| (19) |
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(11) |
EP 0 133 849 B1 |
| (12) |
EUROPEAN PATENT SPECIFICATION |
| (45) |
Mention of the grant of the patent: |
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06.05.1987 Bulletin 1987/19 |
| (22) |
Date of filing: 11.08.1983 |
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| (54) |
System for retaining stencil printing master on printing drum
Halteeinrichtung für eine Druckschablone auf einem Druckzylinder
Système de fixation d'une matrice d'impression par stencil sur un tambour d'impression
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| (84) |
Designated Contracting States: |
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DE FR GB |
| (43) |
Date of publication of application: |
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13.03.1985 Bulletin 1985/11 |
| (71) |
Applicant: Riso Kagaku Corporation |
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Tokyo 105 (JP) |
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| (72) |
Inventor: |
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- Hasegawa, Takanori
c/o Riso Kagaku Corporation
Minato-ku
Tokyo 105 (JP)
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| (74) |
Representative: Grams, Klaus Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwaltsbüro
Tiedtke-Bühling-Kinne & Partner
Bavariaring 4 80336 München 80336 München (DE) |
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| Note: Within nine months from the publication of the mention of the grant of the European
patent, any person may give notice to the European Patent Office of opposition to
the European patent
granted. Notice of opposition shall be filed in a written reasoned statement. It shall
not be deemed to
have been filed until the opposition fee has been paid. (Art. 99(1) European Patent
Convention).
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur abschnittweisen Errichtung eines Spannbetonüberbaus
einer mehrfeldrigen Brücke mit einem in Brückenlängsrichtung von einem Betonierabschnitt
zum anderen verschiebbaren, die Schalung für den Überbau tragenden Fertigungsgerät.
[0002] Ein solches Verfahren ist bekannt aus IABSE Periodica 4, 1981, November, Seiten 45-68.
Bei dem bekannten Verfahren werden äußerst kosten- und zeitaufwendige Vorschubrüstungen
benötigt, bei denen zur Vermeidung einer Kollision mit den Pfeilern Teile nach unten
und seitlich mit Hilfe hydraulischer Vorrichtungen weggeklappt werden müssen.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, das vorgenannte Verfahren derart abzuwandeln, daß der
Einsatz aufwendiger Vorschubrüstungen mit wegklappbaren Unterseiten vermieden werden
kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art das Fertigungsgerät zum jeweils nächsten Betonierabschnitt geschoben
wird, während sich gleichzeitig der jeweils letzte, bereits betonierte und vorgespannte
Überbauabschnitt über Gleitlager auf dem Fertigungsgerät und dieses sich über weitere
Gleitlager auf einer Unterstützung der Brücke abstützt.
[0005] Dieses Verfahren bietet erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
[0006] Die Erfindung betrifft ferner ein Fertigungsgerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, mit einem Längsträger, der die Rüstung und Schalung für einen Überbauabschnitt
trägt und sich beim Verschieben über Gleitlager auf den Unterstützungen der Brücke
abstützt.
[0007] Erfindungsgemäß sind zwischen dem jeweils zuletzt hergestellten Überbauabschnitt
und dem Fertigungsgerät ebenfalls Gleitlager angeordnet, auf denen sich dieser Überbauabschnitt
beim Verschieben des Fertigungsgeräts abstützt, wobei der Längsträger eine die Rüstung
und Schalung tragende Bühne aufweist, die im Bereich der Gleitlagerspuren eine für
die Aufnahme der Lagerkräfte ausreichende Druckfestigkeit aufweist. Anstelle der bisher
üblichen aufwendigen Vorschubrüstung tritt ein äußerst einfaches Fertigungsgerät,
welches wesentlich weniger Bedienungsaufwand und Montageaufwand erfordert.
