Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abstreifvorrichtung mit den Merkmalen, die im Gattungsteil
des Anspruchs 1 angegeben sind. Eine Vorrichtung dieser Art ist z. B. durch die Druckschrift
US-A-3 158 498 bekannt geworden. Danach handelt es sich um eine Vorrichtung zum Abstreifen
überschüssiger Streichmasse von einer laufenden, mit der Streichmasse beschichteten
Warenbahn, z. B. Papierbahn. Das Abstreifen erfolgt mittels einer Rakel, die eine
elastische Klinge aufweist. Diese Rakel kann in zwei verschiedenen Formen ausgeführt
sein : Entweder besteht sie allein aus der elastischen Klinge. In diesem Falle wird
die Klinge selbst mit inrem freien Ende an die Warenbahn angedrückt. Oder die Rakel
ist aus einer Klinge und aus einer am freien Ende der Klinge befestigten Rollrakel
zusammengesetzt. In diesem Fall wird die Rollrakel an die Warenbahn angedrückt. In
beiden Fällen wird die Klinge beim Andrücken an die Warenbahn mehr oder weniger verformt.
[0002] Der Zweck einer solchen Abstreifvorrichtung ist es, beim Beschichten einer Warenbahn
mit Streichmasse eine möglichst gleichmäßige Schichtdicke zu erzielen. Dabei soll
die Schichtdicke einstellbar sein, beispielsweise durch Verändern der Kraft, mit welcher
die Rakel an die Warenbahn angedrückt wird.
[0003] Die Warenbahn kann an der Stelle, wo die überschüssige Streichmasse abgestreift wird,
über eine drehbare Walze oder über eine feststehende Stützvorrichtung laufen. Oder
die Warenbahn läuft zwischen zwei symmetrisch angeordneten Abstreifvorrichtungen hindurch,
wenn sie zuvor gleichzeitig auf beiden Seiten beschichtet worden ist.
[0004] Stand der Technik
1. Wochenblatt für Papierfabrikation 1980, Seiten 781 bis 783 ;
2. Pulp Paper International, April 1976, Seiten 67 bis 69 ;
3. DE-PS 24 35 527 = GB-PS 1 424 150 ;
4. Wochenblatt für Papierfabrikation 1980, Seiten 271 bis 276 ;
5. DE-PS 28 25 907 = US-PS 4 220 113 ;
6. DE-OS 30 17 274 = US-PS 4 375 202 ;
7. US-PS 4 309 960 ;
8. DE-PS 29 31 800 = US-PS 4 335 675.
[0005] Aus der Abbildung 3 der Druckschrift 1 erkennt man folgendes : Die Klinge, die unter
der Anpreßkraft verformt wird, bildet an ihrer Spitze mit der Warenbahn den sogenannten
Klingenarbeitswinkel. An alle Abstreifvorrichtungen der hier in Rede stehenden Art
wird die Forderung gestellt, daß dieser Klingenarbeitswinkel unverändert bleibt, wenn
man die Anpreßkraft variiert. Dies ist wichtig aus den folgenden Gründen :
a) Wenn die Klinge selbst an die Warenbahn angedrückt wird, dann hat die Klinge an
ihrer Spitze eine schräg angeschliffene Klingenstreichfläche. Aus Abbildung 6 der
Druckschrift 1 geht hervor, daß diese Klingenstreichfläche stets parallel zur Bahnoberfläche
sein muß. Wenn nämlich die Klinge nur mit einer Kante gegen die laufende Bahn angedrückt
wird, leidet die Qualität der Beschichtung.
b) Falls die Klinge an ihrer Spitze eine Rollrakel trägt, ist zu beachten, daß der
Rollrakelstab bekanntlich in einem Rakelbett ruht. Somit bestünde die Gefahr, daß
das Rakelbett mit der laufenden Bahn in Kontakt kommt, wenn sich der Klingenarbeitswinkel
beim Variieren der Anpreßkraft ändern würde.
[0006] Die verschiedenen, aus den obengenannten Druckschriften bekannten Konstruktionen
haben alle das gemeinsame Merkmal, daß der Rakeltragbalken um eine erste Schwenkachse
verschwenkt werden kann, die quer zur Bahnlaufrichtung möglichst nahe bei der Angriffslinie
der Rakel an der Warenbahn verläuft. Diese Schwenkbarkeit ist erforderlich, um die
Grundeinstellung der Rakel variieren zu können, zwecks Anpassung an verschiedene Bahnsorten,
Beschichtungsmassen oder an unterschiedliche Rakel-Ausführungen. Der oben schon erwähnte
Klingenarbeitswinkel ergibt sich somit aus dieser Grundeinstellung und aus der aufgebrachten
Anpreßkraft.
[0007] Die obengenannte Forderung, den Klingenarbeitswinkel beim Variieren der Anpreßkraft
unverändert zu halten, wird bei den bekannten Konstruktionen mit Hilfe ganz unterschiedlicher
Maßnahmen und mit unterschiedlichem Erfolg erfüllt.
[0008] Bei der bekannten Vorrichtung gemäß den Druckschriften 1 bis 3 hat der Rakeltragbalken
- im Querschnitt gesehen - zwischen dem Angriffspunkt der Rakel an der laufenden Bahn
und dem Angriffspunkt der Stützleiste an der Klinge eine zusätzliche Schwenkachse
(D). (Die Stützleiste ist dort an einer Verlängerung der Klingen-Einspannvorrichtung
angeordnet). Wird der Rakeltragbalken um diese zusätzliche Schwenkachse verschwenkt,
so ändert sich (unter Verformung der Klinge) die Anpreßkraft, wobei der Klingenarbeitswinkel
konstant bleibt. Diese günstige Wirkung besteht jedoch - beim Arbeiten allein mit
der Klinge, d. h. ohne Rollrakel- nur solange die Klinge nicht oder nur wenig abgenutzt
ist. Die Abnutzung der Klinge ist bei allen Klingen-Abstreifvorrichtungen unvermeidbar
; die Lebensdauer einer Klinge beträgt im allgemeinen etwa zwischen 1 Stunde und 10
Stunden. Die aus den Druckschriften 1 bis 3 bekannte Vorrichtung hat also den Nachteil,
daß nach einer bestimmten Abnutzung der Klinge das Konstanthalten des Klingenarbeitswinkels
beim Variieren der Anpreßkraft nicht mehr im gewünschten Maße gelingt. Man ist somit
gezwungen, die abgenutzte Klinge früher gegen eine neue Klinge auszutauschen als es
an sich notwendig wäre. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht
darin im folgenden : Wenn die Klinge schon bis zu einem gewissen Grad abgenutzt ist,
dann muß - zur Erhöhung der Anpreßkraft um einen bestimmten Betrag - der Rakeltragbalken
um einen größeren Winkel (um die genannte zusätzliche Schwenkachse D) geschwenkt werden
als bei neuer Klinge. Mit anderen Worten : Der Verstellbereich der Anpreßkraft ist
in dem genannten Fall zu klein.
