| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 132 799 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
01.06.1988 Patentblatt 1988/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.07.1984 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B41F 7/06 |
|
| (54) |
Bogenrotationsdruckmaschine in Reihenbauweise
Sheet-fed in-line rotary printing machine
Rotative à feuille du type en ligne
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
02.08.1983 DE 3327791
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.02.1985 Patentblatt 1985/07 |
| (73) |
Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
|
63012 Offenbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Fischer, Hermann
D-8900 Augsburg (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 108 806 US-A- 4 015 522
|
DE-A- 3 203 879
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenrotationsdruckmaschine in Reihenbauweise mit mindestens
zwei Druckwerken, in denen jeweils der zu bedruckende Bogen durch einen Gegendruckzylinder
an einem mit einem Plattenzylinder zusammenwirkenden Gummizylinder zur Aufbringung
eines Schöndruckes vorbeigeführt wird, wobei bei Schön- und Widerdruck Bogen jeweils
nur bei jeder zweiten Umdrehung der Druckzylinder dem ersten Druckwerk zugeführt werden
(DE-A-3108806).
[0002] Eine ähnliche Maschine ist aus dem Fachbuch «Einführung in den Offsetdruck» von Wolfgang
Walenski, Eggen-Fachbuchreihe, Seite 114, bekannt. Bekanntlich ist es mit derartigen
Druckmaschinen nur möglich, einen Widerdruck aufzubringen, indem zwischen zwei benachbarten
Druckwerken Wendetrommeln eingesetzt werden, was zwangsläufig zu hohem Herstellungsaufwand
und entsprechendem Platzbedarf führt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bogenrotationsdruckmaschine der eingangs bezeichneten
Art ohne zusätzliche Raumbeanspruchung und ohne Wendevorrichtungen wahlweise im Bedarfsfall
auf Widerdruck umschaltbar auszugestalten.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des kennzeichnenden Teiles des
Patentanspruches gelöst. Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles
im einzelnen erläutert, wobei Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen genommen wird.
In diesen zeigen
[0005] Fig. 1 bis 3 die erfindungsgemässe Bogenrotationsdruckmaschine in Reihenbauweise.
[0006] Die Figuren 1 bis 3 lassen die verschiedenen Positionen der zu bedruckenden Bogen
in der Maschine erkennen. Eine Bogenrotationsdruckmaschine umfasst hier vier Druckwerke
1 bis 4. In dem ersten Druckwerk sind in herkömmlicher Weise ein Plattenzylinder 5,
ein Gummizylinder 6, eine Anlegetrommel 7, die die zu bedruckenden Bogen 8 von einem
Bogenanleger 9 übernimmt, sowie ein Gegendruckzylinder 10 vorgesehen.
[0007] Das Druckwerk 2 ist über eine Oberführtrommel 11 mit dem Druckwerk 1 verbunden und
umfasst einen Gegendruckzylinder 12, einen Gummizylinder 13, einen Plattenzylinder
14 sowie eine Auslegetrommel 15 und Überführtrommeln 16 und 17, über die die bedruckten
Bogen 8 dem dritten Druckwerk 3 zugeführt werden. In diesem ist ein Gegendruckzylinder
18, eine Auslegetrommel 19, ein Gummizylinder 20 und ein Plattenzylinder 21 vorgesehen.
Über Trommeln 22, 23 wird schliesslich der in dem Druckwerk 3 bedruckte Bogen 8 dem
letzten Druckwerk 4 zugeführt und gelangt an dessen Gegendruckzylinder 24, an den
ein mit einem Plattenzylinder 26 zusammenwirkender Gummizylinder 25 anstellbar ist.
Nachdem die zu bedruckenden Bogen 8 auf einer Seite mit vierfachem Schöndruck versehen
wurden, werden sie über einen Ausleger, beispielsweise in Form eines Kettensystems
27, dem Ausleger 28 zugeführt.
[0008] Für die zweite Betriebsart ist der Gummizylinder 6 des ersten Druckwerkes 1 mit Greifern
versehen, durch die ein jeweils bei einer jeden zweiten Umdrehung der Anlegetrommel
7 bzw. des Gegendruckzylinders 10 zugeführter Bogen 8 von dem Gegendruckzylinder 10
übernommen und dem Gummizylinder 6 zuführbar ist. Dadurch wird durch den als DiLitho-Plattenzylinder
wirkenden Plattenzylinder 5 ein Widerdruck auf die Unterseite des Bogens 8 zwischen
den Zylindern 5 und 6 übertragen. Danach wird der mit dem Widerdruck versehene Bogen
8 erneut dem Gegendruckzylinder 10 zugeführt, wie Fig. 2 erkennen lässt. Es ist wesentlich,
dass der DiLitho-Plattenzylinder 5 im Druckwerk 1 bei der Widerdruck-Betriebsweise
jeweils von dem Gummizylinder 6 abgestellt wird, d.h. von diesem abgehoben ist, wenn
der Gummizylinder 6 keinen Bogen führt. Dadurch wird eine unerwünschte Übertragung
von Farbe bei dieser Betriebsart von dem DiLitho-Plattenzylinder 5 auf den Gummizylinder
6 vermieden.
