[0001] Die Erfindung betrifft eine Zielbohrstange für drehendes Bohrgestänge mit Spülkanal
vorzugsweise für den Untertagebetrieb gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Allgemein gesehen ist eine Zielbohrstange ein in den Bohrgestängezug eingebautes
Bohrrohr, welches Messwerte aufnimmt und weitergibt, die von Messgeräten und Wächtern
in der Zielbohrstange stammen. Die Messwerte geben über den Verlauf der Bohrung, d.h.
über etwaige Abweichungen von einer vorgegebenen Bohrlochrichtung Auskunft, während
die Wächter Messwerte liefern, welche die Funktionsüberwachung der verschiedenen Einrichtungen
einer solchen Zielbohrstange ermöglichen. Insbesondere betrifft die Erfindung Zielbohrstangen,
welche mit einer Einrichtung zur Korrektur der Bohrung versehen sind. Eine solche
Einrichtung besteht in der Regel aus mehreren, am Aussenrohr schwenkbar gelagerten
Steuerleisten, die sich auf den Stössen des Bohrloches abstützen und über hydraulisch
beaufschlagbare Zylinder einzeln verstellt werden können, um die Richtung des Bohrgestänges
zu korrigieren.
[0003] Die Erfindung geht aus von einer vorbekannten Zielbohrstange der letztgenannten Art
(DE-A-3 000 239). In das Aussenrohr dieser Zielbohrstange sind zur Steuerung der hydraulisch
beaufschlagbaren Verstellzylinder der Steuerleisten meistens mehrere, vorzugsweise
zwei Neigungsmesser in rechtwinklig zueinander orientierten senkrechten Messebenen
vorgesehen. Deren Messwerte liefern nicht nur die Eingangsgrössen der eingebauten
automatischen Steuerleistenverstellung, sondern werden zu einem am Bohrlochmund angeordneten
Steuerstand mit der telemetrischen Einrichtung übertragen. Diese telemetrische Einrichtung
arbeitet mit elektrischen Signalen, welche über entweder in einem Schleppkabel oder
in den Bohrrohren selbst untergebrachte Leiter übermittelt werden. Die so übermittelten
Signale sind ausreichend genau, weil zu ihrer Erzeugung und Übertragung eine von dem
Spülstrom unabhängige Stromquelle dient, welche die Signalenergie liefert und den
Druckerzeuger antreiben kann, sofern dieser nicht unmittelbar seine Bewegungsenergie
von dem drehenden Innenrohr erhält. Obwohl als Stromquelle auch eine Batterie in Frage
kommt, handelt es sich vorzugsweise um einen Generator, dessen Läufer von dem drehenden
Innenrohr angetrieben wird.
[0004] Nachteilig wirkt sich jedoch die für die Übertragung der Signale erforderliche Leiterverbindung
aus. Wenn sie im Bohrgestänge untergebracht wird, ist die Herstellung und Aufrechterhaltung
einwandfreier Kontaktverbindungen zwischen den Bohrrohren schwierig. Bedient sich
die telemetrische Einrichtung eines Schleppkabels, so ist die Verbindung zwar elektrisch
einwandfrei, unterliegt aber allen mechanischen und sonstigen Beanspruchungen durch
das drehende Bohrgestänge, die Bohrlochstösse und die Bohrlochspülung.
[0005] Es ist jedoch eine als Schwerstange ausgebildete Zielbohrstange bekannt (DE-A-2941
102), welche als drehendes Bohrrohr ausgeführt ist. Hierbei dient als telemetrische
Einrichtung der durch den Spülkanal verlaufende Spülstrom und ein hydraulischer Wandler,
welcher die elektrischen Signale in Druckimpulse der Spülung umsetzt. Der so druckmodulierte
Spülstrom kann am Bohrlochausgang vermessen werden, wodurch sich die Druckimpulse
von einem Empfänger aufnehmen und zur Weiterleitung in elektrische Grössen umwandeln
lassen. Als Wandler für die Druckmodulation des Spülstromes dient in der Schwerstange
ein Rohrventil, das den Spülstrom drosselt und mit Hilfe eines eingebauten, in sich
geschlossenen hydraulischen Kreises betätigt wird. Die Steuerung des hydraulischen
Arbeitsmediums geschieht mit Hilfe eines Magnetventiles, das mit den elektrischen
Neigungsdaten beaufschlagt wird.
[0006] Eine solche telemetrische Einrichtung setzt eine axiale Anordnung des Rohrventiles,
d.h. des Ventilkörpers konzentrisch in einem Spülkanal voraus, der die Spülung hinter
der Drosselstelle an dem Rohrventilkörper vorbeileitet. Einerseits ergibt sich hieraus
ein räumliches Problem, wenn nämlich das den Spülkanal aufweisende Bohrrohr verhältnismässig
dünnwandig ist. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um das Innenrohr
einer Zielbohrstange der eingangs als bekannt vorausgesetzten Art handelt, die ein
stehendes Aussenrohr aufweist. Andererseits kann aber bei entsprechend dickwandigen
Bohrrohren ein stehendes Aussenrohr nicht verwirklicht werden. Das bedingt die Unterbringung
des Stromerzeugers in dem drehenden Bohrrohr und setzt dann für den Antrieb des Generators
eine von der Spülung angetriebene Turbine voraus. Diese Turbine verursacht wegen des
druckmodulierten Spülstromes und anderer, den Spülstrom beeinflussender Grössen Fehler
in der Bildung der elektrischen Signale, die übertragen werden sollen. Im Ergebnis
sind die Drucksignale durch einen ungleichmässigen, jedenfalls aber flachen Druckanstieg
und -abfall gekennzeichnet, wenn sie mit der bekannten Einrichtung erzeugt und übermittelt
werden. Das ist nachteilig, weil dadurch nicht nur das Erkennen der Drucksignale erschwert
wird, sondern auch die Signalfrequenz gering bleibt und dadurch die Genauigkeit der
auf diese Weise zu übermittelnden Daten beschränkt bleibt.
