[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrlagiges Entwasserungssieb insbesondere für den Blattbildungsteil
einer Papiermaschine, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Bei einem derartigen Entwässerungssieb ist es bekannt (US-A- 3 127 308), eine vergleichsweise
fein gestaltete obere Gewebelage in Leinwandbindung mit einer vergleichsweise grob
gestalteten unteren Gewebelage in Dreiköperbindung (als Schußköper) zu verbinden.
Die Dicke bzw. der Durchmesser der Fäden der unteren Gewebelage ist größer als die
Fäden der oberen Gewebelage. Die Oberseite der oberen Gewebelage bildet die Papier-
bzw. Sieboberseite, auf welcher sich aus der aufgegebenen Stoffsuspension das Blatt-
bzw. Stoffvlies bildet. Die Unterseite der unteren Gewebelage bildet die Lauf- bzw.
Siebunterseite, über welche das Entwässerungssieb an Teilen der Papiermaschine, wie
Walzen, Rollen, Saug-und Ableiteinrichtungen, aufliegt und beim Siebumlauf über diese
weg bewegt wird. Die Anbindung der unteren Gewebelage an die obere Gewebelage erfolgt
durch einige der Längs- bzw. Kettfäden der unteren Gewebelage, indem diese auch in
die obere Gewebelage geführt und dort jeweils an einen Quer- bzw. Schußfaden angebunden
sind.
[0003] An der Lauf- bzw. Siebunterseite dieses mehrlagigen Siebes dominieren die Längsfäden
der unteren Gewebelage bzw. deren Längsfadenbögen, die jeweils zwei Querfäden unterlaufen.
Die Längsfadenbögen unterliegen daher sowohl der in Sieblängsrichtung bzw. in Siebumlaufrichtung
wirkenden Siebspannung, als auch dem Abrieb bzw. Verschleiß bei Kontakt mit den vorgenannten
Teilen der Papiermaschine. Beides sind die Sieblaufzeit bzw. Siebstandzeit negativ
beeinflussende Umstände. An der Papierseite des mehrlagigen Siebes stellen sich die
Anbindestellen der dickeren Längsfäden der unteren Gewebelage erhaben bzw. als Vorsprünge
dar.
[0004] Die Anbindung der vergleichsweise dicken Längsfäden in der oberen Gewebelage führt
erstens in der oberen Gewebelage zu einer Störung der Gleichmäßigkeit der Struktur
der Sieboberseite die sich als Siebmarkierung in der Papieroberfläche abbildet, und
zwar in zweierlei Hinsicht, nämlich durch die Anwesenheit der zusätzlichen Fadeneinbindungen
an sich und durch deren Erhabenheit gegenüber den übrigen, die Siebauflagefläche bestimmenden
Fadeneinbindungen in der oberen Gewebelage, und führt zweitens in der unteren Gewebelage
durch das Fehlen der Längsfadeneinbindungen zu Fehlbelegungen bzw. Schwachstellen.
Durch diese Fehlstellen wird die Gewebestabilität und die Haltbarkeit des Siebes gemindert.
Desweiteren ergibt sich an diesen Stellen gegenüber der übrigen Siebfläche eine unterschiedliche
Entwässerung; dies kann zu einer sogenannten hydraulischen Markierung im Papier führen.
[0005] Bekannt ist auch ein mehrlagiges Entwässerungssieb (DE-Gbm 74 38 850), bei dem eine
vergleichsweise fein und dicht gestaltete obere Gewebelage und eine vergleichsweise
grob und offen gestaltete untere Gewebelage - gegebenenfalls unter Zwischenschaltung
einer weiteren Gewebelage - über spezielle, separate Bindekettfäden, die also nicht
Bestandteil einer der Gewebelagen sind, verbunden sind. Diese Bindekettfäden umschließen
an den Anbindestellen in der oberen Gewebelage und in der unteren Gewebelage jeweils
einen Schußfaden. Bei einem anderen mehrlagigen Entwässerungssieb (DE-OS 29 17 694),
das ebenfalls aus einer kompletten feinmaschigen oberen Gewebelage und aus einer kompletten
grobmaschigen unteren Gewebelage aufgebaut ist, sind zur Verbindung der beiden Gewebelagen
anstelle von separaten Bindekettfäden separate Bindeschußfäden vorgesehen, um die
Anbindungen möglichst von den Siebaußenseiten weg zum Siebinneren hin zu verlegen.