[0008] Es ist besonders vorteilhaft, das Fertigungsgerät aus Spannbeton herzustellen. Es
kann in diesem Falle an Ort und Stelle von dem den Brückenbau ausführenden Unternehmen
hergestellt werden. Wegen der kostengünstigen Herstellung kann es im Rahmen eines
einzigen Projekts abgeschrieben werden.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 einen schematischen Längsschnitt zur Veranschaulichung des Betonierzustandes
des erfindungsgemäßen Verfahrens ;
Figur 2 einen schematischen Längsschnitt zur Veranschaulichung des Schiebezustandes
des erfindungsgemäßen Verfahrens ;
Figur 3 einen Schnitt entlang der Linie 111-111 der Fig. 1 nach dem Betonieren ;
Figur 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 1 nach dem Einsetzen der Gleitlager
und vor dem Entfernen der Hilfspressen ;
Figur 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V der Fig. 2 ;
Figur 6 eine vergrößerte Teilschnittdarstellung des Schiebezustandes im Bereich des
mittleren Pfeilers der Fig. 2 und
Figur 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 2.
[0011] Fig. 1 zeigt einen drei Pfeiler 2, 4, 6 umfassenden Teilbereich einer Spannbetonbrücke
während der Fertigung. Es sind nur die oberen Enden der Pfeiler 2 bis 6 dargestellt.
Links vom Pfeiler 2 befindet sich das erste Feld a) mit einem bereits fertiggestellten
Brückenträger 8. Dieser stützt sich in üblicher Weise über ein nicht im einzelnen
dargestelltes Brückenlager über einen betonierten Sockel 9 auf dem Pfeiler 2 ab. Der
Brückenträger 8 hat die aus den Fig. bis 7 im einzelnen ersichtliche übliche Kastenbauweise,
mit einer oberen Platte 10 und zwei seitlichen sich vertikal oder leicht geneigt nach
unten erstreckenden Stegen 12, 14, welche an ihren unteren Enden durch eine Querplatte
oder durch Querbalken 16 verbunden sind.
[0012] Dieser Brückenträger ist an beiden Enden durch je eine Stirnwand 18 abgeschlossen.
In dieser befindet sich eine Öffnung 19 für die Entnahme der Innenschalungsbauteile
und für das Begehen des Brückenträgers. Während des Betonierens des nicht dargestellten
Sockels und des ebenfalls nicht dargestellten Brückenlagers wird das vordere Ende
dieses Brückenträgers in üblicher Weise durch Pressen auf dem Brückenpfeiler 2 abgestützt.
Nach der Fertigstellung des Sockels und des Brückenlagers werden diese Pressen entfernt.
Die Erfindung ist nicht auf die gezeigte spezielle Gestalt des Brückenträgers sowie
auf die beschriebene Lagerung des Brückenträgers beschränkt. Der Brückenträger kann
auch als zweistegiger Plattenbalken ausgeführt sein.
[0013] In Fig. 1 ist zwischen den Brückenpfeilern 2 und 4 ein weiteres Feld b) dargestellt.
In diesem Feld soll ein weiterer Brückenträger betoniert werden. Hierzu wird das erfindungsgemäße
allgemein mit 20 bezeichnete Fertigungsgerät verwendet. Dieses ist vorzugsweise als
Spannbetonkonstruktion ausgeführt. Es kann jedoch auch als Stahlkonstruktion vorliegen
oder als Kombination einer Spannbetonkonstruktion und einer Stahlkonstruktion. Das
Fertigungsgerät hat die Länge eines Betonierabschnittes, d. h. es erstreckt sich etwa
von der Mitte des einen Pfeilers etwa zur Mitte des anderen Pfeilers, falls der Betonierabstand
gleich dem Pfeilerabstand ist. Es kann sich jedoch auch über mehrere Felder erstrecken,
falls der Betonierabstand länger als der Pfeilerabstand ist. Bei der Ausführungsform
der Fig. 1 erstreckt sich das Fertigungsgerät vom Pfeiler 2 zum Pfeiler 4.
