[0001] Die Erfindung betrifft eine Folienverarbeitungsmaschine zum Herstellen, Stapeln und
Ablegen von flachen Verpackungen aus thermoplastischer Kunststoffolie, wie Beuteln
oder Säcken, mit einer in horizontaler Ebene arbeitenden Trenn- und Schweißvorrichtung
zur Verarbeitung der dort vertikal zugeführten doppellagigen Folienbahnen und einer
unmittelbar an die Trenn- und Schweißvorrichtung angeschlossenen, vorzugsweise mit
Stapelstiften versehene Stapelvorrichtung, in der die Verpackungen hängend gehalten
sind, und mit einer angeschlossenen Fördervorrichtung, auf der die Verpackungen abgelegt
und gegebenenfalls durch eine Stanzvorrichtung mit Ausstanzungen versehen und dann
wegtransportiert werden.
[0002] Folienverarbeitungsmaschinen müssen geeignet sein, Beutel oder Säcke unterschiedlicher
Ausbildungen herzustellen. Darunter sind nicht lediglich zu verstehen verschiedene
Größenmaße, sondern auch die verschiedenen Arten von Beuteln oder Säcken, so beispielsweise,
ob es sich dabei um Beutel oder Säcke handelt, die mit einer Bodennaht, d. h. einer
querverlaufenden Schweißnaht mit einem danebenliegenden Trennschnitt oder um eine
Seitennaht handelt, d. h. zwei in einem Abstand zueinander parallel verlaufenden Schweißnähte,
zwischen denen ein Trennschnitt vorgenommen wird. Solche Schweißnähte werden auch
vielfach als doppelte Bodennaht bezeichnet.
[0003] Beutelherstellungsmaschinen sollen neben der Fähigkeit, unterschiedliche Beutelformate
herzustellen, auch befähigt sein, Folien unterschiedlichster Eigenschaften zu verarbeiten,
so Folien aus den unterschiedlichen Folienmaterialien, wie auch unterschiedlicher
Foliendicken.
[0004] Manche Folien lassen sich gut verschweißen, aber schlecht erfassen und entsprechend
als Folienbahn oder als fertige Beutel in der Verarbeitungsmaschine schlecht transportieren.
Dicke Folien brauchen eine längere Schweißzeit, bei dünnen Folien ist die Schweißzeit
in der Regel gering. Dies sind aber zufolge ihrer hohen Flexibilität sehr schwierig
zu verarbeiten, insbesondere als fertige Beutel schwierig zu transportieren.
[0005] Da in einer Beutelherstellungsmaschine nicht lediglich aus der doppellagigen Folienbahn,
meistens einem Halbschlauch oder Schlauch, die Beutel durch Querabschweißen und Quertrennen
hergestellt werden, sondern auch innerhalb der Beutelherstellungsmaschine gestapelt
und im Anschluß an ihre Stapelung ggf. als Stapel einer Weiterverarbeitung zugeführt
werden, beispielsweise durch Anbringung von Ausstanzungen, ist es sehr wünschenswert,
die einzelnen Beutel oder einen Stapel von Beuteln von der einen Bearbeitungsstation
zur nächsten Verarbeitungsstation sicher zu führen. Sofern bei den heutigen hohen
Verarbeitungsgeschwindigkeiten, beispielsweise einer Taktzahl von 100 bis 200 Beuteln
pro Minute, ein Beutel den Transporteinrichtungen entgleitet oder nicht richtig erfaßt
wird, dann führt dies zu solchen Schwierigkeiten und Störungen, daß zur Behebung in
vielen Fällen die gesamte Folienverarbeitungsmaschine stillgesetzt werden muß.
[0006] Die hohen Arbeitstakte bei der Herstellung von Beuteln oder Säcken führen bei der
STapelung in unmittelbarem Anschluß an die Herstellung vielfach dazu, daß die Schweißnähte
vor der STapelung nicht ausreichend abgekühlt sind und somit Beutel oder Säcke in
unerwünschter Weise in der Stapelvorrichtung aneinanderbacken. Auch eine solche Maßnahme
führt zur Störung, zumindest bei der Nutzung der Beutel oder Säcke, beispielsweise
in automatisch arbeitenden Abfüllanlagen oder bei der Entnahme eines Beutels von dem
Stapel zum Zwecke der Benutzung oder bei dem öffnen der Beutel an ihrem Einfüllrand.
[0007] In der Praxis erfolgt überwiegend das Aufschlagen von Beuteln auf Stifte, weil dies
sehr sicher und bewährt ist. Hingewiesen werden kann in diesem Zusammenhang, daß auch
bei der Herstellung von Zeitungen die einzelnen Blätter auf Stifte aufgeschlagen werden.
In der Praxis ist es daher schwierig, die Stifte zu ersetzen.
[0008] Viele Beutel oder Beutelblocks müssen einer Weiterbehandlung zugeführt werden, beispielsweise
zum Anbringen von Grifflochausstanzungen oder Ausschnitten, die Griffschlaufen geben.
Auch ist es vielfach notwendig, Beutelblocks mit Lochungen zu deren Aufhängen oder
mit Perforationen zu versehen, um die einzelnen Beutel von einem Block abtrennen zu
können. Es wurden bereits Vorschläge unterbreitet, bei der Stapelung der Beutel mit
deren Verblockung auch die Perforationsschnitte zum Abtrennen der Beutel anzubringen.
Dies erfolgte aber nur in Verbindung mit Stiften, auf denen die einzelnen Beutel aufgeschlagen
wurden. Diese Vorrichtungen müssen auf engstem Raum angebracht werden, weil sonst
die Verluste an Folienmaterial zu groß sind.
[0009] Es gibt viele Verpackungsgüter, bei denen im Bereich des Beutels Nadelstiche als
Ergebnis des vorherigen Aufstapelns auf Stifte sehr schädlich sind. Diese Schwierigkeit
besteht nicht lediglich dadurch, daß die Nadelstiche als verbleibende, wenn auch kleine
Löcher äußere Einflüsse in das Innere des Beutels zulassen. Bei vielen Beuteln, in
denen insbesondere hochwertige teure Gegenstände verpackt werden, beispielsweise zum
Zwecke der Verkaufsförderung, stören die Lochungen durch Nadelstiche in optischer
Hinsicht.