Da bei diesen beiden bekannten Entwässerungssieben die Stärke bzw. der Durchmesser
der Bindefäden jeweils geringer sein soll, als die Stärke bzw. der Durchmesser der
übrigen Kettfäden und Schußfäden der Entwässerungssiebe, werden in beiden Fällen erhabene
Anbindestellen an der Sieboberseite und auch die davon herrührenden nachteiligen Eindruckstellen
in der Siebseite des auf dem Entwässerungssieb gebildeten Blattes vermieden. Die Gleichmäßigkeit
der Struktur der blattbildenden Oberfläohe der oberen Gewebelage ist jedoch auch bei
diesen mehrlagigen Entwässerungssieben durch die Anbindestellen der zusätzlichen Bindefäden
gestört. Dies führt zu Nachteilen, nämlich über die Fläche ungleichmäßige Retention
und Entwässerung während der Blattbildung sowie ungleichmäßige Struktur bzw. Markierung
der Siebseite des gebildeten Blattes. Einer Verringerung der Anzahl der störenden
Anbindestellen sind wegen der damit einhergehenden Verringerung der Stabilität der
mehrlagigen Entwässerungssiebe ebenso Grenzen gesetzt, wie einer Verringerung der
Stärke bzw. Dicke der Bindefäden, da damit bei gegebener Materialfestigkeit eine Verringerung
der Festigkeit und Haltbarkeit der Bindung zwischen den Geweben einhergeht. Bei Entwässerungssieben,
die aus mehreren, voneinander unabhängigen kompletten Gewebelagen bestehen, welche
durch separate Fäden, d.h. durch Fäden, die nicht zu einer der Gewebelagen gehören,
miteinander verbunden sind, sind vor allem die guer zur Laufrichtung des Siebes gelegenen
Bindefäden erheblichen Scherkräften ausgesetzt. Diese Beanspruchung der Bindefäden
die ja vergleichsweise dünn vorzugeben sind, führt relativ rasch zum Bruch der Bindefäden
und zu einer Trennung der Gewebelagen, so daß ein Austausch des Entwässerungssiebes
erforderlich wird. Auch wird vor allem bei derartigen Entwässerungssieben, bei denen
die Bindefäden quer zur Sieblaufrichtung gelegen sind, eine vergleichsweise geringe
Widerstandsfähigkeit gegen Wellenbildung im Entwässerungssieb beobachtet, was ebenfalls
in der Regel einen Siebwechsel erforderlich macht.
[0006] Auch ist ein als doppellagig bezeichnetes Entwässerungssieb bekannt (DE-OS 30 36
409), welches in Meidung separater Bindefäden und der damit mit doppellagigen Entwässerungssieben
verbundenen Nachteile aus einer oberen und einer unteren Schuß- bzw. Querfaden-Lage
sowie einer Kett bzw. Längsfaden-Lage aufgebaut ist. Die Schußfäden dieser beiden
Schußfadenlagen sind dabei paarweise übereinander angeordnet und die Kettfäden sind
sämtlichst in der oberen Lage eingebunden und nur ein Teil dieser Kettfäden ist zusätzlich
in die untere Schußfadenlage (deren Fäden vorzugsweise eine größere Stärke aufweist
als die Kettfäden) eingebunden. Der Konstruktion nach handelt es sich bei diesem Entwässerungssieb
um ein im Schuß, und zwar durch ein sogenanntes Unterschuß-System, verstärktes einlagiges
Gewebe; es unterscheidet sich sonach von den zuvor erwähnten mehrlagigen Entwässerungssieben,
die pro Lage jeweils mindestens ein Schußfaden- und ein Kettfaden-System aufweisen.
Bei einem derartigen Unterschuß-verstärkten einlagigen Gewebe ist zwar in gewissem
Rahmen eine gezielte Zweiseitigkeit des Gewebes erreichbar. Jedoch ist es nicht zu
vermeiden, daß sich Beschränkungen hinsichtlich der Gestaltung der Siebunterseite
ergeben, wenn die Kettfäden so vorgegeben und ausgewählt werden, daß sich eine markierungsfreie
Gestaltung der Sieboberseite darstellt.
[0007] Danach kann der Erfindung die Aufgabe zugrundegelegt werden ein mehrlagiges Entwässerungssieb
der einleitend genannten Gattung zu schaffen, das insgesamt eine größere, die Sieblaufzeit
erhöhende Gewebestabilität aufweist und bei dem die Sieboberseite und auch die Siebunterseite
unabhängig voneinander und im wesentlichen ohne störende Unregelmäßigkeiten an den
Anbindestellen entsprechend den an sie gestellten unterschiedlichen Bedingungen gestaltet
werden können.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei dem einleitend angegebenen Entwässerungssieb
durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale.
[0009] Dadurch daß einer der Einzelfäden eines Fadenbündels in die obere Gewebelage eingebunden
ist, während die übrigen Einzelfaden dieses Fadenbündels an der Anbindestelle in der
unteren Gewebelage eingebunden bleiben (also sich in der unteren Gewebelage keine
Fehlbelegung ergibt), ist ein Entwässerungssieb gegeben, das in Längs-und/oder Querrichtung
des Entwässerungssiebes eine verbesserte Eigensteifigkeit und Stabilität (und damit
ein stabileres Laufverhalten) aufweist und das an den Anbindestellen praktisch keinen
Unterschied in der Dicke des Entwässerungssiebes aufweist. Da Beschränkungen hinsichtlich
der Ausbildung der oberen Gewebelage wie auch der unteren Gewebelage mit der Lösung
nach der Erfindung nicht verbunden sind, kann die obere Gewebelage speziell auf die
zu fertigende Papierqualität abgestimmt, beispielsweise fein und dicht, ausgebildet
werden und die untere Gewebelage kann unabhängig von der oberen Gewebelage mit der
Zielrichtung: Steigerung der Laufzeit Steigerung der Entwässerung und/oder Minderung
der Neigung des Siebes zur Verschmutzung an die jeweiligen Betriebsbedingungen ausgebildet
werden. So kann die untere Gewebelage beispielsweise unter Einsatz von vergleichsweise
dicken Längs-und Querfäden grob und offen ausgebildet werden. Die Anwendung separater
Bindefäden zur Verbindung der Gewebelagen ist vermieden. Das Sieb weist eine im wesentlichen
ebene Sieboberfläche auf. Erhebungen oder Vertiefungen an den Anbindestellen sind
vermieden. Auch im Hinblick auf die Fertigung ist es von Vorteil wenn die Fäden, die
für die Einzelfäden, die in die obere Gewebelage eingebunden werden, verwendet werden,
mit denen identisch sind die für die Längs- bzw. Querfäden der oberen Gewebelage verwendet
werden. Unterschiede hinsichtlich Querschnittsform, Querschnittsfläche und Materialeigenschaften
zwischen den die Sieboberfläche bildenden Längsfäden - seien es eingebundene Einzelfäden
der unteren Gewebelage oder seien es Längsfäden der oberen Gewebelage - sind dadurch
ausgeschlossen. Auch ist im wesentlichen sichergestellt, daß in den Bereichen, in
denen Fadenbündel als Längs- oder Querfäden vorgesehen sind, und in den Bereichen
die von den übrigen nicht in Einzelfäden zergliederten Längs- oder Querfäden gebildet
werden, praktisch keine Festigkeits- und Stabilitätsunterschiede gegeben sind. Im
theoretisch günstigsten Fall stellt sich ein Fadenbündel als ein in Einzelfäden aufgeteilter
Längs-oder Querfaden dar. Jeder der im Fadenbündel dicht aneinander anliegenden Einzelfäden
kann beim Verweben separat und unabhängig von den anderen Einzelfäden des Fadenbündels
gehandhabt werden.
