[0001] Die Erfindung betrifft einen Löffelbagger der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen
Bauart, die aus der DE-PS 25 58 799 bekannt ist. Bei dieser bekannten Bauart befindet
sich vor der Fahrerkabine eine zur Oberwagenlängsachse quer verlaufende Führung, auf
der ein Schlitten quer verschiebbar ist, auf dem der Anbauhalter für den Ausleger
schwenkbar gelagert ist. Um parallel zur Längsachse des Fahrwerkes mit einem brauchbaren
Seitenversatz etwa in Verlängerung der jeweiligen Fahrspur baggern zu können, ragt
die Führung auf beiden Seiten über den Oberwagen hinaus. Die Führung besitzt auch
deshalb eins beträchtliche Länge,. damit bei in seitlicher Endstellung stehendem Schlitten
der quer vor die Führung geschwenkte Baggerausleger mit angefaltetem Löffel noch innerhalb
des durch das Gegengewicht am Oberwagen bestimmten Hüllkreises verbleibt, so daß der
Bagger auf engstem Raum verschwenkt werden kann.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Löffelbagger der eingangs definierten
Bauart dahingehend zu verbessern, daß mit geringem Bau- und Betätigungsaufwand mit
großem seitlichem Versatz gegraben werden kann, und daß sowohl beim Fahren als auch
beim Arbeiten entweder in der Hauptgrabstellung oder bei zur Längsmittelachse des
Fahrwerks seitlich versetztem Ausleger für den Fahrer gute Sichtverhältnisse gewährleistet
sind.
[0003] Im Unterschied zum eingangs genannten Stand der Technik wird diese Aufgabe gemäß
der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale a) bis d) des Anspruches 1 gelöst.
[0004] Bei dieser grundsätzlichen Ausführungsform läßt sich die auf dem seitlichen Vorsprung
des Oberwagens längs gelagerte Auslegerbaugruppe auf engstem Raum sehr einfach vor
die Fahrerkabine verschwenken, so daß bei beengtem Arbeitsplatz das Grabgut nach Heranführen
und Verschwenken des Oberwagens rückwärtig abgeladen werden kann. Die bequeme Querverschwenkung
der Baugruppe dient in der Fahrstellung außerdem zur Konzentration des Gesamtschwerpunktes
auf den Bereich des Fahrwerkes, wobei dann der Fahrer aufgrund des abgewinkelten Auslegers,des
dadurch entstehenden mittleren Freiraums und der in die Oberwagenmitte gelegt Fahrerkabine
mit freier Frontseite eine unbehinderte Sicht hat.
[0005] Gemäß einem weiteren wichtigen Gesichtspunkt der Erfindung ragt der Oberwagen weder
in der Fahrstellung mit quer in die eine Endstellung verschwenkter Auslegerbaugruppe
noch in einer Hauptgrabstellung, in der sich die zweite Achse im Bereich zwischen
der Fahrspur und der Fahrzeuglängsmittellinie befindet, seitlich über das Fahrwerk
hinaus. Dadurch hat der Fahrer die Möglichkeit, wie beim Arbeiten mit herkömmlichen
Baggern seinen Ausleger in Längsrichtung zwischen die beiden Fahrspuren einzustellen,
wobei diese Arbeitsweise keine angespannte Aufmerksamkeit erfordert. Da auf dem Oberwagen
seitliche Begrenzungsabschnitte vorgesehen sind, die in der einen oder anderen Stellung
ungefähr parallel zu der jeweiligen Fahrspur verlaufen, fällt es dem Fahrer leicht,
sich an diesen Begrenzungsabschnitten zu orientieren bzw. diese mit der Fahrspur zur
Ausfluchtung zu bringen, wenn er von der einen in die andere Stellung verschwenkt.