[0007] Grundsätzlich bekannt ist es, in einer Schwerstange im Spülkanal ein Servoventil
für den Druckausgleich mit dem statischen Druck anzuordnen, das die gesamten Steueraggregate
für die Bewegung des axial angeordneten Kolbens im Innenrohr hat, wobei über den axial
angeordneten Kolben eine Verbindung zwischen der zur Bohrkrone und der von der Bohrkrone
zurückkommenden Spülflüssigkeit verschliesst. Ein erheblicher Aufwand an dem Innenrohr
zugeordneten Bauteilen ist für dieses Servoventil erforderlich. Von einer bestimmten
Ausbildung von Drucksignalen ist nichts erwähnt. Vielmehr ist auch hier die Genauigkeit
der übermittelten Daten mit Sicherheit durch die geschilderte Zusatzeinrichtung in
der Schwerstange nicht positiv, sondern wenn, dann eher negativ beeinflusst (WO-A
8 201 257).
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Zielbohrstange mit telemetrischer
Einrichtung zur Übertragung der Bohrdaten über den im Spülkanal verlaufenden Spülstrom
mit Hilfe eines hydraulischen Wandlers Signale mit der erforderlichen Genauigkeit
zu erzeugen und zu übermitteln.
[0009] Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Zweckmässige Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Vorteilhafterweise kann, wie an sich ja bekannt, bei einer derartigen Vorrichtung
auf den Einsatz elektrischer Leitungsverbindungen ganz verzichtet werden. Die vorteilhafte
Ausbildung der Signale über den erforderlichen Wandler werden dabei durch die Miniaturisierung
des Wandlers ermöglicht, der sich dadurch in ganz beschränkten räumlichen Verhältnissen
unterbringen lässt. Die Miniaturisierung des Wandlers ist dadurch möglich und damit
auch die erforderliche Form der Druckimpulse, dass alle dem Spindelkolben und seiner
Kolbenaussparung nachgeordneten Teile und Baugruppen in das Aussenrohr verlegt sind,
während durch die Anordnung und Ausbildung des Spindelkolbens nun Druckimpulse erzeugt
werden können, die im wesentlichen rechteckförmig sind, d.h. einen steilen Druckanstieg
und -abfall aufweisen. Sie ermöglichen die Aufnahme des Druckimpulses zwischen diesen
beiden Ästen des Drucksignals und dadurch eine hohe Signalfrequenz, mit der sich entsprechend
viele präzise und unterschiedliche Daten übermitteln lassen.
[0010] Die Erfindung hat daher vor allem den Vorteil, dass ausser den von den Neigungsmessern
gelieferten Signalen auch eine Vielzahl von weiteren Daten der Zielbohrstange nach
aussen übertragen werden kann. Dabei lassen sich die dazu erforderlichen Messgeräte
und Wächter in dem stehenden und daher verhältnismässig weniger mechanisch belasteten
Aussenrohr unterbringen und lediglich die von ihnen gelieferten Signale nach Wandlung
in hydraulische Impulse für den Spindelkolben auf den Spülstrom übertragen. Man kann
damit nicht nur die einwandfreie Steuerung der Zielbohrstange nach dem vorgegebenen
Bohrlochverlauf, sondern auch die Funktionstüchtigkeit der hierfür benötigten hydraulischen
und elektrischen Einrichtungen mit geeigneten Geräten und Wächtern überwachen.
[0011] Vorzugsweise und gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung lagert man den Spindelkolben
ein- oder beidseitig und beaufschlagt ihn mit dem hydraulischen Arbeitsmedium nach
elektrischen Signalen gemäss dem Merkmal des Anspruches 2. Bei geringen Bohrlochdurchmessern
mit entsprechend schwachem Innenrohr der Zielbohrstange bei ausreichend bemessenem
Spülkanal bevorzugt man die doppelseitige Lagerung des Spindelkolbens, der sich dann
in seiner Aussparung beiderseits des Spülkanals abstützt.
[0012] Insbesondere für die letztgenannte Ausführungsart der Erfindung empfiehlt sich die
Weiterbildung nach Anspruch 3. Sie ermöglicht einen konstruktiv einfachen Aufbau des
Innenrohrs und eine entsprechend vereinfachte Fertigung, bei der die Spindelkolbenaussparung
lediglich gebohrt und die Verbindungen zu dem Wegeventil im wesentlichen mit Nuten
geschaffen werden können, die sich relativ einfach über Ringdichtungen abdichten und
durch Räumen oder Fräsen anbringen lassen.
[0013] Eine vom Spülstrom unabhängige Erzeugung von Druckimpulsen wird dadurch gesichert,
dass gemäss einer Ausbildung der Erfindung der Impulskolben im drehenden Innenrohr
doppelt gelagert und quer zur Bohrrichtung angeordnet ist. Er wird von der Hydraulikpumpe
aus, die im nicht drehenden Aussenrohr angeordnet ist, zwischen zwei Wellendichtungen
versorgt und so im drehenden Innenrohr den Spülkanal mehr oder weniger einengend hin-
und herbewegt.
[0014] Eine einwandfreie und gesicherte Versorgung des Impulskolbens ist erreicht, da erfindungsgemäss
im Bereich des Impulskolbens zwischen drehendem Innenrohr und nicht rotierendem Aussenrohr
eine Drehdurchführung vorgesehen ist.
[0015] Die vom Spülstrom unabhängige Energieversorgung ist insbesondere zu erreichen, indem
dem nicht rotierenden Aussenrohr ein als Langsamläufer ausgebildeter, vom Innenrohr
antreibbarer Bohrstangengenerator zugeordnet ist.
