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EP 0 138 802 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.05.1987 Patentblatt 1987/22 |
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Anmeldetag: 09.10.1984 |
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Horizontalstranggiesskokille
Horizontal continuous casting mould
Lingotière de coulée continue horizontale
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
13.10.1983 AT 3649/83
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.04.1985 Patentblatt 1985/17 |
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Anmelder: VOEST-ALPINE Aktiengesellschaft |
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A-4020 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- Holleis, Günter, Dipl.-Ing.
A-4040 Linz (AT)
- Wiesinger, Horst, Dipl.-Ing.
A-4020 Linz (AT)
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Vertreter: Wolfram, Gustav, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Sonn, Pawloy, Weinzinger & Wolfram,
Riemergasse 14 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Horizontalstranggießkokille, insbesondere zum Stahlstranggießen,
mit einem einlaufseitig aus feuerfestem Material gebildeten Einlaufteil, der dichtend
an ein Vorratsgefäß für die Schmelze anschließbar ist, und einem an den Einlaufteil
fluchtend anschließenden und durchgehend stufenlosen Kokillenhohlraum bildenden, mit
einer Innenkühlung versehenen, vorzugsweise aus Kupfer oder einer Kupferlegierung
gebildeten Kokillenhauptkörper.
[0002] Bei Horizontalstranggießanlagen ist es üblich (US-PS-3 329 200, FR-PS-1 522 983 und
DE-PS-20 58 051), das einlaufseitige Ende der Kokille mit einer radial gerichteten
Kühlfläche auszustatten. Diese Art der Kokillenausbildung hat den Nachteil, daß der
Strang von dieser radialen Kühlfläche wegbewegt werden muß bzw. daß nur eine minimale
Rückbewegung in der Größenordnung der Schrumpfung des Stranges in seiner Längsrichtung
gestattet ist. Ein weiterer Nachteil der radialen Kühlfläche ist, daß das Schalenwachstum
mit einem sägezahnähnlichen Profil erfolgt. Das sägezahnähnliche Schalenwachstum erfordert,
daß im Auszugszyklus eine Pausenzeit vorgesehen ist, welche ein ausreichendes Schalenwachstum
im schwächsten Schalenquerschnitt gewährleistet. Diese spezifische Art der Auszugsbewegung
erfordert eine sehr komplizierte Auszugseinrichtung zum Ausziehen des Stranges.
[0003] Zur Vermeidung dieser Nachteile hat man versucht, Horizontalstranggießkokillen ohne
radial gerichtete Kühlflächen einzusetzen. Eine Horizontalstranggießkokille ohne solche
radiale Kühlflächen gemäß der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE-OS-25 20 091
bekannt. Dieses Dokument zeigt alle, in den Oberbegriffen der Ansprüche l' + 2 erwähnten
Merkmale. Beim Betrieb einer Horizontalstranggießkokille dieser Art ist es jedoch
infolge des Fehlens einer radialen Kühlfläche nicht möglich, die Bildung der Strangschale
an einer bestimmten Stelle der Längserstreckung der Horizontalstranggießkokille, insbesondere
im Einlaufteil, sicherzustellen. Die Bildung der Strangschale hängt nämlich von einer
Vielzahl von Parametern ab, wie z. B. von der Temperatur der Schmelze im Vorratsgefäß,
der Strangausziehgeschwindigkeit, der chemischen Zusammensetzung der zu vergießenden
Schmelze und dem Wärmeentzug durch die Innenkühlung des Kokillenhauptkörpers.
[0004] So ist es bei der bekannten Horizontalstranggießkokille möglich, daß die Strangschale
sich bereits zu früh bildet und über den Einlaufteil hinauswächst, wodurch es beim
Ausziehen des Stranges zum Aufreißen bzw. Abreißen der Strangschale kommen kann. Weiters
besteht die Gefahr, daß sich die Strangschale erst im Bereich bei der sich in radialer
Richtung erstreckenden Anschlußstelle zwischen dem Einlaufteil und dem Kokillenhauptkörper
bildet, wodurch die Anschlußstelle durch Schmelze in Mitleidenschaft gezogen wird
bzw. Schmelze in einen an dieser Anschlußstelle auftretenden Spalt eindringen kann,
was zu einer Zerstörung der Horizontalstranggießkokille bzw. ebenfalls zu einem Abreißen
der Strangschale führen kann.