[0010] Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine solche Folienverarbeitungsmaschine
zu schaffen, bei der die Beutel oder Beutelstapel in den Stationen der Herstellung,
der Stapelung und der Ablage unabhängig von deren Bemessung und deren Folienmaterial
sowie Eigenschaften der Folie sicher erfaßt werden. Auch wird von der Aufgabe ausgegangen,
trotz hoher Taktzahl bei der Herstellung von Beuteln oder Säcken ein Anbacken der
Beutel oder Säcke bei ihrer Stapelung durch noch nicht ausreichend abgekühlte Schweißnähte
zu vermeiden und eine Vorrichtung zur Stapelung und Weiterbearbeitung eines Beutels
oder eines Beutelblocks zu schaffen, die in Verbindung mit, aber auch ohne Stifte
das Stapeln ermöglicht und eine ausreichende und sichere Weiterbearbeitung der Beutel
nach ihrer Herstellung gestattet.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Folienverarbeitungsmaschine zum Herstellen,
Stapeln und Ablegen von flachen Verpackungen aus thermoplastischer Kunststoffolie,
wie Beuteln oder Säcken, mit einer in horizontaler Ebene arbeitenden Trenn- und Schweißvorrichtung
zur Verarbeitung der dort vertikal zugeführten doppellagigen Folienbahnen und einer
unmittelbar an die Trenn- und Schweißvorrichtung angeschlossenen, vorzugsweise mit
Stapelstiften versehene Stapelvorrichtung, in der die Verpackungen hängend gehalten
sind und mit einer angeschlossenen Fördervorrichtung, auf der die Verpackungen abgelegt
und gegebenenfalls durch eine Stanzeinrichtung mit Ausstanzungen versehen und dann
wegtransportiert werden, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß im Bereich zwischen der
Stapelvorrichtung und der Fördervorrichtung eine hin- und hergehende Greifeinrichtung
angeordnet ist, die den Stapel der Gegenstände erfaßt und zur Fördervorrichtung transportiert
und auf dieser aufliegt.
[0012] Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag, die unmittelbar im Anschluß an die Herstellung
gestapelter Beutel als Beutelstapel mit einer Greifeinrichtung zu ergreifen und mit
dieser zu einem Förderer zu transportieren und auf diesem abzulegen, wird erreicht,
daß die Beutel stets zusammengehalten werden und kein einzelner Beutel verlorengeht
oder sich von dem anderen lösen oder verschieben kann.
[0013] Der Vorschlag, zwischen der Ablage der Beutel oder der in unmittelbarem Anschluß
an die Herstellung befindlichen Stapelvorrichtung einen hin-und hergehenden Greifer
zu verwenden, der die gestapelten Beutel erfaßt und zusammenhängend zu einer Ablage
transportiert, läßt verschiedene Abwandlungen zu. So kann die hin- und hergehende
Greifeinrichtung so ausgebildet sein, daß sie einen Stapel von Beuteln zu beiden Seiten
an den vertikalen Seitenrändern erfaßt.
[0014] Besonders vorteilhaft ist jedoch die weitere erfindungsgemäße Lösung, daß die Greifvorrichtung
als Balken ausgebildet ist und sich in horizontaler Ebene über die wesentliche Breite
der Folienverarbeitungsmaschine erstreckt. Durch diese Lösung wird erreicht, daß eine
Greifvorrichtung mehrere nebeneinander angeordnete Beutelstapel erfassen kann. Diese
Lösung beinhaltet auch, daß die Greifvorrichtung nicht auf die Breite der einzelnen
hergestellten Beutel abgestimmt ist oder abgestuft zu sein braucht, weil unabhängig
von der Breite der einzelnen Beutel oder der Anzahl nebeneinander aufgereihter Beutel
deren Erfassung gewährleistet ist.
[0015] In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß dem Greifer-Balken
ein auf der anderen Seite des Beutelstapels vorhandener Gegenbalken zugeordnet ist,
der sich ebenfalls über die wesentliche Breite der Beutelherstellungsmaschine erstreckt
und mit dem Greifer-Balken zum Zwecke der Festklemmung des oder der Beutelstapel an
dem Greiferbalken zusammenwirkt.
[0016] Eine besonders vorteilhafte Lösung besteht darin, daß der Greifer-Balken einen oberen
Balkenteil und einen unteren Balkenteil aufweist, die nach Art einer Zange um eine
horizontale Drehachse oder zugeordnete horizontale Drehachse schwenkbar sind. Der
damit zusammenwirkende Gegenbalken ist dann besonders vorteilhaft in der Weise ausgebildet,
daß zwischen dem oberen Balkenteil und dem unteren Balkenteil bei Faltung des dazwischenliegenden
Beutelstapels ein Schwert eingreift, das in weiterer Ausgestaltung der Erfindung sich
in horizontaler Ebene über die wesentliche Breite der Maschine erstreckt und am Maschinenrahmen
ortsfest angeordnet ist. Das Schwert dient somit dazu, die Beutel des Stapels in die
Zange des Greiferbalkens einzubringen. Da der Greifer- balken hin- und hergehend bewegt
ist, ist nach einer besonders vorteilhaften Lösung das Schwert ortsfest.
[0017] Die Bewegung des hin- und hergehenden Greiferbalkens kann auf verschiedene Weise
erfolgen. So können die beiden Enden des Balkens an jeweils zugeordneten Ketten angeordnet
sein, die durch Änderung der Drehrichtung die Hin- und Herbewegung des Greifer-Balkens
ermöglichen.
[0018] In vielen Fällen kann es aber vorteilhaft sein, daß der hin- und hergehende Greifer-Balken
an seinen beiden Enden an den vorderen Enden zugeordneter Kolbenstangen von Pneumatikzylindern
angeordnet ist.
[0019] Das öffnen der Zange zur Freigabe des Beutelstapels kann ebenfalls auf verschiedene
Weise erfolgen, so beispielsweise durch am Maschinenrahmen angebrachte Kulissenführungen.
Auch kann an der Zange eine diese öffnende und gegebenenfalls schließende pneumatische
Kolben-Zylinder-Anordnung vorhanden sein.
[0020] In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß in der Maschine
eine sich über deren wesentliche Breite erstreckende hin- und hergehende Klemmleiste
angeordnet ist, die den von der Greifereinrichtung auf den Förderer aufgelegten Stapel
der Gegenstände an dem Förderer festklemmt. Durch diese Festklemmung ergibt sich dann,
daß bei Weiterbewegung des Greiferbalkens die Beutel des Stapels von dem Greiferbalken
gelöst werden, so daß die endgültige Ablage an dem als Förderer ausgebildeten Ablagetisch
erfolgen kann.
[0021] Sofern an dem Ablagetisch eine Stanze zum Anbringen von Ausstanzungen im Beutelstapel
vorhanden ist, dann sichert die vorerwähnte Festklemmung des Beutelstapels an dem
Förderer ebenfalls die vorherbestimmbare genaue Ortslage, so daß die Stanze an vorbestimmter
Stelle des Beutelstapels zur Wirkung kommt.