[0010] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 9.
[0011] Durch die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 2 und 3 ist eine im Hinblick auf die
markierungsarme Ausbildung der Sieboberseite besonders vorteilhafte Lösung gegeben.
Denn der Einzelfaden wird an den Anbindestellen nicht zusätzlich zu einem vorhandenen
Längs- bzw. Querfaden in die obere Gewebelage eingebunden, sondern tritt praktisch
an die Stelle eines Längs- oder Querfadens. Der Faden der oberen Gewebelage dessen
Stelle der hochgeführte Einzelfaden eingenommen hat, wird entweder zwischen benachbarten
Gewebelagen, das ist beim zweilagigen Sieb zwischen der oberen Gewebelage und der
unteren Gewebelage, geführt, oder aber er wird was besonders vorteilhaft ist, anstelle
des Einzelfadens in die untere Gewebelage eingebunden. Im letztgenannten Fall ist
eine sogenannte Doppel- oder Klammerbindung erreicht, in dem an einer Anbindestelle
sowohl eine Anbindung eines Einzelfadens in der oberen Gewebelage erfolgt und sogleich
eine Anbindung eines Längs- oder Querfadens in einer unteren Gewebelage erfolgt.
[0012] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 4 ist erreicht, daß der an der Anbindung beteiligte
Faden gegen unmittelbaren, vorzeitigen Abrieb geschutzt ist.
[0013] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 5 ist eine einseitige Belastung eines einzelnen
Einzelfadens eines Fadenbündels vermieden. Dadurch kann Verspannungen im Sieb entgegengewirkt
werden und die Haltbarkeit der Anbindung der Gewebelagen verbessert werden.
[0014] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 7 ist insbesondere in Verbindung mit den Merkmalen
der Ansprüche 2, 3 und 6, ein Entwässerungssieb gegeben, das nicht nur im Bereich
der Sieboberseite den Anforderungen hinsichtlich Retention, Entwässerung und/oder
Markierarmut genügt, sondern das auch im Bereich der Siebunterseite durch die Ausgestaltung
als Querfadenläufer der Forderung nach ausreichender Sieblaufzeit genügt. Bei einem
als Querfadenläufer ausgebildeten Sieb wird die Laufseite im wesentlichen von den
Querfäden gebildet während die Längsfäden gegenüber der von den Querfaden gebildeten
Tangentialebene zum Siebinneren hin zurücktreten. Bei einem derartigen Entwasserungssieb
ist die Blattbildungsoberfläche von den Anbindestellen unbeeinträchtigt. Desweiteren
ist durch die Einbindung eines Einzelfadens in der oberen Gewebelage und durch gleichzeitige
Abbindungdes ersetzten Fadens in einer unteren Gewebelage eine Zweifachanbindung pro
Anbindestelle gegeben, so daß sich eine erhöhte Gewebestabilität und Haltbarkeit der
Verbindungen der Gewebelagen wie auch des Entwässerungssiebes insgesamt erreichen
läßt.
[0015] Anhand der beigefügten Zeichnung wird die Erfindung an Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
[0016] Es zeigen schematisch:
Figur 1 von einem ersten Ausführungsbeispiel des Entwässerungssiebes nach der Erfindung
einen Ausschnitt mit Blick auf die Sieboberseite bzw. Papierseite (siehe Pfeil I in
Figur 2 und 3);,
Figur 2 eine Schnittansicht längs der Linie 11-11 in Figur 1 in Richtung eines Längsfadens
des Entwässerungssiebes nach Figur 1;
Figur 3 eine Schnittansicht längs der Linie 111-111 in Figur 1 in Richtung eines Querfadens
des Entwässerungssiebes nach Figur 1;
Figur 4 von einem zweiten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
2;
Figur 5 von einem dritten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
2;
Figur 6 von einem vierten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
2;
Figur 7 von einem fünften Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
2;
Figur 8 von einem sechsten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
3;
Figur 9 von dem sechsten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
2;
Figur 10 von einem siebten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
3;
Figur 11 von dem siebten Ausführungsbeispiel eine Schnittansicht entsprechend Figur
2.
