[0001] Die Erfindung betrifft einen wärmedämmenden Vorhang aus mindestens zwei mit Abstand
zueinander angeordneten in eine Vorhangöffnung einführbaren Vorhangbahnen und mit
seitlichen Führungsschienen zur Aufnahme der Seitenränder der abgewickelten Vorhangbahnen,
die gemeinsam von einer Walze über Führungselemente abwickelbar sind und die an ihrem
der Walze abgewandten Ende Beschwerungsgewichte aufweisen.
[0002] Die Wärmeverluste in Gebäuden werden zu einem sehr großen Anteil von den Fenstern
verursacht. Während die Außenwände eine gute Wärmeisolierung bilden, sind die Wärmeverluste
an Fenstern - selbst bei Isolierverglasung bzw. Mehrfachverglasung - um ein Vielfaches
höher. Die grundsätzliche Zielrichtung der Gebäudetechnik ist daher, Fensterflächen
zu schaffen, die tagsüber viel Licht hindurchlassen und je nach Außenwitterung die
Wärmestrahlung abschirmen oder auffangen, und umgekehrt nachts, z.B. im Winter, eine
Wärmedämmung bewirken, Diese vielfältigen Aufgaben können nicht von den Fensterflächen
allein erfüllt werden. Vielmehr kommen hierzu spezielle Vorhangtechniken zum Einsatz,
die für Fensterflächen oder für ganze Fassaden geeignet sind und die ein Höchstmaß
an Anpassung an die klimatischen Bedingungen ermöglichen.
[0003] Bei Vorhängen, bei denen mehrere Vorhangbahnen auf eine Walze aufgewickelt sind,
ergibt sich das Problem, daß die Länge der einzelnen Vorhangbahnen immer nur für eine
Stellung des Vorhangs angepaßt werden kann.
[0004] Bei einem bekannter Rollvorhang (DE-PS 29 34 674) aus einer dicken, mit Gewebe oder
Folie kaschierten Weichschaumbahn, und einer Dekorvorhangbahn, die gemeinsam mit der
Weichschaumbahn auf einer Walze aufgewickelt ist, ist die Länge der Bahnen lediglich
für den ausgerollten Zustand exakt angepaßt. Beim Aufrollen wird dann die in Relation
zur Walzenachse weiter außen liegende Vorhangbahn schneller aufgewickelt, da für sie
der effektive Walzendurchmesser immer größer ist als für weiter innen liegende Vorhangbahnen.
Dadurch kann der gesamte Vorhang nur so weit aufgerollt werden, bis die am meisten
aufgewickelte Vorhangbahn - in diesem Fall die Dekorvorhangbahn - aus den oberen Führungselementen
herauszugleiten droht oder gegen einen Anschlag stößt. Die Weichschaumbahn selbst
ist dann noch nicht vollständig aufgerollt und hat sich darüber hinaus wegen ihrer
Dicke aus den zuvorgenannten Gründen in vertikaler Richtung verzogen, so daß ihre
untere breite Kante nicht gerade abschließt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vorhang der eingangs genannten Art
zu schaffen, bei dem im Bereich der Vorhangöffnung in beiden Endstellungen des Vorhangs
hinsichtlich der optischen Wirkung ein sauberer Abschluß des Vorhangs ermöglicht ist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß am oberen und/oder
unteren Ende der Vorhangöffnung ein Schlitzkasten angeordnet ist, der Schlitze für
den Durchgang der einzelnen Vorhangbahnen und deren Beschwerungsgewichte aufweist
und dessen Erstreckung in Längsrichtung der Vorhangbahnen so groß ist, daß er die
nicht miteinander verbundenen Enden der unterschiedlich weit abgewickelten Vorhangbahnen
gleichzeitig aufnimmt.
[0007] Der Schlitzkasten ermöglicht es, in vorteilhafter Weise den unvermeidlichen ungleichen
Abschluß der Endkanten einzelner gemeinsam aufgewickelter Vorhangbahnen in einer der
Extremstellungen des Vorhangs zu verblenden, so daß der ungleiche Abschluß nicht sichtbar
ist.
