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EP 0 135 877 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.12.1987 Patentblatt 1987/49 |
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Anmeldetag: 08.09.1984 |
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Fahrwerk für Schienenfahrzeuge
Running gear for railway vehicles
Train de roulement pour véhicules ferroviaires
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
19.09.1983 DE 3333751
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.04.1985 Patentblatt 1985/14 |
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Anmelder: DUEWAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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47829 Krefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Frederich, Fritz, Prof. Dr.-Ing.
D-4150 Krefeld (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere für leichte
Schienenfahrzeuge, mit zwei unabhängig voneinander mit oder auf getrennten Radachsen
rotierenden und mit diesen um separate Schwenkachsen horizontal schwenkbaren Rädern,
wobei die Schwenkbewegung beider Räder über eine Spurstange miteinander gekoppelt
ist.
[0002] Fahrwerke herkömmlicher Bauart werden als Drehgestelle mit Radsätzen ausgeführt.
Zur Erzielung hoher Fahrgeschwindigkeiten müssen die mit konventionellen Radsätzen
ausgestatteten Drehgestelle mit steifer Radsatzanlenkung ausgeführt sein, um den unerwünschten
Wellenlauf der Radsätze zu unterdrücken oder zu erschweren. Die steife Radsatzanlenkung
behindert den Lauf in engen Gleisbögen. Die Räder können keine radiale Stellung im
Gleisbogen einnehmen. Selbst die Einstellung des Drehgestells unter dem Fahrzeug kann
nur eine teilweise Radialeinstellung der Räder bewirken. Der durch diese Unvollkommenheit
entstehende Schräglauf der Räder relativ zur Schiene hat unerwünschten Verschleiß
an Rädern und Schienen zur Folge. An dieser Erscheinung ändern auch auf einer Radsatzwelle
angeordnete, unabhängig voneinander auf der Welle gelagerte und ohne gegenseitige
Drehmomentbeeinflussung drehbare Losräder nichts.
[0003] -In langen leichten Fahrzeugen werden Drehgestell-Fahrwerke nur eingesetzt, um die
teilweise und unvollkommene Einstellung der Räder in Gleisbögen zu ermöglichen. Die
im zweiachsigen Drehgestell vorhandenen zwei Radsätze sind durch das Fahrzeuggesamtgewicht
bei weitem nicht ausgelastet. Der voranlaufende Radsatz eines Drehgestells dient in
diesem Falle nur zur Steuerung der Radialeinstellung des Drehgestells im Gleisbogen.
Drehgestelle sind deshalb nicht nur für den verschleißarmen Bogenlauf nur bedingt
geeignet, sondern auch wegen des nicht notwendigen zweiten Radsatzes schwer und aufwendig.
[0004] Durch die DE-C-887 665 ist ein Fahrwerk der gattungsgemäßen Art bekannt, bei dem
zwei unabhängig voneinander auf getrennten Radachsen rotierende Räder um separate,
zwischen den beiden Rädern angeordnete Schwenkachsen horizontal schwenkbar sind. Für
jedes aus gegenüberliegenden Rädern gebildete Radpaar ist eine mechanische Steuerungseinrichtung
vorgesehen, die im wesentlichen aus einer Kupplungshälfte und einem damit verbundenen
fahrzeugseitig gelagerten Gestänge besteht. Horizontale Schwenkbewegungen der Radpaare
werden bei Kurvenfahrt durch den Einschlag der Kupplungshälften miteinander gekuppelter
Fahrzeuge erzwungen. Radpaare an nicht gekuppelten. Fahrzeugenden eines Zuges oder
von Einzelfahrzeugen können wegen der dann nicht arbeitenden Steuerungseinrichtung
keine Schwenkbewegungen ausführen.
[0005] Ferner ist der FR-A-809 635 ein über einen zentralen Drehpunkt an einem Fahrzeugaufbau
angeschlossenes Drehgestell mit Einzelrädern entnehmbar. Die separaten Achsen dieser
Räder sind um Schwenkachsen horizontal schwenkbar, deren Querabstand größer ist als
der Querabstand der Berührpunkte der Räder mit den Schienen. Eine auf die Radachsen
einwirkende, am Fahrzeugaufbau angelenkte Steuerungseinrichtung erbringt auch hier
Schwenkbewegungen der Räder.
