[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen verstellbaren Leitapparat einer Abgasturbine,
insbesondere eines Turboladers, mit einem Kranz von konzentrisch um eine Rotorachse
angeordneten Leitschaufeln, welche jeweils zwischen zwei Endbegrenzungen um Schwenkachsen
schwenkbar sind, welche im vorderen, den ausströmkanten zugeordneten Bereich der Leitschaufeln
angeordnet sind wobei mittels eines Verstellringes die Endbegrenzungen einstellbar
sind.
[0002] In der DE-A-23 29 022 ist ein verstellbarer Leitapparat für die Leitschaufeln einer
Gasturbine beschrieben, deren Leitschaufeln um Schwenkachsen schwenkbar angeordnet
sind. Zur Verschwenkung der Leitschaufeln weisen diese im Bereich ihrer Anströmkanten
seitliche Stifte auf, die in axiale Führungsnuten eines Verstellringes eingreifen.
Die Leitschaufeln können zwar zwischen Endbegrenzungen mittels des Verstellringes
geschwenkt werden, doch ist eine freie Schwenkbarkeit der Leitschaufeln nicht gegeben.
Die Leitschaufeln sind in jedem Betriebsbereich der Gasturbine entsprechend der Einstellung
des Verstellringes zwangsgeführt.
[0003] Aus der US-A-39 57 392 ist ein Radialverdichter bekannt, dessen Diffusorkranz bewegbare
Schaufeln aufweist, um das arbeiten im stabilen Bereich sicherzustellen. Der instabile
Bereich ist insbesondere im Hinblick auf das sogenannte Pumpen sowie den Strömungsabriß
zu vermeiden. An den achsen der Schaufeln greift jeweils eine Feder an, um insbesondere
in der Nähe der Pumpgrenze ein Flattern der Schaufeln zu unterbinden. Diese Federn
sind eine notwendige Voraußsetzung und eine freie Bewegbarkeit der Schaufeln ist nicht
gegeben. Ein Verstellring zwecks definierter Vorgabe einer Winkelstellung oder eines
Einstellwinkelbereiches ist nicht vorhanden und die Schaufeln können nur zwischen
den für die jeweilige Konstruktion festliegenden Endbegrenzungen schwenken.
[0004] Ferner ist aus der US-A-40 29 433 eine Strömungsmaschine mit flexiblen, und zwar
verbiegbaren, Schaufeln bekannt. Diese Schaufeln werden unter Ausnutzung ihrer Flexibilität
in definierter Weise eingestellt, wobei eine freie Schwenkbarkeit unter den Strömungskräften
nicht gegeben ist. Zum Einstellen der Schaufeln dient eine in axialer Richtung verschiebbare
Hülse mit dreieckförmigen Aussparungen, in welche jeweils ein Zapfen einer Leitschaufel
hineinragt. Die Schaufeln sind mit ihren radial innenliegenden Enden mittels einer
Nabe festgehalten. Beim axialen Verschieben der radial außen angeordneten Hülse werden
die Schaufeln dreidimensional verformt bzw. tordiert.
[0005] Der Erfindung liegt Aufgabe zugrunde, einen Leitapparat der eingangs genannten Art
vorzuschlagen, welcher einen vergleichsweise einfachen konstruktiven Aufbau aufweist
und bei welchem die Verstellkräfte auch nur in einer Richtung aufzubringen sind. Darüberhinaus
sollen Spalt- und/oder Stoßverluste im Hinblick auf einen niedrigen Verbrauch reduziert
werden. Schließlich soll auch die Einleitung der Verstellkraft zu dem Verstellring
in einfacher Weise und darüberhinaus auch an der jeweils gewünschten Stelle erfolgen
können. Ein kompakter und gewichtsparender Aufbau und ferner eine hohe Betriebssicherheit
sollen erreicht werden. Ferner soll bei geringem Gewicht eine funktionsgerechte Anpassung
an die betrieblichen anforderungen sowie die Einbaubedingungen gegeben sein.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß der Verstellring für die Leitschaufeln
Anlageflächen aufweist, die für die jeweilige Leitschaufel die eine Endbegrenzung
bilden, daß die Leitschaufeln unter den Strömungskräften in dem mittels des Verstellringes
einstellbaren Winkelbereich frei schwenkbar sind und daß der Verstellring im inneren
des Strömungskanales angeordnet ist und/oder einen Teil der Wand des Strömungskanales
bildet.