[0006] Neben der Hauptgrabstellung und der Fahrstellung, in denen der Oberwagen mindestens
seitlich nicht über das Fahrwerk hinausragt, sind beliebig viele verschiedene Schwenkstellungen
des Oberwagens möglich, um mit mehr oder weniger großem Seitenversatz zu graben, wobei
der Abstand zwischen der ersten und zweiten Schwenkachse vorzugsweise so bemessen
sein kann, daß die zweite senkrechte Achse bis über die jeweilig Fahrspur hinaus verschwenkt
und somit jenseits außerhalb der Fahrspuren gegraben werden kann. Von großer praktischer
Bedeutung ist außerdem, daß mit dem erfindungsgemäßen Löffelbagger von der Hauptgrabstellung
oder von der Fahrstellung aus mit quer zur Längsachse des Fahrwerkes eingestelltem
Ausleger Baggerarbeiten ausgeführt werden können, beispielsweise an Gräben und Böschungen
von Straßen und Schienenwegen, wo der Oberwagen nicht über die Fahrwerksaußenkante
hinausragen darf und folglich jegliche Oberwagenschwenkungen unterbleiben müssen.
Bei solchen Arbeiten besteht häufig die Forderung, die Böschung heran bis ans Fahrwerk
bzw. an die Schiene zu bearbeiten, entlang der Böschungsneigung glatt zu ziehen oder
dort Reinigungsarbeiten durchzuführen.
[0007] Zweckmäßigerweise reicht der vom Anbauhalter ausgehende Abschnitt des abgewinkelten
Auslegers bei etwa senkrechter Endstellung wenigstens bis in Augenhöhe des Fahrers,
so daß der daran anschließende abgewinkelte Abschnitt die freie Sicht nicht behindern
kann.
[0008] Gemäß einem anderen Merkmal können der Vorsprung des Oberwagens, der Anbauhalter
sowie die vor die Kabine verschwenkte Auslegerbaugruppe innerhalb eines Hüllkreises
liegen, dessen Radius größer ist als der des Hüllbogens um das Gegengewicht. Dieser
Fall ergibt sich beispielsweise bei kleinen Baggertypen, wo die vorgegebene Auslegerlänge
bzw. Löffelbreite zu groß sind, um in der seitlichen Endstellung in dem durch das
Gegengewicht am Oberwagen bestimmten Hüllkreis zu verbleiben. In diesen Fällen wird
der Hüllkreis von der querverschwenkten Auslegerbaugruppe bestimmt, der dann zu beachten
ist, wenn mit der Vorderseite des Oberwagens an einem Hindernis vorbeigeschwenkt werden
muß. Um für Arbeiten auf engem Raum die Auslegerbaugruppe soweit wie möglich an den
Oberwagen anfalten zu können, besitzt nach einem anderen Erfindungsmerkmal die zweite
senkrechte Achse einen Abstand von der Vorderkante des Oberwagens, der ungefähr der
halben üblichen Grablöffelbreite entspricht.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das Schwenkwerk des Anbauhalters
aus einem in der Tiefe des Oberwagens angelenkten Hydraulikzylinder, der direkt oder
über eine Koppel mit Zwischenlenker an den Anbauhalter angeschlossen ist. Obwohl jedes
beliebige geeignete Schwenkwerk angewendet werden kann, ergibt sich aus der Lagerung
des Anbauhalters auf dem seitlichen Vorsprung des Oberwagens die Möglichkeit für eine
bequeme Unterbringung eines kostengünstigen Hydraulikzylinders, der bei direkter Anlenkung
seitlicher Schwenkwinkel für den Ausleger bis zu 170° ermöglicht, die in vielen Fällen
ausreichen, während bei noch größeren Schwenkwinkeln eine Ubersetztung mittels Koppel
und zwischen Lenker benutzt werden kann.
[0010] Zweckmäßigerweise wird die Vorderkante des Oberwagens teilweise durch die Kabinenfrontseite
gebildet, vor deren unterem Bereich ein Schutzgitter angeordnet ist. Aufgrund dieser
Maßnahme kann die Frontscheibe der Kabine bis zum Boden gezogen werden, da das Schutzgitter
Beschädigungen durch den davorverschwenkten Grablöffel verhindert.
