[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Entrinden von Baumstämmen od.dgl.,
mit einem rotierenden Entrindungswerkzeug, das aus einer mit Schälmessern versehenen
Messerwalze besteht, die auf einem Schwenkarm gegen den Baumstamm verschiebbar oder
verschwenkbar angeordnet ist, wobei der zu entrindende Baumstamm in Richtung seiner
Längsachse mit Hilfe von auf Schienen geführten Rädern relativ zum Entrindungswerkzeug
verschiebbar ist und hierbei mittels einer Antriebsvorrichtung um seine Achse gedreht
wird, und wobei an einem Ende des Baumstammes eine Haltevorrichtung mit der Antriebsvorrichtung
für das Drehen des Baumstammes und im Bereich der Messerwalze eine Abstützvorrichtung
für die lose Abstützung des Baumstammes vorgesehen ist.
[0002] Das Entrinden von Baumstämmen und stärkeren Ästen geschieht auch heute noch oft in
mühsamer Handarbeit. Der hauptsächliche Grund dafür dürfte darin bestehen, dass keine
ausreichend einfache und transportable Maschine zur Verfügung steht, die eine Entrindung
an Ort und Stelle, also unmittelbar an die Schlägerung anschliessend im Wald, ermöglicht.
Der Transport der Stämme zu ortsfesten Entrindungsanlagen ist umständlich und teuer.
Hinzu kommt, dass viele ortsfeste Entrindungsanlagen aus räumlichen Gründen nur Baumstämme
mit begrenzter Länge bearbeiten können.
[0003] Es sind schon mehrere Ausführungen der eingangs angeführten Anordnung zum Schälen
und Entrinden von Baumstämmen bekannt (US-A 2689591, US-A 1986708, US-A 3416581 und
FR-A 1 125189), bei denen die mit Schälmessern versehene rotierende Messerwalze auf
einem Schwenkarm angeordnet ist. Der zu entrindende Baumstamm wird an der Messerwalze
vorbeigeführt und hiebei um seine Achse gedreht. Die Messerwalze ist bei den bekannten
Ausführungen auf dem Schwenkarm so angeordnet, dass ihre Drehachse entweder in Längsrichtung
des Baumstammes (US-A 2689591) oder im rechten Winkel dazu (FR-A 1 125189) verläuft.
Der Baumstamm selbst ist auf Rollen abgestützt, die zum Verdrehen des Baumstammes
rotierend angetrieben sind. Mit diesen bekannten Anordnungen können nur Baumstämme
entrindet werden, die verhältnismässig gerade gewachsen sind, weil bei Baumstämmen
mit stark unrundem Querschnitt oder mit gekrümmt verlaufender Achse der die Messerwalze
tragende Schwenkarm durch die Rotationsbewegungen des Baumstammes zu grosse Schwenkbewegungen
ausführen muss, um eine einwandfreie Bearbeitung zu ermöglichen. Mit der Anordnung
nach der US-A 2689591 wird auch in erster Linie nicht eine vollständige Entrindung,
sondern die Herstellung eines zylindrischen oder konischen Rundholzes angestrebt.
Ausserdem sind die bekannten Ausführungen verhältnismässig aufwendig aufgebaut, so
dass sie praktisch nur für den ortsfesten Betrieb geeignet sind.
[0004] Weiterhin ist es bekannt, bei Maschinen für die Bearbeitung von Baumstämmen die Schälmesser
in ein- oder mehrgängigen Schraubenlinien auf der Oberfläche der Messerwalze anzubringen.
Bei einer bekannten Ausführung (DE-AS 2712985) sind auf einer schraubenlinienförmig
verlaufenden Halterung Schälleisten angeordnet, die durch auf dem Mantel der Walze
in Achsrichtung verlaufende Messerleisten ergänzt sind. Bei einer ähnlichen bekannten
Ausführung (DE-PS 961208) besitzen die schraubenlinienförmigen Schälmesser ein kompliziertes
Profil, das sich aus Radialschneiden, einer Kammfläche, einer Schneidkante und einer
Nut zusammensetzt. Die Drehachse der Messerwalze verläuft auch dort achsparallel zu
den zu bearbeitenden Baumstämmen. Ausserdem sind die verwendeten Schälmesser kompliziert
und nützen sich rasch ab, so dass sie nachgeschliffen werden müssen. Bei einigen Ausführungen
sind eigene Tiefenbegrenzer erforderlich, um ein zu tiefes Eindringen der Schälmesser
in den Baumstamm zu verhindern.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch unrund und krumm gewachsene Langholz-Baumstämme
vollständig zu entrinden, dabei zu verhindern, dass sich die Schälmesser im Holz festbeissen
und gleichzeitig zu erreichen, dass sich die Schälmesser bei der Bearbeitung selbst
schärfen.
