[0001] Verfahren und Einrichtung zur hochwertigen typografischen Darstellung von Schriften
Technisches Gebiet
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der computergesteuerten Wiedergabe von
Schriften.
Zugrundeliegender Stand der Technik
[0003] Die computergesteuerte Wiedergabe von Schriften wird heute für den Dialog zwischen
Mensch und Computer eingesetzt und dient zur Erfassung, Prüfung, Änderung und Wiedergabe
von Daten. Hierzu werden Bildschirmterminals eingesetzt, die im wesentlichen aus folgenden
Bauteilen bestehen: Alphanumerische Tastatur, Rechner-Interface, Buchstabenspeicher,
Darstellungs- und Kontrollelektronik und Bildröhre. Der Buchstabenspeicher besteht
z. B. aus PROM-Speichern (Programable Read Only Memory), die die Bildinformation für
die Darstellung jedes Zeichens, z. B. Buchstaben, Ziffern oder Satzzeichen usw. auf
dem Bildschirm enthalten.
[0004] Die Wiedergabe auf der Bildröhre erfolgt herkömm- , lich typischerweise mit etwa
460 Bildpunkten je Zeile und 240 Bildzeilen. Daher können in einer Zeile bis zu 80
Buchstaben mit einem Bildpunkt-Freiraum zwischen aufeinanderfolgenden.Zeichen - 80
x (7+1) = 640 - dargestellt und bis zu 20 Zeilen - 20 x (9+3) = 240 - mit je 3 Bildzeilen
Zeilendurchschuß aufgezeichnet werden. Die Höhe der Großbuchstaben wird daher üblicherweise
mit 3 - 4 mm wiedergegeben.
[0005] Üblicherweise werden für die Textwiedergabe pro Buchstabe Matrizen von 7 x 9 Bits
gespeichert und auf dem Bildschirm dargestellt. Jedes Bit entspricht einem Bildpunkt,
der entweder schwarz oder weiß sein kann. Auf diese Weise ist die Wiedergabe verschiedener
Schriftarten mit typografischen Feinheiten nicht möglich und die Lesbarkeit mancher
Buchstaben ist schlecht. So ist z. B. der Buchstabe "w", falls er in einer Schriftart
wiedergegeben werden soll, in der er mit Serifen versehen ist, nicht ohne weiteres
als solcher erkennbar, während bei der Darstellungsweise ohne Serifen der Weißanteil
mancher Buchstaben, vor allem des Buchstabens "I", zu groß ist.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Lesbarkeit der Schriften zu verbessern
und die typografischen Besonderheiten besser zum Ausdruck zu bringen. Die Erfindung
erreicht dies dadurch, daß die darzustellenden Bildpunkte für die Buchstaben in Form
von Grauwertmatrizen durch Mehr-Bit-Bytes gespeichert und als Grauwerte aufgezeichnet
werden.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der Grauwert für
jeden Bildpunkt dem Grauwert eines Rechtecks von m in einer Zeile hintereinander liegenden
Punkten und von n aufeinanderfolgenden Zeilen entspricht, wobei vorzugsweise m =
.4 und n = 4 gewählt werden.
[0008] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß ein Mehr-Bit-Schlüssel
von einem halben Byte verwendet wird.
[0009] In vorteilhafter Weise haben die Grauwert-Matrizen alle die gleiche Höhe, vorzugsweise
16 Grauwertpunkte und verschiedene, der Breite der darzustellenden Zeichen angepaßte
Breiten von vorzugsweise 3 - 16 Grauwerten.
[0010] Erfindungsgemäß kann eine Bildröhre mit mehr als 512 x 512 Bildpunkten, vorzugsweise
1024 Zeilen ä 1024 Bildpunkte oder mehr ohne Halbbildtrennung vorgesehen sein.
[0011] Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens kann vorzugsweise
dadurch gekennzeichnet sein, daß eine Bit
-Map der Vorlage jedes im Bildzeichen-Speicher zu speichernde Zeichen mit mindestens
n-mal so viel Zeilen und mindestens m-mal so viel Punkten je Zeile, wie auf dem Bildschirm
darstellbar ist, vorgesehen ist und daß mittels eines Rechners n-zeilenweise ausgelesen
und in m-Pixelbreite zusammengefaßt wird, wobei für je m x n Pixel der entsprechende
Grauwert ermittelt und diese Information als Mehr-Bit-Byte in Form von Grauwert-Matrizen
für die Schriftzeichen speicherbar ist. Hierbei kann vorzugsweise m = 4 und n = 4
sein und ein Mehr-Bit-Schlüssel von einem halben Byte vorgesehen werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Fig. 1 - 10 erläutert.
