| (19) |
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(11) |
EP 0 139 119 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.07.1984 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von kornförmigen Formstoffen z.B. Giessereiformsand
Method of and installation for compacting granular moulding materials, for example
foundry mould sand
Procédé et installation pour la compression de matériaux de moulage en forme de grain,
par exemple sable de fonderie
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
02.08.1983 DE 3327822
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.1985 Patentblatt 1985/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Mertes, Josef |
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D-57334 Bad Laasphe (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Mertes, Josef
D-57334 Bad Laasphe (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hafner, Dieter, Dr.rer.nat., Dipl.-Phys. |
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Dr. Hafner & Stippl,
Patentanwälte,
Ostendstrasse 132 90482 Nürnberg 90482 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 036 434 EP-A- 0 084 627 DE-A- 3 025 993 DE-C- 1 097 622
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EP-A- 0 062 331 DE-A- 2 949 340 DE-A- 3 105 350 SU-U- 0 339 710
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- W. Bohl, Technische Strömungslehre, Vogel-Verlag, Würzburg, 1971, Seiten 173 und 175
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Anspruches
6.
[0002] Neben den rein mechanischen Verfahren zur Formstoffverdichtung durch Rütteln und
Pressen sowie durch Einschießen des Formstoffes mit anschließende Nachpressen, sind
Verfahren bekannt, bei denen der Formstoff durch die Druckwirkung eines explodierenden
Gases oder durch die unmittelbare Einwirkung von Druckluft verdichtet wird. So sind
z. B. entsprechende Vorrichtungen in den Druckschriften DE-3 025 993 und DE-2 949
340 (Explosionsverfahren) sowie in den Druckschriften DE-1 097 622, EP-A-36 434 und
DE-3 105350 (Druckluftverfahren) beschrieben.
[0003] Bei dem Explosionsverfahren ist es nachteilig, daß ein explosives Medium angewendet
werden muß. Dieses macht erhebliche Maßnahmen der Sicherheit und des Umweltschutz
es erforderlich. Außerdem wird die Vorrichtung und der Formstoff erheblichen Temperaturbelastungen
ausgesetzt, was u.a. zu einer starken Austrocknung der Formstoffoberfläche führt.
Ferner ist davon auszugehen, daß sich die Druckwelle durch die Explosion sternförmig
ausbreitet und somit nicht an allen Stellen gleichmäßig und senkrecht als frontale
Druckwelle auf die lose Formstoffoberfläche auftrifft.
[0004] Die bekannten Vorrichtungen mit den Druckluftverfahren haben den Nachteil, daß die
Druckluft punktuell und nicht gleichmäßig frontal auf die lose Formstoffoberfläche
auftrifft. In DE-A-3105 350 werden z.B. Maßnahmen beschrieben, die gezielt eine Trennung
der Teilströme der in einem grobmaschigen Raster angeordneten Lavaldüsen bewirken
sollen. Die Teilströme, die gemäß der Lavalcharakteristik gebündelt verlaufen, treffen
somit punktuell auf den losen Formstoff auf und reißen dort tiefe Krater, die hochliegende
Modellpartien aufdecken können. Neben der aufgewühlten kraterähnlichen Oberfläche
der Formrückenseite führt dies auch zu einer ungleichmäßigen Verdichtung. Weitere
Nachteile sind, daß die kegelförmigen Ventilteller einen großen Ventilhub erfordern
und daß ein externer Antrieb mit fremder Energiequelle das Ventil oder die Ventile
öffnet, was insgesamt gesehen die für das Verfahren bedeutsame Schnelligkeit des Systems
negativ beeinflußt. Darüberhinaus sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Druckluft
nach einem zentralen Auslaß über Schikanen auf die lose Formstoffoberfläche geleitet
wird, was zu erheblichen Energieverlusten führt.
[0005] In EP-A-36 434 wird ein Luftstrom-Preßverfahren beschrieben, bei dem Druckluft in
den Formstoff eingeblasen und an der Modellplatte wieder abgesaugt wird. Das Einblasen
der Druckluft erfolgt dabei oberhalb der Formstoffoberfläche über Kanäle mit "Sandfitterdüsen",
die bekanntlich nur kleinste Querschnitte haben. Die Sandfilterdüsen bewirken dabei
ein Anstauen der von einem Zentralauslaß anströmenden Druckluft, um sie dann vergleichmäßigt
aus den Sandfilterdüsen ausströmen zu lassen. Durch die horizontale und vertikale
sowie auch durch die entgegengesetzte Anordnung der Sandfilterdüsen entstehen erhebliche
Energieverluste. Da der Durchströmvorgang nur relativ langsam ablaufen kann, ist die
Nutzung der potentiellen Druckluftenergie für eine schlagartige Verdichtung nicht
möglich. Mit diesem Verfahren kann daher nur eine Vorverdichtung aber keine Endverdichtung
erreicht werden. Ein mechanisches Nachpressen ist daher zwingend erforderlich. Nachteilig
ist auch, daß die Modellplatte zum Absaugen der Druckluft mit Sandfilterdüsen bestückt
werden muß und daß außerdem eine Unterdruckquelle erforderlich ist.
[0006] Beim Auftreffen der Druckluft auf die lose Formstoffoberfläche, wird die Formstoffmasse
beschleunigt und durch nachfolgendes Abbremsen auf der Modellplatte verdichtet. Es
entsteht hierbei der charakteristische Formhärteverlauf mit hohen Werten an der Modellseite
und niedrigen Werten an der Formrückseite, die von der Druckluft direkt beaufschlagt
wurde. Die für die Gießtechnik ideale Charakteristik hat aber den Nachteil, daß die
Formrückseite nicht den Anforderungen der Praxis entspricht, insbesondere im Hinblick
auf Gießtümpel und Eingußtrichter. Es bedarf daher einer integrierten Einrichtung
die diesen Nachteil beseitigt ohne jedoch den vorteilhaften Formhärteverlauf wesentlich
zu beeinflussen. Vorteilhaft wäre, wenn diese gleiche Einrichtung auch die lose Formstoffoberfläche
vor der Druckeinwirkung leicht andrückt. Dadurch wird einerseits das Luftporenvolumen
in der losen Oberfläche des Formstoffes reduziert und andererseits des Eindringen
der Druckluft in den Formstoff vermindert. Die zuvor beschriebene Einrichtung ist
bei den bisher bekannten Vorrichtungen mit dem Druckluftverfahren nicht vorhanden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die beschriebenen Nachteile zu vermeiden
und ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, womit eine frontale, gleichmäßige
und senkrecht wirkende Druckwelle erzeugt wird, die mit hoher Geschwindigkeit den
Formstoff gleichmäßig verdichtet und die eine integrierte Einrichtung zur Vor- und
Nachbehandlung der Formrückseite aufweist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale der
Ansprüche 1 und 6. Weitere Merkmale und besondere Ausführungsformen sind in den sonstigen
Ansprüchen angegeben.