[0006] Das durch die Erfindung zu schaffende Fahrwerk soll einerseits eine gute Führung
des Fahrzeugs im geraden Gleis auch bei sehr hohen Fahrgeschwindigkeiten ermöglichen
und andererseits in engsten Gleisbögen mit kleinen Gleisbogenhalbmessern einen verschleißarmen,
zwängungsfreien Lauf garantieren, wobei die Sicherheit der Spurführung in jedem Falle
gewährleistet sein muß.
[0007] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, den Bau leichter Fahrwerke für
Schienenfahrzeuge zu ermöglichen, die mit hohen Fahrgeschwindigkeiten auf geraden
Gleisen und in engen Gleisbögen mit geringem Verschleiß an Rädern und Schienen entgleisungssicher
betrieben werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1
genannten Merkmale gelöst.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Anordnung kann jedes Rad eines vierrädrigen Fahrzeugs oder
Fahrwerks im Gleisbogen die ideale Radialeinstellung einnehmen. Die Einstellung der
Räder des Radpaares im Gleisbogen erfolgt einerseits durch die im Gleisbogen infolge
geänderter Berührungsgeometrie zwischen Rad und Schiene entstehenden sogenannten Profilkräfte
und andererseits aufgrund der durch die Kinematik der Radbewegung entstehenden Kraftschlußkräfte
zwischen Rad und Schiene. Wenn die Schwenkachsen der Räder eines Radpaares nicht durch
die Rad/Schiene-Berührungspunkte gehen, erzeugen die Profilkräfte und die Kraftschlußkräfte
um die Schwenkachse Momente, welche eine Schwenkbewegung der Räder einleiten. Die
Schwenkbewegung kommt zum Stillstand, wenn die Momente aus Profilkräften und Kraftschlußkräften
im Gleichgewicht sind. Durch entsprechende Lage der Schwenkachse können über den Hebelarm
die Momente je für sich beeinflußt werden, ohne daß sich die Größe der auftretenden
Kräfte ändert.
[0010] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß sowohl
im geraden Gleis ein stabiler, verschleißarmer Fahrwerkslauf als auch eine ideale
Radiaieinstellung der Räder im Gleisbogen und damit ein verschleißarmer Bogenlauf
mit einer sehr einfachen, leichten Fahrwerkskonstruktion erreicht werden.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Die Figuren 1, 2 und 3 zeigen jeweils in
der Draufsicht ein Fahrzeug 1 oder Fahrwerk mit zwei Radpaaren. Die Figuren 4 und
5 zeigen mit gleichfalls zwei Radpaaren versehene drehgestellähnliche Fahrwerke und
Fig. 6 deren fahrzeugseitige Anordnung in Seitenansicht. Aus den Fig. 7 und 11 ist
eine Lenkungsfederung 11 bzw. eine Lenkungsdämpfung 12 zum Beeinflussen von horizontalen
Schwenkbewegungen eines Radpaares ersichtlich, wobei in den Fig. 8 bis 10 jeweils
ein Kraft F-Weg s-Diagramm mit unterschiedlichen Kennlinien für die Lenkungsfederung
11 nach Fig. 7 dargestellt ist.
[0012] Gemäß Fig. 1 bis 3 weist das umrißlich dargestellte Fahrzeug 1 oder Fahrwerk jeweils
vorn und hinten ein Radpaar auf. Ein Radpaar besteht aus zwei jeweils im gleichen
Abstand zur Fahrzeuglängsachse 1a angeordneten Rädern 2. Die Lagerung 3 dieser Räder
2 erfolgt auf Radachsen 5, die mit je einem Lenkhebei 4 fest verbunden sind. Die Lenkhebel
4 zweier gegenüberliegender Räder 2 eines Radpaares sind um fahrzeug- oder fahrgestellseitig
gebildete Schwenkachsen 6 horizontal drehbar und durch eine Spurstange 7 gelenkig
miteinander verbunden.