[0008] Bei ungleichem Abschluß der Enden der Vorhangbahn im aufgewickelten Zustand des Vorhangs
ist vorgesehen, daß der Schlitzkasten am oberen Ende der Vorhangöffnung angeordnet
ist und derart bemessen ist, daß das Ende der am wenigsten aufgewickelten Vorhangbahn
sich vollständig im Schlitzkasten befindet, wenn das Ende der am meisten aufgewickelten
Vorhangbahn gerade in der oberen Endstellung ist.
[0009] Ein solcher Schlitzkasten ermöglicht einerseits die Aufnahme der Enden der Vorhangbahnen,
während diese noch von den Führungswalzen geführt sind, und läßt andererseits die
Vorhangbahn zum Aufwickeln auf die Walze hindurch.
[0010] Bei ungleichem Abschluß der Enden der Vorhangbahnen im abgewickelten Zustand ist
vorgesehen, daß der Schlitzkasten am unteren Ende der Vorhangöffnung angeordnet ist
und derart bemessen ist, daß sich das Ende der am wenigsten abgewickelten Vorhangbahn
im Schlitzkasten befindet, wenn das Ende der am meisten abgewickelten Vorhangbahn
in seiner unteren Endstellung ist. Auf diese Weise wird verhindert, daß empfindliche
Vorhangbahnen verkratzt oder geknickt werden.
[0011] Die Schlitzkästen können parallel zu den ausgestreckten Vorhangbahnen verlaufende
Trennwände aufweisen, die gemeinsam mit dem Schlitzkasten für jede der einzelnen Vorhangbahnen
jeweils voneinander getrennte Schlitzkastenkammern mit jeweils einem Schlitz bilden.
Dadurch wird in vorteilhafter Weise eine konvektive Trennung in der Art einer Labyrinth-Dichtung
zwischen den einzelnen Vorhangsbahnen in den Schlitzkästen erzielt.
[0012] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzkasten
abgedichtet ist und daß mindestens die jeweils äußeren Schlitze des Schlitzkastens
über die gesamte Schlitzbreite und die äußeren Führungsschienen über die gesamte Schienenlänge
verlaufende Dichtungselemente aufweisen, die sich beidseitig an die jeweiligen Vorhangbahnen
anlegen. Durch die Abdichtung des Schlitzkastens bilden die einzelnen
[0013] Vorhangbahnen gemeinsam mit dem Schlitzkasten und den Führungsschienen einen luftdicht
geschlossenen Raum, der aufgrund des verhinderten Luftaustausches besonders isolierend
wirkt. Dabei können alle Schlitze und Führungsschienen Dichtungselemente aufweisen,
so daß mehrere getrennte Luftkammern gebildet werden, oder nur die jeweils äußeren
Schlitze und Führungsschienen. In diesem Fall wird eine gemeinsame Luftkammer durch
die Vorhangbahnen unterteilt. Wichtig ist, daß diese Luftkammer nach außen durch die
Dichtungselemente in den äußeren Schlitzen und Führungsschienen abgeschlossen ist.
[0014] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Schlitze auf
der gesamten Schlitzbreite Reinigungs- und/oder Antistatikelemente aufweisen, die
sich beidseitig an die jeweiligen Vorhangbahnen anlegen. Auf diese Weise wird eine
Verschmutzung der Vorhangbahnen wirkungsvoll verhindert.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Führungsschienen
Hohlprofile sind und daß die Beschwerungsgewichte an den in den Führungsschienen hineinragenden
Seitenkanten der Vorhangbahnen in der Nähe der unteren Enden befestigt sind. Auf diese
einfache Weise werden die Beschwerungsgewichte, die für einen einwandfreien Fall des
Vorhangs notwendig sind, so verdeckt, daß sie für den Betrachter nicht sichtbar sind.
[0016] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, daß die Innenräume der Führungsschienen mit dem
Innenraum des Schlitzkastens verbunden sind. Dadurch werden die Vorhangbahnen auch
in den Schlitzkästen,insbesondere in dem am oberen Ende der Vorhangöffnung angeordneten
Schlitzkasten sicher geführt, ohne daß Einfädelungsprobleme beim Übergang zwischen
den Führungsschienen und dem Schlitzkasten entstehen.
[0017] Zusätzlich können die Beschwerungsgewichte durch eine Versteifungsschiene miteinander
verbunden sein. Dadurch vorteilt sich die Zuglast an den einzelnen Vorhangbahnen gleichmäßig
über die gesamte Breite der Vorhangbahn und erleichtert den Durchtritt der Vorhangbahnen
durch die Dichtlippen der Schlitze in den Schlitzkästen.
