(19)
(11) EP 0 131 279 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.01.1985  Patentblatt  1985/03

(21) Anmeldenummer: 84107922.1

(22) Anmeldetag:  06.07.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E06B 3/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 06.07.1983 DE 3324407
25.11.1983 DE 3342700

(71) Anmelder: Nahr, Helmar, Dr. Dr.
D-8530 Neustadt/Aisch (DE)

(72) Erfinder:
  • Nahr, Helmar, Dr. Dr.
    D-8530 Neustadt/Aisch (DE)

(74) Vertreter: Schmidt-Evers, Jürgen, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Mitscherlich & Partner, Postfach 33 06 09
80066 München
80066 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zur Herstellung eines wärmeisolierenden Körpers


    (57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines wärmeisoloerenden Profilkörpers, insbesondere zu Verwendung für Fenster- oder Türrahmen, mit zwei bevorzugt hinterschnittenen Nuten aufweisende Metallprofilschienen und eine diese miteinander verbindende Brücke aus wärmeisolierendem Material, die in die Nuten eingreift, wobei zumindest ein Teil des wärmeisoloerenden Materials zwecks formschlüssige Anpassung an die Profilschienen oder Bildung einer Klebeverbindung mit den Profilschienen durch Wärmezufuhr aktivierbar ist, und bezweckt, den Zeit- und Arbeitsaufwand bei der Herstellung des profilkörpers zu verringern und eine für den jeweiligen Verwendungszweck befriedigende Verbindung bzw. Verankerung zwischen den Metallprofilschienen und der Brücke zu schaffen.
    Dies wird dadurch erreicht, daß Aluminumprofilschienen (1, 2) verwendet werden und daß das wärmeisolierende Material vor dem Härten der Aluminiumprofilschienen (1,2) oder vor deren Erwärmung wegen einer anderen Herstellungsmaßnahme, z.B. Oberflächenbeschichtung oder -veredelung, oder vor einer gesonderten Wärmebehandlung zwischen die Aluminiumprofilschienen (1, 2) eingeführt und die für das Härten bzw. die weitere Herstellungsmaßnahme erforderliche oder gesonderte Wärmebehandlung für die Aktivierung ausgenutzt wird.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines wärmeisolierenden Profilkörpers, insbesondere zur Verwendung für Fenster- oder Türrahmen, bei dem mit bevorzugt hinterschnittenen Nuten versehene Metallprofilschienen in Abstand zueinander angeordnet und durcheine aus wärmeisolierendem Material bestehende Brücke miteinander verbunden werden, die in die bevorzugt hinterschnittenen Nuten eingreift, wobei zumindest ein Teil des wärmeisolierenden Materials zwecks formschlüssiger Anpassung an die Profilschienen oder Bildung einer Klebeverbindung mit den Profilschienen durch Wärmezufuhr aktivierbar ist.

    [0002] Es sind ein wärmeisolierender Profilkörper sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung bekannt (DE-C-20 27 937 und DE-C-21 31 721 des Anmelders) bei dem die aus wärmeisolierendem Material bestehende Brücke von profilierten Isolierleisten gebildet ist, die mit an ihren Endbereichen befindlichen Randabkantungen in die hinterschnittenen Nuten eingeschoben werde. Die Isolierleisten bilden mit den Metallprofilschienen einen Hohlraum, der mit einer wärmeisolierenden Füllmasse gefüllt wird. Um auch lange Profilkörper zusammenschieben zu können, sollen die Randabkantungen in den hinterschnittenen Nuten möglichst viel Spiel haben. Dies erfordert jedoch andererseits noch eine Stabilisierung der zusammengeschobenen Elemente. Die Stabilisierung erfolgt durch Einführen einer expandierenden Füllmasse in den Hohlraum.

    [0003] Es ist bereits vorgeschlagen worden, für die Füllmasse ein Vorprodukt zu verwenden, das sich durch Wärmezufuhr aktivieren, d.h. zur Volumenvergrößerung veranlassen läßt (Anspruch 3 der DE-C-21 31 721).

    [0004] Bekannt ist ferner ein Profilkörper der vorstehend beschriebenen Art, dessen Hohlraum nicht mit einer expandierenden Füllmasse gefüllt wird. Statt dessen soll die Stabilisierung durch Verkleben der Randabkantungen der Isolierleisten in den bevorzugt hinterschnittenen Nuten der Metallprofilschienen erfolgen. Zu diesem Zweck ist auf die Randabkantungen eine thixotrope Klebstoffschicht aufgetragen. Diese Schicht ist unter normalen Bedingungen nicht klebend. Erst unter Druck oder Hitze wird sie verformbar, dringt in die Nutenresträume und verklebt die Randabkantungen mit den Nutenwänden. Es ist dementsprechend auch für diesen Zweck bereits vorgeschlagen worden, die Klebstoffschicht durch Wärmezufuhr zu aktivieren (Anspruch 5 der DE-A-30 02 693 des Anmelders).

    [0005] Es ist ferner notorisch bekannt, als Material für die Metallprofilschienen Aluminium zu verwenden. Die Aluminiumprofilschienen werden in Preßwerken aus Aluminium bzw. einer Aluminiumlegierung stranggepreßt. Danach werden die Profile gerichtet. Sie haben dann zwar schon ihre endgültige Form, aber noch nicht die endgültige Festigkeit. Aus diesem Grunde kommen sie in einen Härteofen und werden warm ausgehärtet. Die Aushärtung dauert ca 4 bis 8 Stunden bei einer Temperatur von 180 bis 220° (je höher die Temperatur, umso kürzer die Aushärtezeit). Während dieser Zeit liegen die Profile im Stapel auf einem Wagen ohne jede Bewegung, Verformung usw. Nach Ende der Aushärtezeit wird der Wagen mit dem Profilstapel aus dem Ofen herausgefahren. Die Profile kühlen ab und sind dann verwendungsfähig. Es erfolgt dann die Oberflächenbehandlung durch Eloxieren, Nachlackieren und Pulverbeschichten sowie die weitere Verarbeitung.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Zeit-und Arbeitsaufwand bei der Herstellung von wärmeisolierenden Profilkörpern der eingangs beschriebenen Art zu verringern und eine für den jeweiligen Verwendungszweck befriedigende Verbindung bzw. Verankerung zwischen den Metallprofilschienen und der Brücke zu schaffen.

    [0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

    [0008] Der Grundgedanke der Erfindung besteht also darin, den ohnehin anfallenden Arbeitsgang des Aushärtens oder eine andere ohnehin anfallende Wärmebehandlung zur Herstellung der Profilkörper mit zu verwenden. Im Gegensatz zu den bisher bekanntenverfahren soll nunmehr das Verbundmaterial bereits in die zwar gepreßten, aber noch nicht ausgehärteten oder der weiteren Wärmebehandlung noch nicht unterzogenen Aluminiumprofilschienen eingebracht werden. Anschließend erfolgt die Wärmelagerung im Härteofen oder in einem Wärmeofen. Natürlich ist es auch möglich, die Profilkörper durch eine gesonderte Wärmebehandlung zu erwärmen. Durch die Wärmeeinwirkung und die anschließende Abkühlung gewinnt das Verbundmaterial seine endgültige Form bzw. endgültige Festigkeit bzw. endgültige Verbindung mit dem Aluminiumprofil.

    [0009] Die Erfindung ermöglicht es insbesondere, aktivierbares wärmeisolierendes Material zu verwenden, das sehr langsam reagiert. Es ermöglicht ferner solche Materialien zu verwenden, die erst bei relativ hohen Temperaturen, d.h. solchen, die im Härteofen auftreten, aktivierbar sind. Die Verwendung solcher Materialien hat andererseits insbesondere dann, wenn diese Materialien in Verbin- dung mit Isolierstegen verwendet werden, den Vorteil, daß die präparierten Isolierstege bei Raumtemperatur lagerfähig und abseits von der Aluminiumprofilherstellung vorbereitet werden können. Bisher mußten die gehärteten Aluminiumprofilschienen zu einer Schäum- und/oder Gießstation transportiert werden, in der das flüssige Schaum-Vorprodukt auf die Aluminiumprofilschienen bzw. die Isolierleisten bei der Montage also beim Zusammenschieben aufgetragen wurde. Jetzt ist es möglich, die Isolierleisten getrennt zu präparieren und sie dann an den Ort der Profilschienen- Fertigung zu transportieren, was schon aus Gewichtsgründen eine Vereinfachung bedeutet. Am Einsatzort (Aluminiumpreßwerk) werden die präparierten Isolierleisten bei Bedarf in die Aluminiumprofilschienen eingeschoben und die Verbindung nach erfolgter Wärmebehandlung hergestellt. Das Einschieben der Isolierleisten kann entweder von Hand oder durch eine sehr einfache Maschinerie erfolgen, so daß also keine Notwendigkeit besteht, eine umfangreiche Misch-und Dosiereinrichtung vor dem Profil-Wärmeofen aufzustellen. Dies würde in vielen Fällen einerseits auf Platzprobleme stoßen, andererseits auf Organisationsprobleme, weil eine Misch- und Dosieranlage (Chemie) schlecht zur Technik des Strangpreßwerkes (Metall) paßt.

