[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umwickeln von Gegenständen mit einer
Wendel einer von einer Vorratsrolle abziehbaren, nachschrumpfenden Folie, wobei die
Vorrichtung eine mit einer Vorratsrolle bestückte, die Gegenstände rahmenartig umfasssenden
Rollenführeinrichtung aufweist, durch welche die Gegenstände gestützt hindurchbewegt
werden und an welcher die Vorratsrolle während des Umwickelns auf einer festen Bahn
um die Gegenstände in Abstand zu diesen bewegbar angebracht ist.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-A 2 303 590, Fig. 1 und 2, bekannt. Die bekannte
Vorrichtung dient dazu, Gegenstände der verschiedensten Form, z.B. Holzbündel, Fenster-
und Türrahmen, Papierrollen, Hülsen, Rohre, Formstahl, Zeitungen, Zeitschriften usw.,
durch Umwickeln mit Verpackungsmaterial zu einer Paketeinheit zusammenzufügen.
[0003] Bei einer anderen, abweichenden Ausführungsform der genannten DE-A (Fig. 10 und 11)
ist ein stationärer Rotationsrahmen vorgesehen, der die zu umhüllenden Gegenstände
nur teilweise umfasst. In entgegengesetzten Richtungen laufen an schlittenartigen
Vorrichtungen zwei Vorratsrollen pendelnd um die Achse der Gegenstände. Die Befestigung
eines umhüllenden Wickelbandes erfolgt jeweils an den Unterkanten der zu wickelnden
Gegenstände. Die Folie wird dann über den Scheitel der Gegenstände hinweggezogen und
an der gegenüberliegenden Unterkante ebenfalls befestigt.
[0004] Nachteilig bei dieser zweiten Ausführungsform ist, dass das Befestigen der Folie
eine zusätzliche Anschlagvorrichtung erfordert und dass sich damit die Vorrichtung
verteuert. Nachteilig ist weiterhin, dass keine gegenläufigen, durchgehenden Wendel
gewickelt werden können.
[0005] Zusätzlich nachteilig ist bei der vorgenannten Ausführungsform die Verwendung zweier
separater Fahrmotoren für die die Rollen tragenden Schlitten, da hierdurch ein synchroner
Lauf kaum oder doch nur mit relativ hohem technischen Aufwand erreichbar ist. Durch
diese mitlaufenden Motoren werden zudem die bwegten Massen ungünstig vergrössert,
so dass die tragenden Teile der Rollenführeinrichtung sehr starken Belastungen unterliegen.
Bei der bekannten Vorrichtung ist es offensichtlich erforderlich, die Rollen an Schlitten
zu befestigen, da die beim Hin- und Hergehen sich ergebenden erheblichen Massenkräfte
in der Schlittenführung aufgefangen werden müssen. Eine hohe Wickelgeschwindigkeit
ist deshalb nicht realisierbar, wodurch der Vorrichtung eine ungenügende Wirtschaftlichkeit
anhaftet.
[0006] Es stellt sich demgegenüber die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei der eine besonders kompakte Bauweise für den Antrieb möglich
ist und bei welcher die sich durch die bewegten Massen ergebenden Fliehkraft- und
Trägheitskomponenten möglichst klein sind und sich gegenseitig kompensieren. Die Vorrichtung
soll insbesondere zum schnellen Wickeln von vorgestreckten, nachschrumpfenden Folien,
sogenannten Stretchfolien, verwendet werden. Hierbei sind besonders schwere (und unter
Zugspannung stehende) Vorratsrollen zu bewegen.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass an der Rollenführeinrichtung eine zweite mit einer Folie
bestückte Vorratsrolle vorgesehen ist, wobei die Rollen auf der Vorder- und Rückseite
eines gemeinsamen Rotationsrahmens gegenläufig rotierbar angeordnet sind.
[0008] Unter die einzuhüllenden Gegenstände fallen insbesondere Packstücke und Gebinde,
wobei diese Begriffe zwei unterschiedliche Arten von einzuhüllenden Gegenständen charakterisieren:
Unter «Packstück» wird ein mehr oder weniger geschlossenes, möglicherweise sperriges,
aber nicht auseinanderfallendes Gebilde verstanden, beispielsweise eine Teppichrolle,
während unter einem «Gebinde» ein Gebilde verstanden werden soll, das aus Kartons,
Gegenständen oder dergleichen aufgestapelt ist, die bei leichterer Krafteinwirkung,
beispielsweise durch die Wickelfolie selbst, von ihrer Unterlage herabgestossen werden
können, oder sich ohne Unterlage verschieben, so dass das «Gebinde» damit nicht mehr
die ursprüngliche, zu umhüllenden Form aufweist.