[0018] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
Fig. 1 eine Querschnitt eines abgewickelten wärmedämmenden Vorhangs mit einem Schlitzkasten,
der auf der der Walze entgegengesetzten Seite des Vorhangs angeordnet ist,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie 11-11 in Fig.1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit A in Fig. 1
Fig. 4 einen Querschnitt eines abgewickelten wärmedämmenden Vorhangs mit einem Schlitzkasten
in der Nähe der Walze,
Fig. 5 die gleiche Darstellung wie Fig. 4 im aufgewickelten Zustand des Vorhangs,
Fig. 6 einen Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels mit zwei Schlitzkästen,
und
Fig. 7 einen Querschnitt gemäß Fig. 6, in dem die Schlitzkästen Trennwände aufweisen.
[0020] In den Fign. 1, 4, 5 und 6 ist jeweils ein Fenster 1 dargestellt, das von einer Außenwand
2 eines Gebäudes begrenzt wird. Im Inneren des Gebäudes ist hinter dem Fenster in
der Vorhangöffnung 3 der wärmedämmende Vorhang angeordnet, der aus mehreren parallelen
folienartigen und transparenten Vorhangbahnen 30,31,32,33 besteht. Diese Bahnen sind
übereinanderliegend gemeinsam auf eine Walze 4 aufwickelbar. Die Walze 4 ist am oberen
Ende der Vorhangöffnung 3 angeordnet und mit ihren Enden in einer Haltevorrichtung
5 gelagert, die zugleich einen Kasten zur Aufnahme er Walze 4 bildet. Dieser Kasten
wird an der Wand bzw. der Decke des Raumes befestigt.
[0021] Die als Kasten ausgebildete Haltevorrichtung 5 weist einen Schlitzboden 14 mit Schlitzen
für den Durchtritt der Bahnen 30 bis 33 auf. Oberhalb dieser Schlitze befinden sich
die Führungswalzen 6, bei denen es sich um drehbar gelagerte Zylinder handelt, von
denen jeder zum Umlenken einer der Vorhangbahnen 30 bis 33 dient. Die Achsen dieser
Führungswalzen 6 verlaufen parallel zur Achse der Walze 4. Sie haben die gleiche Länge
wie die Walze 4 und sind seitlich neben dieser, jedoch geringfügig nach unten versetzt
angeordnet.
[0022] Die seitlichen Bahnkanten sind im Bereich der Vorhang-Öffnung 3 im gestreckten Zustand
der Vorhangbahnen 30 bis 33 in vertikalen Führungsschienen 9 geführt, welche die von
den Vorhangbahnen im abgewickelten Zustand gebildeten Luftkammern an den stirnseitigen
Kanten abschließen und die Kantendichtungen 10 aufweisen, die sich von entgegengesetzten
Seiten gegen die Vorhangbahnen anlehnen. Die Luftkammern werden folglich von den Vorhangbahnen
und den Kantendichtungen begrenzt und können am oberen und unteren Ende der Vorhangöffnung
zusätzlich abgedichtet sein. Durch den fehlenden oder geringen Luftaustausch wirken
die Luftkammern besondern isolierend. Die Führungsschienen 9 erstrecken sich in Fig.
1 geradlinig von der die obere Begrenzung der Vorhangöffnung 3 bildenden Haltevorrichtung
5 bis zu einem Schlitzkasten 11, der die untere Begrenzung der Vorhangöffnung bildet.
Die Führungsschienen 9 sind - im Querschnitt gesehen - Hohlprofile, die einen durch
Dichtungselemente 10 begrenzten längslaufenden Schlitz aufweisen. Durch diesen Schlitz
ragt das seitliche Ende der betreffenden Bahn in das Innere des Hohlprofiles hinein,
so daß die Bahnkanten im Inneren der Führungsschienen 9 angeordnet sind. Die seitliche
Bahnführung erfolgt zwischen den Dichtungselementen 10. Die Dichtungselemente 10 bestehen
beispielsweise aus Bürsten oder flexiblen Dichtlippen, die den Wänden der
[0023] Führungsschienen 9 angeformt sind. Die vier Führungsschienen 9 auf jeder Seite des
Vorhangs sind aus einem einstückigen Profil gebildet, wobei jeweils zwei benachbarte
Führungsschienen nur eine einzige Trennwand aufweisen. Auf diese Weise werden die
Luftkammern an den Seiten abgeschlossen, um die Luft in ihnen festzuhalten, so daß
in jeder Luftkammer ein stehendes Luftpolster gebildet wird.