    [0010] Eine zweckmäßige Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann darin bestehen, daß für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials ein solches verwendet wird, das durch die Wärmeaktivierung außerdem bleibend aushärtet und bei weiteren Wärmeeinwirkungen nach der Aktivierung formbeständig bleibt.

    [0011] Dieser weiterbildende Verfahrensschritt ist deshalb in Kombination mit dem vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren zu werten und besonders sinnvoll, weil die frisch gepreßten Aluminiumprofilschienen mit dem Härten erstmals einer Temperaturbehandlung ausgesetzt werden. Es ist wünschenswert, daß der aktivier- bare Teil des wärmeisolierenden Materials bei weiteren Wärmeeinwirkungen, wie beispielsweise bei der Pulverbeschichtung formstabijL bleibt. Dies auch deshalb, weil die Aluminiumprofilschienen dann bereits gehärtet sind und dementsprechend nicht mehr - wie beim Härten - über ihre gesamte Länge unterstützt werden müssen, um bleibende Verformungen durch Durchhängen zu vermeiden. Beim Pulverbeschichten werden die Aluminiumprofilschienen nur partiell unterstützt und hängen demnach durch. Das Durchhängen hätte zwar für Aluminiumprofilschienen ohne eingebrachtes aktivierbares wärmeisulierendes Material keine bleibende Verformung zur Folge; wenn sie jeduch mit dem aktivierbaren wärmeisolierenden Verbundmaterial versehen sind, so kann dieses durch Erweichen und anschließendes Wiedererhärten doch zu bleibenden Verformungen führen. Es ist deshalb besonders vorteilhaft, daß das aktivierbare, wärmeisolierende Material bereits vor dem Härten der Aluminiumprofilschienen mit diesen verbunden wird und wünschenswert, daß das Material nach der Wärmeaktivierung im Härteofen formbeständig bleibt.

    [0012] Es empfiehlt sich, gemäß Anspruch 2, für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials ein Harz, einen Härter und bevorzugt auch ein Treibmittel, z.B. Azodicarbonamid, insbesondere mit einem Anteil von 0,3 bis 8, vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent zu verwenden. Diese Stoffe führen insbesondere aufgrund der Expansion zu einer guten formschlüssigen Anpassung an die Profilschienen, wobei auch eine gute Verbindung und Festigkeit erreichbar ist. Es ist grundsätzlich möglich, diese Stoffe sowohl in flüssiger als auch in bei Raumtemperatur fester Form zu verwenden. Letzteres vereinfacht die Handhabung der Stoffe. In bevorzugter Weise kann für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials ein Thixotropierungsmittel, z.B. feindisperse Kieselsäure, insbesondere mit einem Anteil von 0,5 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent, und/oder Kreide bis 3% verwendet werden, um das Einführungsverhalten zu verbessern.

    [0013] Weiterhin wird empfohlen, die in den Ansprüchen 3 bis 6 enthaltenen Stoffe zu verwenden, die bei Versuchen ermittelt worden sind.

    [0014] Es ist möglich und vorteilhaft, an Stelle der aufgeführten Stoffe andere Stoffe für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials zu verwenden, die unter den vorgegebenen Bedingungen Kunststoffe mit zelliger Struktur bilden, solche Stoffe sind Phenoplaste (Phenol-Formaldehydharze), Aminoplaste (Harnstoff-Formaldehyd-und Melamin-Formaldehydharze), Naturkautschuk und Synthesekautschuk. Diese Stoffe können so eingestellt werden, daß sie unter den vorgegebenen Bedingungen aushärten bzw. ausvulkanisieren, zumindest ausreichende Haftung an Aluminium haben und unter Einwirkung eines Treibmittels eine Zellstruktur bilden können.

    [0015] Dabei ist es auch möglich und vorteilhaft, vorformulierte, selbstvernetzende Harze, z.B. Beckopox EM 504 für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials zu verwenden. Diese Stoffe härten bei Wärmezufuhr und können deshalb im Sinne eines Einkomponentensystems verwendet werden.

    [0016] Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, alle üblichen chemischen Treibmittel zu verwenden. Neben Azo-Verbindungen, z.B. Azodicarbonamid, und Sulfonylhydroziden kommen N-Nitrosoverbindungen und Thiatriazoverbindungen in Frage.

    [0017] Im Rahmen der Erfindung ist es vorteilhaft, dem Kleber, der zum Ausschäumen des Profilhohlraumes bestimmt ist, wenigstens Tullstoff, vorzugsweise als Granulat, beizumengen, der vorzugsweise aus nicht-schmelzenden porösen Teilen besteht. z.B. temperaturbeständiger Hartschaumstoff, Schaumglas, Blähton, Kreide, Leichtspat und andere minderalische Stoffe. Diese Maßnahme führt zu den Vorteilen, daß die Gesamtfüllung billiger und/oder temperaturfester wird und daß die Mischung in der Schmelzphase nicht so leicht fließt wie der Kleber ohne dem vorbeschriebenen Zusatz oder Zusätzen. Deshalb tritt das expandierende Material nicht oder nicht so leicht aus offenen Stellen der KLebeverbindungen bzw. aus dem offenen Hohlraum aus.

    [0018] Der Anteil des Füllstoffes oder der Füllstoffe beträgt 1 bis 20%, vorzugsweise 1 bis 8%.

    [0019] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich besonders vorteilhaft zur Herstellung der an sich bekannten Profilkörper anwenden, die in den Ansprüchen 7 bis 9 beschrieben sind.

    [0020] Ferner anwendbar ist das Verfahren für die Herstellung eines an sich bekannten Profilkörpers (DE-A-30 16 076 des Anmelders), dessen Brücke mindestens eine die hinterschnittenen Nuten hintergreifende profilierte Isolierleiste aufweist, die durch Eingießen eines flüssigen durch Wärmezufuhr aushärtbaren Vorproduktes in die hinterschnittenen Nuten gebildet ist.

    [0021] Die Erfindung betrifft ferner eine profilierte Isolierleiste nach Anspruch 10. Die darin enthaltene Präparierung der Isolierleiste erleichtert nicht nur die Bereitstellung insbesondere des aktivierbaren Teils des wärmeisolierenden Materials, sondern auch die Handhabung beim Zusammenfügen des Profilkörpers. Wenn aktivierbares Material in flüssiger Form verwendet wird, kann es vorteilhaft durch Streifen, z.B. selbstklebende Streifen, im Aufnahmeraum verschlossen werden. Bei Raumtemperatur festes aktivierbares Material bedarf dagegen keines Verschlusses, wodurch die Präparierung vereinfacht ist.

    [0022] Die im Anspruch 11 enthaltenen Merkmale führen zu einer hochfesten Verbindung, weil die heißklebende Masse als nicht expandierender Stoff aufgrund ihrer Struktur eine große Festigkeit aufweist.

    [0023] Die Ausgestaltung nach Anspruch 12 ermöglicht ein Spreizen der Isolierleiste wenigstens auf einem Teil ihres Querschnittes.

    [0024] Die erfindungsgemäße profilierte Isolierleiste kann gemäß Anspruch 13 H-Profilform oder X-Profilform haben und mit beidseitig nach außen gerichteten Randabkantungen an beiden Endbereichen versehen sein. Die Randabkantungen dienen zum Eingriff in die hinterschnittenen Nuten der Aluminiumprofilschienen. Wenn die Leiste H-Profil hat, kann sie so geformt werden, daß ihre Schenkel zu den beiden Endbereichen konvergieren. Eine so geformte Isolierleiste läßt sich einerseits leichter in die hinterschnittenen Nuten der Aluminiumprofilschienen einführen; andererseits wird auf diese Weise der Spalt, durch den der aktivierbare Teil des wärmeisolierenden Materials austreten könnte, sehr klein. Bei der Expansion des aktivierbaren Materials werden die Schenkel gespreizt. Die konvergierenden Schenkel können auch eine "eingefrorene" nach außen gerichtete Spannung haben, die sich bei Wärmebehandlung durch ein Nachaußenbiegen der Schenkel entspannt. Dabei wird der Spalt verbreitert und die aktivierbare Masse kann austreten.