[0006] Die erfindungsgemässe Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse der
Messerwalze zur Achse des Baumstammes unter spitzem Winkel verläuft und dass die Schälmesser
in an sich bekannter Weise aus ein- oder mehrgängig in Schraubenlinien auf der Oberfläche
der Messerwalze hochkant aufgebrachten Flacheisen bestehen, die über die Walzenoberfläche
vorstehen und mit ihrer Aussenseite zu dieser konzentrisch verlaufen. Dies ergibt
eine überraschend einfach aufgebaute Anordnung, mit der trotzdem Langholz jeder Länge
und jeder Holzart entrindet werden kann. Da der Baumstamm während der Bearbeitung
nur im Bereich der Messerwalze lose abgestützt ist, können unrunde und krumm gewachsene
Baumstämme ohne Schwierigkeiten bearbeitet werden. Die im Bereich der Messerwalze
auftretenden verhältnismässig kleinen Schwenkbewegungen können vom Schwenkarm ohne
Beinträchtigung der Bearbeitungsqualität ausgeglichen werden, so dass immer eine vollständige
Entrindung des Baumstammes gewährleistet ist. Dies wird insbesondere auch dadurch
erleichtert, dass bei der erfindungsgemässen Anordnung die Länge der berührenden Mantellinien
von Messerwalze und Baumstamm gegenüber den bekannten Ausführungen wesentlich (theoretisch
zu einem Punkt) verkürzt sind.
[0007] In einem Arbeitsgang mit dem Entrinden können Astansätze und der Wurzelanlauf entfernt
werden, wobei die Bearbeitungsintensität und die Schältiefe durch Regelung der Vorschubbewegung
und der Drehgeschwindigkeit des Baumstammes sowie der Rotationsgeschwindigkeit der
Messerwalze nach Bedarf gewählt werden können. Fühler und Abstützungen zum Einstellen
der Schältiefe sind nicht erforderlich. Die Rinde wird mit dem Rücken des Messers
weggeschoben, so dass sich das Schälmesser im Holz des Baumstammes nicht festbeissen
kann und auch stark verschmutztes Holz, z.B. mit in der Rinde haftenden Steinchen,
gefahrlos bearbeitet werden kann. Die Schälmesser schärfen sich bei der Bearbeitung
selbst. Die Drehrichtung der Messerwalze und des bearbeiteten Baumstammes sind vorteilhaft
einander entgegengerichtet.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Haltevorrichtung auf einem auf Schienen
laufenden Antriebswagen angeordnet sein, der in Vorschubrichtung des zu entrindenden
Baumstammes vor der Messerwalze vorgesehen ist, die Antriebsvorrichtung für das Drehen
des Baumstammes trägt und in an sich bekannter Weise mit Hilfe einer Vorschubeinrichtung
gegen die Messerwalze fahrbar ist. Mit Hilfe dieser Haltevorrichtung wird der zu bearbeitende
Baumstamm lediglich an seinem einen Ende gehalten, um seine Achse gedreht und gegen
die Messerwalze vorgeschoben. An seinem anderen Ende ist der Baumstamm frei beweglich,
so dass er mit diesem Ende ausschwingen kann, wenn seine Achse gekrümmt verläuft.
[0009] Die Abstützvorrichtung kann auf einem Stützwagen angeordnet sein, der im Bereich
der Messerwalze arretierbar ist, und es kann in Vorschubrichtung des Baumstammes hinter
der Messerwalze ein Auslaufwagen für die Aufnahme des entrindeten Endes des Baumstammes
auf Schienen frei verschiebbar geführt sein, der vorzugsweise eine wannenförmige Rutsche
aufweist, die das bearbeitete Ende des Baumstammes auffängt. Hiebei stützt die Abstützvorrichtung
das vordere Ende des Baumstammes schon vor Beginn der Bearbeitung ab. Der Stützwagen
wird sodann auf den Schienen bis in den Bereich der Messerwalze mit dem Baumstamm
mitgeführt und dort abgebremst, worauf der Baumstamm über den Stützwagen gleitet.
