(19)
(11) EP 0 131 645 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.01.1985  Patentblatt  1985/04

(21) Anmeldenummer: 83107014.9

(22) Anmeldetag:  18.07.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A47G 1/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: Atelier Stemmle AG
CH-8037 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • Stemmle, Josef
    CH-8049 Zürich (CH)

(74) Vertreter: Blum, Rudolf Emil Ernst et al
c/o E. Blum & Co Patentanwälte Vorderberg 11
8044 Zürich
8044 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Wechselrahmen


    (57) Der Wechselrahmen weist zwei innerhalb der Rahmenteile auf Abstand gehaltene durchsichtige Platten (5) auf. Drei Rahmenteile (1, 2,3) sind miteinander und mit den Platten (5) fest verbunden. In den zwischen den Platten (5) bestehenden Hohlraum (12) sind Bild- und Schriftwerke so eingelegt, dass die jeweils von beiden Seiten aus betrachtet werden können. Danach wird der vierte Rahmenteil (4) aufgeschoben und der Hohlraum (12) verschlossen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Wechselrahmen.

    [0002] Wechselrahmen sind allgemein bekannt. Trotzdem sie verschiedene Rahmenkonstruktionen, Halterungen, usw. aufweisen, weisen sie im wesentlichen eine Rückwand und eine Glasscheibe auf, zwischen denen jeweils das Bild, die Fotografie, usw., angeordnet ist.

    [0003] Bei den bekannten Wechselrahmen wird davon ausgegangen, dass ein Bild einem Betrachter jeweils nur von einer Seite darzubieten ist. Dieses trifft solange zu wie eine Legende zu diesem Bild weder erforderlich noch erwünscht ist. Insbesondere bei Ausstellungen ist jedoch letztere ein wesentlicher Bestandteil. Diese Legenden wurden deshalb bisher in separaten Wechselrahmen neben den betreffenden Bildern aufgehängt, was sich sehr störend auf den Gesamteindruck der Ausstellung auswirkt und ferner die vorhandene Ausstellungsfläche stark einschränkt. Im Privatbereich wird deshalb auch auf eine Legende verzichtet.

    [0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in der Kennzeichnung des Anspruchs 1 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, einen Wechselrahmen zu schaffen, bei dem Bild und Legende jeweils im gleichen Rahmen sichbar sind, wobei der Wechselrahmen lediglich geschwenkt werden muss.

    [0005] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Anzahl auszustellender Bilder pro Ausstellungsfläche wesentlich grösser ist und das Wechseln der ausgestellten Bilder einfacher wird.

    [0006] Im folgenden sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.

    [0007] Es zeigen:

    Fig. l eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Wechselrahmen,

    Fig. 2 ein Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Rahmenabschnittes, und

    Fig. 3 ein Querschnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel eines Rahmenabschnittes.



    [0008] Wie aus den Figuren ersichtlich ist, besteht der Wechselrahmen im wesentlichen aus vier Rahmenteilen 1,2, 3,4 und zwei durchsichtigen Platten 5. Drei Rahmenteile 1,2,3 bilden einen Teilrahmen. Die Rahmenteile sind an ihren Stossflächen miteinander verklebt. Die durchsichtigen Platten 5 sind mit dem Teilrahmen punktverleimt. Auf diese Baugruppe ist der vierte Rahmenteil 4 verschiebbar angeordnet, wobei die beiden Platten 5 als Führungen und Halterungen dienen.

    [0009] Die Fig. 2 stellt einen Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Rahmenteiles dar. Der Rahmenteil hat ein U-förmiges Profil, deren äussere Ecken leicht abgerundet sind. An der Innenseite des Profiles ist im Mittelabschnitt des Steges 6 eine Rippe 7 und an den Schenkeln 8 jeweils eine Leiste 9 vorgesehen, die einander gegenüberliegen, in einem Abstand von Steg 6 von den Schenkeln 8 nach innen ragen und sich über die Länge der Rahmenteile 1,2,3 erstrecken.

    [0010] Beim in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel des Rahmenteiles ist, wie der Querschnitt zeigt, lediglich die Leiste 10 anders als beim Rahmenteil in Fig.2 ausgebildet. Hier ist die Leiste 10 als winkelförmiger, von der Innenseite des Steges 6 abstehender Abschnitt ausgebildet.