[0009] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden insbesondere durch folgende Merkmale
gekennzeichnet:
- die Bodenplatte weist eine große Anzahl kleiner kreisförmiger Öffnungen mit lavaldüsenähnlichen
Querschnitten auf, die so ausgebildet sind, daß der Luftstrahl am Ausgang der Düse
leicht aufplatzt. Dies bewirkt im Zusammenhang mit einer definierten, minimalen Distanz
zwischen Bodenplatte und der losen Formstoffoberfläche die Ausbildung einer frontalen
Druckwelle, die senkrecht und gleichmäßig auf die lose Formstoffoberfläche auftrifft
und somit zu einer gleichmäßigen Verdichtung führt.
- die Bodenplatte weist an der Unterseite zwischen den kreisförmigen Düsenausgangen
eine noch ausreichende ca. prozentige Fläche zum Andrücken und Nachpressen des Formstoffes
auf. Die Bodenplatte kann daher als integrierte Preßvorrichtung benutzt werden. Außerdem
ist ein Nachverdichten auch durch Druckerhöhung des entspannten Gases möglich.
[0010] - Die Ventilstößel und der Hauptkolben bilden zusammen ein Differentialkolbensystem.
Das Druckmedium der Druckgaskammer steht ständig als potentielle Energie am Hauptkolben
an. Eine fremde Energiequelle ist nicht erforderlich. Die Freigabe des gesamten Auslaßquerschnittes
erfordert nur den sehr geringen Hub von d/4 einer kleinen kreisförmigen Auslaßöffnung.
Zusammen bewirken diese Kriterien ein Öffnen des gesamten Auslaßquerschnittes in nur
wenigen Millisekunden.
[0011] - Der Hauptkolben benötigt keine Dichtungen, weil er mit dem Medium der Druckgaskammer
angetrieben wird und weil der geöffnete Zustand nur Bruchteile von Sekunden dauert.
- Der Rahmen hat zum drosselfreien Nachströmen des Druckmediums die großzügig bemessenen
Öffnungen. Außerdem ist auch der Querschnitt zwischen den Ventilstößeln großzügig
bemessen. Der Kolbenhohlraum und der untere Zylinderraum sind integrierte Bestandteile
der Druckgaskammer. Letzteres bewirkt ein annähernd verzögerungsfreies Reagieren des
Hauptkolbens.
[0012] - Die Ventilstößel bestehen aus einem elastischen Material z. B. Gummi. Durch die
Federwirkung unterstützen sie beim Öffnungsvorgang das Anheben des Hauptkolbens. Der
Federweg der elastischen Ventilstößel bewirkt außerdem, daß zunächst die Massenträgheit
des Kolbens und des Rahmens überwunden wird, bevor die Ventilstößel mit einer definierbaren
Anfangsgeschwindigkeit vom Ventilsitz abheben. Da die Beschleunigungszeit vom Geschwindigkeitswert
Null bis zur Anfangs- bzw. Abhebegeschwindigkeit der Ventilstößel nicht in die Hubzeit
für den Hub d/4 eingeht und sich die Anfangsgeschwindigkeit durch die weiter steigende
Beschleunigung (Seite 8 -Zeile 25) progressiv erhöht, bewirkt auch dieses Kriterium
ein Öffnen des gesamten Auslaßquerschnittes in nur wenigen Millisekunden.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere in der Gießerei zur Verdichtung
von Formen und Kernen, sowie in der Bauindustrie zur Verdichtung von Baustoffen Anwendung
finden. Außerdem kann das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Verdichtung von irgendwelchen
anderen Formstoffen verwendet werden.
[0014] Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
beschrieben. Hierbei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung linker Halbschnitt:
in Ausgangsstellung rechter Halbschnitt: in Arbeitsstellung
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Ventilstößel gemäß-Linie A-A, Fig. 1
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Rahmen gemäß Linie B-B, Fig. 1
Fig. 4 eine Unteransicht der Bodenplatte gemäß Linie C-C, Fig. 1
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen Ventilstößel gemäß Linie D-D, Fig. 3
Fig. 6 ein Anordnungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Fig. 7 einen Teilschnitt einer anderen Ventilstößelausführung
[0015] Fig. 1 zeigt eine Modellplatte 5 mit Modell 5a zusammen mit einem Formkasten 7 und
einem Füllrahmen 8. Darüber befindet sich die Bodenplatte 54, die eine große Anzahl
kleiner, kreisförmiger Öffnungen 53 mit lavaldüsenähnlichen Querschnitten aufweist.
Die Bodenplatte 54 ist Bestandteil der darüber angeordneten Druckluftkammer 17. Die
Druckluftkammer 17 ist zur Vergrößerung des Ausgangsvolumens über die großzügig dimensionierten
Leitungen 42 mit den zwei symetrisch angeordneten Windkesseln 43 verbunden. Der Druck
in der Druckluftkammer beträgt 5 bar. In der Druckluftkammer 17 befindet sich der
luftdurchlässige Rahmen 45, der die elastischen Ventilstößel 52,65 trägt. Die großzügig
ausgelegten Bohrungen 14, 57, 67 im Rahmen 45 ermöglichen ein drosselfreies Durchströmen
der Druckluft. Die elastischen Ventilstößel 52, 65 verschließen die Öffnungen 53 in
der Bodenplatte 54. Der Rahmen 45 ist am Kolben 41 befestigt. Der Kolben 41, der das
Öffnen und Schließen der Bodenplattenöffnungen 53 bewirkt, gleitet in einem Zylinder,
dessen unterer Raum 21 integrierter Bestandteil der Druckluftkammer 17 ist. Ebenso
ist der Kolbenhohlraum 20 integrierter Bestandteil der Druckluftkammer 17. Am Außenrand
des Gehäuses 15 ist ein senkrecht beweglicher Flansch 11 an vier Pneumatikzylindern
44 aufgehängt. Die Pneumatikzylinder stehen kolbenseitig unter Dauerdruck und sie
wirken somit als pneumatische Feder. In der Ausgangsstellung werden die Kolben gegen
die Anschläge 16 gedrückt. Der Flansch 11 hat die Aufgabe, mit seinen Dichtungen 9
und 13 eine druckdichte Verbindung zwischen dem Gehäuse 15 und dem Füllrahmen 8 herzustellen.
Die Dichtung 9 ist eine statische Dichtung, während die Dichtung 13 mit Druckluft
aktivierbar ist. Im nicht aktivierten Zustand zieht sich die Dichtung 13 hinter die
Flanschinnenfläche zurück und das Gehäuse 15 kann mit dem Spiel 46 berührungslos durch
den Flansch 11 bewegt werden. Im aktivierten Zustand wird die Dichtung 13 gegen die
Außenwand des Gehäuses 15 gepreßt.