[0022] Um auch die sichere übergabe der einzelnen Beutel oder Säcke nach ihrer Herstellung
auf die Stapelvorrichtung zu erreichen, wird in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung
vorgeschlagen, daß der rotierende Niederschläger aus einem Hohlrohr besteht, an dem
ein gebogener, sich über die Länge des Rohres erstreckender Blechstreifen angeordnet
ist, in dem Hohlrohr und in dem Blechstreifen sich über deren Länge erstreckende Saugöffnungen
vorhanden sind und an der äußeren Kante des Blechstreifens in Abständen, die den Abständen
der Stapel stifte der Stapeleinrichtung entspricht, nach außen offene Ausnehmungen
vorhanden sind.
[0023] Die vorbeschriebenen Maßnahmen führen somit zu dem erfindungsgemäßen Arbeitsverfahren,
daß die einzelnen Beutel vor ihrem Verlassen der Trenn-und Schweißeinrichtung durch
die Saugwirkung an dem rotierenden Niederschläger gehalten und von diesem auf die
Stifte aufgeschlagen werden und diese Halterung an den Stiften die Beutel von dem
Niederschläger befreit, nach dem Stapeln einer vorbestimmten Anzahl von Beuteln die
Greifeinrichtung den Beutelstapel erfaßt und danach die Stapel stifte durch deren
Zurückziehen den Beutelstapel freigeben und nach dem Transport des Beutelstapels auf
die Fördervorrichtung die Anpreßleiste den Beutelstapel an der Fördervorrichtung festhält
und erst danach die Greifvorrichtung den Beutelstapel freigibt.
[0024] Um bei hoher Taktzahl der Beutel- oder Sackherstellung oder entsprechend notwendiger
hoher Taktzahl der Ablage ein Anbacken der Schweißnähte der gestapelten Beutel zu
vermeiden, die. auf Stifte aufgeschlagen sind, die an einer Nadelleiste und durch
eine pneumatische Kolben-Zylinder-Anordnung rückziehbar sind und ein hin- und hergehender
Schläger angeordnet ist, der die Beutel nacheinanderfolgend auf die Stifte aufschlägt,
insbesondere bei einer Lösung nach dem Anspruch 1, wird in weiterer erfindungsgemäßer
Ausgestaltung vorgeschlagen, daß dicht unterhalb der Trenn- und Schweißvorrichtung
und zu diesen parallel verlaufend spiegelbildlich zur Vertikalebene der Beutelzufuhr
jeweils eine Stiftreihe angeordnet ist und ein Schläger solcher Art vorhanden ist,
der den ersten Beutel auf die erste Stiftreihe und den zweiten Beutel auf die gegenüberliegende
zweite Stiftreihe und den dritten Beutel auf die erste Stiftreihe und den vierten
Beutel auf die zweite Stiftreihe und in dieser Weise solange aufschlägt, bis eine
vorbestimmte Anzahl von Beuteln aufgeschlagen ist. Durch diese Lösung wird folgendes
erreicht:
[0025] Sofern Beutel in einer Taktzahl von 100 Beuteln pro Minute hergestellt werden, dann
erfolgt die Stapelung der Beutel, weil insgesamt zwei Stapelvorrichtungen vorhanden
sind, im Takt von nur 50 Beuteln pro Minute. Daher ist, bezogen auf eine Stapelvorrichtung,
die Zeit der Ablage des vorhergehenden Beutels zu dem nächsten Beutel ausreichend
groß, so daß die Schweißnähte Gelegenheit hatten, sich abzukühlen.
[0026] Besonders einfach besteht der Schläger aus einer sich über die Breite oder wesentliche
Breite der Beutelherstellungsmaschine erstreckenden Leiste, die um eine Hoizontalachse
hin- und herschwingend gelagert ist, wobei die Lagerachsen kurzer Länge nur im Bereich
ihrer Befestigung an den Seitenwandungen der Maschine vorhanden sind. Durch diese
Lösung wird erreicht, daß die Beutel oder Säcke eine sehr große Länge haben können,
weil keine in der Vertikalebene der Beutelzufuhr vorhandene hindernde körperliche
Drehachse des Schlägers vorhanden ist.
[0027] Um das abwechselnde Aufschlagen auf die eine und die andere Stiftreihe zu begünstigen,
wird in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung vorgeschlagen, daß die hin- urrl
hergehende Leiste an beiden, den Stiftreihen zugerichteten Seiten mit Ausblasöffnungen
versehen ist.
[0028] Die hin- und hergehende Bewegung des Schlägers kann durch einen pneumatischen Drehkolbenmotor
erfolgen. Besonders vorteilhaft ist die Lösung, daß zu beiden Seiten der die Schlagleiste
tragenden Arme Kolbenstangen von Pneumatikzylindern angeordnet sind, wobei dann in
weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung die Zylinder um horizontale Achsen schwenkbar
gelagert sind.
[0029] Um Beutel unmittelbar nach ihrer Herstellung weiter zu bearbeiten und somit zwischen
Herstellung und weiterer Bearbeitung einen Transport zu vermeiden, wird in weiterer
erfindungsgemäßer Ausgestaltung vorgeschlagen, daß die Stapeleinrichtung eine horizontale
Arbeitsfläche aufweist, mit der in Verbindung mit Werkzeugen eine Weiterbearbeitung
der Beutel oder des Beutelstapels erfolgt.
[0030] Die erfindungsgemäße Lösung, im unmittelbaren Anschluß an die Herstellung der Beutel
in einem Bereich unterhalb der Trenn-Schwei'ß-Einrichtung in Verbindung mit der Stapelvorrichtung
zugleich Arbeitsflächen vorzusehen, die die Grundlage für die Weiterbearbeitung eines
Beutels oder eines Beutelblocks ergeben, bringt viele Vorteile mit sich. So erfolgt
zur Weiterbearbeitung eines Beutels oder Beutelstapels keine Weiterbewegung. Dadurch
ist mit geringem Aufwand eine exakte Positionierung der durchzuführenden Bearbeitungen
möglich.
[0031] Zugleich können die Bearbeitungswerkzeuge im Takt der Beutelherstellung arbeiten,
so daß auch in dieser Hinsicht eine Vereinfachung stattfindet.
[0032] Die Festhalte-Einrichtung der oberen horizontalen Arbeitsfläche kann verschiedene
Ausbildungsformen mit verschiedenen Bewegungen haben.
[0033] In Verbindung mit dem Vorschlag, daß die Festhalte-Einrichtung mit einer Auflagefläche
für die Kante des zu stapelnden Beutels versehen ist, wird ein Anbacken der Schweißnaht
des aufzustapelnden Beutels mit dem vorhergehenden Beutel des Stapels vermieden.