[0009] Aus der Druckschrift 2 ist die konstruktive Gestaltung der bekannten Vorrichtung
erkennbar : Der Rakeltragbalken ist an beiden Enden in einer Exzenterscheibe gelagert.
Die Achse dieser Lagerung ist die obengenannte zusätzliche Schwenkachse (D). Jede
der Exzenterscheiben ist in einer Tragstütze gelagert. Die Achse dieser Lagerung ist
die eingangs erwähnte erste Schwenkachse, die möglichst nahe an der Angriffslinie
der Rakel an der Warenbahn liegt.
[0010] Bei einer anderen bekannten Konstruktion gemäß den Druckschriften 4 und 5 ist die
Stützleiste am Rakeltragbalken befestigt, während als Einspannvorrichtung für die
Klinge ein zusätzicher Balken vorgesehen ist, der im Klingentragbalken verschiebbar
angeordnet ist. Die Verschiebeebene und die durch die unbelastete Klinge bestimmte
Ebene bilden einen spitzen Winkel. Aus den Abbildungen 8 und 9b der Seite 273 der
Druckschrift 4 ist folgendes ersichtlich : Bei einer solchen Verschiebung der Klingeneinspannvorrichtung
hat man zwar den Vorteil, daß die Anpreßkraft in einem ziemlich großen Bereich verstellt
werden kann. Ein Nachteil ist jedoch, daß der Klingenarbeitswinkel nicht exakt gleich
bleibt. Zumindest bei einer starken Veränderung der Anpreßkraft ergibt sich auch eine
gewisse Veränderung des Klingenarbeitswinkels.
[0011] Letzteres trifft auch zu für die weitere, aus der Druckschrift 6 bekannte Konstruktion
; siehe Figur 1. Die Klingeneinspannvorrichtung ist dort nicht entlang einer Ebene
verschiebbar, sondern um eine zusätzliche Achse schwenkbar.
[0012] Bei der bekannten Konstruktion gemäß Druckschrift 7 ist die Stützleiste (6) auf einem
zusätzlichen Balken (8) angeordnet, der schwenkbar auf dem Rakeltragbalken befestigt
ist. Das Variieren der Anpreßkraft erfolgt dort durch Verschwenken der Stützleiste
und durch die damit verbundene Formänderung der Klinge. Damit bei einem solchen Variieren
der Anpreßkraft der Klingenarbeitswinkel gleich bleibt, sind dort die folgenden Maßnahmen
getroffen : Der Antrieb für die Schwenkeinrichtung des Rakeltragbalkens kann mittels
einer Steuereinrichtung in Abhängigkeit von der Formänderung der Klinge betätigt werden,
und zwar in einem solchen Maße, daß der Klingenarbeitswinkel unverändert bleibt. Diese
Konstruktion kann zwar die obengenannte Forderung (Konstanthalten des Klingenarbeitswinkels
beim Variieren der Anpreßkraft) im Prinzip erfüllen. Von Nachteil ist auch manchmal,
daß das Nach-Schwenken des Rakeltragbalkens auf eine Formänderung der Klinge mit einer
gewissen Verzögerung erfolgt.
[0013] Bei der schließlich noch bekannten Konstruktion gemäß Druckschrift 8 ist vorgesehen,
zur Änderung der Klingenanpreßkraft den gesamten Rakeltragbalken (6) zusammen mit
seinen beidseitigen Tragstützen (9) um kleine Beträge relativ zur Gegenwalze zu verstellen.
Hierbei werden die Tragstützen (9) um eine in großer Entfernung von der Klinge befindliche
Schwenkachse (10) geschwenkt. Ein Nachteil dieser Konstruktion ist, daß hierbei auch
die eingangs genannte erste Schwenkachse des Rakeltragbalkens verstellt wird, die
sich möglichst nahe an der Angriffslinie der Rakel an der Warenbahn befinden soll.
Diese zuletzt genannte Forderung kann also bei der Konstruktion gemäß Druckschrift
5 nicht dauernd erfüllt werden. Auch fehlt eine Einrichtung zum Konstanthalten des
Klingenarbeitswinkels beim Variieren der Anpreßkraft. (Man könnte zu diesem Zweck
die oben beschriebene, aus der Druckschrift 7 bekannte Steuereinrichtung anwenden.)
Erläuterung des erfindungsgemäßen Lösungsprinzips.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abstreifvorrichtung mit den Merkmalen
des Gattungsteils des Anspruchs 1 zu schaffen, die - unter Beibehaltung des Merkmals,
daß sowohl die Stützleiste als auch die Klingeneinspannvorrichtung starr am Rakeltragbalken
befestigt sind - ein möglichst genaues und verzögerungsfreies Konstanthalten des Klingenarbeitswinkels
beim Variieren der Anpreßkraft gestattet, und zwar auch dann, wenn die Anpreßkraft
in einem sehr großen Bereich variiert wird und auch dann, wenn die Klinge schon verhältnismäßig
stark abgenutzt ist. Mit anderen Worten : Es ist Aufgabe der Erfindung, daß die folgenden
Forderungen gleichzeitig und gemeinsam erfüllt werden :
1. Der Klingenarbeitswinkel soll beim Variieren der Anpreßkraft möglichst exakt konstant
gehalten werden.
2. Beim Arbeiten mit der Klinge allein (ohne Rollrakel) soll ein Betrieb auch mit
schon stark abgenutzter Klinge möglich sein ; d. h. die Benutzungsdauer der Klinge
soll möglichst hoch sein.
3. Die Anpreßkraft soll in einem möglichst großen Bereich variierbar sein, auch bei
schon abgenutzter Klinge.
4. Die einfache Bauweise des bekannten Rakeltragbalkens mit daran starr befestigter
Stützleiste und Klingen-Einspannvorrichtung soll beibehalten werden.
[0015] Zusätzliche Forderungen werden weiter unten erläutert.
[0016] Die gestellte Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale f und g des
Anspruchs 1.
[0017] Die im Merkmal f angegebene Verstellbarkeit des Rakeltragbalkens (quer zur Richtung
der Erstreckung der Klinge) erlaubt es, die Anpreßkraft der Rakel an die Bahn zu variieren.
Insoweit besteht Ähnlichkeit mit der bekannten Bauweise gemäß Druckschrift 8. Abweichend
von dieser erfolgt jedoch bei der Erfindung das genannte Verstellen des Rakeltragbalkens
ohne Verschwenken der Tragstützen ; d. h. die Lage der ersten, mit der Rakelangriffslinie
möglichst genau zusammenfallenden Schwenkachse des Rakeltragbalkens bleibt ortsfest.
[0018] Ein weiterer zur Lösung der gestellten Aufgabe notwendiger Schritt ist die im Merkmal
g des Anspruchs 1 angegebene Koppelung des Schwenkantriebs (für das Verschwenken des
Rakeltragbalkens um die genannte erste Schwenkachse) und des Stellantriebs (für das
im Merkmal f erwähnte Verstellen des Rakeltragbalkens) für eine entsprechend kombinierte
Bewegung des Rakeltragbalkens. Diese Koppelung muß nicht unbedingt mechanischer Art
sein, (obwohl diese bevorzugt wird). Denkbar ist vielmehr auch eine elektrische Koppelung
zweier separater Antriebsmotoren. Entscheidend ist nur, daß bei einem Variieren der
Anpreßkraft (der Rakel an die laufende Bahn) beide Antriebe gemeinsam aktiv sind,
so daß der Rakeltragbalken eine (durch die beiden Antriebe ausgelöste) kombinierte
Bewegung ausführt.