[0009] Es zeigt sich, dass insbesondere das Einhüllen von Gebinden grosse Schwierigkeiten
bereitet, da beispielsweise aufeinandergestapelte, leichte Kartonverpackungen, die
mit Plastikgegenständen gefüllt sind, dazu tendieren, beim Umwickeln mit einer vorgespannten
Stretchfolie aus dem Gebinde herausgedrückt und verschoben zu werden.
[0010] Durch das gegenläufige Umhüllen durch hintereinandergeschaltete Vorratsrollen wird
eine vorhandene Torsionsspannung aufgehoben; sie ist praktisch nur auf einer kurzen
Wegstrecke überhaupt wirksam. Damit ist es möglich, beispielsweise ein Gebinde von
3 x 3 kg Waschpulverkartons in der eingangs genannten Art in einer Stretchfolie einzuhüllen.
Erst die um 360° umlaufende Bewegung der Vorratsrollen, die vorzugsweise an Rollenführkränzen
fliegend aufzuhängen sind, erlaubt einen kompakten und hochbelastbaren Antrieb, wodurch
die beim beschriebenen Stand der Technik vorhandenen Nachteile überwunden werden.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.
[0012] Die Zeichnung zeigt perspektivisch eine Vorrichtung zum Umhüllen von Packstücken
1. Die Vorrichtung weist eine Rollen-Führeinrichtung 2 auf, mit der von zwei Vorratsrollen
4, 4' je ein Band einer Wickelfolie 3, 3' abgezogen werden kann. Die Vorratsrollen
4, 4' sind mit einer fliegenden Achse je auf einem rotierenden Kranz 5, 5' montiert.
Jeder der beiden Kränze 5, 5' ist auf seiner Aussenseite mit einem Zahnkranz versehen.
Über zwei Antriebsritzel 6, 6', die gegenläufig rotieren, jedoch von demselben Motor
angetrieben sind, werden die beiden Kränze 5, 5' gegensinnig in Drehung versetzt.
In Förderrichtung gesehen rotiert der Kranz 5 im Uhrzeigersinn und der Kranz 5' im
Gegenuhrzeigersinn.
[0013] Vor und hinter der mit den beiden Kränzen 5, 5' ausgestatteten Führeinrichtung 2
sind zwei Förderbänder 7 und 8 angeordnet. In bestimmten Fällen kann auch ein Überbrückungsförderer
(hier nicht dargestellt) das Packstück oder ein Gebinde durch die Kränze 5, 5' hindurchfördern.
Derartige Überbrückungsförderer sind aus der DE-OS 3 119 657 bekannt. Damit können
auch kürzere Gegenstände transportiert werden, wobei während des Fortschreitens das
Überbrückungsförderband und die Gegenstände in die Folie eingewickelt werden.
[0014] Die Führeinrichtung 2 ist von einem Haltegestell 10 umgeben. Die Führeinrichtung
2 mit den rotierenden Kränzen 5, 5' und der dazugehörenden Antriebsvorrichtung wird
von einer Tragwand 11 gehalten, die zwischen die Peripherie der Kränze 5, 5' reicht
und die über (nicht dargestellte) Stützvorrichtungen für die Kränze 5, 5' verfügt.
[0015] Die Mittel, um die Kränze 5, 5' rotieren zu lassen und die umhüllenden Gegenstände
zu transportieren, sind an sich bekannt. Bei der Folie 3, 3' handelt es sich um Stretchfolie,
also um eine nachschrumpfende Folie, die unter Zugspannung von einer der Vorratsrollen
4, 4' angezogen wird, wobei die Vorratsrollen 4, 4' während des Umwickelns auf einer
festen Bahn gegenläufig rotieren. Vom Packstück 1 wird dabei Abstand gehalten: Das
Packstück 1 wird während des Umhüllens transportiert, so dass sich wendelartig zwei
mit gegenläufiger Steigung aufeinanderliegende Wickelfolien-Lagen ergeben. Die Zugspannung
und die Umlaufgeschwindigkeit der Vorratsrollen können variiert werden; vorzugsweise
laufen jedoch die beiden Vorratsrollen synchron und mit gleicher Spannung. Das bedeutet
auch, dass die beiden Kränze 5, 5' mit den Vorratsrollen 4, 4' gegenläufig und synchron
laufen, wobei sie in Förderrichtung um wenigstens eine Folienbreite versetzt sind.
[0016] Die Wickelachsen der Vorratsrollen sind zur Rotationsachse der Kränze 5 bzw. 5' um
einen Winkel zwischen 2 - 20° aus der parallelen Ausrichtung geneigt, und zwar die
Rolle 4 vom Packstück weg und die Rolle 4' zum Packstück hin. Diese Schrägstellung
der Rollenachsen bewirkt, dass sich die Folie praktisch faltenfrei und ohne Notwendigkeit
weiterer Führungs- und Leitrollen glatt an das Packstück anlegt.