[0016] Zur Sicherung der Hydraulikpumpe ist dieser nach einer weiteren Ausführung der Erfindung
ein Druckbegrenzungsventil zugeordnet. Überschüssiges Druckmedium wird über das Druckbegrenzungsventil
in den Hydrauliktank abgeleitet.
[0017] Eine den ermittelten Messwerten genau entsprechende Steuerung des Impulskolbens wird
erreicht, indem in der Hydraulikleitung zwischen Hydraulikpumpe und Impulskolben ein
über die elektronische Steuerung schaltbares Magnetventil angesteuert ist. Über dieses
Magnetventil kann der jeweilige Impuls genau dem ermittelten Masswert entsprechend
gestaltet werden.
[0018] Zweckmässig ist es, als Messwertaufnehmer sowohl Neigungsmesser als auch Richtungsgeber,
Temperatur-, Druck- und Spannungsrichter zu verwenden, die gruppenweise oder einzeln
an unterschiedlichen Stellen des Aussen- und/oder Innenrohres angeordnet sind. Mit
derartigen Messwertaufnehmern können alle wichtigen und gleichzeitig zur Beurteilung
des Zustandes der Zielbohrstange und der Bohrkrone interessanten Daten ermittelt und
zum Bohrstand weitergeleitet werden.
[0019] Um eine genaue Rückübertragung bzw. Decodierung zu ermöglichen, ist die am Bohrstand
angeordnete Auswerteeinheit ein Differenzdruckaufnehmer, der mit einem Anzeigegerät
gekoppelt ist. Die Druckimpulse können damit sofort am Anzeigegerät abgelesen und
gegebenenfalls gespeichert sowie ausgewertet werden.
[0020] Alle für die verschiedenen Aggregate in der Zielbohrstange benötigten Versorgungsenergien
stehen zur Verfügung, wenn - wie erfindungsgemäss vorgesehen ist - der Bohrstangengenerator
mit einem Gleichrichter sowie Spannungsregler und Spannungswandler ausgerüstet ist
und die elektronische Steuerung mit zugeordnetem Sender energiemässig versorgt wird.
[0021] Um sicher zu sein, dass die vom Sender abgegebenen Impulse vom Empfänger auch richtig
aufgenommen und verarbeitet werden, ist es von Vorteil, dass der Empfänger des Differenzdruckaufnehmers
und der Sender der elektronischen Steuerung synchronisiert und so geschaltet sind,
dass die Überprüfung der Synchronisierung vor jeder Messreihe erfolgt. Jeder Impulsfolge
sind somit ein oder zwei Synchronimpulse vorgeschaltet, die eine Aufnahme nur bei
einwandfreier Synchronisierung erlauben.
[0022] Auch horizontale und geneigte Zielbohrungen können ohne weiteres mit einer derartigen
Vorrichtung ausgerüstet werden, wobei dies insbesondere der Fall ist, wenn als Neigungsmesser
ein elektronisch gestützter Beschleunigungsaufnehmer und als Richtungsgeber ein magnetisch
austariertes Magnetometer dient. Derartige Einrichtungen sind gegen Mitdrehen während
des Bohrens unempfindlich und sichern eine genaue Ermittlung und Übertragung der benötigten
Messwerte.
[0023] Bei flözgeführten Zielbohrungen ist es zweckmässig, dem Aussenrohr ein oder mehrere
Gamma-Strahlen-Sensoren zuzuordnen, über die ein Abtasten des Hangenden und des Liegenden
einwandfrei möglich ist.
[0024] Der technische Fortschritt der vorliegenden Erfindung ist wesentlich, weil sowohl
eine wesentliche genauere Übertragung von Messwerten zum Bohrstand möglich ist als
auch gleichzeitig eine genaue Überwachung des weit im Bohrloch befindlichen Gestänges
bzw. der Zielbohrstange und der Bohrkrone erreicht wird. Aufgrund der genauen kontinuierlichen
Überwachung sind zusätzliche und nachträgliche Kontrollmessungen überflüssig, was
zu einer wesentlichen Vereinfachung des gesamten Bohrvorganges führt. Aufgrund der
genauen kontinuierlichen Messwert- übertragung und -erfassung kann der Bohrlochverlauf
kontinuierlich überprüft und reguliert werden, was zu erheblichen bohrtechnischen
Vorteilen führt.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Zielbohrstange mit Bohrkrone, teilweise im Längsschnitt,
Fig. einen Querschnitt einer Zielbohrstange,
Fig. 3 einen Längsschnitt einer Zielbohrstange,
Fig.4 eine vereinfachte Gesamtdarstellung einer Vorrichtung mit den dem Bohrstand
zugeordneten Teilen,
Fig. 5 ein Druckimpulsdiagramm in vereinfachter Darstellung,
Fig. die für den Impulskolben notwendige Steuerung,
Fig. 7 eine andere Ausführung der Steuerung,
Fig. 8 einen einseitig gelagerten lmpulskolben und
Fig. 9 in der Fig. entsprechender Darstellung eine abgeänderte Ausführungsform des
Spindelkolbens.