[0014] Zunächst soll der allgemeine Aufbau des trogförmigen Fertigungsgerätes 20 erläutert
werden. Hierzu wird auf die Fig. 3, 4 und 7 Bezug genommen. Das trogförmige Fertigungsgerät
weist zu beiden Seiten je eine vertikale bis leicht geneigte Seitenwand 22 bzw. 24
auf, welche in ihrer Gestalt der Seitenwand des Brückenträgers angepaßt ist. Die Seitenwand
geht jeweils am unteren Ende in einen Längsbalken 26 bzw. 28 über. An die oberen Enden
schließen sich auskragende Platten 30, 32 an, welche zur Unterstützung der oberen
Platte des Brückenträgers beim Betonieren dienen. Die beiden Längsbalken 26 und 28
sind durch eine Vielzahl von Querbalken 34 (Fig. 6, 7) miteinander verbunden. Dieses
trogförmige Fertigungsgerät 20 ist vorzugsweise in monolithischer Spannbetonbauweise
ausgeführt. Es liegt mit beiden Enden über nicht dargestellte Hilfspressen auf den
beiden Pfeilern 2 und 4 in einer für das Betonieren des Brückenträgers geeigneten
Höhe.
[0015] Im folgenden wird auf Fig. 3 Bezug genommen, welche den Bauzustand nach dem Betonieren
des Brückenträgers 10 und nach der Entnahme der Innenschalung zeigt. Zwischen der
oberen Platte 10 des Brückenträgers 8 und den auskragenden Platten 30, 32 des Fertigungsgerätes
20 befinden sich etwa keilförmige Schalungselemente 40, 42 aus Holz. Weiterhin befinden
sich zwischen den Stegen 12, 14 des Brückenträgers und den Seitenwandungen 22, 24
des Fertigungsgerätes jeweils Schalungen 44, 46 aus Holz. Desgleichen ist eine Schalung
48 für die Unterseite des Brückenträgers vorgesehen, welche die Zwischenräume zwischen
den Querbalken 34 des Fertigungsgerätes überbrückt. Es wird somit vor dem Betonieren
das gesamte Fertigungsgerät mit einer Schalung ausgekleidet. Lediglich im Bereich
der Längsbalkenoberseite ist keine Holzschalung sondern ein Trennmittel vorgesehen.
Danach wird der Brückenträger in üblicher Weise betoniert. Der Brückenträger wird
dabei in seiner endgültigen Lage betoniert. Während dieses Vorgangs wird das Gewicht
des betonierten Brückenträgers, der Schalung und des Fertigungsgerätes über zwei Pressenpaare
von den beiden Pfeilern abgestützt. Der Brückenträger wird in üblicher Weise in Spannbetonbauweise
errichtet. Nach dem Erhärten und nach dem Aufbringen der Vorspannung ist dieser Bauabschnitt
fertiggestellt.
[0016] Im folgenden soll das Überführen des Fertigungsgeräts vom Feld b) in das Feld c)
beschrieben werden. Zunächst muß das Fertigungsgerät abgesenkt werden. Wie aus Fig.
4 und 7 erkennbar, sind die beiden endständigen Querbalken 34 nicht unmittelbar an
den Enden des Fertigungsgerätes vorgesehen, sondern um eine zweckentsprechende Strecke
von diesen Enden entfernt. Hierdurch wird eine von den Enden her frei zugängliche
Aussparung 50 geschaffen. Im Bereich dieser Aussparungen 50 wird nun der Brückenträger
direkt, d. h. ohne Vermittlung des Fertigungsgerätes auf den Pfeilern 2 und 4 abgestützt.
Im Bereich des Pfeilers 2, d. h. des hinteren Endes des Brückenträgers erfolgt diese
Abstützung mit Hilfe des üblichen Sockels und Brückenlagers. Im Bereich des Pfeilers
4, d. h. des vorderen Endes des Brückenträgers erfolgt diese Abstützung durch zwei
Pressen 52. 54, welche sich von der Oberseite des Pfeilers 4 bis zur Unterseite des
Brückenträgers erstrecken. Nun wird das auf vier nicht gezeigten Hilfspressen ruhende
Fertigungsgerät 20 abgesenkt.
[0017] Nun ruht das Fertigungsgerät auf Gleitlagern 56, 58, welche bereits zuvor an zweckentsprechenden
Stellen des Pfeilers 4 angebracht wurden bzw. am hinteren Ende über einen noch zu
beschreibenden Querrahmen 70 auf dem Brückenträger. Sodann wird im Bereich des vorderen
Endes des Brückenträgers 8, d. h. im Bereich des Pfeilers 4 unterhalb eines jeden
Stegs 12 und 14 des Brückenträgers je ein Gleitlager oder eine Verschiebeanlage (Hub-Reibe-Anlage)
60, 62 eingesetzt. Danach wird der Brückenträger auf diese Gleitlager 60, 62 abgesetzt.
