Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren bzw. einer Vorrichtung zur Regelung des
Luft-Kraftstoff-Verhältnisses einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bzw. 4. Die dabei verwendete und für den Sauerstoffanteil des verbrannten Betriebsgemisches
empfindliche Sonde (x-Sonde) liefert praktisch ein binäres Ausgangssignal in der Weise,
daß für ein fettes Gemisch der Wert « high (entspricht ca. 1 Volt) und für mageres
Gemisch der Wert « low (entspricht ca. 50 mV) angenommen wird. Der Umschaltpunkt der
Sauerstoffsonde liegt in erster Näherung bei dem x-Wert λ = 1, bei dem das Luft-Kraftstoff-Verhältnis
genau dem stöchiometrischen Wert entspricht.
[0002] Mit dem Ausgangssignal der Sauerstoffsonde wird eine Regeleinrichtung beaufschlagt,
die ihrerseits über Stellglieder das Luft-Kraftstoff-Verhältnis beeinflußt. Erfaßt
die Sonde fettes Gemisch, so wird beispielsweise die Kraftstoffzufuhr gedrosselt,
so daß nach einer gewissen Verzögerungszeit, die durch die Laufzeit es Luft-Kraftstoff-Gemisches
durch die Brennkraftmaschine gegeben wird, ein mageres Kraftstoffgemisch durch das
Sondenausgangssignal angezeigt wird. Dementsprechend erfolgt über das Kraftstoffzumeßsystem
eine erneute Anreicherung des Gemisches bis die Sauerstoffsonde wiederum zu fettes
Gemisch anzeigt. Im eingeschwungenen Zustand schwenkt das Ausgangssignal der Sauerstoffsonde
dementsprechend ständig zwischen seinen beiden möglichen Zuständen « high und « low
» hin und her.
[0003] Zur Verarbeitung dieses Ausgangssignals der Sauerstoffsonde wird bei den bekannten
x-Regelungen unter anderem ein beispielsweise drehzahladaptiver PI-Regler verwendet.
Die P- und I-Anteile dieser Regler können aus verschiedenen Gründen nicht beliebig
groß gewählt werden. Die Ursache dafür liegt zum einen in einer unerwünscht hohen
Abgasemission durch dynamische Fehlanpassungen, die aus der schon weiter oben erwähnten
Laufzeit des Luft-Kraftstoff-Gemisches durch die Brennkraftmaschine resultieren. Zum
anderen würde das Laufverhalten der Brennkraftmaschine sogar im Stationärbetrieb nur
unbefriedigende Werte liefern.
[0004] Zur Überwindung dieser Nachteile und zu einer Verbesserung der Trägheit der Regelanordnung
wird in der DE-A-22 06 276 eine x-Regelungseinrichtung offenbart, bei der die Zeitdauer
zwischen zwei Umschaltvorgängen des Sondenausgangssignals erfaßt und nach Ablauf eines
vorgegebenen Zeitabschnittes, in dem keine Umschaltungen stattfinden, auf eine andere
Integrationszeitkonstante, insbesondere eine kleinere Zeitkonstante des Integralreglers
umgeschaltet wird.
[0005] Diese bekannte Regeleinrichtung hat sich in der Praxis an und für sich bewährt, obwohl
ein optimales Verhalten der Leistungsabgabe der Brennkraftmaschine in Verbindung mit
der Abgasemission noch nicht gewährleistet ist.
[0006] Insbesondere kann in verschiedenen Betriebssituationen der Brennkraftmaschine der
Fall auftreten, daß selbst mit dieser bekannten Regeleinrichtung ein zu träges Verhalten
erreicht wird und Einbußen bezüglich Abgasreinheit und Fahrverhalten in Kauf genommen
werden müssen.
[0007] Gattungsgleiche Verfahren bzw. Vorrichtungen sind ebenfalls aus der US-A-41 11 171
bzw. US-A-40 06 718 bekannt. Beim Gegenstand gemäß US-A-40 06 718 liegt dabei die
Beeinflussung der Verarbeitungscharakteristik der Signalverarbeitungseinrichtung dann
zwischen zwei Umschaltvorgängen der Sonde, wenn die Brennkraftmaschine nicht abgestellt
wird, sondern wenn das Abgas bei Fehlzündungen um den Katalysator geleitet wird, bis
die Fehlzündungen wieder vorbei sind.