[0026] Bohrlochseitig endet das nur mit zwei Bohrrohren 40 und 41 in Fig. 4 dargestellte
drehende Bohrgestänge, das aus mehreren miteinander verschraubten Bohrrohren besteht,
durch die der vorlaufende Strom der Bohrtrübe gefasst ist, an einer Zielbohrstange,
welche unmittelbar hinter dem Bohrwerkzeug 1 angeordnet ist, welches mit dem Bohrgestänge
angetrieben wird. Die Zielbohrstange überträgt die Drehbewegung über ihr Innenrohr
4 auf das Bohrwerkzeug 1. Das Innenrohr 4 umschliesst einen Spülkanal 3, der den vorlaufenden
Strom der Bohrtrübe weiterleitet. Das Innenrohr ist konzentrisch in einem Aussenrohr
5 angeordnet und in diesem drehbeweglich bei 9 gelagert. Das Aussenrohr weist aussen
schwenkbar gelagerte Steuerleisten 7 auf, die sich auf den Bohrlochstössen abstützen,
so dass das Aussenrohr bei Drehung des Bohrgestänges festgehalten wird. Deswegen ergibt
sich eine Relativdrehung des Innenrohres 4 im Aussenrohr 5.
[0027] Das Aussenrohr dient zur Aufnahme der im einzelnen nicht dargestellten Arbeitszylinder
für die Steuerleisten 7, die zur ihrer Betätigung dienende hydraulische Einrichtung
sowie einer Vielzahl von Messgeräten und Wächtern, die bei 17 und 18 in den Figuren
dargestellt sind. Zu den Messgeräten gehören u.a. Neigungsmesser, welche die Richtung
des allgemein mit 27 bezeichneten Bohrloches überwachen und die Regelgrössen einer
elektrischen Regeleinrichtung liefern, welche automatisch die Steuerleisten verstellt
und dadurch die Einhaltung der geplanten Bohrrichtung gewährleistet. Eine in das Aussenrohr
eingebaute Pumpe 10 erzeugt den hydraulischen Betriebsdruck. Sie kann entweder unmittelbar
von dem drehenden Innenrohr 4 oder elektrisch von einem Generator 8 angetrieben werden.
Der Rotor des Generators 8 weist ein Ritzel 15 auf, das mit einer Verzahnung des Innenrohres
4 kämmt, so dass der Generator seinerseits von dem Innenrohr 4 angetrieben wird. Auf
diese Weise ist der Betrieb der hydraulischen Einrichtung sowie die Energie für die
Messwerte und ihre Übertragung auf die hydraulische Einrichtung von der lebendigen
Energie des Spülstromes unabhängig.
[0028] Der Generator 8 dient deswegen auch dazu, die Energie für die Signale der Messgeräte
und Wächter sowie zur Steuerung eines 3/2-Magnet- wegeventiles 11 zu liefern, welches
das hydraulische Arbeitsmedium eines allgemein mit 24 bezeichneten Spindelkolbens
steuert. Die Pumpe 10 ist über ein Druckbegrenzungsventil 12 in der Ringleitung 13
zum Tank 14 abgesichert, aus dem sie sich mit Druckmedium versorgt. Das Magnetventil
erhält seine Steuerströme aus einer elektronischen Steuerung 16. Diese nimmt die Signale
aus den Messgeräten bzw. Wächtern 17, 18 auf. Neben der Wiedergabe der von den erwähnten
Neigungsmessern kommenden Regelgrössen der automatischen Steuerleistenverstellung
handelt es sich um Signale, mit denen der Zustand ausgewählter Einrichtungen des Aussenrohres
überwacht wird. Auf diese Weise lassen sich Informationen nicht nur über den Richtungsverlauf
der Bohrung, sondern auch über den technischen Zustand der Zielbohrstange 2 gewinnen.
Im einzelnen kann es sich um Messdaten handeln, die rechtzeitig den Verschleiss, sich
ankündigenden Ausfall des hydraulischen Systems oder der elektrischen bzw. elektronischen
Steuerelemente melden. Die entsprechende Verstellung des Magnetventiles 11 sorgt für
eine ausgewählte Druckbeaufschlagung des Spindelkolbens.
[0029] Dieser Spindelkolben ist nach der Ausführungsform in den Fig. 2, 3 und 6 ein Doppelkolben,
dessen Einzelheiten anhand der Darstellung der Fig. 2 und 3 näher erläutert werden.
Demnach sitzt der Spindelkolben in einer Aussparung 44, welche auf dem grösseren Teil
ihrer Länge gleichen Durchmesser hat und das Innenrohr 4 sowie den Spülkanal 3 durchsetzt
(Fig. 2). Während der Stirnkolben 45, der mit einem O-Ring 46 in der einen Hälfte
47 der Spindelkolbenaussparung 44 abgedichtet ist, unmittelbar aus einer Leitung 21
b beaufschlagt wird, ist der durch den Schaft 48 abgesetzte Kurzkolben 49 in einer
Hälfte 50 der Spindelkolbenaussparung 44 gelagert und mit einem O-Ring 51 in dieser
abgedichtet. Die Aussparung reicht bis zu einem Ringsitz 52 für eine Schraubenfeder
26. Eine axiale Querbohrung 53 bildet eine hydraulische Verbindung nach aussen. Die
Schraubenfeder 26 stützt sich unter dem Hemd 54 des Kurzkolbens 49 und auf einem vom
Boden des Kurzkolbens 49 ausgehenden Zapfen 55 ab, welcher aus dem Kolbenhemd 54 vorsteht.
Der Spindelschaft 48 durchquert den Spülkanal 3 ständig, der wegen des geringen, d.h.
den Kolbendurchmesser wesentlich unterschreitenden Spindelschaftes dadurch nur geringfügig
gedrosselt wird.
[0030] Davon unterscheidet sich die Ausführungsform des Spindelkolbens 24' nach Fig. 8.
Hierbei ist die Aussparung 44 zwar mit einem Abschnitt für den Stirnkolben 45 vorhanden,
der volle Durchmesser endet jedoch vor dem Spülkanal 3 an der Ringschulter 52, die
den Sitz der Schraubenfeder 26 bildet und setzt sich mit geringem Durchmesser in der
Hälfte 50 fort, die aber stark verkürzt ist, um das freie Ende 56 des Spindelschaftes
48 aufzunehmen, der den Spülkanal nicht ständig, sondern lediglich bei Druckbeaufschlagung
der Kolbenstirnseite 57 durchquert, wenn die Kraft der Schraubenfeder 26 überwunden
wird.