    [0025] Das Spreizen bzw. Nachaußenbiegen sollte in bevorzugter Weise soweit erfolgen, daß die Schenkel eine Abdichtung an den Längskanten der sie aufnehmenden Nut hervorrufen.

    [0026] Eine andere Weiterbildung der profilierten Isolierleiste mit H-Profil ohne konvergierende Schenkel kann dadurch bestehen, daß an den Enden aller vier Schenkel außerdem nach innen gerichtete Randabkantungen vorgesehen sind, welche ebenfalls zu einer Spaltverkleinerung führen und ein Austreten der aktivierbaren Masse behindern.

    [0027] Die erfindungsgemäße profilierte Isolierleiste kann aber auch Doppel-T-Form haben und zwischen ihren beiden Endbereichen vollständig geteilt sein (Anspruch 14).

    [0028] Eine andere Variante kann darin bestehen, daß die erfindungsgemäße profilierte Isolierleiste I-Profilform hat und zwischen beiden Endbereichen durchgehend geteilt ist. Die im Zwischenraum befindliche aktivierbare Masse muß dann auf jeden Fall expandierbar sein, so daß die Endbereiche der Isolierleiste bei der Aktivierung auseinandergebogen werden und die Hinterschneidungen der Nuten in den Aluminiumprofilschienen hintergreifen.

    [0029] Gemäß einer weiteren Variante können die beiden Teile der profilierten Isolierleiste vollständig voneinander getrennt sein und in der Mitte zwischen den beiden Endbereichen zwecks Bildung eines erweiterten Aufnahmeraumes für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials einen größeren Abstand als an den Endbereichen haben.

    [0030] Eine andere Möglichkeit zur Ausgestaltung der erfindungsgemäßen profilierten Isolierleiste kann gemäß Anspruch 15 darin bestehen, daß die Teilungsspalte an den beiden Endbereichen mit einer Deckplatte oder dergleichen abgedeckt sind, die bei Hitzeeinwirkung schmilzt. Die Deckplatte verhindert das Austreten der aktivierbaren Masse aus dem Aufnahmeraum insbesondere dann, wenn die aktivierbare Masse flüssig ist.

    [0031] Es ist gemäß Anspruch 16 auch möglich, das aktivierbare Material in Form eines Überzugs an die Isolierleiste an-ubringen, der bei der Wärmebehandlung schmilzt und/ oder expandiert und/oder eine heißklebende Masse bildet. Die Isolierleiste kann dazu in ein Tauchbad gegeben werden, in dem sich die flüssige Überzugsmasse befindet, die danach erhärtet.

    [0032] Die Ausgestaltung nach den Ansprüchen 17 und 18 beziehen sich darauf, das aktivierbare Material an der Isolierleiste zu haltern und gemeinsam in den Profilkörper einzuschieben, so daß es keines nachträglichen Einführens des aktivierbaren Materials bedarf. Das aktivierbare Material in Form einer Leiste, eines Strangs oder einer Schnur kann an die Isolierleiste angeklebt werden oder durch kurzzeitige Erwärmung der Profiloberfläche oberflächlich angeschmolzen werden. Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 16 kann das aktivierbare Material durch eine gegebenenfalls anklipsbare Deckplatte gesichert werden. Diese Deckplatte hat nicht nur Halterungsfunktion, sondern auch eine Dichtungsfunktion an den Längskanten der die Isolierleiste und gegebenenfalls auch die Deckplatte aufnehmenden Nut.

    [0033] Nach Anspruch 19 weist die Abdeckplatte eine permanente oder durch Wärme aktivierbare Spannung auf, die wenigstens ihren einen Längsrand gegen die Längskante der Nut zu biegen oder zu krümmen sucht. Dies führt zu einer verbesserten Abdichtung an der Längskante der Nut. Wenn die Abdeckplatte nicht an der Isolierleiste abgestützt ist, z.B. durch eine mittige Anklipsvorrichtung oder durch einen mittigen Längssteg, der in vorteilhafter Weise eine Unterteilung des Aufnahmeraumes für das aktivierbare Material herbeiführt, wird der mittlere Teil der Abdeckplatte gleichzeitig gegen die Isolierleiste gedrückt, so daß hierdurch ein warmflüssiges, aktivierbares Material in die Nuten gedrückt wird. Diese Ausgestaltung ermöglicht es somit, ein nicht oder im geringfügeren Maße expandierendes aktivierbares Material zu verwenden. Auf jeden Fall wird auch bei der Verwendung eines expandierenden Materials der Materialfluß aktiviert.

    [0034] Für eine Ausgestaltung nach Anspruch 19 gibt es z.B. folgende Möglichkeiten:

    Der Isoliersteg wird in H-Profilform oder dergleichen hergestellt. Sodann wird Klebstoff zwischen die Schenkel eingebracht und die Schenkel werden innerhalb der Elastizitätsgrenze zusammengedrückt. Der bei Raumtemperatur feste Klebstoff hält die Teile solange in dieser Stellung, bis er durch Wärmeeinwirkung flüssig wird, so daß die Schenkel ihre ursprüngliche Form einnehmen können.



    [0035] Eine Isolierleiste entsprechenden Profils wird in ihrer gewünschten Endform hergestellt und dann werden die Schenkel entsprechend verformt, wobei eine Biegespannung "eingefroren" wird. Bei Erwärmung wird die eingefrorene Spannung frei und die Schenkel stellen sich zurück.

    [0036] Die Isolierleiste oder die Abdeckplatte wird auf der Seite, welche später konkav werden soll, mit einer sog. Schrumpffolie belegt. Diese verkürzt sich bei Erwärmung und erzeugt die gewünschte Krümmung. Die Schrumpffolie muß natürlich so gereckt sein, daß die Verkürzung in Querrichtung erfolgt.

    [0037] Die Isolierleiste oder die Abdeckplatte wird zumindest stellenweise mit einem sich quer erstreckenden Material unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten besetzt. Bei Erwärmung krümmt sich der Isoliersteg oder die Abdeckplatte aufgrund des bekannten Bi-Metall-Effektes.

    [0038] Bei einer Ausgestaltung nach Anspruch 18 ist auch eine Abdichtung der Nut im Bereich ihrer Längskanten erreichbar. Hier wird die Deckplatte jedoch nicht gekrümmt bzw. gebogen, sondern von der Isolierleiste abgehoben.

    [0039] Durch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 20 und 22 lassen sich nicht nur vergrößerte Klebeflächen erreichen, so daß schon hierdurch eine festere Verbindung erzielbar ist, sondern es läßt sich auch dann eine formschlüssige Verbindung erreichen, wenn die Riffelung bzw. Nutung der einander gegenüberliegenden Flächen quer zur Längsrichtung der Isolierleiste -zw. Profilkörper gerichtet ist. Diese Formschlußverbindung trägt zu einer bedeutenden Erhöhung der Festigkeit der Verbindung gegen in Längsrichtung gerichtete Kräfte bei.

    [0040] Die Riffelung bzw. Nutung, insbesondere in der Isolierleiste kann gemäß Anspruch 23 vorteilhaft dazu ausgenutzt werden, das aktivierbare Material aufzunehmen. Eine entsprechend präparierte Isolierleiste läßt sich leicht herstellen und lagern. Bei der Verwendung von flüssigem aktivierbaren Material kann dieses in der Riffelung bzw. in den Nuten verschlossen werden, z.B. durch eine warmschmelzende Folie. Es empfiehlt sich, die Riffelung bzw. die Nutung quer durchgehend auszuführen (durchgehende Nuten), wodurch zum einen die Aufnahmeräume vergrößert werden und zum anderen der Expansionfluß des aktivierbaren Materials begünstigt wird.

    [0041] Weiterhin betrifft die Erfindung Vorprodukte für die Herstellung eines Profilkörpers unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Gemäß den Ansprüchen 24 und 25 handelt es sich um das aktivierbare Material enthaltende Vorprodukte gebrauchsfertiger und handhabungsfreundlicher Form, das leicht am Isoliersteg angebracht, z.B. geklebt und mit diesem in den Profilkörper eingeschoben werden kann. Bei Verwendung eines bei Raumtemperatur festen aktivierbaren Materials kann das Vorprodukt aufgrund der Strangform auch selbständig in den Profilkörper bzw. zwischen die zu verbindenden Teile eingeschoben werden. Aufgrund des Faseranteiles im aktivierbaren Material wird nicht nur die Konsistenz und Festigkeit des Vorproduktes, sondern auch die Festigkeit des fertigen Profilkörpers vergrößert.