[0008] Gemäß JP-A-57 70 934 wird in einem Luft-Kraftstoff-Regelsystem eine Vorsteuerung
vorgesehen. Die Vorsteuerwerte werden, analog zu einem Auf-/Abzählen eines Zählers
um einen vorgegebenen Wert geändert und in einem RAM abgespeichert. Diese abgespeicherten
Werte werden später zur Steuerung benutzt.
Vorteile der Erfindung
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren sowie die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
zur x-Regelung des Kraftstoffgemisches für eine Brennkraftmaschine mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 bzw. 4 gewährleistet dagegen eine weitere Verbesserung des dynamischen
Verhaltens der x-Regelung insbesondere bei Fehlanpassungen durch eine ungenaue Leerlaufeinstellung,
so daß sich eine Senkung des Abgasemissionsgrades bzw. eine Verbesserung des Gesamtkonvertierungsgrades
eines im Abgassystem eingebauten Katalysators ergibt. Besonders vorteilhaft erweist
sich die Tatsache, daß Fehlanpassungen im hohem Maße abgebaut werden.
[0010] Insbesondere erweist es sich als vorteilhaft, daß die Möglichkeit vorgesehen ist,
ein Überschwingen der Regeleinrichtung durch eine Rücksetzvorrichtung zu kompensieren.
[0011] Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung gleichermaßen
für die Verwendung in einer analogen bzw. digitalen Signalverarbeitungseinheit zur
Verarbeitung des Ausgangssignals der Sauerstoffsonde geeignet ist.
[0012] Weiter Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit der nachfolgenden Beschreibung
der Ausführungsbeispiele urid den zugehörigen Zeichnungen.
Zeichnung
[0013] Es zeigen Figur 1a ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
x-Regelung, Figur 1 b eine detallierte Darstellung der Rücksetzvorrichtung zur Vermeidung
von Überschwingern der Signalverarbeitungseinheit und Figur 2 ein Zeitdiagramm von
verschiedenen, an besonders gekennzeichneten Punkten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auftretenden Signalverläufen zur Erläuterung der Funktionsweise des Ausführungsbeispiels
der Figur 1a.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0014] In Figur 1a ist eine Sauerstoffsonde mit der Nummer 10 bezeichnet, wobei sich diese
Sauerstoffsonde 10 im Ersatzschaltbild durch eine Spannungsquelle U
s und einen Widerstand R darstellen läßt. Das Ausgangssignal der Sauerstoffsonde 10,
das durch den Buchstaben A gekennzeichnet ist, wird einer Signalverarbeitungseinheit
13 zugeführt, die aus der Serienschaltung einer Vergleichseinrichtung 14, einer X-Verschiebeschaltung
15, einer Integratorsteuerung 16 sowie einem Verstärker 17 besteht. Das Ausgangssignal
des Verstärkers 17, das mit dem Buchstaben E bezeichnet ist, dient zumindestens zur
Korrektur der Ansteuerung der Stellglieder für die Einstellung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses.
Der Integratorsteuerung 16 können verschiedene, durch Pfeile bezeichnete Betriebsparameter
der Brennkraftmaschine, wie beispielsweise der monentane Kraftstoff- bzw. Luftdurchsatz
Q, die Drehzahl n, Lastsignale L oder auch die Temperatur ϑ zugeführt werden. Weiterhin
ist die Integratorsteuerung 16 über eine Verbindungsleitung mit der Vergleichseinrichtung
14, einer Steuerschaltung 18 und einem Zähler 19 verbunden.