[0031] Anhand der Ausführungsform nach Fig. ist die Fortleitung des hydraulischen Arbeitsmediums
für die Betätigung des Spindelkolbens 24 von dem stehenden Aussenrohr 5 auf das drehende
Innenrohr 4 in die Aussparung des Spindelkolbens wiedergegeben, welcher allgemein
mit 24 bezeichnet ist. Danach sitzt vor den bohrwerkzeugseitigen Lagerpaaren 58 und
59 des Aussenrohres eine Hülse 60 auf dem Innenrohr, welche damit einem Stift 61 mit
dem Innenrohr drehfest versperrt ist und auf ihrer Aussenseite je eine Ringnut 62,
63 für die Druckbeaufschlagung bzw. Druckentlastung des Spindelkolbens 24 trägt. Die
beiden Ringnuten 62, 63 sind aussen durch Ringdichtungen 64, 65, 66 und innen durch
Ringdichtungen 67, 68, 69 gegeneinander und nach aussen hydraulisch abgedichtet. Mit
Hilfe von Radialbohrungen 70 und 71 sind sie an die Kanäle in dem Aussenrohr angeschlossen,
die die Vor- und Rückleitungen 13, 19 und 20 für das hydraulische Arbeitsmedium bilden.
[0032] Wenn das Magnetventil 11 angesteuert und der entsprechende Kanal 21 a bzw. 21 b beaufschlagt
bzw. entlastet werden, wird das Druckmedium entweder vor die Stirnseite 22 des Spindelkolbens
geführt und aus dem Raum hinter der Stirnseite 23 des Kurzkolbens 49 verdrängt, so
dass der Spindelkolben augenblicklich ausgelenkt wird bzw. erfolgt die Beaufschlagung
umgekehrt, wodurch der Spindelkolben augenblicklich in seine Ausgangsstellung zurückgeführt
wird.
[0033] Bei Auslenkung des Spindelkolbens 24 wird der Spülstrom durch den Spülkanal augenblicklich
mit Hilfe des vorschnellenden Stirnkolbens 45 stark gedrosselt oder kurzzeitig ganz
abgesperrt. Dadurch entsteht ein steiler Druckanstieg im Spülkanal, der nach Umschaltung
des Magnetventiles 11 zu einem ebenfalls steilen Druckabfall führt, weil die Feder
26 den Kolben augenblicklich in seine Ausgangslage zurückführt. Es ergeben sich hieraus
rechteckförmige Druckimpulse, die bei 35 in Fig. 5 wiedergegeben sind. Die über diesen
Impulsen eingezeichneten Doppelpfeile geben die Impulsdauer wieder, die durch den
Druckanstieg und Druckabfall bis zum folgenden Druckimpuls gegeben ist. Diese Impulsdauer
identifiziert einen Messwert und ein Messsignal. Sie wird von einem Wandler 29 aufgenommen
und in einen Spannungswert umgesetzt.
[0034] Die unter der mit 35 in Fig. 5 wiedergegebene weitere Impulsfolge 36 mit ihrer ebenfalls
durch Doppelpfeile wiedergegebenen Impulsdauer identifiziert ein anderes Messsignal,
so dass der Spindelkolben über das Wegeventil 11 infolge der mit Magnetventilen dieser
Art erreichbaren hohen Schaltfrequenz tatsächlich eine Vielzahl von Messwerten in
einwandfrei unterscheidbaren Drucksignalen aufnehmen und den Spülstrom aufprägen kann.
Der als Differenzdruckaufnehmer 29 ausgebildete Wandler kann daher diese Drucksignale
in elektrische Signale umsetzen, die sich identifizieren lassen.
[0035] Beispielsweise ist in Fig. 4 der Steuerstand 28 mit dem als Differenzdruckaufnehmer
29 ausgebildeten Wandler versehen, der ein Anzeigegerät 30 und gegebenenfalls gleichzeitig
auch ein Schreibgerät 31 betätigt. Der Wandler 29 ist in der Bohrtrübezuführung 33
zum Spülkanal untergebracht. Das Anzeigegerät kann auch entfernt vom Steuerstand 28,
gegebenenfalls auch Übertage angeordnet werden, da der Wandler 29 ausgangsseitig Stromimpulse
liefert.
[0036] Am Beispiel der Fig. kann eine mögliche Dimensionierung für eine Untertage eingesetzte
Zielbohrstange für ein Bohrlochdurchmesser 8½" angegeben werden, die nachstehend beschrieben
wird: Der Generator 8 ist ein Langsamläufer von 60 U/min und liefert trotz der geringen
Umdrehungszahl eine Wechselspannung von 3- von 24 Volt bei einer erforderlichen Leistung
von rd. 40 Watt. Anstelle eines Wechselstromgenerators 8 lassen sich auch zwei Gleichstrommotoren
verwenden.
[0037] Die Elektronik hat einen Leistungsteil, der einen Gleichrichter umfasst, welcher
den Drehstrom in Gleichstrom umwandelt und daneben einen Spannungsregler für die Einhaltung
der 24-Volt-Spannung aufweist. Ein Spannungswandler DC-DC sorgt für ± 12 V= für das
Messen um einen Nullpunkt. Neben der Leistungselektronik ist eine Steuerelektronik
vorhanden. Sie besteht aus einem Frequenzgenerator zur Speisung der Richtungsmesswertgeber,
einem Gleichrichter, der die Richtungsmesswertsignale richtet, einem Soll-Ist-Wertvergleicher
(Fenster) für die eingangs beschriebene Regelung und eine Ansteuerung der Magnetventile,
die den Ölfluss auf die Steuerkolben der Steuerleistenbetätigung freigeben.
