[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Herstellungsgerät für die Fertigung verhältnismäßig
großer, plattenförmiger Beton-Fertigteile, insbesondere für Fertigteildecken in Gestalt
sogenannter Betonhohldielen, mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
[0002] Große plattenförmige Fertigteile der hier in Frage stehenden Art sind mit in Längsrichtung
verlaufenden säulenförmigen Hohlräumen versehen, um so den Effekt eines T-Trägers
nachzubilden, d.h. die Fertigteile-werden im Untergurtbereich auf Zug und im Obergurtbereich
auf Druck beansprucht, während die zwischen den Hohlräumen verbleibenden Stege der
Verbindung dieser beiden Gurtzonen dienen. Die großvolumigen Hohlräume werden beim
Ausformen dadurch sichergestellt, daß man in den Formraum oberhalb der den Formboden
bildenden Palette eine entsprechende Vielzahl parallel gerichteter Rohre einschiebt,
die in entsprechende Bohrungen von Querabstellern eingreifen, die quer zur Verschieberichtung
dieser Rohre angeordnet sind und den Formraum begrenzen bzw. unterteilen, soweit auf
ein und derselben Palette mehrere Fertigteile entsprechend kleinerer und auch verschiedener
Größe in einem Arbeitsgang hergestellt werden sollen. In diesem Einschiebezustand
der Rohre wird der oberhalb der Palette in noch näher zu schildernder Weise gebildete
Formraum mit Beton vergossen und verdichtet, wonach die Rohre wieder aus dem Formraum
herausgezogen werden. Dies ist allgemein bekannt und wird bei den hier in Frage stehenden
Fertigteilen grundsätzlich seit langem angewandt.
[0003] Die Herstellung solcher Fertigteile - insbesondere für die Zusammenstellung von Decken
- ist dadurch ein besonderes herstellunostechnisches Problem, daß die einzelnen Fertigteile
zu einer fertigen Decke oder Wand an der Baustelle miteinander in Verbindung gebracht
werden müssen, derart, daß unterschiedlich stark belastete benachbarte Fertigteile
sich nicht gegeneinander versetzen und damit Fugenrisse bilden. Da die Fertigteile
in ihrer Längsrichtung grundsätzlich die eine Deckenlängserstreckung von einer Stützmauer
zur anderen übergreifen, tritt dieses Problem der Kräfteüberleitung zwischen den
'Längsseitenwandungen benachbarter Fertigteile auf, von denen mehrere nebeneinander
angeordnet sind und somit die Decke in der anderen Erstreckungsrichtung bilden.
[0004] Nach einer bekannten Vorstellung sind diese kräfteübertragenden Seitenverbindungen
dadurch erreicht, daß man die einander benachbarten Seitenwandungen der Fertigteile
mit Hinterschneidungen ausformt, die dann im zur Decke zusammengelegten Zustand einen
nach oben hin spaltförmig geöffneten Hohlraum bilden, der von den Hinterschneidungen
begrenzt wird. Dieser Hohlraum wird mit Ortbeton ausgefüllt. Aufgrund dieser Ausbildung
können sich benachbarte Fertigteilplatten derart aneinander abstützen, daß Druckkräfte
versetzun
gsfrei auf das jeweilige Nachbar-Fertigteil übertragen werden können. Nach einer anderen
bekannten Ausführung sind die fraglichen Seitenwandungen sich nach oben konisch verengend
ausgebildet, so daß zwischen zwei benachbarten Fertigteilen diese Seitenwandungen
einen keilförmigen Hohlraum einschließen. Um hier die kräfteübertragende Verbindung
durch Verfüllen mit Ortbeton sicherstellen zu können, müssen in diesen keilförmigen
Hohlraum Endbereiche von Bewehrungseisen der Fertigteile eingeführt werden.
[0005] Die Probleme beider dieser bekannten Lösungen liegen generell im Aufwand, den man
bei der Herstellung solcher Fertigteile treiben muß. Dieser Aufwand kann seinen Schwerpunkt
in der Ausgestaltung der Gesamtvorrichtung für die Ausformung haben, dieser Schwerpunkt
kann aber auch in dem zu treibenden Arbeitsaufwand liegen:
Für den Fall, daß man hinterschnittene Seitenwandausbildungen vorsieht, die dann ohne aus der Seitenwandung herausgeführte Bewehrung mit Nachbar-Fertigteilen
dadurch verbunden werden, daß der im Bereich der beiden Hinterschneidungen benachbarter
Fertigteile entstehende Hohlraum mit Ortbeton verfüllt wird, verursacht das Entformen
eines frisch hergestellten Fertigteiles dadurch Schwierigkeiten, daß man wegen der
Hinterschneidungen keinen nach oben abziehbaren Formraumrand vorsehen kann. Man hat
daher abklappbare Formwandungen im Bereich der fraglichen, hinterschnitten ausgebildeten
Seitenwandungen der Fertigteile vorgesehen, die allerdings ein praktisch senkrechtes
Abziehen einer solchen Formwandung von einer frisch geform ten Betonwand verlangt,
wodurch Beschädigungen an dem Formling praktisch unvermeidlich sind. Man war daher
gezwungen, jede einzelne Palette mit solchen abschwenkbaren Formseitenwänden zu versehen,
da der Formling auf der Palette verbleibt, bis er derart erhärtet ist, daß er beschädigungsfrei
von der Palet te gelöst werden kann. Dann lassen sich auch die Formseitenwände ohne
Beschädigung des Fertigteils von diesem abziehen. Da für ein Betoniergerät jeweils
eine Vielzahl von Paletten zur VerfUgung gestellt werden muß, um die Trocknungszeit
der Fertigteile zu ermöglichen, verursacht diese teuere Ausbildung jeder einzelnen
Palette hohe Kosten für die Herstellanlage und damit letztlich für die Fertigteile.
Darüber hinaus gestaltet sich die Säuberung der Paletten nach Entfernen der erhärteten
Fertigteile durch die angelenkten Seitenwandungen und deren Betätigung entsprechend
zeitaufwendig.
[0006] Wählt man die andere Lösung in Ausgestaltung der Fertigteile mit geneigt verlaufenden
Seitenwandungen, so kann man zwar die Formseitenwandungen in entsprechender Neigung
im Betoniergerät selbst anordnen und durch vertikale Bewegung nach oben von dem Formling
abziehen, obwohl auch dies angesichts der verhältnismäßig großen Seitenwandfläche
nicht ganz einfach und beschädigungsfrei für das Fertigteil vonstatten geht, Diese
geneigten Seitenformwände müssen in jedem Falle Durchbrüche für das Hindurchführen
der Bewehrungseisen in den später mit dem Nachbarteil zu bildenden keilförmigen Hohlraum
aufweisen, durch welche Durchbrüche, die nach unten schlitzförmig frei sein müssen,
frisch eingefüllter Beton austreten kann, was Nachsäuberungsarbeiten möglich macht.
