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EP 0 140 342 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.1989 Patentblatt 1989/21 |
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Anmeldetag: 25.10.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: E04F 19/04 |
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Sockelleiste
Skirting-board
Plinthe
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB LI NL |
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Priorität: |
28.10.1983 DE 3339175
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.05.1985 Patentblatt 1985/19 |
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Patentinhaber: Schlüter, Werner |
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D-58644 Iserlohn (DE) |
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Erfinder: |
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- Schlüter, Werner
D-58644 Iserlohn (DE)
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Vertreter: Schröter, Martin, Dipl.-Ing. |
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Schröter & Haverkamp
Im Tückwinkel 22 58636 Iserlohn 58636 Iserlohn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 7 630 346
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DE-U- 8 025 553
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine winkelförmige Sokkelleiste zur Aufnahme von plattenartigen
Belägen, insbesondere von Keramikplatten, welche Leiste einen mit Durchbrüchen versehenen
ersten Befestigungsschenkel und einen dazu senkrechten zweiten Schenkel aufweist.
Eine solche Sokkelleiste ist aus dem DE-GM 80 25 553 bekannt. Sie dient zur Ausbildung
des Eckbereiches zwischen Boden und Wand eines Raumes, eines Balkons oder einer Terrasse.
Sie wird dabei mit ihrem ersten Befestigungsschenkel, der durchbrochen ist, auf dem
Bodenmörtel eingebracht. Darauf werden die Keramikplatten aufgebracht, die sich mit
dem durch die Durchbrechungen durchdringenden Mörtel verbinden. Der zweite Schenkel,
der an der Wand anliegt, bildet durch seine entsprechende Gestaltung den Wandabschluß
in Form eines Sokkels. Dieser Abschlußschenkel wird mit einem geringen Abstand an
der anschließenden Wand ohne zusätzliche Befestigungsmittel angelegt, so daß der Boden
sich zusammen mit der Sockelleiste gegenüber der Wand verschieben kann, ohne daß es
zu Spannungen kommt. In der Regel ist am oberen Ende des Abschlußschenkels nach der
Einbringung der Sockelleiste ein dauerelastisches Dichtmaterial eingebracht.
[0002] Neben solchen Sockelausbildungen, bei denen der eigentliche Sockel vom Abschlußschenkel
der Sockelleiste gebildet wird, werden auch Sockel aus Keramikplatten gewünscht und
gefertigt. Bei einer solchen Sockelausbildung werden auf die Bodenplatten im Anschluß
an den Wandbereich die den Sockel bildenden Wandplatten aufgesetzt und mit entsprechendem
Mörtel an der Wand befestigt. Durch die unterschiedlichen Wärmedehnungsbewegungen
von Boden und Wand und auch durch die Nachgiebigkeit des Bodenaufbaues infolge der
unter dem Boden verlegten Dämmplatten, kommt es zu Spannungen und zu Abrissen der
Verbindungsschicht zwischen den Bodenplatten und den an der Wand befestigten Sockelplatten.
Auch dauerelastische Fugenausbildungen in diesem Bereich können das aufgezeigte Problem
nicht lösen.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine geeignete Trägervorrichtung auszubilden,
mit der diese Spannungen im Anbindungsbereich von Boden und Wand bei Sockelausbildungen
aus Plattenmaterial vermieden werden.
[0004] Zur Lösung dieser Erfindungsaufgabe wird daher eine winkelförmige Sockelleiste der
eingangs genannten Art vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß an der Außenseite
des mit Durchbrüchen ausgestatteten zweiten Schenkels vorstehend Abstandselemente
vorgesehen sind.
[0005] Nach einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung sind dabei aus dem zweiten Schenkel
Abstandsstege herausgeklinkt. Dabei können jeweils um einen als Bohrung ausgebildeten
Durchbruch herum konzentrisch mit geringem Abstand mehrere Abstandsstege ausgebildet
sein.
[0006] Eine solche Sockelleiste wird durch den gelochten ersten Schenkel fest unter den
Bodenplatten eingebunden und stellt ein Trägerprofil für die auf die Bodenplatten
aufgesetzten Sockelplatten im entsprechenden Wandbereich dar.
