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EP 0 140 346 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.1988 Patentblatt 1988/15 |
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Anmeldetag: 25.10.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65D 88/16 |
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Grossraum-Transportbeutel für Schüttgut
Large transport bag for bulk material
Grand sac de manutention pour produits en vrac
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
02.11.1983 DE 8331441 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.05.1985 Patentblatt 1985/19 |
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Patentinhaber: LOLIFT Verwaltungs GmbH |
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D-2200 Elmshorn (DE) |
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Erfinder: |
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- Lehmann,Rolaf
D-2200 Elmshorn (DE)
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Vertreter: Gauger, Hans-Peter, Dipl.-Ing. |
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Müller, Schupfner & Gauger
Postfach 10 11 61 80085 München 80085 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Bemerkungen: |
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The file contains technical information submitted after the application was filed
and not included in this specification |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Großraum-Transportbeutel für Schüttgut, bei
dem die Beutelwand aus einem Zuschnitt eines Fasergewebes besteht, der längs zweier,
in Kett- oder Schußfadenrichtung verlaufender Schnittkanten mit einer über die volle
Beutelhöhe reichenden Verbindungsnaht versehen ist.
[0002] Bei einem aus dem DE-U-78 30 440 bekannten Transportbeutel dieser Art ist die Verbindungsnaht
als eine auf einer Kettelmaschine mit einem Nähdurchgang ausgeführte Doppelstichnaht
ausgebildet. Damit diese Verbindungsnaht bei einer Nutzlast von wenigstens einer Tonne
einen bezüglich des Berstdruckes genügend großen Sicherheitsfaktor erhält, ist die
Beutelwand mit vier weiteren, parallel zu der Verbindungsnaht verlaufenden Eckennähten
versehen, die ebenfalls als Doppelstichnähte ausgeführt sind. Die Eckennähte unterteilen
die Beutelwand in vier paarweise parallele Seitenwände des Beutels. Die Verbindungsnaht
ist in der Mitte einer dieser Seitenwände ausgebildet. Für eine weitere Vergrößerung
des Sicherheitsfaktors ist eine Ausrichtung aller Nähte in der Kettfadenrichturig
des Fasergewebes und eine Übernähung wenigstens der Eckennähte unter Verwendung desselben
Fadens vorgesehen. Der bekannte Transportbeutel weist daneben noch einen separat angenähten
Boden mit einem an einer zentralen Stelle angenähten Entleerungsrohr, einen ebenfalls
separat angenähten Deckel mit einem an einer entsprechenden zentralen Stelle angenähten
Füllrohr und vier gemeinsam mit den Eckennähten angenähte U-förmige Trageschlaufen
auf. Die Herstellung dieses bekannten Großraum-Transportbeutels ist daher relativ
aufwendig und kostenungünstig.
[0003] Bei einem gattungsähnlichen Transportbeutel gemäß der DE-C-24 16 169 besteht die
Beutelwand aus einem Rundgewebe, an das ein Boden und ein Deckel mit einer durch einen
Schnurzug verschließbaren Einfüllöffnung separat angenäht sind. In jeweils einer etwa
S- oder Z-förmigen Fältelung der Beutelwand sind die beiden Schlaufenenden von Trageschlaufen
vernäht. Um mit einem Transportbeutel dieser Ausbildung eine mit den gattungsgleichen
Transportbeuteln vergleichbare Festigkeit gegenüber dem Berstdruck mit einem übereinstimmenden
Sicherheitsfaktor zu erhalten, müßte das Rundgewebe bei einer gleichen Beutelgröße
aus wesentlich stärkeren und gleichzeitig dichter eingestellten Fäden als in der Praxis
üblich gewebt sein, was aber zu Schwierigkeiten bei der Herstellung des Rundgewebes
mit vorhandenen Webmaschinen führt. Das Weben eines Rundgewebes ist außerdem wesentlich
teurer als das Weben des bei den gattungsgleichen Transportbeuteln verwendeten Flachgewebes.
Solche gattungsähnlichen Transportbeutel scheiden daher unter Berücksichtigung insbesondere
des Sicherheitsfaktors für einen Transport von Schüttgut aus, wenn dafür ein Füllvolumen
von etwa 1 m
3 und eine Nutzlast bis maximal etwa 1 250. kg verlangt wird und ihre zulässige Verwendung
einen Falltest aus einer freien Fallhöhe von 120 cm unbeschädigt aushalten muß.