Darüber hinaus müssen die frei abragenden Enden der Bewehrungseisen nach oben abgebogen
werden. Schließlich verlangt diese Vorgehensweise, daß die Bewehrung für das Fertigteil
erst dann auf die Palette aufgebracht wird, wenn diese sich bereits in dem Herstellungsgerät
für das Ausbetonieren der Form befindet. Damit wird zwangsläufig die Aufenthaltsdauer
einer jeden Palette in dem Herstellgerät entsprechend lang, wodurch sich der Arbeitstakt
für die Herstellung eines Fertigteils entsprechend verschlechtert.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fertigung der infrage stehenden plattenförmigen
Fertigteile derart zu verbessern, daß der Herstellungsaufwand sowohl hinsichtlich
der Ausgestaltung der an der Fertigung beteiligten Gesamtgeräte als auch an Bearbeitungszeit
herabgesetzt wird, so daß sich die Fertigteile einfacher und billiger herstellen lassen.
[0008] Ausgehend von einem Herstellungsgerät mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches
1 wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch dessen Kennzeichen gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß wird erreicht, Fertigteile mit hinterschnitten ausgebildeten Seitenwandungen
herzustellen, ohne daß die Seitenwandungen des Formraumes abklappbar an den Paletten
ausgebildet sein müssen. Diese Seitenwandungen des Formraumes sind vielmehr stationär
dem Herstellungsgerät zugeordnet und an diesem in getrennter Weise versetzbar gehalten.
Die den Großteil dieser Formseitenwandungen bildenden Wandungsteile der Wandungskörper
werden durch deren Abziehen in Verschieberichtung der rohrförmigen Formkörper von
den Seitenwandungen des frisch ausgeformten Fertigteiles ohne dessen Beschädigung
.ent- ferηt. Die verbleibenden, schmalen oberen Randstreifen greifen nur kleinflächig
an den entsprechenden oberen Randbereichen der Seitenwandungen des frisch ausgeformten
Fertigteiles an, so daß deren Lösen, beispielsweise im Rahmen der Aufwärtsbewegung
eines am Gerätegestell entsprechend geführten Formrahmens, leicht und ebenfalls beschädigungsfrei
erfolgen kann. Damit ist das Ausformen der hinterschnittenen Seitenwandungen des frisch
ausgeformten Fertigteiles möglich, die den Formling tragende Palette ist entsprechend
einfach ausgebildet, sie beteht an sich nur aus einer ebenflächigen Platte, die mit
Seitenwandansätzen versehen sein kann, an denen dann die Wandungskörper verschiebbar
geführt angreifen können.
[0010] In bevorzugter Ausführung sind die Wandungskörper wie die Formkörper als Rohre ausgebildet
und weiterhin vorzugsweise durch denselben Verschiebemechanismus zeitsynchron betätigbar.
[0011] Da die Bewehrungseisen keine Formwandungen durchdringen müssen, kann die Bewehrung
für das Fertigteil insgesamt in einer dem Herstellgerät vorgeordneten Bearbeitungsstation
auf der Palette angeordnet werden, wie dies auch für Querabsteller
I und eventuelle Längsabsteller der Fall ist, wenn auf ein und derselben Palette mehrere,
entsprechend kürzere und/oder schma lere Fertigteile hergestellt werden sollen. Dabei
dienen zumindest die Querabsteller zugleich der Ausrichtung und Halterung der Bewehrungseisen,
zu welchem Zwecke die Querabsteller insbesondere zweiteilig ausgebildet sind. Die
niedrigeren Unterteile der Querabsteller werden dabei vor Aufbringen der Bewehrungseisen
auf die Palettenfläche abgelegt bzw. dort positioniert, sie sind derart ausgestaltet,
daß sie das Einlegen der Bewehrungseisenstäbe in Längsrichtung des jeweiligen Fertigungsteiles
vereinfachen und besonders präzise gestalten. Danach werden die Oberteile der Querabsteller
auf die Unterteile aufgesetzt, was geschehen kann, bevor die Palette in das Herstellungsgerät
zum Ausbetonieren des bzw. der Fertigteile eingelegt wird, es können aber auch einige
oder sämtliche Oberteile der Querabsteller erst innerhalb des Herstellungsgerätes
auf die zugehörigen Unterteile aufgebracht werden, und zwar zumindest zum Teil auch
in fester Anordnung an dem.Formrahmen des Gerätes.
[0012] Durch de.n Verbleib der Formseitenteile und zumindest eines Teiles der Absteller
innerhalb des Formrahmens des Gerätes gestaltet sich auch das Entformen der ausgehärteten
Fertigteile von den. Peletten besonders einfach und zeitsparend, insbesondere wenn
man bedenkt, daß nach dem Aushärten das Aufbereiten der Palette, nämlich Säubern und
Einölen, wesentlich zeitsparender vonstatten gehen kann, als dies bei den bekannten
Paletten mit abklappbaren Formseitenwandungen der Fall ist. Bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung sind für das Ausformen des frisch geformten Fertigungsteiles.zwar insgesamt
zwei aufeinander folgende Bewegungsvorgänge erforderlich, nämlich das Abziehen der
Wandungskörper und das danach erfolgende Anheben des Formrahmens,.doch ist der erste
Arbeitsvorgang des Abziehens der Wandungskörper synchron mit dem ohnehin erforderlichen
Herausziehen der Formkörper durchzuführen, so daß lediglich das Anheben des Formrahmens
als Arbeitsschritt über die benötigte Herausziehzeit der Formkörper erforderlich wird.
Dieser äußerst geringe Mehrbedarf an Zeit des-Verbleibes einer Palette innerhalb des
Herstellgerätes wird bei dem bekannten Vorgehen bei weitem durch den Zeit- und ˙Arbeitsaufwand
übertroffen, der beim Entfernen des ausgehärteten Formlinges von der Palette durch
das Herabklappen der an den Palettenrändern vorgesehenen Formseitenwandungen und das
daran anschließende Säubern von dem erhärteten Beton, Einölen und dergleichen erforderlich
ist.
[0013] In besonders bevorzugter Ausführung kann für den Fall, daß die Verbindung im Längsseitenbereich
zwischen benachbarten Beton-Fertigteilen der in Frage stehenden Art besonders hohen
Belastungen ausgesetzt wird, dafür gesorgt werden, daß die Betonfertigteile in den
durch ihre Hinterschneidungen gebildeten Raum hineinragende Bewehrungseisen aufweisen.