[0015] Die Steuerschaltung 18 wird mit weiteren, die Betriebsparameter der Brennkraftmaschine
kennzeichnenden Größen wie beispielsweise Q, n, e und Signalen, die Leerlauf (LL)
oder Vollast (VL) anzeigen, versorgt. Das mit B gekennzeichnete Ausgangssignal der
Vergleichseinrichtung 14 liegt nicht nur am Zähler 19 sondern auch an einem mit 20
bezeichneten Taktgeber an. Auch dieser Taktgeber ist durch verschiedene Größen der
Brennkraftmaschine, wie beispielsweise Q, n oder auch beaufschlagt.
[0016] Die Verbindungsleitung zwischen dem Taktgeber 20 und dem Zähler 19 kann durch einen
gestrichelt eingezeichneten Schalter 21 unterbrochen werden, so daß die mit dem Buchstaben
C bezeichneten Ausgangssignale des Taktgebers 20 über eine Rücksetzvorrichtung 22
auf den mit dem Buchstaben F bezeichneten Eingang des Zählers 19 aufgeschaltet sind.
Als weiteres Eingangssignal wird der Rücksetzvorrichtung 22 über eine Verzögerungsschaltung
23 das Ausgangssignal B der Vergleichseinrichtung 14 zugeführt.
[0017] Die Ausgangssignale des Zählers 19 gelangen zu einem Digital-Analog-Wandler 24, der
ausgangsseitig über die mit dem Buchstaben D bezeichnete Leitung über die Serienschaltung
von zwei Kondensatoren 25 und 26 an den Eingang des Verstärkers 17 angeschlossen ist.
Der Kondensator 25 wird zusätzlich durch einen Widerstand 27 überbrückt.
[0018] In Figur 1b ist der Aufbau der Rücksetzvorrichtung 22 für eine spezielle Ausführungsform
näher erläutert. Das Ausgangssignal C des Taktgebers 20 wird zum einen einem Monoflop
28, dessen Pulsdauer auf eine Zeitdauer t
2 eingestellt ist und zum anderen einem Oder-Gatter 29 zugeführt. Der Monoflop 28 steuert
einen zweiten Monoflop 30 am « Enable »-Eingang an. Der zweite Monoflop 30 ist an
die Verzögerungsstufe 23 angeschlossen, die ihrerseits mit dem Ausgang der Vergleichseinrichtung
14 verbunden ist. Das Ausgangssignal des zweiten Monoflops 30 wird ebenfalls auf einen
Eingang des Oder-Gatters 29 gelegt, dessen Ausgang den Zähler 19 ansteuert. Die Funktionsweise
des Schalters 21 ist in der Weise zu verstehen, daß entweder die Punkte C und F verbunden
sind und die Rücksetzvorrichtung 22 außer Betrieb ist oder daß die Punkte C und F
über die betriebsbereite Rücksetzvorrichtung 22 verbunden sind.
[0019] Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung soll im folgenden anhand der
Signaldiagramme der Figur 2 erläutert werden : Das Ausgangssignal der Sauerstoffsonde
10, dessen zeitlicher Verlauf dem Diagramm A der Figur 2 entsprechen soll, wird der
Vergleichseinrichtung 14, die beispielsweise als Schmitt-Trigger ausgebildet sein
kann, zugeführt, so daß am Ausgang der Vergleichseinrichtung am Punkt B ein gemäß
der Figur 28 steilflankiges Signalverhalten auftritt. Der Taktgeber 20 wird jeweils
mit der fallenden und steigenden Flanke des Signals B zurückgesetzt, so daß das mit
t, gekennzeichnete Überwachungszeit-Intervall erneut gestartet werden kann. Dabei
ist vorgesehen, die Länge dieses Zeitintervalls t, in Abhängigkeit von verschiedenen
Betriebsparametern, mit denen der Taktgeber 20 angesteuert wird, zu variieren. Auf
jeden Fall ist dafür Sorge zu tragen, daß die Überwachungszeit t, immer größer als
die Systemtotzeit der gesamten Regelanordnung gewählt wird.