Dieser Zustand ist in Fig. 4 gezeigt. Danach werden die Pressen 52, 54 entnommen.
In diesem Bauzustand ruht das Gewicht des Brückenträgers am hinteren Ende über Brückenlager
und Sockel direkt auf dem Pfeiler 2 und am vorderen Ende über die Verschiebeanlagen
60, 62, das Fertigungsgerät 20 und die Gleitlager 56, 58 auf dem Pfeiler 4. In diesem
Zustand kann nun das Fertigungsgerät in Längsrichtung verschoben werden. Es ist wesentlich,
daß dabei keine Teile des Fertigungsgerätes seitlich und nach unten weggeklappt werden
müssen, um beim Verschieben nicht mit dem Pfeiler 4 zu kollidieren. Vielmehr wird
das Fertigungsgerät zwischen dem Pfeiler 4 und dem Brückenträger 8 in Längsrichtung
verschoben. Während dieses Verschiebevorgangs ruht die Hälfte des Gewichtes (das vordere
Ende) des Brückenträgers 8 unter Vermittlung des Gleitlagers auf dem Fertigungsgerät.
[0018] Zur Abstützung des hinteren Endes des Fertigungsgerätes 20 während des Schiebens
dient ein Querrahmen 70 (Fig. 2 und 5). Der Querrahmen 70 ist am hinteren Ende des
Fertigungsgerätes befestigt. Er umfaßt zwei seitliche Rahmenteile 72, 74, welche mittig
an den beiden Platten 30 bzw. 32 befestigt sind. Die unteren Enden der beiden seitlichen
sich etwa senkrecht erstreckenden Rahmenteile 72, 74 sind über Querriegel 76 bzw.
78 mit den Längsbalken 26 bzw. 28 des Fertigungsgerätes verbunden. Zwischen den beiden
oberen Enden der Rahmenteile 72, 74 erstreckt sich ein oberes Rahmenteil 80, an dem
zwei Standsäulen 82, 84 befestigt sind. Diese sind an ihren oberen Enden wie in Fig.
5 dargestellt miteinander und mit den beiden seitlichen Rahmenteilen verspannt. Sie
ruhen an ihren unteren Enden über Gleitlager 85, 86 auf der Oberseite der oberen Platte
10 des Brückenträgers. Während der Schiebebewegung verringert sich das von den Gleitlagern
85, 86 abzustützende Gewicht des Fertigungsgerätes allmählich. Auf diese Weise wird
das Fertigungsgerät teleskopartig vom Feld b) zum Feld c) geschoben und während dieser
Schiebebewegung erfolgt die Abstützung des Brückenträgers auf dem Pfeiler 4 unter
Vermittlung des sich im Schiebezustand befindenden Fertigungsgerätes.
[0019] Am vorderen Ende des Fertigungsgerätes 20 ist ein üblicher Vorbauschnabel 90 vorgesehen,
welcher nach einer bestimmten Verschiebestrecke auf den Gleitlagern 56, 58 des nächsten
noch freien Pfeilers 6 aufreitet. Während der ersten Phase der Verschiebebewegung
wird das Gesamtgewicht des zuletzt betonierten Brückenträgers 8, des Fertigungsgerätes
20 und Vorbauschnabels 90 von den Pfeilern 2 und 4 abgestützt. Das Gewicht des Fertigungsgerätes
und des Vorbauschnabels 90 werden dabei einerseits auf dem Pfeiler 4 und andererseits
auf dem Brückenträger 8 abgestützt. Sobald der Vorbauschnabel 90 auf den freien Pfeiler
6 aufreitet, wird das Gewicht des Fertigungsgerätes 20 samt Vorbauschnabel 90 auf
den Pfeilern 4 und 6 und auf dem Brückenträger 8 abgestützt. Nach einer weiteren Verschiebebewegung
wird schließlich dieses Gewicht ausschließlich auf den Pfeilern 4 und 6 abgestützt.