Zu diesem.Zwecke wird die Palette in ihren Randbereichen derart mit Schlitzen versehen,
daß quer zur Längsrichtung verlaufende Bewehrungseisen dort eingelegt werden können.
Die Schlitze sind derart bemessen, daß der nach Einlegen eines Bewehrungseisens in
den Schlitzgrund verbleibende Raum durch die beim Schließen der Form einfahrende Führungsschiene
des Wandungskörpers verschlossen wird. Auch hier bleibt der Vorteil erhalten, daß
die Bewehrung auf der Palette vollständig eingebracht werden kann.
[0014] In weiterhin bevorzugter Ausführung ist in die entsprechend größer bemessenen Öffnungen
in den Querabstellern zur Aufnahme der Formkörper jeweils eine Buchse eingesetzt,
die hinsichtlich der Gleiteigenschaft an die Formkörper angepaßt sein kann. Vorzugsweise
werden zumindest die Buchsen wenigstens eines der beiden Querabsteller, die die Form
in Längsrichtung begrenzen, mit Nasen versehen, die nach unten auf den Formraumboden
zu gerichtet sind und diesen möglichst berühren. Die Nasen sind in entsprechende Rinnen
in den Unterteilen der Querabsteller eingelagert. Auf diese Weise wird erreicht, daß
die durch die Formkörper 5 gebildeten Hohlkörper in dem Fertigteil belüftet sind bzw.
sich dort sammelndes Wasser über die durch die Nasen gebildeten Rinnen abfließen kann.
[0015] Weitere Ausführungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen im Zusammenhang
mit den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen, auf die besonders
Bezug genommen wird und deren nachfolgende Beschreibung die Erfindung näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
Fig. 1 eine stark schematisierte Draufsicht auf den Formraum mit Formrahmen, Formseitenwandungen
und Formkörpern der Ausführungsbeispiele des Herstellungsgerätes mit nur bereichsweise
angedeutetem Rahmengestell und Vertikalführung für den Formrahmen,nach einer ersten
Ausführungsform;
Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Teilansicht zweier benachbarter Fertigteile mit einander zugewandter nach'dem
Formseitenwandprofil gemäß Fig. 2 ausgeformter Seitenwandung;
Fig. 4
und 5 einen schematisierten Querschnitt durch den Formraum, gebildet aus der Palette
als Formraumboden und den Wandungskörpern und Wandungsabschnitten als Seitenwandungen
mit einer Breitseitenansicht eines Querabstellers in Verschieberichtung der Wandungs-
bzw. Formkörper gesehen, einmal bei geschlossener Form und einmal in Explosionsansicht
bei abgehobenem Formrahmen; nach der ersten Ausführungsform;
Fig. 6 einen vergrößerten Teilausschnitt der Breitseitenansicht eines Querabstellers
gem. Fig. 4;
Fig. 7 eine Draufsicht auf die dem Oberteil zugewandte Fläche des Unterteiles im Bereich
der Trennfuge zwischen beiden Teilen des Querabstellers gem. Fig. 5;
Fig. 8
bis 11 Schnitte durch den Querabsteller gemäß den Linien VIII-VIII, IX-IX, X-X und
XI-XI in Fig.6.
Fig. 12 einen vergröBterten Teilschnitt nach der Linie II - II in Figur 1 nach einer
zweiten Ausführungs form;
Fig. 13 eine Teilansicht zweier benachbarter Fertigteile mit einander zugewandter
nach dem Formseitenwandprofil gem. Fig. 12 ausgeformter Seitenwandung;
Fig. 14
und 15 einen schematischen Querschnitt durch den Formraum, gebildet aus der Palette
als Formraumboden und den Wandungskörpern und Wandungsabschnitten als Seitenwandungen
mit einer Breitseitenansicht eines Querabstellers i'n Verschieberichtung der Wandungs-
bzw. Formkörper gesehen, einmal bei geschlossener Form und einmal in Expolsionsansicht
bei abgehobenem Formrahmen, nach der zweiten Ausführungsform;
Fig. 16 einen vergrößerten Teilausschnitt der Breitseiten ansicht eines Querabstellers
gem. Fig. 14;
Fig. 17 eine Draufsicht auf die dem Oberteil zugewandte Fläche des Unterteiles im
Bereich der Trennfuge zwischen beiden Teilen des Querabstellers gem. Fig. 15;
Fig. 18 einen Schnitt durch den Querabsteller nach der Linie XVIII-XVIII in Fig. 16.
[0017] Die Draufsicht gemäß Fig. 1 zeigt nur andeutungsweise den Geräterahmen 1, an dessen
in die Bildebene hineinragenden Vertikalführungen 2 die in nicht näher dargestellter
Weise zu einem Rahmen 3' verbundenen seitlichen Teile geführt sind, die die Sei tenwandungen
3 des Formrahmens bilden, wenn die an dem Halter 4 zusammen mit den rohrförmigen Formkörpern
5 gehaltenen Wandungskörper 6 in die Form eingefahren sind, wie dies die mit ausgezogenen
Strichen wiedergegebene Verschiebelage des Halters 4 und damit der Formkörper 5 und
der Wandungskörper 6 zeigt. Quer zur Verschieberichtung des Halters 4 bzw. der Formkörper
5 und der Wandungskörper 6 verlaufen Querabsteller 7, von denen mehrere vorgesehen
sein können, je nachdem, wieviele Längsabschnitte von Fertigteilen in dem insgesamt
mit 10 bezeichneten Formraum hergestellt werden sollen. Im Falle der Herstellung nur
eines entsprechend lang ausgebildeten Fer tigteiles in dem Formraum 10 sind lediglich
die in den Längsendbereichen des Formraumes angeordneten Querabsteller 7 vorgesehen.
In gestrichelter Darstellung ist eine Palette 8 wiedergegeben, die den Formboden 9
des Formraumes 10 bildet, wenn sie in das Gerät eingelegt ist.
[0018] Die Halterung 4 mit den Formkörpern 5 und den beiden seitlichen Wandungskörpern 6
ist - in Richtung des in Fig. 1 gezeigten Doppelpfeiles nach unten verschoben - gestrichelt
in der Lage wiedergegeben, in der die rohrförmigen Körper 5 und 6 aus dem Formraum
10 herausgezogen sind. In dieser gestrichelt wiedergegeben Lage befinden sich die
Körper beispielsweise, wenn ein frisch ausgeformter Formling entformt werden soll.
Die ausgezogen dargestellte Lage der Teile 4, 5 und 6 ist daher hinsichtlich der Formkörper
5 als Einschiebelage und hinsichtlich der Wandungskörper 6 als Ausformungslage bezeichnet,
während die gestrichelt wiedergegebene Lage für die Formkörper 5 als Ausziehlage 12
und hinsichtlich der Wandungs körper 6 als Entformungslage 14 bezeichnet sind.