[0009] Des weiteren ist es wesentlich, dass alle nachfolgenden Gummizylinder 13, 20, 25
von den zugeordneten Gegendruckzylindern 12, 18, 24 jeweils abgehoben sind, wenn die
Gegendruckzylinder keine Bogen führen, was, wie bereits dargelegt, bei jeder zweiten
Umdrehung der Fall ist. Dadurch wird auch hier vermieden, dass eine unerwünschte Farbübertragung
von den genannten Gummizylindern auf die genannten Gegendruckzylinder erfolgt, da
in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel die Druckwerke 2 bis 4 in der Schöndruck-Betriebsweise
arbeiten, wobei die Gummizylinder dieser Druckwerke bekanntlich eingefärbt werden.
[0010] Mit der erfindungsgemässen Bogenrotationsdruckmaschine kann somit ohne die Verwendung
von zusätzlichen Wendevorrichtungen wahlweise im Schöndruck oder im kombinierten Schön-und
Widerdruck gearbeitet werden.
[0011] Bezugszeichen:
1 Druckwerk
2 Druckwerk
3 Druckwerk
4 Druckwerk
5 Plattenzylinder
6 Gummizylinder
7 Anlegetrommel
8 Bogen
9 Bogenanleger
10 Gegendruckzylinder
11 Überführtrommel
12 Gegendruckzylinder
13 Gummizylinder
14 Plattenzylinder
15 Auslegetrommel
16 Überführtrommel
17 Überführtrommel
18 Gegendruckzylinder
19 Auslegetrommel 20 Gummizylinder
21 Plattenzylinder
22 Trommel
23 Trommel
24 Gegendruckzylinder
25 Gummizylinder
26 Plattenzylinder
27 Kette
28 Ausleger
Bogenrotationsdruckmaschine in Reihenbauweise mit mindestens zwei Druckwerken (1 bis
4), in denen jeweils der zu bedruckende Bogen (8) durch einen Gegendruckzylinder (10,
12, 18, 24) an einem mit einem Plattenzylinder (5, 14, 21, 26) zusammenwirkenden Gummizylinder
(6, 13, 20, 25) zur Aufbringung eines Schöndruckes vorbeiführbar ist, wobei bei Schön-
und Widerdruck Bogen (8) jeweils nur bei jeder zweiten Umdrehung der Druckzylinder
dem ersten Druckwerk (1) zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Betriebsart
Schön- und Widerdruck der zu bedruckende Bogen (8) von dem Gegendruckzylinder (10)
auf den Gummizylinder (6) überführbar und zum Aufbringen eines DiLitho-Widerdruckes
an dem diesem zugeordneten DiLitho-Plattenzylinder (5) vorbeiführbar ist und dass
anschliessend der Bogen (8) wieder vom Gegendruckzylinder (10) übernehmbar und durch
diesen aus dem Druckwerk herausgeführt wird und dass der DiLitho-Plattenzylinder (5)
von dem Gummizylinder (6) abgehoben ist, wenn letzterer keinen Bogen führt und die
nachgeschalteten Gummizylinder (13, 20, 25) von den zugeordneten Gegendruckzylindern
(12, 18, 24) jeweils abgehoben sind, wenn letztere keine Bogen (8) führen.
Sheet-fed in-line rotary printing machine with at least two printing units (1 to 4)
in which the sheet (8) to be printed can be conveyed by an impression cylinder (10,
12, 18, 24) past a blanket cylinder (6, 13, 20, 25) co-operating with a plate cylinder
(5, 14, 21, 26) respectively for applying a recto-print, wherein for recto- and verso-printing,
sheets (8) are respectively fed to the first printing unit (1) only at every second
rotation of the printing cylinders, characterised in that in the recto- and verso-printing
mode the sheet (8) to be printed can be transferred from the impression cylinder (10)
to the blanket cylinder (6) and in order to apply a dilitho verso print can be conveyed
past the dilitho plate cylinder (5) associated with this, and in that the sheet (8)
can then be taken up again by the impression cylinder (10) and is transported out
of the printing unit by it, and in that the dilitho plate cylinder (5) is lifted from
the blanket cylinder (6) when the latter is not conveying a sheet and the subsequently
connected blanket cylinders (13, 20, 25) are respectively lifted from the associated
impression cylinders (12, 18, 24) when the latter are not conveying any sheets (8).
Presse rotative à feuille du type en ligne, comprenant au moins deux groupes d'impression
(1 à 4) dans chacun desquels la feuille à imprimer (8) peut être amenée par un cylindre
de pression (10, 12, 18, 24), sur un cylindre porte-blanchet (6, 13, 20, 25) qui coopère
avec un cylindre porte-plaque (5, 14,21,26) pour la formation d'une impression de
recto, et dans laquelle, pour l'impression en retiration, les feuilles (8) ne sont
amenées au premier groupe d'impression (1) qu'à un tour sur deux du cylindre de pression,
caractérisée en ce que, dans le mode de travail en retiration, la feuille à imprimer
(8) peut être transférée du cylindre de pression (10) au cylindre porte-blanchet (6)
et amenée au cylindre porte-plaque Dilitho (5) qui lui est associé pour la formation
d'une impression de verso Dilitho, en ce que, ensuite, la feuille (8) peut être reprise
par le cylindre de pression (10) et évacuée du groupe d'impression par ce cylindre,
et en ce que le cylindre porte-plaque Dilitho (5) est écarté du cylindre porte-blanchet
(6) lorsque ce dernier ne transporte pas de feuille, et les cylindres porte-blanchet
(13, 20, 25) situés en aval sont écartés respectivement de leurs cylindres de pression
respectifs (12, 18,24) lorsque ces derniers ne transportent pas de feuilles (8).