[0020] Dieser Verschiebevorgang wird kontinuierlich fortgesetzt, bis das hintere Ende des
Fertigungsgerätes im Bereich des vorderen Endes des Brückenträgers zu liegen kommt.
Nun wird der Verschiebevorgang unterbrochen. Es werden nun im Bereich des hinteren
Freiraums des Fertigungsgerätes zwei Pressen eingeführt, welche das Gewicht des Brückenträgers
übernehmen und das Fertigungsgerät entlasten. Danach wird das Fertigungsgerät bis
in die Ausgangslage des nächsten Betonierabschnitts weitergeschoben. Nun werden im
Bereich des Pfeilers 4 die Sockel betoniert und die Brückenlager montiert. Danach
werden die Pressen entnommen. Daran schließt sich die Betonierung des Brückenträgers
für das Feld c) an und der bereits beschriebene Vorgang wiederholt sich.
[0021] Allgemein muß das Fertigungsgerät als Träger ausgebildet sein, damit es im Betonierzustand
die Last des Frischbetons und der Schalung übernehmen kann. Zum anderen muß erfindungsgemäß
das Fertigungsgerät während des Verschiebens die Abstützung des Brückenträgers auf
dem Brückenpfeiler vermitteln. Es muß daher der Druckbeanspruchung durch das Gewicht
des Brückenträgers standhalten können und zwar über die gesamte Länge des Fertigungsgerätes.
Außerdem muß das Fertigungsgerät die Rüstung und Schalung für den zu betonierenden
Brückenträger tragen. Bei der bisher beschriebenen Ausführungsform ist die Rüstung
aus Stahlbeton ausgeführt und übernimmt gleichzeitig die Trägerfunktion. Allgemein
kann es vorteilhaft sein, die Trägerfunktion und die Rüstungsfunktion zu trennen.
Das Fertigungsbauteil besteht in diesem Falle aus einer ausreichend druckfesten Bühne,
welche an zweckentsprechenden Stellen einstückig mit Längsträgern verbunden ist. Es
können zwei Längsträger vorgesehen sein, welche beidseitig der Pfeiler liegen. Es
können auch zusätzliche Längsträger etwa im mittigen Bereich der Bühne vorgesehen
sein, welche in Aussparungen im Pfeilerkopf hinabragen. Auf diese Bühne werden sodann
die Rüstung und Schalung in üblicher Weise aufgebracht. Die Bühne des Fertigungsgerätes
muß im Bereich der Gleitlager ausreichend druckfest sein. Man kann dies auf einfache
Weise durch eine Stahlbetonbühne erreichen oder aber durch eine mit Beton ausgegossene
Stahlbühne oder aber auch durch genügend dicht ausgeschottete Stahlträger.
[0022] Falls durch das Absenken des Fertigungsgerätes kein genügender Abstand zwischen den
Innenflächen des Fertigungsgerätes und den Außenflächen des Überbaus erreicht werden
kann, können die Schalungselemente im Bereich der Seitenwand des als Trog ausgebildeten
Fertigungsgerätes zurückziehbar ausgebildet sein. In Betonierstellung haben sie sodann
einen größeren Abstand von der Trogseitenwandung als in Schiebestellung. Sie werden
vor dem Spannen des zuletzt betonierten Überbaus in die Ablösestellung zurückgezogen.
Zu diesem Zweck erstrecken sich an der Schalung befestigte Bolzen durch entsprechende
Ausnehmungen im Fertigungsgerät nach außen, so daß sie bequem erreichbar sind.
[0023] Die Vorschubanlage kann sich bei einer bevorzugten Ausführungsform an dem zuletzt
betonierten Überbauabschnitt abstützen und am Fertigungsgerät in Schieberichtung angreifen.
Alternativ kann die Vorschubanlage auch am Pfeiler verankert sein und das Fertigungsgerät
vorziehen. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird als Vorschubanlage
eine Hub-Reibe-Anlage verwendet, welche zwischen Überbau und Fertigungsgerät eingeführt
wird. Diese Hub-Reibe-Anlage kann an die Stelle des Gleitlagers zwischen Überbau und
Fertigungsgerät im Bereich des Pfeilers treten. Sie kann aber auch im Bereich des
Querrahmens zwischen Überbau und Fertigungsgerät angeordnet werden.