[0016] Fig. 1 linker Halbschnitt zeigt die Vorrichtung in der Ausgangsstellung. Die Modellplatte
5 mit Modell 5a, Formkasten 7 und Füllrahmen 8 ist über die Rollenbahn 4 unter die
Bodenplatte 54 gefahren. Der Formstoff 6 ist bis zur Oberfläche 50 lose und gleichmäßig
aufgeschüttet. Mit dem Hubtisch 3 wird die Modellplatte 5 von der Rollenbahn 4 abgehoben
und mit der weiteren Aufwärtsbewegung wird der Füllrahmen 8 unter den Flansch 11 gedrückt,
der dann gegen den pneumatischen Federdruck 44 ebenfalls nach oben bewegt wird. Die
Aufwärtsbewegung wird soweit geführt bis die Bodenplatte 54 die lose Formstoffoberfläche
50 zur Verminderung ihres Luftporenvolumens leicht angedrückt hat. Danach wird durch
eine Abwärtsbewegung die lose Formstoffoberfläche 50 in eine definierte Distanz 49
zur Bodenplatte 54 gebracht (Schußposition). Es kann aber auch darauf verzichtet werden,
die Formstoffoberfläche leicht anzudrücken. Die Aufwärtsbewegung wird dann direkt
bis zur definierten Distanz 49 (Schußposition) geführt.
[0017] Fig. 1 rechter Halbschnitt zeigt die Vorrichtung in Schußposition, wobei mit "Schuß"
das schlagartige Austreten der Druckluft gemeint ist. In dieser Position wird zunächst
die Dichtung 13 aktiviert. Der pneumatische Federdruck 44 bewirkt eine Anpressung
der Dichtung 9. Außerdem wirkt dieser pneumatische Federdruck der Kraft entgegen,
die durch die Druckeinwirkung auf den Spalt 48 entsteht. Das System ist damit druckdicht
verschlossen und die Druckwellenverdichtung kann freigegeben werden. Das Gehäuse der
Druckluftkammer 17 ist über den Kopfrahmen 22, den Säulen 55, dem Grundrahmen 1 und
dem Zylinder 2 mit Hubtisch 3 zu einem kraftschlüssigen System verbunden.
[0018] Durch Anheben des Kolbens 41 werden über den biegesteifen Rahmen 45 alle Auslaßbohrungen
53 gleichzeitig geöffnet. Weil zum Öffnen eines drosselfreien Querschnittes nur ein
kleiner Hub von wenigen Millimetern (d/4 einer Auslaßbohrung) erforderlich ist und
weil weitere noch zu beschreibende, vorteilhafte Kriterien vorliegen, werden nur wenige
Millisekunden zum Öffnen eines drosselfreien Querschnittes benötigt. Die Druckluft
kann somit aus den Öffnungen 53 der Bodenplatte 54, die insgesamt einen sehr großen
Querschnitt ausmachen, in wenigen Millisekunden austreten. Die kreisförmigen Öffnungen
53, die gemäß Fig. 4 in einem Rastersystem sehr nah beieinanderliegen, haben lavaldüsenähnliche
Querschnitte. Durch eine entsprechende Ausbildung der Düse wird erreicht, daß der
Luftstrahl am Ausgang der Düse leicht aufplatzt. Dies hat zur Folge, daß die nah nebeneinander
austretenden Luftstrahle sich vermischen und im weiteren Verlauf der Distanz 49 eine
Druckwelle bilden. Die Druckwelle trifft mit hoher Geschwindigkeit auf die lose Formstoffoberfläche
50 auf. Der Formstoff 6 wird beschleunigt und durch nachfolgendes Abbremsen auf der
Modellplatte 5 verdichtet. Die Druckluft entspannt dabei in dem geschlossenen System
mit adiabatischem Verlauf auf einen definierten Enddruck. Die stärkste Verdichtung
entsteht im Bereich der Modellplatte, weil diese als starre und unnachgiebige Masse
die stärkste Verzögerung der Formstoffmassenteilchen bewirkt und weil hier noch die
vollständige Masse des Formstoffes wirksam ist. Im Verlauf zur Oberfläche 51 hin nimmt
die Formstoffverdichtung leicht ab, weil die Formstoffmasse und somit die Massenenergie
abnimmt und weil die oberen Schichten des Formstoffes nicht mehr unmittelbar auf der
starren Modellplatte sondern in den Zwischenschichten des Formstoffes abgebremst werden.
Es entsteht hierdurch der charakteristische und gießtechnisch ideale Formhärteverlauf.
Falls die Formhärte der Oberflächenschicht 51 nicht ausreicht, um Gießtümpel und Gießtrichter
einzufräsen, so kann die Formstoffoberfläche 51 nachverdichtet werden ohne jedoch
den idealen Formhärteverlauf wesentlich zu beeinflussen. Hierzu wird nach dem Verschließen
der Bodenplattenöffnungen 53 das Ventil 12 geöffnet. Der Restdruck über der Formstoffoberfläche
51 wird dabei wieder auf den Systemdruck 6 bar erhöht und dieser wird für eine kurze
Zeit als statischer Druck über der Formstoffoberfläche 51 gehalten. Über das Ventil
10 wird der Raum zwischen Bodenplatte 54 und Formstoffoberfläche 51 wieder drucklos
gemacht. Eine weitere Möglichkeit der Nachverdichtung besteht darin, daß die Formstoffoberfläche
51 mittels Hubtisch 3 gegen die Bodenplatte 54 gedrückt wird. Dies geschieht, indem
zuvor der Restdruck über der Formstoffoberfläche 51 durch das Ventil 10 abgelassen
und die Dichtung 13 entspannt wird. Die wirksame Preßfläche 59 zwischen den Öffnungen
53 beträgt ca. 50 % der gesamten Formstoffoberfläche 51.
[0019] Nach dem Verdichtungsvorgang wird der Hubtisch wieder abgesenkt, wodurch sich die
Modellplatte 5 mit Modell 5a, Formkasten 7, Füllrahmen 8 und der verdichteten Form
wieder auf die Rollenbahn 4 absetzt. Die Modellplatte 5 mit den aufliegenden Einheiten
wird heraus gefahren. Gleichzeitig wird von der entgegengesetzten Seite die andere
Modellhälfte unter die Bodenplatte 54 gefahren und mit Anheben des Hubtisches 3 beginnt
ein neuer Verdichtungszyklus. Dieses vorteilhafte Anordnungsbeispiel einer Druckgaskammer
für zwei Modellhälften ist in Fig. 6 dargestellt. Darüberhinaus sind viele andere
Anordnungsvarianten möglich.
[0020] Die Summe der Querschnittsflächen 47, 60 und die Querschnittsfläche des Kolbens 41
bilden zusammen ein Differentialkolbensystem. Die Querschnittsfläche des Kolbens 41
ist größer als die Summe aller Querschnittsflächen 47, 60. In den Zylinderräumen 21
und 24 sowie über den Ventilstößeln 52 stehen die gleichen Druckwerte der Druckluftkammer
17 an. Hieraus ergibt sich eine resultierende Kraft, die die Ventilstößel 52, 65 auf
ihren Sitz drücken. Diese Kraft entspricht dem Produkt aus der Summe aller Querschnittsflächen
47, 60 und dem Druck der Druckluftkammer 17. Wird der Druck im Zylinderraum 24 auf
atmosphärischen Druck entspannt, dann ergibt sich eine nach oben gerichtete Kraft,
weil die Querschnittsfläche des Kolbens 41 größer ist als die Summe aller Querschnittsflächen
47, 60. Im Zeitpunkt, in dem die Ventilstößel zu öffnen beginnen, entspricht diese
Kraft dem Produkt aus der Differenzquerschnittsfläche und dem Druck der Druckluftkammer.
Im weiteren Verlauf des Ventilstößelhubes erhöht sich diese Kraft, weil durch das
Freiwerden der Ventilstößel die gesamte Querschnittsfläche des Kolbens 41 wirksam
wird. Zu berücksichtigen ist jedoch hierbei, daß der Druck entsprechend der Volumenverhältnisse
und des adiabatischen Verlaufes von 5 bar auf ca. 3,5 bar abnimmt. Die Flächenverhältnisse
sind so ausgelegt, daß im Zeitpunkt des Hubbeginns der Ventilstößel eine Kraft zur
Verfügung steht, die die Überwindung des Eigengewichtes und der Reibung sowie die
erforderliche Beschleunigung sicherstellt. Die weitere Krafterhöhung kann somit eine
zusätzliche Beschleunigung bewirken, was wiederum für das schnelle Öffnen von Bedeutung
ist.
[0021] Die Kolbengleitflächen 18 und 23 sind mit Führungsbändern versehen, die einen sehr
niedrigen Reibwert haben und hoch verschleißfest sind. Sie verhindern außerdem eine
metallische Berührung des Kolben- und Zylindermaterials. Dichtungen sind an den Kolbengleitflächen
18 und 23 nicht erforderlich, weil der Kolben 41 im geschlossenen Zustand der Öffnungen
53 beidseitig vom gleichen Systemdruck beaufschlagt wird. Der geöffnete Zustand, indem
der Zylinderraum 24 über die reichlich dimensionierten Schnellentlüfterventile 36
auf atmosphärischen Druck entlastet wird, dauert maximal nur 1 Sekunde. Die dabei
auftretenden geringfügigen Leckagen werden in Kauf genommen, weil sie die Funktion
nicht beeinflussen.
[0022] Nachfolgend werden nochmals die Kriterien zusammengefaßt, die für das schnelle, nur
wenige Millisekunden dauernde Öffnen von besonderer Bedeutung sind:
- kleiner, nur wenige Millimeter langer Hub
- Kolbenflächen 18 und 23 ohne Dichtung
- Kolbenflächen 18 und 23 mit reibungsarmen Führungsbändern
- auf Grund des kleinen Hubes nur ein kleiner Zylinderraum 24, der über die Schnellentlüftungsventile
36 sehr schnell entlüftet werden kann.
- Druck steht im Zylinderraum 21 als potentielle Energie an
- große Beschleunigungskraft zum Anheben des Systems unterstützt durch die Federwirkung
der elastischen Ventilstößel 52, 65
- Öffnen der Ventilsitze mit einer definierten Anfangsgeschwindigkeit größer als Null
(ca. 1 m/sek)
[0023] Die hohe Beschleunigung führt trotz des geringen Hubes zu einer hohen Kolbengeschwindigkeit.
Um bei Hubende ein zu hartes Aufschlagen des Kolbens 41 zu vermeiden, ist im Zylinderraum
24 eine Federdämpfung 39 eingebaut, die den Kolben 41 über einen definierten Bremsweg
zum Stillstand bringt. Auf der Kolbenfläche ist eine entsprechend belastbare Kunststoffscheibe
40 aufgebracht, die ein metallisches Aufschlagen des Kolbens auf die Fläche der Federdämpfung
39 verhindert. Wenn der Kolben 41 den zum Öffnen des gesamten Auslaßquerschnittes
erforderlichen Hub 39a zurückgelegt hat, schlägt die Kunststoffscheibe 40 am Flansch
39 an. Die Federn 38 haben in dieser Ausgangsstellung nur eine sehr geringe Vorspannung,
sodaß der Bremsbeginn annähernd stoßfrei ist. Die Federn 38 sind so ausgelegt, daß
sie den Kolben 41 zum Stillstand bringen, bevor er den Zylinderflansch 25 berührt.
[0024] Die Führungen 56, die auch als Rollen ausgebildet sein können, verhindern ein Verdrehen
des Rahmens 45. Sie sind mit einem geringfügigem Spiel eingestellt, sodaß die Hubbewegung
des Rahmens nicht behindert wird.
[0025] Die Ventilstößel 52, 65 bestehen aus einem elastischen Material 64 (z.B. Gummi),
welches auf einem Stahlkern 63 aufvulkanisiert ist. Der Stahlkern 63 und der Schraubenkopf
62 stützen das elastische Material gegen den nach Außen wirkenden Systemdruck ab.
Die Flächen 68 und 61, 70 verlaufen geanau planparallel. Die Länge 69 der Ventilstößel
52, 65 entspricht in einem definierten Toleranzbereich diesem planparallelen Abstand.
Toleranzdifferenzen werden durch die Elastizität der Ventilstößel angeglichen. Die
genaue Länge 69 wird innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches gefertigt. Die Gummimasse
64a stellt eine durch die Zuhaltekraft zusammengedrückte Feder dar, die mit ihrer
Vorspannung das Anheben des Kolbens 41 und des Rahmens 45 beim Öffnungsvorgang unterstützt
und die außerdem das Abheben der Ventilstößel 52, 65 vom Ventilsitz mit einer definierten
Anfangsgeschwindigkeit größer als Null bewirkt. Für das Auswechseln der Ventilstößel
52, 65 wird das Gehäuseunterteil 15 am Schnellverschluß 19 gelöst und mit dem Hubtisch
3 abgesenkt und mittels einer einfachen .Palette über die Rollenbahn 4 seitlich weggefahren.
Die Ventilstößel 52, 65 sind dann von unten frei zugänglich.
[0026] Fig. 1 zeigt neben der mechanischen Vorrichtung auch das pneumatische Steuerungssystem.
Die Druckluft wird vom Netz mit dem Nenndruck 6 bar über den Absperrhahn 27 und über
das Filter 26 eingespeist. Die Arbeitsluft wird von dort über das Ventil 30 und über
den Druckregler 31 den zwei Windkesseln 43 zugeführt. Die Steuerluft wird hinter dem
Druckluftöler 29 abgenommen und über die Ventile 32 und 34 dem Zylinderraum 24 zugeführt.
Die Schnellentlüfterventile 36 dienen zum schnellen Entlüften des Zylinderraumes 24.
Das Ventil 12 dient zum Nachverdichten der Formstoffoberfläche 51 und das Ventil 10
dient zum Entlasten des Raumes über der Formstoffoberfläche 51. Ventil 37 ist das
Hauptsicherheitsventil. Mit dem Druckregelventil 31 wird der Arbeitsdruck auf 5 bar
gehalten.
[0027] In der Ausgangsstellung ist das Ventil 34 stromlos geöffnet (Sicherheitsschaltung),
das Ventil 32 stromlos geschlossen und das Ventil 30 stromführend geöffnet. Die Ventile
10, 12 und 28 sind stromlos geschlossen. In dieser Schaltstellung steht der Druck
der Druckluftkammer 17 und der Windkessel 43 über das Rückschlagventil 33, dem Ventil
34 und den Schnellentlüfterventilen 36 im Zylinderraum 24 an. Der Kolben 41 wird nach
unten gedrückt und die Ventilstößel 52, 65 verschließen somit die Öffnungen 53. Wenn
die Vorrichtung sich in Schußposition befindet, wird zunächst das Ventil 28 geschaltet
und somit die Dichtung 13 aktiviert. Danach wird das Ventil 34 eingeschaltet und das
Ventil 30 ausgeschaltet. Das Ventil 30 unterbricht die weitere Zufuhr der Arbeitsluft.
Das Ventil 34 unterbricht die Zufuhr der Steuerluft und entlastet gleichzeitig die
Schnellentlüfterventile 36. Über einen großen und drosselfreien Querschnitt der Schnellentlüfterventile
36 und der nachgeschalteten Schalldämpfer 35 wird der Zylinderraum 24 in sehr kurzer
Zeit entlastet. Der Kolben 41 hebt die Ventilstößel 52, 65 an und die Bodenplattenöffnungen
53 werden in wenigen Millisekunden freigegeben. Die Druckluft tritt aus der Druckluftkammer
aus und verdichtet - wie bereits beschrieben - den Formstoff. Der Druck sinkt dabei
entsprechend der Volumensveränderung und unter Berücksichtigung des adiabatischen
Verlaufes von 5 bar auf ca. 3,5 bar ab. Nach der Druckwellenverdichtung werden die
Ventile 32 und 34 geöffnet. Der Kolben 41 wird mit dem Netzdruck von 6 bar nach unten
bewegt und die Ventilstößel 52, 65 verschließen wieder die Öffnungen 53. Zum Nachverdichten
wird das Ventil 12 für kurze Zeit geöffnet. Danach wird das Ventil 32 geschlossen
und das Ventil 30 geöffnet, wodurch die Druckluftkammer 17 und die Windkessel 43 wieder
auf den Ausgangsdruck von 5 bar gebracht werden und der Zylinderraum 24 wieder vom
6 bar-System auf das 5 bar-System der Druckluftkammer 17 geschaltet wird. Zum Entlasten
des Druckraumes über der verdichteten Formstoffoberfläche 51 wird das Ventil 10 kurzzeitig
geöffnet. Danach wird die Dichtung 13 über das Ventil 28 entlastet. Der Verdichtungsvorgang
ist beendet und der Hubtisch 3 kann die Modellplatte 5 wieder auf die Rollenbahn 4
absenken.
[0028] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsvariante, die bei besonders großflächigen Formstoffoberflächen
eingesetzt werden kann. Die Auslaßöffnungen 71 sind hierbei entsprechend groß dimensioniert
und jeder Ventilstößel 73 hat einen eigenen Antriebskolben 75. Ventilstößel 73 und
Antriebskolben 75 bilden zusammen ein Differentialkolbensystem mit der gleichen Wirkungsweise
wie auf Seite 8 beschrieben. Hinsichtlich der Düsenform, der Druckwellenausbildung
und der definierten Distanz 49 gilt sinngemäß das Gleiche wie vorher erläutert. Eine
Kugelgelenkaufhängung 74 mit einem kleinen, allseitigen Winkelanschlag stellt sicher,
daß der großflächige Ventilteller 73 planparallel auf der Dichtfläche 72 aufliegt.
Die konischen Hauben 76 vermindern den Strömungswiderstand.
1. Verfahren zum Verdichten von kornförmigen Formstoffen z. B. Gießereiformsand durch
eine mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche des losen Formstoffes einwirkende
Druckwelle gasförmigen Mediums z. B. Druckluft, wobei das Druckmedium gleichmäßig
aus in einem Rastersystem nahe beieinanderliegenden lavalähnlichen Düsen, die in einer
Bodenplatte (54) über der gesamten Formstoffoberfläche (50) angeordnet sind, austritt,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Luftstrahle am Ausgang der Düsen aufplatzen,
so daß sich die nahe nebeneinander austretenden Luftstrahle vermischen und senkrecht
sowie an allen Stellen gleichmäßig als eine Druckwelle auf die Oberfläche (50) des
losen Formstoffes auftreffen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (54) und/oder
die Oberfläche des losen Formstoffes (50) - letzteres bewirkt durch die Modellplatte
(5) - in senkrechter Richtung zueinander bewegt werden können.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
(50) des losen Formstoffes zur Verminderung der in ihr befindlichen Luftporen von
der Bodenplatte (54) vor Einwirkung der Druckwelle leicht angedrückt werden kann.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte
(54) vor Einwirkung der Druckwelle in eine definierte Distanz (49) zur Oberfläche
(50) des losen Formstoffes gebracht wird, um eine gleichmäßige, frontale Ausbildung
der Druckwelle zu erzielen.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Druckwellenverdichtung
eine dünne, etwas geringer verdichtete Oberflächenschicht (51) nachverdichtet werden
kann und zwar durch Nachpressen mit der Bodenplatte (54) und/oder durch eine Druckerhöhung
des Gases über der festen Formstoffoberfläche (51).