[0017] Bei den mehrlagigen Entwässerungssieben nach diesen sieben Ausführungsbeispielen
handelt es sich jeweils nur um ein zweilagiges Sieb, und zwar um ein aus zwei miteinander
verwebten Gewebelagen aufgebautes Entwässerungssieb für den Blattbildungsteil einer
Papiermaschine. Dieses Papiermaschinensieb ist aus monofilen Kunststoffäden, beispielsweise
Polyester- und/oder Polyamidfäden, gewebt. Die im Papiermaschinensieb in Laufrichtung
bzw. in Maschinenrichtung MD angeordneten Fäden sind die sogenannten Längsfäden und
die quer zu den Längsfäden in Richtung CD verlaufenden Fäden die sogenannten Querfäden.
Bei einem flach bzw. offen gewebten und später durch eine Nahtverbindung endlos zu
machenden Gewebe sind die Längsfäden die Kettfäden, die bei der Herstellung des Gewebes
in Längsrichtung verlaufen, während die Querfäden die Schußfäden sind welche in von
den gespannt gehaltenen Kettfäden gebildete Fächer eingetragen bzw. eingeschossen
werden. Beim Rund- bzw. Endlosweben kommen dagegen die Kettfäden in der Richtung CD
und die Schußfäden in Maschinenrichtung MD des Entwässerungssiebes zu liegen. Daher
sind bei rundgewebten Sieben die Kettfäden die sogenannten Querfäden und die Schußfäden
die sogenannten Längsfäden.
[0018] Das Papiermaschinensieb nach den Figuren 1, 2 und 3 weist eine obere Gewebelage 10
und eine untere Gewebelage 20 auf. Die Oberseite der oberen Gewebelage 10 bildet die
Papierseite bzw. Sieboberseite PS, auf welcher sich aus der auf das Sieb aufgegebenen
Stoffsuspension das Blatt bzw. Stoffvlies bildet. Die Unterseite der unteren Gewebelage
20 bildet die Laufseite bzw. Siebunterseite MS, mit welcher das Papiermaschinensieb
an Teilen der Papiermaschine, wie Walien Saug- und Ableiteinrichtungen aufliegt und
über diese bewegt wird. Für beide Gewebelagen ist in den Figuren ein einlagiges Gewebe
vorgesehen. Doch können auch doppellagige oder mehrlagige Gewebe zur Anwendung kommen.
Die beiden Gewebelagen sind bewußt nicht identisch ausgeführt, sondern im Hinblick
auf die unterschiedlichen Anforderungen, die an die Sieboberseite PS und an die Siebunterseite
MS gestellt werden, unterschiedlich gestaltet.
[0019] Als obere Gewebelage 10 ist ein vergleichsweise fein und dicht gestaltetes Gewebe
vorgesehen. Es handelt sich hier um ein aus einem Längsfadensystem und einem Querfadensystem
in Vierköperbindung gewebtes einlagiges Gebilde aus monofilen Kunststoffäden, beispielsweise
Polyesterfäden und/oder Polyamidfäden. Die Längs- und die Querfäden haben beispielsweise
eine Stärke bzw. einen Durchmesser von jeweils 15 mm bei einer Langsfadendichte von
46 Faden pro cm und einer Querfadendichte von 36 Faden pro cm. Im Bindungsrapport
dieser 4-bindigen Köperbindung der oberen Gewebelage 10 bindet jeder Querfaden 12
mit einem anderen Längsfaden 11 ab, wobei die Bindungspunkte schräg aneinandergereiht
angeordnet sind. An der Oberseite der oberen Gewebelage 10 das ist die Papierseite
bzw. die Sieboberseite PS, überwiegen die Längsfäden 11, die jeweils über drei Querfäden
12 flottieren. Bei der oberen Gewebelage 10 handelt es sich sonach um einen Längsfaden-Köper.
[0020] Die untere Gewebelage 20 ist hier ebenfalls aus einem Längsfadensystem und einem
Querfadensystem in Vierköperbindung gewebt. Wie bei der Vierköperbindung der oberen
Gewebelage 10 überwiegen auch bei der unteren Gewebelage 20 an der Unterseite, das
ist die Laufseite bzw. die Siebunterseite MS des Entwässerungssiebes die Querfäden
22, die jeweils unter drei Längsfäden 21 flottieren. Bei der unteren Gewebelage 20
handelt es sich sonach um einen Längsfaden-Köper, oder im Hinblick auf die Anordnung
in der Papiermaschine um einen Querfaden-Läufer; d.h. das Sieb liegt bzw. läuft auf
den Querfäden. Die Querfäden werden vor den Längsfäden abgerieben, wenn - wie in Figur
2 gezeigt - die Längsfäden 21 gegenüber der an der Unterseite der Querfäden 22 gedachten
Tangentialebene T zurückversetzt (siehe z in Figur 2) angeordnet sind. Auch die Dichte
der Fäden und die Zahl der Fäden pro cm ist bei der grob und offen gestalteten unteren
Gewebelage 20 im Vergleich zu der oberen Gewebelage 10 verschieden. So weisen die
Querfäden hier beispielsweise einen Durchmesser von 0,30 mm auf und sind in einer
Querfadendichte von 18 Faden pro cm angeordnet und die Längsfäden weisen eine Stärke
bzw. einen Durchmesser von im wesentlichen 0,30 mm auf und sind in einer Längsfadendichte
von 23 Faden pro cm angeordnet.