[0024] Der Betonierabschnitt kann als Einfeldträger oder als Teil eines Durchlaufträgers
vorliegen. Der Betonierabschnitt kann sich von einem Pfeiler zum nächsten erstrecken
oder über mehrere Pfeiler. Der Betonierabschnitt kann sich auch von einem Punkt zwischen
zwei Pfeilern zu einem entsprechenden Punkt im nächsten Feld erstrecken.
1. Verfahren zur abschnittweisen Errichtung eines Spannbetonüberbaus einer mehrfeldrigen
Brücke mit einem in Brückenlängsrichtung von einem Betonierabschnitt zum anderen verschiebbaren,
die Schalung für den Überbau tragenden Fertigungsgerät, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fertigungsgerät zum jeweils nächsten Betonierabschnitt geschoben wird, während
sich gleichzeitig der jeweils letzte, bereits betonierte und vorgespannte Überbauabschnitt
über Gleitlager auf dem Fertigungsgerät und dieses sich über weitere Gleitlager auf
einer Unterstützung der Brücke abstützt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fertigungsgerät nach
dem Vorspannen des zuletzt betonierten Überbauabschnitts abgesenkt wird, sodann Gleitlager
in den Zwischenraum zwischen dem Fertigungsgerät und dem durch Pressen unterstützten
Überbau eingeführt werden, worauf schließlich die Pressen entnommen werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubanlage
sich am zuletzt betonierten Überbauabschnitt abstützt und das Fertigungsgerät vorschiebt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubanlage
am Pfeiler verankert ist und das Fertigungsgerät vorzieht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Vorschubanlage eine Hub-Reibe-Anlage zwischen Überbau und Fertigungsgerät einsetzt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß kurz vor
dem Erreichen der durch den nächsten Betonierabschnitt bestimmten Endlage des Fertigungsgerätes
die Verschiebebewegung unterbrochen und Pressen zur Übernahme des Gewichts des Überbaus
eingesetzt werden.
7. Fertigungsgerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
6 mit einem Längsträger, der die Rüstung und Schalung für einen Überbauabschnitt (8)
trägt und sich beim Verschieben über Gleitlager (56, 58) auf den Unterstützungen (2,
4, 6) der Brücke abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem jeweils zuletzt
hergestellten Überbauabschnitt und dem Fertigungsgerät (20) ebenfalls Gleitlager (60,
62) angeordnet sind, auf denen sich dieser Überbauabschnitt beim Verschieben des Fertigungsgerätes
(20) abstützt, und daß der Längsträger eine die Rüstung und Schalung tragende Bühne
aufweist, die im Bereich der Gleitlagerspuren eine für die Aufnahme der Lagerkräfte
ausreichende Druckfestigkeit aufweist.
8. Fertigungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Längsträger und Bühne
als Betonkonstruktion, Stahl-Beton-Verbundkonstruktion oder Stahlkonstruktion ausgeführt
sind.
9. Fertigungsgerät nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bühne als Obergurt des Längsträgers ausgebildet ist.
10. Fertigungsgerät nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bühne als Untergurt des Längsträgers ausgebildet ist.
1. A process for the segmental erection of a prestressed concrete superstructure of
a plural span bridge with a launching girder which is shiftable in the longitudinal
direction of the bridge from one concreting segment to the other and which carries
the formwork for the superstructure, characterized in that the launching girder is
shifted to the next concreting section while the previously concreted and prestressed
superstructure section is supported through slide bearings by the launching girder
which in turn is supported through additional slide bearings by a support of the bridge.
2. A process according to claim 1, characterized in that the launching girder is lowered
after the prestressing of the previously concreted superstructure segment whereupon
slide bearings are inserted into the interspace between the launching girder and the
superstructure which is being supported by presses, whereupon finally the presses
are removed.
3. A process according to one of claims 1 or 2, characterized in that the launching
device rests against the previously concreted superstructure segment and pushes the
launching girder forward.
4. A process according to one of claims 1 or 2, characterized in that the launching
device is anchored at a support and pulls the launching girder forward.
5. A process according to one of claims 1 or 2, characterized in that a lifting-friction-device
is used as a launching device between the superstructure and the launching girder.