[0004] Die durch die Patentansprüche gekennzeichnete Erfindung löst die Aufgabe, einen Großraum-Transportbeutel
für Schüttgut der angegebenen Gattung bereitzustellen, der unter Berücksichtigung
der vorerwähnten Bedingungen für einen Falltest kostengünstiger herstellbar ist und
dabei eine mit den bekannten Transportbeuteln vergleichbare Festigkeit bezüglich des
Berstdruckes aufweist.
[0005] Durch die nach der Erfindung vorgesehene Ausbildung der Verbindungsnaht als eine
Zick-Zack-Naht, die mit einer normalen Einnadel-Nähmaschine ausgeführt werden kann,
entfällt die Notwendigkeit für das Vorsehen besonderer Eckennähte. Die Beutelwand
ist somit nur mit einer einzigen Naht versehen, deren in der Nahtrichtung ausgerichtetes
Nahtbild bei einer kantenseitigen Überlappung des Gewebezuschnittes von etwa 10 bis
20 cm eine Länge von etwa 10 cm hat. Diese einzige Naht entwickelt eine mit einem
nahtlos aus entsprechend starken und gleichzeitig dichter eingestellten Fäden ausgebildeten
Rundgewebe vergleichbare Festigkeit, wenn für Vergleichszwecke die Bedingungen des
Falltestes zu grunde gelegt werden. Wegen des Wegfalls von besonderen Eckennähten
ist damit ein solcher Großraum-Transportbeutel jetzt wesentlich kostengünstiger herstellbar.
Gleichzeitig wird damit auch ein größerer Freiheitsgrad für eine beabsichtigte Anbringung
von Trageschlaufen an der Einfüllöffnung des Beutels erhalten, wobei unverändert die
Möglichkeit für ein separates Annähen eines Bodens und eines Deckels, jeweils mit
oder ohne ein besonderes Entleerungs- bzw. Füllrohr besteht. Das Annähen solcher Trageschlaufen
zusammen mit einem einfach oder doppelt vorhandenen Gewebestreifen ebenfalls mit einer
Zick-Zack-Naht ergibt dann gleichzeitig eine weitere Materialfestigkeit der Beutelwand
sowie eine verstärkte Haltekraft der Trageschlaufen in den Bereichen, die beim Füllen
des dabei beispielsweise an den Haken eines Lastkranes oder an die Zinken der Gabel
eines Gabelstaplers angehängten Beutels sowie auch bei dessen Transport materialmäßig
am stärksten beansprucht sind.
[0006] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Großraum-Transportbeutels ist
in einer Perspektivansicht in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird nachfolgend
näher beschrieben.
[0007] Der für die Füllung mit einem Schüttgut von in der Regel wenigstens einer Tonne Nutzlast
vorgesehene Transportbeutel weist eine Beutelwand 1 auf, die aus einem Zuschnitt eines
synthetischen Fasergewebes mit einer Zugfestigkeit von wenigstens etwa 197 N/cm
2 besteht. Der Zuschnitt ist dabei rechteckig mit einer Fertiglänge von beispielsweise
380 cm und einer Breite entsprechend der gewünschten Beutelhöhe ausgeführt. Die Höhenkanten
dieses Zuschnittes sind für die Bildung einer Verbindungsnaht 2 vorgesehen. Sie können
entweder in der Kett- oder in der Schußfadenrichtung des Gewebes verlaufen und sind
zweckmäßig über eine Breite von etwa 2 cm gesäumt. Zur Bildung der Verbindungsnaht
2, die als eine Zick-Zack-Naht mit einer in Nahtrichtung ausgerichteten Länge des
Nahtbildes von etwa 10 cm ausgebildet wird, erfahren die gesäumten Schnittkanten des
Zuschnittes eine Überlappung 3 von beispielsweise 20 cm, bevor die Zick-Zack-Naht
mittels einer normalen Einnadel-Nähmaschine genäht wird.
[0008] An die Beutelwand 1 sind vier etwa U-förmige Trageschlaufen 4 gemeinsam mit einem
ihre beiden Schlaufenenden jeweils überdeckenden Gewebestreifen 5 angenäht. Das Annähen
der Trageschlaufen 4 und der Gewebestreifen 5 ist ebenfalls mit einer Zick-Zack-Naht
verwirklicht. Die Gewebestreifen 5 können aus dem gleichen Fasergewebe wie die Beutelwand
1 oder aus einem anderen Material bestehen. Ihr Annähen an die Beutelwand erfolgt
zweckmäßig erst nach dem Nähen der Verbindungsnaht 2 in einer solchen wechselseitigen
Anordnung, daß die vier Trageschlaufen 4 die vier oberen Ecken des Beutels überkreuzen.