[0038] Neben der beschriebenen Leistungs- und Steuerelektronik ist eine Senderelektronik
zur Aufnahme und Weitergabe von Messwerten bzw. Signalen vorgesehen, welche von Wächtern
kommen. Im einzelnen handelt es sich um die Weitergabe der Signale aus den zwei Neigungsmessgeräten
für z.B. vertikale Bohrungen, welche über eine Steuerspannung von ±5V übermittelt
werden. Daneben kann die Temperatur z.B. des hydraulischen Mediums an zwei Stellen
überwacht werden, was durch ein Spannungssignal von 0 bis 5 V erfolgt. Ferner lässt
sich der Hydrauliktankdruck von 0 bis 5 bar mit einem Spannungssignal von 0 bis 5
V wiedergeben. Der hydraulische Systemdruck von 0 bis 100 bar, der auf diesen Wert
begrenzt ist, wird ebenfalls mit einer Spannung von 0 bis 5V= angezeigt, während der
Hydraulikdruck im Messwertübertragungssystem von 0 bis 60 bar (Spindelkolben) auf
diesen Wert begrenzt ist und mit 0 bis 5 V= übertragen wird. Schliesslich lässt sich
die Generatorspannung von 18 bis 38 V auf diese Weise überwachen.
[0039] Für die beschriebenen acht Überwachungssysteme, die im Bedarfsfall auch vermehrt
oder vermindert werden könnten, benötigt man mithin acht Kanäle für die Übermittlung
der Messdaten nach Art der Darstellung bei 35 und 36 in Fig. 5. In der Senderelektronik
16, die den eigentlichen Sender umfasst, müssen daher die acht Messwerte als Spannungswerte
±5 V bzw. 0 bis 5 V aufgenommen und die Spannungs-Zeitumsetzung der Messwerte vorgenommen
werden. Daraus muss die Senderelektronik Impulse bilden, wobei die Impulsdauer, d.h.
der Zeitabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen den Spannungswert eines
Messwertkanals entspricht (8 Kanäle -9 Impulse). In der Senderelektronik werden die
Messwerte am Eingang zyklisch abgefragt und für die 8 Kanäle -t9 Impulse seriell auf
einen Ausgangstransistor ausgegeben, der das Magnetventil 11 für den Spindelkolben
in entsprechendem Zeittakt (9 Impulse) betätigt. Durch diese Betätigung des Impulskolbens
werden der Spültrübesäule im Bohrgestänge die Druckimpulse aufmoduliert, die von dem
Differenzdruckaufnehmer 29 am Bohrstand ausserhalb des Bohrloches empfangen werden.
Bei einer Empfindlichkeit des Differenzdruckaufnehmers von 0 bis 100 mbar und bei
einer Spannungsversorgung von 10 bis 40 V kann man ausgangsseitig Stromimpulse von
0 bis 20 mA erhalten. Diese lassen sich über ein zweiadriges Kabel von dem Wandler
29 unabhängig von der Leitungslänge weiterleiten.
[0040] Empfängerseitig können acht Kanäle mit einer Spannungsversorgung von 24V vorgesehen
sein. Im Empfänger werden die fernübertragenen Stromimpulse in Spannungsimpulse umgesetzt
und seriell aufgenommen. Der Empfänger wertet die Zeitabstände zwischen den Impulsen
aus und setzt diese in Spannungswerte um. Die Spannungswerte entsprechen den vom Sender
aufgenommenen Messwerten. Die Ausgabe erfolgt parallel auf acht Digitalanzeigen.
[0041] Zur Erkennung der vom Sender abgegebenen Impulse durch den Empfänger werden zusätzlich
vor jeder Messreihe (neun Impulse) zwei Synchronimpulse erzeugt. Der Zeitabstand dieser
Synchronimpulse ist stets der gleiche. Dadurch werden Sender und Empfänger synchronisiert.
Erst nach einwandfreiem Empfang dieser Synchronimpulse durch den Empfänger werden
die Messimpulse aufgenommen. Dadurch lassen sich Übertragungsfehler ausschalten.
[0042] Die Übertragungsgenauigkeit beträgt bei ±5 V→156 mV ca. 1,5%. Das bedeutet für die
Neigung bei einem Messbereich von ±1° einen Übertragungsfehler von ± 1 Bogenminute,
was der Messgenauigkeit der bislang eingesetzten und bekannten Neigungsgeber entspricht.
[0043] Gemäss der in Fig.9 gezeichneten Ausführungsform ist der Durchmesser der Aussparung
44 für den Spindelkolben grösser als der Durchmesser des Spülkanals 3, der in der
Projektion der Aussparung angeordnet ist. Der Spindelkolben hat eine Aussparung 72,
welche den gleichen Umriss und Querschnitt wie der Spülkanal hat. Eine Nute 73 in
der Wand der Aussparung 44 wirkt mit einem Nocken 74 am Kolben 24 zusammen, so dass
der Kolben auf seiner gesamten Wegstrecke um seine Längsachse festgelegt ist und die
Neutralstellung des Kolbens mit dem Spülkanal fluchtet. Infolgedessen beschränkt sich
bei dieser Ausführungsform der Erfindung der Spindelschaft 48 auf den Restquerschnitt
des Spindelkolbens im Bereich seiner Aussparung 72 und liegt demzufolge ausserhalb
des Spülkanalquerschnittes. Auf diese Weise bleibt der Spülkanalquerschnitt in der
Neutralstellung des Kolbens uneingeschränkt.
