaufgeschwindigkeit
des Kopiermaterials über die gesamte Walzenlänge 1 wird dann annähernd gleichgroß.
Die Andruckwalze 2 nach Fig. 2 ist insbesondere für transparente Papiere als Kopiermaterial
geeignet.
[0026] Bei Durchlauf von Opakpapier verursacht eine gemäß Fig. 2 aufgebaute Andruckwalze
eine zu große Durchlaufgeschwindigkeit in den Randzonen, so daß es zu einer zu großen
Bugwelle mit der Folge einer Duplizierung des Bildes kommen kann. Um dieser Erscheinung
abzuhelfen, wird die Andruckwalze 2 gemäß der Darstellung nach Fig. 3 gestaltet. Der
Walzenkern 9' ist dann so ausgebildet, daß sein Durchmesser in der Walzenmitte M größer
als die Durchmesser der Stirnflächen des Walzenkerns sind. Die auf dem Walzenkern
9' aufsitzende Beschichtung 11' aus Silikonelastomer besitzt ein konkaves Profil mit
zylindrischer äußerer Form 13. Die Beschichtung 11' ist in bezug auf die Walzenmitte
M symmetrisch über die Walzenlänge 1 ausgebildet. Die Bereiche mit der größten Durchtrittsgeschwindigkeit
im Walzenspalt sind bei Verwendung einer derartigen Andruckwalze 2 nicht mehr ganz
außen an den Rändern, sondern mehr zur Walzenmitte hin wirksam. Eine derartige Form
der Andruckwalze 2 ist besonders vorteilhaft für Opakpapiere als Kopiermaterial. Auf
die Beschichtung 11' ist gleichfalls, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ein
Schrumpfschlauch 14 aus Folie, bevorzugtes Material ist Perfluorethylenpropylen, aufgeschrumpft.
[0027] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Andruckwalze 2, deren Walzenkern
9 in derselben Weise wie der Walzenkern 9 nach Fig. 2 ausgebildet ist. Der Durchmesser
des Walzenkerns 9 in der Walzenmitte M ist kleiner als der Durchmesser der Stirnflächen
15 und 15' des Walzenkerns. Die Beschichtung 11 aus Silikonelastomer besitzt in der
Walzenmitte M die größte Dicke und nimmt gegen die Ränder der Andruckwalze 2 hin ab.
Der auf der Beschichtung 11 aufsitzende Schrumpfschlauch 14' ist in Randzonen a und
b konisch in geringem Maße angeschliffen, beispielsweise 0,1 bis 0,3 mm, und besitzt
in einer Mittelzone c eine gleichbleibende Dicke D. Diese Andruckwalze 2 ist gleichermaßen
für unterschiedliche Kopienträger, wie Opak-, Transparentpapiere und Folien geeignet,
da im Vergleich zu der Andruckwalze 2 nach Fig. 2 die Bereiche mit der größten Durchlaufgeschwindigkeit
des Kopiermaterials im Walzenspalt nicht mehr ganz außen nahe den Rändern liegen,
sondern mehr zur Walzenmitte M hin wirksam sind. Damit wird bei opakem Papier die
sogenannte Bugwelle so gering, daß sie sich nicht mehr störend auswirken kann und
somit eine Duplizierung des Kopienbildes verhindert wird. Auf der anderen Seite ist
die Mitte der Andruckwalze so nachgiebig, daß wegen des verringerten Andrucks kein
Vorlauf der mittleren Zonen gegenüber dem Rand erfolgt und somit die Faltenbildung
vermieden wird.
[0028] Die Profilierung des metallischen Walzenkerns 9 bzw. 9' bei den Ausführungsformen
der Andruckwalze 2 nach den Fig. 2 bis 4 ist im allgemeinen wesentlich einfacher zu
bewerkstelligen als die Profilierung der Beschichtung 11 bzw. 11' aus Silikongummi,
die auf einem zylindrischen Walzenkern aufgebracht ist und die bis zu etwa einer Formatgröße
DIN A2 eine Vergleichmäßigung der Durchlaufgeschwindigkeit des Kopiermaterials durch
den Walzenspalt über die gesamte Walzenlänge 1 mit sich bringt.
1. Walzenfixiervorrichtung mit einer Andruckwalze und einer von innen beheizten Fixierwalze
zum Fixieren eines Tonerbildes auf einem Kopienträger, wobei die Andruckwalze einen
beschichteten hohlen Walzenkern aufweist, der von einer Welle getragen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß eine auf den. nichtzylindrischen Walzenkern (9) der Andruckwalze
(2) aufgebrachte Beschichtung (11) über die Länge der Andruckwalze (2) unterschiedlich
dick ist.
2. Walzenfixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung
(11) der Andruckwalze (2) ein konvexes Profil mit zylindrischer, äußerer Form (13)
besitzt, und daß die Beschichtung symmetrisch in bezug auf die Walzenmitte (M) über
die Walzenlänge (1) ausgebildet ist.
3. Walzenfixiervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesser
(D2, D2') der Stirnflächen des Walzenkerns (9) der Andruckwalze (2) bis zu 4 mm größer als
der Durchmesser (D1) in der Mitte des Walzenkerns (9) sind.
4. Walzenfixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung
(11') der Andruckwalze (2) ein konkaves Profil mit gerader, äußerer Abschlußkante
(13) besitzt, und daß die Beschichtung symmetrisch in bezug auf die Walzenmitte (M)
über die Walzenlänge (1) ausgebildet ist.
5. Walzenfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Beschichtung (11;11') der Andruckwalze (2) aus Silikonelastomer besteht, das zusätzlich
mit einem Folienschrumpfschlauch (14;14') überzogen ist.
6. Walzenfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittelzone (c) des Folienschrumpfschlauchs (14') gleichbleibende Dicke (D) aufweist
und daß die Randzonen (a,b) des Folienschrumpfschlauchs zu den Stirnflächen (15,15')
der Andruckwalze (2) hin konisch abgeschrägt sind.