    [0042] Eine vorteilhafte Variante kann darin bestehen, daß der in dem Aufnahmeraum befindliche Teil des wärmeisolierenden Materials armierende und/oder saugfähige Zusatzstoffe wie Glasfasern enthält. Die Glasfasern können als Gespinst oder Strang in dem Aufnahmeraum vorhanden und mit den in flüssiger Form vorliegenden aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials getränkt sein.

    [0043] Der in dem Aufnahmeraum befindliche Teil des aktivierbaren wärmeisolierenden Materials kann zähflüssig pastenförmig, pulverförmig oder fest sein. Es ist weiterhin möglich, daß die erwähnte Masse flüssig ist, aber in bei Hitzeinwirkung schmelzenden Kügelchen mikroverkapselt ist. Die Kügelchen bilden dann eine schüttbare Masse.

    [0044] Das im Anspruch 26 enthaltene Verfahren ist nicht nur wegen seiner Einfachheit, sondern auch wegen seiner Unabhängigkeit von der Form des Vorproduktes vorteilhaft.

    [0045] Weitere Merkmale der Erfindung werden anhand mehrerer, in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeipiele beschrieben.

    [0046] Es zeigen:

    Figur 1 einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines wärmeisolierenden Profilkörpers mit ausgeschäumten Hohlraum;

    Figur 2 den Profilkörper nach Figur 1 mit in den Hohlraum eingeführten Vorprodukten zum Ausschäumen des Hohlraumes;

    Figuren 3 bis 17 verschiedene Ausführungsformen von Isolierleisten in Verbindung mit einer wärmeaktivierbaren Masse.



    [0047] Der in Figur 1 gezeigte wärmeisolierende Profilkörper besteht aus zwei mit Abstand zueinander angeordneten Aluminiumprofilschienen 1,2 die auf ihren einander zugewandten Seiten mit hinterschnittenen Nuten 7 versehen sind. In die hinterschnittenen Nuten greifen an ihren Endbereichen mit Randabkantungen versehene Isolierleisten 3, die vorzugsweise aus Kunststoff bestehen, ein. Die Aluminiumprofilschienen 1,2 und die Isolierleisten 3 schließen einen Hohlraum 5 ein, der mit einer expandierten Schaummasse 6 gefüllt ist. Die Schaummasse ist auch in die Nutenresträume eingedrungen. In gestrichelten Linien sind noch Aluminiumbrücken 8 angedeutet, mit denen die Aluminiumprofilschienen 1,2 als Vorprodukt zunächst noch miteiniander verbunden sind. Diese Brücken werden dann nach dem Ausschäumen des Hohlraumes 5 entfernt. Die linke Brücke 8 kann beispielsweise dadurch entfernt werden, daß die vorstehenden Höcker 10 in der Ebene 11 abgeschnitten bzw. abgefräst werden. Die rechte Aluminiumbrücke 8, die ebenfalls durch Fräsen entfernt werden muß, weist gegen die Isolierleiste 3 gerichtete Nasen 12 auf, welche verhindern sollen, daß die Isolierleiste 3 während der Wärmebehandlung durch den Druck der Schaumfüllung 6 zu stark ausgebaucht wird. Statt der Nasen 12 kann auch an der Isolierleiste eine Nase 4 vorgesehen sein, welche gegen die Aluminiumbrücke 8 gerichtet ist. Im Zuge des Abfräsens der Aluminiumbrücke 8 kann die Nase 4 ganz oder teilweise mit entfernt werden.

    [0048] Der entscheidende Gedanke der Erfindung besteht darin, daß die Vormontage des Profilkörpers, wie er in Fig. 1 gezeigt ist, vor dem Härten der Aluminiumprofilschienen 1,2 erfolgt und ebenfalls vor dem Härten in den Hohlraum 5 ein durch Wärmezufuhr aktivierbares Vorprodukt für die Schaumfüllung 6 eingebracht wird. Für die Aktivierung des Vorproduktes wird dann die ohnehin vorhandene Hitze beim Härten der Aluminiumprofilschienen 1,2 ausgenutzt.

    [0049] Figur 2 zeigt eine erste Möglichkeit zur Herstellung der Schaumfüllung im vorstehenden Sinne. Die beiden Isolierleisten 3 sind hier mit einem Filzstreifen 20 belegt, welcher m it dem Schaumvorprodukt getränkt ist und dessen Oberfläche durch eine Folie 21, z.B. aus Polyäthylen abgedeckt ist. Diese Abdeckung dient der Verbesserung der Lagerfähigkeit. Bei Wärmeeinwirkung im Rahmen des Härtungsprozesses der Aluminiumprofilschienen schmilzt das Polyäthylen (etwa bei 100-120°C) und der Schaum kann sich entwickeln und den Hohlraum 5 zwischen den beiden Aluminiumprofilschienen 1,2 ausfüllen.

    [0050] Es ist auch möglich, ein aktivierbares Vorprodukt in einen oder mehrere Streifen oder Stränge anderer Querschnittsform, z.B. kreisförmiger, zu fassen, wozu eine mantelförmige Hülle ebenfalls aus z.B. Polyäthylen dienen kann. Die Streifen oder Stränge können mit der oder den Isolierleisten 3, an denen sie z.B. durch Kleben befestigt sein können, oder auch als lose Streifen oder Stränge eingeschoben werden.

    [0051] Figur 3 zeigt eine geteilte Isolierleiste 23, deren beiden Hälften durch einen Mittelsteg miteinander verbunden sind. Die Isolierleiste 23 hat dadurch H-Form. Die Schenkelenden sind mit nach außen gerichteten Randabkantungen 28 versehen, welche die Hinterschneidungen der Nut 7 an den Aluminiumprofilschienen 1,2 hintergreifen. Der Zwischenraum zwischen den beiden Hälften ist nächst dem Mittelsteg mit einer expandierbaren Masse 24 und nächst den Endbereichen mit einer heißklebenden Masse 25 gefüllt. Letzere wird durch die bei der Härtung der Aluminiumprofilschienen 1,2 auftretende Hitze flüssig, bzw. fließbar, während gleichzeitig die expandierbare Masse 24 ihr Volumen vergrößert und somit die Klebmasse in die Fugen der hinterschnittenen Nuten 7 hineinpreßt, wo eine Druckverklebung zwischen der Isolierleiste 23 und den Aluminiumprofilschienen stattfindet. .

    [0052] Expandierbare und klebende Masse können ggf. auch ein und dasselbe sein, z.B. ein in der Wärme aufschäumendes und dann erhärtendes Epoxidharz.

    [0053] Der Mittelsteg kann bei der profilierten Isolierleiste 23 entfallen. In diesem Fall stellt die expandierbare und/oder klebende Masse gleichzeitig die Verbindung zwischen den beiden Hälften her, sowohl vor der Wärmebehandlung (zum Einschieben der Isolierleiste in die hinterschnittenen Nuten) als auch nach der Wärmebehandlung (zur Formstabilisierung des ganzen Profilkörpers).

    [0054] Um die Isolierleiste 23 in die hinterschnittenen Nuten 7 einschieben zu könen, muß das Maß zwischen den hakenförmigen Nutenstegen größer sein als das betreffende Maß der Isolierleiste. Es muß mit anderen Worten eine ausreichende Toleranz zum Einschieben vorhanden sein.

    [0055] Sofern die beiden Aluminiumprofilschienen 1,2 nicht durch eine später abzufräsende Aluminiumbrücke 8 verbunden sind, kann diese Toleranz bestehen bleiben. Sobald die expandierende Masse sich ausgedehnt hat, werden die Aluminiumprofilschienen auseinandergedrückt und an die Nutenhinterschneidungen angeschlagen, so daß eine Abdichtung gegen das Herauslaufen der expandierbaren Masse gegeben ist.