[0011] Der erfindungsgemäße Löffelbagger wird dadurch weitergebildet, daß die Breite des
Oberwagens in der Fahrstellung im wesentlichen innerhalb der Breite des Fahrgestells
verbleibt und in dieser Stellung auf der Seite neben dem Vorsprung des Oberwagens
ein vorderer Abschnitt und auf der gegenüberliegenden Seite ein rückwärtiger Abschnitt
ungefähr parallel zur äußeren Fahrwerksbegrenzung verlaufen. Mit dieser Bauweise erhält
der Oberwagen die größtmögliche Breite, ohne in der Fahrstellung über die Fahrwerkskonturen
hinauszuragen. Der Schwenkwinkel des Oberwagens zwischen der Fahrstellung und der
Hauptgrabstellung ist nicht festgelegt; bei einem Ausführungsbeispiel liegt er im
Bereich von etwa 20°.Durch eine solche Schwenkung gelangt die zweite senkrechte Achse
von der Fahrstellung des Oberwagens aus in eine solche Grabstellung, in der sie sich
zwischen der Fahrspur und der Fahrwerklängsmittellinie befindet, so daß der Fahrer
ähnlich wie bei einem herkömmlichen Löffelbagger etwas seitlich hinter dem Ausleger
sitzt.
[0012] Zweckmäßigerweise liegt der Schwerpunkt des Gegengewichtes bei in die Hauptgrabstellung
verschwenktem Oberwagen in Draufsicht ungefähr im Bereich der Fahrzeuglängsmittellinie.
In diesem Zustand bei der Ausführung normaler üblicher Baggerarbeiten stellt das Gegengewicht
den Hauptanteil des Standmomentes des Baggers zur Verfügung.
[0013] Um dem Fahrer die Orientierung zu erleichtern, wenn er den Oberwagen zwischen der
Hauptgrabstellung und der Fahrstellung und umgekehrt verschwenkt, wird vorgeschlagen,
daß die dem Vorsprung benachbarte Seitenwand der Fahrerkabine in Draufsicht parallel
zu der rückwärtig an den Vorsprung anschließenden Außenwand des Oberwagens verläuft.
Weiterhin kann die dem Vorsprung abgewandte Kabinenseitenwand in der Hauptgrabstellung
des Oberwagens etwa parallel zum Fahrwerk und zu Außenwandabschnitten des Oberwagens
verläufen. Und eine weitere Orientierungshilfe für den Fahrer besteht darin, daß der
drehbar gelagerte Fahrersitz mindestens je eine Raststellung aufweist, in der er parallel
zu der einen bzw. zu der anderen Kabinenseitenwand verläuft. Dadurch entsteht eine
Fahrerkabine; deren Seitenwände zwar nicht parallel zueinander verlaufen, jedoch als
wirksame Orientierungshilfe für den Fahrer zur Erkennung der einen oder anderen Hauptstellung
benutzt werden. Hierbei ist sinnvoll, wenn in den Armlehnen des Baggersitzes die Baggersteuerung
integriert ist und sich dem Fahrer somit in jeder Schwenkstellung in der gleichen
Lage darbietet.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Löffelbagger nach der Erfindung mit in Fahrstellung
stehendem Oberwagen,
Fig. 2 eine Frontansicht des Baggers in der Stellung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht des Baggers nach Fig. 1 mit in Hauptgrabstellung verschwenktem
Oberwagen,
Fig. 4, 5 und 6 schematische Draufsichten auf den Löffelbagger nach Fig. 1 - 3 in
einer ersten Seitenversatzstellung, in einer zweiten entgegengesetzten Seitenversatzstellung
und in der Hauptgrabstellung.
[0015] Entsprechend Fig. 1 und 2 ist auf einem Fahrgestell 1, das als Raupenantrieb ausgebildet
ist, genauso gut aber auch aus einem Räder- und Reifenantrieb bestehen kann, ein um
eine erste senkrechte Achse 4 unbegrenzt schwenkbarer Oberwagen 2 gelagert. Die Schwenkbarkeit
um 360° wird im allgemeinen mit Hilfe eines an sich bakannten Hauptdrehlagers 3 erreicht,
indem hydraulische Durchführungen und Leitungsanschlüsse vorgesehen sind.
[0016] An der Vorderseite des Oberwagens 2 gegenüber dem mit einer kreisbogenförmigen Begrenzungswand
ausgebildeten Gegengewicht 3Bist ein Teil der oberwagenplattformbildender seitlicher
Vorsprung 24 vorgesehen, auf dem eine zweite senkrechte Schwenkachse5 angeordnet ist.
[0017] Um die zweite senkrechte Achse 5 ist ein Anbauhalter 6 schwenkbar, an dem gemäß Fig.