[0020] Tritt nun der Fall auf, daß während eines Überwachungszeit-Intervalls t, die Ausgangsgröße
B der Vergleichseinrichtung 14 sich nicht ändert, so erzeugt der Taktgeber 20 einen
Impuls, der vom Zähler 19 gezählt wird. Tritt dagegen während der Überwachungszeit
t, eine Änderung der Ausgangsgröße der Vergleichseinrichtung 14 auf, so wird der Taktgeber
wieder zurückgesetzt und kein Ausgangssignal erzeugt. Die entsprechende Pulssequenz
am Ausgang des Taktgebers für den willkürlich gewählten Sondensignalverlauf A ist
im Diagramm C der Figur 2 angedeutet. Durch die gestrichelten Linien soll das Zurücksetzen
des Taktgebers 20 angedeutet werden.
[0021] Für den Fall, daß der Schalter 21 geschlossen und die Rücksetzvorrichtung 22 außer
Betrieb gesetzt ist, wird der Zähler 19 direkt mit dieser Pulsfolge C beaufschlagt.
Die Zählrichtung des Zählers 19, der vorzugsweise als Vorwärts/Rückwärts-Zähler ausgebildet
ist. wird ebenfalls durch den Pegel des Ausgangssignals B der Vergleichseinrichtung
14 bestimmt. Die am Ausgang des Digital/Analog-Wandlers anliegende Signalspannung
ist im Diagramm D wiedergegeben. Es ist zu erkennen, daß für einen niedrigen Signalpegel
um die vom Taktgeber 20 erzeugten Impulse abwärts gezählt wird. Dementsprechend erhöht
sich die vom Digital/Analog-Wandler gelieferte Ausgangsspannung in Abhängigkeit von
der Pulsfolge C, wenn die Ausgangsspannung der Vergleichseinrichtung positive Werte
annimmt. Der Zählerstand des Zählers 19 ist damit in wesentlichen ein Maß für die
Größe des Korrekturfaktors der λ-Regelung, d. h. für die Abweichung der Luft-Kraftstoff-Verhältnis-Voreinstellung
vom stöchiometrischen Wert.
[0022] Die Ausgangssignale der Vergleichseinrichtung 14 werden weiterhin einer x-Verschiebeschaltung
15 zugeführt, die die Rechteckpulse beispielsweise in Abhängigkeit von der Flankensteigung
verzögert. Mit dieser Einheit ist es möglich, auch andere Verhältnisse als das stöchiometrische
für das Luft-Kraftstoff-Verhältnis einzustellen. In der Integratorsteuerung 16 werden
in Abhängigkeit vom Ausgangssignal der A-Verschiebeschaltung 15 abwechselnd zwei Stromquellen
entgegengesetzter Polarität aktiviert. Es sei zunächst einmal angenommen, daß sich
der Ausgang des Digital/Analog-Wandlers 24 auf konstantem Potential befindet. Dann
erscheint am Ausgang des Verstärkers 17 das Signal E, das im Diagramm der Figur E
gestrichelt zur Erläuterung des Standes der Technik eingezeichnet ist und mit dem
die Kraftstoffzufuhr zumindestens korrigierend beeinflußt wird. Insbesondere ist der
Übergang zwischen beispielsweise zwei Lastpunkten, bei denen sich verschiedene Korrekturwerte
ergeben, dargestellt. In Abhängigkeit von der Ausgangsgröße der λ-Verschiebeschaltung
15 wird der Kondensator 26 von einer der beiden Stromquelle der Integratorsteuerung
16 aufgeladen. Bei einem Signalwechsel am Punkt B tritt die zweite Stromquelle in
Aktion und der Kondensator 26 wird wieder entladen. Die Sprunghöhe zwischen dem Auf-
und Entladevorgang des Kondensators 26 wird durch die Parallelschaltung des Kondensators
25 sowie des Widerstandes 27 bestimmt. Im vorliegenden Fall sei diese, wie im Diagramm
E eingezeichnet, mit P, bezeichnet. Es bleibt noch zu erwähnen, daß die schaltbaren
Stromquellen der Integratorsteuerung 16 durchaus in Abhängigkeit von verschiedenen
Betriebsparametern der Brennkraftmaschine wie beispielsweise der Drehzahl n der Last
L oder der Luft- bzw. Kraftstoffmenge oder der Temperatur steuerbar sind.