6. A process according to one of claims 1 to 5, characterized in that shortly before
the final position of the launching girder in the next concreting section is reached
the shifting movement is interrupted and the power presses are inserted for taking
over the weight of the superstructure.
7. A launching device for performing the process according to one of claims 1 to 6
with a longitudinal girder which carries the scaffolding and formwork for a superstructure
segment (8) and which is supported through slide bearings (56, 58) by the supports
(2, 4, 6) of the bridge during shifting, characterized in that additional slide bearings
(60, 62) are arranged between the previously erected superstructure segment and the
launching girder (20) for supporting this superstructure segment during shifting of
the launching girder (20) and that the longitudinal girder comprises a platform carrying
the scaffolding and formwork and having a compression strength in the area of the
slide bearing traces sufficient for tolerating the bearing forces.
8. A launching device according to claim 6, characterized in that the longitudinal
girder and the platform are provided as concrete structure, as steel concrete composite
structure or as steel structure.
9. Launching girder according to one of claims 7 or 8, characterized in that the platform
serves as the upper chord of the longitudinal girder.
10. Launching girder according to one of claims 6 or 7, characterized in that the
platform serves as lower chord of the longitudinal girder.
1. Procédé pour édifier par tronçons un avant- pont en béton précontraint d'un pont
à plusieurs travées à l'aide d'un appareil de fabrication apte à être déplacé d'un
tronçon de bétonnage à un autre dans la direction longitudinale du pont et supportant
le coffrage destiné à l'avant-pont, caractérisé en ce que l'appareil de fabrication
est poussé vers chaque tronçon de bétonnage suivant, tandis que simultanément chaque
dernier tronçon d'avant-pont déjà bétonné et précontraint est, par l'intermédiaire
d'un palier à glissement, en appui sur l'appareil de fabrication, qui lui- même s'appuie
sur un soutènement du pont par l'intermédiaire d'un autre palier à glissement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après la précontrainte du
tronçon d'avant-pont bétonné en dernier, l'appareil de fabrication est abaissé, puis
des paliers à glissement sont insérés dans l'espace intermédiaire entre l'appareil
de fabrication et l'avant-pont soutenu par des presses, après quoi les presses sont
retirées.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif
d'avancement est en appui au niveau du tronçon d'avant-pont bétonné en dernier et
pousse l'appareil de fabrication en avant.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif
d'avancement est ancré sur le pilier et fait avancer l'appareil de fabrication.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que comme dispositif
d'avancement, on utilise un dispositif de levage et frottement inséré entre l'avant-pont
et l'appareil de fabrication.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que peu avant que
soit atteinte la position extrême de l'appareil de fabrication déterminée par le tronçon
de bétonnage suivant, le mouvement de translation est interrompu et des presses sont
mises en place pour reprendre le poids de l'avant-pont.
7. Appareil de fabrication pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications
1 à 6, comportant une poutre longitudinale qui supporte l'armature et le coffrage
destinés à un tronçon d'avant-pont (8) et est, lors de sa translation, en appui sur
les soutènements (2, 4, 6) du pont par l'intermédiaire de paliers à glissement, caractérisé
en ce qu'entre chaque dernier tronçon d'avant- pont produit et l'appareil de fabrication
(20), sont également disposés des paliers à glissement (60, 62), sur lesquels ce tronçon
d'avant-pont s'appuie au moment de la translation de l'appareil de fabrication (20),
et en ce que la poutre longitudinale présente une plateforme portant l'armature et
le coffrage et qui, dans la zone des pistes des paliers à glissement, présente une
résistance à la compression suffisante pour absorber les forces d'appui.
8. Appareil de fabrication selon la revendication 6, caractérisé en ce que la poutre
longitudinale et la plateforme sont réalisées sous la forme d'une structure en béton,
d'une structure mixte en acier et béton ou d'une structure en acier.
9. Appareil de fabrication selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce
que la plateforme est réalisée sous la forme d'une semelle supérieure de la poutre
longitudinale.
10. Appareil de fabrication selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en
ce que la plateforme est réalisée sous la forme d'une semelle inférieure de la poutre
longitudinale.