[0034] Auch können dort die Werkzeuge, die einen einzelnen Beutel jeweils bearbeiten, die
Festhaltefunktion ausüben, vorteilhaft in einem abwechselnden Rhythmus zwischen einem
Schweißbalken. Das Bearbeitungswerkzeug kann somit ein Schweißbalken sein, der die
Beutel des Blocks in bekannter Weise in der Weise verbindet, daß mit dem Stapeln der
Beutel jeder dem Stapel zugeführte Beutel mit dem vorhergehenden Beutel durch Schweißung
miteinander verbunden wird. Damit werden STapelstifte vermieden, die allerdings auch
beibehalten werden könnten.
[0035] Um die dichte Anlage der Beutel eines Beutelstapels zu erreichen, wird in weiterer
Erfindung vorgeschlagen, an dem Werkzeug, insbesondere dem Schweißbalken, an der nach
außen gerichteten Seite ein elastisches, in Richtung nach außen abgebogenes Blech
anzubringen, das mit dem Niedergehen des Werkzeuges auf dem oberen Beutel in Richtung
zu dessen Außenkante streift und damit die Luft zwischen dem oberen Beutel und dem
darunter liegenden Beutel austreibt.
[0036] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung und im wesentlichen schematisch die Folienverarbeitungsmaschine,
Fig. 2 in einem vertikalen Schnitt und im wesentlichen schematisch die Folienverarbeitungsmaschine
nach Fig. 1,
Fig. 3 - 6 die Folienverarbeitungsmaschine nach Fig. 2 in verschiedenen Arbeitsstellungen,
Fig. 7 die Stapelvorrichtung nach Fig. 2 in Seitenansicht und teilweiser Darstellung,
Fig. 8 den Niederschläger nach Fig. 2 in anderer Sicht und teilweiser Darstellung,
Fig. 9 eine teilweise Darstellung des Greiferkopfes in perspektivischer Darstellung
nach Fig. 2,
Fig. 10 das Fallschwert nach Fig. 2 in perspektivischer und teilweiser Darstellung,
Fig. 11 eine Verarbeitungsmaschine nach Fig. 2 mit abgewandelter Stapelvorrichtung,
Fig. 12 die Stapelvorrichtung nach Fig. 11 in perspektivischer und teilweiser Darstellung,
Fig. 13 die Stapelvorrichtung nach Fig. 11 in detaillierter Darstellung,
Fig. 14 einen vertikalen Schnitt durch eine abgewandelte Beutelherstellungsmaschine,
Fig. 15 eine Figur 14 gegenüber größere Darstellung,
Fig. 16 eine Figur 15 gegenüber abgewandelte Lösung,
Fig. 17 einen Beutelblock in perspektivischer Darstellung,
Fig. 18 eine Figur 14 gegenüber weitere Abwandlung.
[0037] Nach Fig. 1 hat die Folienverarbeitungsmaschine 10 die Schweiß- und Stapeleinrichtung
11 mit den Seitenwangen 12 und 13 größerer Höhe sowie den Ablagetisch 15 mit den Seitenwangen
16 und 17 geringerer Höhe. Der Teil zum Herstellen der Beutel und deren Stapelung
kann mit dem Ablagetisch 15 eine bauliche Einheit darstellen. In vielen Fällen ist
es jedoch zweckmäßig, den Ablagetisch 15 als getrennte bauliche Einheit herzustellen
und der Trennschweißvorrichtung mit der Stapelvorrichtung beizustellen. Dies ist in
Fig. 1 schematisch durch die gestrichelte Linie 18, 18a angedeutet. Diese Ausführungen
zeigen zugleich, daß der Ablagetisch 15, der zugleich mit einer später noch zu beschreibenden
hin- und hergehenden Greifvorrichtung versehen ist, an Folienvarbeitungsmaschinen
unterschiedlicher Ausbildung angebracht werden kann. Dies wird nachfolgend auch in
Verbindung mit Fig. 11 beschrieben werden.
[0038] Die in den nachfolgenden Figuren 2 bis
b dargestellten Elemente sind in den Seitenwandungen 13 und 14 bzw. 15 und 17 gelagert,
Die Figuren 2 bis 6 zeigen zeichnerisch lediglich die Lagerung in den Wandungen 13
und 15.
[0039] Die zu verarbeitende doppellagige Folie 19 wird über eine erste Umlenkrolle 20 und
zweite Umlenkrolle 20a dem Vorzugswalzenpaar 21, 22 zugeführt. Sie gelangt zwischen
den Blaskamm-Röhrchen 23 und 24 hindurch zu der Trennschweißeinrichtung 25, bestehend
aus den Schweißbalken 26 und 27, die über zugeordnete Stege 28, 29 mit Rollen 30,
31 an den Nocken 32 und 33 anliegen, die über entsprechende Antriebswellen 34 und
35 angetrieben sind. Der Schweißbalken 27 ist mit einem Messer 36 versehen. Der Schweißbalken
26 hat eine entsprechende längsverlaufende Ausnehmung. Es sei bemerkt, daß die Trenn-Schweißeinrichtung
bekannt ist. Sie kann durch eine andere Trenn- und Schweißeinrichtung ersetzt sein.
[0040] Unterhalb der Trenn-Schweißeinrichtung ist der rotierende Niederschläger 37 vorhanden,
der aus dem Hohlrohr 38 und dem sich über die Länge des Rohres 38 auf einer etwa Kreislinie
gebogenen Blechstreifen 39 besteht. Vorhanden sind von dem Hohlrohr 38 ausgehende
sich über die Länge erstreckende Blasdüsen 40. Diese können in Gestalt eines längsverlaufenden
Schlitzes vorhanden sein. Es kann sich auch um Bohrungen handeln, die in geringem
Abstand hintereinander in einer oder in zwei Reihen vorhanden sind.
[0041] Zwei Lochreihen an Ausblasdüsen 40, 40a usw. sind in Figur 8 dargestellt. Der Niederschläger
wirkt zusammen mit der Stapeleinrichtung, ':e zunächst aus einer sich parallel zum
Rohr 38 sowie über die Breite der Maschine erstreckenden Leiste 41 besteht, die über
ein Blech 42 an der Wandung 13 und entsprechend auch an der Wandung 14 angeschraubt
ist, wie dies aus Figur 7 hervorgeht.
[0042] Hinter der Leiste 41 ist die Nadelleiste 43 angeordnet, die nach vorne in Richtung
zu dem Niederschläger Nadeln 44 und, wie Figur 7 zeigt, in Abständen eine Vielzahl
von Nadeln 44a und 44b hat. Die Nadelleiste ist an beiden Enden befestigt an der Kolbenstange
45 eines Pneumatikzylinders 46, der über Verbindungselemente an der Wandung 13 befestigt
ist. Dadurch ist die Nadelleiste zurückziehbar, wie später noch beschrieben wird.