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem
Tisch (3), der eine Modellplatte (5) aufnimmt, einem darauf aufliegenden Form- (7)
und Füllrahmen (8), einer darüber angeordneten Druckgaskammer (17) und einer Bodenplatte
(54) mit in einem Rastersystem nahe beieinanderliegenden Öffnungen als Bestandteil
der Druckgaskammer (17), dadurch gekennzeichnet, daß elastische Ventilstößel (52,
65) die in einem Rastersystem nahe beieinanderliegenden Öffnungen (53) in der Bodenplatte
(54) verschließen, daß die Ventilstößel (52, 65) an einem biegesteifen und gasdurchlässigen
Rahmen (45) befestigt sind und daß der Rahmen (45) an einem Kolben (41) befestigt
ist, der unmittelbar unter Einwirkung des Gasdruckes der Druckgaskammer (17) steht
und dessen Querschnittsfläche größer ist als die Summe aller Öffnungsquerschnitte
(47, 60) in der Bodenplatte (54).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (41), der das
Offnen und Schließen der Öffnungen (53) in der Bodenplatte (54) bewirkt, in beiden
Richtungen vom Gasdruck der Druckgaskammer (17) beaufschlagt wird und daß somit keine
fremde Energiequelle erforderlich ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine
schnelle, wenige Millisekunden dauernde Druckentspannung im Zylinderraum (24) der
Kolben (41) durch den als potentielle Energie im Zylinderraum (21) anstehenden Gasdruck
und durch die unterstützende Federwirkung der elastischen Ventilstößel (52, 65) in
wenigen Millisekunden angehoben wird.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbengleitflächen
(18) und (23) ohne Dichtungen sein können.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenhohlraum
(20) und der Zylinderhohlraum (21) integrierte Bestandteile der Druckgaskammer (17)
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daßdie Dichtflächen (61)
der elastischen Ventilstößel (65) planparallel zur Innenfläche (70) der Bodenplatte
(54) sind, um mit minimalstem Hub (z. B. d/4 einer kreisförmigen Öffnung (60)) einen
drosselfreien Ausgangsquerschnitt zu erreichen.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte
(54) eine große Anzahl Öffnungen (53) mit lavaldüsenähnlichen Querschnitten aufweist,
die in einem rechtwinkeligen Rastersystem angeordnet sind und die so ausgebildet sind,
daß die mit Überschallgeschwindigkeit austretenden Luftstrahle an den Düsenausgängen
leicht aufplatzen und sich im Verlauf der definierten Distanz (49) miteinander vermischen,
wodurch sich eine frontale Druckwelle ausbildet.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen
(45) zwischen den nach oben konisch verlaufenden Ventilstößeln (52, 65) Öffnungen
(14, 57, 67) aufweist, die einen größeren Querschnitt haben, als die Öffnungen (47,
60) in der Bodenplatte (54) und daß die Querschnitte (58) zwischen den Ventilstößeln
(52, 65) gleich oder größer sind als die der Öffnungen (14, 57, 67) im Rahmen (45).
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben
(41) einen nur sehr geringen Hub (d/4 einer kreisförmigen Öffnung (47,60)) zurücklegen
muß, um den gesamten Auslaßquerschnitt in der Bodenplatte (54) drosselfrei zu öffnen,
was für die erforderliche, schnelle Öffnung des gesamten Auslaßquerschnittes innerhalb
einer Zeit von wenigen Millisekunden von Bedeutung ist.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkegel (52, 65) aus einem elastischem Material (64) besteht z. B. Gummi, welches
auf einem Stahlkern (63) aufvulkanisiert ist und daß der Schraubenkopf (62) und der
Stahlkern (63) das elastische Material (64) gegen den einwirkenden Gasdruck abstützt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein
am Gehäuse (15) aufgehängter Flansch (11) eine druckdichte Verbindung zwischen dem
Gehäuse (15) und dem Füllrahmen (8) herstellt und daß der Flansch (11) durch eine
pneumatische Federkraft (44) auf den Füllrahmen (8) gedrückt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (11) eine
statische Dichtung (9) zum Füllrahmen (8) sowie eine mit Druckgas aktivierbare Dichtung
(13) zum Gehäuse (15) aufweist.
18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 und 17, daduch gekennzeichnet, daß die aktivierbare
Dichtung (13) in einer Vertiefung des Flansches (11) eingelassen ist und sich im nichtaktivierten
Zustand durch seine Elastizität hinter die Flanschinnenfläche zurückzieht, wodurch
das Gehäuse (15) berührungsfrei mit einem definierten Spiel (46) durch den Flansch
(11) bewegt werden kann.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Flansch (11) bei einem definierten Maß (49) auch fest mit dem Gehäuse (15) verbunden
sein kann und nur die statische Dichtung (9) hat.
20. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ventilstößel
(73) auch einen eigenen Antriebskolben (75) nach den Ansprüchen 6 bis 12 haben kann
und daß der Ventilstößel (73), der für eine große Auslaßöffnung (71) ausgebildet ist,
eine Kugelgelenkaufhängung (74) mit definiertem, allseitigem Winkelausschlag hat,
der eine planparallele Auflage der Dichtfläche (72) ermöglicht.
21. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummimasse (64a
- Fig. 5), die vom Schraubenkopf (62) gegen den einwirkenden Gasdruck abgestützt wird,
eine von der Zuhaltekraft zusammengedrückte Feder darstellt, die mit ihrer Vorspannung
das Anheben des Kolbens (41) und des Rahmens (45) beim Öffnungsvorgang unterstützt
und die durch den Federweg bewirkt, daß sich zunächst die Masse des Kolbens (41) und
des Rahmens (45) nach oben in Bewegung setzt, bevor die Ventilstößel (52,65) mit einer
definierten Anfangsgeschwindigkeit größer als Null vom Ventilsitz abheben, wodurch
der gesamte Auslaßquerschnitt in wenigen Millisekunden geöffnet wird.
1. A process for compressing granular moulding materials such as foundry moulding
sand by means of a pressure wave of gaseous medium such as compressed air acting at
high speed on the surface of the loose moulding material, with the compression medium
emerging uniformly from Laval-type nozzles that are arranged close together in a raster
system in a bottom plate (54) over the entire surface of the moulding material (50),
characterized in that the single air jets burst open at the nozzle outlet so that
the air jets emerging close to each other intermingle and impinge vertically as well
as uniformly at all points as a pressure wave on the surface (50) of the loose moulding
material.
2. Process according to claim 1, characterized in that the bottom plate (54) and/or
the surface of the loose moulding material (50) - the latter effected by the moulding
plate (5) - can be moved towards each other in a vertical direction.
3. Process according to claims 1 and 2, characterized in that the surface (50) of
the loose moulding material can be lightly pressed by the bottom plate (54) prior
to exposure to the pressure wave in order to reduce the air voids present in said
surface.
4. Process according to claims 1 and 2, characterized in that the bottom plate (54)
is brought to the surface (50) of the loose moulding material at a defined distance
(49) prior to exposure to the pressure wave, in order to reach a uniform, frontal
formation of the pressure wave.
5. Process according to claims 1 and 2, characterized in that after the pressure wave
compression a thin, somewhat less compressed surface layer (51) can be re-compressed
by repressing with the bottom plate (54) and/or by increasing the pressure of the
gas over the firm moulding material surface (51).