    [0056] Sofern jedoch die beiden Aluminiumprofilschienen 1,2 durch eine Aluminiumbrücke verbunden sind, das ganze Aluminiumprofil also einstückig ist, muß zum Einschieben auch an den Nutenhinterschneidungen eine ausreichende Toleranz vorhanden sein. Durch diese würde die expandierbare Masse während der Hitzebehandlung möglicherweise austreten. Um das zu verhindern, muß für Abdichtung an den gegeneinander gerichteten Randbereichen der hakenförmigen Nutenstege gesorgt werden. Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:

    Entweder sind die beiden Teile der Isolierleiste nicht durch einen Mittelsteg bzw. durch X-Form (welche zu der H-Form äquivalent ist) miteinander verbunden. Die expandierende Masse wird dann die beiden Teile auseinanderdrücken und an den gegeneinandergerichteten Enden der hakenförmigen Nutenstege zum Anschlag bringen, wodurch für eine Abdichtung gesorgt ist; oder die vier Schenkel der einstückigen Isolierleiste sind in ihrer Festigkeit bzw. Elastizität auf die Expansionskraft der expandierenden Masse so abgestimmt, daß deren Druck die Schenkel auseinanderbiegt und zum Anschlag an den erwähnten gegeneinander gerichteten Endbereichen der hakenförmigen Nutenstege bringt; oder die Schenkel der Isolierleiste sind zum Einschieben zueinander gebogen und öffnen sich erst unter Wärmebehandlung, wodurch der dichtende Anschlag an den erwähnten Stellung hergestellt wird.



    [0057] Die letztgenannte Möglichkeit zeigt Figur 4. Um die Schenkel der Isolierleiste zueinander zu biegen, so daß sie gegen die Endbereiche hin konvergieren, gibt es die Möglichkeit, die Isolierleiste 33 unmittelbar im Anschluß an den Extrusionsvorgang, z.B. vor dem endgültigen Erkalten, entsprechend zu verformen. Sie bekommt dadurch sog. eingeforene Spannungen, welche bei Wärmebehandlung frei werden, wodurch die Isolierleiste ihre ursprüngliche H-Form wieder annimmt, d.h. die Schenkel bewegen sich auseinander. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Schenkel mit einem Heißkleber zu verkleben. Im kalten Zustand hält er die Schenkel zusammen, so daß die Isolierleiste leicht in die hinterschnittenen Nuten eingeführt werden kann. Unter Wärmebehandlung schmilzt der Heißschmelzkleber, die Schenkel können sich öffnen und an den gegeneinander gerichteten Enden der hakenförmigen Nutenstege anschlagen. Gleichzeitig wird der Heißschmelzkleber in die Nuten gedrückt und verklebt dort, nachdem er wieder erstarrt ist, die Isolierleiste 33 mit den Aluminiumprofilschienen 1,2. Es ist auch möglich, die Isolierleiste 33 an den Stellen, die mit den Aluminiumprofilschienen 1,2 in Kontakt treten, in an sich bekannter Weise mit einem Schmelzkleber zu belegen, welcher durch Wärmeeinwirkung aktiviert wird und somit an den betreffenden Stellen eine Druckverklebung herstellt.

    [0058] Unter Umständen genügt bereits eine Kombination dieser Schmelzkleberbelegung mit der eingeforenen Spannung, um eine brauchbare Verbindung zwischen der Isolierleiste 33 und den Aluminiumprofilschienen 1,2 herzustellen, also ohne Verwendung einer expandierenden Füllmasse.

    [0059] Wird jedoch eine expandierende und/oder klebende Füllmasse verwendet, so ist es besonders vorteilhaft, diese nicht als Flüssigkeit, sondern als Paste, Pulver, festen Stoff oder in mikroverkapselter Form zu verwenden, so daß der Zwischenraum zwischen den beiden Hälften der Isolierleiste auf Vorrat gefüllt werden kann und die Isolierleiste in diesem Zustand eine gewisse Lagerfähigkeit hat. Die mit expandierender/klebender Masse gefüllten Isolierleisten können dann zentral in einer geeigneten Anlage hergestellt und als gebrauchsfertiges lagerfähiges Produkt zum Einsatzort (Aluminiumpreßwerk) gebracht werden. Dort werden sie bei Bedarf in die Aluminium-Profilschienen eingeschoben und die Verbindung durch die nachfolgende Wärmebehandlung im Rahmen des Härtungsprozesses hergestellt. Das Einschieben der Isolierleisten kann entweder von Hand oder durch eine sehr einfache Maschine erfolgen.

    [0060] Wie bereits erwähnt, sorgen die konvergierenden Schenkel bei der Isolierleiste 33 nach Figur 7 dafür, daß die Füllmasse 26 weitgehend am Austreten gehindert wird. Derartige Isolierleisten 33 sind daher gut lagerfähig.

    [0061] Noch eine weitere Möglichkeit besteht gemäß Figur 5, die eine Isolierleiste 43 mit vollständig getrennten Hälften zeigt, darin, daß die Spalte an den Endbereichen durch einen Deckel 27 verschlossen werden. Der Deckel 27 besteht aus einem Material, das sich bei Hitzeeineinwirkung ablöst oder schmilzt und damit den Weg für die Füllmasse 26 nach außen freigibt. Bei der Verwendung von bei Raumtemperatur fester expandierbarer Masse (26) bedarf es nicht unbedingt eines Deckels 27, zumindest nicht auf beiden Seiten der Isolierleiste 43. Ein solcher könnte auch durch eine Folie gebildet sein.

    [0062] Sofern die expandierbare/klebende Masse nicht als fester Körper oder Paste, sondern nur als Flüssigkeit zur Verfügung steht, kann diese durch Zusatz geeigneter Mittel thixotrop gemacht werden, so daß eine Paste entsteht, die nur unter Druck oder Wärmeeinwirkung fließt. Eine weitere Möglichkeit ist, die Flüssigkeit mit Zuschlagstoffen, wie etwa Glasfasern zu vermischen, welche ebenfalls die Zähigkeit erhöhen und gleichzeitig die Festigkeit der aushärtbaren Schaummasse verbessern. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, in den Hohlraum 5 des Profilkörpers eine Füllung oder einen Strang aus Glasfasern, anderen Fasern oder einem sonstigen saugfähigen Material einzubringen, welches mit der Flüssigkeit getränkt ist, bzw. wird, so daß die Flüssigkeit einigermaßen auslaufsicher in dem Hohlraum 5 festgehalten wird, bis später unter Hitzeeinwirkung die Expansion einsetzt.

    [0063] Eine weitere Ausführungsform für einen wärmeisolierenden Profilkörper zeigt Figur 7. Dieser ist genauer in der DE-A30 02 693 des Anmelders beschrieben. Das besondere ist hier, daß der Hohlraum 5 nicht mit Schaum gefüllt ist. Die Randabkantungen 28 der hier verwendeten Isolierleisten 143 sind mit einer durch Wärmebehandlung aktivierbare Klebeschicht 38 versehen. Beim Hindurchgleiten des vormontierten Profilkörpers durch den Härtungsofen wird die Klebeschicht 38 aktiviert und stellt eine Klebeverbindung zwischen den Isolierleisten 143 und der Wandung der hinterschnittenen Nuten 7 in den Aluminiumprofilschienen 1,2 her.

    [0064] Figur 8 zeigt einen Isoliersteg 3, der auf seiner seinen V-Stegen abgewandten Breitseite mit einer aufschäumbaren Kunststoffmasse 20 belegt ist. Eine Metallbrücke 8 zwischen den Aluminiumprofilschienen 1 und 2 ist höckerartig ausgebildet, um Platz zur Einführung des mit der Kunststoffmasse 20 belegten Isoliersteges 3 zu geben. Bei Wärmeeinwirkung expandiert die Masse 20, füllt den Höckerhohlraum und die Toleranzen der Nuten aus und erstarrt. Letzteres ist in Figur 9 gezeigt, wo die aufgeschäumte Masse mit 6 bezeichnet ist. Die Metallbrücke 8 wird an der Trennebene 11 abgeschnitten bzw. abgefräst, wobei auch ein Teil der Schaumfüllung entfernt wird. Dadurch ergibt sich eine saubere, flächenbündige Isolierzonenansicht zwischen den beiden Aluminiumprofilschienen 1 und 2.

    [0065] Eine weitere Ausführungsform für einen wärmeisolierenden Profilkörper, der ebenfalls nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden kann, zeigt Figur 10. Dieser wärmeisolierende Profilkörper ist in der DE-A-31 02 616 des Anmelders beschrieben. Die hier verwendete Isolierleiste 153 ist in Figur 11 perspektivisch gezeigt. Die Isolierleiste 153 besteht aus einer Kunststoffmittelleiste 43 und gerippten Querstegen 40 aus Metall, die in Abständen Lücken 41 freilassen. Der Mittelsteg ist mit Durchtrittslöchern 44 versehen. Die gesamte Isolierleiste 153 ist mit hitzebeständigen Glasfaser- oder Kohlefaser-Bündeln umwickelt, die der Isolierleiste 153 auch unter extremer Hitzeinwirkung und unter der Wirkung des Schaumdruckes Zugfestigkeit verleihen.