1. Zielbohrstange für drehendes Bohrgestänge (40, 41) mit Spülkanal (37), vorzugsweise
für den Untertagebetrieb, bei der ein von dem Bohrgestänge (40, 41) angetriebenes
Innenrohr (4) konzentrisch im stehenden Aussenrohr (5) angeordnet ist, welches für
einen in der Zielbohrstange untergebrachten hydraulischen Steuerkreis einen Druckerzeuger
(10) aufweist, dessen beweglicher Teil von dem Innenrohr (4) gebildet oder von einem
Elektromotor angetrieben ist, dessen Antrieb von dem Innenrohr (4) abgeleitet ist,
wobei Messwerte von im Aussenrohr (5) untergebrachten Messgeräten mit einer telemetrischen
Einrichtung in Form des durch den Spülkanal (3) verlaufenden Spülstroms und eines
hydraulischen Wandlers aus dem Bohrloch auf den Steuerstand übermittelt werden, dadurch
gekennzeichnet, dass der Wandler einen Spindelkolben (24) aufweist, für den eine das
innere Rohr (4) und den Spülkanal (37) radial durchsetzende Aussparung (44) vorgesehen
ist, und der mit mindestens einem Kolben (45,49) an einer Seite oder beiderseits des
Spülkanals (3) in der Kolbenaussparung (44) geführt und abgedichtet ist und mit einem
Schaft (48) den Spülkanal (3) durchquert und ein- oder beidseitig mit dem Medium des
hydraulischen Steuerkreises beaufschlagt ist, wobei alle dem Spindelkolben (24) nachgeordneten
Teile und Baugruppen im Aussenrohr (5) untergebracht sind.
2. Zielbohrstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelkolben
(24) einseitig auf einer Feder (26) abgestützt ist, die sich auf der Unterseite eines
Kolbens (45), der Kolbenaussparung (44) und auf dem den Spülkanal (37) durchquerenden
Spindelschaft (48) oder einem koaxialen Kolbenzapfen (55) auf der dem Spindelschaft
(48) gegenüberliegenden Kolbenseite (49) abstützt, wobei der der Feder (26) zugewandte
und die ihr gegenüberliegende Spindelkolbenstirnfläche mit einem 2/3-Wegmagnetven-
til beaufschlagbar ist.
3. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kolbenaussparung (44) von einer mitdrehenden Hülse (60) abgedeckt ist, welche
auf ihre Aussenseite gegeneinander und gegen den Innenmantel des Aussenrohres abgedichtete
Ringnuten (62, 63) aufweist, die über Querbohrungen (70, 71) in der Hülse (60) mit
der Kolbenaussparung (44) und Querbohrungen in dem Aussenrohr mit einem Wegeventil
(11) verbunden sind.
4. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als
Messwertaufnehmer (17, 18) sowohl Neigungsmesser (17) als auch Richtungsgeber (18),
Temperatur-, Druck- und Spannungsmesser dienen, die gruppenweise oder einzeln an unterschiedlichen
Stellen des Aussen- (5) oder Innenrohres (4) angeordnet sind.
5. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
am Bohrstand (28) angeordnete Auswerteeinheit ein Differenzdruckaufnehmer (29) ist,
der mit einem Anzeigegerät (30) gekoppelt ist.
6. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bohrstangengenerator (8) mit einem Gleichrichter sowie Spannungsregler und Spannungswandler
ausgerüstet ist und die elektronische Steuerung (16) mit zugeordnetem Sender energiemässig
versorgt.
7. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der
Empfänger des Differenzdruckaufnehmers (29) und der Sender der elektronischen Steuerung
(16) synchronisiert und so geschaltet sind, dass die Überprüfung der Synchronisierung
vor dieser Messreihe erfolgt.
8. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als
Neigungsmesser (17) mindestens ein elektronisch gestützter Beschleunigungsaufnehmer
und als Richtungsgeber (18) wenigstens ein magnetisch austarierter Magnetometer dient.
9. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem
Aussenrohr (5) ein oder mehrere Gamma-Strahlen-Sensoren zugeordnet sind.
10. Zielbohrstange nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
der dem Spülkanal (3) zugeordnete Schaft (48) des Spindelkolbens (24) ausserhalb des
Spülkanalquerschnittes angeordnet ist.
1. Directional drill rod for rotating drill pipe (40, 41) with flushing passage (3),
preferably for underground operation, in which an inner tube (4) driven by the drill
pipe (40, 41) is disposed concentrically in the stationary outer tube (5) which comprises
for a hydraulic control circuit accommodated in the directional drill rod a pressure
generator (10) whose movable member is formed by the inner tube (4) or driven by an
electric motor whose drive is derived from the inner tube (4), measured values from
measuring devices accommodated in the outer tube (5) being transmitted out of the
drill hole to the control stand by means of a telemetrical means in form of the flushing
stream passing through the flushing passage (3) and a hydraulic transducer, characterized
in that the transducer comprises a spindle piston (24) for which a cutout (44) passing
radially through the inner tube (4) and the flushing passage (3) is provided and which
is guided with at least one piston (45, 49) at one side or both sides of the flushing
passage (3) in the piston cutout (44) and sealed and which traverses the flushing
passage (3) with a shank (48) and is subjected on one or both sides to the medium
of the hydraulic control circuit, all the components and assemblies following the
spindle piston (24) being accommodated in the outer tube (5). 2. Directional drill
rod according to claim 1, characterized in that the spindle piston (24) bears on one
side on a spring (26) which bears on the lower side of a piston (45), the piston cutout
(44) and on the spindle shank (48) traversing the flushing passage (3) or a coaxial
piston pin (55) on the piston side (9) opposite the spindle shank (48), the spindle
piston end face facing the spring (26) and the end face opposite the latter being
influenceable with a 2/3-way solenoid valve.