6. Device for implementing the process according to claim 1, consisting of a table
(3) holding a moulding plate (5), of a moulding flask (7) and filling frame (8) supported
on it, of a pressure gas chamber (17) located above it and of a bottom plate (54)
with openings (53) positioned close to each other in a raster system as a component
part of the pressure gas chamber (17), characterized in that flexible valve lifters
(52, 65) close to the openings (53) that are positioned close to each other in a raster
system in the bottom plate (54), that the valve lifters (52, 65) are attached to a
rigid and gas-permeable frame (45) and that the frame (45) is attached to a piston
(41) that is directly under the influence of the gas pressure of the pressure gas
chamber (17) and whose cross-sectional area is greater than the sum total of the cross-sections
of all openings (47, 60) in the bottom plate (54).
7. Device according to claim 6, characterized in that the piston (41) that effects
opening and closing of the openings (53) in the bottom plate (54) is pressurized in
both directions by the gas pressure of the pressure gas chamber (17) and in that no
external source of energy is therefore necessary.
8. Device according to claims 6 and 7, characterized in that the piston (41) is raised
in a few milliseconds by the rapid pressure release lasting a few milliseconds in
the cylinder compartent (24) of the piston (41) through the gas pressure available
as potention energy in the cylinder compartment (21) and through the supporting spring
action of the flexible valve lifter (52, 65).
9. Device according to claims 6 to 8 inclusive, characterized in that the sliding
surfaces (18) and (23) of the pistons can be without seals.
10. Device according to claims 6 to 9 inclusive, characterized in that the cavity
(20) of the piston and the cavity (21) of the cylinder are integrated component parts
of the pressure gas chamber (17).
11. Device according to claim 6, characterized in that the sealing surfaces (61) of
the flexible valve lifter (65) are plane-parallel to the inner (70) the bottom plate
(54) in order to attain a throttle- free output cross-section with the smallest possible
stroke (e.g. d/4 of a circular opening (60).
12. Device according to claims 6 and 11, characterized in that the bottom plate (54)
has a large number of openings (53) with cross-sections like that of a Laval nozzle
that are arranged in a rectangular raster system and are formed in such a way that
the air jets emerging at supersonic speed burst open lightly at the nozzle outlets
and intermingle in the course of the defined distance (49), causing a frontal pressure
wave to be formed.
13. Device according to claims 11 and 12, characterized in that the frame (45) between
the valve lifters (52, 65) that run conically upwards has openings (14, 57, 67) that
have a greater cross-section than the openings (47, 60) in the bottom plate (54) and
that the cross-sections (58) between the valve lifters (52, 65) are the same as or
greater than those of the openings (14, 57, 67) of the frame (45).
14. Device according to claims 6 to 13 inclusive, characterized in that the piston
(41) has to cover only a very small stroke (d/4 of one circular opening (47, 60) in
order to open the entire outlet cross-section in the bottom plate (54) throttle- free,
which is of significance for the necessary, rapid opening of the entire outlet cross-section
within a period of a few milliseconds.
15. Device according to claims 4, 11 and 12, characterized in that the valve cone
(52, 65) consists of an elastic material (64), e.g. rubber, that is vulcanized onto
a steel core (63) and that the screw head (62) and the steel core (63) support the
elastic material (64) against the effect of the gas pressure.
16. Device according to one of the claims 6 to 15 inclusive, characterized in that
a flange (11) suspended on the housing (15) produces a pressure-tight connection between
the housing (15) and the filling frame (8) and that the flange (11) is pressed onto
the filling frame (8) by a pneumatic spring force (44).
17. Device according to claim 16, characterized in that the flange (11) has a static
seal (9) to the filling frame (8) and also a seal (13) to the housing (15), said seal
(13) capable of being activated by compressed gas.
18. Device according to claims 16 and 17, characterized in that the activatable seal
(13) is let into a recess of the flange (11) and withdraws behind the inner surface
of the flange in non- activated state because of its elasticity, as a result of which
the housing (15) can be moved contact-free with a defined clearance (46) through the
flange (11).
19. Device according to one of the claims 6 to 18 inclusive, characterized in that
the flange (11) can, with a defined dimension (49), also be permanently connected
with the housing (15) and has only the static seal (9).
20. Device according to claims 6 to 12 inclusive, characterized in that each valve
lifter (73) can also have its own driving piston (75) according to claims 6 - 12 inclusive
and that the valve lifter (73) that is formed for a large outlet opening (71) has
a ball-and-socket joint suspension (74) with a defined, polydirectional swing that
permits plane-parallel positioning of the sealing surface (72).
21. Device according to claim 15, characterized in that the rubber mass (64a - Fig.
5) that is supported by the screw head (62) against the acting gas pressure represents
a spring compressed by the locking pressure that due to its initial stress assists
the lifting of the piston (41) and of the frame (45) in the opening process and, as
a result of the spring excursion, causes the mass of the piston (41) and of the frame
(45) initially to start moving upwards before the valve lifters (52, 65) rise at a
defined initial speed in excess of zero from the valve seat, as a result of which
the entire outlet cross-section is opened in a few milliseconds.
1. Procédé de compression pour matériaux de moulage de nature granulée tels que par
exemple le sable de moulage pour fonderies, par l'intermédiaire d'une onde de pression
formée par un milieu gazéiforme, par exemple de l'air comprimé agissant sur la surface
du matériau de moulage disposé en vrac, dans ce processus où le milieu de compression
sort de manière homogène de tuyères de type Laval très rapprochées les unes des autres
dans un système de trame et aménagées dans une plaque de fond (54) au-dessus de l'ensemble
de la surface du matériau de moulage (50), se caractérisant par ailleurs par le fait
que les différents jets d'air se crèvent au niveau de la sortie des tuyères, de sorte
que les jets d'air sortant les uns à côté des autres s'entremêlent et heurtent la
surface (50) du matériau de moulage disposé en vrac verticalement et de façon régulière
en tous points, sous forme d'une onde de compression.
2. Procédé selon la revendication 1 se caractérisant par le fait que la plaque de
fond (54) et/ou la surface du matériau de moulage disposé en vrac (50) - cette dernière
action étant provoquée par la plaque-modèle (5) - peuvent être mues l'une par rapport
à l'autre en direction verticale.
3. Procédé selon les revendications 1 et 2 se caractérisant par le fait que la surface
(50) du matériau de moulage disposé en vrac peut être légèrement comprimée par la
plaque de fond (54) avant la mise en oeuvre de l'onde de compression, afin de réduire
les cavités d'air qui s'y trouvent.
4. Procédé conformément aux revendications 1 et 2 se caractérisant par le fait que
la plaque de fond (54) est portée à une distance déterminée (49) par rapport à la
surface (50) du matériau de moulage disposé en vrac, avant la mise en oeuvre de l'onde
de compression afin d'obtenir une configuration frontale uniforme de l'onde de compression.
5. Procédé conformément aux revendications 1 et 2 se caractérisant par le fait qu'après
la compression de l'onde de pression, une couche de surface (51) fine et un peu moins
compressée puisse être soumise à une recompression, et ce par l'intermédiaire de la
recompression par la plaque de fond (54) et/ou par l'augmentation de la pression du
gaz au-dessus de la surface solide du matériau de moulage (51).