    [0066] Die Lücken 41 gestatten, daß der sich aus dem Vorprodukt bei der Hitzebehandlung im Rahmen der Härtung der Aluminiumprofilschienen 1,2 in dem Hohlraum 5 entwickelnde Schaum 6 auch in den Nutenraum 7 eindringt und ferner durch das Loch 44 in den Raum zwischen dem Mittelsteg 43 und einer Abschlußplatte 39.

    [0067] Um beim Vorhandensein von Lücken 41, Fig. 11 zu verhindern, daß die Füllmasse 6 auf kurzem Weg aus der Nut 7 austritt, ohne die Nut 7 zu füllen, ist es vorteilhaft, die Lücken 41 - wie in Fig. 11 dargestellt - innenseitig z.B. durch eine andeutungsweise dargestellte Deckplatte 46, die auch Teil des Isoliersteges 153 oder des Quersteges 40 sein könnte, abzudecken. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dickflüssige oder pastöse Füllmassen 6 zu verwenden, die vor ihrer Aktivierung in den Lücken 41 vorteilhaft aufgenommen werden können. Bei diesem Ausführungsbeispiel beträgt der in die Nut 7 einfassende Querschnitt des Isoliersteges 153 etwa 75% des lichten Querschnitts der Nut 7. Wenn dann 50% des Volumens des in die Nut 7 einfassenden Isoliersteges 153 durch Lücken 41 entfernt und diese Lücken 41 mit einem Klebstoff gefüllt werden, der bei Erwärmung um mindestens 50% expandiert, so reicht die Volumenzunahme des Klebstoffes gut aus, um den Restraum der Nut 7 zu füllen.

    [0068] Aus den Figuren 12 bis 17 sind weitere Möglichkeiten zur Abdichtung des Randbereiches der den Isoliersteg aufnehmenden Nut zu entnehmen. Gemäß Fig. 12,13,14 und 16 dienen hierzu besondere Deckplatten.

    [0069] Die in Fig. 12 mit 163 bezeichnete Isolierleiste trägt auf ihrer einen Breitseite eine Deckplatte 51, die durch eine Rastverbindung 52 zum einen anklipsbar und zum anderen in einem Abstand von der Breitseite der Isolierleiste 163 gehalten ist. Die Deckplatte 51 ist so breit bemessen, daß ihre Längskante 54 mit der Längskante 55 des betreffenden Nutschenkels 56 dichten zusammenzuwirken vermag.Zwischen der Deckplatte 51 und der Breitseite der Isolierleiste 163 befindet sich ein Strang expandierbarer Kunststoffmasse in Form eines an die Breitseite geklebten oder lose eingelegten Anlagestreifens 57. Die Isolierleiste 163 bildet mit der Deckplatte 51 und dem Anlagestreifen somit ein Bauteil, das vor dem Härten der Aluminiumprofilschienen 1,2 in die Nut 7 geschoben werden kann. Beim Erwärmen der Teile auf Härtetemperatur expandiert die Kunststoffmasse, wodurch die Deckplatte 51 ausbiegt und mit ihrer Außenseite dichtend gegen die Längskante 55 des Nutschenkels 56 gedrückt wird. Der expandierende Kunststoff fließt in Richtung der Pfeile 58 durch Lücken 41 im Fuß der Isolierleiste 163 in die Nut 7, wobei er sowohl diese als auch den Abstand zwischen der Deckplatte 51 und der Isolierleiste ausfüllt. Es erscheint auch zweckmäßig, wenigstens ein andeutungsweise dargestelltes und mit 59 bezeichnetes Gelenk mit parallel zur Nut 7 gerichteter Gelenkachse in der Deckplatte 51 vorzusehen, um deren Schwenkbewegung gegen den Nutsteg 56 zum Zweck der Abdichtung zu ermöglichen. Das Gelenk 59 kann in einfacher Weise durch eine Schwächung der Materialstärke gebildet sein. Die Rastverbindung 52 besteht aus einer von der Isolierleiste 163 ausgehenden Leiste oder Kopf, die oder der von krallenförmigen Formteilen der Deckplatte 51 übergriffen wird. Eine andeutungsweise dargestellte Brücke 60 kann vorhanden sein.

    [0070] Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 13 und 16 ist die jeweils mit 61 und 93 bezeichnete Deckplatte nicht an die Isolierleiste 173 bzw. 203 anklipsbar. Die Deckplatten 61 und 93 heben deshalb insgesamt ab, wenn die Füllmasse aufgrund der Wärmeeinwirkung expandiert.Die Füllmasse kann vorteilhaft in Quernuten 62,90 aufgenommen sein, die sich in den Stegen der Isolierleisten 173,203 erstrecken und in die Köpfe 94 der Isolierleisten fortsetzen können, um einen unbehinderten Fluß der expandierenden Füllmasse zu ermöglichen. Bei der U-förmigen Isolierleiste gemäß Fig. 13 dienen hierzu die Quernuten 62 in der Schmalseite der Isolierleiste 173; bei der T-förmigen Isolierleiste 203 gemäß Fig. 16 dienen hierzu Lücken oder Quernuten 41 im Kopf 94.der Isolierleiste 203.

    [0071] Die Deckplatte 93 in Fig. 16 weist innenseitig Zähne 95 auf, die in die Quernuten 90 bevorzugt schließend einfassen und somit den Expansionsraum unterteilen.

    [0072] Es ist auch möglich, die expandierbare Füllmasse an den Deckplatten 51,61,93 zu haltern, z.B. durch Kleben.

    [0073] Die der Breitseite der Isolierleiste 173 (Fig. 13) gegenüberliegende Wand der Nut 7 ist längs geriffelt, was mit 63 bezeichnet ist. Unabhängig von der Form der Isolierleiste 173 und von dem Vorhandensein der Deckplatte 61 haben die Riffelung 63 und die Quernuten 62 den Zweck, zum einen die Klebeflächen zu vergrößern und somit die Klebung bzw. die Längsschubfestigkeit des Verbundes zu verstärken. Zum anderen ist aufgrund der Riffelung in quer zueinander verlaufenden Richtungen eine verbesserte Verankerung gegen in Längsrichtung der Aluminiumprofilschienen 1 gerichtete Kräfte gegeben, wobei bei der Auswahl der Riffelungsrichtungen berücksichtigt worden ist, daß die Haftung der Kunststoffmasse 26 am Aluminium in der Regel wesentlich besser ist als am Material der Isolierleiste 173. Die Riffelung 63 kann auch durch tiefere Nuten gebildet und quer verlaufend angeordnet sein.

    [0074] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 ist die expandierbare Kunststoffmasse 26 zwischen den Hälften einer Isolierleiste 183 angeordnet und zwar aufgenommen in einem versteiften, aus Hartkunststoff oder Hartpapier bestehenden Anlagestreifen 71. Dieser weist einen Wellstreifen 73 auf. Aufgrund dieser Ausbildung sind quer zur Isolierleiste 183 verlaufende Kanäle 74 gebildet, in die die expandierbare Kunststoffmasse 26 gefüllt wird. Der Anlagestreifen 71 kann mit einer oder mit beiden Hälften der Isolierleiste 183 zu einem Bauteil verklebt sein. In beiden Fällen dient er als Abstandhalter für die beiden Hälften, was sich insbesondere im ersten Fall beim Einschieben der Hälften in die Nut7 vorteilhaft bemerkbar macht. Die Pfeile 75 deuten den Strömungsweg der Kunststoffmasse 26 beim Erwärmen auf Härtetemperatur an. Die quer verlaufende Ausrichtung der Kanäle 74 hat den Vorteil, daß die Kunststoffmasse 26 direkt zur Nut 7 geleitet wird, ohne innerhalb des Anlagestreifens 71 axial fließen und stirnseitig aus diesem austreten zu können. Die Kunststoffmasse 26 verbindet die beiden Isolierleistenhälften nicht nur mit der andeutungsweise dargestellten Aluminiumprofilschiene 1, sondern auch miteinander zu einem stabilen Doppelsteg.

    [0075] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 15 kommt ein Anlagestreifen 81 zur Anwendung, der einen Deckstreifen 82 und quer verlaufende Stegstreifen 83 aufweist, die ebenfalls quer verlaufende Kanäle 84 bilden. Die Kanäle 84 sind durch einen mittig verlaufenden Längsstreifen 85 unterteilt mit dem Vorteil, daß die expandierende Kunststoffmasse 26 aufgrund der Schwerkraft nicht überwiegend nach unten fließt. Aufgrund seiner einseitigen Abdeckung ist der Anlagestreifen 81, insbesondere zur Verwendung für eine einstückige Isolierleiste 193 gedacht. Nach dem Härten bildet der Deckstreifen 82 die eine Breitseite der Isolierleiste 193. Der Anlagestreifen 81 führt ebenfalls zu einer Abdichtung der Nut 7.