Es zeigen:
Fig. la bis lf Darstellungen von Zeichen ohne Grauwerte (Stand der Technik),
Fig. 2a und 2b Darstellungen von Zeichen mit Grauwerten,
Fig. 3 ein Beispiel für die Darstellung eines Zeichens in einer Schriftart (Optima),
Fig. 4 die Darstellung einer Schrift mit einer Bit-Matrix von 64 x 64 Bildpunkten
(Stand der Technik),
Fig. 5 die Darstellung dünner Striche mit Grauwerten
Fig. 6a bis 6c ein Beispiel für die bessere Lesbarkeit der Schrift bei der gegenüberstellenden
Wiedergabe mit und ohne Grauwerten,
Fig. 7 eine Einrichtung zur Durchführung der Erfindung
Fig. 8 ein Diagramm für die Übergabe der Halbbytes an den Video-Controller
Fig. 9 ein Beispiel für eine Schnittstelle zwischen Bus und Halbbyte-Speicher und
Video-Controller und
Fig. 10a u. 10b ein Schaltungsbeispiel für die Übergabe vom Halbbyte-Speicher zum
Monitor
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
[0013] In den Figuren la bis lf sind die Buchstaben I, M und W in Form von reinen Schwarz-Weiß-Werten
einmal mit und einmal ohne Serifen dargestellt. Bei dem Buchstaben I in der Fig. la
und ld ist die Lesbarkeit in beiden Fällen gegeben, aber bei den beiden komplizierteren
Buchstaben M und W in den Figuren lb und le sowie lc und lf nicht.
[0014] In den Figuren 2a und 2b sind der Buchstabe M und der kleine Punkt mit Grauwerten
dargestellt. Dabei ist die Höhe der Matrizen konstant, z. B. mit 16 Graupunkten, und
die Breite variabel, z. B. mit 16 Graupunkten, je nachdem wie die Breite des jeweiligen
Zeichens es erfordert, etwa 3 für den kleinen Punkt und 16 für das kleine M.
[0015] Um die Darstellung optimal zu ermöglichen, soll eine andere Bildröhre, als bisher
für Bildschirmterminals üblich, verwendet werden, nämlich eine Bildröhre mit mehr
als 512 x 512 Bildpunkten ohne Halbbildtrennung. Besonders bevorzugt wird eine Bildröhre
mit 1024 Zeilen ä 1024 Bildpunkten oder mehr ohne Halbbildtrennung, z. B. zur Darstellung
der Fläche einer DIN A4-Seite von ca. 200 mm Breite und 300 mm Höhe. Für diesen Fall
ergibt sich eine Zeilenbreite von etwa 0,3 mm und einer Höhe der Großbuchstaben von
3,3 mm.
[0016] Die optimale Wahl des für den erfindungsgemäßen Zweck günstigsten Grauwert für jeden
Bildpunkt kann erfindungsgemäß dadurch ermittelt werden, daß man zunächst für das
Buchstabengeviert eine feinere Schwarz-Weiß-Bit-Map erstellt als dem auf dem Bildschirm
dargestellten Bildpunktraster entspricht, und zwar vorzugsweise mit 64 x 64 Bildpunkten.
Die Grauwert-Matrizen, die in dem PROM-Speicher des Bildschirmterminals geladen werden
sollen, werden - zweckmäßigerweise mit Hilfe eines Computers - wie folgt ermittelt:
Man wählt Rechtecke von m in der Zeile hintereinanderfolgenden Punkten Länge und n
aufeinanderfolgenden Zeilenhöhe aus, errechnet - zweckmäßig mit Hilfe eines Computers
- aus den m x n Bits einen durchschnittlichen Grauwert, entsprechend dem Verhältnis
der Anzahl schwarzer Punkte zur Gesamtpunktezahl, und speichert ihn in einem Mehr-Bit-Schlüssel.
Jedes der ausgewählten Rechtecke erscheint demnach bei der Bildwiedergabe auf dem
Bildschirm als einziger Bildpunkt mit einem Grauton, der dem Durchschnitt der Schwarz-Weiß-Werte
des Gesamtrechtecks entspricht im Schwerpunkt dieses Rechtecks.