Sein entrindetes Ende wird vom Auslaufwagen aufgefangen. Eine einfache und zweckmässige
Ausführungsform der Abstützvorrichtung besteht dabei aus einem zur Vorschubrichtung
quer angeordneten Träger mit abgerundeter Oberfläche, der vorzugsweise nach unten
durchgebogen ist und eine Gleitführung für den Baumstamm bildet.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Antriebsvorrichtung
für das Drehen des Baumstammes aus einem rotierenden Spiralbohrer und einer diesen
konzentrisch umgebenden Anschlagfläche mit vorspringenden Zacken. Der Spiralbohrer,
der durch die Antriebsvorrichtung gedreht wird, schraubt sich beim Auftreffen auf
die Stirnseite des Baumstammes in diesen ein, bis die Zacken fest am Baumstamm anliegen
und diesen mitnehmen. Wenn die Antriebsvorrichtung mit einem Rückwärtsgang versehen
ist, kann der fertigbearbeitete Baumstamm durch blosses Umsteuern des Spiralbohrers
von der Haltevorrichtung gelöst werden.
[0011] Die Messerwalze, die Antriebsvorrichtung auf dem Antriebswagen und die zugehörige
Vorschubeinrichtung werden zweckmässig von einem zentralen, vorzugsweise im Bereich
des Entrindungswerkzeuges angeordneten Steuerpult betätigt. Dadurch ist eine Bedienung
der gesamten Entrindungsanordnung durch eine einzige Person möglich, die durch Verstellen
und Anpassen der Vorschubgeschwindigkeit die Entrindungstiefe einfach regeln kann.
Der Antrieb der einzelnen Vorrichtungen erfolgt nach Möglichkeit mittels elektrischer
Energie, es können aber auch ein oder mehrere eigene Motore vorgesehen sein. Auch
ist es möglich, den Antrieb durch einen Schlepper zu besorgen, z.B. mit Hilfe der
Zapfwelle desselben. Die erfindungsgemässe Anordnung kann schliesslich zumindest teilweise
zusammenlegbar ausgebildet und auf einem mit Rädern versehenen Rahmen fahrbar angeordnet
sein. Dadurch ist ein leichter Transport möglich, so dass die Anordnung zum Entrinden
von Baumstämmen unmittelbar am Ort der Schlägerung aufgestellt werden kann.
[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Anordnung näher
erläutert. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Anordnung in schematischer
Darstellung und Fig.2 dazu eine Seitenansicht. Fig. zeigt einen Schnitt nach der Linie
III-III, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV und Fig. 5 einen Schnitt nach der
Linie V-V in Fig. 2. In Fig. 6 ist schliesslich die Messerwalze des Entrindungswerkzeuges
der erfindungsgemässen Anordnung in Ansicht dargestellt.
[0013] Im Ausführungsbeispiel besteht die Anordnung zum Entrinden von Baumstämmen aus einem
Entrindungswerkzeug 1 und unter diesem durchgeführten Schienen 2, auf denen ein Antriebswagen
3 und ein Stützwagen 4 fahrbar angeordnet sind. Der zu bearbeitende Baumstamm 5, der
in den Fig. 1 und 2 strichpunktiert eingezeichnet ist, liegt mit seinen Enden auf
dem Antriebswagen 3 und demStützwagen 4 auf, die ihn während der Bearbeitung halten,
am Entrindungswerkzeug 1 vorbeiführen und abstützen. Auf der anderen Seite des Entrindungswerkzeuges
1 sind weitere Schienen 6 vorgesehen, auf denen ein Auslaufwagen 7 fahrbar ist. Die
Schienen 2 und 6 sind auf Stützen 8 abgestellt. Die Schienen 6 sind etwas tiefer angeordnet
als die Schienen 2. Ausserdem ist die dargestellte Anordnung im Bereich ihres linken
Endes mit Transporträdern 9 versehen.