[0019] Man braucht nun lediglich die Geschwindigkeiten der beiden Einzelbewegungen derart
aneinander anzupassen, daß eine Änderung der Anpreßkraft um einen genau definierten
Betrag gekoppelt ist mit einem Verschwenken des Rakeltragbalkens um einen genau definierten
Winkel. Mit anderen Worten : Die beiden Einzelbewegungen werden derart aufeinander
abgestimmt, daß während einer Änderung der Anpreßkraft der Klingenarbeitswinkel vollkommen
unverändert bleibt.
[0020] Wie schon erwähnt, bleibt die erste Schwenkachse des Rakeltragbalkens stets ortsfest,
gleichgültig welche Anpreßkraft man einstellt. Dadurch bleibt der Vorteil der aus
den Druckschriften 1 bis 3 bekannten Konstruktion erhalten, daß man bei jeder eingestellten
Anpreßkraft den Klingenarbeitswinkel - falls erforderlich - verändern kann (durch
Verschwenken des Rakeltragbalkens um die erste Schwenkachse), ohne daß sich hierbei
die Anpreßkraft ändert.
[0021] Ein wesentliches Merkmal der aus den Druckschriften 1 bis 3 bekannten Konstruktion
ist, daß zur gleichen Zeit immer nur eine der beiden möglichen Schwenkbewegungen des
Rakeltragbalkens stattfinden kann, nämlich entweder um die erste, in der Rakelangriffslinie
liegende Schwenkachse, oder um die erwähnte zusätzliche Schwenkachse D. Die erfingungsgemäß
stattdessen vorgesehene, aus zwei gleichzeitigen Einzelbewegungen zusammengesetzte
Bewegung erlaubt es nun, das Geschwindigkeitsverhältnis der beiden Einzelbewegungen
zu verändern, vorzugsweise in Abhängigkeit vom Abnutzungsgrad der Klinge (falls ohne
Rollrakel gearbeitet wird). Hierdurch wird es möglich, den Vorteil des Konstanthaltens
des Klingenarbeitswinkels beim Variieren der Anpreßkraft nicht nur im neuen, sondern
auch im weitgehend abgenutzten Zustand der Klinge zu nutzen. Diese außerordentlich
günstige Eigenschaft besitzt (nach dem Wissen der Anmelderin) keine der zahlreichen
bekannten Konstruktionen.
[0022] Die Erfindung bietet, verglichen mit den Druckschriften 1 bis 3, einen weiteren Vorteil
: Aufgrund des oben erläuterten Merkmals f des Anspruchs 1 ist der Verstellbereich
der Anpreßkraft auch dann ziemlich groß, wenn die Klinge schon weitgehend abgenutzt
ist.
[0023] Im Vergleich zu den aus den Druckschriften 4 bis 7 bekannten Konstruktionen hat die
erfindungsgemäße Bauweise u. a. die Vorteile, daß weder die Stützleiste noch die Klingen-Einspannvorrichtung
relativ zum Rakeltragbalken beweglich ausgeführt werden müssen und daß das Konstanthalten
des Klingenarbeitswinkels (beim Verstellen der Anpreßkraft) mit höherer Genauigkeit
und ohne zeitliche Verzögerung gelingt.
[0024] Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen des zuvor erläuterten Lösungsprinzips werden
nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Hilfe der Zeichnungen beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025] Die Figur 1 zeigt eine Abstreifvorrichtung in Schrägansicht.
[0026] Die Figuren 2a, 2b und 2c zeigen den Bewegungsablauf des Rakeltragbalkens bei einem
Verstellen der Anpreßkraft in einer schematischen Seitenansicht.
[0027] Die Figur 3 zeigt ein Antriebs-Schema für die Spindelhubwerke.
[0028] Die Figur 4 zeigt ein vergrößertes Detail aus Fig. 1.
[0029] Die Figur 5 zeigt eine schematische Seitenansicht des in Fig. 4 dargestellten Details.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0030] Die wesentlichen Einzelteile einer erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung sind aus
den Figuren 1 und 2a ersichtlich. Zwei Tragstützen 20 sind durch ein Verbindungsrohr
21 starr miteinander verbunden und in Lagerböcken 22 um eine Schwenkachse X schwenkbar
gelagert. In der Betriebsstellung ragen die Tragstützen 20 ungefähr senkrecht nach
oben. An ihren oberen Enden haben sie je einen Lagerzapfen 2 oder, allgemeiner gesagt,
ein Schwenklager 2. Darin ist ein Rakeltragbalken 5 abgestützt, in einer Weise, die
später noch im einzelnen beschrieben wird.
[0031] In Figur 2a ist mit einer Linie C, die mit einer Schraffur versehen ist, ein kleines
Stück des Mantels einer Gegenwalze angedeutet. Diese Walze ist in Fig. 1 weggelassen
; sie läuft in Richtung des Pfeiles P (Fig. 2a) um und führt dabei schräg von unten
nach oben eine Papierbahn, die an ihrer Unterseite mit einer Streichmasse beschichtet
worden ist. Mit Hilfe einer Rakel, z. B. einer elastischen Klinge 6, wird die überschüssige
Streichmasse von der Papierbahn abgestreift. Im Querschnitt gesehen (Figur 2a) liegt
der Angriffspunkt der Klinge an der Papierbahn möglichst nahe in der Achse der Schwenklager
2 (diese Achse wird nachfolgend « erste Schwenkachse A genannt). Damit diese Schwenkachse
A stets unverändert in der Mantelfläche C der Gegenwalze liegt, ruhen die Tragstützen
20 im betriebsbereiten Zustand der Vorrichtung an je einem ortsfesten Anschlag 60.
Zu Überholungsarbeiten kann die gesamte Vorrichtung um die Achse X verschwenkt werden,
im Falle der Figur 2a nach links. Die Klinge 6 ist - im Querschnitt der Figur 2a gesehen
- mit ihrem unteren Ende unmittelbar an dem Rakeltragbalken befestigt. Hierzu kann
eine Spannleiste 8 vorgesehen werden, die nur in der Figur 2a schematisch angedeutet
ist. Am Rakeltragbalken 5 ist gemäß Fig. 2a außerdem eine Stützleiste 7 befestigt,
welche die Klinge 6 in dem Bereich zwischen der Einspannung und der an der Papierbahn
angreifenden Spitze stützt. Die üblichen Einrichtungen zur Feineinstellung der Stützleiste
7, die zum Vergleichmäßigen des Querprofils der Beschichtung dienen, sind weggelassen.
[0032] Anstelle der Klinge 6 kann man in die zuvor beschriebene Vorrichtung in bekannter
Weise eine Rollrakel einsetzen, und zwar mit Hilfe eines klingenartigen elastischen
Halters, an dessen freiem Ende die Rollrakel befestigt ist.