[0019] Die Verschiebeführung für die Halterung 4, an der die Formkörper 5 und die Wandungskörper
6 befestigt sind, ist nicht weiter dargestellt. Sie ist fest mit dem Geräterahmen
1 verbunden.
[0020] Der vergrößerte Teilquerschnitt gemäß Fig. 2 zeigt nur einen Seitenbereich des Formraumes
10 mit der Seitenwandung 3, die sich bei in die Ausformungslage 13 (Fig. 1) verschobenem
Wandungskörper 6 aus mehreren Teilflächen ergibt, die dem Forminnenraum 10' zugewandt
sind. Der Formrahmen 3' weist einen Wandungsabschnitt 15 auf, der den oberen Randbereich
24 des Formraumes 10 begrenzt und zum Boden hin den Formraum 10 erweiternd leicht
geneigt ist. Der Wandungsabschnitt 15 läuft zum Boden hin gesehen in einer Kante 16
aus, die an die Mantelfläche des Wandungskörpers 6 angrenzt. Diese Mantelfläche weist
einen sich zum Formrauminneren 10' hin vorwölbenden Wandungsteil 17 auf, der sich
von der Kante 16 bis zu einer Führungsschiene 18 erstreckt, mit welcher der als Rohr
ausgebildete Wandungskörper 6 fest verbunden ist. Diese Führungsschiene 18 umfaßt
den frei abragenden Kantenteil eines Seitenwandansatzes 19, der an der Palette 8 ausgebildet
bzw. an dieser fest angeordnet ist. Spiegelbildlich sind dieselben Verhältnisse im
anderen, nicht dargestellten Seitenwandbereich vorhanden.
[0021] Fig. 2 gibt die Verhältnisse bei "geschlossenem" Formraum 10 wieder, was bedeutεt,
daß in das Gerät durch das Gerätegestell 1 abgestützt eine Palette 8 eingelegt ist,
woraufhin der Formrahmen 3' über die angedeutete Vertikalführung 2 abgesenkt wird,
bis er die gezeigte Stellung einnimmt. Daraufhin werden die Wandungskörper und die
Formkörper 5 in den Formraum eingeschoben, was curch deren Kreuzschraffur angedeutet
werden soll. Damit ist die Seitenwandung 3 des Formraumes 10 geschlossen, was b-deutet,
daß zwischen der Mantelfläche des Wandungskörpers 6 und der Kante 16 des Wandungsabschnittes
15 sowie zwischen :er Führung 18 und dem Seitenwandansatz 19 derartig dichte Verhältnisse
herrschen, daß der in den Formraum 10 in dem gezeigten Zustand nunmehr einzufüllende
Beton durch diese Berührungsstellen nicht entweichen kann. Um den rohrförmigen Wandungskörper
6 in Richtung auf diese dichtende Anlage über seine Länge hinweg zu halten, sind Stützen
20 vorgesehen, die an dem Formrahmen 3' gehalten sind. Diese Stützen 20 sind in regelmäßigen
Abständen über die Länge des rohrförmigen Wandungskörpers 6 in dessen Ausformungslage
vorgesehen.
[0022] Nach Ausbetonieren des Formraumes 10 und Verfestigen des Betons derart, daß das so
gewonnene Fertigteil ohne Abstützung hält, werden zunächst der Wandungskörper 6 zusammen
mit dem Formkörper 5 aus dem Formraum herausgezogen. Die dabei auf die anliegenden
Flächen des frischen Fertigteils ausgeübten Kräfte sind tangentialer Natur, so daß
keine Hafteffekte auftreten, die die Oberfläche der entsprechenden Betonwandungen
des frischen Fertigteiles beschädigen könnten. Danach wird der Formrahmen 3' angehoben.
Dabei muß lediglich noch der schmale Flächenstrei fen zwischen dem Wandungsabschnitt
15 und dem anliegenden Flächenteil des frischen Fertigteiles gelöst werden. Während
das Abziehen des Wandungskörpers 6 und des Formkörpers 5 unter Abstützung des frischen
Fertigteiles durch eine Stirnwand, hier nämlich diejenige des in Abziehrichtung letzten
Querabstellers, erfolgt, ist dies bei Abheben des Formrahmens 3' hinsichtlich der
Oberkante des Formraumes 10 nicht der Fall. Deshalb ist der Wandungsabschnitt 15 leicht
geneigt und in vertikaler Richtung gesehen schmal gehalten, so daß der Lösungsvorgang
beschädigungsfrei erfolgen kann.
[0023] Im oberen Randbereich des Formraumes sind im Bereich der Wandungsabschnitte 15 Noppen
42 vorgesehen, die der Halterung von Qterabstellern 7 dienen. Diese sind zu diesem
Zwecke an entsprechender Stelle mit Nutabschnitten 43 versehen, wie dies in Fij. 3
angedeutet ist. Der Eingriff zwischen den Noppen 42 und den Nutabschnitten 43 der
Querabsteller 7 dient deren präziser Positionierung in unterschiedlichen Lagen im
Formraum 10 je nachdem, welche Länge ein herzustellendes Fertigteil haben soll.
[0024] Fig. 3 zeigt zwei fertiggegossene Fertigteile, die dieselbe Form wie die Querabsteller
7 aufweisen und entsprechende Bezeichnungen tragen. Diese Teile sind mit ihren Stirnseiten
einander zugeordnet. Man erkennt, daß aufgrund der Wandungsteile 17 ein Hohlraum 25
gebildet wird, der an der Baustelle mit Ortbeton vergossen wird.
[0025] Fig. 4 und 5 zeigen einen Blick in den Formraum entlang der Verschieberichtung der
Formkörper 5 und der Wandungskörper 6 auf die entsprechende Breitseite eines Querabstellers
7. Der Querabsteller ist durch eine in horizontaler Ebene verlaufende Trennfuge 26
in ein Unterteil 27 und ein Oberteil 28 unterteilt, wie dies insbesondere die entsprechend
auseinandergezogene Darstellung gemäß Fig. 5 erkennen läßt. Im geschlossenen Zustand
der Form, wenn also das Oberteil 28 auf dem Unterteil 27 aufliegt, bilden die beiden
Teile des Querabstellers 7 Öffnungen 29, in die die Formkörper 5 einführbar sind.
Fig. 4 läßt dabei erkennen, daß die Noppen 42 in Nutabschnitte 43 eingreifen, die
im oberen Seitenkantenbereich des Querabstellers 7 bzw. dessen Oberteil 28 eingebracht
sind. Die Kontur der Stirnflächen 41 des Querabstellers 7 entspricht dabei der Kontur
der Seitenwandung 3, so daß der Querabsteller 7 einen Abschluß des Formraumes 10 bildet.