[0014] Das Entrindungswerkzeug 1 besteht aus einer Messerwalze 10, die mit Schälmessern
versehen ist und durch einen Motor 11 über eine Kette 12 gedreht wird. Die Messerwalze
10 ist gemeinsam mit ihrem Antriebsmotor 11 auf einem Schwenkarm 13 befestigt, der
an einem Ständer 14 mittels eines Schwenklagers 15 vertikal verschwenkbar gehalten
ist. Der Schwenkarm 13 ist auf dem Ständer 14 ausserdem vertikal verschiebbar und
in verschiedenen Höhen feststellbar, sowie auch um die Achse des Ständers 14 horizontal
verschwenkbar. Dadurch ist es möglich, die Messerwalze 10 in die jeweils richtige
Position für die Bearbeitung von Baumstämmen 5 unterschiedlicher Grösse zu bringen.
[0015] Der Antriebswagen 3 läuft mit Hilfe von vier Rädern 16 auf den Schienen 2. Auf ihm
sind in Achsrichtung des zu bearbeitenden Baumstammes 5 hintereinander ein Antriebsmotor
17, ein stufenlos verstellbares Getriebe 18 und eine Haltevorrichtung 19 angeordnet,
die mit Hilfe einer Verstellspindel 20 vertikal verschwenkt werden kann, um das Ende
des Baumstammes 5 in die gewünschte Position zu bringen. Über der Haltevorrichtung
19 befindet sich ein kurzer Spiralbohrer 21, mit einer Anschlagfläche 22, die mit
axial vorragenden Zacken versehen ist. Für den Vorschub des Antriebswagens 3 ist ein
Seilzugtrieb vorgesehen, der insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist und aus einem
Antriebsmotor 23, aus einem Seilzug 24 und aus Seilrollen 25 und 26 besteht. Die Enden
des Seilzuges 24 sind am Antriebswagen 3 befestigt.
[0016] Der Stützwagen 4, der in Fig. 4 in Ansicht zu sehen ist, besitzt einen einfachen
Aufbau. Er besteht lediglich aus vier auf den Schienen 2 laufenden Rädern 27 und einem
diese verbindenen Träger 28, der nach unten durchgebogen ist und zweckmässig eine
abgerundete Oberfläche besitzt.
[0017] Auch der Auslaufwagen 7, der insbesondere aus Fig. 5 zu erkennen ist, besitzt vier
Räder 29, die auf den Schienen 6 laufen, und ist mit einer wannenartigen Rutsche 30
versehen. Die Rutsche 30 reicht mit ihrem dem Entrindungswerkzeug 1 zugewendeten Ende
bis unter die Schienen 2, so dass sie das Ende des aus dem Entrindungswerkzeug 1 kommenden
entrindeten Baumstammes 5 auffangen kann.
[0018] Fig.6 zeigt eine bevorzugte Ausführung der Messerwalze 10. Die Schälmesser sind aus
Flacheisen 31 gebildet, die hochkant in vier Schraubengängen auf die Oberfläche der
Messerwalze 10 aufgebracht sind. An ihrer Aussenseite sind die schraubenlinienförmigen
Flacheisen 31 koaxial zur Oberfläche der Messerwalze 10 abgedreht. Dadurch entstehen
vorteilhafte Schneideflächen, die ein vorteilhaftes Entrinden des Baumstammes bewirken,
ohne zu tief in diesen einzudringen.
[0019] Der zu entrindende Baumstamm 5 wird in der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Weise in
die Entrindungsanordnung eingebracht. Er wird mit einem Ende auf den Antriebswagen
3 und mit dem anderen Ende auf den Stützwagen 4 aufgelegt. Sodann wird das auf dem
Antriebswagen 3 liegende Ende mit Hilfe der Haltevorrichtung 19 und der Verstellspindel
20 so ausgerichtet, dass die Achse des Baumstammes 5 ungefähr auf den Spiralbohrer
21 ausgerichtet ist. Wenn dieser mittels des Antriebsmotors 17 und des Getriebes 18
in Drehung versetzt und gleichzeitig der Antriebswagen 3 mittels des Seilzuges 24
gegen das Entrindungswerkzeug 1 vorgeschoben wird, dringt der Spiralbohrer 21 in die
Stirnseite des Baumstammes 5 ein, bis die Anschlagfläche 22 auf dem Baumstamm 5 auftrifft.