[0017] Vorzugsweise soll m = 4 und n = 4 und der Mehr-Bit-Schlüssel 1/2 Byte (4 Bit) sein.
Es kann aber auch ein anders ermittelter Grauwert zur Erzielung einer günstigeren
Gradation verwendet werden. Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
daß die optische Kontrolle von Texteingaben für Satzrechner ermöglicht wird, was sich
aus der Möglichkeit variabler Buchstabenbreite und variabler Schriftart ergibt.
[0018] In Fig. 3 ist ein Beispiel hierfür angegeben, und Fig. 4 zeigt die Wiedergabe dieses
Schriftzeichens gemäß dem Stand der Technik mit einer 64 x 64 Bit-Matrix je Buchstabe.
Wie hieraus zu ersehen ist, ist die Qualität schlechter als bei der Darstellung mit
Grauwerten gemäß Fig. 3.
[0019] Wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, können mit Hilfe der erfindungsgemäß verwendeten Grauwerte
bei helleren Graupunkten in der Mitte die Buchstabenstriche eine gewünschte Verdünnung
bekommen.
[0020] Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens ist besonders gut aus Fig. 6a
bis 6c anhand des Buchstabens "e" ersichtlich. Fig. 6a zeigt die Bit-Map für diesen
Buchstaben mit der z. B. im Zeitungsdruck üblichen Bitzahl von 34 x 34 Bits je 9p-Buchstabengeviert
mit den erfindungsgemäß zu Rechtecken (im dargestellten Beispiel von 4 x 4 Pixeln)
zusammengefaßten "Überpixeln". Für jedes dieser Rechtecke ist die Zahl der in ihm
enthaltenen schwarzen Bits angegeben. Figur 6c zeigt, wie dieser Buchstabe bei reiner
Schwarz-Weiß-Wiedergabe (schwarz die Rechtecke mit mindestens 7 und weiß, die mit
6 oder weniger schwarzen Bits wie Rechteck) mit 8,5 x 8,5 Pixeln je Buchstabengeviert
aussehen würde - nämlich völlig unleserlich.
[0021] Im Vergleich dazu ist aus der Figur 6b ersichtlich, daß der gleiche Buchstabe mit
der gleichen Anzahl von Pixeln je Buchstabengeviert ohne weiteres lesbar wird, wenn
die Wiedergabe erfindungsgemäß mit Pixeln bzw. "Überpixeln" gezeigt geeignet abgestufter
Grauwerte erfolgt. Dies fällt besonders dann auf, wenn der Buchstabe auf die richtige
Größe von etwa 3 mm verkleinert oder, was auf dasselbe hinauskommt, aus größerer Entfernung,
z. B. 4 m, betrachtet wird.
[0022] Wie aus dem Vorangegangenen zu ersehen ist, kann mit dem erfindungsgemäBen Verfahren
und erfindungsgemäßen Einrichtung gegenüber bekannten Terminals eine Reihe von Vorteilen
erzielt werden, z. B. eine hochwertige Wiedergabe von Schriften, damit eine erhebliche
Verbesserung der Lesbarkeit - also ergonometrisch günstiger -, die Wiedergabe von
Typografie und die Auswahl unter vielfältigen Schriften sowie die Möglichkeit, Schriftzeichen
in wesentlich schönerer Form als bisher zu speichern und auf dem Bildschirm wiederzugeben.