[0023] Der Signalverlauf am Ausgang des Verstärkers 17, der entsprechend der erfindungsgemäßen
Vorrichtung auftritt, ist im Diagramm E der Figur 2 durch den dick eingezeichneten
Linienverlauf dargestellt. Abweichungen vom gestrichelt gezeichneten Verlauf treten
dann auf, wenn die Schaltzeiten der Sauerstoffsonde 10 die Überwachungszeit t, übertreffen.
Ist dies der Fall, so wird von Taktgeber 20 ein Puls erzeugt, der entsprechend dem
Vorhergesagten am Ausgang des Digital/Analog-Wandlers 24 eine schlagartige Potentialänderung
hervorruft, die über die Elemente Kondensator 25, 26 und Widerstand 27 auf den Eingang
des Verstärkers 17 übertragen wird.
[0024] Die Konsequenz dieser Anordnung wird deutlich, wenn man die Zeit t
F der Fehlanpassung (Figur 2e) der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der Zeit t
F,
St.d.T der Fehlanpassung bekannter Vorrichtungen vergleicht. Hier zeigt sich der große Vorteil
des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der erfindungsgemaßen Vorrichtung, nämlich
daß die Zeiten der Fehlanpassung erheblich verringert werden.
[0025] In Figur 2a ist durch den gestrichelt eingezeichneten Verlauf angedeutet, wie das
Schaltverhalten der Sonde bei Verwendung von bekannten Anordnungen aussehen würde.
Die Sonde würde um die Zeitdifferenz Δt
F zwischen t
F und t
F,
St.d.T später von H auf L schalten.
[0026] Die Höhe des Potentialsprunges P
2, wird durch die Empfindlichkeit des Digital/Analog-Wandlers 24 bestimmt und läßt
sich auch durch diese einstellen. Mit dem Ausgangssignal E des Verstärkers 17 werden
beispielsweise die Einspritzzeiten korrigierend in der Art gesteuert, daß bei Vorliegen
eines mageren (« low •) Gemisches die Kraftstoffzufuhr erhöht und bei Vorliegen eines
fetten (« high •) Gemisches die Kraftstoffzufuhr abgesenkt wird.
[0027] Die in der Figur 1a gestrichelt eingezeichnete Rücksetzvorrichtung 22 weist folgende
vorteilhafte, zusätzliche Eigenschaften auf : Tritt beispielsweise der Fall auf, daß
das Sondensignal sich in einer relativ kleinen Zeit nach Ablauf der Überwachungszeit
t, ändert, so ist « im nachhinein gesehen keine Notwendigkeit mehr vorhanden, eine
zusätzliche Anhebung oder Absenkung des Potentials am Punkt D zu veranlassen. Dann
wird die Rücksetzvorrichtung 22 aktiviert, die den vorher getätigten Eingriff neutralisiert,
d. h. das Ausgangssignal des Digital/Analog-Wandlers 24 auf dem vorherigen Wert zurücksetzt.
Dazu wird mit Hilfe der ersten monostabilen Kippstufe 28 eine weitere Zeitdauer t
2 definiert, die vorteilhafterweise die Hälfte der Zeitdauer t, ausmacht, aber durchaus
auch andere Werte annehmen kann. Die zweite monostabile Kippstufe 30 ist über einen
Steuereingang während dieser Zeitdauer t
2 auf Signaländerungen der Vergleichseinrichtung 14 empfindlich. Hat also der Taktgeber
20 einen Puls erzeugt, so wird die monostabile Kippstufe 30 während einer Zeitdauer
t
2 aktiviert. Schaltet nun während dieser Zeitdauer t
2 die Sauerstoffsonde von « high nach « low bzw. umgekehrt, so erzeugt die monostabile
Kippstufe 30 in Abhängigkeit von diesem Spannungssprung ein zusätzliches Ausgangssignal,
das über das Oder-Gatter 29 dem Zähler 19 zugeführt wird. Mit Hilfe dieses Spannungsimpulses
wird der vorher von dem Taktgeber 20 gelieferte Puls stets rückgängig gemacht, da
sich durch den Sprung des Sauerstoffsondenausgangssignals auch die Zählrichtung des
Zählers 19 ändert. Die Verzögerungsstufe 23 dient zu einer kleinen Verzögerung der
Pulsfolge B, um ein sicheres Umschalten der Zählrichtung des Zählers 19 zu gewährleisten.