Die auf der Anschlagfläche 22 vorgesehenen Zacken dringen in den Baumstamm ein, so
dass dieser mitgenommen und um seine Achse gedreht wird. Bei weiterem Vorschub des
Antriebswagens 3 gelangt der Baumstamm 5 mit seinem vorderen Ende in den Bereich des
Entrindungswerkzeuges 1 und dort unter die Messerwalze 10. Diese ist zur Achse des
Baumstammes 5 unter einem spitzen Winkel, vorzugsweise unter 45°, angeordnet und wird
so rotierend angetrieben, dass die auf ihrer Oberfläche angeordneten Schälmesser sich
auf der Oberfläche des Baumstammes 5 gegen dessen Drehrichtung bewegen. Der Baumstamm
5 wird während des Hindurchführens unter der Messerwalze 10, die durch ihr Eigengewicht
auf dem Baumstamm aufliegt, fortschreitend entrindet.
[0020] Durch die schwenkbare Aufhängung der Messerwalze 10 mit Hilfe des Schwenkarmes 13
kann sich die Messerwalze 10 auf unterschiedliche Dicken der entrindeten Baumstämme
automatisch einstellen. Ausserdem kann die Messerwalze 10 Unebenheiten ausgleichen
und bei krummen Baumstämmen den Vertikalbewegungen folgen, welche die krummen Baumstämme
während der Drehbewegung um ihre Achse ausführen. Der Stützwagen 4 ist so ausgeführt,
dass er die Bewegungen des Baumstammes 5 nicht behindert. Er wird zunächst vom Baumstamm
mitgenommen und unter der Messerwalze 10 hindurchgeführt. Nach Passieren des Entrindungswerkzeuges
1 trifft der Stützwagen 4 am Ende der Schienen 2 auf einen Endanschlag 32 auf. Der
entrindete Baumstamm 5 gleitet sodann über den Stützwagen 4 hinweg, dessen Träger
28 entsprechend rund ausgebildet ist. Anschliessend wird das entrindete Ende des Baumstammes
5 sodann von der wannenförmigen Rutsche 30 des Auslaufwagens 7 aufgefangen, der auf
den Schienen 6 läuft. Der Auslaufwagen 7 stellt dadurch sicher, dass der entrindete
Baumstamm vom Entrindungswerkzeug 1 ordungsgemäss abgeführt wird. Sobald der gesamte
Baumstamm 5 durch das Entrindungswerkzeug 1 hindurchgelaufen ist, wird die Vorschubbewegung
des Antriebswagens 3 eingestellt und die Drehrichtung des Spiralbohrers 21 umgesteuert,
so dass dieser sich aus dem Baumstamm 5 herausschraubt. Der entrindete Baumstamm kann
sodann abtransportiert werden. Der Antriebswagen 3, der Stützwagen 4 und der Auslaufwagen
7 werden in ihre in der Zeichnung dargestellten Ausgangslagen zurückgebracht, worauf
ein neuer Baumstamm in die Entrindungsanordnung eingelegt werden und der Entrindungsvorgang
von neuem beginnen kann.
[0021] Die erfindungsgemässe Entrindungsanordnung arbeitet unabhängig von der Holzart des
zu entrindenden Baumstammes und auch unabhängig von dessen Abmessungen. Dabei können
die Baumstämme auf jede beliebige Stärke entrindet oder auch geschält werden. Die
Entrindungs-oder Schältiefe kann einfach durch Verändern der Vorschubgeschwindigkeit
des Antriebswagens 3 im Verhältnis zur Drehgeschwindigkeit des entrindeten Baumstammes
5 und der Messerwalze 10 eingestellt und verändert werden. Dadurch ist es möglich,
die Entrindungstiefe der jeweiligen Beschaffenheit des entrindeten Holzes anzupassen
und auch unregelmässige Baumstämme genau zu bearbeiten. Zweckmässig wird die gesamte
Anordnung, insbesondere die Messerwalze, die Antriebsvorrichtung auf dem Antriebswagen
und die zugehörige Vorschubeinrichtung über ein zentral angeordnetes Steuerpult betätigt,
so dass der gesamte Entrindungsvorgang von einer einzigen Person überwacht und gesteuert
werden kann.
1. Anordnung zum Entrinden von Baumstämmen od. dgl., mit einem rotierenden Entrindungswerkzeug
(1), das aus einer mit Schälmessern versehenen Messerwalze (10) besteht, die auf einem
Schwenkarm (13) gegen den Baumstamm (5) verschiebbar oder verschwenkbar angeordnet
ist, wobei der zu entrindende Baumstamm (5) in Richtung seiner Längsachse mit Hilfe
von auf Schienen (2) geführten Rädern (16, 27) relativ zum Entrindungswerkzeug (1)
verschiebbar ist und hierbei mittels einer Antriebsvorrichtung um seine Achse gedreht
wird, und wobei an einem Ende des Baumstammes (5) eine Haltevorrichtung (19) mit der
Antriebsvorrichtung für das Drehen des Baumstammes (5) und im Bereich der Messerwalze
(10) eine Abstützvorrichtung (28) für die lose Abstützung des Baumstammes (5) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet dass die Drehachse der Messerwalze (10) zur Achse des
Baumstammes (5) unter spitzem Winkel verläuft und dass die Schälmesser in an sich
bekannter Weise aus ein- oder mehrgängig in Schraubenlinien auf der Oberfläche der
Messerwalze (10) hochkant aufgebrachten Flacheisen (31) bestehen, die über die Walzenoberfläche
vorstehen und mit ihrer Aussenseite zu dieser konzentrisch verlaufen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (19)
auf einem auf Schienen (2) laufenden Antriebswagen (3) angeordnet ist, der in Vorschubrichtung
des zu entrindenden Baumstammes (5) vor der Messerwalze (10) vorgesehen ist, die Antriebsvorrichtung
für das Drehen des Baumstammes (5) trägt und in an sich bekannter Weise mit Hilfe
einer Vorschubeinrichtung gegen die Messerwalze (10) fahrbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung
(28) auf einem Stützwagen (4) angeordnet ist, der im Bereich der Messerwalze (10)
arretierbar ist, und in Vorschubrichtung des Baumstammes (5) hinter der Messerwalze
(10) ein Auslaufwagen (7) für die Aufnahme des entrindeten Endes des Baumstammes (5)
auf Schienen (6) frei verschiebbar geführt ist, der vorzugsweise eine wannenförmige
Rutsche (30) aufweist, die das bearbeitete Ende des Baumstammes (5) auffängt.
4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung
(28) einen zur Vorschubrichtung quer angeordneten Träger (28) mit abgerundeter Oberfläche
aufweist, der vorzugsweise nach unten durchgebogen ist und eine Gleitführung für den
Baumstamm (5) bildet.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung
für das Drehen des Baumstammes (5) aus einem rotierenden Spiralbohrer (21) und einer
diesen konzentrisch umgebenden Anschlagfläche (22) mit vorspringenden Zacken besteht.
1. A device for bark-peeling tree trunks or the like having a rotating bark-peeling
tool (1), which comprises a knife roller (10) which is provided with skinning knives
and which is mounted on a pivot arm (13) so as to be displaceable or pivotable towards
the tree trunk (5), the tree trunk (5) from which the bark is to be peeled being displaceable
relative to the bark-peeling tool (1) in the direction of its longitudinal axis with
the aid of wheels (16, 27) guided on rails (2) and being rotated about its axis by
means of a driving apparatus, and a holding apparatus (19) with the driving apparatus
for rotating the tree trunk (5) being provided at one end of the tree trunk (5) and
a supporting apparatus (28) for loosely supporting the tree trunk (5) being provided
in the region of the knife roller (10), characterized in that the axis of rotation
of the knife roller (10) extends at an acute angle to the axis of the tree trunk (5)
and the skinning knives consist in a manner known per se of flat bars (31) which are
mounted on edge in single- or multiple-thread helices on the surface of the knife
roller (10) and which project beyond the roller surface and with their outer surface
extend concentric to the latter.