[0033] Der Rakeltragbalken 5 hat an beiden Enden je einen Tragarm 3, der sich in den Bereich
der ersten Schwenkachse A erstreckt. Dort hat jeder der Tragarme 3 ein Schwenklager
oder Lagerzapfen 4. Dessen Achse ist exzentrisch zur ersten Schwenkachse A angeordnet
und wird nachfolgend « zweite Schwenkachse Z genannt. Mit Hilfe der beiden Lagerzapfen
4 ruht der Rakeltragbalken 5 schwenkbar in je einem Tragelement 11, das vorzugsweise
als Zwischenhebel ausgebildet ist. Jeder Zwischenhebel 11 ist. seinerseits mittels
des schon genannten Schwenklagers 2 in der benachbarten Tragstütze 20 gelagert. Das
freie Ende jedes Zwischenhebels 11 ist mit Hilfe eines Spindel-Hubwerkes 10 mit dem
Rakeltragbalken 5 verbunden. Der Rakeltragbalken selbst ist über ein weiteres Spindel-Hubwerk
12 in einem Lagerbock 13 abgestützt, der an dem oben erwähnten Verbindungsrohr 21
befestigt ist. Das Spindelhubwerk 12 bildet den Schwenkantrieb für den Rakeltragbalken
5 ; d. h. durch ein Betätigen des Spindel-Hubwerkes 12 wird der Rakeltragbalken 5
gemeinsam mit den Zwischenhebeln 11 um die erste Schwenkachse A verschwenkt (siehe
Figuren 2b und 2c). Hierdurch kann unter anderem die Grundeinstellung des Winkels
zwischen der Klinge und der Papierbahn eingestellt werden. In den Fig. 2a, 2b und
2c sind nur die Mittellinien der Spindel-Hubwerke 10 und 12 dargestellt.
[0034] Durch ein Verstellen der beiden Spindel- Hubwerke 10 werden die beiden Zwischenhebel
11 ohne den Rakeltragbalken 5 um die erste Schwenkachse A geschwenkt. Hierdurch wird
die Lage der zweiten Schwenkachse Z relativ zur ersten Schwenkachse A verstellt (siehe
Figuren 2a und 2b). Für sich allein betrachtet, hat dieses Verschwenken der Zwischenhebel
11 zur Folge, daß der Rakeltragbalken - im Querschnitt gesehen - gemeinsam mit der
Klingeneinspannung und gemeinsam mit der Stützleiste 7 näher an die Gegenwalze C angestellt
oder von dieser entfernt wird. Hierdurch wird die Anpreßkraft der Klinge 6 an die
Papierbahn, unter Verformung der Klinge, verändert.
[0035] Wie weiter unten noch im einzelnen beschrieben wird, können gemäß der Erfindung die
beiden stets drehfest miteinander verbundenen Spindelhubwerke 10 mittels einer Schaltkupplung
36 an das Spindelhubwerk 12 gekoppelt werden. Dadurch können die in den Figuren 2a,
2b und 2c isoliert dargestellten Schwenkbewegungen einander überlagert werden. Mit
anderen Worten : In Wirklichkeit findet der Übergang von der Stellung gemäß Figur
2a zu der Stellung gemäß Figur 2c unmittelbar statt und nicht über die Zwischenstellung,
die in Figur 2b dargestellt ist.
[0036] In Fig. 2a ist die Klinge 6 im unbelasteten, nicht verformten Zustand dargestellt.
Die Anpreßkraft der Klinge an die Papierbahn ist hierbei ungefähr Null. An der Spitze
der Klinge weist diese eine schräg angeschliffene Klingenstreichfläche auf, die genau
parallel zu einer gedachten Tangente T verläuft, die in der ersten Schwenkachse A
an die Mantelfläche C der Gegenwalze gelegt ist. Die Klinge 6 und die Tangente T schließen
miteinander den Klingenarbeitswinkel k ein. (In Fig. 2a ist es nur zufällig, daß sich
die Klinge 6 parallel zu den Tragstützen 20 erstreckt. Selbstverständlich sind auch
andere Ausgangsstellungen möglich.)
[0037] Will man nun die Klingen-Anpreßkraft unter Verformung der Klinge 6 erhöhen, so kommt
es darauf an, daß der genannte Klingenarbeitswinkel k unverändert bleibt. Denn die
genannte, schräg angeschliffene Klingenstreichfläche soll parallel zu der Tangente
T bleiben. Theoretisch könnte die Erhöhung der Klingen-Anpreßkraft durch alleiniges
Betätigen der Spindelhubwerke 10 erfolgen ; siehe Figur 2b. Dann würde aber der Klingenarbeitswinkel
um den Differenzwinkel d auf den Wert k' verkleinert werden. Die Folge wäre, daß die
Klinge 6 nur noch mit einer Kante der Klingenstreichfläche an der Papierbahn anliegt.
Dies muß aus den eingangs genannten Gründen vermieden werden. Deshalb muß gleichzeitig
mit dem Erhöhen der Klingen-Anpreßkraft der Rakelbalken 5 gemeinsam mit den Zwischenhebeln
11 um den Differenzwinkel d um die erste Schwenkachse A hochgeschwenkt werden (Fig.
2c). Man sieht, daß hierdurch der Klingenarbeitswinkel k wieder den ursprünglichen
Wert angenommen hat, den er in der Figur 2a hatte. Wie schon erläutert, werden die
in den Figuren 2a bis 2c theoretisch dargestellten Einzelbewegungen in Wirklichkeit
einander überlagert. Dadurch bleibt der Klingenarbeitswinkel k während der gesamten
Dauer der kombinierten Bewegung des Rakeltragbalkens 5 vollkommen unverändert. Man
kann also während des laufenden Betriebes der Abstreifvorrichtung die Klingen-Anpreßkraft
erhöhen oder verringern (um die Dicke der verbleibenden Beschichtung zu variieren),
ohne daß sich der Klingenarbeitswinkel k verändert. Hierdurch kann man eine gleichbleibend
hohe Qualität der Beschichtung gewährleisten.
[0038] Aus der Figur 2a ist noch folgendes ersichtlich : Die Lagerzapfen 4 der Zwischenhebel
11, in denen der Rakeltragbalken 5 hängt, ist derart angeordnet, daß die zweite Schwenkachse
Z in der Nähe derjenigen Ebene B liegt, die durch die unbelastete Klinge 6 bestimmt
ist. Vorzugsweise wird die Schwenkachse Z im Bereich der Rückseite der Papierbahn,
die an der Gegenwalze C anliegt, angeordnet. Am besten ist es, dafür zu sorgen, daß
die zweite Schwenkachse Z - im unbelasteten Zustand der Klinge 6 - zwischen der genannten
Ebene B und der Tangenten-Ebene T liegt. Dann wandert die zweite Schwenkachse Z -
durch das Betätigen der Spindelhubwerke 10 - quer zu der genannten Ebene B.
[0039] Abweichend von der vorbeschriebenen Anordnung der zweiten Schwenkachse Z ist auch
folgendes möglich: Man kann die zweite Schwenkachse Z auch in der Nähe der Angriffslinie
der Stützleiste 7 an der Klinge 6 anordnen. In diesem Falle muß die Schwenkrichtung
der Zwischenhebel 11 gegenüber der obenbeschriebenen Anordnung umgekehrt werden.
[0040] Eine andere, von den Figuren 1 und 2a bis 2c noch stärker abweichende Konstruktion
könnte wie folgt gestaltet werden : Anstelle der Zwischenhebel 11 könnte an jeder
Tragstütze in dem Schwenklager 2 eine Scheibe gelagert sein, die in einer Gleitführung
den Tragarm 3 des Rakeltragbalkens 5 trägt. Dabei müßte es die Gleitführung ermöglichen,
daß der Rakeltragbalken 5, ähnlich wie in den Figuren 2a und 2b dargestellt, wiederum
quer zu der genannten Ebene B verstellbar ist, also quer zur Richtung der Erstreckung
der Klinge 6. Zu diesem Verschieben des Rakeltragbalkens 5 müßte eine Antriebsvorrichtung
vorgesehen werden, die wiederum über eine Kupplung an den Schwenkantrieb 12 koppelbar
ist.
[0041] Aus der Figur 3 sind die wesentlichen Teile der oben schon erwähnten Spindel-Hubwerke
10 und 12 und die dazugehörenden Antriebsteile ersichtlich. Die Spindel oder Gewindestange
12 greift in eine Mutter 14 ein. Diese hat zwei Lagerzapfen 15, mit denen sie in einem
Lagerbock 13 ruht, der an dem oben erwähnten Verbindungsrohr 21 befestigt ist. Der
Antrieb der Spindel 12 erfolgt mittels Elektromotor 30, Welle 31 sowie Kegelzahnräder
33 und 34 (mit Getriebegehäuse 32). Die Spindel 12 kann über eine Schaltkupplung 36
die Eingangswelle 37 eines Kegelrad-Verteilgetriebes 39/41 antreiben. Dieses hat ein
Getriebegehäuse 38 und zwei Ausgangswellen 40, die sich entlang dem Rakeltragbalken
5 erstrecken. An jedem Ende des Rakeltragbalkens 5 ist ein Kegelrad-Winkelgetriebe
46, 47, 48 angeordnet, das über ein Kardangelenk 49 die Spindel oder Gewindestange
10 antreibt. Die letztere greift in eine Gabel-Mutter 23 ein, die gelenkig mit dem
Zwischenhebel 11 verbunden ist.
[0042] Am Rakeltragbalken 5 sind Lagerböcke 43, 44 vorgesehen. Das Getriebegehäuse 46 ist
starr an dem Lagerbock 44 befestigt. Dagegen ist das Gehäuse 38 des Verteilgetriebes
39/41 schwenkbar auf den Lagerböcken 43 gelagert. Die Spindel 12 stützt sich über
das Kegelrad 34 und über ein Axiallager 35 an dem Getriebegehäuse 38 ab und dieses
über die Lagerböcke 43 am Rakeltragbalken 5. Somit hat ein Verdrehen der Spindel 12,
wie oben schon beschrieben, ein Verschwenken des Rakeltragbalkens 5 um die Achse A
zur Folge. Die Spindel 10 stützt sich über das Kardangelenk 49 und über das Axiallager
45, ferner über das Getriebegehäuse 46 und den Lagerbock 44 am Rakeltragbalken 5 ab.
Somit hat ein Rotieren der beiden Spindeln 10 (in Figur 3 ist nur eine dieser Spindeln
sichtbar) ein Verschwenken der Zwischenhebel 11 um die Achse A zur Folge. Dies wird
ausgelöst, bei eingerückter Schaltkupplung 36, durch Rotieren der Spindel 12.
[0043] Die wesentlichen Teile der in Figur 3 dargestellten Hubwerke sind in Figur 1 mit
den gleichen Bezugszeichen versehen, obwohl einige unwesentliche Details in den Figuren
1 und 3 unterschiedlich dargestellt sind.
[0044] Die Figur 4 zeigt eine wichtige weitere Ausgestaltung der Erfindung, die in den Figuren
1 bis 3 nicht dargestellt ist, nämlich die variable Anlenkung der Hubspindel 10 an
dem Zwischenhebel 11. Man erkennt wieder die Gabelmutter 23, in welche die Hubspindel
oder Gewindestange 10 eingreift. Der Zwischenhebel 11 hat an seinem von der Schwenkachse
A entfernten Ende eine als Gleitführung ausgebildete rechteckige Ausnehmung 51, in
der ein Kulissenstein 50 verschiebbar angeordnet ist. Mit diesem Kulissenstein 50
ist die Gabelmutter 23 gelenkig verbunden (Gelenkzapfen 29). In dem Zwischenhebel
11 ist eine Gewindespindel 24 drehbar gelagert, die in den Kulissenstein 50 eingreift
und mittels eines Handrades 25 verdreht werden kann. Mit dieser Vorrichtung ist es
möglich, den Abstand zwischen der ersten Schwenkachse A und dem der Achse des Gelenkzapfens
29 zu verändern.
[0045] Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung wird nunmehr anhand der Fig. 5 erläutert. Die
Stellungen 29a und 29b des Gelenkzapfens 29 repräsentieren die beiden Stellungen des
Zwischenhebels 11 in den Fig. 2a und 2b aufgrund eines Hubes s der Spindel 10.
[0046] Aus diesem Verschwenken des Zwischenhebels 11 resultiert ein Verstellen des Rakeltragbalkens
5 quer zur Erstreckung der Klinge 6 (im Querschnitt gesehen) um den Verstellweg v.
Gleichzeitig wird, wie oben erläutert, der Rakeltragbalken 5 um den Differenzwinkel
d verschwenkt. Der Verstellweg v und der Differenzwinkel d sind derart aufeinander
abgestimmt, daß (wie ebenfalls oben angegeben) während der kombinierten Verstellbewegung
der Klingenarbeitswinkel k konstant bleibt. Bei einer solchen Abstimmung müssen u.
a. berücksichtigt werden die Abmessungen a und b an der Klinge 6.
a ist der Abstand von der Klingenspitze bis zum Angriffspunkt der Stützleiste 7 und
b der Abstand von dort bis zur Klingeneinspannvorrichtung 8.
[0047] Das Verhältnis a/b kann sich ändern durch Verschleiß der Klingenspitze oder absichtlich
dadurch, daß man den Angriffspunkt der Stützleiste 7 verschiebt z. B. durch Austausch
einer Stützleiste gegen eine andere.
[0048] Ein solches Verändern des Verhältnisses a/b macnt ein erneutes Abstimmen des Größenverhältnisses
d/v erforderlich, durch Verschieben des Gelenkzapfens 29 beispielsweise von der Stellung
29a in die Stellung 29a'. Erfolgt nun der gleiche Hub s der Spindel 10, so wandert
der Gelenkzapfen 29 in die Stellung 29b'. Dadurch wird der Verstellweg des Rakeltragbalkens
auf den Wert v' erhöht.