    [0076] In der Fig. 17 ist eine Isolierleiste 213 dargestellt, deren Köpfe 101,102 auf ihren Schmalseiten 100 Quernuten 104,105 unterschiedlicher Tiefe aufweisen. Es handelt sich hier um zwei unterschiedliche Ausführungsbeispiele. Im Gegensatz zum Kopf 102 verbleiben am Kopf 101 Stege 106, die die in den Quernuten aufgenommene expandierende Kunststoffmasse 26 daran hindern, auf kurzem Wege am Nutenrand 55 aus der Nut 7 austreten zu können. Je nach Art der Kunststoffmasse 26, z.B. wenn diese kaltfließend ist, können die Quernuten - wie bei anderen Ausführungsbeispielen schon beschrieben - durch eine warmschmelzende Folie oder dergleichen abgedeckt sein. Auch hier kann wenigstens eine Brücke 60 vorhanden sein.

    [0077] Ein Verfahren zum Herstellen einer einbaufertigen Isolierleiste 3,173,183 kann vorteilhaft ausfolgenden Verfahrensschritten bestehen. Der Anlagestreifen 71,81 wird mit warmfließenden Klebstoff (geschmolzenes Pulver oder Mischung aus Pulver/Paste) gefüllt. Nach dem Erstarren und Abkühlen wird der Anlagestreifen 71,81 gelagert, z.B. auf Rollen gewickelt. Der Anlagestreifen 71,81 wird bei Bedarf an den Hersteller der Isolierleiste geschickt. Dort wird er im Zug der Isolierleistenherstellung mit der Isolierleiste verklebt, z.B. durch oberflächliche Erwärmung der Klebstoff-Füllung. Hierdurch entsteht eine komplette mit Kunststoffmasse 26 belegte Isolierleiste 71,81, die an das Aluminiumpreßwerk geschickt werden kann. Der Vorteil besteht darin, daß mit einer einzigen Misch- und Gießanlage für die Kunststoffmasse mehrere Isolierleistenherstellungsbetriebe versorgt werden können und diese sich nicht zusätzlich mit der Verarbeitung neuer Materialien befassen müssen.

    [0078] Insbesondere die Ausführungsbeispiele nach Fig.14 und 15 lassen erkennen, daß die Kunststoffmasse 26 nicht unbedingt Strangform haben muß, sondern auch als in Abständen voneinander bevorzugt auf der Isolierleiste angeordnete Körper oder Anhäufungen vorgesehen sein kann.

    [0079] Ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung des durch Wärmezufuhr aktivierbaren Materials bzw. eines aus diesem Material bestehenden Vorproduktes besteht in folgenden Verfahrensschritten. Harz und Härter werden getrennt geschmolzen, ggf. unter Hinzufügung der anderen Komponenten wie Treibmittel und Tixothropierungsmittel, und dann im flüssigen Zustand schnell und intensiv verrührt und sofort anschließend abgekühlt, so daß die Harz-Härter-Reaktion nicht oder nur ganz geringfügig in Gang kommen kann. Es werden solche Materialien verwendet, die eine bei Raumtemperatur feste Mischung ergeben. Nach der Abkühlung kann die Mischung gemahlen oder granuliert werden und entweder pulverförmig oder durch erneutes Schmelzen auf einen Träger, z.B. eine Isolierleiste, eine Abdeckplatte oder eine Trägerfolie, welche später entfernt werden kann, aufgetragen werden, z.B. wulstförmig.

    [0080] Insbesondere besteht die Möglichkeit, die Mischung direkt aus der Mischdüse heraus im noch flüssigen Zustand auf den Träger aufzutragen.

    [0081] Ferner besteht die Möglichkeit, durch geeignete Querschnittsgestaltung der hinter der Mischkammer sitzenden Düse die Mischung in Form von Schnüren oder Bändern auszubringen, durch ein Kühlband laufen zu lassen und die Schnüre oder Bänder dann auf Vorratsrollen aufzuwickeln. Die Schnüre oder Bänder können bei Bedarf auf die Träger aufgebracht werden und dort beispielsweise in vorhandene Nuten eingepreßt oder auf die Oberfläche aufgeklebt werden oder durch kurzzeitige Erwärmung der Oberfläche angeschmolzen werden.

    [0082] Es besteht insbesondere die Möglichkeit, dem zur Herstellung der Mischung verwendeten, bei Raumtemperatur festen Harz einen Anteil (vorzugsweise 10 bis 25%) eines bei Raumtemperatur flüssigen bzw. pastösen Harzes beizufügen, um der fertigen auf Raumtemperatur abgekühlten Mischung eine gewisse Weichheit bzw. Biegsamkeit zu verleihen, was die Herstellung der erwähnten Schnüre und Bänder und deren Verbindung mit den Trägern erleichtert.

    [0083] Es kann aus verschiedenen Gründen vorteilhaft sein, die Klebeverbindung partiell zu unterbinden. Ein Beispiel hierfür sind Konstruktionen gemäß Fig. 1 und 8 bzw. 9, bei denen die Aluminiumprofilschienen 1,2 als Vorprodukt zunächst noch durch Brücken 8 miteinander verbunden sind, die nach dem Ausschäumen entfernt, z.B. abgefräst, werden. Die Trennebenen sind in den Fig. 1 und 9 mit 11 bezeichnet. Zwischen der klebenden Füllmasse 6 und der Brücke 8 ist eine Klebeverbindung unerwünscht, um z.B. das Ablösen des Klebers vom Metall zu erleichtern.

    [0084] Zur Lösung dieses Problems wird vorgeschlagen, an den Stellen der unerwünschten Klebeverbindung eine Trennschicht vorzusehen, die an einer der zu verklebenden Flächen angebracht werden kann. Eine solche Trennschicht kann eine in Fig. 9 mit 110 bezeichnete Folie sein, die zwischen den Klebeflächen eingelegt oder an einer der Klebeflächen z.B. durch Kleben befestigt sein kann. Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, den das aktivierbare Material enthaltenden Anlagestreifen 20 mit der Trennschicht zu versehen. Gemäß Fig. 8 kann der Anlagestreifen 20 auf einer der Isolierleiste 3 und/oder auf seiner der Brücke 8 zugewandten Seite mit einer Folie 111 belegt sein, deren Breite der Größe der Fläche entspricht, auf der keine Klebeverbindung stattfinden soll. In der Fig. 9 ist die Situation nach der Erwärmung dargestellt. Wenn anschließend der Trennschnitt im Bereich der Ebene 112 erfolgt, bedarf es des Trennschnitts nur an den mit 113 bezeichneten Stellen. Die Trennschicht zwischen den Anlagestreifen 20 und der Isolierleiste 3 ermöglicht eine leichte Herauslösung auch der nach dem Trennschnitt in der Ebene 11 oder 112 zwischen den Profilschienen 1,2 noch verbleibenden Füllmasse, wenn dies erwünscht ist. Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, eine Trennschicht auf andere Weise anzubringen, z.B. durch Sprühen. Es ist noch hervorzuheben, daß eine Trennschicht nach dem Ablösen der Füllmasse eine saubere Oberfläche ergibt.


    Ansprüche

    1) Verfahren zur Herstellung eines wärmeisolierenden Profilkörpers, insbesondere zur Verwendung für Fenster-oder Türrahmen, bei dem mit bevorzugt hinterschnittenen Nuten versehene Metallprofilschienen in Abstand zueinander angeordnet und durch eine aus wärmeisolierendem Material bestehende Brücke miteinander verbunden werden, die in die Nuten eingreift, wobei zumindest ein Teil des wärmeisolierenden Materials zwecks formschlüssiger Anpassung an die Profilschienen oder Bildung einer Klebeverbindung mit den Profilschienen durch Wärmezufuhr aktivierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß Aluminiumprofilschienen (1,2) verwendet werden, und daß das wärmeisolierende Material vor dem Härten der Aluminiumprofilschienen (1,2) oder vor deren Erwärmung wegen einer anderen Herstellungsmaßnahme, z.B. Oberflächenbeschichtung oder -veredelung, oder vor einer gesonderten Wärmebehandlung zwischen die Aluminiumprofilschienen (1,2) eingeführt und die für das Härten bzw. die weitere Herstellungsmaßnahme erforderliche oder gesonderte Wärmebehandlung für die Aktivierung ausgenutzt wird.
     