[0026] Das Unterteil 27 des Querabstellers 7 ist so niedrig gehalten daß es die Höhe der
Seitenwandansätze 19 nicht übersteigt. Die Höhe des Unterteils 27 beträgt vorzugsweise
mehr als 4 cm, so daß sich die Palette auch für die Ausformung von Deckenplatten eignet,
die als verlorene Schalung an der Baustelle mit Ortbeton aufgefüllt werden.
[0027] Wie dies aus den Fig. 6 bis 11 noch näher erkennbar ist, sind das Unterteil 27 und
das Oberteil 28 des Querabstellers 7 mit einigen Ausformungen versehen, die nachstehend
erläutert werden. Wie aus den Fig. 5 und 6 erkennbar ist, werden die Öffnungen 29
für die Aufnahme der Formkörper 5 zu einem geringen Abschnitt 30 in dem Unterteil
27 und zu einem großen Abschnitt 31 in dem Oberteil 28 ausgebildet. Das Oberteil 28
des Querabstellers 27 ist zwischen den Öffnungen 29 bzw. den großen Abschnitten 31
zur Bildung dieser Öffnungen mit vertikal gerichteten nutförmigen Aussparungen 39
versehen, in welche in entsprechend beliebiger Anordnung in nicht dargestellter Weise
Längsabsteller eingelegt werden können, um den Formraum 10 für die Herstellung entsprechend
unterschiedlich bemessener Fertig teile entsprechend variieren zu können. Aus diesem
Grunde sind auch mehrere Querabsteller 7 entsprechend variabel anzuordnen.
[0028] Im oberen Kantenbereich 32 bzw. in der nach oben gerichteten Fläche des Unterteils
27 des Querabstellers 7 sind rillenförmige Ausnehmungen 34 vorgesehen, die dem Einlegen
von Bewehrungseisen dienen, wie dies im Zusammenhang mit Fig. 7 noch näher dargelegt
wird.
[0029] Die in Fig. 6 vergrößerte Teilansicht des Querabstellers 7 läßt die vorgeschilderten
Einzelheiten näher erkennen. Die in Blickrichtung nach den Fig. 4 bis 6 in Erscheinung
tretenden Breitflächen 36 des Unterteils 27 und 38 des Oberteils 29 sind für beide
Breitseiten des langgestreckten Querabstellers 7 so benannt. Während die Breitseiten
36 des Unterteils 27 in der Gebrauchslage des Unterteils in vertikalen Ebenen liegen,
verloufen die Breitflächen 38 des Oberteils geneigt, wie dies insoesondere Fig. 8
erkennen läßt, und zwar derart, daß sich die Querschnittsfläche des Oberteils 28 vom
Formraumboden 2 aus gesehen nach oben erweitert. In den Körper des Oberteils 28 sind
von den Breitseiten 38 her die nutförmigen Aussparunger, 39 eingebracht, und zwar
derart, daß der Nutgrund in vertikaler Richtung verläuft, derart, daß er mit den Breitseiten
3: des Unterteils 27 fluchtet. An den Breitseiten 38 sind nach unten vorspringende
Führungsansätze ausgebildet, die dazu dienen, beim Absenken des Oberteils 28 auf das
Unterteil 27 die richtige Zuordnung sicherzustellen. Die FUhrungsansätze 40 Uberragen
zu diesem Zwecke im aufgesetzten Zustand den Kantenbereich 32 des Unterteils 27 und
übergreifen teilweise deren Breitseiten 36, wie dies insbesondere die Fig. 8 bis 11
erkennen lassen.
[0030] Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf die im Gebrauchszustand nach oben gerichtete Fläche
des Unterteils 27, die seitlich durch die Flächenabschnitte 32 definiert wird. In
diese Oberfläche sind kreisabschnittförmige Ausnehmungen 30 eingearbeitet, die zur
Bildung der Öffnungen 29 beitragen, deren Großabschni 31 im Oberteil 28 entsprechend
ausgebildet sind.
[0031] In den Flächenbereich zwischen den Abschnitten 30 sind rillenförmige Ausnehmungen
in Form von Sackrillen 34 vorgesehen, die abwechselnd zu der einen Breitseite und
zu der anderen Breitseite 36 des Unterteils 27 durch Mündungen 35 geöffnet sind. Bei
abgenommenem Oberteil lassen sich in einfacher Weise Bewehrungseisen derart in die
Sackrillen einlegen, daß sie über die Mündung 35 nur über die jeweils eine Breitseite
36 abragen, während sie aufgrund der Sackrillenausbildung anderen Endes die andere
Breitseite 36 des Unterteiles 27 nicht erreichen können. Für Bewehrungseisen, die
über die andere Breitseite 36 in den Formraum abragen sollen, dienen entsprechend
versetzt angerodnete weitere Sackrillen 34, die zur anderen Breitseite 36 hin über
Mündungen 35 geöffnet sind. Im Überschneidungsbereich zwischen derart zu unterschiedlichen
Seiten hin geöffreten, versetzt angeordneten Sackrillen 34 ist der Raum zwischen den
Rillen im Überschneidungsbereich ausgeräumt, so daß sici jeweils eine Aushöhlung 37
ergibt. Dies hat den Vorteil, laß die nicht immer ganz geraden oder sauber abgeschnittener
Enden der Bewehrungseisen leichter einlegbar sind.. Hinsichtlich der Anordnung der
Sackrillen 34 und der Aushöhlung 37 wird auf Fig. 7 im Zusammenhang mit Fig. 6 ausdrücklich
Buzug genommen.
[0032] Die Fig. 8 bis 11 zeigen Schnitte nach den Linien VIII-VIII, IX-IX, X-X und XI-XI,
wie sie in Fig. 6 angedeutet sind. Diese Schnittdarstellungen bedürfen keiner weitergehenden
Erläuterung sie dienen lediglich der zeichnerischen Anschauung der bereits geschilderten
Verhältnisse.
[0033] Die bisher abgehandelten Einzelheiten anhand der Fig. 2 bis 11 betreffen ein erstes
Ausführungsbeispiel des Herstellungsgerätes bzw. eines damit hergestellten Formlinges.
Anhand der Figuren 12 bis 18 wird ein zweites Ausführungsbeispiel abgehandelt, das
sich von dem ersten Ausführungsbeispiel nur in Einzelheiten unterscheidet, auf die
sich die nachfolgende Beschreibung dieses zweiten Ausführungsbeispieles beschränkt.
Im übrigen wird auf die Beschreibung der j
e- weils entsprechenden Figuren 1 bis 8 verwiesen.