[0007] Der vorgeschlagene Leitapparat weist einen vergleichsweise einfachen konstruktiven
Aufbau auf, und Verstellkräfte sind nur in einer Richtung aufzubringen. Innerhalb
der durch die Endbegrenzungen vorgegebenen Grenzen erfolgt bei Normalbetrieb bzw.
im Teillastbereich eine automatische Einstellung der Leitschaufeln entsprechend der
Stromlinienrichtung. Somit wird eine nicht unerhebliche Reduzierung von Spalt- und
Stoßverlusten im Teillastbereich erreicht, wenn kein oder auch nur ein geringer Ladedruck
für den Motor erforderlich ist. In diesem Betriebsbereich stellen sich somit die frei
schwenkbaren Leitschaufeln auf "Minimalverlust" ein, ohne daß hierfür ein hoher Kontroll-
und Regelaufwand, wie es bei zwangsgeführten Leitschaufeln erforderlich wäre, vorzunehmen
ist. Darüberhinaus muß festgehalten werden, daß bei erhöhtem Ladedruck im Vergleich
mit voll geführten Leitschaufeln übereinstimmende Ergebnisse erzielt werden. Der Leitapparat
weist eine hohe Betriebssicherheit bei einer einfachen Bauweise auf, wobei die Verstellkraft
praktisch an jedem gewünschten Punkt eingeleitet werden kann; eine Anpassung an die
jeweiligen Einbauverhältnisse kann ohne Schwierigkeiten erfolgen. Der Verstellring
kann einstückig ausgebildet sein oder aus mehreren Einzelteilen bzw. Segmenten bestehen.
Die schwenkbaren Leitschaufeln werden nicht durch ein äußeres, an ihren Schwenkachsen
angreifendes Drehmoment verstellt, sondern sind im Teillastbereich zwischen den variablen
Endbegrenzungen frei schwenkbar. Andererseits werden die Leitschaufeln bei weiterer
Belastung aufgrund den aus der Strömung resultierenden Schaufelkräften, die zwischen
der Schwenkachse und der einstellbaren Endbegrenzung angreifen, auf den jeweils durch
die Endbegrenzung vorgegebenen größtmöglichen Winkel aufgedreht. Die Einstellung der
Endbegrenzung kann bei einem Turbolader beispielsweise nach der Ladedruckcharakteristik
erfolgen. Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, daß bei anderen Abbgasturbinen
die Einstellbarkeit entsprechend den jeweils zweckmäßigen Parametern vorgenommen werden
kann. Es ist ersichtlich, daß aufgrund der Einstellbarkeit in Abhängigkeit von vorwählbaren
Parametern eine optimale Anpassung an die jeweiligen Anforderungen und Einsatzbedingungen
durchführbar ist.
[0008] In einer besonderen Ausgestaltung ist der Leitapparat für ein zentripetal durchströmtes
Laufrad dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellring an zum Strömungskanal gerichteten
Vorsprüngen die sägezahnförmigen Anlageflächen für die freien Enden der Leitschaufeln
aufweist. Die sägezahnförmigen Auflageflächen weisen zur Rotorachse einen geringeren
Abstand auf als die Schwenkachsen. Die Kurvenform kann den jeweiligen Anforderungen
entsprechend vorgegeben werden. Zweckmäßig sind die Kurven derart vorgegeben, daß
einem Verstellwinkel des Verstellringes auch ein definierter Verstellwinkel der Schaufeln
zugeordnet ist, wobei vor allem auch eine lineare Abhängigkeit ohne Schwierigkeiten
vorgegeben werden kann.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform sind die Anlageflächen des Verstellringes in Führungsnuten
angeordnet, in welche die Leitschaufeln jeweils mit einem seitlichen Stift eingreifen.
aufgrund der seitlichen anordnung des Stiftes bleibt der Durchtrittsbereich zwischen
den Leitschaufeln frei.
[0010] In einer alternativen Ausführungsform sind die Anlageflächen des Verstellringes jeweils
an einem Führungsstift angeordnet, der jeweils in eine an der Stirnseite der Leitschaufel
vorgesehene Führungsnut eingreift oder auf welchem die Leitschaufel mit der stromabwärts
gelegenen Profilseite aufliegt. Bei dieser Ausführungsform bildet der zweckmäßig mit
dem Verstellring direkt verbundene Führungsstift eine zuverlässige Auflagerung bzw.
Begrenzung für die Leitschaufel, wobei auch hier ein geringer Fertigungsaufwand erforderlich
ist.
[0011] Bei einer weiteren Ausführungsform des Leitapparates ist für ein axial durchströmtes
Laufrad die Anlagefläche an einer axialen Stirnfläche des als Hohlring ausgebildeten
Verstellringes angeordnet, an welcher Stirnfläche die freien Enden der Leitschaufeln
teilweise aufliegen. Auch bei dieser Ausführungsform befindet sich der Verstellring
in Strömungsrichtung hinter den Schwenkachsen, so daß das durch die Schaufelkräfte
bewirkte Aufdrehen durch das Anlagen der freien Enden an den Verstellring begrenzt
wird.
[0012] In einer alternativen Ausführungsform sind wenigstens zwei Leitschaufeln miteinander
gekoppelt und gemeinsam frei schwenkbar angeordnet. Die einzelnen Leitschaufeln sind
also nicht mehr unabhängig voneinander frei schwenkbar, sondern es sind die jeweils
miteinander gekoppelten Leitschaufeln gemeinsam frei schwenkbar. Im Rahmen dieser
Erfindung sind über den Umfang verteilt somit die einzelnen Schaufeln zu Gruppen zusammengefaßt.
Die miteinander gekoppelten Leitschaufeln weisen folglich untereinander gleiche Anstellwinkel
auf, wodurch eine besonders gleichförmige Anströmung des Turbinenrades gewährleistet
wird. Darüberhinaus kann aufgrund der erfindungsgemäßen Kopplung verschiedener Leitschaufeln
ein nachteiliges Schwingen bzw. Flattern, wie es bei einzelnen Schaufeln unter Umständen
eintreten kann, unterbunden werden. Von der gesamten Anzahl der Leitschaufeln sind
jeweils zwei miteinander verbunden, wobei den jeweiligen Anforderungen entsprechend
auch mehr als zwei Schaufeln, insbesondere mittels eines Hebels oder dergleichen,
miteinander verbunden sind.
[0013] Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch einen Längsschnitt durch eine Abgasturbine,
Fig. 2 teilweise eine Ansicht in Blickrichtung A) bzw. einen Schnitt entlang Schnittlinie
II gem. Fig.1,
Fig. 3 eine prinzipielle Darstellung eines Axialschnittes durch den Strömungskanal
von Axial-Leitschaufeln,
Fig. 4 teilweise eine in die Zeichenebene projezierte Ansicht in Blickrichtung B)
gem. Fig.3,
Fig. 5 eine Ansicht ähnlich Fig. 4, wobei jedoch drei Leitschaufeln mittels eines
Hebels aneinander gekoppelt sind.
[0014] Fig. 1 zeigt rein schematisch eine Abgasturbine mit einem zentripetal durchströmten
Laufrad 2. Es ist ein spiralförmiger Einströmkanal 4 vorhanden, durch welchen in gewohnter
Weise das radial nach innen strömende Abgas zu den über den Umfang verteilt angeordneten
Leitschaufeln 6 gelangt. Die Leitschaufeln 6 sind in einem Gehäuse 8 um eine Schwenkachse
10 schwenkbar angeordnet, wobei die Schwenkachse sich im Bereich der Anströmkante
11 befindet. Im Gehäuse 8 ist ferner ein in geeigneter Weise um die Rotorachse 12
drehbarer Verstellring 14 angeordnet. Die Leitschaufeln liegen mit ihren freien, radial
nach innen weisenden Enden 16 auf einem Vorsprung 18 des Verstellringes 14 auf. Der
Verstellring 14 bzw. der Vorsprung 18, wobei entsprechende Vorsprünge auch für die
übrigen über den Umfang verteilten Leitschaufeln vorhanden sind, weist eine nachfolgend
noch zu erläuternde sägezahnförmige Kontur auf. Durch diese Vorsprünge 18 sind für
die jeweiligen Leitschaufeln 6 innere Endbegrenzungen geschaffen, an welchen sich
die Leitschaufeln bei zunehmender Belastung anlegen; im übrigen sind die Leitschaufeln
um ihre Schwenkachse 10 frei schwenkbar. Mittels geeigneter Verstellmittel, welche
bevorzugt pneumatisch oder auch mechanisch ausgebildet sind, ist der Verstellring
14 in die gewünschte Winkelstellung bezüglich der Rotorachse 12 einstellbar.
[0015] Fig. 2 zeigt im linken Teil eine Ansicht in Blickrichtung A und ferner im rechten
Teil einen Schnitt entlang Schnittlinie II gem. Fig. 1. Der Verstellring 14 weist
an seiner radialen Außenfläche die sägezahnförmig ausgebildeten Vorsprünge 18 auf,
wobei jede Leitschaufel 6 ein derartiger Vorsprung 18 zugeordnet ist. In der Zeichnung
ist die Stellung gezeigt, in welcher der Strömungsquerschnitt zwischen den Leitschaufeln
am größten ist. Durch Drehen des Verstellringes 14 um die Rotorachse 12 in Richtung
des Pfeiles 20 wird der Strömungsquerschnitt verringert. Die freien Enden 16 der Leitschaufeln
6 werden auf der sägezahnförmigen Kontur in radialer Richtung nach außen bewegt. Durch
den derart ausgebildeten Verstellring 14 ist die innere variable Endbegrenzung für
die Leitschaufein 6 geschaffen. Die äußere Endbegrenzung wird bei dieser erfindungsgemäßen
Ausführungsform durch die Umfangsrichtung jeweils nächst folgende Leitschaufel gebildet.
Bei geringer Belastung stellen sich die Leitschaufeln 6 entsprechend der Druck- und
Strömungsverhältnisse zwischen diesen beiden Endbegrenzungen ein, wodurch Spalt- und
Stoßverluste auf ein Minimum reduziert werden und folglich in diesem Teillastbereich,
im Vergleich zu voll geführten Leitschaufeln, sich nicht unerheblich geringere Verluste
ergeben. Erfindungsgemäß sind die sägezahnförmigen Kurven bzw. Oberflächen der Vorsprünge
18 derart ausgebildet, daß eine proportinale Abhängigkeit zwischen der Änderung des
Drehwinkels des Verstellringes 14 und der Änderung des Einstellwinkels der Leitschaufeln
6 gegeben ist. Ferner ist von wesentlicher Bedeutung, daß im Bereich der Vorsprünge
18 des Verstellringes 14 und somit im Bereich der Abströmkanten bzw. der freien Enden
der Leitschaufein 6 eine Verengung der Strömungsbreite gegeben ist.
[0016] Fig. 3 zeigt rein schematisch den Leitapparat für eine Abgasturbine mit einem hier
nicht weiter dargestellten axial durchströmten Leitrad. Konzentrisch zur Rotorachse
12 ist der Verstellring 14 zu sehen, welcher hier als ein Hohlring ausgebildet ist
und welcher erfindungsgemäß im Strömungskanal radial außen angeordnet ist. Die Leitschaufeln
6 sind um im wesentlichen radial ausgerichtete Schwenkachsen 10 schwenkbar, welche
sich am vordern Ende bzw. im Bereich der Anströmkanten befinden. Das freie Ende bzw.
die Abströmkante der Leitschaufel 6 liegt mit einem kleinen, radial außen liegenden
Teil an der Stirnfläche des Verstellringes 14 an. Der Verstellring 14 ist in geeigneter
Weise im Gehäuse 22 geführt, und er ist parallel zur Rotorachse 12 beispielsweise
über einen Bolzen 24 verstellbar.
[0017] Fig. 4 zeigt in die Zeichenebene projeziert einen Teil des Leitapparates in Blickrichtung
B gem. Fig. 3. Das Gehäuse 22 weist für den Bolzen 24 einen schräg liegenden Schlitz
26 auf, so daß nicht nur eine axiale Verstellbarkeit in Richtung der Rotorachse sondern
gleichzeitig auch eine Drehung um die Rotorachse für den Verstellring 14 gegeben ist.
Erfindungsgemäß ist dadurch eine leichte Einstellbarkeit des Verstellringes gewährleistet.
Die Leitschaufeln 6 liegen, wie in Verbindung mit Fig. 3 ohne weiteres erkennbar,
mit dem äußeren Teil ihrer Abströmkante an dem Verstellring 14 an, der somit die eine
Endbegrenzung bildet. Durch Bewegung des Verstellringes 14 in Richtung des Pfeiles
20 wird auch bei dieser Ausführungsform die Endbegrenzung verändert. Es bedarf keiner
besonderen Hervorhebung, daß die andere Endbegrenzung durch die benachbarte Leitschaufel
jeweils gegeben ist. Mit zunehmendem Ladedruck wird die durch den Pfeil 28 angedeutete
Kraftkomponente des einströmenden Mediums größer, wodurch die Leitschaufeln 6 fest
an die mittels des Verstellringes 14 vorgegebene Endbegrenzung gedrückt werden. Bei
geringerem Ladedruck, also im Teillastbereich, geht die genannte Komponente gegen
Null, und die erfindungsgemäß zwischen den Endbegrenzungen frei schwenkbaren Leitschaufeln
stellen sich in die jeweils günstigste Winkelstellung automatisch ein. Eine nicht
unwesentliche Reduzierung von Spalt- und Stoßverlusten ist gegeben.
[0018] In Fig. 5 ist eine Ansicht ähnlich wie Fig. 4 gezeigt, wobei jedoch die drei dargestellten
Leitschaufein 6 mittels eines Hebels 30 aneinander gekoppelt sind. Im übrigen gilt
hierzu die Beschreibung von Fig. 4 entsprechend. Mittels des Hebels 30 sind die drei
Leitschaufeln 6 derart miteinander gekoppelt, daß sie gemeinsam um ihre Schwenkachsen
10 schwenkbar sind und somit im Teillastbereich jeweils die gleiche Winkelstellung
einnehmen. Über den Umfang verteilt sind selbstverständlich auch die übrigen hier
nicht dargestellten Leitschaufeln jeweils in Gruppen aneinander gekoppelt. Im Gegensatz
zu Ausführungsformen mit einzeln schwenkbaren Schaufeln, welche aufgrund der Spiralenströmung
leicht voneinander abweichende Stellwinkel einnehmen, nehmen die derart miteinander
gekoppelten Leitschaufeln jeweils die gleiche Winkelstellung ein. Die Gleichförmigkeit
der Anströmung des Turbinenrades wird nicht unwesentlich verbessert und Schwingungen
einzelner Schaufeln können unterbunden werden. Bezugszeichenliste
2 Laufrad
4 Einströmkanal
6 Leitschaufel
8 Gehäuse
10 Schwenkachse
11 Anströmkante
12 Rotorachse
14 Verstellring
16 freies Ende
18 Vorsprung
20 Pfeil
22 Gehäuse
24 Bolzen
26 Schlitz
28 Pfeil
30 Hebel
1. Verstellbarer Leitapparat einer Abgasturbine, insbesondere eines Turboladers, mit
einem Kranz von konzentrisch um eine Rotorachse angeordneten Leitschaufeln, welche
jeweils zwischen zwei Endbegrenzungen um Schwenkachsen schwenkbar sind, welche im
vorderen, den Anströmkanten zugeordneten Bereich der Leitschaufeln angeordnet sind,
wobei mittels eines Verstellringes die Endbegrenzungen einstellbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellring (14) für die Leitschaufeln (6) Anlageflächen
aufweist, die für die jeweilige Leitschaufel (6) die eine Endbegrenzung bilden,
daß die Leitschaufeln (6) unter den Strömungskräften in dem mittels des Verstellringes
einstellbaren Winkelbereich frei schwenkbar sind,
und daß der Verstellring (14) im Inneren des Strömungskanales angeordnet ist und/oder
einen Teil der Wand des Strömungskanales bildet.
2. Verstellbarer Leitapparat nach Anspruch 1 für ein zentripetal durchströmtes Laufrad,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellring (14) an zum Strömungskanal gerichteten
Vorsprüngen (18) die sägezahnförmigen Anlageflächen für die freien Enden (16) der
Leitschaufeln (6) aufweist.
3. Verstellbarer Leitapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen
des Verstellringes (14) in Führungsnuten angeordnet sind, in welche die Leitschaufeln
(6) jeweils mit einem seitlichen Stift eingreifen.
4. Verstellbarer Leitapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen
des Verstellringes (14) jeweils an einem Führungsstift angeordnet sind, der jeweils
in eine an der Stirnseite der Leitschaufel (6) vorgesehene Führungsnut eingreift oder
auf welchem die Leitschaufel (6) mit der stromabwärts gelegenen Profilseite aufliegt.
5. Verstellbarer Leitapparat nach Anspruch 1 für ein axial durchströmtes Laufrad,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche an einer axialen Stirnfläche des als
Hohlring ausgebildeten Verstellringes (14) angeordnet ist, an welcher Stirnfläche
die freien Enden der Leitschaufeln (6) teilweise aufliegen.
6. Verstellbarer Leitapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens zwei der Leitschaufeln (6), insbesondere mittels eines Hebels (30),
miteinander gekoppelt und gemeinsam frei schwenkbar sind.