[0028] Die entsprechende Pulsfolge F am Ausgang der Rücksetzvorrichtung 22 ist im Diagramm
F der Figur 2 dargestellt. In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde die
Zeit t
2 als der halbe Überwachungszeitraum t, gewählt. Entsprechend der Ansteuerung der monostabilen
Kippstufe 28 läuft das Zeitintervall t
2 immer nach Ablauf des Zeitintervalls t, ab. Im vorliegenden Beispiel fällt lediglich
ein Schaltvorgang der Sauerstoffsonde in ein derartiges Zeitintervall t
2. Der entsprechend durch die Rücksetzvorrichtung 22 zusätzlich erzeugte Puls ist im
Diagramm F der Figur 2 durch einen Pfeil gekennzeichnet. Dementsprechend ändert sich
auch der Zählerstand des Zählers 19 sowie die mit D' bezeichnete Spannung am Ausgang
des Digital/Analog-Wandlers 24.
[0029] Die mit E' bezeichnete Ausgangsspannung des Verstärkers 17 bei Verwendung dieser
Rücksetzvorrichtung 22 ergibt sich analog zu dem Obengesagten und ist im letzten Diagramm
E' der Figur 2 angegeben. Aus diesem Diagramm ist ersichtlich, daß beim'Auftreten
dieser zusätzlichen Impulse der Sprung in der Ausgangsspannung rdes Verstärkers 17
die Amplitude (P, + P
2) aufweist und damit den vorhergehenden P
2-Sprung rückgängig macht.
[0030] Durch die Steuerschaltung 18 ist es möglich, die Regelung beim Auftreten bestimmter
Betriebssituationen der Brennkraftmaschine, z. B. im Leerlauf- oder Vollastbetrieb
u. ä., abzuschalten und auf eine gesteuerte Gemischbildung überzugehen. In diesem
Fall kann der Zähler 19 durch die Steuerschaltung 18 auf einen, insbesondere betriebsparameterabhängigen
Zählerstand gesetzt werden.
[0031] Durch diese Vorrichtung ist ein sehr schnelles Ansprechverhalten der Regelanordnung
gewährleistet, so daß man einer optimalen Leistungsabgabe der Brennkraftmaschine bei
minimaler Schadstoffemission sehr nahe kommt.
[0032] Es versteht sich, daß die Länge der Überwachungszeit t
2 selbstverständlich auch von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine oder von der
Überwachungszeit t
1 abhängig eingestellt werden kann.
[0033] Des weiteren beschränkt sich die Vorrichtung nicht auf eine Signalverarbeitungseinheit
der im Ausführungsbeispiel beschriebenen Art, sondern ist auch idealerweise für den
Einsatz bei einer mikrocomputergesteuerten Signalverarbeitungseinheit geeignet. Eine
derartige Version wird hier im einzelnen nicht mehr ausführlich beschrieben, da eine
derartige rechnergesteuerte Ausführung für den betreffenden Fachmann keinerlei Schwierigkeiten
bereitet.
[0034] Falls die Funktion der Signalverarbeitungseinheit 13, insbesondere die Integratorsteuerung
16 mittels eines entsprechend programmierten Mikrocomputers realisiert wird, so daß
die Integration durch eine Summation ersetzt werden kann, ist eine direkte Ansteuerung
der Integratorsteuerung 16
'durch den Zähler 19 möglich. Beispielsweise kann die Ausgangsgröße der Integratorsteuerung
16 dann direkt von einem auch per Software realisierbaren Zähler 19 über eine ALU33
(arithmetischer logischer unit), die über die Leitung 32 mit dem Zähler 19 verbunden
ist. beeinflußt werden.