[0005] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt
sich die Aufgabe, eine Horizontalstranggießkokille der eingangs beschriebenen Art
zu schaffen, bei der der Strangschalenbeginn eindeutig an der gewünschten Stelle festlegbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Einlaufvorderteil mit
einer Heizeinrichtung versehen ist, und daß zwischen der Heizeinrichtung und dem in
Ausziehrichtung des Stranges liegenden Ende des Einlaufteiles eine Einrichtung zum
Orten der gebildeten Strangschale, vorzugsweise eine Temperaturmeßeinrichtung, vorgesehen
ist.
[0007] Durch Steuern der im Einlaufvorderteil vorgesehenen Heizeinrichtung und der im Kokillenhauptkörper
vorgesehenen Kühlung läßt sich der Beginn des Strangschalenwachstums in einer Querebene
innerhalb der Länge des Einlaufteiles festlegen. Die Einrichtung zum Erkennen der
Strangschale ermöglicht eine Überwachung der Lage des Beginns des Schalenwachstums.
Sobald diese Einrichtung eine Fehlanzeige gibt, also das Fehlen einer Schale anzeigt,
wird die Kühlung in der Kokillenwand verstärkt und die über die Heizeinrichtung zugeführte
Wärme reduziert, u.zw. so lange bis die Schalenanzeigeeinrichtung wieder das Vorhandensein
einer Schale meldet. Ist gemäß der Anzeige der Einrichtung zum Orten der Strangschale
diese bereits zu stark - woraus folgt, daß der Beginn des Schalenwachstums zu weit
an der Eingangsseite der Horizontalstranggießkokille liegt - wird die über die Heizeinrichtung
zugeführte Wärme intensiviert.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. bei der der Einlaufteil eine in Ausziehrichtung
des Stranges vorgesehene Manschette aufweist, deren Wandstärke geringer ist als die
Wandstärke des Vorderteiles des Einlaufteiles, welche Manschette in eine stirnseitig
vorgesehene Ausnehmung des Kokillenhauptkörpers eingesetzt ist und wobei die Außenfläche
der Manschette an der ringförmigen Ausnehmung in Längsrichtung der Horizontalstranggießkokille
anliegt, ist die Temperaturmeßeinrichtung innerhalb der Manschette angeordnet, wobei
vorteilhaft zwischen der Heizeinrichtung und der Temperaturmeßeinrichtung ein wärmeisolierender
Körper vorgesehen ist.
[0009] Um die Bildung der Strangschale besonders genau verfolgen und festlegen zu können,
sind vorteilhaft über die Länge des Einlaufvorderteiles verteilt mehrere Einrichtungen
zum Orten der gebildeten Strangschale im Abstand voneinander vorgesehen, wobei zweckmäßig
die Heizeinrichtung aus einzeln zu- und abschaltbaren, über die Länge des Einlaufvorderteiles
verteilt angeordneten Heizeinrichtungsteilen gebildet ist.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Horizontalstranggießkokille ist es möglich, den Strang
kontinuierlich aus der Horizontalstranggießkokille auszuziehen. wobei die Horizontalstranggießkokille
mittels einer Oszilliereinrichtung antreibbar ist. Dadurch entfällt die bisher übliche
komplizierte diskontinuierlich arbeitende Auszieheinrichtung für den Strang.
[0011] Für eine oszillierende Horizontalstranggießkokille weist zweckmäßig der Einlaufvorderteil
an seiner peripheren Außenseite eine Gleitfläche auf und ist von einem am Vorratsgefäß
starr befestigten Rohrstutzen umgeben, wobei vorteilhaft der Rohrstutzen an seiner
an der Gleitfläche des Einlaufvorderteiles anliegenden Gegengleitfläche mindestens
eine umlaufende Nut aufweist, in die mindestens eine inertes Gas zuführende Leitung
mündet.
[0012] Zweckmäßig ist die umlaufende Nut mit porösem, feuerfestem Material ausgefüllt.
[0013] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert, wobei Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Schnitt durch eine
Horizontalstranggießkokille, Fig. 2 ein Diagramm des Wärmeentzuges bzw. der Wärmeleitfähigkeit
für diese Kokille und Fig. 3 ein Detail der Fig. 1 in größerem Maßstab zeigen.
[0014] Aus einer Pfanne 1 wird über ein Gießrohr 2 Stahlschmelze 3 in ein Vorratsgefäß 4,
welches auch Verteiler genannt ist, einfließen gelassen. Das Vorratsgefäß 4 ist mit
einer nicht dargestellten Heizeinrichtung versehen und weist eine wärmeisolierende
Ummantelung 5 auf. An einer vertikalen Seitenwand 6 des Vorratsgefäßes 4 ist eine
Austrittsöffnung 7 für die Stahlschmelze 3 vorgesehen, an die mittels eines Flansches
8 ein kurzer Rohrstutzen 9 angeschlossen ist. Zwischen dem Flansch 8 und der vertikalen
Seitenwand 6 des Vorratsgefäßes 4 ist eine Dichtung 10 eingesetzt.
[0015] In dem Rohrstutzen 9 ist ein erster Kokillenteil, der den Einlaufteil 11 für die
Horizontalstranggießkokille bildet, axial verschiebbar eingesetzt. Dieser Einlaufteil
11 weist einen Innendurchmesser 12 auf, der kleiner ist als der (13) der Austrittsöffnung
7 des Vorratsgefäßes 4.
[0016] Zwischen dem Rohrstutzen 9 und der Außenmantelfläche 14 des Einlaufteiles 11 ist
zwecks Abdichtung der Rohrstutzen 9 innenseitig mit zwei umlaufenden Nuten 15 versehen,
die mit porösem, feuerfestem Material 16 ausgefüllt sind. In diese Nuten 15 münden
inertes Gas zuführende Leitungen 17.
[0017] Der Einlaufteil 11, der aus feuerfestem Material gebildet ist, ist ungekühlt und
weist im wesentlichen zwei integral zusammenhängende Teile 18. 19 auf, und zwar einen
Einlaufvorderteil 18 und eine den Einlaufvorderteil 18 verlängernde Manschette 19.
Die Manschette 19 weist den gleichen Innendurchmesser 12 wie der Einlaufvorderteil
18 auf ; sie ist jedoch in geringerer Wandstärke 20 ausgebildet als der Einlaufvorderteil
18.
[0018] In den Einlaufvorderteil 18 sind umlaufende Nuten 21 eingearbeitet in die eine Heizeinrichtung
22, wie z. B. eine elektrisch beheizte Heizspule eingesetzt ist. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel sind über die Länge 23 des Einlaufvorderteiles 18 vier Heizspulen
hintereinander angeordnet. Jede der Heizspulen ist getrennt von den übrigen ein- und
ausschaltbar und regelbar.
[0019] In der Manschette 19 ist eine Einrichtung zum Orten der von der Stahlschmelze gebildeten
Strangschale 24 eingesetzt, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Temperaturmeßfühler
25 ausgebildet ist. Zwischen dem Temperaturmeßfühler 25 und der Heizeinrichtung 22
ist ein wärmeisolierender Körper 26 vorgesehen, der im Abstand von der Innenfläche
27 des Einlaufteiles 11 endet und eine Beeinflussung des Temperaturmeßfühlers durch
die Heizeinrichtung weitestgehend verhindert.
[0020] An den Einlaufteil 11 schließt ein zweiter Kokillenteil an, und zwar ein aus Kupfer
oder einer Kupferlegierung gebildeter Kokillenhauptkörper 28, der mit Kanälen für
eine Innenkühlung versehen ist. Dieser Kokillenhauptkörper 28 weist zur Aufnahme der
Manschette 19 eine ringförmige Ausnehmung 29 auf, wobei bei zusammengebauten Kokillenteilen
11 und 28 die sich in Längsrichtung erstreckende Außenfläche 30 der Manschette 19
an der ringförmigen Ausnehmung 29 berührend anlegt. Die radial gerichteten Anschlußflächen
31, 32 der Ausnehmung 29 und der Manschette 19 liegen spaltfrei aneinander an.
[0021] Die Innenfläche 33 des Kokillenhauptkörpers 28 weist den gleichen Durchmesser 12
auf wie die Innenfläche 27 des Einlaufteiles 11, sodaß von diesen beiden Teilen 11
und 28 ein stufenloser Kokillenhohlraum 34 gebildet ist.
[0022] An den Kokillenhauptkörper 28 können je nach Bedarf weitere Kokillenteile, beispielsweise
mit einer Innenkühlung versehene Nachkühler 35, von denen einer in Fig. 1 dargestellt
ist, mit oder ohne sich in Längsrichtung erstreckender Distanz zum Kokillenhauptkörper
28 anschließen.
[0023] Die Funktion der Einrichtung ist folgende : Mittels der Heizeinrichtung 22 wird die
Temperatur bzw. der Entzug von Wärme des Stranges durch den Einlaufteil 11 derart
geregelt, daß sich die Strangschale 24 im Bereich des Übergangs der Manschette 19
zum Einlaufvorderteil 18 zu bilden beginnt. Mittels des Temperaturmeßfühlers 25 läßt
sich die gebildete Strangschale 24 orten, da die Höhe der Temperatur im Bereich der
Manschette 19 davon abhängt, ob die Manschette von einer Strangschale 24 bedeckt ist
oder nicht.
[0024] Wandert der Bereich 36 des Beginns der Strangschalenbildung in Richtung zum Kokillenhauptkörper
28, so zeigt der Temperaturmeßfühler 25 eine höhere Temperatur an, sobald Stahlschmelze
3 zur Manschette 19 gelangt.
[0025] In diesem Fall wird die Kühlung des Kokillenhauptkörpers 28 intensiviert und die
Heizung des Einlaufteiles 11, zumindest bei den dem Temperaturmeßfühler 25 benachbarten
Heizspulen herabgesetzt bzw. abgeschaltet.
[0026] Wandert hingegen der Bereich 36 des Beginns der Strangschalenbildung zum Vorratsgefäß
4, wird die Strangschale 24 im Bereich des Temperaturmeßfühlers 25 stärker und es
kommt zu einem Temperaturabfall, der vom Temperaturmeßfühler 25 registriert wird.
In diesem Fall wird die Heizung im Einlaufteil 11 intensiviert und erforderlichenfalls
gleichzeitig die Kühlung des Kokillenhauptkörpers 28 vermindert.
[0027] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Einlaufteil 11 eine geringe Wärmeleitfähigkeit
und der Kokillenhauptkörper 28 eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Dementsprechend
ist auch der Wärmeentzug von Strangwärme im Bereich des Einlaufteiles 11 sehr gering.
Er steigt erst im Bereich der relativ dünnwandigen Manschette 19 stark an, welcher
Anstieg 37 für den Beginn der Bildung der Strangschale 24 verantwortlich ist. Mit
der am Einlaufteil 11 installierten Heizeinrichtung läßt sich dieser Anstieg 37 des
Wärmeentzuges in Richtung der Längsachse der Horizontalstranggießkokille verlegen.
[0028] Mit der erfindungsgemäßen Horizontalstranggießkokille ist es somit möglich, den Bereich
36 des Beginns der Strangschalenbildung festzulegen, sodaß die radial gerichteten
Anschlußflächen 31, 32 zwischen Manschette 19 und Kokillenhauptkörper 28 von der Schmelze
3 nicht berührt werden und die radial zur Austrittsöffnung 7 des Vorratsbehälters
4 gerichtete Fläche 38 des Einlaufvorderteiles 18 niemals von einer Strangschale bedeckt
werden kann.
[0029] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel,
sondern sie kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden. Beispielsweise ist
es möglich, über die Länge 23 des Einlaufvorderteiles 18 mehrere Einrichtungen zum
Orten der gebildeten Strangschale 24 vorzusehen. Anstelle des beim dargestellten Ausführungsbeispiel
dargestellten Temperaturmeßfühlers 25 können auch andere Einrichtungen zum Orten der
gebildeten Strangschale 24 vorgesehen sein, wie z. B. Dehnmeßstreifen oder Ultraschallsender-
und -empfänger.
[0030] Die Heizeinrichtung des Einlaufvorderteiles kann auch von einer im Einlaufteil 11
spiralförmig vorgesehenen Heizspule gebildet sein. Die Erfindung läßt sich weiters
für unterschiedlich gestaltete Querschnittsformen des Kokillenhohlraumes 34 verwirklichen.