    [0011] Die durchsichtigen Platten 5 sind, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, mit Nuten 11 versehen, die in einem Abstand von der Plattenkante in einer Oberfläche der Platte 5 ausgebildet sind. Die Nuten 11 erstrecken sich jeweils über die ganze Länge der jeweiligen Platten.

    [0012] Die Platten 5 liegen an einer Seite an die Kante der Rippe 7 an. Die Leiste 9 bzw. 10 zeigt mit ihrem freien Ende in die Nut 11 auf der anderen Seite der Platte 5, wodurch die Platte 5 einerseits gegen die Rippe 7 gedrückt wird und andererseits gehalten wird. Somit entsteht ein Hohlraum 12, in den nicht dargestellte Bild-und Schriftwerke angeordnet werden können. Die Platten 5 sind an den Anlagestellen mit der Rippe 7 und der Leiste 9 bzw. 10 punktverleimt, so dass eine feste Verbindung entsteht. Der so zusammengefügte Teilrahmen bildet einen kompakten, an einer Seite offenen Wechselrahmen. Nachdem die entsprechenden Bild- und Schriftwerke, nämlich Bild und dazugehörige Legende im Hohlraum 12 eingelegt sind, wird der vierte Rahmenteil 4 in Richtung des Pfeiles A aufgeschoben und der Wechselrahmen verschlossen, wobei die Leisten 9 bzw. 10 in den Nuten 11 geführt werden. Da beide Platten 5 aus durchsichtigem Material, z.B. Plexiglas, bestehen, sind die in den Hohlraum 12 eingelegten Bild- und Schriftwerke beiderseits sichtbar. wobei es von Vorteil sein kann, wenn Klammern oder ähnliches zwischen diesen eingeschoben werden, um diese gegen die durchsichtige Platte 5 zu drücken. Dadurch können eventuell auftretende, die Betrachtung störende Reflexionen vermieden werden.

    [0013] Die Rahmenteile bestehen aus einem Kunststoff und können in verschiedenen Farben hergestellt werden.


    Ansprüche

    1. Wechselrahmen, gekennzeichnet durch einen durch drei Rahmenteile (1,2,2) gebildeten Teilrahmen, durch zwei in einem Abstand und parallel zueinander im Teilrahmen angeordnete durchsichtige Platten (5) und durch einen vierten, an den Platten (5) geführten, einschiebbaren Rahmenteil (4).
     
    2. Wechselrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rahmenteil (1,2,3,4) an der Innenseite einer Rippe (7), an der die Platten (5) an einer Seite anliegen, und zwei Leisten (9,10), an die die Platten (5) an der anderen Seite anliegen, aufweist; wobei die Berührungsstellen von Rippe und Platte bzw. von Leiste und Platte voneinander beabstandet sind.
     
    3. Wechselrahmen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rahmenteil (1,2,3,4) ein U-förmiges Profil hat, wobei die Rippe (7) im Mittelabschnitt des Steges (6) und die Leiste (9) jeweils als gerader, vom Schenkel (8) abstehender Abschnitt ausgebildet ist.
     
    4. Wechselrahmen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rahmenteil (1,2,3,4) ein U-förmiges Profil hat, wobei die Ruppe (7) im Mittelabschnitt des Steges (6) und die Leiste 10) jeweils als rechtwinkliger vom Steg (6) abstehender Abschnitt ausgebildet ist.
     
    5. Wechselrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (5) mit Nuten (11) versehen ist, die in einem Abstand von der Plattenkante in einer Oberfläche jeder Platte (5) ausgebildet sind und sich jeweils über die Platten erstrecken.
     
    6. Wechselrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass alle Rahmenteile (1,2,3) ausser dem vierten Rahmenteil (4) an ihren Stossflächen miteinander verklebt sind und an ihren Berührungsflächen mit den Platten (5) punktverleimt sind.
     
    7. Wechselrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vierte Rahmenteil (4) an einer Schmalseite des Rahmens vorgesehen ist.
     
    8. Wechselrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (5) aus Acrylglas bestehen.
     
    9. Wechselrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rahmenteil (1,2,3,4) aus Kunststoff besteht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht