[0001] Streufahrzeug mit aufgesetztem Winterdienst-Streugerät
[0002] Die Erfindung betrifft ein Streufahrzeug mit aufgesetztem Winterdienst-Streugerät
für feste und/oder flüssige Streustoffe, welches wenigstens einen Streugutbehälter
und eine in Fahrtrichtung hinter dem Streugutbehälter angeordnete Streuvorrichtung
mit einem um eine im wesentlichen vertikale Achse rotierenden Streuteller aufweist,
von dem das Streugut fächerartig ausgestreut wird. Winterdienst-Streugeräte neuerer
Bauart sind in der Regel so eingerichtet, daß sie in der Lage sind sowohl sogenanntes
abstumpfendes Streugut, nämlich Sand oder Splitt als auch Taustoffe, insbesondere
Salze in trockenem oder angefeuchtetem Zustand auszustreuen. Dabei wird Streusalz
häufig vor oder während des Ausstreuvorganges mit einer dosiert beigegebenen Flüssigkeit
angefeuchtet, damit es auf den Verkehrsflächen besser haftet und sowohl während als
auch nach dem Ausstreuen durch den natürlichen Wind oder den Fahrtwind des Streufahrzeuges
oder anderer Fahrzeuge wesentlich weniger der Gefahr ausgesetzt ist, verweht zu werden.
(DE-PS 2() 32 794)
[0003] Die Erfahrung zeigt, daß insbesondere bei schnellfahrenden Streufahrzeugen, z. B.
auf Autobahnen und Schnellstraßen, infolge des an der Rückseite entstehenden Soges
bzw. der dort auftretenden Luftturbulenzen auch bei angefeuchtetem Streugut noch sehr
große Verwirbelungs- und Verwehungseffekte auftreten, die ein gezieltes Ausstreuen
des Streugutes auf die Verkehrsflächen stark beeinträchtigen, und zu großen Streugutverlusten
führen können. Dadurch wird nicht nur ein erheblicher Teil des Streugutes zwecklos
vergeudet sondern es wird dadurch auch Streugut auf Kulturen abgelagert, die an die
zu bestreuenden Verkehrsflächen angrenzen, wo das Streugut, insbesondere wenn es sich
um Taustoffe handelt, erhebliche Schäden verursachen kann.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde Winterdienst-Streufahrzeuge der genannten
Art mit einer Vorrichtung zu versehen, durch welche auf einfache Weise der die Verwirbelungs-
und Verwehungseffekte verursachende Sog und die Luftturbulenzen beseitigt bzw. unschädlich
gemacht werden und somit ein gezielteres, sparsameres und Umweltschäden verminderndes
Ausstreuen des Streugutes ermöglicht wird.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß oberhalb der Streuvorrichtung
eine die Umrißlinien des Streufahrzeuges und/oder des Streugutbehälters seitlich und/oder
nach oben überragende Fahrtwindleitfläche angeordnet ist, die den erfaßten Fahrtwind
nach unten auf den vom Streuteller erzeugten Streugutfächer leitet.
[0006] Diese Vorrichtung hat nicht nur den Vorzug, sich einfach und mit verhältnismäßig
geringem Kostenaufwand realisieren zu lassen bzw. auch nachträglich an bereits am
Einsatzort befindliche Streufahrzeuge bzw. Winterdienst-Streugeräte montieren zu lassen,
sondern sie besitzt die vorteilhafte Eigenschaft, daß sich ihr beabsichtigter Effekt
selbsttätig an die jeweils gegebene Fahrgeschwindigkeit des Winterdienst-Streufahrzeuges
anpaßt und daß auch schon bei geringer Fahrgeschwindigkeit das den Streuteller fächerförmig
verlassende Streugut während seines Fluges, durch die von oben nach unten gerichtete
Luftströmung unmittelbar auf die zu bestreuende Verkehrsfläche gedrückt wird und daß
schädliche Luftwirbel nahezu vollständig unterdrückt werden. Durch diese nach unten
gerichtete von der Fahrtwindleitfläche erzeugte Luftströmung wird zusätzlich noch
der Vorteil erzielt, daß die bei der bisherigen Salz-, insbesondere aber Feuchtsalzstreuung
auftretende Krustenbildung an Streugeräteteilen und Fahrzeugteilen nahezu vollständig
zumindest aber weitgehend verhindert wird.
[0007] Somit trägt die erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich noch zur Verbesserung der
Betriebssicherheit bei, denn solche Verkrustungen von Streusalz an Fahrzeug-bzw. an
Streugeräteteilen führen oft zu Betriebsstörungen bzw. zu Materialbeschädigungen.
[0008] In ihrer einfachsten Ausführungsform, kann die Fahrtwindleitfläche aus einer ebenen
oder nach hinten gewölbten Wand, z. B. aus einer Blechtafel oder aus einer Kunststofftafel
bestehen.
[0009] Um jedoch eine größere, für höhere Fahrgeschwindigkeiten besser geeignete Stabilität
und Wirkungsweise zu erzielen, ist es zweckmäßiger, wenn die Fahrtwindleitfläche Teil
eines haubenartigen Windtunnels ist, der beidseitig zumindest annähernd parallel zur
Längsachse des Fahrzeuges und/oder des Streugutbehälters verlaufende Wandelemente
und eine diese Wandelemente verbindende, die obere Umrißlinie des Streugutbehälters
in vertikalem Abstand überspannende Dachwand aufweist.
[0010] Insbesondere für Streugut mit hohem spezifischem Gewicht und/oder mit guten Hafteigenschaften,
wie z. B. für Feuchtsalz, kann es bei bestimmten Fahrgeschwindigkeiten, von Vorteil
sein, wenn die Fahrtwindleitfläche eine muschelartig gewölbte, sich nach unten verengende
Form mit einem etwa halbkreis- oder halbellipsenförmigen unteren Begrenzungsrand aufweist.
[0011] Durch eine solche Formgebung kann ein erhöhter bzw. konzentrierterer nach unten gerichteter
Luftdruck erzeugt werden, der sich auf das Streugut auswirkt.
[0012] Am zweckmäßigsten ist es, wenn die Fahrtwindleitfläche mittels Abstandhaltern unmittelbar
am hinteren Ende des Streugutbehälters befestigt ist.
[0013] Es ist auch denkbar, die Fahrtwindleitfläche durch geeignete Verbindungselemente
unmittelbar am Fahrzeug zu befestigen. Da die Fahrtwindleitfläche jedoch nur in Verbindung
mit dem Winterdienst-Streugerät, zudem auch der Streugutbehälter gehört, verwendet
wird, ist es sinnvoller, die Fahrtwindleitfläche unmittelbar am Streugutbehälter zu
befestigen, so daß sie zu dem im bezug auf den Streuteller eine feste Lage einnimmt.
[0014] Zweckmäßig ist es darüber hinaus, wenn die Abstandhalter gelenkig an der Fahrtwindleitfläche
und/oder am Streugutbehälter befestigt sind und die Neigung der Fahrtwindleitfläche
einstellbar ist. Mit Hilfe der gelenkig an der Fahrtwindleitfläche und/oder am Streugutbehälter
befestigten Abstandhalter läßt sich nicht nur die jeweils bezüglich einer vorgegebenen
Fahrgeschwindigkeit oder bezüglich des jeweils auszubringenden Streugutes günstigste
Neigung der Fahrtwindleitfläche einstellen sondern es ist auch möglich, die Fahrtwindleitfläche
in ihrer Höhe im bezug auf die Streutellerlage in ihre jeweils günstigste Position
zu bringen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Fahrtwindleitfläche
aus ihrer Gebrauchslage in eine zumindest annähernd fahrtwindneutrale Stellung bringbar
und in dieser fixierbar ist. Durch diese Ausgestaltung soll es möglich sein, die Fahrtwindleitfläche
für Uberlandfahrten zum Einsatzort oder vom Einsatzort zum Heimatstandort in eine
Lage zu bringen, in der sie den geringstmöglichen Luftwiderstand erzeugt, ohne vollständig
demontiert werden zu müssen.
[0015] Anhand der Zeichnung werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung im folgenden
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Winterdienst-Streufahrzeug mit aufgesetztem Winterdienst-Streugerät in
Seitenansicht
Fig. 2 den hinteren Abschnitt des Winterdienst-Streugerätes der Fig. 1 mit einem aufgesetzten
Fahrtwindtunnel
Fig. 3 den hinteren Abschnitt des Winterdienst-Streugerätes der Fig. 1 in perspektivischer
Darstellung mit einem anderen Fahrtwindtunnel
Fig. 4 das Winterdienst-Streugerät der Fig. 1 in perspektivischer Darstellung mit
einer aus einer gewölbten Wand bestehenden Fahrtwindleitfläche
Fig. 5 das Winterdienst-Streugerät der Fig. 1 mit einer weiteren Ausführungsform eines
Fahrtwindtunnels
Fig. 6 das Winterdienst-Streugerät der Fig. 1 mit einer weiteren Ausführungsform eines
muschelartigen Fahrtwindtunnels.
[0016] In Fig. 1 ist in Seitenansicht ein Lastkraftfahrzeug 1 dargestellt, auf dessen Ladepritsche
2 ein Winterdienst-Streugerät 3 aufgesetzt ist. Das Winterdienst-Streugerät 5 weist
einen Streugutbehälter 4 auf, der aus einem Blechkörper mit schrägen, zu einer Fördermulde
5 führenden Wänden 6 und einem oberen Rechteckrahmen 7 besteht und drei horizontale
quer verlaufende Fußholme 8 sowie seitliche Stützen 9 besitzt. Im Förderschacht 5
befindet sich eine in der Zeichnung nicht sichtbare längsverlaufende Förderschnecke,
die von einem Hydraulikmotor 10 fahrgeschwindigkeitsproportional angetrieben wird
und das Streugut durch ein horizontales Förderrohr 11 in ein Fallrohr 12 einer Streuvorrichtung
13 befördert, durch welches es über eine Rutsche 14 auf einen um eine vertikale Achse
15 rotierenden Streuteller 16 gelangt, der es fächerartig auf die zu bestreuende Verkehrsfläche
17 ausstreut. Es ist aus der Fig. 1 ohne weiteres erkennbar, daß sich die Streuvorrichtung
13 in Fahrtrichtung des Pfeiles 18 gesehen hinter dem Streugutbehälter 4 ausserhalb
der Ladepritsche 2 befindet und daß der Streuteller 16 mit einem verhältnismäßig geringen
vertikalen Abstand über der zu bestreuenden Verkehrsfläche 17 angeordnet ist. Oberhalb
der Streuvorrichtung 13 ist in einem gewissen Abstand von der oberen hinteren Begrenzungskante
19 des Streugutbehälters 4 eine Fahrtwindleitfläche 20 im Form einer Blechtafel 21
angeordnet, die einen unteren geraden Abschnitt 22 und einen oberen nach vorne gebogenen
Abschnitt 23 aufweist und mit seitlichen zueinander und zur Fahrzeuglängsachse parallelen
Wandelementen 24 und 25 versehen ist und mit diesen eine Art Windtunnel bildet. Mit
Hilfe mehrerer laschenartiger Abstandhalter 26, 27 und 28, die jeweils paarweise gelenkig
an den seitlichen Wandelementen 24 und 25 sowie am Rechteckrahmen 7 bzw. an besonderen
Stützelementen 29 des Streugutbehälters befestigt sind und die Fahrtwindleitfläche
20 in der gewünschten Lage halten, in welcher sie während des Streubetriebes den auftretenden
Fahrtwind, soweit sie die Umrisse des Streugutbehälters 4 überragt, erfaßt und auf
den vom Streuteller 16 erzeugten Streugutfächer lenkt, wie das durch kleine Pfeile
in Fig. 1 angedeutet ist.
[0017] Durch die gelenkige Verbindung der Abstandhalter 26, 27 und 2S ist es möglich, die
Fahrtwindleitfläche 20, wenn das Winterdienst-Streugerät 3 nicht in Betrieb ist, in
eine in Fig. 1 in gestrichelten Linien angedeutete Diese Ausführungsform der Fig.
3 hat den Vorteil, daß die oberen Umrisse des Streugutbehälters 4 von der Fahrtwindleitfläche
20/1 nicht überragt werden und daß die Fahrtwindleitfläche das Öffnen und Schließen
der Streugutbehülterabdeckung in keiner Weise behindert.
[0018] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 4 wird die Fahrtwindleitfläche 20/2 von einer schräg
gestellten nach hinten gewölbten Blechtafel 22/1gebildet, die mit seitlichen Abkantungen
24/2 und 25/2 versehen ist und mittels Abstandhaltern 26/1 sowie mit Stützlaschen
27/1 verstellbar am Rechteckrahmen 7 des Streugutbehälters 4 befestigt ist. Dabei
weist die Blechtafel 22/1eine größere Breite als der Streugutbehälter 4 auf, und ihre
Anordnung ist so getroffen, daß sie die oberen Umrisslinien des Streugutbehälters
4 ebenfalls überragt,um den erfaßten Fahrtwind während des Streubetriebes auf den
vom Streuteller 16 erzeugten Streugutfächer zu lenken.
[0019] Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform bildet die, wie bei allen anderen
Ausführungsbeispielen, oberhalb der Streuvorrichtung 15 angeordnete Fahrtwindleitfläche
20/3 gemeinsam mit zwei seitlichen vertikalen Wandelementen 24/5 und 25/3 sowie mit
einer Dachwand 21/3 einen haubenartigen Windtunnel 22/3, der die Umrisse des Streugutbehälters
4 sowohl nach oben als auch beidseitig überragt.
[0020] Stellung zu bringen und in dieser zu fixieren, in welcher diese Fahrtwindleitfunktion
weitgehend aufgehoben und der Luftwiderstand während des Fahrens möglichst gering
ist.
[0021] Bei der Ausführungsform der Fig. 3 bildet eine ebene schräg nach unten gerichtete
Fahrtwindleitfläche 20/1 mit einer ebenen Dachwand 21/1 und seitlichen Wandelementen
24/1 und 25/1 eine Windfanghaube, die nur seitlich die Umrisse des Streugutbehälters
4 überragt, also breiter ist als der Streu
gutbehälter 4 und die deshalb nur den seitlichen Fahrtwind erfaßt und nach unten auf
den Streugutfächer leitet. Dabei ist es zweckmäßig, wenn innerhalb der Windfanghaube
zusätzlich Leitbleche angeordnet sind, welche den seitlichen Fahrtwind teilweise zur
Mitte hin ablenken um über die gesamte Breite eine möglichst gleichmäßige Luftströmung
auf den Streugutfächer zu erzielen. Die Dachwand 21/1 ist mit einer rechteckigen,
der rückwärtigen Umfangslinie des Streugutbehälters 4 angepaßten Ausnehmung 21/2 versehen,
damit eine gewisse Überschneidung zwischen den seitlichen Wandelementen 24/1 und 25/1
einerseits und dem Rechteckrahmen 7 des Streugutbehälters 4 andererseits zustande
gebracht werden kann und die gesamte Windfanghaube mittels seitlichen Bolzen 30 und
31 am Rechteckrahmen 7 befestigt werden kann. Zusätzlich sind zur Befestigung der
Windfanghaube abgewinkelte Stützschienen 32 und 33 vorgesehen.
[0022] Dabei ist die die Fahrtwindleitfläche 20/3 bildende, schräg nach unten gerichtete
Rückwand dieser Windfanghaube 22/3 von einer Geraden oberen Begrenzungskante 22/4,
die zugleich die Verbindungskante mit der Dachwand 21/3 darstellt, nach unten hin
rückwärts ausladend gewölbt. Ebenso weist auch die vordere Begrenzungskante 21/4 der
Dachwand 21/3 eine nach oben ausladende Wölbung auf. Befestigt ist diese Windfanghaube
22/3 mittels jeweils paarweise angeordneter und gelenkig befestigter Abstandhalter
26/3 und 27/3, die an den seitlichen Wandelementen 24/3 und 25/3 bzw. an den seitlichen
Stützen 9 angelenkt sind. Durch zusätzliche nicht dargestellte Mittel, ist auch diese
Windfanghaube 22/3 bezüglich der Leitrichtung ihrer Fahrtwindleitfläche 22/3 verstellbar
bzw. wie in Fig. 1 angedeutet, in eine Position bringbar, in welcher sie dem Fahrtwind
einen möglichst geringen Widerstand entgegensetzt.
[0023] Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform besitzt die Fahrtwindleitfläche 20/4
eine muschelartige Hohlform mit einer etwa halbellipsenförmigen unteren Begrenzungskante
33, die einen wesentlich engeren Querschnitt begrenzt, als ihre oberen Begrenzungskanten
34, 35 und 36, die an seitliche Wandelemente 24/4 bzw. 25/4 bzw, an satteldachartige,
etwa parallel zu den Deckelflächen des Streugutbehälters 4 verlaufende Dachwandabschnitte
38 und 39 anschließen. Die so gebildete Fahrtwindfanghaube 40 überragt die Umrisse
des Streugutbehälters 4 sowohl nach oben als auch seitlich. Weil der von der unteren
halbellipsenförmigen Begrenzungskante 33 umschlossene Hohlraum jedoch querschnittsmäßig
wesentlich kleiner ist als die frontseitige Windfangfläche,entsteht eine Luftkomprimierung
und somit eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit bzw. eine Verbesserung des beabsichtigten
Zweckes, der darin besteht, das sich im Flug befindliche Streugut nach unten auf die
zu bestreuende Verkehrsfläche zu drücken. Zur Befestigung der Fahrtwindfanghaube 40
am Streugutbehälter 4 sind zwei gelenkig angeordnete Abstandhalter 26/3 wie beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 5 vorgesehen. Zudem ist auf dem Förderrohr 11 mittels eines Gelenkbockes
11' eine Stützlasche 41 angelenkt, die mittels eines Steckdornes 42 verstellbar mit
einer Stützzunge 43 verbindbar ist. Die Stützzunge 43 ist mittig in der Nähe der unteren
Begrenzungskante 33 an der die Fahrtwindleitfläche 20/4 bildenden Wand der Fahrtwindfanghaube
40 befestigt und mit einer Steckbohrung zur Aufnahme des Steckdornes 42 versehen,
während die Stützlasche 41 an ihrem oberen Ende eine Vielzahl von Steckbohrungen 44
aufweist.
[0024] Bei allen Ausführungsformen ist es ohne weiteres möglich die Fahrtwindfangfläche
auch nachträglich an einem Streugerät oder an einem Streufahrzeug zu montieren, wobei
jeweils Befestigungsmittel verwendet werden können, die eine sowohl während des Streuhetriebes
als auch ausserhalb des Streubetriebes zweckmäßige Anordnung und Einstellung der Fahrtwindleitfläche
ermöglichen.
1. Streufahrzeug mit aufgesetztem Winterdienst-Streugerät für feste und/oder flüssige
Streustoffe, welches wenigstens einen Streugutbehälter und eine in Fahrtrichtung hinter
dem Streugutbehälter angeordnete Streuvorrichtung mit einem um eine im wesentlichen
vertikale Achse rotierenden Streuteller aufweist, von dem das Streugut fächerartig
ausgestreut wird, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Streuvorrichtung (13) eine
die Umrisslinien des Streufahrzeuges und/oder des Streugutbehälters (4) seitlich und/oder
nach oben überragende Fahrtwindleitfläche (20, 20/1, 20/2, 20/3, 20/4) angeordnet
ist, die den erfaßten Fahrtwind nach unten auf den vom Streuteller (16) erzeugten
Streugutfächer leitet.
2. Streufahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrtwindleitfläche
(20/2) aus einer ebenen oder nach hinten gewölbten Wand (22/1) besteht.
3. Streufahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrtwindleitfläche
(20, 20/1, 20/3, 20/4) Teil eines haubenartigen Windtunnels oder einer Fahrtwindfanghaube
(22/3, 40) ist,der bzw. die beidseitig zumindest annähernd parallel zur Längsachse
des Fahrzeuges (1) und/oder des Streugutbehälters (4) verlaufende Wandelemente (24,
24/1, 24/2, 24/3, 24/4, 25, 25/1, 25/2, 25/3, 25/4) und eine diese Wandelemente ver- bindende, die obere Umrißlinie (19) des Streugutbehälters in vertikalem Abstand überspannende
Dachwand (21/3, 38/39) aufweist.
4. Streufahrzeug nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrtwindleitfläche
(20/4) eine muschelartig gewölbte, sich nach unten verengende Form mit einem etwa
halbkreis- oder halbellipsenförmigen unteren Begrenzungsrand (33) aufweist.
5. Streufahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fahrtwindleitfläche (20, 20/1, 20/2, 20/3, 20/4) mittels Abstandhaltern (26, 27, 28,
26/1, 26/3, 27/3, 30, 31, 32, 33) unmittelbar am hinteren Ende des Streugutbehälters
(4) befestigt ist.
6. Streufahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (26,
27, 28, 26/1, 26/3, 27/3, 30, 31, 32, 33) gelenkig an der Fahrtwindleitfläche (20,
20/1, 20/2, 20/3, 20/4) und/oder am Streugutbehälter (4) befestigt sind und daß die
Neigung der Fahrtwindleitfläche (20, 20/1, 20/2, 20/3, 20/4) einstellbar ist.
7. Streufahrzeug nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrtwindleitfläche
(20, 20/1, 20/2, 20/3, 20/4) aus ihrer Gebrauchslage in eine zumindest annähernd fahrtwindneutrale
Stellung bringbar und in dieser fixierbar ist.
8. Streufahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern der Fahrtwindfanghaube,
welche die Umrißlinie des Streugutbehälters (4) nur seitlich überragt, Leitrippen
oder Leitbleche angeordnet sind, welche den eingefangenen Fahrtwind teilweise zur
Mitte hin lenken.