[0049] Diese Änderung der wirksamen Länge des Zwischenhebels 11 nat zur Folge, daß - trotz
der erwähnten Änderung des Maßverhältnisses a/b an der Klinge 6 - bei einem Variieren
der Klingenanpreßkraft der Klingenarbeitswinkel k konstant bleibt.
[0050] Nachfolgend wird noch eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Vorrichtung gemäß den
Figuren 4 und 5, in Verbindung mit Figur 3, beschrieben. Zunächst ist zu erwähnen,
daß bekanntlich eine Abnutzung der Klinge um ein bestimmtes Maß (z. B. 1 mm) eine
bestimmte Verminderung der Anpreßkraft zur Folge hat. Daraus resultiert eine unerwünschte
Erhöhung der Beschichtungsdicke auf der Papierbahn. Deshalb versucht man, ähnlich
wie bei den bekannten Abstreifvorrichtungen, jede Verminderung der Anpreßkraft so
rasch wie möglich wieder rückgängig zu machen. Zu diesem Zweck wird der Motor 30 kurzzeitig
eingeschaltet, wobei dieser die Spindel 12 und - mit eingerückter Kupplung 36 - die
beiden Spindeln 10 derart antreibt, daß der Rakeltragbalken um ein dem Verschleiß
der Klinge 6 entsprechendes Maß nachgeführt wird. Man kann hierzu eine Regeleinrichtung
vorsehen, die mit einer Meßeinrichtung für die Beschichtungsdicke verbunden ist und
die den Motor 30 derart steuert, daß die Beschichtungsdicke zwischen den jeweils zulässigen
Grenzwerten bleibt. Die Regeleinrichtung kann den Motor 30 in bestimmten Zeitabständen
ein- und ausschalten. Es ist aber auch möglich, daß die Regeleinrichtung ständig die
Drehzahl des Motors steuert, wenn dieser dauernd mit sehr kleiner Geschwindigkeit
läuft. In jedem Falle läuft der beschriebene Vorgang des stufenweisen oder kontinuierlichen
Nachführens des Rakeitragbalkens 5 solange, bis die Klinge vollkommen abgenutzt ist.
[0051] Gemäß der Erfindung kann man nun bei dem zuvor beschriebenen Nachführ-Vorgang folgendes
bewerkstelligen : Man kann mit dem Handrad 25 die wirksame Länge des Zwischenhebels
11 (d. h. den Abstand zwischen der ersten Schwenkachse A und der Achse des Gelenkzapfens
29) derart wählen, daß der Klingenarbeitswinkel k während der Benutzungsdauer einer
Klinge möglichst genau konstant bleibt. Mit anderen Worten : Die wirksame Länge des
Zwischenhebels 11 wird aufgrund der erfahrungsgemäßen Lebensdauer der jeweils verwendeten
Klinge eingestellt.
[0052] Eine andere Möglichkeit, die Klingen-Anpreßkraft trotz des laufenden Verschleißes
der Klinge konstant zu halten, wird nachfolgend beschrieben : Man koppelt an eine
der Wellen 40 einen zusätzlichen Antriebsmotor 30a (wie in Figur 3 mit strichpunktierten
Linien dargestellt). Dieser Motor kann bei gelöster Kupplung 36 (Spindel 12 steht
still) die beiden Spindeln 10 antreiben, um allein die beiden Zwischenhebel 11 um
die Achse A zu verschwenken. Hierdurch wird wiederum ein Nachführen des Rakeltragbalkens
5 bewirkt, ohne ihn allerdings gleichzeitig um die Achse A zu verschwenken. D. h.
es erfolgt ein allmähliches Verstellen des Rakeltragbalkens, ähnlich wie dies aus
den Figuren 2a und 2b ersichtlich ist. In grober Annäherung ist dies ein Parallel-Verschieben
des Rakeltragbalkens 5 in Richtung zur Gegenwalze C. Es wird jedoch nicht, wie in
den Figuren 2a und 2b dargestellt ist, der Klingenanpreßdruck erhöht. Vielmehr ist
nunmehr der Zweck dieses Verschiebens, die Klingenanpreßkraft konstant zu halten unter
Berücksichtigung des laufenden Klingen-Verschleißes. Der Vorteil dieser Art der Nachführung
des Rakeltragbalkens ist darin zu sehen, daß sich der Klingenarbeitswinkel k nicht
verändert. D. h. es erübrigen sich besondere Maßnahmen zum Konstanthalten des Klingenarbeitswinkels.
Insbesondere wird die in den Figuren 4 und 5 gezeigte Verstellbarkeit der wirksamen
Länge des Zwischenhebels 11 nicht benötigt.
[0053] Die Möglichkeit, allein die Spindeln 10 anzutreiben, kann noch zu einem ganz anderen
Zweck genutzt werden : Man kann hierdurch den Rakeltragbalken 5 so nahe in Richtung
zur Gegenwalze C verschieben, daß der Klingenarbeitswinkel nahezu Null wird ; d. h.
der Klingenarbeitswinkel wird noch wesentlich kleiner als der in Figur 2b dargestellte
Winkel k'. Der Betrieb der Abstreifvorrichtung in diesem Zustand ist die sogenannte
gebogene Fahrweise, bekannt auch unter der Bezeichnung « Bent-Blade »-Fahrweise ;
siehe Druckschrift 7, Figur 4. Die erfindungsgemäße Konstruktion erlaubt es, bei der
« Bent-Blade »-Fahrweise den Klingenanpreßdruck sehr feinfühlig einzustellen und dabei
den sehr kleinen Klingenarbeitswinkel präzise konstant zu halten. Man verwendet hierzu
die oben anhand der Figuren 2a bis 2c beschriebene Methode. Man kann aber auch den
Klingenanpreßdruck durch alleiniges Verdrehen der Spindeln 10 (bei gelöster Kupplung
36) variieren, insbesondere wenn der Klingenarbeitswinkel vollkommen gleich Null eingestellt
ist. Der oben erwähnte zusätzliche Antriebsmotor 30a ist für die « Bent-Blade »-Fa
hr-weise in der Regel nicht erforderlich. Vielmehr ist an dessen Stelle ein Handrad
ausreichend.