[0021] Einige der Längsfäden 21 - im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeder vierte Längsfaden
- sind als Fadenbündel 23 ausgebildet. Jedes Fadenbündel 23 besteht aus mehreren Einzelfäden
3 (hier aus drei Einzelfäden 3', 3", 3"'), die in Längsrichtung ausgerichtet sind,
dicht gepackt parallel aneinanderliegen und nicht verdrillt oder verzwirnt sind. Maschen
bzw. Lücken sind zwischen Längsfäden 21 oder zwischen Längsfäden 21 und Fadenbündel
23 vorgesehen, jedoch nicht zwischen den Einzelfäden 3 eines Fadenbündels. Der Durchmesser
eines jeden der Einzelfäden 3 ist gleich dem Durchmesser eines Längsfadens 11 der
oberen Gewebelage 10. Die Fadenbündel 23 haben jeweils eine Dicke bzw. einen Durchmesser
(siehe D' in Figur 3) der hier in etwa der Dicke bzw. dem Durchmesser (siehe D in
Figur 3) der Längsfaden 21 der unteren Gewebelage 20 entspricht. Querschnittsform
und Querschnittsfläche der Längsfäden 21 und der Fadenbündel 23 stimmen indessen hier
nicht völlig überein. So ist die Querschnittsfläche des Fadenbündels 23, die gleich
der Summe der Querschnittsflächen der Einzelfäden 3 ist, etwas geringer als die der
nicht in Einzelfäden 3 aufgegliederten Längsfäden 21. Anderenteils weisen die Fadenbündel
23 gegenüber einem monofilen Längsfaden 21 bei übereinstimmender Werkstoffeigenschaft
eine etwas großere Biegsamkeit auf. Ein negativer Einfluß auf die Festigkeitseigenschaften
und die Stabilität der unteren Gewebelage oder des Entwässerungssiebes ist durch diese
Unterschiede praktisch nicht zu erwarten. Die Einzelfäden 3 sind im vorliegenden Falle,
wie auch die Längsfäden 21 und die Querfäden 22 der unteren Gewebelage 20 monofile
Kunststoffäden, beispielsweise aus Polyesterfäden und/oder Polyamidfäden.
[0022] Die Anbindung der oberen Gewebelage 10 an die untere Gewebelage 20 erfolgt jeweils
durch einen der Einzelfäden 3 der Fadenbündel 23. Dieser Einzelfaden 3 ist über Querfaden
12 geführt und so in die obere Gewebelage 10 eingebunden. Im Ausschnitt des Entwässerungssiebes
nach Figur 2 sind zwei Anbindestellen A im angegebenen Rapport B-B des Entwässerungssiebes
vorhanden. An diesen Anbindestellen A ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine
Doppel- oder Klammeranbindung gegeben. Denn zum einen ist - wie in Figur 2 deutlich
- ein Einzelfaden 3' nach Art eines Längsfadens 11 über drei Querfäden 12 in die obere
Gewebelage 10 eingebunden und zum anderen ist ein Längsfaden 11, und zwar derjenige,
dessen Platz der Einzelfaden 3' in der oberen Gewebelage 10 eingenommen hat, um einen
darunter gelegenen Querfaden 22 der unteren Gewebelage 20 eingebunden und tritt dabei
an die Stelle des nach oben geführten Einzelfadens 3', in dessen Fadenbundel 23. Dabei
ist der Längsfaden 11 gegenüber der Siebunterseite MS von den beiden übrigen Einzelfäden
3", 3"' die im übrigen von der Tangentiallinie T (siehe Figur 2) zurückversetzt angeordnet
sind, abgeschirmt.
[0023] Die Anbindestellen A sind in diesem ersten Ausführungsbeispiel so gelegen, daß an
dieser Stelle in der unteren Gewebelage 20 zum einen ein Querfaden 22 an seiner der
Siebunterseite MS zugewandten Seite von einem Fadenbündel 23 bzw von den Einzelfäden
3', 3", 3"' dieses Fadenbündels 23 unterlaufen wird und zum anderen über diesem Querfaden
22 der mittlere von drei Querfaden 12 angeordnet ist. Diese drei Querfäden werden
an ihrer der Sieboberseite PS zugewandten Oberseite von einem Längsfaden bzw. von
eingebundenen Einzelfäden 3' überquert. Durch diese Doppel- oder Klammeranbindung
der beiden Gewebelagen 10, 20 bzw. durch den Austausch eines Längsfadens 11 durch
einen Einzellängsfaden 3 der im Hinblick auf Dicke, Gestalt, Materialeigenschaften
mit dem ersetzten Längsfaden 11 identisch ist, wird eine besonders stabile und gleichsam
verwindungssteife Verbindung der beiden Gewebelagen 10,20 erreicht, ohne daß eine
Störung der Siebunterseite MS und ohne daß eine Störung an der Sieboberseite PS eintritt
(siehe auch Figur 2 und 3). In Figur 1 sind längs der beiden gezeigten Fadenbündel
23 zwei der praktisch unauffälligen Anbindestellen A gezeigt. An den beiden Anbindestellen
A (siehe Figur 2) wird die Doppel- oder Klammeranbindung zum einen - wie zuvor durch
den nach unten geführten und dort abgebundenen Längsfaden 11 gebildet und zum anderen
hier durch den Einzellängsfaden 3" gebildet.