3. Directional drill rod according to claim 1 or 2, characterized in that the piston
cutout (44) is covered by a co-rotating sleeve (60) which comprises at its outer side
annular grooves (62, 63) which are sealed with respect to each other and with respect
to the inner surface of the outer tube and which are connected via transverse bores
(70, 71) in the sleeve (60) to the piston cutout (44) and transverse bores in the
outer tube to a directional control valve (11).
4. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 3, characterized in that
as measurement transducers (17, 18) both inclination meters (17) as well as direction
pickups (18), temperature, pressure and stress meters are used, which are arranged
in groups or individually at various points of the outer tube (5) or inner tube (4).
5. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 4, characterized in that
the evaluation unit disposed on the drilling platform (28) is a differential pressure
pickup (29) which is coupled to a display device (30).
6. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 5, characterized in that
the drill rod generator (8) is equipped with a rectifier as well as a voltage regulator
and voltage transformer and supplies the electronic control (16) and associated transmitter
with power.
7. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 6, characterized in that
the receiver of the differential pressure pickup (29) and the transmitter of the electronic
control (16) are synchronized and connected such that the checking of the synchronization
takes place before this measurement series.
8. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 7, characterized in that
at least one electronically supported acceleration pickup is employed as inclination
meter (17) and at least one magnetically calibrated magnetometer as directional pickup
(18).
9. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 8, characterized in that
one or more gamma ray sensors are associated with the outer tube (5).
10. Directional drill rod according to any one of claims 1 to 9, characterized in
that the shank (48) of the spindle piston (24) associated with the flushing passage
(3) is disposed outside the flushing passage cross-section.
1. Tige de forage dirigé pour ensembles de tiges rotatives de forage (40, 41) comportant
un canal de purge (3), de préférence pour exploitation au fond, dans laquelle un tube
intérieur (4) entraîné par les tiges de forage (40, 41) est disposé concentriquement
dans le tube extérieur vertical (5), lequel comporte un générateur de pression (10)
d'un système hydraulique de commande incorporé dans la tige de forage, l'organe mobile
du générateur de pression étant constitué par le tube intérieur (4) ou entraîné par
un moteur électrique, dont la commande est dérivée du tube intérieur 4, des valeurs
mesurées par des appareils de mesure installés dans le tube extérieur (5) étant transmises
entre le trou de forage et le poste de commande, par l'intermediaire d'un dispositif
télémétrique constitué par le courant de purge circulant dans le canal de purge (3)
et par un transducteur hydraulique, caractérisée en ce que le transducteur comprend
un dispositif à piston cylindrique (24), pour lequel il est prévu un évidement (44)
qui traverse radialement le tube intérieur (4) et le canal de purge (3), ce dispositif
étant guidé hermétiquement par au moins un élément de piston (45,49) sur un côté ou
sur les deux côtés du canal de purge (37) dans l'évidement pour piston (44), le dispositif
à piston (24) traversant également avec une tige de piston (48) ledit canal de purge
(37) et étant actionné sur un côté ou sur les deux côtés par le fluide du système
de commande.
Tous les organes et ensembles situés en aval du dispositif à piston cylindrique (24)
étant réunis dans le tube extérieur (5).
2. Tige de forage guidé selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le
dispositif à piston cylindrique (24) prend appui à une extrémité contre un ressort
(26) qui porte contre la face intérieur d'un élément de piston (45), contre le fond
de l'évidement (44) et contre soit la tige de piston (48) qui traverse le canal de
purge (3), soit un tenon coaxial (55) qui fait saillie sur la face (49) disposée en
regard de la tige de piston (48), les surfaces perpendiculaires des éléments de piston
cylindrique qui sont respectivement en face du ressort et à l'opposé de ce ressort
pouvant être actionnées par une électrovalve à 2 ou 3 voies.
3. Tige de forage guidé selon l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2, caractérisée
en ce que l'évidement (44) pour piston est recouvert par un manchon (60) qui tourne
solidairement avec cet évidement, ce manchon étant pourvu sur sa face extérieure de
gorges annulaire (62, 63) isolées hermétiquement entre elles et par rapport à la surface
interne du tube extérieur, ces gorges étant réliées par des passages transversaux
(70, 71) pratiqués dans le manchon (60) à l'évidement (44) pour le dispositif à piston,
et par des passages transversaux pratiqués dans le tube extérieur à un distributeur
(11).
4. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que les transducteurs (17, 18) assurent les fonctions d'inclinomètre (17) et
d'indicateur de direction (18), ou d'indicateur de température, de pression et de
tension, lesquels sont disposés par groupes ou séparément en différents points du
tube extérieur (5) ou du tube intérieur (4).
5. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée
en ce que l'unité d'exploitation des données, disposée au lieu de forage (28), est
constituée par un capteur de pression différentielle (29) relié à un instrument indicateur
(30).
6. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée
en ce que le générateur (8) incorporé à la tige de forage est pourvu d'un redresseur
de courant, d'un régulateur de tension et d'un transformateur de tension, et alimente
en énergie la commande électronique (16) et l'émetteur y associé.
7. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée
en ce que le récepteur du capteur de pression différentielle (29) et l'émetteur de
la commande électronique (16) sont synchronisés et branchés de telle sorte que le
contrôle de la synchronisation s'effectue avant cette série de mesures.
8. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée
en ce que l'inclinomètre (17) est constitué par au moins un accéléromètre électroniquement
assisté et que l'indicateur de direction (18) est constitué par au moins un magnétomètre
à tarage magnétique.
9. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée
en ce que le tube extérieur (5) est équipé d'un ou plusieurs capteurs de rayons gamma.
10. Tige de forage guidé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée
en ce que l'axe (48) du piston cylindrique (24) qui est associé au canal de purge
(3) est disposé en dehors de la section transversale du canal de purge.