Die Leiste 41 hat nach unten im Bereich der Nadeln 44 offene Ausnehmungen 47, 47a,
während das Blech 39 gegenüberliegende, nach außen offene Ausnehmungen 48, 48a hat.
[0043] In den Seitenwandungen 13, 16 sind Kettenräder 49, 50, 51 und 52 gelagert, die eine
Kette 53 tragen. Die Kettenräder 49 und 52 sind mit auskuppelbaren Antrieben versehen.
An den Seitenteilen 14 und 17 ist eine spiegelbildliche Anordnung vorhanden. Die Kette
53 trägt, wie auch aus Figur 9 zu ersehen ist, einen Greiferbalken 54, der aus dem
oberen Balken 54a und dem unteren Balken 54b besteht. die zangenartig bewegbar sind.
Nach Figur 9 besteht der untere Balken aus einem Querträger 55, der an seinen beiden
Enden eine Kolben-Zylinder-Anordnung 56 trägt, damit über die Kolbenstange die Leiste
54b in angegebener Doppelpfeilrichtung verschiebbar ist. Der obere Balken besteht
aus einzelnen Abschnitten. Diese sind um die Achse 57 über eine Kolben-Zylinder-Anordnung
58 an-und absenkbar. Eine nicht dargestellte Zugfeder sichert als Ausgangsstellung
die Offenstellung. Die Balken haben an den einander zugekehrten Innenflächen gegenüberliegende
und in Abständen befindliche Reihen an Höckern 59. Zwischen diesen Höckern mit flachen
schräg anlaufenden Keilflächen greift ein in Gestalt eines Bleches ausgebildetes Schwert
59 ein, das sich zwischen den Seitenwangen 13 und 14 erstreckt und an der Seitenwange
13 über einen Flansch 60 befestigt ist. Dieses Schwert hat entsprechend der Darstellung
in Figur 10 in Abständen befindliche Ausnehmungen 61, 61a die so bemessen und in einem
solchen Abstand angeordnet sind, daß zwischen diesen die vorerwähnten Höcker des Greiferbalkens
eingreifen können. Der Greiferbalken 54 ist an der Seitenwandung 13 innerhalb einer
Schiene 62 geführt.
[0044] Die in Figur 9 dargestellte Lösung erübrigt, daß am Maschinenrahmen 13 über Befestigungselemente
62, 62a der Lufozylinder 63 befestigt ist, an dessen Kolbenstange 64 eine sich über
die Breite der Beutelmaschine erstreckende Klemmleiste 65 angeordnet ist, die zusammenwirkt
mit dem Förderband 66, das um die beiden Walzen 67 und 68 geführt ist, die in dem
Rahmen 16 und 17 gelagert sind. Die Walze 68 ist mit dem Motorantrieb versehen.
[0045] An den Rahmen 13 ist noch ein weiterer Pneumatikzylinder 69 befestigt, dessen Kolbenstange
70 an dem einen Schenkel 71 eines Winkelhebels 72 gelagert ist, der um die Achse 73
schwenkbar ist und der an seinem vorderen unteren Ende des Schenkels 74 das Kettenrad
75 trägt.
[0046] Nachdem die für die Funktion wesentlichen Bestandteile der Folienverarbeitungsmaschine
beschrieben sind, sei nunmehr auf die Arbeitsweise in Verbindung mit den Figuren 2
bis 6 eingegangen.
[0047] Von der Folienbahn 19 werden durch die Trenn-Schweiß-Einrichtung 25 einzelne Beutel
hergestellt und abgetrennt. Dabei steht der Niederschläger 37 in der in Figur 2 angegebenen
Wartestellung. Bevor die Schweißbalken 26 und 27 den vom Schlauch abgetrennten Beutel
freigeben, ist dieser durch die Saugöffnungen 40 am Niederschläger festgehalten. Dieser
wird dann in angegebener Pfeilrichtung 76 im Uhrzeigersinn gedreht. Dabei schlägt
das äußere Ende des Bleches 39, wie aus Figur 3 hervorgeht, die obere Kante des Beutels
auf die über die Leiste 41 zum Beutel hin vorstehenden Stifte 44 auf. Da der Beutel
auf dem Stift aufgeschlagen ist, wird er bei weiterer Rotation der Schlagleiste von
dieser gelöst, wie das in Figur 3 angedeutet ist. Nachdem auf diese Weise eine vorbestimmte
Anzahl von Beuteln aufgestapelt worden ist, wird über die Kette 53 durch den Antrieb
des Kettenrades 49 der Greifer-Balken in Richtung zu dem Beutelstapel bewegt, und
zwar so weit, daß das Schwert 59 zwischen die Balken 54a und 54b eingreift und die
Folienlagen des Stapels damit die Zange öffnen. Der Beutelstapel wird somit gefaltet.
Mit dem Zurückfahren des Greiferbalkens wandert die Zange aus dem Bereich des Schwertes
mit dem Ergebnis, daß die Zange sich unter der Wirkung der Zugfeder 47 schließt und
die Beutel des Stapels dabei festhält.
[0048] Entsprechend der Darstellung in Figur 6 wird der Greiferbalken durch den Antrieb
des Kettenrades 52 so weit über das Band 66 gefahren, daß das untere Ende des "tutelstapels
noch im Bereich der Umlenkwalze 67 vorhanden ist. Dort wird das untere Ende des Beutelstapels
durch die Klemmleiste 65 des Pneumatikzylinders 63 festgeklemmt mit dem Ergebnis,
daß bei weiterer Bewegung des Greifer-Balkens 54 der Beutelblock aus der Zange herausgezogen
wird und damit auf das Obertrum 66a des Bandes abgelegt wird, das in angegebener Pfeilrichtung
77 absatzweise bewegbar ist. Sofern Beutelstapel nur kurzer Länge abgelegt werden,
dann soll der Greiferbalken 54 einen geringeren Höhenabstand zu dem Obertrum 66a des
Bandes haben. Um dies zu erreichen, wird über den Pneumatikzylinder 69 und der Kolbenstange
70 und dem Hebel 72 das Kettenrad 75 in angegebener Drehrichtung 77a nach unten bewegt,
so daß der Greiferbalken einen geringeren Höhenabstand zur Ablage hat. Vorhanden sind
entsprechende die Kettenlänge ausgleichende Elemente.
[0049] Figur 6 zeigt, daß der Greiferbalken 54 bereits wieder in seine Wartestellung zurückgefahren
worden ist, um bald den nächsten Beutel zu ergreifen. Der Klemmbalken 65 klemmt noch
den Beutelstapel an der Walze 67 fest, wobei der Beutelstapel noch durch ein Stanzmesser
78, angetrieben durch die Kolbenstange 79 des Pneumatikzylinders 80, gestanzt wird.