1. Horizontalstranggießkokille, insbesondere zum Stahlstranggießen, mit einem einlaufseitig
aus feuerfestem Material gebildeten Einlaufteil (11), der dichtend an ein Vorratsgefäß
(4) für die Schmelze (3) anschließbar ist, und mit einem an den Einlaufteil (11) fluchtend
anschließenden, einen durchgehend stufenlosen Kokillenhohlraum (34) bildenden, mit
einer Innenkühlung versehenen, vorzugsweise aus Kupfer oder einer Kupferlegierung
gebildeten Kokillenhauptkörper (28), dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaufvorderteil
(18) mit einer Heizeinrichtung (22) versehen ist, und daß zwischen der Heizeinrichtung
(22) und dem in Ausziehrichtung des Stranges liegenden Ende des Einlaufteiles (11)
eine Einrichtung (25) zum Orten der gebildeten Strangschale (24), vorzugsweise eine
Temperaturmeßeinrichtung, vorgesehen ist.
2. Horizontalstranggießkokille nach Anspruch 1, wobei der Einlaufteil (11) eine in
Ausziehrichtung des Stranges vorgesehene Manschette (19) aufweist, deren Wandstärke
(20) geringer ist als die Wandstärke des Vorderteiles (18) des Einlaufteiles (11),
wobei die Manschette (19) in eine stirnseitig vorgesehene Ausnehmung (29) des Kokillenhauptkörpers
(28) eingesetzt ist und wobei die Außenfläche (30) der Manschette (19) an der ringförmigen
Ausnehmung (29) in Längsrichtung der Horizontalstranggießkokille anliegt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperaturmeßeinrichtung (25) innerhalb der Manschette (19)
angeordnet ist.
3. Horizontalstranggießkokille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Heizeinrichtung (22) und der Temperaturmeßeinrichtung (25) ein wärmeisolierender
Körper (26) vorgesehen ist.
4. Horizontalstranggießkokille nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß über die Länge (23) des Einlaufvorderteiles (18) verteilt mehrere Einrichtungen
(25) zum Orten der gebildeten Strangschale (24) im Abstand voneinander vorgesehen
sind.
5. Horizontalstranggießkokille nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizeinrichtung (22) aus einzeln zu- und abschaltbaren, über die Länge (23)
des Einlaufvorderteiles (18) verteilt angeordneten Heizeinrichtungsteilen gebildet
ist.
6. Horizontalstranggießkokille nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß sie mittels einer Oszilliereinrichtung antreibbar ist.
7. Horizontalstranggießkokille nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaufvorderteil
(18) an seiner peripheren Außenseite eine Gleitfläche aufweist und von einem am Vorratsgefäß
(4) starr befestigten Rohrstutzen (9) umgeben ist.
8. Horizontalstranggießkokille nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrstutzen
(9) an seiner an der Gleitfläche des Einlaufvorderteiles (18) anliegenden Gegengleitfläche
mindestens eine umlaufende Nut (15) aufweist, in die mindestens eine inertes Gas zuführende
Leitung (17) mündet.
9. Horizontalstranggießkokille nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende
Nut (15) mit porösem, feuerfestem Material (16) ausgefüllt ist.
1. A horizontal continuous casting mould, in particular for continuously casting steel,
comprising a feed section (11) formed of refractory material on the feed side, which
is sealingly connectable to a storage vessel (4) for the melt (3), and a mould main
body (28) alignedly abutting on the feed section (11), forming a steplessly through-going
mould cavity (34), provided with an internal cooling and preferably made of copper
or a copper alloy, characterised in that the feed section front part (18) is provided
with a heating means (22), and that a means (25) for detecting the formed strand skin
(24), preferably a temperature measuring means, is provided between the heating means
(22) and the end of the feed section (11) lying in the strand extraction direction.
2. A horizontal continuous casting mould according to claim 1, wherein the feed section
(11) comprises a collar (19) provided in the strand extraction direction, whose wall
thickness (20) is slighter than the wall thickness of the front, part (18) of the
feed section (11), the collar (19) being inserted in a recess (29) provided on the
front side of the mould main body (28) and the outer surface (30) of the collar (19)
abutting against the annular recess (29) in the longitudinal direction of the horizontal
continuous casting mould, characterised in that the temperature measuring means (25)
is arranged within the collar (19).
3. A horizontal continuous casting mould according to claim 1 or 2, characterised
in that a heat-insulating body (26) is provided between the heating means (22) and
the temperature measuring means (25).
4. A horizontal continuous casting mould according to claims 1 to 3, characterised
in that several means (25) for detecting the formed strand skin (24) are arranged
to be distributed over the length (23) of the feed section front part (18) at a distance
from each other.
