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(11) |
EP 0 136 638 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.12.1988 Patentblatt 1988/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.09.1984 |
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Spannverschluss
Toggle-type fastener
Fermeture à genouillère
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
30.09.1983 CH 5327/83
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.04.1985 Patentblatt 1985/15 |
| (73) |
Patentinhaber: STILO AG |
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CH-9055 Bühler (CH) |
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Erfinder: |
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- Hengartner, Bruno
CH-9012 St. Gallen (CH)
- Kriemler, Edi
CH-9055 Bühler (CH)
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| (74) |
Vertreter: Troesch, Hans Alfred et al |
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Troesch Scheidegger Werner AG
Siewerdtstrasse 95
Postfach CH-8050 Zürich CH-8050 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 107 970 DE-C- 702 859 US-A- 2 793 892
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CH-A- 298 447 FR-A- 822 260
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindugg betrifft einen Spannverschluss nach dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] Aus der DE-PS 25 296 ist ein Fensterverschluss bekannt, bei dem ein bezüglich einer
Drehachse drehbewegliches Betätigungsorgan vorgesehen ist, an welchem gegensinnig
bewegte Verriegelungsorgane schwenkbar gelagert sind, welche bei Drehbewegung des
Betätigungsorganes in einer Komponente linear verschoben werden. Gemäss der dieser
Technik zugrunde liegenden Aufgabe für Fensterverschlüsse, ist die Arbeitsstellung
des Verschlusses durch weitmöglichstes Auseinandertreiben der gegensinnig bewegten
Verriegelungsorgane gegeben. In dieser Stellung liegen die am Betätigungsorgan schwenkbeweglich
gelagerten, gegensinnig bewegten Verriegelungsorgane an einem koaxiaien Bolzen am
Betätigungsorgan an und zwar entlang schiefwinkligen Flächen bezüglich der in dieser
Stellung auf die Verriegelungsorgane rückwirkenden Beanspruchung. Die Schwenklager
der Verriegelungsorgane am Betätigungsorgan bleiben somit durch die rückwirkende Beanspruchung
beansprucht und der Verschluss ist in Arbeitsstellung in einem labilen Gleichgewichtszustand,
die Reaktionsmomente sind öffnend.
[0003] In der DE-PS-9 696 ist ebenfalls ein Fensterverschluss dargestellt mit einem Drehbetätigungsorgan,
woran gegensinnig bewegte Verriegelungsorgane schwenkgelagert sind. In Arbeitsstellung
dieses Verschlusses sind die Schwenklager zwischen Verriegelungsorganen und Betätigungsorgan
in Richtung der rückwirkenden Beanspruchung ausgerichtet, und nehmen diese zur Gänze
auf, wobei der Verschluss in Arbeitsstellung ebenfalls, was die Reaktionsmomente anbelangt,
in einem labilen Zustand steht.
[0004] Aus der FR-PS-8 22 260 ist weiter ein Verschluss der im Oberbegriff von Anspruch
1 angegebenen Gattung bekannt. Die schwenkgelagerten Partien der Verriegelungsorgane
sind so ausgeformt, dass, in Arbeitsstellung des Verschlusses, die Organe an einer
geneigten Ebene aneinander anliegen, mit Bezug auf die Richtung der rückwirkenden
Beanspruchung. Damit stützen sich die Verriegelungsorgane in Arbeitsstellung gegenseitig
und nach Massgabe des Neigungswinkels ihrer Kontaktierungsebene mit Bezug auf die
Beanspruchungsrichtung teilweise ab. Wegen der Neigung der Verriegelungsorgan-Kontaktflächen
ergibt sich jedoch auch bei diesem Verschluss eine nur teilweise Entlastung der Schwenklager
in der Arbeitsstellung.
[0005] Aus der DE-C 702 859 ist ebenfalls ein Spannverschluss der im Oberbegriff von Anspruch
1 spezifizierten Art, als Kettenspannschloss für Gleitschutzketten ausgebildet, bekannt
geworden. Auch hier liegen Stützflächen der das Paar bildenden Verriegelungsorgane,
in Arbeitsstellung, d.h. bei gespanntem Verschluss, bezüglich der Beanspruchung auf
die Verriegelungsorgane, in einer schiefen Ebene, womit-die Schwenklager der Verriegelungsorgane
nur teilweise entlastet werden.
[0006] Die vorliegende Erfindung setzt sich nun zum Ziel, einen Spannverschluss eingangs
genannter Art so weiterzubilden, dass, in Arbeitsstellung, die Schwenklager zwischen
Verriegelungsorganen und Betätigungsorgan von der Reaktionsbeanspruchung entlastet
sind. Dies wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 erreicht.
Dadurch wird eine vollständige Entlastung der Schwenklager erreicht. Um nun zusätzlich
zu erwirken, dass der Verschluss in Arbeitsstellung in einem stabilen Zustand ist,
d.h. Reaktionsmomente auf den Verschluss weiter verschliessend einwirken, wird vorgeschlagen,
den Verschluss nach Anspruch 3 weiterzubilden.