1. Verfahren zur Regelung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses einer Brennkraftmaschine
mit einer Sauerstoffsonde (x-Sonde) und einer an die Sauerstoffsonde angeschlossenen
Signalverarbeitungseinheit, bei der die Möglichkeit vorgesehen ist, die Verarbeitungscharakteristik
zwischen wenigstens zwei Umschaltvorgängen der Sauerstoffsonde nach Ablauf einer bestimmten,
beispielsweise betriebsparameterabhängig einstellbaren Überwachungszeitdauer in Abhängigkeit
von Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine wie Last, Drehzahl oder auch Temperatur
zu beeinflussen, bei dem sich die Ausgangsgröße der Signalverarbeitungseinheit nach
dem Auftreten eines während der Überwachungszeitdauer unveränderten Sauerstoffsondenausgangssignals
nach Ablauf der Überwachungszeit sprunghaft ändert, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sprung der Ausgangsgröße (E, E') der Signalverarbeitungseinheit (13) wieder rückgängig
gemacht wird, wenn sich das Sauerstoffsondenausgangssignal innerhalb einer weiteren,
an die erste Überwachungszeitdauer (t,) anschließenden und relativ zu dieser kürzeren
(t2 < t1) Zeitdauer (t2) ändert.
2. Verfahren nach Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zeitdauer (t2) als Funktion der Überwachungszeitdauer (t1) eingestellt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Zeitdauer (t2) in Abhängigkeit von verschiedenen Betriebsparametern der Brennkraftmaschine eingestellt
werden kann.
4. Vorrichtung zur Regelung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses einer Brennkraftmaschine
mit einer Sauerstoffsonde (x-Sonde) und einer an die Sauerstoffsonde angeschlossenen
Signalverarbeitungseinheit, bei der die Möglichkeit vorgesehen ist, die Verarbeitungscharakteristik
zwischen wenigstens zwei Umschaltvorgängen der Sauerstoffsonde nach Ablauf einer bestimmten,
beispielsweise betriebsparameterabhängig einstellbaren Zeitdauer in Abhängigkeit von
Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine wie Last. Drehzahl oder auch Temperatur
zu beeinflussen. bei der in Abhängigkeit vom Ausgangssignal der Sauerstoffsonde nach
Ablauf einer ersten Überwachungszeitdauer ein Zählerstand, der das Ausgangssignal
der Signalverarbeitungseinheit beeinflußt, sprunghaft geändert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Rücksetzungsvorrichtung (22) vorgesehen ist, die nach Ablauf der ersten Überwachungszeitdauer
(t1) aktiviert wird und den Zählerstand auf den vorherigen Wert zurücksetzt, wenn die
Sauerstoffsonde (10) innerhalb einer an die Überwachungszeit (t,) anschließenden zweiten
Zeitdauer (t2), die kürzer ist (t2 < t1) als die erste Überwachungszeitdauer (t,), ihre Ausgangsgröße ändert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zeitdauer (t2) in Abhängigkeit von der Überwachungszeitdauer (t,) einstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Zeitdauer (t2) in Abhängigkeit von verschiedenen Betriebsparametern der Brennkraftmaschine einstellbar
ist.
1. Method for controlling the air/fuel ratio of a combustion engine having an oxygen
sensor (λ sensor) and a signal processing unit connected to the oxygen sensor, in
which the possibility is provided of influencing the processing characteristics between
at least two switching operations of the oxygen sensor after expiry of a defined monitoring
time period, for example one which can be set depending on operating parameters, as
a function of operating parameters of the combustion engine such as load, speed or
also temperature, in which, after the occurrence of an oxygen sensor output signal
unchanged during the monitoring time period, the output variable of the signal processing
unit changes sharply after expiry of the monitoring time, characterized in that the
jump in the output variable (E, E') of the signal processing unit (13) is reset again
if the oxygen sensor output signal changes within a further time period (t2) which follows the first monitoring time period (t,) and which is shorter (t2 < t,) in relation thereto.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the second time period (t2) is set as a function of the monitoring time period (tl).