[0034] Der der Fig. 2 entsprechende Teilquerschnitt nach Fig. 12 der zweiten Ausführungsform
zeigt die eine der beiden Seitenwände 19, in die bei dieser Ausführungsform von oben
gegen den Formraumboden 9 der Palette 8 zu gerichtet Schlitze 51 eingebracht sind,
von denen einer gezeigt ist. Eine Vielzahl solcher Schlitze ist in Längsrichtung,
also in die Zeichenebene hineingesehen, hintereinander angeordnet. Der Schlitzgrund
verläuft dabei quer zur Längsrichtung der Form bzw. quer zur Verschieberichtung des
Wandungskörpers 6 und etwa parallel zu dem Formraumboden 9. Wie in der Zeichnung angedeutet,
können in die Schlitze 51 Bewehrungseisen 54 eingelegt werden. Dies geschieht entweder
auBerhalb des Herstellungsgerätes auf der Palette oder aber nach deren Einlegen in
das Gerät vor dem Zufahren der Form. Wird die Form geschlossen, d. h. werden die Formkörper
5 und die Wandungskörper 6 in die Form hineinverfahren, so verschließen die Seitenwandungen
der Führungsschienen 18 die oberhalb der Bewehrungseisen 54 frei bleibenden Bereiche
der Sch'itze 51, so daß bei Einfüllen des Betons praktisch kein Au;tritt aus dem Formraum
10' durch die Schlitze 51 erfolgt. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß - wie aus
Fig. 13 ersichtlich - in den mit Ortbeton zu verfüllenden Raum 25, der zwischen den
einander zugewandten Seitenwänden 52 bzw. deren Hinterschneidungen 53 zwischen zwei
benachbarten Fertigteilen entsteht, die frei abragenden Enden der Querbewegung 54
der beiden Fertigteile hineinragen und damit zu einer innigen Verbindungen zwischen
den beiden Fertigteilen beitragen.
[0035] Im Rahmen dieser zweiten Ausführungsform sind an den Palette im Bereich des Überganges
zwischen dem Formraumboden 9 und den Seitenwandansätzen 19 der Palette 8 in den Formraum
10' hineinragende Ansätze 44 ausgebildet, die bei entsprechend exakter Anordnung der
Palette innerhalb der Form in vertikaler Richtung mit den Nocken 42 korrespondieren
Die Noppen 42 greifen in entsprechende Nutabschnitte 43 der Oberteile 28 von Querabstellern
7 ein, wie dies im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel bereits geschildert
wurde. In entsprechender Weise greifen die im Rahmen der zweiten Ausführungsform zusätzlich
vorgesehenen Ansätze 44 in Ausnehmungen 45 ein, die in den Unterteilen 27 der Querabsteller
7 ausgebildet sind. Auch hier ist ein entsprechendes Rastermaß wie bei den Noppen
42 vorgesehen. Auf diese Weise wird jeder Querabsteller an der gewählten Stelle sowohl
hinsichtlich seines Oberteiles als auch seines Unterteiles durch die Form bzw. die
Palette positioniert und gegen Verschiebungen in Längsrichtung der Formkörper 5 bzw.
durch diese verursacht gesichert. Die Anordnung der Ansätze 44 bzw. der Ausnehmungen
45 sind aus den Figuren 14 und 15 ersichtlich. In Figur 13 ist zum Zwecke der Verdeutlichung
die Reihe von Öffnungen 45 angedeutet, die durch die Ansätze in dem Formling hervorgerufen
werden. j
[0036] Die Querabsteller des zweiten Ausführungsbeispieles nach den Figuren 14 bis 18 sind
weitgehend ähnlich ausgestaltet wie diejenigen nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Abweichend davon sind bei dem zweiten Ausführungsbeispiel die Öffnungen, durch die
die Formkörper 5 eingeführt werden, etwas größer ausgebildet und mit Buchsen 48 versehen,
in die die Formkörper 5 passend eingeführt werden. Durch Materialwahl der Buchsen
kann man eine bessere Gleit- bzw. Verschleißfestigkeit erreichen. Darüber hinaus wird
vermieden, daß im Bereich der Durchführungsöffnung für die Formkörper 5 Fugen auftreten,
wie diese bei dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch auftreten, daß die Durchführungs
öffnungen 29 aus Abschnitten 30 und 31 gebildet sind, die in dem Unterteil bzw. dem
Oberteil des Querabstellers ausgebildet sind. Im Rahmen des zweiten Ausführungsbeispieles
werden die Öffnungen 29' etwas größer ausgebildet als beim ersten Ausführungsbeispiel,
d. h. die Abschnitte 30' und 31' sind entsprechend größer gewählt, um die Buchsen
48 aufnehmen zu können.
[0037] Zumindest an einem der Querabsteller 7, die die Form in Längsrichtung begrenzen,
sind Buchsen 48 vorgesehen, die mit einer nach unten dem Formraumboden 9 zugerichteten
Nase 49 versehen sind. Diese Nasen reichen bis zum Formraumboden 9, wenn das Oberteil
28 auf das Unterteil 27 betriebsbereit aufgesetzt ist. Die Nasen greifen dabei in
Rinnen 51 ein, die an korrespondierender Stelle und in entsprechender Abmessung in
einer Seitenfläche des Unterteiles 27 ausgebildet sind, derart, daß die Formlinge
bzw. Fertigteile an ihren längsseitigen Enden entsprechende rinnenförmige Einbuchtungen
50 aufweisen, wie dies in Fig. 13 angedeutet ist. Durch diese Rinnen werden die durch
die Formkörper 5 gebildeten zylindrischen Hohlräume stirnseitig nach unten hin geöffnet,
so daß sich in diesen Hohlräumen kein Wasser ansammeln kann.
[0038] Figur 18 zeigt einen Schnitt nach der Linie XVIII-XVIII in Fig. 16 und läßt erkennen,
daß im Bereich zwischen zwei unmit telbar benachbarten rillenförmigen Ausnehmungen
für die Aufnahme von längsgerichteten Bewehrungseisen ein über die nach oben gerichtete
Fläche des Unterteils 27 des Querabstellers 7 keilförmig aufstrebender Vorsprung 46
vorgesehen ist, der - wie insbesondere auch der Schnitt nach Fig. 18 erkennen läßt
- in eine entsprechende Ausnehmung 45 in der Unterseite des Oberteils 28 des Querabstellers
eingreift. Dabei sind die Flanken des Vorsprunges so abgeschrägt, daß der Eingriff
auch bei leichter Versetzung zwischen Oberteil und Unterteil zentrierend erfolgt.