[0024] In Fig. 1 ist der Schlitzkasten 11 an dem der Walze 4 entgegengesetzten Ende des
Vorhangs angeordnet. Der Schlitzkasten 11 hat eine geschlitzte Oberwand 12, der für
jede Vorhangbahn einen in der Breite und Länge im wesentlichen der jeweiligen Vorhangbahn
30 bis 33 angepaßten Schlitz 20 bis 23 aufweist. Die Schlitze 20 bis 23 haben gemäß
Fig. 2 auf der gesamten Schlitzbreite Dichtungselemente 13, die sich beidseitig an
die jeweiligen Vorhangbahnen 30 bis 33 anlegen. Diese Dichtungselemente 13 bestehen
ebenfalls aus Bürsten oder flexiblen Dichtlippen. Es kann auch genügen, diese Dichtungselemente
13 nur in den jeweils äußeren Schlitzen Verzusehen. Auf diese Weise ist die Gesamtheit
der Luftkammern nach außen abgeschlossen. Die Höhe des Schlitzkastens 11 gemäß Fig,
1 ist derart bemessen, daß sich das Ende der am weitesten abgewickelten Vorhangbahn
33 nicht am Enden des Schlitzkastens 11 aufstaut, wenn das Ende der am wenigsten abgewickelten
Vorhangbahn 30 sich noch außerhalb des Schlitzkastens 11 befindet.
[0025] Die unteren Enden der Vorhangbahnen 30 bis 33 sind jeweils mit einer Beschwerungseinrichtung
versehen, die aus zwei Beschwerungsgewichten 7 an den Seitenkanten der Vorhhagbahnen
30 bis 33 und einer Versteifungsschiene 8 besteht, die am Ende der Vorhangbahnen über
deren gesamte Breite verläuft, einen geradlinigen Abschluß der unteren Kante der Vorhangbahnen
bewirkt und die beiden Beschwerungsgewichte 7 starr miteinander verbindet. Die Beschwerungsgewichte
7 laufen innerhalb der Führungsschienen 9 und sind dadurch nicht sichtbar angeordnet.
Sie können ungehindert bis in den Schlitzkasten hineingleiten und brauchen an der
Eintrittsstelle nicht die Dichtungselemente 13 an den Schlitzen 20 bis 23 zu durchstoßen,
die nur bis zu den Dichtungselementen 10 der Führungsschienen 9 reichen. Die Versteifungsschiene
8 ermöglicht eine exakte Ausrichtung der Vorhangbahnen 30 bis 33 und ein einwandfreies
Eintauchen in die Schlitze 20 bis 23 des Schlitzkastens 11. Unter dem Einfluß der
Beschwerungsgewichte geben die Dichtungselemente 13 nach, um die Versteifungsschiene
hindurchzulassen, und legen sich nach Durchtritt des Vorhangbahnendes abdichtend von
beiden Seiten an die jeweilige Vorhangbahnen 30 bis 33. Jedes der Beschwerungsgewichte
7 stellt im vertikalen, quer zur Vorhangbahn verlaufenden Querschnitt ein Sechseck
dar, bei dem die zu den Vorhangbahnen parallelen Seiten gegenüber den übrigen vier
gleichlangen schrägen Seiten verlängert sind.
[0026] Die Versteifungsschiene 8 ist U-förmig gestaltet und ist durch Klemmung mit dem Vorhangbahnende
verbunden. Die untere Kante der Versteifungsschiene ist vorzugsweise V-förmig gestaltet,
um das Öffnen und Umklappen der Dichtlippen auf der gesamten Breite des Schlitzes
20 bis 23 beim Eintauchen der Vorhangbahnen in den Schlitzkasten 11 zu erleichtern.