[0024] Das Papiermaschinensieb nach dem ersten Ausführungsbeispiel zeichnet sich aus:
Durch eine allein durch die Oberseite der oberen Gewebelage bestimmte und vorgebbare
Sieboberseite PS, die durch die Anbindung der unteren Gewebelage 20 nicht gestört,
insbesondere hinsichtlich der Markierqualität nicht beeinträchtigt ist;
durch eine allein durch die Unterseite der unteren Gewebelage 20 bestimmte und vorgebbare
Siebunterseite MS die durch die Anbindung der oberen Gewebelage nicht gestört ist;
durch eine unauffällige und stabile An- und Verbindung der Gewebelagen 10,20 und eine
die Sieblaufzeit steigernde, vor allem, weil eine Wellenbildung im Entwässerungssieb
vermeidende mechanische Stabilität und Planlage des Entwässerungssiebes.
[0025] Die in den Figuren 4 und 5 als Längsfadenschnitt dargestellten zweiten und dritten
Ausführungsbeispiels stellen Varianten des ersten Ausführungsbeispieles dar. Sie unterscheiden
sich von diesem lediglich im Bereich der Anbindestellen A. Die Einbindung der Einzelfäden
3 in der oberen Gewebelage 10 erfolgt hier nicht an mehreren, sondern lediglich an
dem Querfaden 12, der unmittelbar über einem Querfaden 22 angeordnet ist, der an der
Unterseite bzw. der Siebunterseite MS von einem Fadenbündel 23 gekreuzt bzw. unterlaufen
wird. Dadurch ergibt sich eine Doppel- oder Klammeranbindung der beiden Gewebelagen
10, 20, bei der die sich zwischen oberer und unterer Gewebelage 10, 20 erstreckenden
freien Fadenlängen des Längsfadens 11 kürzer sind.
[0026] Während beim zweiten Ausführungsbeispiel (Figur 4) die Längsfadenflottierung an der
Sieboberseite PS unterbrochen wird und somit eine gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
(Figur 2) gewisse Verringerung der freien Siebauflagefläche eintritt, ist durch die
Anbindung nach dem dritten Ausführungsbeispiel (Siehe Figur 5), bei der der neben
einer über drei Querfäden 12 flottierenden Längsfadenflottierung angeordnete Querfaden
12 von einem Einzelfaden 3' eingebunden wird, eine gewisse Vergrößerung der Siebauflagefläche
gegeben und damit im Bereich der Anbindestellen A eine geschlossenere Sieboberfläche
erreicht.
[0027] Die in den Figuren 6 und 7 als Längsschnitt dargestellten vierten und fünften Ausführungsbeispiele
unterscheiden sich von den vorangehenden Ausführungsbeispielen vor allem durch die
Art der Anbindung. Anstelle der in der Regel vorzusehenden Doppel- oder Klammeranbindung
ist an den Anbindestellen A lediglich eine Einfach-Anbindung durch einen Einzelfaden
3 in der oberen Gewebelage 10 gegeben. Der oder die in die obere Gewebelage 10 eingebundenen
Einzelfäden 3' nehmen in der oberen Gewebelage 10 auch im vierten und fünften Ausführungsbeispiel
die Position eines Längsfadens 11 ein. Es findet also auch hier an den Anbindestellen
A ein Austausch eines Längsfadens 11 durch einen Einzelfaden 3' statt. Allerdings
ist von einer Einbindung des "ausgetauschten" Längsfadens 11 in die untere Gewebelage
20 abgesehen, vielmehr wird dieser Längsfaden 11 entlang der Unterseite der oberen
Gewebelage 10 zwischen der oberen und der unteren Gewebelage 10, 20 geführt. Eine
Störung der Sieboberseite PS durch die eingebundenen Einzelfäden 3 tritt sonach bei
diesen Ausführungsbeispielen wie auch bei den zuvor genannten drei anderen Ausführungsbeispielen
nicht ein. Während bei dem vierten Ausführungsbeispiel (Figur 6) die Einzelfaden wie
bei dem ersten Ausführungsbeispiel (Figur 2) nur über drei nebeneinanderliegende Querfäden
12 - also über eine Längsfadenflottierung - eingebunden sind, sind im fünften Ausführungsbeispiel
(Figur 7) die Einzelfäden 3 über eine zwei Längsfadenflottierungen aufweisende Strecke
eingebunden, so daß sich eine dichtere Anordnung von längeren Anbindebereichen ergibt.
[0028] Bei den zuvor beschriebenen fünf Ausführungsbeispielen erfolgt die Anbindung der
oberen Gewebelage 10 und der unteren Gewebelage 20 an jeder Anbindestelle ausschließlich
über in Längsrichtung MD des Siebes laufende Einzelfäden 3 bzw. 3', 3", 3'" von Fadenbündel
23, die jeweils an die Stelle eines Längsfadens 21 in der unteren Gewebelage 20 getreten
sind.
[0029] In den nun folgenden Ausführungsbeispielen erfolgt die Anbindung der beiden Gewebelagen
10,20 über in Querrichtung CD des Siebes laufende Einzelfäden 3 bzw. 3', 3", 3"' von
Fadenbündel 23 die jeweils die Stelle eines Querfadens 22 in der unteren Gewebelage
20 eingenommen haben.
[0030] Im sechsten Ausführungsbeispiel (siehe Figur 8 und 9) wird die Anbindung allein von
in Querrichtung CD verlaufenden Einzelfaden 3 wahrgenommen. Oder mit anderen Worten:
Im Vergleich zu dem ersten Ausführungsbeispiel werden bei dem sechsten Ausführungsbeispiel
nicht einige der Längsfäden sondern einige der Querfäden 22 als Fadenbündel 23 ausgebildet
und deren Einzelfäden 3 zur Anbindung und Verbindung der Gewebelagen 10, 20 herangezogen.
