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EP 0 132 535 A2 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
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13.02.1985 Patentblatt 1985/07 |
(22) |
Anmeldetag: 28.05.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H01R 13/514 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
(30) |
Priorität: |
27.07.1983 DE 3326991
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Anmelder: Dr.Ing.h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft |
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D-70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Weiner, Hans
D-7130 Mühlacker (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Verbindungssystem für elektrische Steckbuchsen |
(57) Es wird ein Verbindungssystem für elektrische Steckbuchsen vorgeschlagen. Diese weisen
in einer Ausnehmung eines Isoliergehäuses ein abgestütztes Kontaktteil auf, dessen
elektrische Leitelemente mit einem weiteren elektrischen Leitelement eines von außen
eingesetzten Steckers verbindbar sind. Mehrere Isoliergehäuse sind über Rastmittel
lösbar zu einer Einheit zusammensteckbar. Die Rastmittel jedes Gehäuses dienen gleichzeitig
zur Festlegung der Steckbuchse im angschließenden Gehäuse.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verbindungssystem für elektrische Steckbuchsen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind Verbindungssysteme für elektrische Einheiten, wie Steckbuchsen usw. bekannt
geworden (DE-OS 30 46 758), bei denen die die Buchse aufnehmenden Gehäuse durch gegeneinander
in Eingriff bringbare Rastmittel nach Art einer Nut/ Feder-Verbindung lösbar aneinander
gehalten sind. Zum Festsetzen der Buchse im Gehäuse, insbesondere zum Halten der Buchse
beim Verbinden mit einem Stecker sind Vorsprünge vorgesehen, die gehäuseseitig angeformt
oder durch aufklemmbare Zusatzteile gebildet werden. Derartig ausgeführte Gehäuse
für elektrische Buchsen bedingen aufgrund der getrennten Mittel zum Halten der Buchse
sowie zum Verbinden der Gehäuse aneinander einen relativ großen baulichen Aufwand.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verbindungssystem der eingangs genannten Art zu
schaffen, das bei guter Wirksamkeit und Handhabung mit einfachen Mitteln zu realisieren
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.
[0005] Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, das die Gehäuse
durch angeformte Rastnasen in einfacher Weise zusammenklipbar sind.
[0006] Gleichzeitig dienen die Rastnasen zum Halten und Festsetzen der Steckbuchsen im Gehäuse,
so daß keine zusätzlichen Arretiermittel mehr erforderlich sind. Es können durch die
Rastmittel in einfacher Weise beliebig viele Gehäuse miteinander zu einer Funktionseinheit
verbunden werden, wobei dann die gesamte Einheit über die noch verbleibende freie
Rastnase z. B. an einer Aufbauwand eines Kraftfahrzeug festsetzbar ist. Vorteilig
ist es außerdem, daß nur ein einstückiges Basisteil zur Anwendung kommt, was die Lagerhaltung
vereinfacht und entsprechend der Erfordernisse z. B. eine zehnpolige, zwanzigpolige
usw. Einheit herstellbar ist.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0008] Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch mehrere nicht miteinander verrastete Isoliergehäuse
eines Verbindungssystems und
Fig. 2 eine Darstellung im Schnitt gemäß Fig. 1 durch zwei miteinander verrastete
Gehäuse mit innenliegend gehaltenen und zwischen Vorsprüngen festgesetzten Buchsen.
[0009] Das Verbindungssystem 1 umfasst mehrere über Rastmittel 2 und 3 miteinander verbundene
Isoliergehäuse 4. Innerhalb des Gehäuses 4 ist in einer Ausnehmung 5 eine Steckbuchse
6 angeordnet. Diese umfasst elektrische Leitelemente 7, die mit einem weiteren elektrischen
Leitelement 8 eines von außen einsetzbaren Steckers 9 verbunden wird.
[0010] Jedes Isoliergehäuse 4 weist die Elemente der zusammenwirkenden Rastmittel 2 und
3 auf. Das Rastmittel 2 umfaßt eine hakenförmige Nase 10, die an einer Seitenwand
11 des Gehäuses 4 angeformt ist. An der gegenüberliegenden Wand 12 des gleichen Gehäuses
4 ist eine öffnunge 12 vorgesehen. Zum Verbinden von zwei Gehäusen rastet die Nase
10 in die öffnung 12 ein, die korrespondierend zu dieser im benachbart anschließenden
Gehäuse angeordnet ist.