5. A horizontal continuous casting mould according to claims 1 to 4, characterised
in that the heating means (22) is formed by heating means parts arranged to be distributed
over the length (23) of the feed section front part (18) and to be switched on and
off individually.
6. A horizontal continuous casting mould according to claims 1 to 5, characterised
in that it is drivable by an oscillation means.
7. A horizontal continuous casting mould according to claim 6, characterised in that
the feed section front part (18) includes a sliding surface on its peripheral outer
side and is surrounded by a pipe socket (9) rigidly fastened to the storage vessel
(4).
8. A horizontal continuous casting mould according to claim 7, characterised in that
the pipe socket (9), on its counter sliding surface contacting the sliding surface
of the feed section front part (18), comprises at least one continuous groove (15)
into which at least one inert-gas- supplying duct (17) enters.
9. A horizontal continuous casting mould according to claim 8, characterised in that
the continuous groove (15) is filled with porous refractory material (16).
1. Lingotière de coulée continue horizontale, notamment pour la coulée continue de
l'acier. comprenant une partie d'entrée (11) formée en matière réfractaire sur le
côté d'entrée, qui peut être raccordée à joint étanche à un réservoir (4) destiné
à recevoir la matière fondue (3), et un corps principal de lingotière (28), qui se
raccorde à la partie d'entrée (11) en prolongeant cette dernière forme une cavité
de lingotière (34) dépourvue de redans sur toute sa longueur, muni d'un refroidissement
intérieur et de préférence formé de cuivre ou d'un alliage de cuivre, caractérisée
en ce que la partie avant (18) de l'entrée est munie d'un dispositif de chauffage
(22) et en ce que, entre le dispositif de chauffage (22), et l'extrémité de la partie
d'entrée (11) située dans le sens de l'extraction de la barre, est prévu un dispositif
(25) destiné à détecter la croûte solidifiée formée (24), de préférence un dispositif
de mesure de la température.
2. Lingotière de coulée continue horizontale selon la revendication 1, dans laquelle
la partie d'entrée (11) présente une manchette (19) prévue dans le sens de l'extraction
de la barre et dont l'épaisseur de paroi (20) est plus faible que l'épaisseur de paroi
de la partie avant (18) de la partie d'entrée (11), laquelle manchette (19) est emboîtée
dans un évidement (29) du corps principal (28) de la lingotière qui est prévu côté
frontal, la surface extérieure (30) de la manchette (19) s'appuyant contre l'évidement
annulaire (29) dans la direction longitudinale de la lingotière de coulée continue
horizontale, caractérisée en ce que le dispositif de mesure de température (25) est
agencé à l'intérieur de la manchette (19).
3. Lingotière de coulée continue horizontale selon l'une des revendications 1 et 2,
caractérisée en ce qu'un corps isolant thermique (26) est prévu entre le dispositif
de chauffage (22) et le dispositif de mesure de la température (25).
4. Lingotière de coulée continue horizontale selon les revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que plusieurs dispositifs (25) pour la détection de la croûte solidifiée formée
(24) sont prévus à un certain écartement mutuel sur la longueur (23) de la partie
avant de l'entrée (18).
5. Lingotière de coulée continue horizontale selon les revendications 1 à 4, caractérisée
en ce que le dispositif de chauffage (22) est composé d'éléments de dispositif de
chauffage qui peuvent être mis individuellement en action et hors d'action et qui
sont répartis sur la longueur (23) de la partie avant (18) de l'entrée.
6. Lingotière de coulée continue horizontale selon les revendications 1 à 5, caractérisée
en ce qu'elle peut être entraînée au moyen d'un dispositif oscillant.
7. Lingotière de coulée continue horizontale selon la revendication 6, caractérisée
en ce que la partie avant (18) de l'entrée présente une surface de glissement sur
sa face extérieure périphérique et est entourée par une tubulure (9) fixée rigidement
au réservoir (4).
8. Lingotière de coulée continue selon la revendication 7, caractérisée en ce que
la tubulure (9) présente, sur sa surface complémentaire qui est appuyée contre la
surface de glissement de la partie avant (18) de l'entrée, au moins une gorge périphérique
(15) dans laquelle débouche au moins une conduite (17) amenant un gaz inerte.
9. Lingotière de coulée continue horizontale selon la revendication 8, caractérisée
en ce que la gorge périphérique (15) est remplie de matière réfractaire poreuse (16).