    2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials eine Mischung aus Harz, welches bei Raumtemperatur bevorzugt fest ist und bei Erwärmung schmilzt und ein Härter, welcher bei Raumtemperatur bevorzugt fest ist oder in Mischung mit dem vorgenanntenHarz bei Raumtemperatur bevorzugt fest ist, und bevorzugt ein Treibmittel, welches bei oder oberhalb der Schmelztemperatur des Harz-Härter-Gemisches reagiert, verwendet wird.
     
    3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials eine Mischung aus Epoxidharz mit einem oberhalb 40°C reagierenden Härter sowie einem üblichen Treibmittel, z.B. der Azo-Verbindungen (Azodicarbonamid), Sulfonylhydroziden, N-Nitrosoverbindungen oder Thiatriazoverbindungen, insbesondere einem hochsiedenden Treibmittel, beispielsweise Frigen 113 mit der Formel CFC12-CF2Cl, das erst bei ca. 47°C siedet verwendet wird.
     
    4) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials einen heißfließenden Schmelzklebstoff bildende Polyamide verwendet werden.
     
    5) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials langsam reagierende Polyurethanharze oder Epoxidharze oder Polyesterharze verwendet werden.
     
    6) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials eine Mischung aus expandierbarem Material, wie beispielsweise expandierbares Polystyrol, und heiß aushärtbarem flüssigen Harz, wie beispielsweise Polyesterharz oder Epoxidharz, verwendet wird.
     
    7) Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Herstellung eines an sich bekannten Profilkörpers, dessen Brücke aus in die bevorzugt hinterschnittenen Nuten (7) eingreifenden profilierten Isolierleisten (3) besteht, die mit den Metallprofilschienen (1,2) einen von einer isolierenden Füllmasse (6) gefüllten Raum einschließen, wobei die Füllmasse (6) aus einem durch Wärmezufuhrt aufschäumbaren Vorprodukt besteht. (Fig. 1).
     
    8) Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zur Herstellung eines an sich bekannten Profilkörpers, dessen Brücke mindestens eine die bevorzugt hinterschnittenen Nuten hintergreifende profilierte Isolierleiste (143) aufweist, die bevorzugt an ihren in die Nuten (7) eingreifenden Endbereichen mit einem durch Wärmezufuhr aktivierbaren Klebstoff (38) versehen ist (Fig. 7).
     
    9) Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zur Herstellung eines an sich bekannten Profilkörpers, dessen Brücke von in die bevorzugt hinterschnittenen Nuten eingreifenden Isolierleisten (153) gebildet ist, die vorzugsweise aus einem z.B. durch Glasfaserverstärkung (42) auch bei Hitze zugfesten Gerüst bestehen und mit den Aluminiumprofilschienen (1,2) einen von einer isolierenden Füllmasse (6) gefüllten Raum (5) einschließen, wobei der Raum mit den Nuten (7) in Verbindung steht und ebenfalls mit der isolierenden Füllmasse (6) gefüllt ist, und wobei die Füllmasse (6) aus einem durch Wärmezufuhr aufschäumbaren Vorprodukt besteht, welches beim Aufschäumen die Isolierleisten (153) zumindest auf ihrer dem Raum (5) zugewandten Seite sowie in den Nuten (7) durchtränkt bzw. einschließt (Fig. 10,11)
     
    10) Profilierte Isolierleiste, die zum Eingreifen in bevorzugt hinterschnittene Nutean den Aluminiumprofilschienen eines nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 hergestellten Profilkörpers zwecks Bildung mindestens eines Teils der wärmeisolierenden Brücke bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der aktivierbare Teil (6,26) des wärmeisolierenden Materials in an den Breitseiten und/oder an den Schmalseiten der Isolierleiste (23,33,63,173,203,213) angeordneten Aufnahmeräumen, insbesondere längs oder quer durchgehenden Ausnehmungen (29,62,90,101,102) angeordnet ist (Fig. 3,4,5,6,10,11,13,14,15,16,17).
     
    11.Profilierte Isolierleiste nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Aufnahmeraum befindliche Teildes aktivierbaren wärmeisolierenden Materials nächst den Endbereichen mit einerheißklebenden Masse (25) und im inneren mittleren Bereich (24) mit einer expandierenden Masse gefüllt ist (Fig. 3).
     
    12) Profilierte Isolierleiste nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierleiste (23,33,43,53,63, 73,83,93,103,113) zumindest in ihren nächst den beiden Aluminiumprofilschienen (1,2) gelegenen Endbereichen in Profillängsrichtung zwecks Bildung des Aufnahmeraumes für den aktivierbaren Teil des wärmeisolierenden Materials (24,25,26) sowie zwecks Erzielung einer Spreizwirkung durch eine infolge der Aktivierung bewirkte Expansion dieses Materials geteilt ist (Fig. 5 und 14).
     
    13) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie (23,33,73) H-Profilform oder X-Profilform mit beidseitig nach außen gerichteten Randabkantungen (28) an beiden Endbereichen hat (Fig. 3,4).
     
    14) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie Döppel-T-Form hat und zwischen ihren beiden Endbereichen vollständig geteilt ist (Fig. 5 und 14).
     
    15) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilungsspalte anden beiden Endbereichen mit einer Deckplatte (27) oder -folie abgedeckt sind, die bevorzugt bei Hitzeinwirkung schmilzt (Fig. 5).
     
    16) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das aktivierbare Material ein durch Tauchen auf die Isolierleiste aufgetragener Überzug ist.
     
    17) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das aktivierbare Material in Form einer Leiste (20,57,81) oder eines Strangs oder einer Schnur an die Isolierleiste (3,163,193) angebracht ist.
     
    18) Islolierte Profilleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das aktivierbare Material (26,57) auf der Breitseite der Isolierleiste (3,163,173,193,203) angeordnet und durch eine gegebenenfalls mittig an die Isolierleiste anklipsbare Deckplatte (8,51,61,81,93) vorgesehen ist, deren wenigstens einer Längsrand mit der Längskante (55) des zugewandten, die Nut bildenden Nutschenkels (56) dichtend zusammenwirkt.
     
    19) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte oder die Isolierleiste bzw. ein Schenkel von ihr eine permanente oder durch Wärme aktivierbare Spannung aufweist, die wenigstens ihren einen Längsrand gegen die Längskante (55) zu biegen oder zu krümmen sucht.
     
    20) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil ihrer mit dem wärmeisolierenden Material (26) in Verbindung zubringende Fläche längs und/oder quer (41,62,90,101) geriffelt bzw. genutet ist (Fig. 10,11,12,13,14,15).
     
    21) Profilierte Isolierleiste nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatte (71,81) aus einem versteiften Textil-, Papier- oder Kunststoffstreifen besteht. (Fig. 14,15)
     
    22) Profilkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Fläche der Nuten (7) längs (63, Fig. 13) und/oder quer geriffelt bzw. genutet ist.
     
    23) Profilierte Isolierleiste nach Anspruch 20 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß das aktivierbare Material in der Riffelung (63) bzw. in den Nuten aufgenommen ist. (Fig. 3,4,6,13,16,17)
     
    24) Vorprodukt für die Herstellung eines Profilkörpers unter Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6,wobei die Brücke des Profilkörpers von in bevorzugt hinterschnittene Nuten der Metallprofilschienen eingreifenden profilierten Isolierleisten gebildet ist, die mit den Metallschienen einen Raum einschließen, der durch die Wärmeaktivierung des in diesen Raum einzuführenden Vorproduktes ausschäumbar bzw. ausfüllbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprodukt von einem mit einer aufschäumbaren bzw. expandierbaren Flüssigkeit getränkten fasrigen Strang (12) vorzugsweise einem solchen aus Filz gebildet ist, der von einer bei der Wärmeaktivierung leicht schmelzenden Folie (14), beispielsweise einer solchen aus Polyäthylen ummantelt ist. (Fig. 3,4)
     
    25) Vorprodukt nach dem Oberbegriff des Anspruches 24 oder nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprodukt ein gegebenenfalls ummantelter Stab , Strang oder eine Schnur ist, der/die durch Fasern, Drähte oder dergleichen, insbesondere Glasfasern armiert ist.
     
    26) Verfahren zum Herstellen eines Vorproduktes, dadurch gekennzeichnet, daß warmfließendes, aktivierbares wärmeisolierendes Material zur Bildung der Gebrauchskörper in Formen gegossen, insbesondere in von Anlagestreifen gebildete Hüllen (Folie 21, Wellstreifen 73, Stegstreifen 83) gegossen wird.
     




    Zeichnung