[0009] Der Beutel weist weiterhin einen mittels einer Überwendlings- oder Sicherheitsnaht
6 separat angenähten Boden 7 und einen ebenfalls separat angenähten Deckel 8 auf.
An einer zentralen Stelle des Bodens 7 ist ein Entleerungsrohr 9 separat angenäht,
während an einer entsprechenden zentralen Stelle des Deckels 8 ein Füllrohr 10 ebenfalls
separat angenäht ist. Für andere Ausführungsformen des Beutels kann an dem Boden 7
auf das Rohr 9 verzichtet werden. Statt eines mit dem Rohr 10 versehenen Deckels 8
kann auch ein Deckel verwendet sein, der beispielsweise eine durch einen Schnurzug
verschließbare Einfüllöffnung aufweist. Die vier Trageschlaufen können schließlich
durch ein Einpunkt-Hebeelement der Ausführungsform gemäß dem DE-U-79 36 129 ersetzt
sein.
1. Großraum-Transportbeutel für Schüttgut, bei dem die Beutelwand (1) aus einem Zuschnitt
eines Fasergewebes besteht, der längs zweier, in Kett- oder Schußfadenrichtung verlaufender
Schnittkanten mit einer über die volle Beutelhöhe reichende Verbindungsnaht (2) versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsnaht (2) als eine Zick-Zack-Naht mit
einer in Nahtrichtung ausgerichtete Länge des Nahtbildes von etwa 10 cm ausgebildet
ist, wobei die Schnittkanten des Fasergewebes an der Verbindungsnaht (2) eine Überlappung
(3) von etwa 10 bis 20 cm aufweisen.
2. Großraum-Transportbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Beutelwand
(1) wenigstens ein Boden (7) mittels einer Überwendlings- oder Sicherheitsnaht (6)
separat angenäht ist.
3. Großraum-Transportbeutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an
die Beutelwand (1) die beiden Schlaufenenden von etwa U-förmigen Trageschlaufen (4)
gemeinsam mit einem unterlegten und/oder überdeckenden Gewebestreifen (5) mittels
einer Zick-Zack-Naht angenäht sind.
1. A large-sized transportation container for materials in bulk, comprising a container
wall (1) made of a cut-up of a woven fabric which is provided with a joining seam
(2) along two cut edges extending over the full height of the container in the direction
either of the warp threads or of the weft threads, characterized in that the joining
seam (2) is zigzag-stitched and has a length of the stitching appearance along the
seam of about 10 centimeters whereby the cut edges of the woven fabric are provided
along the joining seam (2) with an overlap of about 10 to 20 centimeters.
2. A large-sized transportation container according to claim 1, characterized in that
at least a bottom (7) is separately stitched to the container wall (1) by means of
an oversew or a safety stitch (6).
3. A large-sized transportation container according to claim 1 or 2, characterized
in that the two loop ends of substantially U-shaped carrying loops (4) are zigzag-stitched
to the container wall (1) in common with an either underlaying and/or an overlaying
fabric strip (5).
1. Sac transporteur à grande capacité pour matières en vrac, dans lequel la paroi
du sac (1) consiste en une pièce découpée d'un tissu en fibres qui est pourvue, le
long de deux arêtes de coupe en sens du fil de chaîne ou de trame, d'une couture de
jonction (2) qui s'étend sur l'hauteur totale du sac, caractérisé en ce que ladite
couture de jonction (2) est formée comme une couture en zigzag à une longueur de pointage
de la couture de 10 cm environ, qui s'étend en sens d'assemblage, pendant que lesdites
arêtes de couture dudit tissu en fibres présentent un recouvrement (3) de 10 à 20
cm environ à ladite couture de jonction (2).
2. Sac transporteur à grande capacité selon la revendication 1, caractérisé en ce
qu'au moins un fond (7) est coudé à part à ladite paroi du sac (1) à l'aide d'une
couture à surjet ou de sécurité (6).
3. Sac transporteur à grande capacité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en
ce que les deux extrémités des boucles de transport (4) à peu près en U sont coudées,
ensemble avec une bande de tissu doublée et/ou recouvrante, à ladite paroi du sac
(1) à l'aide d'une couture en zigzag.