[0007] Dies wird vorzugsweise nach dem Wortlaut von Anspruch 4 erreicht.
[0008] Wird im weiteren am Betätigungsorgan ein Betätigungsgriff gemäss Anspruch 6, so wird
ein Verschluss geschaffen, der nur wenig Raum einnimmt, insbesondere für seine Betätigung,
da der Betätigungsgriff praktisch in der Ebene des Betätigungsorgans geschwenkt werden
kann.
[0009] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand einer Figur erläutert.
[0010] Diese zeigt die Aufsicht auf einen erfindungsgemässen Spannverschluss.
[0011] Ein stabförmiger Spannhebel 1 ist endständig fest mit einem plattenförmigen Verbindungsteil
3 verbunden, auf welchem Büchsen oder Bolzen zweier Schwenklager 5 resp. 7 fest angeordnet
sind. Auf diesen Büchsen resp. Bolzen reiten entsprechende Bolzen oder Büchsen je
eines Zugankers 9 resp. 11. Die derart gelagerten Ankerenden sind hakenförmig ausgebildet
und weisen je mit Bezug auf die jeweilige Zugrichtung S senkrecht ausgerichtete Stützflächen
13 resp. 15 auf.
[0012] In der ausgezogen eingetragenen Stellung des Spannhebels 1, entsprechend gespanntem
Verschluss, im Gegensatz zu den gestrichelt eingetragenen Stellungen der Anker 9 und
11 hintergreifen sich die hakenförmigen Ankerenden, derart, dass die Stützflächen
13 und 15 kraftschlüssig aneinander zu liegen kommen und gegenseitig den Zug in Richtung
S aufnehmend, die Lager 5 resp. 7 entlasten. Je nach Anwendung wird der dargestellte
Spannverschluss freischwebend montiert, d.h. lediglich über die Anker 11 resp. 9 und
die damit zu verspannenden, selber gelagerten Teile, oder der Verbindungsteil 3 kann
beispielsweise, wie bei 17 gestrichelt eingetragen, selbst schwenkbar, zentral gelagert
sein. Bei Schliessen des Spannverschlusses durch Schwenken des Spannhebels 1 aus geöffneter
Stellung in Richtung F in die ausgezogen dargestellte Schliesstellung, muss beim zur
Auflagekommen der beiden hakenförmig umgebogenen Ankerenden ein Momentenmaximum überwunden
werden, wonach der Verschluss in die stabile Schliesstellung praktisch selbsttätig,
einrastet.
[0013] Um allenfalls die Überwindung des Momentenmaximums zu erleichtern, kann, wie in der
Figur schematisch dargestellt, mit den Ankern 9 bzw. 11 je ein Federorgan 19 wirkverbunden
sein, derart, dass dieses Federorgan 19 einerseits an den Ankern 9 bzw. 11 abgestützt
ist, anderseits an den mit dem Verschluss zu verspannenden Teilen 21, womit das Momentenmaximum,
das zu überwinden ist, durch die Charakteristik der Druckfedern 19 bestimmt werden
kann.
[0014] Müssen durch den Verschluss Druckkräfte aufgenommen werden, so werden zur Lagerentlastung
die Anker so gelagert, dass in Schliesstellung äussere Hakenflächen 13a, 15a aneinanderliegen.
1. Spannverschluss, bei dem eine Drehbewegung eines Betätigungsorgans (3) bezüglich
einer Drehachse in eine lineare Spann-Verschiebungskomponente (S) eines Paares gegensinnig
bewegter Verriegelungsorgane (9, 11) umgesetzt wird, wobei die Verriegelungsorgane
(9, 11) am Betätigungsorgan (3) schwenkgelagert sind und, in Arbeitsstellung, mit
je einer Stützfläche (13, 15) sich aneinander abstützen, dadurch gekennzeichnet, dass,
in Arbeitsstellung, die Stützflächen (13, 15) senkrecht zur Richtung der linearen
Spann-Verschiebungskomponente (S) sich aneinander abstützen, derart, dass eine Beanspruchung
der Verriegelungsorgane (9, 11) in Richtung der Komponente (S) von den Stützflächen
(13, 15) aufgenomnen wird.
2. Spannverschluss nach Anspruch 1, bei dem die Verriegelungsorgane in der Arbeitsstellung
unter von den Schwenklagern (7) weggerichtetem Reaktionszug stehen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungsorgane (9, 11) hakenförmig ausgebildet sind und sich in Arbeitsstellung
hintergreifen.
3. Spannverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er unter Überwindung
eines Verschliessmoment-Maximums von Ruhe- in Arbeitsstellung gebracht wird.
4. Spannverschluss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklager
(5, 7) bezüglich der Drehachse (17) so exzentrisch angeordnet sind, dass eine Beanspruchung
der Verriegelungsorgane (9, 11) in Arbeitsstellung und in Richtung der Verschiebungskomponente,
auf das Betätigungsorgan (3) ein letzteres in Arbeitsstellung haltendes Moment ausübt.
5. Spannverschluss nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklager
(5, 7) bezüglich der Achse (17) axialsymmetrisch angeordnet sind.