[0007] Bei Bewegungen im Boden vermag die Sockelleiste sich zusammen mit den Sockelplatten
zu verschieben, so daß es zu keinen Spannungen zwischen den miteinander verbundenen
Boden-und Sockelplatten kommt.
[0008] Die Sockelplatten werden mit der darauf aufgebrachten Mörtelschicht gegen den zweiten
Schenkel der Sockelleiste gepreßt. Dabei drückt sich der Mörtel in den durch die Abstandselemente
freigehaltenen Raum durch die Durchbrüche im Schenkel hindurch und verklammert sich
etwa pilzkopf- bzw. nietartig außen am zweiten Schenkel, ohne sich im wesentlichen
mit dem Wandmaterial bzw. der dort aufgebrachten Dämmstoffschicht zu verbinden.
[0009] Es erweist sich fertigungstechnisch als günstig jeweils um die in gleichen Abständen
zueinander angeordneten Durchbrüche, vorzugsweise Bohrungen, im zweiten Schenkel etwa
quadratisch, mit Abstand zum Durchbruch, unterbrochene Einschnitte auszubilden, in
deren Eckbereichen jeweils ein Abstandssteg nach außen schräg herausgedrückt ist.
Durch diese Ausklinkung entstehen weitere Durchbrüche, durch die Mörtelmaterial hindurchtreten
kann. Dieses Mörtelmaterial vereinigt sich mit dem durch die zentrischen Durchbrüche
hindurchgetretenen Mörtel, so daß der Mörtel noch zusätzlich die Stege umklammert.
Über die Länge und die Höhe des zweiten Schenkels bilden sich daher eine Vielzahl
von Verklammerungspunkten des Mörtels an der Leiste heraus, so daß eine innige Verbindung
mit den Sokkelplatten entsteht.
[0010] Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung im folgenden näher
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Schnittdarstellung durch einen Boden-Wand-Eckbereich, in dem ein Sockel
aus Keramikplatten ausgebildet ist,
Figur 2 eine Sockelleiste in der Draufsicht,
Figur 3 eine Innenansicht auf den zweiten Schenkel der Sockelleiste in Figur 2 und
Figur4 einen Schnitt nach der Linie I-I in Figur 3.
[0011] Auf dem Boden 1 und der Wand 2 sind die mit der Ziffer 3 bezeichneten Wärmedämmplatten
aufgebracht. Auf der auf dem Boden aufgelegten Mörtelschicht 4 ist der erste Schenkel
55 der insgesamt mit der Ziffer 5 bezeichneten Sockelleiste aufgedrückt. Eine solche
Sockelleiste ist vorzugsweise ein abgekantetes Blechprofil, beispielsweise aus verzinktem
Stahlblech. Der erste Schenkel 55 ist vorzugsweise in einer Stärke von 0,5 bis 1 mm
ausgebildet und besitzt in gleichmäßigen Abständen Durchbrechungen 56. Beim Aufdrükken
dieses Schenkels 55 auf der Mörtelschicht 4 tritt durch diese Durchbrechung 56 Mörtel
nach oben durch. Mit diesem durchtretenden Mörtel wird die darauf aufgelegte Bodenplatte
6 befestigt.
[0012] Die Sockelleiste 5 ist mit ihrem zweiten Schenkel 51 gegen die an der Wand 2 anliegende
Dämmstoffplatte 3 geschoben. Die an der Außenseite des Schenkels 51 ausgebildeten
Abstandselemente, beispielsweise schmale Abstandsstege 53, gewährleisten eine schmale
Abstansfuge 9. Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist, sind im zweiten
Schenkel in gleichmäßigen Abständen voneinander Bohrungen 52 angeordnet. Um die Bohrungen
herum sind jeweils quadratisch, unterbrochene Einschnitte ausgebildet. In den Eckbereichen
dieser Einschnitte sind jeweils nach außen schräg stehend die Abstandsstege 53 herausgeklinkt.
An den herausgeklinkten Stellen sind ebenfalls Durchbrüche 54 entstanden.