[0050] Es ist zu ersehen, daß in keiner Phase des Bearbeitungsablaufes weder der einzelne
Beutel noch der Stapel an Beuteln frei war, sondern bei allen seinen Bewegungsabläufen
gehalten wurde. Dadurch ist ein genaues Ausrichten möglich. Auch ist mit dieser Lösung
die Verarbeitung verschiedenartigster Beutelmaterialien in Bezug auf chemische Zusammensetzung,
Flexibilität und sonstiger physikalischer Eigenschaften und unterschiedlicher Beutelformate,
insbesondere in Bezug auf die Länge, möglich.
[0051] Die Ausbildung des sich über die Breite der Maschine erstreckenden Greiferbalkens,
der mit den Gegenbalken auf der anderen Seite der Beutelstapel, besonders vorteilhaft
in Gestalt eines Schwertes, das ortsfest gelagert ist, zusammenwirkt, ermöglicht die
Erfassung der Beutelstapel unabhängig von der Breite der Beutelstapel. So ist verständlich,
daß auch nebeneinander zwei oder noch mehr Beutelstapel gleichzeitig transportiert
werden können, weil die erfindungsgemäße Lösung hier keine Beschränkung erkennen läßt.
[0052] Fig. 11 zeigt, daß der Greifer-Balken in Verbindung mit dem Gegenbalken auf der anderen
Seite der Beutel, vorteilhaft in Gestalt des ortsfesten Schwertes, auch zwei gegenüberliegende
Beutelstapel erfassen und wegtransportieren kann, weil auch in dieser Hinsicht die
erfindungsgemäße Lösung keinerlei Beschränkung unterworfen ist.
[0053] Fig. 11 zeigt, daß unterhalb der Trenn-Schweißvorrichtung zwei STapelablagen vorhanden
sind, so daß zu der bisher beschriebenen Stapelablage spiegelbildlich die Stapelablage
41a, 42a mit der Nadelleiste 43a und deren Antrieb durch den Zylinder 46a hinzukommt.
Es erfolgt die Arbeitsweise, daß der erste Beutel auf der ersten Stapeleinrichtung
41a, der zweite Beutel auf die zweite Stapeleinrichtung 41, der dritte Beutel wiederum
auf der ersten STapeleinrichtung 41 und so weiter aufgeschlagen wird, und zwar durch
einen Schläger 81, der entsprechend der Darstellung in den Figuren 12 und 13 eine
Leiste 82 hat, die sich über die Breite der Folienverarbeitungsmaschine erstreckt
und an beiden Enden an einem Arm 83 gelagert ist, der an der Seitenwandung 13 an einem
Drehzapfen 84 in angegebener Pfeilrichtung 85 hin- und hergehend schwenkbar gelagert
ist. In Fig. 12 sind mit den Bezugszeichen 41 und 41a die Leisten bezeichnet, zwischen
denen nach unten offenen Aussparungen 47 die Nadeln 44 durchgreifen.
[0054] Die Wirkungsweise sei anhand von Fig. 13 beschrieben.
[0055] Sofern durch die Schweißbalken 26 und 27 Beutel mit einer Seitennaht oder einer doppelten
Bodennaht hergestellt werden und die Trennschweißeinrichtung zwei in einem Abstand
hintereinander befindliche Schweißeinrichtungen 86, 86a und 87, 87a hat, dann ist
es möglich, daß der Beutel oder Sack bei seinem Aufstapeln im Bereich der Stapeleinrichtung
eine noch erhitzte Schweißnaht hat.
[0056] S ofern die Beutel mit geringer Taktzahl, beispielsweise 50 Beutel pro Minute hergestellt
werden, dann ist zufolge der hier langsamen Verarbeitungszeit ein ausreichendes Abkühlen
der Schweißnähte gegeben, insbesondere sofern entsprechend der Darstellung nach Fig.
2 die Luftblasröhrchen 23 und 24 vorhanden sind. Um eine höhere Takzahl zu erreichen,
wird vorgeschlagen,
[0057] den ersten Beutel beispielsweise auf die Ablage 41a mit den Stiften 44a aufzuschlagen
und den nachfolgenden Beutel auf die Ablage 41 mit den dortigen Stiften 44. Es erfolgt
somit ein abwechselndes Aufschlagen auf die eine Ablage durch den einen Beutel und
auf die gegenüberliegende Ablage durch den nachfolgenden Beutel.
[0058] Um dies zu erreichen, ist der Schläger im Bereich unterhalb der Schweiß- einrichtung
mit einer jeden Seite zugeordneten Ausblasöffnung 88 und 89 versehen. Sofern der Schläger
nach links in Richtung zur Ablage 41a bewegt wird, dann blasen die Auslässe 88. Wird
er in Richtung der Ablage 41 nach rechts bewegt, dann blasen die Auslässe 89, die
sich über die gesamte Länge der Schlagleiste erstrecken. Sie können aus einem durchgehenden
Schlitz, aber auch aus in dichtem Abstand befindlichen einzelnen Bohrungen bestehen.
Um den notwendig schnellen Wechsel des Pendelschlägers zu erreichen, sind an den Armen,
in Fig. 13 dargestellt, dem Arm 83, über Drehgelenke 90 und 91 Kolbenstangen 92 und
93 von Pneumatikzylindern 94 und 95 angeordnet, die über zugeordnete Halterungen 96
und 97 an Drehachsen 98 und 99 schwenkbar sind.
[0059] Fig. 13 zeigt ebenfalls das Schwert 59 in Verbindung mit der Zange aus den Balkenteilen
54a und 54b. Diese sind nach Fig. 13 an einer Kolbenstange 100 befestigt, weil der
in den Zeichnungen dargestellte Kettenantrieb, der den Greiferbalken trägt, auch durch
einen Pneumatikantrieb ersetzt sein kann.
[0060] Figur 14 zeigt die gegenüber der Figur 11 abgewandelte Lösung mit der Maßgabe, daß
ein Schläger 101 angewendet ist, der in Horizontalebene entsprechend der Doppelpfeilrichtung
102 hin- und hergehend bewegt ist. Vorhanden sind die Stifte 44 und 44a an zugeordneten,
gegenüberliegenden Kolbenstangen der Zylinder 46 und 46a.
[0061] Nach den Figuren 15 und 16 ist unterhalb der Trenn- und Schweißvorrichtung26 und
27 die Stapeleinrichtung 41 und 41a vorhanden mit den vertikalen Bereichen 103 und
103a sowie horizontalen Bereichen 104 und 104a. Der Schläger 101 ist an seiner Unterseite
oder an seiner Oberseite befestigt an einem Förderband 105, das über Umlenkrollen
106 und 107 hin- und hergehend bewegt wird, so daß die Beutel nacheinanderfolgend
abwechselnd auf die Stapeleinrichtung 41 und 41a aufgestapelt werden.