1. Vorrichtung zum Abstreifen überschüssiger Streichmasse von einer laufenden, mit
der Streichmasse beschichteten Warenbahn, z. B. Papierbann, mit den folgenden Merkmalen
:
a) eine Rakel, die sich quer zur Laufrichtung der Warenbahn erstreckt und die eine
elastische Klinge (6) aufweist, ist in einer Klingen-Einspannvorrichtung (5, 8) gehalten,
die an einem sich ebenfalls quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden Rakeltragbalken
(5) befestigt ist ;
b) an dem Rakeltragbalken (5) ist eine Stützleiste (7) befestigt, die sich ebenfalls
quer zur Bahnlaufrichtung erstreckt und mit deren Hilfe das freie Ende der Rakel (unter
Verformung der Klinge 6) gegen die Warenbahn andrückbar ist ;
c) der Rakeltragbalken (5) ist an seinen beiden Enden in je einem Tragelement (11)
abgestützt ;
d) jedes der Tragelemente ist seinerseits in einer Tragstütze (20) mittels eines Schwenklagers
(2) gelagert, dessen Achse (« erste Schwenkachse » A) quer zur Bahnlaufrichtung entlang
der Angriffslinie der Rakel an der Warenbahn verläuft ;
e) am Rakeltragbalken (5) greift ein Schwenkantrieb (12) an, der das gemeinsame Verschwenken
des Rakeltragbalkens und der Tragelemente (11) relativ zu den Tragstützen (20) um
die genannte erste Schwenkachse (A) auslösen kann ;
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale :
f) der Rakeltragbalken (5) ist - im Querschnitt gesehen mittels eines Stellantriebes
(10) relativ zu der ersten Schwenkachse (A) verstellbar, und zwar im Sinne eines Anstellens
der Rakel (6) an die Bahn oder zurück, d. h. quer zur Richtung der Erstreckung der
Klinge (6) ;
g) der genannte Schwenkantrieb (12) und der genannte Stellantrieb (10) sind gemeinsam
derart betätigbar, daß der Rakeltragbalken (5) eine entsprechend kombinierte Bewegung
ausführen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale :
a) jedes der genannten Tragelemente (11) ist als ein Zwischenhebel ausgebildet ;
b) das eine Ende des Zwischenhebels (11) ist mittels des genannten Schwenklagers (2)
(erste Schwenkachse A) in der Tragstütze (20) gelagert und trägt den Rakeltragbalken
(5) mit Hilfe eines zusätzlichen Schwenklagers (4), dessen Achse (zweite Schwenkachse
Z) exzentrisch zur ersten Schwenkachse (A) angeordnet ist ;
c) der genannte Stellantrieb (10) ist als ein Hubwerk (z. B. Spindel-Hubwerk) ausgebildet,
welches das von der Schwenkachse (A) entfernte Ende des Zwischenhebels (11) mit dem
Rakeltragbalken verbindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte zusätzliche
Schwenklager (4) - in einem Querschnitt durch den Rakeltragbalken (5) gesehen - in
dem der Rakel (6) entgegengesetzten Bereich der Warenbahn angeordnet ist, und zwar
ungefähr im Bereich einer durch die unbelastete Klinge (6) bestimmten Ebene (B).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen
der ersten Schwenkachse (A) und dem Angriffspunkt (29) des genannten Hubwerkes (10)
am Zwischenhebel (11) veränderbar ist (Fig. 4 und 5).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte
Stellantrieb (10) mittels einer Schaltkupplung (36) an den genannten Schwenkantrieb
(12) gekoppelt ist (Fig. 3).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den
Schwenkantrieb (12) und für den Stellantrieb (10) nur ein einziger Antriebsmotor (30)
vorgesehen ist, der in bekannter Weise unmittelbar an den Schwenkantrieb (12) gekoppelt
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansrüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den
Schwenkantrieb (12) und für den Stellantrieb (10) je ein separater Antriebsmotor vorgesehen
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch die folgenden
Merkmale :
a) der Schwenkantrieb weist eine im mittleren Bereich des Rakeltragbalkens (5) angeordnete
und durch einen Motor (30) antreibbare Gewindespindel (12) auf ;
b) die Gewindespindel (12) greift in eine an den Tragstützen (20) scnwenkbar gelagerte
Mutter (14) ein und ist mittels eines Axiallagers (35) an einem Getriebegehäuse (36)
gelagert, das seinerseits schwenkbar am Rakeltragbalken (5) gelagert ist ;
c) das Getriebegehäuse (38) enthält die genannte Schaltkupplung (36) und Getriebeelemente
(39, 41), die eine Triebverbindung von der Schaltkupplung zu dem genannten Stellantrieb
(10) herstellen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, gekennzeichnet durch die folgenden
Merkmale :
a) das Spindelhubwerk des Stellantriebes (10) umfaßt eine Gewindespindel (10), die
in eine am Zwischenhebel (11) schwenkbar gelagerte Mutter (23) eingreift ;
b) die Gewindespindel (10) stützt sich über eine Gelenkkupplung (49) und über ein
Axiallager (45) am Rakeltragbalken (5) ab.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Gewindespindel
(10) über ein am Rakeltragbalken (5) starr befestigtes Getriebegehäuse (46) abstützt,
das Antriebselemente (47, 48) für die Gewindespindel (10) enthält.
1. An apparatus for scraping excess coating composition off from a traveling web of
material, for instance a web of paper, which has been coated with a coating composition,
having the following features :
a) a doctor which extends transversely to the direction of travel of the web of material
and has a resilient blade (6) held in a blade clamping device (5, 8) which is fastened
to a doctor supporting beam (5) which also extends transverse to the direction of
travel of the web ;
b) a supporting ledge (7) which also extends transverse to the direction of travel
of the web and by means of which the free end of the doctor can be pressed (with deformation
of the blade 6) against the web of material is fastened to the doctor supporting beam
(5) ;
c) the doctor supporting beam (5) is supported at both of its ends in a respective
supporting element (11) ;
d) each of the supporting elements is, in its turn, mounted in a supporting bar (20)
by means of a swivel bearing (2) the axis of which (K first swivel axis A) extends
transverse to the direction of travel of the web along the line of attack of the doctor
on the web of material ;
e) a swing drive (12) which can bring about the common swinging of the doctor supporting
beam and of the supporting elements (11) relative to the supporting bars (20) around
the said first swivel axis (A) acts on the doctor supporting beam (5) ;
characterized by the following additional features :
f) the doctor supporting beam (5) is displaceable - seen in cross section - by means
of a setting drive (10) relative to the first swivel axis (A) in the direction of
attack of the doctor (6) on the web, i. e. transverse to the lengthwise direction
of the blade (6) ;
g) the said swing drive (12) and the said setting drive (10) are to be actuated for
simultaneous movement of the supporting beam (5) and the supporting elements (11).
2. An apparatus according to Claim 1, characterized by the following features :
a) each of the said supporting elements (11) is developed as an intermediate lever
;
b) the one end of the intermediate lever (11) is mounted by means of the said swivel
bearing (2) (first swivel axis A) in the supporting bar (20) and bears the doctor
supporting beam (5) by means of an additional swivel bearing (4) whose axis (second
swivel axis Z) is eccentric to the first swivel axis (A) ;
c) the said setting drive (10) is developed as a lift mechanism (for instance spindle
lift mechanism) which connects the end of the intermediate lever (11) that is remote
from the swivel axis (A) to the doctor supporting beam.
3. An apparatus according to Claim 2, characterized by the fact that the said additional
swivel bearing (4) is arranged - seen in a cross section through the doctor supporting
beam (5) - in the region of the web of material opposite the doctor (6) and approximately
in the region of a plane (B) determined by the unstressed blade (6).
4. An apparatus according to Claim 2 or 3, characterized by the fact that the distance
between the first swivel axis (A) and the point of attack (29) of the said lift mechanism
(10) on the intermediate lever (11) is variable (Figs. 4 and 5).