[0031] Im siebten Ausführungsbeispiel (siehe Figur 10 und 11) ist schließlich eine kombinierte,
in besonderer Weise stabilisierende Anbindung vorgesehen. Denn hier kommt sowohl eine
Anbindung durch in Querrichtung CD verlaufende Einzelfäden 3 bzw. 3', 3", 3'" (siehe
Figur 8 und 9), als auch eine Anbindung durch in Längsrichtung MD verlaufende Einzelfäden
3 bzw. 3', 3", 3'" zum Einsatz.
1. Mehrlagiges Entwässerungssieb, insbesondere für den Blattbildungsteil einer Papiermaschine,
welches Sieb wenigstens zwei Gewebelagen aufweist,
eine aus Längs- und Querfäden gebildete obere Gewebelage deren Oberseite die Sieboberseite
darstellt
und eine aus Längs- und Querfäden gebildete untere Gewebelage, deren Unterseite die
Siebunterseite darstellt, wobei die Gewebelagen an mehreren Anbindestellen aneinander
angebunden sind und die Anbindung der Gewebelagen an den Anbindestellen über Fäden
erfolgt, die Bestandteil wenigstens einer der Gewebelagen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Gewebelagen, die unterhalb der oberen Gewebelage (10) angeordnet sind,
zumindest aber in der unteren Gewebelage (20), einige von den Längsfäden (21) und/oder
einige von den Querfäden (22) einer Lage als Fadenbündel (23) aufgebaut sind, wobei
jedes Fadenbündel (23) aus mehreren - vorzugsweise aus drei und mehr als drei - Einzelfäden
(3), die nicht miteinander verdrillt sind, besteht und wobei jedes Fadenbündel (23)
eine Dicke aufweist die im wesentlichen gleich ist der Dicke der übrigen Längsfäden
(21) bzw. Querfäden (22) dieser Lage daß die Anbindung der Gewebelagen an jeder Anbindestelle
(A) dadurch erfolgt, daß ein Einzelfaden (3) eines Fadenbündels (23) einer Gewebelage
in zumindest eine der darüber angeordneten Gewebelagen eingebunden ist,
und daß zumindest die in die obere Gewebelage (10) eingebundenen Einzelfäden (3) eine
Dicke aufweisen welche gleich ist der Dicke der Längsfäden (11) der oberen Gewebelage
(10) wenn die Einzelfäden als Längsfäden eingebunden sind, oder die gleich ist der
Dicke der Querfäden (12) der oberen Gewebelage (10), wenn die Einzelfäden (3) als
Querfäden eingebunden sind.
2. Sieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein in eine Gewebelage eingebundener
Einzelfaden (3) zumindest in der oberen Gewebelage (10) an der Stelle eines Längsfadens
(11) über wenigstens einen Querfaden (12) oder an der Stelle eines Querfadens (12)
über wenigstens einen Längsfaden (11) eingebunden ist und der ersetzte Längsfaden
(11) bzw. der ersetzte Querfaden (12) unterhalb dieser Querfäden bzw. dieser Längsfäden
geführt ist.
3. Sieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ersetzte Längsfaden (11)
bzw. der ersetzte Querfaden (12) in dem Fadenbündel (23) des an seine Stelle getretenen
Einzelfadens (3) eingeordnet ist.
4. Sieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsfaden (11) bzw. der
Querfaden (12) von Einzelfäden (3) dieses Fadenbündels (23) zur Siebunterseite (MS)
hin abgeschirmt ist.
5. Sieb nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelfäden (3) eines
Fadenbündels (23) - in Längsrichtung des Fadenbündels (23) gesehen - abwechselnd zur
Anbindung in einer anderen Gewebelage herangezogen werden.
6. Sieb nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Gewebelage (10)
im Vergleich zur unteren Gewebelage (20) feinmaschiger und aus Fäden (11,12) von geringerer
Dicke (bzw. Durchmesser) aufgebaut ist.
7. Sieb nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Gewebelage (20)
als Querfadenläufer ausgebildet ist.
8. Sieb nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet daß die untere Gewebelage (20)
Vierköperbindung aufweist.
9. Sieb nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (11, 12; 21,
22; 3) der Gewebelagen monofile Kunststoffäden sind.
1. A multi-layer dewatering screen in particular for the sheet-forming part of a paper
making machine, comprising at least two fabric layers, an upper fabric layer made
of longitudinal and cross thread whereby the topside of the upper layer represents
the top side of the screen and a lower fabric layer made of longitudinal and cross
threads, whereby the lower side of the lower layer represents the machine side of
the screen, whereby the fabric layers are tied together at different tie points by
means of threads being part of at least one of the fabric layers, characterized in
that a part of the longitudinal threads and/or cross threads in the lower fabric layer
, at least in the lower layer (20), is in the form of bundles (23), whereby each bundle
(23) is composed of several - preferably of three or more - component filaments (3)
being non- twisted together, whereby the thickness of each bundle (23) corresponds
substantially to the thickness of the other longitudinal threads (21) resp. cross
threads (22) of that lower fabric layer; the tie points (A) between the layers are
formed, respectively, by passing a component tilament (3) of a bundle (23) over at
least one crossing thread in an upper layer; the thickness of the component filaments
(3) forming tie points in the upper layer (10) corresponds to that of the longitudinal
threads (11) of the upper layer (10) if said component filaments (3) are tied up as
longitudinal threads or corresponds to that of the cross threads (12) of the upper
layer (10) if said component filaments (3) are tied up as cross threads.