[0062] Den horizontalen Stapelflächen 104 sowie 104a sind Werkzeuge 108 bzw. 108a zugeordnet,
die Lochungen, Stanzungen, Perforationen oder vorteilhaft Schweißungen ausführen.
Es können aber lediglich auf Festhalte-Einrichtungen sein, deren Wirkungsweise in
Verbindung mit Figur 16 beschrieben wird.
[0063] Figur 16 zeigt die Bewegung des Schlägers 101 in der Pfeilrichtung 109 nach rechts
mit der Maßgabe, daß das obere Ende des Beutels 110 zufolge des plötzlichen Schlages
nach links abgebogen ist. Durch das Ausblasen von Luft aus der Düse 101a wird dann
das obere Ende des Beutels, wie in gestrichelter Linie dargestellt ist, nach rechts
abgelenkt. An der vertikalen Schiene 103 ist eine Beutelklemmleiste 111 angeordnet,
die einen horizontalen Schenkel 112 und einen vertikalen Schenkel 113 hat. Der vertikale
Schenkel ist mit einer Führung versehen, damit entgegen dem Druck einer Schraubenlinienfeder
114 eine Rückfederung stattfindet. Sobald der Schläger 101 oder gegebenenfalls eine
an diesem angeordnete vorspringende Leiste 115 den Beutel an der Staplleiste 112 angedrückt
hat, dann ist zugleich mit diesem Zeitpunkt oder kurze Zeit später auch das obere
Beutelende auf der Arbeitsfläche 104 bzw. dem darauf vorherigen Beutelende aufgelegt.
Dann geht die Niederhaltevorrichtung 108 nach Figur 2 oder ein um die Achse 115 drehbarer
Festhalter nach unten und klemmt das obere Beutelende fest. Dadurch ist die Lage des
Beutels und zufolge der horizontalen Erstreckung der oberen Auflagefläche die Lage
des Beutelblocks gesichert. Auf diese Weise kann das Bearbeiten erfolgen.
[0064] Aus Figur 16 ist zu ersehen, daß wahlweise nach dem einen System aber auch lediglich
mit den Stiften gearbeitet werden kann.
[0065] Figur 17 zeigt Beutel, die durch Schweißnähte 117 in der Weise zu einem Block miteinander
verbunden sind, daß in an sich bekannter Weise der nachfolgende Beutel mit dem vorhergehenden
Beutel des Beutelblocks durch eine Schweißnaht verbunden wird. Dazu sind die beiden
Schweißbalken 108, 108a vorhanden.An diesen sind jeweils elastische Bleche 117, 117a
angeordnet, die mit dem Niedergehen des Schweißbalkens die Luft zwischen den Beuteln
austreiben und somit zusammengedrückte Stapel ergeben, die das Verschweißen zum Stapel
begünstigen und nahezu fluchtende Kanten 118, 118a ergeben. Die Niederhalter oder
Festhalter 116, 116a haben horizontale Auflageflächen 119, 119a für die stirnseitigen
Kanten der Beutel, so daß deren gegebenenfalls noch klebefähigen Schweißnähte 120,
erhalten, durch die die Schweiß- einrichtung 26, 27 nicht einander anbacken können.
Zum Festhalten des Beutelstapels wirken die Schweißbalken 108 und Festhaltevorrichtung
abwechselnd untereinander, so daß es keiner besonderen Nadeln 44, 44a bedarf.
1. Folienverarbeitungsmaschine zum Herstellen, Stapeln und Ablegen von flachen Verpackungen
aus thermoplastischer Kunststoffolie, wie Beuteln oder Säcken, mit einer in horizontaler
Ebene arbeitenden Trenn- und Schweißvorrichtung zur Verarbeitung der dort vertikal
zugeführten doppellagigen Folienbahnen und einer unmittelbar an die Trenn- und Schweißvorrichtung
angeschlossenen, vorzugsweise mit Stapelstiften versehene Stapelvorrichtung, in der
die Verpackungen hängend gehalten sind und mit einer angeschlossenen Fördervorrichtung,
auf der die Verpackungen abgelegt und gegebenenfalls durch eine Stanzeinrichtung mit
Ausstanzungen versehen und dann wegtransportiert werden, dadurch gekennzeichnet ,
daß im Bereich zwischen der Stapelvorrichtung (41, 44) und der Fördervorrichtung (15)
eine hin- und hergehende Greifeinrichtung (54) angeorndet ist,die den Stapel der Gegenstände
erfaßt und zur Fördervorrichtung (15) transportiert und auf dieser ablegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g ennzeichnet, daß die Greifeinrichtung (54)
als Balken ausgebildet ist und sich in horizontaler Ebene über die wesentliche Breite
der Folienverarbeitungsmaschine (10) erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Greifer-Balken (54)
ein auf der anderen Seite des Beutelstapels vorhandener Gegenbalken (59) zugeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer-Balken (54)
einen oberen Balkenteil (54a) und einen unteren Balkenteil (54b) aufweist, die nach
Art einer Zange um eine horizontale Drehachse oder zugeordnete horizontale Drehachsen
(55, 56) schwenkbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem oberen Balkenteil
und dem unteren Balkenteil bei Faltung des dazwischenliegenden Beutelstapels ein Schwert
eingreift.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Balken
(54a und 54) der Greifeinrichtung (54) an ihren einander zugekehrten Flächen mit in
Abständen befindlichen Höckern versehen sind, zwischen denen die Zungen eines Schwertes
eingreifen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwert sich in horizontaler
Ebene über die wesentliche Breite der Maschine erstreckt und am Maschinenrahmen ortsfest
angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet , daß der hin-und hergehende Greifer-Balken jeweils an seinen beiden
Enden an einer dort vorhandenen zugeordneten Kette gelagert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch
gekennzeichnet , daß der hin-und hergehende Greifer-Balken an seinen beiden Enden
an den vorderen Enden zugeordneter Kolbenstangen von Pneumatikzylindern angeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Zange
durch eine am Maschinenrahmen angebrachte Kulisse geöffnet ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß an der Zange
eine diese öffnende und gegebenenfalls schließende pneumatische Kolben-Zylinder-Anordnung
vorhanden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch
gekennzeichnet , daß in der Maschine eine sich über deren wesentliche Breite erstreckende
hin-und hergehende Klemmleiste angeordnet ist, die den von der Greifeinrichtung auf
den Förderer aufgelegten STapel der Gegenstände an dem Förderer festklemmt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung
(15) in an sich bekannter weise ein absatzweise bewegbares Band (66) darstellt, das
als Ablagetisch ausgebildet ist und am Ablagetisch (78) eine Stanze zum Anbringen
von Ausstanzungen im Beutelstapel vorhanden ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 13, dadurch
gekennzeichnet , daß der rotierende Niederschläger (37) aus einem Hohlrohr (38) besteht,
an dem ein gebogener, sich über die Länge des Rohres erstreckender Blechstreifen (39)
angeordnet ist, in dem Hohlrohr und in dem Blechstreifen sich über deren Länge erstreckende
Saugöffnungen (40) vorhanden sind und an der äußeren Kante des Blechstreifens in Abständen,
die den Abständen der Stapelstifte (44) der Stapeleinrichtung entspricht, nach außen
offene Ausnehmungen (48) vorhanden sind.