Diese Ausbildungen von Vorsprung und Nut - nach Art von Nut und Feder ineinandergreifend
- sind jeweils zwischen zwei direkt benachbarten Sackausnehmungen mit Mündungen 35
vorgesehen, so daß an sich auf die FUhrungsansätze 40, wie sie im Rahmen des ersten
Ausführungsbeispieles geschildert wurden, verzichtet werden kann. Diese Führungsfahnen
40 können jedoch zusätzlich vorgesehen sein. Anstelle der Aushöhlung 37 beim ersten
Ausführungsbeispiel gem. Fig. 7 ist also beim zweiten Ausführungsbeispiel gem. Fig.
17 ein Vorsprung 46 vorgesehen.
[0039] Die Nasen 49 der Buchsen 48 stehen zur Bildung der Rinnen in dem Formling bzw. Fertigteil
über die Seitenfläche des Unterteils des Querabstellers entsprechend vor. Durch den
Eingriff in im Unterteil entsprechend vorgesehene Rinnen 51 verhindert, daß Beton
sich zwischen die Nasen und die Stirnfläche des Unterteils eindringt. Darüber hinaus
helfen die in die Rinnen 51 eingreifenden Teilbereiche der Nasen 49, den Eingriff
zwischen Oberteil und Unterteil noch weiter zu stabilisieren und sicherzustellen.
1. Herstellungsgerät für die Fertigung verhältnismäßig großer, plattenförmiger Beton-Fertigteile,
insbesondere für Fertigteildecken in Gestalt sogenannter Betonhohldielen, die eine
Vielzahl von zylinderförmigen, parallel verlaufenden Hohlräumen aufweisen, zu deren
Ausformung entsprechend verlaufend angeordnete Formkörper, insbesondere Rohre, vorgesehen
sind, die maschinell zwischen einer in dem mit Beton auszufüllenden Formraum für das
Fertigteil bzw. mehrere Fertigteile gleichzeitig befindlichen Einschiebelage und einer-
nach dem Ausbetonieren einzunehmenden, außerhalb des Formraumes gelegenen Ausziehlage
etwa horizontal geführt versetzbar sind,.wobei der Formraum durch eine den etwa horizontal
verlaufenden Formraumboden bildende, gegebenenfalls mit Seitenwandansätzen versehene,
eingebbar und entnehmbar angeordnete Palette und durch etwa prallel zur Verschieberichtung
der Formkörper verlaufende Seitenwandungen sowie Quer- und/oder Längsabsteller begrenzt
bzw. unterteilt ist, dadurch gekennzeich-net, daß die Seitenwandungen (3) des Formraumes
(10) durch in dessen oberem Kantenbereich (24) verlaufende, nach oben hin zum Formrauminneren
(10') leicht geneigte und etwa senkrecht zum Formraumboden (9) versetzbar geführte
Wandungsabschnitte (15) und durch dem Formraum (10) zu gerichtete Wandungsteile (17)
von Wandungskörpern (6) gebildet sind, die wie die Formkörper (5) etwa horizontal
zwischen einer Ausformungslage (13) und einer Entformungslage (14) versetzbar geführt
sind, wobei die Wandungsteile (17) der Wandungskörper (6) in der Ausformungslage (13)
weiter in das Formrauminnere (10') hineinragen als die angrenzenden Kanten (16) der
Wandungsabschnitte (15).
2.Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungsteile (17) der Wandungskörper
(6) in das Formrauminnere (10') vorgewölbt ausgebildet sind.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Wandungsteile (17) als
Mantellängs zonen der zumindest in diesem Bereich kreiszylindrisch ausgebildeten Wandungskörper
(6) ausgebildet sind.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Wandungskörper (6) als
kreiszylindrische Säulen, insbesondere als Rohre, ausgebildet sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungskörper
(6) gemeinsam mit den Formkörpern (5) zwischen der Ausformungslage (13) bzw. der Einschiebelage
(11) und der Entformungslage (14) bzw. der Ausziehlage (12) versetzbar an einer Halterung
(4) angeordnet sind.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungskörper
(6) über eine Führungsschiene (18) an der Palette (8), insbe- sondere an deren Seitenwandansätzen (19), und an der angrenzenden Kante (16) der
Wandungsabschnitte (15) hinsichtlich des in den Formraum (10) einzugebenden Betons
dichtend längsverschiebbar geführt sind.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungskörper
(6) in ihrer Ausformungslage (13) durch über ihre Längserstreckung verteilt angeordnete
Stützen (20) längsverschiebbar geführt und in dichtender Anlage an der angrenzenden
Kante (16) der Wandungsabschnitte (15) gehalten sind.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Stützen (20) in einem
vertikal versetzbarem Formrahmen (3') gehalten sind, an dem die Wandungsabschnitte
(15) vorgesehen sind.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
der Wandungskörper (6) kleiner ist als derjenige der Formkörper (5).
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungskörper
(6) in senkrechter Richtung gesehen weiter vom Formraumboden (9) beabstandet sind
als die Formkörper (5).
11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Querabsteller
(7) mit etwa horizontal verlaufender Trennfuge (26) jeweils aus einem auf die den
Formraumboden (9) bildende Oberfläche der Palette (8) aufzusetzenden Unterteil (27)
und einem von oben auf das Unterteil (27) aufzusetzenden Oberteil (28) bestehen.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekenn- zeichnet, daß die für die Aufnahme der
Formkörper (5) in den Querabstellern (7) vorgesehenen Öffnungen (29) zu einem kleineren
Abschnitt (30) in den Unterteilen (27) und einem größeren Abschnitt (31) in den Oberteilen
(28) ausgebildet sind.
13. Gerät nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge- kennzeichnet, daß in den oberen Kantenbereichen
(32) der Querabsteller (7) horizontal und etwa parallel zu der Verschieberichtung
der Formkörper (5) verlaufende rillenförmige Ausnehmungen (34) für das Einlegen von
Bewehrungseisen vorgesehen sind.
14. Gerät nach Anspruch 13, dadurch gekenn - zeichnet, daß die Ausnehmungen (34) als
quer zur Verschieberichtung der Formkörper (5) gegeneinander versetzt angeordnete
Sackrillen ausgebildet sind, deren Mündungen (35) abwechselnd in der einen und der
anderen Breitseite (36) des Unterteils (27) angeordnet sind.
15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekenn- zeichnet, daß zwei in Versetzrichtung
benachbarte Sackrillen (34) in ihrem Überlappungsbereich eine gemeinsame Aushöhlung
(37) bilden.
16. Gerät nach einem der ˙Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet , daß die Oberteile
(28) der Querabsteller (7) an ihren beiden Breitseiten (38) jeweils geneigt die Oberteil
querschnittsfläche nach oben verbreiternd ausgebildet sind.