5. An apparatus according to any of Claims 1 to 4, characterized by the fact that
the said setting drive (10) is coupled by a clutch (36) to the said swing drive (12)
(Fig. 3).
6. An apparatus according to any of Claims 1 to 5, characterized by the fact that
only a single drive motor (30), coupled in known manner directly to the swing drive
(12), is provided for the swing drive (12) and the setting drive (10).
7. An apparatus according to any of Claims 1 to 5, characterized by the fact that
separate drive motors are provided for the swing drive (12) and the setting drive
(10).
8. An apparatus according to any of Claims 5 to 7, characterized by the following
features :
a) the swing drive has a threaded spindle (12) which is arranged in the central region
of the doctor supporting beam (5) and can be driven by a motor (30) ;
b) the threaded spindle (12) engages into a nut (14) which is mounted swingably on
the supporting bars (20) and is mounted by means of a thrust bearing (35) on a gear
housing (36) which, in its turn, is swingably mounted on the doctor supporting beam
(5) ;
c) the gear housing (38) contains the said clutch (36) and gear elements (39, 41)
which produce a drive connection from the clutch to the said setting drive (10).
9. An apparatus according to any of Claims 2 to 8, characterized by the following
features :
a) the spindle lift mechanism of the setting drive (10) comprises a threaded spindle
(10) which engages into a nut (23) which is swingably mounted on the intermediate
lever (11) ;
b) the threaded spindle (10) rests on the doctor supporting beam (5) via a Hooke's
joint (49) and via a thrust bearing (45).
10. An apparatus according to Claim 9, characterized by the fact that the threaded
spindle (10) is supported via a gearing housing (46) which is rigidly attached to
the doctor supporting beam (5) and contains drive elements (47, 48) for the threaded
spindle (10).
1. Dispositif pour enlever le trop de pâte à enduire d'une bande en marche, enduite
avec la pâte à enduire, par exemple une bande de papier, avec des caractéristiques
suivantes :
a) une racle s'étendant transversalement au sens de marche de la bande et présentant
une lame souple (6) est contenue dans un dispositif de fixation pour la lame (5, 8)
fixé à un bras de la racle (5) s'étendant également de façon transversale au sens
de marche de la bande ;
b) on a fixé un liteau de support (7) sur le bras de la racle (5) s'étendant également
de façon transversale au sens de marche de la bande et à l'aide duquel l'extrémité
libre de la racle (sous déformation de la lame 6) peut être pressée contre la bande
;
c) le bras de la racle (5) est supporté à ses deux extrémités chaque fois par un élément
porteur (11) ;
d) chacun des éléments porteurs est quant à lui logé dans un élément de support (20)
au moyen d'un palier pivotant (2) dont l'axe (« premier pivot ») se dirige transversalement
au sens de marche de la bande le long de la ligne d'action de la racle sur la bande
;
e) une commande de pivotement (12) s'engrène sur le bras de la racle qui peut déclencher
le pivotement du bras de la racle et des éléments porteurs (11) par rapport aux éléments
de support (20) autour du premier pivot (A) indiqué ci-dessus ;
caractérisé par les autres caractéristiques suivantes :
f) le bras de la racle (5) - vu dans la section transversale - peut être déplacé par
rapport au premier pivot (A) au moyen d'un organe correcteur, et cela dans le sens
d'une mise en place de la racle (6) près de la bande ou dans le sens du retour, c'est-à-dire,
transversalement à la direction de la surface de la lame (6) ;
g) on peut actionner l'organe correcteur (10) cité ci-dessus et la commande de pivotement
(12) en même temps de telle façon que le bras de la racle (5) peut exécuter un mouvement
combiné conforme.
2. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par les caractéristiques suivantes
:
a) chacun des éléments porteurs (11) est exécuté comme un levier intermédiaire ;
b) l'une des extrémités du levier intermédiaire (11) est logé dans l'élément de support
(20) au moyen du palier pivotant cité ci-dessus (2) (premier pivot A) et porte les
bras de la racle (5) à l'aide d'un autre palier pivotant (4), dont l'axe (deuxième
pivot Z) est disposé de façon excentrique par rapport au premier pivot (A) ;
c) l'organe correcteur (10) cité ci-dessus est exécuté comme un dispositif de levage
(par exemple dispositif de lavage à broche) reliant l'extrémité éloignée du pivot
du levier intermédiaire (11) avec le bras de la racle.
3. Dispositif selon revendication 2, caractérisé par le fait que le palier pivotant
supplémentaire (4) cité ci-dessus - vu dans une section transversale à travers le
bras de la racle (5) - est disposé dans la partie de la bande opposée à la racle (6),
et ceci à peu près dans la partie d'un plan (B) déterminé par la lame non-chargée.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par le fait que la distance
entre le premier pivot (A) et le centre de pression (29) du dispositif de levage (10)
cité ci-dessus peut être changée par le levier intermédiaire (11) (Figures 4 et 5).
5. Dispositif selon une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'organe
correcteur (10) cité ci-dessus est couplé à la commande de pivotement (12) citée ci-dessus
au moyen d'un embrayage (36) (Figure 3).
6. Dispositif selon une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait qu'on n'a
prévu qu'un seul moteur de commande (30) pour la commande de pivotement (12) et pour
l'organe correcteur (10) couplé directement de façon connue sur la commande de pivotement
(12).
7. Dispositif selon une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait qu'on a
prévu chaque fois un moteur de commande à part pour la commande de pivotement (12)
et pour l'organe correcteur (10).
8. Dispositif selon une des revendications 5 à 7, caractérisé par les caractéristiques
suivantes :
a) la commande de pivotement présente une broche filetée (12) qui peut être actionnée
par un moteur (30) et est disposée dans la partie médiane du bras de la racle (5)
;
b) la broche filetée (12) s'engrène dans un écrou (14) logé de façon pivotante sur
les éléments de support et est logée au moyen d'un butée (35) sur un carter de protection
des engrenages (36), qui lui pour sa part est logé de façon pivotante sur le bras
de la racle (5) ;
c) le carter de protection des engrenages (38) contient l'embrayage cité ci-dessus
(36) et des éléments de l'engrenage (39, 41) qui produisent une relation motrice à
partir de l'embrayage vers l'organe correcteur (10) cité ci-dessus.
9. Dispositif selon une des revendications 2 à 8, caractérisé par les caractéristiques
suivantes :
a) le dispositif de levage à broche de l'organe correcteur (10) comprend une broche
filetée (10) qui s'engrène sur un écrou (23) logé de façon pivotante sur un levier
intermédiaire (11) ;
b) la broche filetée (10) s'appuie sur le bras de la racle (5) à l'aide d'un accouplement
articulé (49) et d'une butée (45).
10. Dispositif selon revendication 9, caractérisé par le fait que la broche filetée
(10) est soutenue à l'aide d'un carter de protection des engrenages (46) fixé de façon
raide sur le bras de la racle (5), contenant des éléments moteurs (47, 48) pour la
broche filetée (10).