[0011] Das weitere Rastmittel 3 ist am unteren Gehäuserand 13 einer Seitenwand vorgesehen
und besteht aus einer nutförmigen Aufnahme 14. Diese ist gegenüberliegend der die
Nase 10 aufnehmenden Wand 15 des Gehäuses 4 angeordnet, wie auch Fig. 1 zeigt.
[0012] Zum Zusammensetzen mehrerer Gehäuse 4 zu einer Einheit wird jeweils das untere Randteil
13 der gestreckt ausgeführten Wand 11 eines anschließenden Gehäuses in die nutförmige
Aufnahme 14 eingesteckt und in dieser formschlüssig gehalten.
[0013] Die Buchse 6 ist mit ihrem unteren dem Stecker 9 zugerichteten Ende 21 an gehäuseseitigen
seitlichen Vorsprüngen 16 und 17 abgestützt. An ihrem oberen abgekehrten Ende 22 weist
die Buchse 16 eine Kontaktschulter 18 sowie eine abgespreizte federnde Verriegelungszunge
19 auf.
[0014] Die Kontaktschulter 18 ist gegenüber dem Grundkörper der Buchse 6 abgewinkelt und
wird bei miteinander verbundenen Gehäusen von der Rastnase 10 eines anschließenden
Gehäuses übergriffen und stützt sich an dieser haltend ab.
[0015] An einem gegenüberliegend der eingeführten Rastnase 10 bzw. der öffnung 12 angeformten
festen Vorsprung 20 der Gehäusewand 11 stützt sich die Verriegelungszunge 19 der Buchse
6 ab.
[0016] Somit ist die Buchse 6 einerseits zwischen den unteren Vorsprüngen 16 und 17 und
andererseits zwischen dem oberen Vorsprung 10 (Rastnase) und dem Vorsprung 20 eingeklemmt
gehalten, so daß bei Zug- und Druckeinwirkung auf die Buchse ein sicherer Halt innerhalb
des Gehäuses gewährleistet ist.
[0017] Nach einer alternativen Ausführung kann die Rastnase auch allein zum Halten der Buchse
ausgebildet sein. Die Isoliergehäuse sind dann über Rastmittel zusammensteckbar, bei
denen keine gleichzeitige Festsetzung der Buchse im Gehäuse erfolgt.
1. Verbindungssystem für elektrische Steckbuchsen mit einem in einer Ausnehmung eines
Isoliergehäuses abgestützten Kontaktteil, dessen elektrische Leitelemente mit weiteren
elektrischen Leitelementen eines von außen eingesetzten Steckers verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Isoliergehäuse (4) über Rastmittel (2, 3) lösbar
zu einer Einheit zusammensteckbar sind und daß die Rastmittel (2) jedes Gehäuses gleichzeitig
zur Festlegung der Steckbuchse (6) im anschließenden Gehäuse (4) ausgebildet sind.
2. Verbindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gehäuse (4)
an seiner einen Seitenwand (11) mit einem aus einer hakenförmigen Nase (10) bestehendem
Rastmittel versehen ist, das haltend in eine korrespondierende öffnung (12) einer
Seitenwand (15) des anschließenden Gehäuses (4) eingreift.
3. Verbindungssystem nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Gehäuse (4) an seinem unteren Rand (13) der Seitenwand (11 oder 15) eine nutförmige
Aufnahme (14) für eine benachbarte Seitenwand des anschließenden weiteren Gehäuses
zur Erzielung einer formschlüssigen Verbindung aufweist.
4. Verbindungssystem nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Rastnase (10) in dem anschließenden Gehäuse einen inneren Vorsprung bildet, der
eine abgewinkelte Kontaktschulter (18) der Steckbuchse (6) übergreift und die Buchse
zwischen gehäuseseitig angeformten unteren Vorsprüngen (16 und 17) und dem von der
Rastnase (10) gebildeten oberen Vorsprung sowie von einem gegenüberstehenden weiteren
gehäuseseitigen oberen Vorsprung (20) eingeklemmt gehalten wird.
5. Verbindungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäuseseitige
obere Vorsprung (20) gegenüberliegend der Öffnung (12) und in einer Ebene mit der
eingeführten hakenförmigen Rastnase (10) des anschließenden Gehäuses (4) angeordnet
ist und von einer abgespreizten Verriegelungszunge (19) der Steckbuchse (6) untergriffen
wird.
6. Verbindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Isoliergehäuse
(4) durch Rastmittel zusammensteckbar sind, bei denen die Rastnase (2) ohne Rastfunktion
alleinig zur Festlegung der Steckbuchse (6) im anschließenden Gehäuse (4) ausgebildet
ist.