2. A device according to Claim 1, characterized in that the holding apparatus (19)
is mounted on a driving carriage (3) which runs on rails (2) and which is provided
- in the advancing direction of the tree trunk (5) from which bark is to be peeled
- in front of the knife roller (10), supports the driving apparatus for rotating the
three trunk (5) and may be moved towards the knife roller (10) in a manner known per
se with the aid of an advancing device.
3. A device according to Claim 1 or 2, characterized in that the supporting apparatus
(28) is disposed on a supporting carriage (4) which may be locked in the region of
the knife roller (10), and a delivery carriage (7), which preferably comprises a through-like
chute (30) which receives the processed end of the tree drunk (5), is guided freely
displaceably on rails (6) in the advancing direction of the tree trunk (5) behind
the knife roller (10) so as to receive the end of the tree trunk (5) from which the
bark has been peeled.
4. A device according to Claims 1, 2, or 3, characterized in that the supporting apparatus
(28) comprises a support member (28) arranged transversely to the advancing direction
and having a rounded surface which is preferably curved downwards and forms a sliding
guide for the tree trunk (5).
35. A device according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the driving
apparatus for rotating the tree trunk (5) comprises a rotating twist drill (21) and
a stop surface (22) with projecting prongs which surrounds the latter concentri- cally.
1. Installation pour l'écorçage de troncs d'arbres ou analogues, comportant un outil
d'écorçage rotatif (1), qui comprend un cylindre porte-lames (10) muni de lames d'écorçage,
placé sur un bras de pivotement (13) de façon à pouvoir se déplacer en translation
ou en rotation par rapport au tronc d'arbre (5), le tronc d'arbre (5) à écorcer pouvant
être déplacé dans la direction de son axe longitudinal à l'aide de roues (16, 27)
guidées sur des rails (2) par rapport à l'outil d'écorçage (1) et étant entraîné en
même temps en rotation autour de son axe au moyen d'un dispositif d'entraînement,
et un dispositif de retenue (19) étant prévu à une extrémité du tronc d'arbre (5),
avec le dispositif d'entraînement pour la rotation du tronc d'arbre (5) ainsi que
dans la zone du cylindre porte-lames (10), un dispositif d'appui (28) pour l'appui
mobile du tronc d'arbre (5), caractérisé en ce que l'axe de rotation du cylindre porte-lames
(10) fait un angle aigu avec l'axe du tronc d'arbre (5), et en ce que les lames d'écorçage
comprennent, de façon connue en soi, des fers plats (31) placés de chant sur la surface
du cylindre porte-lames (10) sur des hélices à pas simple ou multiple, qui dépassent
de la surface du cylindre et sont dirigés concentriquement par rapport à elle par
leur face extérieure.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de
retenue (19) est placé sur un chariot d'entraînement (3) se déplaçant sur des rails
(2) qui est prévu, dans le sens d'avancement du tronc d'arbre à écorcer (5), devant
le cylindre porte-lames (10), porte le dispositif d'entraînement pour la rotation
du tronc d'arbre (5) et peut être déplacé, de façon connue en soi, à l'aide d'un dispositif
d'avancement, par rapport au cylindre porte-lames (10).
3. Installation selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce
que le dispositif d'appui (28) est placé sur un chariot d'appui (4) qui peut être
bloqué au voisinage du cylindre porte-lames (10), et un chariot de sortie (7) pour
la réception de l'extrémité écorcée du tronc d'arbre (5) est guidé de façon à pouvoir
se déplacer librement sur des rails (6) dans le sens d'avancement du tronc d'arbre
(5) derrière le cylindre porte-lames (10), lequel comporte, de préférence, un glissoir
en forme de cuve (30) qui intercepte l'extrémité traitée du tronc d'arbre (5).
4. Installation selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que le dispositif
d'appui (28) comporte un support (28) disposé transversalement par rapport à la direction
d'avancement, comportant une surface arrondie qui est, de préférence, infléchie vers
le bas et constitue une glissière pour le tronc d'arbre (5).
5. Installation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le dispositif
d'entraînement pour la rotation du tronc d'arbre (5) comprend un foret hélicoïdal
rotatif (21) et une surface de butée (22) pourvue de pointes en saillie qui l'entourent
concentriquement.