3. Method according to one of Claims 1 and 2, characterized in that the second time
period (t2) can be set as a function of various operating parameters of the combustion engine.
4. Apparatus for controlling the air/fuel ratio of a combustion engine having an oxygen
sensor (λ sensor) and a signal processing unit connected to the oxygen sensor, in
which the possibility is provided of influencing the processing characteristics between
at least two switching operations of the oxygen sensor after expiry of a defined time
period, for example one which can be set depending on operating parameters, as a function
of operating parameters of the combustion engine such as load, speed or also temperature,
in which, as a function of the output signal of the oxygen sensor after expiry of
a first monitoring time period, a counter status which influences the output signal
of the signal processing unit is sharply changed, characterized in that a reset apparatus
(22) is provided which is activated after expiry of the first monitoring time period
(t,) and resets the counter status to the previous value if the oxygen sensor (10)
changes its output variable within a second time period (t2) which follows the monitoring time (t,) and which is shorter (t2 < t1) than the first monitoring time period (tl).
5. Apparatus according to Claim 4, characterized in that the second time period (t2) can be set as a function of the monitoring time period (ti).
6. Apparatus according to one of Claims 4 and 5, characterized in that the second
time period (t2) can be set as a function of various operating parameters of the combustion engine.
1. Procédé pour régler le rapport air/carburant d'un moteur à combustion interne à
l'aide d'une sonde à oxygène (sonde x) et d'une unité de traitement de signal reliée
à la sonde à oxygène, procédé qui permet d'influencer la caractéristique de traitement
entre au moins deux phases d'inversion de la sonde à oxygène, après le déroulement
d'une certaine durée de surveillance réglable par exemple suivant les paramètres de
fonctionnement, en tenant compte des grandeurs caractéristiques du moteur à combustion
interne telles que la charge, la vitesse de rotation ou la température, et selon lequel
la grandeur de sortie de l'unité de traitement de signaux varie brusquement après
l'arrivée après l'écoulement de la durée de surveillance d'un signal de sortie de
la sonde à oxygène qui est resté inchangé pendant la durée de surveillance, procédé
caractérisé en ce que le saut de la grandeur de sortie (E, E') de l'unité de traitement
de signal (13) est de nouveau annulé si le signal de sortie de la sonde à oxygène
varie à l'intérieur d'une autre durée (t2) adjacente à la première durée de surveillance (t1) et qui est relativement plus courte que celle-ci (t2 < t1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la seconde durée (t2) est réglée en fonction de la durée de surveillance (t1).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la seconde
durée (tz) est réglée suivant différents paramètres de fonctionnement du moteur à combustion
interne.
4. Dispositif pour régler le rapport air/carburant d'un moteur à combustion interne
à l'aide d'une sonde à oxygène (sonde x) et d'une unité de traitement de signal reliée
à cette sonde à oxygène, et offre la possibilité d'influencer la caractéristique de
traitement entre au moins deux phases d'inversion de la sonde à oxygène après le déroulement
d'une durée prédéterminée réglable par exemple suivant les paramètres de fonctionnement
en tenant compte des grandeurs de fonctionnement du moteur à combustion interne telles
que la charge, la vitesse de rotation ou la température, dispositif selon lequel en
fonction du signal de sortie de la sonde à oxygène, à la fin d'une première durée
de surveillance, un état de comptage qui influence le signal de sortie de l'unité
de traitement de signal varie brusquement, dispositif caractérisé en ce qu'il comporte
un dispositif de remise à l'état initial (22) activé à la fin de la première durée
de surveillance (t,) et remet à l'état initial l'état de comptage si la sonde à oxygène
(10) modifie sa grandeur de sortie dans un intervalle (t2) adjacent à la durée de surveillance (t,) et qui est plus court (t2 < t1) que la première durée de surveillance (t1).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la seconde durée (t2) est réglable en fonction de la durée de surveillance (t1).
6. Dispositif selon l'une des revendications 4 et 5, caractérisé en ce que la seconde
durée 5 (t2) est réglable suivant différents paramètres de fonctionnement du moteur à combustion
interne.