1. An adjustable distributor of an exhaust gas turbine, in particular of a turbo charger
with a ring of guide vanes which are arranged concentrically round a rotor axis and
are each pivotal between two end limits about pivot axes arranged in the front region
of the guide vanes connected to the inlet edges, the end limits being adjustable by
means of an adjusting ring, characterised in that the adjusting ring (14) has contact
faces for the guide vanes (6), which contact faces form an end limit for the respective
guide vane (6), in that the guide vanes (6) are freely pivotal in the angular range
adjustable by means of the adjusting ring under the flow forces, and in that the adjusting
ring (14) is arranged inside the flow duct and/or forms part of the flow duct wall.
2. An adjustable distributor according to claim 1 for a centripetally traversed wheel,
characterised in that the adjusting ring (14) has, on projections (18) directed toward
the flow duct, the saw-tooth-shaped contact faces for the free ends (16) of the guide
vanes (6).
3. An adjustable distributor according to claim 1, characterised in that the contact
faces of the adjusting ring (14) are arranged in guide grooves in which the guide
vanes (6) each engage with a lateral pin.
4. An adjustable distributor according to claim 1, characterised in that the contact
faces of the adjusting ring (14) are each arranged on a guide pin which engages in
each case into a guide groove provided on the end face of the guide vane (6) or on
which the guide vane (6) rests with the downstream profile side.
5. An adjustable distributor according to claim 1 for an axially traversed wheel,
characterised in that the contact face is arranged on an axial end face of the adjusting
ring (14) designed as a hollow ring, on which end face the free ends of the guide
vanes (6) rest in part.
6. An adjustable distributor according to one of claims 1 to 5, characterised in that
at least two of the guide vanes (6) are coupled together, in particular by means of
a lever (30), and are freely pivotal together.
1. Aubage directeur réglable pour turbine sur gaz d'échappement, notamment pour la
turbine d'un turbo-compresseur, comprenant une couronne d'aubes directrices disposées
concentriquement autour de l'axe du rotor et qui peuvent osciller chacune entre deux
limites de fin de course, autour d'axes d'articulation qui sont disposés dans la région
avant, dirigée vers le bord d'attaque, des aubes directrices, et dans lequel on peut
régler les limites de fin de course au moyen d'une couronne de réglage, caracterise
en ce que la couronne de réglage (14) agissant sur les aubes directrices (6) présente
des surfaces de contact qui forment l'une des limites de fin de course pour chacune
des aubes directrices, en ce que les aubes directrices (6) peuvent osciller librement
sous l'effet des forces aérodynamiques dans la plage angulaire qui peut être réglée
au moyen de la couronne de réglage, et en ce que la couronne de réglage (14) est disposée
dans le volume intérieur du canal d'accouplement et/ou forme une partie de la paroi
du canal d'écoulement.
2. Aubage directeur réglable selon la revendication 1, pour une turbine parcourue
par le flux dans la direction centripète, caracterise en ce que la couronne de réglage
(14) présente sur des bossages (18) dirigés vers le canal d'écoulement les surfaces
d'appui en dents de scie sur lesquelles portent les extrémités libres (16) des aubes
directrices (6).
3. Aubage directeur réglable selon la revendication 1, caracterise en ce que les surfaces
d'appui de la couronne de réglage (14) sont disposées dans des rainures de guidage
dans lesquelles les aubes directrices (6) sont engagées, chacune par un doigt latéral.
4. Aubage directeur réglable selon la revendication 1, caracterise en ce que les surfaces
d,appui de la couronne de réglage (14) sont associées chacune à un doigt de guidage
qui s'engage dans une rainure de guidage prévue sur une face frontale des aubes directrices
(6), ou sur lequel l'aube directrice (6) s'appuie par le Côté de son profil situé
en aval.
5. Aubage directeur réglable selon la revendication 1, pour une roue de turbine parcourue
par un flux axial, caracterise en ce que la surface d'appui est disposée sur une surface
frontale axiale de la couronne de réglage (14) réalisée sous la forme d'une couronne
creuse et une surface frontale contre laquelle les extrémités libres des aubes directrices
(6) sont partiellement appuyées.
6. Aubage directeur réglable selon l'une des revendication 1 à 5, caracterise en ce
qu'au moins deux des aubes directrices (6) sont accouplées l'une à l'autre, en particulier
au moyen d'une biellette (30) et peuvent osciller librement conjointement.