2 ein abgewinkelter Ausleger 8, 9 ein Löffelstiel 10 und ein Grablöffel 11 angeschlossen
sind. Der Anbauhalter 6 ist mit oberen und unteren Schwenkzapfen in einem Anbauhalter-Schwenklager
7 gehalten, das von der Plattform des Oberwagens nach vorn ausgehenden und Teil des
Vorsprunges 24 bildenden im oberen und unteren Laschen oder'Ansätzen besteht. Aus
Fig. 1 erkennt man, daß der senkrechte Abstand der zweiten Schwenkachse 5 von der
Vorderkante des Oberwagens bzw. von der Kabinenfrontseite 22 ungefähr der halben Breite
eines üblichen Grablöffels 11 entspricht, so daß Anbauhalter und Ausleger im wesentlichen
parallel vor die Kabinenfrontseite geschwenkt werden können.
[0018] Weiterhin ergibt sich aus Fig. 2, daß der an den Anbauhaltern 6 anschließende Abschnitt
8 des Auslegers in der eingezeichneten angefalteten Stellung eine Länge besitzt, die
sich über die in Fig. 2 an der Stelle 28 eingezeichnete Augenhöhe des Fahrers erstreckt.
Zwischen den Auslegerabschnitten 8 und 9, dem Löffelstiel 10 und dem gefüllten Grablöffel
11 verbleibt ein mittlerer Freiraum, hinter dem die Frontseite 22 der Fahrerkabine
20 angeordnet ist, so daß der Fahrer unbehinderte Sicht nach vorn und auf den Boden
vor dem Fahrwerk hat.
[0019] Während die Hydraulikzylinder zur Betätigung von Ausleger, Löffelstiel und Grabwerkzeug
üblicher Bauart und Anordnung sind und deshalb nicht näher beschrieben werden, ist
als bevorzugtes Ausführungsbeispiel ein Schwenkwerk des Anbauhalters in Fig. 1 ein
Hydraulikzylinder 15 angedeutet, der grundsätzlich auch durch ein anderes Schwenkwerk
ersetzt sein könnte. Der Zylinder 15 erstreckt sich innerhalb der Plattform des Oberwagens
nach hinten bis zu einer Anlenkstelle 14. Die Kolbenstange 16 steht über einen Lenker
17 mit einem seitlichen Anschlußauge 19 am Anbauhalter 6 in Verbindung und wird durch
eine Koppel 18 geführt, die um einen am Vorsprung 24 gelagerten Zapfen 21 schwenkbar
ist. Der gezeigte Schwenkantrieb ermöglicht eine Verschwenkung des Auslegers um wenigstens
180° entsprechend Fig.1, ohne daß dieser Schwenkwinkel jedoch bindend ist. Mit Hilfe
dieses Schwenkwinkelbereiches lassen sich die in Fig. 4, 5 und 6 als Beispiel eingezeichneten
wesentlichen Arbeitsstellungen ohne weiteres erreichen, und zwar zusätzlich zu der
Fahrstellung in Fig. 1.
[0020] In Verbindung mit Fig. 1 und 3 erkennt man die besonderen Beziehungen zwischen den
äußeren seitlichen Begrenzungen des Oberwagens 2 und der wichtigen Hauptgrabstellung
und Fahrstellung. In der Fahrstellung gemäß Fig. 1 erstreckt sich der an den Vorsprung
24 anschließende Seitenabschnitt 40 des Oberwagens parallel zum Verlauf bzw. zur Kante
des (in Fahrtrichtung) rechten Fahrwerks 13. Gleichermaßen erstreckt sich auf der
gegenüberliegenden Seite des Oberwagens die ein rückwärtiger Seitenwandabschnitt 48
parallel zum Verlauf des linken Fahrwerkes 12 oder, falls es sich um ein Räderfahrwerk
handelt, parallel zu der durch die Räder gebildeten Fahrspur.
[0021] Gemäß einem besonderen Merkmal des erfindungsgemäßen Baggers erstreckt sich die Fahrerkabine
mit einem erheblichen Abschnitt bis über die erste senkrechte Achse 4. Die dem Vorsprung
24 benachbarte Kabinenseitenwand 30 verläuft parallel zum Seitenwandabschnitt 40 des
Oberwagens. Hinter und neben der Kabine sind nicht gezeigte, übliche Aufbauten untergebracht,
z. B. der Antriebsmotor, Vorratstank, Hydraulikaggregate u.s.w. Entsprechend Fig.