6. Spannverschluss nach einem d."r Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, das;; am Betätigungsorgan (3) ein Betätigungsgriff
(1) mindestens vornehmlich radial vorsteht.
7. Spannverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsorgane (9, 11) gegen die Kraft einer Federanordnung (19) in Arbeitsstellung
bringbar sind.
8. Spannverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungsorgan (3) drehbeweglich an einer ortsfesten Drehachse gelagert ist.
9. Spannverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnnt, dass
die Verriegelungsorgane (9, 11) fest mit Verriegelungsstangen verbunden sind.
1. Tensioning fastener in which a rotary movement of an operating member (3) in relation
to an axis of rotation is converted into a linear tensioning displacement component
(S) of a pair of locking members (9, 11) moved in opposite directions, said locking
members (9, 11) being pivotally mounted on the operating member (3) and supported
in the working position one against the other by respective supporting surfaces (13,
15), characterized in that in the working position the supporting surfaces (13, 15)
are supported one against the other at right angles to the direction of the linear
tensioning displacement component (S), in such a manner that the stressing of the
locking'members (9, 11) in the direction of the component (S) is taken by the supporting
surfaces (13, 15).
2. Tensioning fastener according to Claim 1, in which the locking members are subjected
in the working position to a reaction pull directed away from the pivot bearings (7),
characterized in that the locking members (9, 11) are hook-shaped and engage one behind
the other in the working position.
3. Tensioning fastener according to Claim 1 or 2, characterized in that it is brought
from the position of rest to the working position by overcoming a closing moment maximum.
4. Tensioning fastener according to Claim 3, characterized in that the pivot bearings
(5, 7) are arranged eccentrically relative to the axis of rotation (17) in such a
manner that the stressing of the locking members (9, 11) in the working position and
in the direction of the displacement component applies to the operating member (3)
a moment holding the latter in the working position.
5. Tensioning fastener according to Claim 3 or 4, characterized in that the pivot
bearings (5, 7) are disposed with axial symmetry relative to the axis (17).
6. Tensioning fastener according to one of Claims 1 to to 5, characterized in that
an operating handle (1) projects at least mainly radially from the operating member
(3).
7. Tensioning fastener according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the
locking members (9, 11) are adapted to be brought into the working position against
the force of a spring arrangement (19).
8. Tensioning fastener according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the
operating member (3) is mounted for rotational movement on a stationary axis of rotation.
9. Tensioning fastener according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the
locking members (9, 11) are made fast to locking rods.
1. Fermeture à genouillère, dans laquelle un mouvement de rotation d'un organe de
manoeuvre (3) par rapport à un axe de rotation est transformé en une composante linéaire
(S) d'un mouvement de coulissement forcé d'une paire d'organes de verrouillage (9,
11) déplacés dans des sens mutuellement opposés, les organes de verrouillage (9, 11)
étant montés pivotants sur l'organe de manoeuvre (3) et portant l'un contre l'autre,
en position de travail, par une surface d'appui respective (13,15), caractérisée en
ce que, dans la position de travail, les surfaces d'appui (13, 15) viennent s'appliquer
l'une contre l'autre perpendiculairement à la direction de la composante linéaire
(S) du mouvement de coulissement forcé de telle façon qu'une sollicitation des organes
de verrouillage (9, 11) dans la direction de la composante (S) soit absorbée par les
surfaces d'appui (13,15).
2. Fermeture à genouillère selon la revendication 1, dans laquelle les organes de
verrouillage sont, dans la position de travail, soumis à une force de réaction agissant
en traction, dans une direction opposée aux paliers de pivotement (7), caractérisée
en ce que les organes de verrouillage (9, 11) sont réalisés sous la forme de crochets
et s'engagent l'un derrière l'autre dans la position de travail.
3. Fermeture à genouillère selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'elle
est amenée de la position de repos à la position de travail par dépassement d'un couple
maximum de fermeture.
4. Fermeture à genouillère selon la revendication 3, caractérisée en ce que les paliers
de pivotement (5, 7) sont disposés, par rapport à l'axe de rotation (17), dans des
positions excentrées telles qu'une sollicitation des organes de verrouillage (9, 11)
dans la position de travail et dans la direction de la composante du mouvement de
coulissement, exerce sur l'organe de manoeuvre (3) un couple maintenant ce dernier
dans la position de travail.
5. Fermeture à genouillère selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que les
paliers de rotation (5, 7) sont disposés dans des positions symétriques par rapport
à l'axe (17).
6. Fermeture à genouillère selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce
qu'une poignée de manoeuvre (1) fait saillie sur l'organe de manoeuvre (3) au moins
dans une direction principalement radiale.
7. Fermeture à genouillère selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce
que les organes de verrouillage (9, 11) peuvent être amenés dans la position de travail
en s'opposant à la force d'un dispositif à ressort (19).
8. Fermeture à genouillère selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce
que l'organe de manoeuvre (3) est monté mobile en rotation sur un axe de rotation
à position fixe.
9. Fermeture à genouillère selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce
que les organes de verrouillage (9, 11) sont reliés rigidement à des tiges de verrouillage.