17. Gerät nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in den Breitseiten
(38) der Oberteile (28) der Querabsteller (7) nutförmige Aussparungen (39) für die
Aufnahme von zwischen den Querabstellern (7) anzuordnenden Längsabstellern vorgesehen
sind, die hinsichtlich ihres Nutgrundes etwa senkrecht verlaufend angeordnet sind.
18. Gerät nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß an den Breitseiten
(38) des Oberteils (28) der Querabsteller (7) Führungsansätze (40) vorgesehen sind,
die bei Aufsetzen des Oberteils (28) auf das zugehörige Unterteil (27) dessen Breitseiten
(36) übergreifen.
19. Gerät nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen
(41) der Oberteile (28) an den Verlauf der den Formraum (10) begrenzenden Fläche der
Seitenwandungen (3) bei in die Ausformungslage (13) verschobenen Wandungskörpern (6)
angepaßt sind.
20. Gerät nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterteile
(27) der Querabsteller (7) etwa 6 cm vom Formraumboden (9) aufragend ausgebildet sind
und mit den Seitenwandungen (3) bzw. den Seitenwandansätzen (19) der Palette (8) stirnseitig
bündig abschließend ausgebildet sind.
21. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen
Randbereich der Wandungsabschnitte (15) in den Formraum (10) vorspringende Noppen
(42) vorgesehen sind, die in Längsrichtung der Randbereiche - vorzugsweise nach einem
Rastermaß - verteilt angeordnet sind und in welche Nutabschnitte (43) einsetzbar sind,
die sich im oberen Stirnseitenbereich der Oberteile (28) der Querabsteller (7) befinden.
22. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
des Überganges zwischen der Palette (8) und deren Seitenwandansätzen (19) in das Formrauminnere
(10') eingreifende Ansätze (44) vorgesehen sind, die in Längsrichtung der Randbereiche
in vertikaler Zuordnung zu den Noppen (42) verteilt angeordnet sind und in welche
Ausnehmungen (45) einsetzbar sind, die sich im unteren Stirnseitenbereich der Unterteile
(27) der Querabsteller (7) befinden.
23. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14 und 16 - 22, dadurch gekennzeichnet ,
daß an den Unterteilen (27) der Querabsteller (7) jeweils im Bereich zwischen zwei
direkt benachbarten rillenförmigen Ausnehmungen (34) bzw. Sackrillen mit Mündungen
(35) über die Oberfläche des Unterteils (27) aufragende Vorsprünge (46) ausgebildet
sind, die nach Art von Federn in an entsprechend korrespondierenden Stellen in den
Unterseiten der Oberteile (28) der Quetabsteller (7) ausgesparte Nuten (47) eingreifen.
24. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet , daß in die entsprechend
größer ausgebildeten Abschnitte (31') in den Oberteilen (28) der in den Querabstellern
(7) vorgesehenen Öffnungen (29') Buchsen (48) für die Aufnahme der Formkörper (5)
eingesetzt sind, die in entsprechend größer bemessene Abschnitte (30') in den Unterteilen
(27) der Querabsteller (7) eingreifen.
25. Gerät nach Anspruch 24, dadurch gekenn- zeichnet, daß zumindest in einem der den
Formraum (10) in Längsrichtung begrenzenden Querabsteller (7) Buchsen (48) mit zum
Formraumboden (9) gerichteten und bis zu diesem reichenden Nasen (49) eingesetzt sind,
die in entsprechend bemessene, an korrespondierenden Stellen in den zugehörigen Unterteilen
(27) ausgebildete Rinnen (50) eingreifen.
26. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet , daß in den Seitenwandansätzen
(19) der Palette (8) in Längsrichtung des Formraumes (10) verteilt angeordnete, quer
zu dieser Längsrichtung und etwa parallel zum Formraumboden (9) verlaufende, vom Formboden
(9) abgewandt offene Schlitze (51) für die Aufnahme von Bewehrungseisen ausgebildet
sind, deren auf den Formraumboden zu gesehene Tiefe derart bemessen ist, daß der oberhalb
eines in den Schlitzgrund eingelegten Bewehrungseisens frei bleibende Schlitzraum
eines jeden Schlitzes (51) bei geschlossener Form von den Führungsschienen (18) der
Wandungskörper (6) abgedeckt ist.
27. Verfahren für die Fertigung verhältnismäßig großer, plattenförmiger Beton-Fertigteile,
insbesondere für Fertigteildecken in Gestalt sogenannter Betonhohldielen, unter Verwendung
eines Herstellungsgerätes nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vielzahl von einem Herstellungsgerät zugeordneten, jeweils frei von mechanisch
zueinander bewegten Teilen gestaltete Paletten aufein- anderfolgend ausgehend von
dem Herstellungsgerät mit einem oder mehreren frisch ausgeformten und von den herausgezogenen
Formkörpern und Wandungskörpern sowie abgehobenem Formrahmen freigegebenen Fertigteilen
beladen einer Trockenstation zugeführt werden, in welcher die Paletten - vorzugsweise
in verschiedenen Ebenen - abgestellt werden, nach dem erforderlichen Aushärten des
Betons aus dieser entnommen werden, danach einer Entladestation zugeführt werden,
in der die Fertigteile von den Paletten getrennt werden, die daraufhin gesäubert werden
und einer Bewehrungsstation zugeführt werden, in welcher die erforderlichen Bewehrungseisen
in die vorhandenen oder - gegebenenfalls in veränderter Anordnung - auf der Palette
zuvor anzuordnenden Unterteile der Querabsteller eingelegt werden, worauf jede derart
vorgerüstete Palette mit den Oberteilen der Querabsteller und gegebenenfalls Längsabstellern
versehen wird und innerhalb des Formrahmens durch dessen Absenken aufgenommen wird,
worauf die Formkörper und die Wandungskörper eingefahren werden, woran sich das Ausfüllen
des Formraumes mit Beton anschließt, nach dessen erster Verfestigung die Freigabe
des bzw. der auf der Palette derart ausgeformten Fertigteile durch Herausziehen der
Formkörper und der Wandungskörper und anschließendes Anheben des Formrahmens die Palette
dem Herstellungsgerät entnommen und der Trockenstation zugeführt wird und so fort.
28. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekenn-zeichnet, daß die mit der Bewehrung
ausgerüstete Palette dem Herstellungsgerät zugeführt wird, bevor die Oberteile der
Querabsteller aufgesetzt werden, was gegebenenfalls zusammen mit dem Absenken des
Formrahmens erfolgt.
29. Plattenförmiges Beton-Fertigteil, insbesondere für Fertigteildecken in Gestalt
sog. Betonhohldielen, mit einer Vielzahl von zylinderförmigen, parallel verlaufenden
Hohlräumen, hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Seitenwänden (52) unterhalb der Hinterschneidungen (53) austretende Bewehrungseisen
(54) vorgesehen sind.