[0023] In Figur 7 ist (1) eine BUS-Leitung, über die die Baugruppen (2 bis 7) miteinander
kommunizieren können, z. B. ein handelsüblicher VME-Bus. Es ist ein Fontspeicher (2)
vorgesehen, in dem die Bit-Matrizen für die einzelnen Schriftzeichen dauerhaft gespeichert
sind, vorzugsweise auf Magnetscheiben (Floppy-Disk). Die Summe aller Schriftzeichen
einer bestimmten Schriftart bildet einen sogenannten Font. Üblicherweise wird für
eine Schrift, die in 9p-Schriftgröße dargestellt werden soll, je Schriftzeichen eine
Bit-Matrix von 34 x 34 bit zur Verfügung gestellt, vgl. Fig. 1, in der auch die Anzahl
schwarzer Pixel je 4 x 4 bit-Quadrat eingetragen sind. Der zu setzende Text wird von
einem Satzrechner (3), z. B. ein Rechner vom Typ MC 68000 von Motorola, dadurch aufgebaut,
daß er die Bit-Maps der einzelnen Buchstaben am richtigen geometrischen Ort im Bit-Map-Speicher
einkopiert. Zweckmäßig holt er diese Einzel-Bit-Maps nicht jedesmal direkt aus dem
Fontspeicher (2), sondern verlädt den ganzen Font zunächst in einen Zwischenspeicher
(4), der vorteilhafterweise ein RAM-Speicher (Random-Access-Memory) ist. Als Speichermodule
für diesen Zwischenspeicher können z. B. FORCE-Platinen verwendet werden. Gemäß der
geschilderten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die vom Satzrechner
(3) zu verarbeitenden Textbefehle zusätzlich zum Text auch Informationen über die
Dickte jedes Buchstabens, d. h. die genaue Strecke in Bits, die er zusammen mit einer
geringen Weißfläche vorher (Vorbreite) und einer geringen Weißfläche nachher (Nachbreite)
einnimmt. Auf diese Weise kann der Satzrechner (3) die vorteilhafteste Anfangsposition
für die Bit-Map des jeweiligen Folgebuchstabens aus der Information des gerade gesetzten
Zeichens ermitteln.
[0024] Unabhängig vom Satzrechner (3) arbeitet der erfindungsgemäß eingesetzte, ebenfalls
am BUS (1) angeschlossene Teilbyterechner (6), der bei der geschilderten bevorzugten
Ausführungsform ein Halbbyte-Rechner ist, z. B. ein FORCE CPU 68000 Sys 68 K/CPU-1.
[0025] Er liest sequentiell von links nach rechts Zeilen von vorzugsweise je 4 bits Höhe
ein und bildet aus je 4 x 4 bit ein Halbbyte, das an die entsprechende Position des
Halbbytespeichers (7) geladen wird (a in Fig. 2). Der Rechner (6) geht zeilenweise
vor und bildet aus den ersten 4 x 4000 bits der Bit-Map (5) die ersten 1 x 1000 Halbbytes
des Speichers (7), ebenso aus den zweiten 4 x 4000 bits die zweiten 1 x 1000 Halbbytes
usw. Unabhängig sowohl vom Satzrechner (3) als auch vom Halbbyte-Rechner (6) holt
der nur an den Halbbyte-Speicher (7), aber nicht an die BUS-Leitung (1) angeschlossene
Video-Controller (8) aus dem Halbbyte-Speicher (7) zeilenweise je 1000 Halbbytes heraus.
Aus diesen werden über den für die Bildschirmeingabe notwendigen Digital-zu-Analog-Wandler
(9) die Fernsehsignale für eine Fernsehzeile erzeugt und der Elektronik des Monitors
(10) angeboten.
[0026] Um eine einwandfreie kontinuierliche Bilddarstellung auf dem Monitor zu gewährleisten,
ist es im geschilderten Beispiel zweckmäßig, einen Video-Controller-Eingang mit einer
Bandbreite von mindestens 64 x 10
6 Halbbytes/sec zu verwenden.
[0027] Die Übergabe der Halbbyte-Information aus dem Halbbyte-Speicher (7) an den Monitor
(10) ist in den Figuren 7 bis 10 detaillierter dargestellt.
[0028] Der Video-Controller (8) verlangt nacheinander vom Halbbyte-Speicher (7) Pakete von
je 8 Halbbytes = 32 bit bestimmter Adressen, z. B. das 15. Paket der 27. Zeile.
[0029] Die zeitliche Erledigung dieser Aufträge ist aus Figur 8 ersichtlich, in der die
oberste Zeile den Übergabetakt darstellt, der beispielsweise 125 ns betragen kann.
In der zweiten Zeile sind die aufeinanderfolgenden Auftragsnummern angegeben.
[0030] Von den Linien a
l, a
2, a
3 ..... stellt der linke Anfangspunkt den Beginn einer Anfrage und der rechte Endpunkt
die Beendigung der Übergabe des angeforderten Halbbyte-Pakets aus dem Speicher (7)
an den Video-Controller 8 dar. Jede Anfrage wird erst aufgenommen, wenn der Speicher
(7) eine positive Flanke des Übergabetaktes (Punkt C
1, C
2, C
3 ..... vgl. auch oberste Zeile) vorfindet.
