| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 131 280 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
16.01.1985 Patentblatt 1985/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.07.1984 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B22C 21/14 |
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
12.07.1983 DE 8320004 U
|
| (71) |
Anmelder: Daimler-Benz Aktiengesellschaft |
|
D-70327 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Seibert, Heinrich
D-6520 Worms/Rhein (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| (54) |
Metallische Stützspange für die Giesserei |
(57) Metallische Stützspange (4) für die Gießerei, insbesondere von Verbrennungsmotorblöcken,
vorzugsweise in Sand-Guß-Formen, die eine keramische Außenschicht (2) besitzt. Diese
Außenschicht besteht vorzugsweise aus Roh-Keramik, die zu 97% aus Aluminiumoxid und
zu 3% aus Titanoxid zusammengesetzt ist. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist unter der keramischen Außenschicht auf der Oberfläche der Stützspange eine Haftschicht
(3) angeordnet, die insbesondere aus 96% Nickel und 4% Aluminium bestehen kann.
|

|
[0001] Die Erfindung betrifft eine metallische Stützspange für die Gießerei, insbesondere
von Verbrennungsmotorblöcken, insbesondere in Sand-Guß-Formen.
[0002] In allen Gießereien werden solche Stützspangen benötigt. Mit ihnen werden verschiedene,
insbesondere freitragende Teile der Gußform miteinander verstützt. Besonders für den
Guß von Automotoren benötigt man die Stützspangen als Zwischenstücke zwischen den
Zylinderlaufbahnen im Kernstück. Diese Stützspangen bestehen z. B. aus ST 37. Sie
verschmelzen beim Eingießen des flüssigen Stahls. Schon dies ist an sich unerwünscht.
Man kann dies zwar durch Spangen aus Molybdän beheben. An solchen Spangen bilden sich
aber beim Eingießen Bläschen; somit wird ein schlechter Guß erzeugt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Stützspangen der eingangs genannten Gattung
zu schaffen, die verschmelzungssicher sind und trotzdem keine Bläschenbildung im Gußstück
bedingen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stützspangen eine keramische
Außenschicht besitzen.
[0005] Insbesondere kann die Außenschicht aus Roh-Keramik bestehen. Das erforderliche Brennen
der Keramik geschieht dann beim ersten Eingießen des flüssigen Metalls in die Gußform.
[0006] Speziell hat sich eine Keramik bewährt, die aus 97 % Aluminiumoxid (A1
20
3) und 3 % Titandioxid (Ti0
2) besteht. Dies gilt namentlich für den Guß von Automotoren.
[0007] Besonders beständig wird die keramische Außenschicht dann, wenn unter ihr auf der
Oberfläche der Stützspange eine Baftschicht angeordnet ist. Dabei hat sich besonders
eine Haftschicht aus 96 % Nickel und 4 % Aluminium bewährt.
[0008] Für eine Stützspange aus ST 37 wird die Erfindung folgendermaßen verwirklicht:
Man nimmt eine solche Stützspange und reinigt ihre Oberfläche erforderlichenfalls,
insbesondere damit sie fettfrei wird. Sodann wird die Oberfläche insbesondere mit
einem Karundpulver abgestrahlt. Schließlich wird eine Pulverhaftschicht aus 96 % Nickel
und 4 % Aluminium auf die Stützspange aufgetragen in einem an sich bekannten Pulverauftragsverfahren.
Auf diese Pulverhaftschicht wird dann die Roh-Keramik wiederum in Form eines Pulvers
aus 97 % Aluminiumoxid (Al2O3) und 3 % Titandioxid (Ti02) aufgetragen. Aurh dieser Palverauftrag wird mit einem an sich bekannten Auftragsverfahren
erzielt. Damit ist die erfindungsgemäße Stützspange hergestellt und einsatzbereit.
Erforderlichenfalls kann aber zuvor die Stützspange gebrannt werden, so daß sich die
Roh-Keramik zur fertigen Keramik ausbildet und über die Haftschicht mit dem Grundkörper
der metallischen Stützspange beständig verbindet.
[0009] Solche Stützspangen schmelzen in keiner Weise ein und bieten durch ihre inhärente
Oberflächenrauhigkeit eine gute Verkrallung des Stahlgusses.
[0010] Es sei noch darauf hingewiesen, daß das spezielle Haftpulver aus Nickel und Aluminium
eine nicht rostende Ausrüstung der metallischen Stützspange bedeutet.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 die Gesamtansicht einer beispielhaften Stützspange;
Figur 2 den Querschnitt entlang der Schnittlinie A-B der Stützspange gemäß der Erfindung.
[0012] In der Figur 1 ist die typische Form einer Stützspange 1 zu erkennen. Sie ist aus
einem gestreckten Grundkörper gebildet, dessen Enden gleichseitig abgewinkelt sind.
In der Mitte ist eine Aufbauchung zu erkennen, der eine Querschnittsverjüngung der
Stützspange entspricht.
[0013] In Figur 2 ist der Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Stützspange gemäß Figur
1 entlang der dortigen Schnittlinie A-B dargestellt. Der metallische Grundkörper 4
der Stützspange ist von der Haftschicht 3 umgeben. Auf dieser Haftschicht 3 ist die
keramische Außenschicht 2 angeordnet.
1. Metallische Stützspange für die Gießerei, insbesondere von Verbrennungsmotorblöcken,
insbesondere in Sand-Guß-Formen,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine keramische Außenschicht besitzt.
2. Metallische Stützspange nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenschicht aus Roh-Keramik besteht.
3. Metallische Stützspange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Keramik aus 97 % Aluminiumoxid (A1203) und 3 % Titandioxid (Ti02) besteht.
4. Metallische Stützspange nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß unter der keramischen Außenschicht auf der Oberfläche der Stützspange eine Haftschicht
angeordnet ist.
5. Metallische Stützspange nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haftschicht aus 96 % Nickel und 4 % Aluminium besteht.