[0013] Im Beispiel nach Fig. 1 haben die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen 6 durch eine
auf die Schienen 9 eines Gleises gelegt gedachte Ebene (hier die Zeichnungsebene)
den gleichen horizontalen Abstand A von der Fahrwerks- bzw. Fahrzeuglängsmitte 1a
wie die Berührpunkte 8 der Räder 2 mit den Schienen 9 (Abstand B). In Längsrichtung
liegen die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen 6 des in Fahrtrichtung (Pfpil X) vorderen
Radpaares hinter den Berührpunkten 8 der Räder 2 mit den Schienen 9 ; die Durchstoßpunkte
der Schwenkachsen 6 des hinteren Radpaares liegen vor den Berührpunkten 8 der Räder
2 mit den Schienen 9 (siehe die Längsabstände C).
[0014] Unterschiedlich zu Fig. 1 haben gemäß Fig. 2 die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen
6 einen größeren horizontalen Abstand A von der Fahrzeuglängsmitte 1a als die Berührpunkte
8 der Räder 2 mit den Schienen 9 (Abstand B), wobei die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen
6 im gleichen Längsabstand C' von der Fahrzeugquermitte 1 b liegen wie die Berührpunkte
8 der Räder 2 mit den Schienen 9.
[0015] Nach Fig. 3 können wiederum unterschiedlich die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen
6 in bezug auf die Berührpunkte 8 der Räder 2 mit den Schienen 9 sowohl quer zur Fahrzeuglängsmitte
1a als längs zur Fahrzeugquermitte 1b versetzt angeordnet sein. Hierbei ergeben sich
die Querabstände A und B sowie die Längsabstände C, und C
2, wie dargestellt.
[0016] Zwei oder mehrere Räder 2 der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Anordnung können zu einem
drehgestellähnlichen Fahrwerk zusammengefaßt werden. Dazu ist gemäß Fig. 4 ein einteiliger
Rahmen 10 in bekannter H-förmiger Gestaltung (zwei Längsträger und ein Querträger)
vorgesehen. Alternativ ist nach Fig. 5 ein aus Hälften 10a und 10b gebildeter Rahmen
möglich, wobei die Hälften 10a und 10b über Gelenke 10c miteinander verbunden sind.
Auf diese Weise sind die Rahmenhäiften 10a und 10b um die Diagonale 10d im Hinblick
auf einen Ausgleich von Schienenunebenheiten beweglich. Sowohl der einteilige Rahmen
10 als auch die Rahmenhälften 10a und 10b weisen die Schwenkachsen 6 für die Räder
2 auf. Die Position der Schwenkachsen 6 entspricht in Fig. 4 und 5 beispielsweise
der nach Fig. 2, das heißt Abstand A größer als B ; C1 = C2. Fig. 6 zeigt die Anordnung
einteiliger Rahmen 10 oder zweiteiliger Rahmen 10a und 10b unter dem Aufbau eines
Fahrzeuges 1.
[0017] Wie aus Fig. 7 ersichtlich, kann die horizontale Schwenkbewegung der Räder 2 um die
Schwenkachsen 6 durch eine symmetrische Lenkungsfe- derun
g 11 unterstützt werden, die einerseits an der Spurstange 7 und andererseits in fahrzeugseitigen
Festpunkten 11a gehalten ist. Die Lenkungsfederung 11 ist in ihrer Charakteristik
gemäß Fig. 8 linear oder nach den Fig. 9 und 10 progressiv bzw. degressiv ausiegbar.
[0018] Zur Stabilisierung der horizontalen Schwenkbewegungen der Räder 2 um die Schwenkachsen
6 empfiehlt sich eine Lenkungsdämpfung nach Fig. 12, die ebenso mit der Spurstange
7 und fahrzeugseitigen Festpunkten 12a verbunden ist. Eine Kombination der Lenkungsfederung
11 und der Lenkungsdämpfung 12 ist ohne weiteres möglich.
1. Fahrwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere für leichte Schienenfahrzeuge, mit
zwei unabhängig voneinander mit oder auf getrennten Radachsen (5) rotierenden und
mit diesen um separate Schwenkachsen (6) horizontal schwenkbaren Rädern (2), wobei
die Schwenkbewegung beider Räder (2) über eine Spurstange (7) miteinander gekoppelt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen (6) durch eine
auf die Schienen (9) eines Gleises gelegt gedachte Ebene den gleichen oder in an sich
bekannter Weise einen größeren Abstand (A) von der Fahrzeuglängsmitte (1a) haben als
die Berührpunkte (8) der Räder (2) mit den Schienen (Abstand B), daß bei den erstgenannten
Abstandsverhältnissen (A = B) die Schwenkachsen (6) eines in Fahrtrichtung eines Fahrzeugs
(1) vorderen Fahrwerks in einem Längsabstand (C2-C, = C > 0) hinter den Berührpunkten (8) der Räder (2) mit den Schienen (9) und eines
in Fahrtrichtung hinteren Fahrwerks in einem Längsabstand (C) vor den Berührpunkten
(8) der Räder (2) mit den Schienen (9) angeordnet sind, und daß bei den oben zweitgenannten
Abstandsverhältnissen (A > B) die Schwenkachsen (6) entweder im gleichen Längsabstand
(C, = C2) von der Fahrzeugquermitte (1b) liegen wie die Berührpunkte (8) der Räder (2) mit
den Schienen (9) oder einen kleineren Längsabstand (C, < C2) von der Fahrzeugquermitte (1b) haben als die Berührpunkte (8) der Räder (2) mit
den Schienen (9).
2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem mit mindestens
zwei Fahrwerken ausgerüsteten Fahrzeug (1) die Durchstoßpunkte der Schwenkachsen (6)
aller Fahrwerke des Fahrzeuges (1) in gleicher Weise zu den Berührpunkten (8) der
Räder (2) mit den Schienen (9) angeordnet sind.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere
der um separate Schwenkachsen (6) schwenkbaren Räder (2) zu einem drehgestellähnlichen
Fahrwerk in einem ein- oder mehrteiligen Rahmen (10 bzw. 10a und 10b) zusammengefaßt
sind.
4. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale
Schwenkbewegung der Räder (2) um die Schwenkachsen (6) durch eine symmetrische Lenkungsfederung
(11) unterstützt wird, die eine lineare oder eine nichtlineare progressive/degressive
Kennlinie aufweist.
5. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale
Schwenkbewegung der Räder (2) um die Schwenkachsen (6) durch eine Lenkungsdämpfung
(12) stabilisiert wird.
6. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegung
der Räder (2) um die Schwenkachsen (6) sowohl gefedert als auch gedämpft ist.
7. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurstange
(7) kürzer ist als der horizontale Querabstand (A + A) der Durchstoßpunkte der Schwenkachsen
(6) voneinander.
1. An undercarriage for rail vehicles, in particular for light rail vehicles, with
two wheels which rotate independently of one another or on separate wheel axles (5)
and are horizontally rotatable with the latter about separate axes of rotation (6),
the rotation of both wheels (2) being coupled to one another [sic] via a tie bar (7),
characterised in that the points of intersection of the axes of rotation (6) by a
hypothetical plane drawn on the rails (9) of a track have the same distance, or in
a manner known per se, a greater distance (A) from the longitudinal centre of the
vehicle (1a) than the points of contact (8) of the wheels (2) with the rails (distance
B), in that in the case of the first distance ratios (A = B) the axes of rotation
(6) of an undercarriage, which is at the front in the direction of travel of a vehicle
(1), are disposed at a longitudinal distance (C2-C, = C > 0) behind the points of contact (8) of the wheels (2) with the rails (9),
and in that in the case of the second distance ratios (A > B) the axes of rotation
(6) are either at the same longitudinal distance (C1 = C2) from the transverse centre
(1b) of the vehicle as the points of contact (8) of the wheels (2) with the rails
(9) or at a smaller longitudinal distance (C, < C2) from the transverse centre (1 b) of the vehicle than the points of contact (8) or
the wheels (2) with the rails (9).