15. Arbeitsverfahren mit der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet
, daß die einzelnen Beutel vor ihrem Verlassen der Trenn- und Schweißeinrichtung durch
die Saugwirkung an dem rotierenden Niederschläger gehalten und von diesem auf die
Stifte aufgeschlagen werden und diese Halterung an den Stiften die Beutel von dem
Niederschläger befreit, nach dem Stapeln einer vorbestimmten Anzahl von Beuteln die
Greifeinrichtung den Beutelstapel erfaßt und danach die Stapel stifte durch deren
Zurückziehen den Beutelstapel freigeben und nach dem Transport des Beutelstapels auf
die Fördervorrichtung die Anpreßleiste den Beutelstapel an der Fördervorrichtung festhält
und erst danach die Greifvorrichtung den Beutelstapel freigibt.
16. Arbeitsverfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennze hnet, daß der an der Fördervorrichtung
aufliegende Beutelstapel durch die Stanzvorrichtung mit Ausstanzungen versehen und
danach der Beutelstapel durch Zurückziehen der Anpreßleiste von der Fördervorrichtung
freigegeben wird.
17. Vorrichtung zum Stapeln von Beuteln oder dergleichen Verpackungen aus thermoplastischer
Kunststoffolie, die im Anschluß an die in horizontaler Ebene arbeitende Trenn- und
Schweißvorrichtung angebracht ist und Stifte aufweist, die an einer Nadelleiste angebracht
sind, die durch eine pneumatische Kolben-Zylinder-Anordnung rückziehbar ist und ein
hin- und hergehender Schläger angeordnet ist, der die Beutel nacheinanderfolgend auf
die Stifte aufschlägt, dadurch gekennzeichnet, daß dicht unterhalb der Trenn- und
Schweißvorrichtung und zu dieser parallel verlaufend spiegelbildlich zur Vertikalebene
der Beutelzufuhr jeweils eine Stiftreihe (44, 44a) angeordnet ist und ein Schläger
solcher Art vorhanden ist, der den ersten Beutel auf die erste Stiftreihe (44) und
den zweiten Beutel auf die gegenüberliegende zweite Stiftreihe (44a) und den dritten
Beutel auf die erste Stiftreihe (44) und den vierten Beutel auf die zweite Stiftreihe
(44a) und in dieser Weise solange aufschlägt, bis eine vorbestimmte Anzahl vor Beuteln
aufgeschlagen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Schläger (81) aus
einer sich über die Breite oder wesentliche Breite der Beutelherstellungsmaschine
(10) erstreckenden Leiste (82) besteht, die um eine Horizontalachse (84) hin-und herschwingend
gelagert ist, wobei die Lagerachsen (84) kurzer Länge nur im Bereich ihrer Befestigung
an den Seitenwandungen (13, 14) der Maschine (10) vorhanden sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (82) an beiden,
den Stiftreihen (44, 44a) zugerichteten Seiten mit Ausblasöffnungen (88, 89) versehen
ist.
20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet , daß zu beiden
Seiten der die Schlagleiste (82) tragenden Arme (83) die Kolbenstangen (92, 93) von
Pneumatikzylindern (94, 95) angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder (94, 95)
um horizontale Achsen (98, 99) schwenkbar gelagert sind.
22. Vorrichtung zum Stapeln von Beuteln oder dergleichen Verpackungen aus thermoplastischer
Kunststoffolie, die im Anschluß an die in horizontaler Ebene arbeitende Trenn- und
Schweißvorrichtung angebracht ist und eine Stapeleinrichtung mit einem hin- und hergehenden
Schläger aufweist, und wobei unterhalb der Trenn- und Schweißvorrichtung und zu dieser
verlaufend spiegelbildlich zur vertikalen Ebene der Beutelzufuhr die Stapeleinrichtung
angeordnet und ein Schläger solcher Art vorhanden ist, der den ersten Beutel auf die
erste Stapeleinrichtung und den zweiten Beutel auf die auf die gegenüberliegende Stapeleinrichtung
und den dritten Beutel auf die erste Stapeleinrichtung, den vierten Beutel auf die
zweite Stapeleinrichtung und in dieser Weise solange aufschlägt, bis eine vorbestimmte
Anzahl von Beuteln aufgeschlagen ist,
dadurch gekennzeichnet , daß die Stapeleinrichtung eine horizontale Arbeitsfläche
(104) aufweist, mit der in Verbindung mit Werkzeugen (108, 108a) eine Weiterbearbeitung
der Beutel oder des Beutelstapels erfolgt.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelvorrichtung
einen ersten vertikalen Bereich (103) hat, an der die Beutel gestapelt werden und
einen sich daran anschließenden, nach außen gerichteten horizontalen Bereich (104),
an dem der Beutel oder der Beutelblock verarbeitet wird.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß einer jeden Stapelvorrichtung
zugeordnet, der erste vertikale Bereich (103) in an sich bekannter Weise mit einer
zurücknehmbaren Nadelreihe (44) versehen ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der erste vertikale
Bereich (103) mit einer in horizontaler Ebene verlaufenden Stapelleiste (111) versehen
ist und an der horizontalen darüberliegenden Ablage (104) eine im Takt der Stapelung
arbeitende Festhalte-Einrichtung (108, 116) vorhanden ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapellleiste (111)
entgegen dem Druck einer Feder (114) verschiebbar ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhalte-Einrichtung
(116) der oberen horizontalen Arbeitsfläche (104) aus einer Welle (115) besteht, an
der hin- und hergehend drehbar Festhaltefinger vorhanden sind.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhaltefinger
(116, 116a) mit jeweils einer Auflagefläche (119, 119a) für die Kante des Beutel versehen
sind.
29. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (108, 108a)aus
einem Schweißbalken zum Verblocken der Beutel besteht.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Schweißbalken
(108, 108a) an der nach außen gerichteten Seite ein elektrisches, in Richtung nach
außen abgebogenes Abstreifblech (117, 117a) vorhanden ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet , daß der Abstand der Stapeleinrichtung (41, 104) zur Trennschweißeinrichtung
(26, 27) veränderlich ist.