3 ist der Oberwagen 2 in die' Hauptgrabstellung verschwenkt, in welcher sich die senkrechte
Schwenkachse 5 des Anbauhalters 6 etwa mittig zwischen dem rechten Fahrwerk 13 und
der Fahrzeuglängsmittellinie L befindet, jedoch auch noch näher zur Linie L ver schwenkt
sein könnte. In dieser Schwenkstellung verläuft ein rückwärtiger 46 der Seitenwand
des Oberwagens parallel zum Fahrwerk 13 und auf der gegenüberliegenden Seite ein vorderer
Seitenwandabschnitt 42 des Seitenwagens parallel zum Fahrwerk 12. Der Schwerpunkt
des Gegengewichtes 38 befindet sich in dieser Hauptgrabstellung ungefähr im Bereich
der Fahrwerklängsmittellinie L. Um den Oberwagen in die Stellung gemäß Fig. 3 einzustellen,
steht dem Fahrer die Kabinenseitenwand 32 zur Verfügung, die parallel zu den Abschnitten
42, 46 des Oberwagens verläuft. Die Kabinenrückwand 34 kann eine beliebige Form erhalten.
Zur Vereinfachung der Bedienung besitzt der Fahrersitz 26 eine in den Armlehnen angedeutete
integrierte Baggersteuerung. Um in den Hauptstellungen des Oberwagens gemäß Fig.1
und 3 eine unbehinderte Sicht nach vorn beizubehalten, kann der Fahrersitz 26 um eine
Achse 36 schwenkbar sein, wobei mindestens je eine Raststellung vorgesehen ist, in
welcher der Fahrersitz parallel zur Kabinenseitenwand 30 oder zur gegenüberliegenden
Seitenwand 32 verläuft. Zwischen dem Seitenwandabschnitt 42 und der benachbarten Kabinenseitenwand
32 kann ein Trittbrett 44 für den Einstieg in die Kabine und auf den Oberwagen vorgesehen
sein. Der in Fig. 1 eingezeichnete vom Gegengewicht 38 auf dem Oberwagen bestimmte
Hüllkreis H schließt auch die in Fahrstellung angefaltete Auslegerbaugruppe ein. Bei
kleineren Baggertypen kann der Fall eintreten, daß die Auslegerbaugruppe über diesen
Hüllkreis H hinausragt, so daß in diesem Fall ein von dieser Baugruppe bestimmter
Hüllkreis vorhanden ist, der einen relativ größeren Radius aufweist als die Außenkante
des Gegengewichtes 38. Bei beengtem Arbeitsraum wird dann der für die Vorderseite
des Oberwagens maßgebliche Hüllkreis zu beachten sein, um das Anstoßen an seitliche
Hindernisse zu vermeiden, wenn der Oberwagen z.B. um 180° verschwenkt werden muß.
Man erkennt aus Fig. 3, daß die Hauptgrabstellung für die Auslegung und Bemessung
des Oberwagens und seiner Standsicherheit maßgeblich ist. Die vorbeschriebenen Merkmale
können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination, bei anderen
nicht gezeigten Ausführungsbeispielen der Erfindung verwirklicht sein, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen; dies gilt auch für die Merkmale der Ansprüche, die einzeln
oder in Kombination zu beliebigen geeigneten anderen Gruppierungen kombiniert werden
können.