[0013] Wird die an ihrer Befestigungsseite mit Mörtel 4 versehene Sockelplatte 7 gegen den
Schenkel 51 gepreßt, so tritt der Mörtel durch die Durchbrechungen 52 und 54 hindurch
und bildet an der Außenseite des Schenkels nietkopfartige Mörtelelemente 41. Nach
der Erhärtung des Mörtels oder eines geeigneten Klebers in der Abstandsfuge 9 ist
eine sichere Verklammerung der Platten 7 mit dem Leistenschenkel 51 erreicht, an dessen
glatten Innenflächen sich die Platten nur schwer ankleben lassen.
[0014] Zur Abdichtung des oberen Spaltes wird in der Regel eine dauerelastische Dichtung
8 vorgesehen.
Zusammenfassung der Bezugszeichen
1 Boden
2 Wand
3 Wärmedämmung
4 Estrich
41 Mörtelelement
5 Trägerprofil
51 Schenkel
52 Bohrung
53 Abstandssteg
54 Durchbruch
55 Schenkel
56 Durchbrechung
6 Fliese
7 Sockelplatte
8 elastische Dichtung
9 Abstandsfuge
1. Winkelförmige Sockelleiste (5) zur Aufnahme von plattenartigen Belägen (6), insbesondere
von Keramikplatten, welche Leiste (5) einen mit Durchbrüchen (56) versehenen ersten
Befestigungsschenkel (55) und einen dazu senkrechten zweiten Schenkel (51) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des mit Durchbrüchen (54) ausgestatteten
zweiten Schenkels (51) vorstehend Abstandselemente (53) vorgesehen sind.
2. Sockelleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem zweiten Schenkel
(51) Abstandsstege (53) herausgeklinkt sind.
3. Sockelleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils um einen als
Bohrung (52) ausgebildeten Durchbruch herum konzentrisch mit geringem Abstand mehrere
Abstandsstege (53) ausgebildet sind.
4. Sockelleiste nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils um die in gleichen Abständen zueinander angeordneten Durchbrüche (52)
im zweiten Schenkel (51) etwa quadratisch, mit Abstand zum Durchbruch (52) unterbrochene
Einschnitte gebildet sind, in deren Eckbereichen jeweils ein Abstandssteg (53) schräg
nach außen herausgedrückt ist.
1. An angular baseboard (5) designed to receive sheet coverings (6), more especially
ceramic tiles, said baseboard (5) having a first attachment flange (55) with apertures
(56) and a second flange (51) perpendicular thereto, characterized by the provision
of spacing elements (53) projecting from the outer side of the second flange (51)
provided with apertures (54).
2. The baseboard as claimed in claim 1, characterized in that spacer lugs (53) are
bent out of the second flange (51).
3. The baseboard as claimed in claim 1, characterized in that a number of spacer lugs
(53) are formed around an aperture in the form of a hole (52) with a small spacing
concentrically.
4. The baseboard as claimed in any one or more of the preceding claims, characterized
in that the apertures arranged with equal spacing from each other in the second flange
(52) are formed in a generally square manner and as interrupted cutouts spaced from
the aperture (52), in the corner parts of which there is in each case a spacer lug
(53) pressed outwards obliquely.
1. Plinthe (5) en forme de cornière, destinée à recevoir des revêtements (6) analogues
à des plaques, en particulier des plaques de céramique, ladite plinthe (5) comportant
une première aile de fixation (55) munie d'ouvertures (56) et une seconde aile (51)
perpendiculaire à la première, caractérisée par le fait qu'il est prévu des éléments
d'écartement (53) en saillie sur la face extérieure de la seconde aile (51) munie
d'ouvertures (54).
2. Plinthe selon la revendication 1, caractérisée par le fait que des pontets d'écartement
(53) sont recourbés à partir de la seconde aile (51).
3. Plinthe selon la revendication 1, caractérisée par le fait que, tout autour d'une
ouverture réalisée sous la forme d'un perçage (52), plusieurs pontets d'écartement
(53) sont conformés à chaque fois de manière concentrique et à faible distance.
4. Plinthe selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée par
le fait qu'autour des ouvertures (52) ménagées à égale distance entre elles, sont
conformées à chaque fois dans la seconde aile (51) des découpures sensiblement carrées
qui sont interrompues à distance de l'ouverture (52), et dans les régions des coins
desquelles est repoussé à chaque fois vers l'extérieur un pontet d'écartement (53)
oblique vers l'extérieur.