[0027] Das Ausführungsbeispiel der Fign. 4 und 5 zeigt einen Schlitzkasten 11 im oberen
Bereich der Vorhangöffnung. In diesem Fall sind die Längen der einzelnen Vorhangbahnen
so aufeinander abgestimmt, daß die Vorhangbahnen im ausgestreckten Zustand auf gleichem
Niveau abschließen. Da im aufgewickelten Zustand die Enden der einzelnen Vorhangbahnen
30 bis 33 nicht auf gleicher Höhe abschließen, ist am oberen Ende der Vorhangöffnung
3 der Schlitzkasten 11 angeordnet. Die Beschwerungsgewichte 7 sind in Fig. 4 nicht
sichtbar, da sie sich in den Führungsschienen 9 befinden.
[0028] Fig. 5 zeigt den Vorhang im aufgewickelten Zustand. Der Schlitzkasten 11 ist bei
diesem Ausführungsbeispiel direkt unterhalb der Haltevorrichtung 5 angeordnet. Die
Abdichtung der Schlitze kann hierbei alternativ in der geschlitzten Oberwand 12 oder
im Schlitzboden 14 vorgesehen sein. Der jeweils andere Schlitzboden, nämlich die geschlitzte
Oberwand 12 oder der Schlitzboden 14, kann Reinigungs-und/oder Antistatikelemente
aufnehmen, die sich über die gesamte Schlitzbreite der einzelnen Schlitze erstrecken.
Die Höhe des Schlitzkastens 11 ist derart bemessen, daß das Ende der am wenigsten
aufgewickelten Vorhangbahn 33 sich vollständig im Schlitzkasten 11 befindet, wenn
das Ende der am meisten aufgewickelten Vorhangbahn 30 gerade vollständig aufgewickelt
ist.
[0029] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 weist zwei Schlitzkästen 11 a und 11b auf, von
dem der Schlitzkasten 11 am oberen Ende und der Schlitzkasten 11b b am unteren Ende
der Vorhangöffnung 3 angeordnet ist. Bei zwei Schlitzkästen kann die Bauhöhe der einzelnen
Schlitzkästen gegenüber einem einzigen Schlitzkasten erheblich verringert werden,
da die Längenunterschiede der einzelnen Vorhangbahnen 30 bis 33 an beiden Enden der
Vorhangöffnung 3 aufgefangen und verblendet werden können. Die Führungsschienen 9
sind in diesem Ausführungsbeispiel bis in die Schlitzkästen 11 a, 11 b verlängert.
Die von den Vorhangbahnen 30 bis 33 gemeinsam mit den Führungsschienen 9 gebildeten
Luftkammern werden jeweils am oberen und unteren Ende des Vorhangs von den Dichtungselementen
13 in den Schlitzen der Schlitzkästen 11 und 11b allseitig abgedichtet.
[0030] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 7 weist in den Schlitzkästen 11 und 11b parallel
zu den ausgestreckten Vorhangbahnen 30 bis 33 verlaufende Trennwände 34, 35 auf. Diese
Trennwände 34, 35 bilden getrennte Schlitzkastenkammern 36, 37, in die die einzelnen
Vorhangbahnen 30 bis 33 durch die Schlitze 20 bis 23 hindurch eintauchen können. Auf
diese Weise sind die einzelnen Luftkammern zwischen den Vorhangbahnen in den Schlitzkästen
11 a, 11 b in der Art einer Labyrinth-Dichtung voneinander getrennt, so daß ein konvektiver
Luftaustausch in den Schlitzkästen 11a, 11b nicht möglich ist. Das Ausführungsbeispiel
der Fig. 7 weist daher an den Schlitzen 20 bis 23 der Schlitzkästen 11 a,1 1 b keine
Dichtungselemente auf.
1. Wärmedämmender Vorhang aus mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordneten
in eine Vorhangöffnung (3) einführbaren Vorhangbahne (30 bis 33) und mit seitlichen
Führungsschienen (9) zur Aufnahme der Seitenränder der abgewickelten Vorhangbahnen,
die gemeinsam von einer Walze (4) über Führungselemente (6) abwickelbar sind und die
an ihrem der Walze abgewandten Ende Beschwerungsgewichte (7) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß am oberen und/oder unteren Ende der Vorhangöffnung (3)
ein Schlitzkasten (11a, 11b) angeordnet ist, der Schlitze für den Durchgang der einzelnen
Vorhangbahnen (30 bis 33) und deren Beschwerungsgewichte (7) aufweist und dessen Erstreckung
in Längsrichtung der Vorhangbahnen (30 bis 33) so groß ist, daß er die nicht miteinander
verbundenen Enden der unterschiedlich weit abgewickelten Vorhangbahnen (30 bis 33)
gleichzeitig aufnimmt.
2. Vorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzkasten (11) am
oberen Ende der Vorhangöffnung (3) angeordnet ist und derart bemessen ist, daß das
Ende der am wenigsten aufgewickelten Vorhangbahn (33) sich vollständig im Schlitzkasten
(11) befindet, wenn das Ende der am meisten aufgewickelten Vorhangbahn (30) gerade
in der oberen Endstellung ist.
3. Vorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzkasten (11) am
unteren Ende der Vorhangöffnung (3) angeordnet ist und derart bemessen ist, daß sich
das Ende der am wenigsten abgewickelten Vorhangbahn (30) im Schlitzkasten (11) befindet,
wenn das Ende der am meisten abgewickelten Vorhangbahn (33) in seiner unteren Endstellung
ist.
4. Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzkasten
(11 a, 11 b) parallel zu den ausgestreckten Vorhangbahnen (30, 31, 32, 33) verlaufende
Trennwände (34, 35) aufweist, die gemeinsam mit dem Schlitzkasten für jede der einzelnen
Vorhangbahnen (30, 31, 32, 33) jeweils voneinander getrennte Schlitzkastenkammern
(36, 37) bilden.
5. Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzkasten
(11) abgedichtet ist und daß mindestens die jeweils äußeren Schlitze (20, 23) des
Schlitzkastens (11) über die gesamte Schlitzbreite und die äußeren Führungsschienen
über die gesamte Schienenlänge verlaufende Dichtungselemente (13) aufweisen, die sich
beidseitig an die jeweiligen Vorhangbahnen (30 bis 33) anlegen.
6. Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze
(20 bis 23) auf der gesamten Schlitzbreite Reinigungs-und/oder Antistatikelemente
aufweisen, die sich beidseitig an die jeweiligen Vorhangbahnen (30 bis 33) anlegen.
7. Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen
(9) Hohlprofile sind und daß die Beschwerungsgewichte (7) an den in den Führungsschienen
(9) hineinragenden Seitenkanten der Vorhangbahnen (30 bis 33) in der Nähe der unteren
Enden befestigt sind.
8. Vorhang nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenräume der Führungsschienen
(9) mit dem Innenraum des Schlitzkastens (11a, 11b) verbunden sind.
9. Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschwerungsgewichte
(7) durch eine Versteifungsschiene (8) miteinander verbunden sind.
1. Heat insulating curtain comprising at least two curtain webs (30 to 33) provided
in mutually spaced relationship and insertable into a curtain aperture (3), and lateral
guide rails (9) for receiving the side edges of the unwound curtain webs which may
be unwound in common from a roll (4) via guide elements (6) and which, at their end
averted from the roll, have weight members (7),
characterized in that at the upper and/or lower end of the curtain aperture (3), there
is arranged a slot box (11a, 11b) containing slots to pass therethrough the individual
curtain webs (30 to 33) and their weight members (7), the slot box having an extension
in longitudinal direction of the curtain webs (30 to 33). such as to permit to accomodate
simultaneously the noninterconnected ends of the curtain webs (30 to 33) unwound to
different states of length.
2. Curtain according to claim 1, characterized in that the slot box (11) is arranged
at the upper end of the curtain aperture (3) and is dimensioned such as to completely
accomodate the end of the curtain web (33) wound up the least, when the end of the
curtain web (30) wound up most of all is just in the upper final position.
3. Curtain according to claim 1, characterized in that the slot box (11) is provided
at the lower end of the curtain aperture (3) and is dimensioned such as to accomodate
the end of the curtain web (30) unwound the least when the end of the curtain web
(33) unwound most of all is in its lower final position.
4. Curtain according to one of claims 1 to 3, characterized in that the slot box (11
a, 11 b) contains partition walls (34, 35) extending in parallel to the extended curtain
webs (30, 31, 32, 33), and forming in common with the slot box respective chambers
(36, 37) mutually separated from one another for accomodating each of the individual
curtain webs (30, 31, 32, 33).
