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EP 0 141 936 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.07.1987 Patentblatt 1987/29 |
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Anmeldetag: 22.08.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65H 54/72 |
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Schallschutz für Aufspuleinheit
Sound-proof device for a winding unit
Dispositif d'isolation phonique pour une unité de bobinage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
14.09.1983 CH 5001/83
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.05.1985 Patentblatt 1985/21 |
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Anmelder: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Wetter, Kurt
CH-8501 Hagenbuch (CH)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schallschutzvorrichtung für eine Aufspuleinheit einer
Spinnmaschine zur Verarbeitung von Endlosfilamenten gemäss Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Die heute üblichen hohen Fadenlaufgeschwindigkeiten (6000 m/min und mehr) beim Aufspulen
von Endlosfilamenten und die daraus resultierenden mechanischen Geräusche zwingen
den Maschinenhersteller, die Lärmemission durch eine Schallschutzvorrichtung zu dämmen.
[0003] Aus der DE-A-3 102 290 ist eine Schallschutzvorrichtung bekannt, bei welcher eine
fahrbare Schallschutzwand entlang der Spinnmaschine von Aufspuleinheit zu Aufspuleinheit
manuell bewegbar ist, um die Aufspuleinheit bei Spulbeginn gegen Lärmemission abzudecken.
[0004] Die Nachteile dieser Schutzvorrichtung bestehen darin, dass sie einerseits von Aufspuleinheit
zu Aufspuleinheit verschoben werden muss, und anderseits, dass die Lärmemission dadurch
nur während des Fadenansetzens eingedämmt ist.
[0005] Erfindungsgemäss wird deshalb die Aufgabe, eine Schallschutzvorrichtung zur Dämmung
der Lärmemission während aller Betriebsphasen zu erhalten, mit der Merkmalskombination
des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile bestehen darin, dass die Aufspuleinheit
nur für das Neueinführen des Fadens in die Aufspuleinheit und für das Entfernen einer
vollen Spule ohne Lärmschutz offen steht.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
[0008] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Aufspuleinheit mit der erfindungsgemässen Vorrichtung,
in Pfeilrichtung I von Fig. 2 gesehen, halbschematisch dargestellt,
Fig. 2 eine Draufsicht der Aufspuleinheit von Fig. 1,
Fig. 3 eine Frontansicht der Aufspuleinheit von Fig. 1, in Pfeilrichtung II von Fig.
1 gesehen,
Fig. 4a-c den Bewegungsablauf der erfindungsgemässen Schallschutzvorrichtung, in Draufsicht
gesehen und schematisch gezeigt.
[0009] Eine Aufspuleinheit 1 umfasst einen Spulendorn 2 mit vier Spulen 3, sowie ein Antriebsaggregat
4. Die Aufspuleinheit 1 gehört zu einer Spinnmaschine zur Verarbeitung von Endlosfilamenten,
welche schematisch mit einer Wand 5 angedeutet ist.
[0010] Die in der Spinnmaschine verarbeiteten Endlosfilamentfäden sind andeutungsweise mit
den Linien 6 dargestellt.
[0011] Eine breite Abdeckung 7 und eine schmale Abdeckung 8, welche beide mit der Wand 5
fest verbunden sind, ergeben die obere Abdeckung der Aufspuleinheit 1, welche ihrerseits
auf einer Bodenplatte 9 steht.
[0012] Eine Schallschutztüre 10 umfasst einen Führungsteil 11 und eine mittels Schwenkbolzen
12 schwenkbar daran befestigte Schallschutzwand 13.
[0013] Der Führungsteil 11 ist mittels Führungszapfen 14, die einerseits in einer oberen
Führungsnut 15 und anderseits in einer unteren Führungsnut 16 geführt sind, im wesentlichen
parallel zu und neben dem Spulendorn 2 verschiebbar geführt. Dabei ist die obere Führungsnut
15 in der schmalen Abdeckung 8 und die untere Führungsnut 16 in der Bodenplatte eingelassen.
[0014] Im weiteren ist der Führungsteil 11 mittels zweier unterer Räder 17 auf der Bodenplatte
9 und mit einem oberen Rad 18 auf der Unterseite der schmalen Abdeckung 8 abgestützt.
Dabei ist das obere Rad 18, wie in Fig. 1 gezeigt, derart vorgesehen, dass ein Kippen
des Führungsteiles 11 in Gegenuhrzeigerrichtung, mit Blick auf Fig. 1 gesehen, vermieden
wird.
[0015] Für das Verschieben des Führungsteiles 11 ist ein Pneumatikzylinder 19 einerseits
mit einer stationären Basis 20 der Spinnmaschine und anderseits mittels dessen Kolbenkopfes
21 mit dem Führungsteil 11 verbunden.