[0031] Nach Beendigung der Bearbeitung (Punkte D
1, D
2, D
3) wird das angeforderte Halbbyte-Paket an den Video-Controller (8) übergeben (Übergabepunkte
F
1, F
2, F
3 ...
),
(Endpunkte E
1, E2, E3
...)
.
[0032] Wie aus Figur 8 ersichtlich, ist gemäß der dargestellten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen, mehrere zum Teil überlappende Aufträge - im dargestellten
Beispiel 4 - gleichzeitig zu übernehmen und auszuführen, wodurch eine erhebliche Beschleunigung
der Übertragungsgeschwindigkeit erzielt wird.
[0033] Figur 9 zeigt eine für diesen Zweck geeignete Schaltung. Es handelt sich um einen
Speicher, in den und aus dem über beide Wege asynchron übertragen werden kann. Die
Blockschaltung ermöglicht es mehrfach, im dargestellten Beispiel 4fach, zuzugreifen.
,
[0034] Über die Schnittstelle a ist er mit der Bus-Leitung (1) verbunden, über die Schnittstelle
b mit dem Video-Controller (8).
[0035] Bei einem Speicherzugriff vom Video-Controller gelangt eine von einem Adreßgenerator,
der später in Fig. 10a und b dargestellt ist, ausgesandte Adresse, unter der ein 32
Bit-Wort gelesen werden soll, über die Übergabeschnittstelle b, die mit (34) bezeichnet
ist, in eines der 4 Adreß/Datenregister (23), (26), (29), (32). In welches genau,
hängt von der Adresse ab. Bei fortlaufenden Adressen werden nacheinander die Register
(23), (26), (29), (32) angesprochen.
[0036] Jedes der 4 Register ist mit einer Speichermatrix (24), (27), (30), (33) mit einer
Kapazität von 64 K 32 Bit-Worten und einer Speichersteuerung (124, 127, 130, 133)
verbunden. Die Speichersteuerung, die für das richtige Timing bei den Speicherbausteinen
sorgt, ist an sich bekannt und aus Standard-TTL-Bausteinen aufgebaut. Die Speichermatrix
ist aus 64 K Bit großen dynamischen RAM-Speichern (z. B.
Mostek
MK 4564) aufgebaut. Nach Ablauf der Zugriffszeit der Speichermatrix (24), (27), (30),
(33) stehen die Daten am Ausgang der Matrix bereit und werden in die Adreß/Datenregister
(23), (26), (29), (32) geladen. Über die Übergabeschnittstelle (34) gelangen sie in
ein Halbbyte-Auffangsregister des Video-Controllers (8). Analog zum Speicherzugriff
des Video-Controllers verläuft der Zugriff des Halbbyte-Rechners (6).
[0037] Die Verbindung zu dem Bus (1) über die Schnittstelle a erfolgt über die Register
(22), (25), (28) und (31).
[0038] In den Figuren 10a und 10b ist die Übergabe vom Halbbyte-Speicher (7) an den Monitor
(10) im größeren Detail dargestellt. Es ist ein Adreßgenerator (35) vorgesehen (z.
B. AMD AM 2932), welcher über einen Grundtakt d gesteuert wird. Dieser Takt wird vom
Synchronisationsgenerator (20) geliefert und ist mit dem in Fig. 3 dargestellten Grundtakt,
d. h. dem Übergabetakt, identisch. Der Adreßgenerator (35) übergibt die aktuelle Adresse
des abzurufenden Halbbyte-Paketes an ein Adreßregister (36) (z. B. TI SN 74LS374),
welches die Adresse mit dem Systemtakt übernimmt und am Ausgang zur Verfügung stellt.
Über einen Bustreiber (21) gelangt die Adresse zum Halbbyte-Speicher (7).
[0039] Die vom Halbbyte-Speicher gelieferten Daten gelangen über einen Selektor (11) in
das Halbbyte-Auffangregister (12), wo sie mit dem Systemtakt c übernommen werden.