2. Screen according to claim 1 characterized in that a component filament (3) being
tied up in an upper layer is tied up in the upper layer (10) by passing over at least
one cross thread (12) in place of a longitudinal thread (11) or by passing over at
least one longitudinal thread (11) in place of a cross threas (12) whereby the replaced
longitudinal thread (11) resp. cross thread (12) is diverted under said cross threads
resp. longitudinal threads.
3. Screen according to claim 2 characterized in that the longitudinal thread (11)
being replaced or the cross thread (12) being replaced is arranged in the bundle (23)
to which belongs the component filament (3) having taken the place of said thread.
4. Screen according to claim 3 characterized in that the longitudinal thread (11)
or the cross thread (12) is shielded from the machine side (MS) of the screen by component
filaments (3) of the bundle (23).
5. Screen according to claim 1 to 4 characterized in that the component filaments
(3) of a bundle (23) - seen in longitudinal direction of the bundle (23) - are alternately
employed for forming tie points withanother fabric layer.
6. Screen according to claim 1 to 5 characterized in that the upper layer (10) is
finer- meshed and is made from threads (11,12) having a less thickness (resp. diameter)
than the lower layer (20).
7. Screen according to claim 1 to 6 characterized in that the lower layer (20) is
in the form of a travers filament runner.
8. Screen according to claim 1 to 7 characterized in that the lower layer (20) is
woven in a four-leaved twill.
9. Screen according to claim 1 to 8 characterized in that the filamentary elements
(11,12; 21, 22; 3) in respective layers are monofil filaments of synthetic material.
Toile d'égouttage multicouche, pour la zone de formation de feuille d'une machine
à papier notamment, composée de deux couches de tissu au moins, d'une couche supérieure
constituée de fils longitudinaux et transversaux, dont la face supérieure représente
la face supérieure de la toile, et d'une couche inférieure constituée de fils longitudinaux
et transversaux, dont la face inférieure représente la face inférieure de la toile,
les couches de tissu étant entrelacées en plusieurs points d'attache et la liaison
en ces points étant assurée par des fils, qui font partie de l'une des couches de
tissu au moins, caractérisée en ce que, dans les couches de tissu sous-jacentes à
la couche supérieure (10), dans la couche de tissu inférieure (20) du moins, quelques-uns
des fils longitudinaux (21) et/ou quelques-uns des fils transversaux (22) d'une couche
sont réalisés en paquets de fils (23), chaque paquet (23) se composant de plusieurs
monofilaments (3) non torsadés, de trois monofilaments et plus de préférence, et présentant
une épaisseur essentiellement égale à celle des autres fils longitudinaux (21) et/ou
transversaux (22) de cette couche, en ce que la liaison des couches de tissu en chaque
point d'attache (A) est assurée par le passage d'un monofilament (3) d'un paquet de
fils (23) d'une couche de tissu dans l'une des couches de tissu sus-jacentes du moins,
et en ce que les monofilaments (3) du moins, liés dans la couche de tissu supérieure
(10), présentent une épaisseur égale à celle des fils longitudinaux (11) de la couche
supérieure (10), lorsque ces monofilaments sont représentés par des fils longitudinaux,
ou égale à l'épaisseur des fils transversaux (12) de la couche de tissu supérieure
(10), lorsque les monofilaments (3) sont représentés par des fils transversaux.
2. Toile suivant la revendication 1, caractérisée en ce qu'un monofilament (3), lié
dans une couche de tissu, est passé dans la couche supérieure (10) du moins à la place
d'un fil longitudinal (11), sur un fil transversal (12) au moins, ou à la place d'un
fil transversal (12), sur un fil longitudinal (11) au moins, le fil longitudinal (11)
et/ou le fil transversal (12) remplacés étant passés au-dessous de ces fils transversaux
et/ou longitudinaux.
3. Toile suivant la revendication 2, caractérisée en ce que le fil longitudinal (11)
et/ou le fil transversal (12) remplacés sont rattachés au paquet de fils (23) du monofilament
(3), qui a occupé leur place.
4. Toile suivant la revendication 3, caractérisée en ce que le fil longitudinal (11)
et/ou le fil transversal (12) sont protégés par rapport à la face inférieure de la
toile (MS) par des monofilaments (3) de ce paquet de fils (23).
5. Toile suivant les revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les monofilaments
(3) d'un paquet de fils (23), vu dans le sens longitudinal de ce dernier, sont utilisés
par alternance pour la liaison dans une autre couche de tissu.
6. Toile suivant les revendications 1 à 5, caractérisée en ce que, par rapport à la
couche de tissu inférieure (20), la couche supérieure (10) est à mailles plus fines
et se compose de fils (11, 12) d'une épaisseur (et/ou d'un diamètre) inférieure.
7. Toile suivant les revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la couche de tissu
inférieure (20) est représentée par un tapis de fils transversaux.
8. Toile suivant les revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la couche de tissu
inférieure (20) présente une armure sergée de quatre.
9. Toile suivant les revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les fils (11, 12;
21, 22; 3) des couches de tissu sont des monofilaments en plastique.