6. Dispositif pour l'exécution du procédé selon la revendication 1, comprenant une
table (3) pour poser une plaque-modèle (5) qui supporte un cadre de moulage (7) et
un cadre de remplissage (8), le tout surmonté d'une chambre à gaz comprimé (17), et
une plaque de fond (54) comportant des orifices (53) proches les uns des autres et
aménagés dans un système de trame en tant que composante de la chambre à gaz comprimé
(17), se caractérisant par le fait que des poussoirs de soupapes (52, 65) élastiques
referment les orifices (53) très proches les uns des autres dans le système de trame
dans la plaque de fond (54), que ces poussoirs de soupapes (52, 65) sont fixés à un
cadre (45) de rigidité flexionnelle et également perméable au gaz et que ce cadre
(45) est fixé à un piston (41), directement soumis aux effets de la pression du gaz
de la chambre à gaz comprimé (17) et que la surperficie de sa coupe transversale est
supérieure à la somme de toutes les superficies transversales des orifices (47, 60)
dans la plaque de fond (54).
7. Dispositif selon la revendication 6 se caractérisant par le fait que le piston
(41) provoquant l'ouverture et la fermeture des orifices (53) de la plaque de fond
(54) est alimenté dans les deux directions par la pression du gaz dans la chambre
à gaz comprimé (17) et que de la sorte, aucune source d'énergie extérieure n'est nécessaire.
8. Dispositif selon les revendications 6 et 7, caractérisé par le fait que sous la
détente rapide de la pression, qui ne dure que quelques millisecondes au niveau de
l'espace (24) du vérin, le piston (41) est soulevé en quelques millisecondes par la
pression gazéuse présente en tant qu'énergie potentielle dans l'espace (24) du vérin
et sous l'effet d'élasticité produit par les poussoirs de soupapes élastiques (52,
65).
9. Dispositif selon les revendications 6 à 8 caractérisé par le fait que les surfaces
de glissement (18) et (23) des pistons peuvent être démunies de joints.
10. Dispositif selon les revendications 6 à 9 se caractérisant par le fait que la
cavité creuse (20) du piston et la cavité creuse (21) du vérin constituent des parties
intégrantes de la chambre à gaz comprimé (17).
11. Dispositif conformément à la revendication 6, caractérisé par le fait que les
surfaces de joint (61) des poussoirs de soupapes élastiques (65) sont parallèles au
plan de la surface intérieure (70) de la plaque de fond (54) afin que la course la
plus petite (p.ex. d/4 d'un orifice circulaire (60)) permette d'obtenir une coupe
transversale de sortie sans étranglement.
12. Dispositif selon les revendications 6 et 11, caractérisé par le fait que la plaque
de fond (54) présente un grand nombre d'orifices (53) ayant des sections analogues
à des tuyères de Laval, disposés dans un système de trame à angles droits et présentant
une configuration faisant crever facilement les jets d'air qui s'échappent à une vitesse
supersonique au niveau des sorties des tuyères et que ces jets d'air s'entremêlent
au cours de la distance définie (49) en formant ainsi une onde de compression frontale.
13. Dispositif conformément aux revendications 11 et 12 caractérisé par le fait que
le cadre (45) situé entre les poussoirs de soupapes (52, 65) évoluant sous forme conique
vers le haut, présente des orifices (14, 57, 67) d'une section supérieure à celle
des orifices (47, 60) de la plaque de fond (54) et que les sections (58) entre les
poussoirs de soupapes (52, 65) équivalent aux ouvertures (14, 57, 67) pratiquées dans
le cadre (45) ou sont supérieures à celles-ci.
14. Dispositif selon les revendications 6 à 13, caractérisé par le fait que le piston
(41) ne doit effectuer qu'une course très minime (d/4 d'un orifice circulaire (47,
60)), pour pouvoir ouvrir toute la section de sortie dans la plaque de fond (54) sans
aucun étranglement, ce qui est extrêmement important pour assurer l'indispensable
ouverture rapide de l'ensemble de la section de sortie en quelques millisecondes.
15. Dispositif selon les revendications 6, 11 et 12, se caractérisant par le fait
que le cône de soupape (52, 65) est conçu en matériau élastique (64) par exemple en
caoutchouc, fixé par vulcanisation sur un noyau en acier (63) et que la tête de vis
(62) et le noyau en acier (63) soutiennent le matériau élastique (64) contre les effets
de la pression de gaz mise en oeuvre.
16. Dispositif conformément à l'une des revendications 6 à 15 se caractérisant par
le fait qu'une bride (11) suspendue au niveau de la carcasse (15) assure une jonction
étanche à la pression entre la carcasse (15) et le cadre de remplissage (8) et que
cette bride (11) est pressée sur ledit cadre de remplissage (8) par un effet de ressort
pneumatique (44).
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé par le fait que la bride (11)
présente un joint d'étanchéité (9) par rapport au cadre de remplissage (8) ainsi qu'un
joint d'étanchéité (13) par rapport à la carcasse (15).
18. Dispositif selon les revendications 16 et 17, se caractérisant par le fait que
le joint d'étanchéité activable (13) est ancré dans une gorge de la bride (11) et
qu'à l'état non activé, grâce à son élasticité il se retire derrière la face intérieure
de la bride, de sorte que la carcasse (15) peut être mue par cette bride sans aucun
contact et avec un jeu bien défini.
19. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 18, se caractérisant par le fait
qu'avec une dimension définie (49), la bride (11) peut être fixée définitivement à
la carcasse (15) et ne comporte que le joint d'étanchéité (9).
20. Dispositif selon les revendications 6 à 12, caractérisé par le fait que chaque
poussoir de soupapes (73) peut également disposer de son propre piston de commande
(75), selon les revendications 6 à 12, et que le poussoir de soupapes (73) conçu pour
une large ouverture de sortie (71) est équipé d'une suspension de joints à rotules
(74) ayant un déplacement angulaire de tous côtés, bien défini, présentant un appui
plan et parallèle de la zone d'étanchéité (72).
21. Dispositif selon la revendication 15, se caractérisant par le fait que la masse
caoutchouteuse (64a - Fig. 5) soutenue par la tête de vis (62) contre les effets de
la pression de gaz mise en oeuvre, représente un ressort comprimé par l'effort de
verrouillage, ressort qui - par sa précontrainte - renforce l'élévation du piston
(41) et du cadre (45) lors du processus d'ouverture et qui a pour effet, par suite
de la course élastique, que tout d'abord la masse du piston (41) et du cadre (45)
se déplace vers le haut avant que les poussoirs de soupapes (52, 65) décollent du
siège des soupapes avec une vitesse initiale définie supérieure à zéro, suite à quoi
toute la section de sortie s'ouvre en quelques millisecondes.