[0040] Am Ausgang des Synchron-Registerf (12) steht ein Halbbyte-Paket, bestehend aus 8
einzelnen Halbbytes, zur Verfügung. Über einen 1 aus 8-Selektor (15) werden der Reihe
nach die einzelnen Halbbytes selektiert und an ein Halbbyte-Darstellungsregister (18)
weitergereicht, in das sie mit dem Systemtakt c übernommen werden. Der 1 aus 8-Selektor
(15) hat 8 Eingänge sowie ein Steuerwerk (17). Das Steuerwerk (17) besteht aus einem
Register (171), das vom Systemtakt c angesteuert wird. Das Register (171) ist mit
einem Selektor (172) verbunden, der von dem Grundtakt d angesteuert wird, der ebenfalls
wie der Takt c vom Synchronisationsgenerator (20) geliefert wird. Der Takt c ist 8mal
schneller als der Takt d, da in einer Taktdauer von d 8mal der 1 aus 8-Selektor (15)
abgefragt wird. Der Selektor (172) ist außerdem mit einer Erhöhungsschaltung (173)
und mit einem Null-Generator (174) verbunden, der ebenfalls vom Takt d angesteuert
wird. Beim Laden eines neuen Halbbyte-Paketes in das Synchron-Register (14) wird das
Steuerwerk (17) über das Steuersignal d zurückgesetzt, so daß das erste Halbbyte über
den 1 aus 8-Selektor (15) an ein Halbbyte-Darstellungsregister (18) gelangt. Der Systemtakt
c erhöht den Wert des Steuerwerkes um 1, und das nächste Halbbyte gelangt über den
1 aus B-Selektor (15) an das Halbbyte-Darstellungsregister (18). Nach 7maligem Erhöhen
des Wertes des Steuerwerkes (17) wird das letzte Halbbyte des Halbbyte-Paketes an
das Halbbyte-Darstellungsregister (18) durchgeschaltet. Danach beginnt mit dem Rücksetzen
des Steuerwerkes (17) über die Steuerleitung d ein neuer Ausgabezyklus der Halbbytes.
[0041] Das im Halbbyte-Darstellungsregister (18) befindliche Halbbyte wird über den Digital-/Analogwandler
(19) (z: B. Analogic MP 8318) in ein analoges Spannungssignal umgesetzt und an den
Monitor (10) als VideoSignal in den Video-Eingang gegeben.
[0042] Ein an sich bekannter und käuflicher Synchronisationsgenerator (10), welcher diskret
aus Standard TTL-Bausteinen aufgebaut sein kann, liefert die erforderlichen Synchronisationssignale
(Horizontal-und Vertikal-Synchronisationssignale) zum Betreiben des Monitors (10)
sowie den Grundtakt d und den 8mal höheren Takt c.
1. Verfahren zur typografisch hochwertigen Darstellung von Schriften, dadurch gekennzeichnet,
daß die darzustellenden Bildpunkte für die Buchstaben in Form von Grauwertmatrizen
gespeichert und als Grauwerte aufgezeichnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildpunkte für die Buchstaben
in Form von Grauwert-Matrizen durch Mehr-Bit-Bytes in PROMs gespeichert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grauwert für
jeden Bildpunkt dem Grauwert eines Rechtecks von je m in einer Zeile hintereinanderliegenden
Punkten und von je n aufeinanderfolgenden Zeilen entspricht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß m = 4 ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß n = 4 ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche l - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehr-Bit-Schlüssel 1/2 breit ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Grauwert-Matrizen
die gleiche Höhe, vorzugsweise 16 Grauwertpunkte und verschiedene, der Breite der
darzustellenden Zeichen angepaßte Breiten von vorzugsweise 3 - 16 Grauwertpunkten
haben.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bildröhre
mit mehr als 512 x 512 Bildpunkten verwendet wird, vorzugsweise 1024 Zeilen ä 1024
Bildpunkte oder mehr ohne Halbbildtrennung.
9. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Bit-Map der Vorlage jedes im Schriftzeichenspeicher zu speichernde
Zeichen mindestens n-mal so viel Zeilen und mindestens m-mal so viel Punkte je Zeile,
wie auf dem Bildschirm darstellbar ist, vorgesehen ist, daß die Bit-Map von einem
Rechner n-zeilenweise auslesbar und in m-Pixelbreite zusammenfaßbar ist, wobei für
je m x n Pixel der entsprechende Grauwert ermittelt und diese Information als Mehr-Bit-Byte
in Form von Grauwert-Matrizen für die Schriftzeichen gespeichert wird.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß m = 4 ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß n = 4 ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehr-Bit-Schlüssel
1/2 breit ist.