5. Curtain according to one of claims 1 to 4, characterized in that the slot box (11)
is sealed, and that at least the respective outer slots (20, 23) of the slot box (11)
and the outer guide rails contain sealing elements (13) extending over the total slot
width and over the total rail length resp. to adjoin bilaterally the respective curtain
webs (30 to 33).
6. Curtain according to one of claims 1 to 5, characterized in that the slots (20
to 23) are provided over their total with with cleaning and/or antistatic elements
which adjoin bilaterally the respective curtain webs (30 to 33).
7. Curtain according to one of claims 1 to 6, characterized in that the guide rails
(9) are hollow profiles and that the weight members (7) at the side edges of the curtain
webs (30 to 33) projecting into the guide rails (9) are mounted near the lower ends.
8. Curtain according to claim 7, characterized in that the inner chambers of the guide
rails (9) communicate with the inner space of the slot box (11 a, 11 b).
9. Curtain according to one of claims 1 to 8, characterized in that the weight members
(7) are interconnected by a stiffening rail (8).
1. Store isolant constitué d'au moins deux nappes (30 à 33) disposées à une distance
l'une de l'autre et pouvant être insérées dans une ouverture (3) et comportant des
rails de guidage latéraux (9) destinés à recevoir les bords latéraux des nappes déroulées
du store, nappes qui peuvent être déroulées en commun à partir d'un rouleau (4) sur
des éléments de guidage (6) et qui présentent à leur extrémité opposée audit rouleau
des poids d'alourdissement (7), caractérisé par le fait que sur l'extrémité supérieure
et/ou inférieure de l'ouverture (3) est disposé un boîtier à fentes (11a, 11b) qui
présente des fentes pour le passage des différentes nappes (30 à 33) du store et leurs
poids d'alourdissement (7) et dont l'extension en direction longitudinale des nappes
(30 à 33) est dimensionnée de telle manière qu'il reçoit simultanément les extrémités
non reliées ensemble des nappes (30 à 33) déroulées de manière différente.
2. Store selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le boîtier à fentes
(11) est disposé sur l'extrémité supérieure de l'ouverture (3) et dimensionné de telle
manière que l'extrémité de la nappe (33) la moins enroulée se trouve totalement à
l'intérieur du boîtier (11) lorsque l'extrémité de la nappe (30) la plus enroulée
se trouve précisément dans sa position finale supérieure.
3. Store selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le boîtier à fentes
(11) est disposé à l'extrémité inférieure de l'ouverture (3) et dimensionné de telle
manière que l'extrémité de la nappe (30) la moins déroulée se trouve à l'intérieur
du boîtier (11) lorsque l'extrémité de la nappe (33) la plus déroulée se trouve dans
sa position finale inférieure.
4. Store selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le boîtier
à fentes (11 a, 11 b) présente des parois de séparation (34, 35) s'étendant parallèlement
aux nappes déroulées (30, 31, 32, 33), parois qui constituent en commun avec le boîtier
pour chacune des nappes (30, 31, 32, 33) des chambres à fentes (36, 37) séparées respectivement
les unes des autres.
5. Store selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le boîtier
à fentes (11) est rendu étanche et qu'au moins les fentes extérieures (20, 23) du
boîtier (11) sur la totalité de leur largeur et les rails de guidage extérieurs sur
la totalité de leur longueur, comportent des éléments d'étanchéité (13) qui s'appliquent
des deux côtés sur les nappes respectives (30 à 33) du store.
6. Store selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que les fentes
(20 à 23) présentent sur la totalité de leur largeur des éléments de nettoyage et/ou
antistatiques qui s'appliquent des deux côtés sur les nappes respectives (30 à 33)
du store.
7. Store selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que les rails
de guidage (9) sont des profils creux et que les poids d'alourdissement (7) sont fixés
sur les arêtes latérales des nappes (30 à 33) pénétrant à l'intérieur des rails de
guidage (9) à proximité de leurs extrémités inférieures.
8. Store selon la revendication 7, caractérisé par le fait que les espaces internes
des rails de guidage (9) sont reliés à l'espace interne du boîtier à fentes (11a,
11b).
9. Store selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que les poids
d'alourdissement (7) sont reliés les uns aux autres par un rail de raidissement (8).