[0017] Es ist auch möglich, die Folien-Vorspannung, die sich nach den Gegebenheiten und
der Zusammensetzung des Folienmaterials richtet, bei den beiden Folien verschieden
stark auszubilden, beispielsweise die zuerst wickelnde Folie 4' mit etwas geringerer
und die nachfolgende Folie 4 demgegenüber mit etwas höherer Wickelspannung wickeln
zu lassen. Ausserdem können verschiedene Folienbreiten, beispielsweise zunächst schmal
(Rolle 4'), dann breit (Rolle 4), vorgesehen sein.
[0018] Weiter ist möglich, die Kränze 5, 5' mit den Wickelrollen 3, 3', vorzugsweise über
die Tragwand 11, die in zwei gegenüberliegenden Führungsleisten 14 geführt ist, mit
Hilfe einer Kolben-ZylinderAnordnung 15 höhenverstellbar zu machen. Damit ergibt sich
die Möglichkeit, den Wickelvorgang auf verschiedene Packstück-Höhen auszurichten.
Auch eine Seitenverstellbarkeit kann vorgesehen sein, wenn dies bei häufigem Vorkommen
besonders sperriger Güter wünschenswert sein sollte.
1. Vorrichtung zum Umwickeln von Gegenständen (1) mit einer Wendel einer von einer
Vorratsrolle (4, 4') abziehbaren, nachschrumpfenden Folie (3, 3'), wobei die Vorrichtung
eine mit einer Vorratsrolle (4, 4') bestückte, die Gegenstände (1) rahmenartig umfassende
Rollenführeinrichtung (2) aufweist, durch welche die Gegenstände (1) gestützt hindurchbewegt
werden und an welcher die Vorratsrolle (4, 4') während des Umwickelns auf einer festen
Bahn um die Gegenstände (1) in Abstand zu diesen bewegbar angebracht ist, dadurch
gekennzeichnet, dass an der Rollenführeinrichtung (2) eine zweite mit einer Folie
(3, 3') bestückte Vorratsrolle (4, 4') vorgesehen ist, wobei die Rollen auf der Vorder-
und Rückseite eines gemeinsamen Rotationsrahmens (11) gegenläufig rotierbar angeordnet
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenführeinrichtung
(2) zwei rotierende Kränze (5, 5') aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationsrahmen (11)
gegenüber der Förderebene der Gegenstände (1) höhenverstellbar ist.
1. Apparatus for wrapping objects (1) with a helix of shrinkable film (3, 3') to be
unwound from a supply roll (4, 4'), said apparatus comprising a roll guiding device
(2) carrying a supply roll (4, 4') and embracing frame-like the objects, said objects
(1) being conveyed through said roll guiding device, said supply roll (4, 4') is connected
to said roll guiding device so as to be moved on a fixed orbit around the objects
(1) at a certain distance, characterized by that a second supply roll (4, 4') supplied
with film (3, 3') is connected to the roll guinding device (2), said roll (4, 4')
positioned on the front and rear side of a common rotation frame (11) in opposite
rotational directions.
2. Apparatus according to claim 1, characterized by that the roll guiding device (2)
comprises two rotating rings (5, 5').
3. Apparatus according to claim 1, characterized by that the rotational frame (11)
is adjustable regarding the height relative to the conveying plane of the objects
(1).
1. Dispositif pour envelopper des objets par enroulement en hélice de feuille se rétractant
ensuite (3, 3'), tirée d'un rouleau d'alimentation (4, 4'), ce dispositif presentant
un dispositif cinématique guidé (2) qui est équipé d'un rouleau d'alimentation (4,
4') et qui entoure, à la manière d'un cadre, les objets, et au travers duquel lesdits
objets (1) sont déplacés en étant soutenus, et sur lequel le rouleau d'alimentation
(4, 4') est agencé de manière a pouvoir être déplacé, pendant l'enveloppement, sur
une trajectoire fixe entourant les objets (1), caractérisé en ce qu'un deuxième rouleau
d'alimentation (4, 4') équipé d'une feuille (3, 3') est prévu sur le dispositif cinématique
guidé (2), les rouleaux étant agencés sur le côté avant et le côté arrière d'un cadre
de rotation commun (11), d'une manière leur permettant de tourner dans des sens inverses.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif cinématique
guidé (2) équipé des rouleaux présente deux couronnes tournantes (5,5')
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cadre de rotation
(11) est réglable en hauteur, par rapport au plan de transport des objets (1).