1. Fahrbarer Löffelbagger mit einem auf einem Fahrwerk um eine erste senkrechte Achse
um 360° schwenkbaren Oberwagen, einem um eine am vorderen Ende des Oberwagens angeordnete
zweite senkrechte Achse begrenzt schwenkbaren Anbauhalter für eine aus Ausleger, Löffelstiel
und Arbeitswerkzeug bestehende Baugruppe, einer auf dem Oberwagen außermittig angeordneten
Fahrerkabine und mit einem Schwenkwerk für den Anbauhalter, in dessen einer insbesondere
für Straßenfahrt bestimmten Endstellung die zusammengefaltete, ungefähr quer vor den
Oberwagen verschwenkte Baugruppe bei gefülltem Grablöffel im wesentlichen innerhalb
des durch das Gegengewicht am Oberwagen bestimmten Hüllkreises verbleibt,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) die zweite senkrechte Achse auf einem seitlichen und soweit außermittigen Vorsprung
an der Vorderkante der Oberwagenphattform angeordnet ist, daß bei vor den Oberwagen
verschwenktem Ausleger kein Bauteil die Baggerkontur wesentlich überragt,
b) durch einen abgewinkelten Endabschnitt des Auslegers bei quer vor den Oberwagen
verschwenkter Baugruppe ein von Ausleger, Löffelstiel und Grablöffel umgrenzter mittlerer
Freiraum verbleibt,
c) die Fahrerkabine mit einem erheblichen Abschnitt bis über die erste senkrechte
Achse ragt und sich dadurch mit ihrer Frontscheibe unmittelbar hinter dem . Frei-raum
der in Fahrstellung verschwenkten Baugruppe befindet und dem Fahrer unbehinderte Sicht
nach vorn und auf den Boden vor dem Fahrwerk ermöglicht,
d) und daß die seitlichen Begrenzungen des Oberwagens weder in der Fahrstellung, in
der die zweite Achse sich etwa über der der Fahrerkabine entfernten Fahrspur befindet,
noch in einer Hauptgrabstellung, in der die zweite Achse sich zwischen Fahrzeuglängsmittellinie#
und der Fahrspur befindet, seitlich über das Fahrwerk hinausragen und Abschnitte aufweisen,
die in der einen bzw. der anderen Stellung ungefähr parallel zu der jeweiligen Fahrspur
verlaufen.
2. Löffelbagger nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der vom Anbauhalter (6)
ausgehende Abschnitt (8) des abgewinkelten Auslegers bei etwa senkrechter Endstellung
wenigstens bis in Augenhöhe (28) der Fahrer reicht.
3. Löffelbagger nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (24)
des Oberwagens, der Anbauhalter (6) sowie die vor die Kabine (20) verschwenkte Auslegerbaugruppe
(8 - 11) innerhalb eines Nüllkreises liegen, dessen Radius größer ist als der des
Hüllbogens um das Gegengewicht (38).
4. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite senkrechte Achse (5) einen Abstand von der Vorderkante des Oberwagens (2)
aufweist, der ungefähr der halben üblichen Grablöffelbreite entspricht.
5. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dap das
Schwenkwerk des Anbauhalters aus einem in der Tiefe des Oberwagens angelenkten Hydraulikzylinder
(15) besteht, der direkt oder über eine Koppel (18) mit Zwischenlenker (17) an den
Anbauhalter angeschlossen ist.
6. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorderkante des Oberwagens (2) teilweise durch die Kabinenfrontseite (22) gebildet
ist, vor deren unteren Bereich ein Schutzgitter (50) angeordnet ist.
7. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite des Oberwagens (2) in der Fahrstellung im wesentlichen innerhalb der Breite
des Fahrgestells (1) verbleibt und in dieser Stellung auf der Seite neben dem Vorsprung
(24) des Oberwagens ein vorderer Abschnitt (40) und auf der gegenüberliegenden Seite
des Oberwagens ein rückwärtiger Abschnitt (48) ungefähr parallel zur äußeren Fahrwerksbegrenzung
verlaufen.
8. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwerpunkt des Gegengewichtes (38) bei in die Hauptgrabstellung verschwenktem
Oberwagen in Draufsicht ungefähr im Bereich der Fahrzeuglängsmittellinie liegt.
9. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Vorsprung (24) benachbarte Seitenwand (30) der Fahrerkabine (20) in Draufsicht
parallel zu der rückwärtig an den Vorsprung anschließenden Außenwand (40) des Oberwagens
verläuft.
10. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Vorsprung (24) abgewandte Kabinenseitenwand (32) in der Hauptgrabstellung
des Oberwagens etwa parallel zum Fahrwerk und zu Außenwandabschnitten (42,46) des
Oberwagens verläuft.
11. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
der drehbar gelagerte Fahrersitz (26) mindestens je eine Raststellung aufweist, in
der er parallel zur Kabinenseitenwand (30) bzw. parallel zur Kabinenseitenwand (32)
verläuft.
12. Löffelbagger nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
der Oberwagen je eine Ver- riegelung mit dem Fahrgestell aufweist, in der die Fahrstellung gekennzeichnet
ist durch Parallelität der Kabinenseitenwand (40) mit der Fahrzeuglängsachse bzw.
gekennzeichnet ist durch Parallelität der Kabinenseitenwand (32) mit der Fahrzeuglängsachse.