2. An undercarriage according to claim 1, characterised in that in the case of a vehicle
(1) equipped with at least two undercarriages the points of intersection of the axes
of rotation (6) of all undercarriages of the vehicle (1) are arranged in the same
manner with respect to the points of contact (8) of the wheels (2) with the rails
(9).
3. An undercarriage according to claim 1 or 2, characterised in that two or more of
the wheels (2) rotating about separate axes of rotation (6) are combined into an undercarriage
like three supports in a one- or two-part frame (10 or 10a and 10b).
4. An undercarriage according to one of claims 1 to 3, characterised in that the horizontal
rotation of the wheels (2) about the axes of rotation (6) is supported by a symmetrical
steering suspension (11) having a linear or non-linear progressive/degressive characteristic
curve.
5. An undercarriage according to one of claims 1 to 4, characterised in that the horizontal
rotation of the wheels (2) about the axes of rotation (6) is stabilised by a steering
absorption (12).
6. An undercarriage according to one of claims 1 to 5, characterised in that the horizontal
rotation of the wheels (2) about the axes of rotation (6) is both suspended and absorbed.
7. An undercarriage according to one of claims 1 to 6, characterised in that the tie
bar (7) is shorter than the horizontal transverse distance (A + A) of the points of
intersection of the axes of rotation (6) from one another.
1. Train de roulement pour véhicules ferroviaires, particulier pour véhicules ferroviaires
légers, muni de deux roues (2) tournant indépendamment l'une de l'autre avec ou sur
des axes de roue séparés (5) et pouvant pivoter horizontalement avec ceux-ci autour
d'axes de pivotement séparés, le mouvement de pivotement des deux roues (2) étant
couplé par l'intermédiaire d'une barre d'accouplement (7), caractérisé en ce que les
points de percée des axes de pivotement (6) à travers un plan imaginaire posé sur
les rails d'une voie présentent la même distance ou de manière en elle-même connue
une plus grande distance (A) au milieu (1a) du véhicule que les points de contact
(8) des roues (2) avec les rails (distance B), en ce que dans les conditions de distance
mentionnées en premier lieu (A = B) les axes de pivotement (6) d'un train de roulement
situé en avant dans le sens de marche d'un véhicule (1) sont disposés à une distance
longitudinale (C2-C, = C > 0) derrière les points de contact (8) des roues (2) avec les rails (9) et
ceux d'un train de roulement situé en arrière dans le sens de la marche, à une distance
longitudinale (C) devant les points de contact (8) des roues (2) avec les rails (9),
et en ce que dans les conditions de distance mentionnées en deuxième lieu ci-dessus
(A > B), les axes de pivotement (6) sont situés soit à la même distance longitudinale
(C, = C2) du milieu (1 b) du véhicule que les points de contact (8) des roues (2) avec les
rails (9) ou ont une plus petite distance longitudinale (C, < C2). au milieu (1 b) du véhicule que les points de contact (8) des roues (2) avec les
rails (9).
2. Train de roulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le cas
d'un véhicule (1) équipé d'au moins deux trains de roulement, les points de percée
des axes de pivotement (6) de tous les trains de roulement du véhicule (1) sont disposés
de la mêne manière relativement aux points de contact (8) des roues (2) avec les rails
(9).
3. Train de roulement selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que
deux ou plusieurs des roues (2) pouvant pivoter autour d'axes de pivotement séparés
(6) sont rassemblés en un train de roulement analogue à un bogie, dans un cadre en
une ou plusieurs parties (10 ; 10a et 10b).
4. Train de roulement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
le mouvement horizontal de pivotement des roues (2) autour des axes de pivotement
(6) est soutenu par une suspension symétrique de direction (11) qui présente une caractéristique
linéaire ou une caractéristique non linéaire progressive/dégressive.
5. Train de roulement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
le mouvement horizontal de pivotement des roues (2) autour des axes de pivotement
(6) est stabilisé par un amortissement de direction (12).
6. Train de roulement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
le mouvement de pivotement des roues (2) autour des axes de pivotement (6) est aussi
bien suspendu sur ressorts qu'amorti.
7. Train de roulement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
la barre d'accouplement (7) est plus courte que la distance transversale horizontale
(A + A) entre les points de percée des axes de pivotement (6).