[0016] Im weiteren haben die Führungsnuten 15 und 16, wie mit den Fig. 2 und 4a-4c gezeigt,
je ein Bogenteil 15A, respektive 16A, in welches je ein zur Schallschutzwand 13 gehörender
Führungszapfen 22 geführt ist, so dass beim Verschieben des Führungsteiles 11 in Richtung
des Pneumatikzylinders 19 die Schallschutzwand 13, wie mit den Fig. 4a bis 4c dargestellt,
zwangsweise aus der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Betriebsposition B in die mit Fig.
4c gezeigte Ausgangsposition A geschwenkt wird. In dieser Position A liegt die Schallschutzwand
13 in Linie mit dem Führungsteil 11 und wird dabei so weit in Richtung Pneumatikzylinder
19 hingezogen, bis die Schallschutzwand 13 nicht mehr in den Raum ragt als in ihrer
Betriebsposition.
[0017] Die Verwendung der erfindungsgemässen Schallschutzvorrichtung ist nicht auf eine
spezielle Art der Spulvorrichtung eingeschränkt.
1. Schallschutzvorrichtung für eine Spinnmaschine zur Verarbeitung von Endlosfilamenten
mit wenigstens einer Aufspuleinheit (1) an der Maschinenvorderfront, deren Spulendorn
(2) senkrecht zur Vorderfront steht, wobei eine Schallschutzwand (13) der Schallschutzvorrichtung
mittels Führungen (15, 16, 22) in eine Schallschutzposition (B) vertikal vor den Spulendorn
(2) rückbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallschutzwand (13) als Flügel
an einem parallel zu und neben jedem Spulendorn (2) verschiebbaren Führungsteil (11)
angelenkt und in eine Ausgangsstellung (A) rückbar ist, in der sie in einer Ebene
mit dem Führungsteil (11) parallel neben dem Spulendorn (2) steht.
2. Schallschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen
Führungsnuten (15, 16) sind, in die Führungszapfen (14, 22) am Führungsteil (11) und
an der Schallschutzwand (13) eingreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderkante
der Schallschutzwand (13) in der Ausgangsstellung (A) mit der Maschinenvorderfront
allenfalls bündig ist.
1. Noise barrier device for a spinning machine for processing endless filaments with
at least one winding unit (1) at the machine front face, the chuck (2) of this unit
(1) being arranged at right angles to the front face, a noise barrier wall (13) of
the noise barrier device being movable by means of guides (15, 16, 22) into a noise
barrier position (B) vertical in front of the chuck (2), characterised in that, the
noise barrier wall (13) is movably joined as a panel to a guide portion (11), which
is movable parallel to and adjacent each chuck (2), the wall (13) being movable into
a starting position (A) in which it is disposed in a plane with the guide portion
(11) parallel to and adjacent the chuck (2).
2. Noise barrier device according to claim 1, characterised in that, the guides are
guide grooves (15, 16), and guide pins (14,22) on the guide portion (11) and on the
noise barrier wall (13) project into the guide grooves (15, 16).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that, the front edge of the
noise barrier wall (13) may be flush with the front face of the machine when in the
starting position (A).
1. Dispositif d'isolation phonique pour une machine à filer pour le traitement de
filaments sans fin, avec au moins une unité de bobinage (1) sur la partie frontale
de la machine, dont le mandrin de bobine (2) se tient perpendiculaire à la partie
frontale, ainsi qu'une paroi d'isolation phonique (131 du dispositif d'isolation phonique,
rétractable dans une position d'isolation phonique (B), au moyen de guidages (15,
16, 22), et verticalement du mandrin de bobine (2), caractérisé par le fait que la
paroi d'isolation phonique (13) est articulée comme une aile à une partie de guidage
(11), déplaçable parallèle vers et près de chaque mandrin de bobine (2) et qui est
rétractable dans une position de sortie (A), dans laquelle elle se trouve dans un
plan avec la partie de guidage (11 ) et parallèle près du mandrin de bobine (2).
2. Dispositif d'isolation phonique selon revendication 1, caractérisé par le fait
que les guidages sont des rainures de guidage (15, 16), dans lesquelles pénètrent
des goujons de guidage (14, 22) qui sont dans la partie de guidage (1 1 ) et sur la
paroi d'isolation phonique (13).
3. Dispositif d'isolation phonique selon revendication 1 ou 2, caractérisé par le
fait que l'arrête frontale de la paroi d'isolation phonique (13) est à fleur de la
face frontale de la machine, lorsque la paroi est en position de sortie (A).

