[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schuh-Unterbau, der unter Bildung eines Fußbettes
aus mehreren übereinander angeordneten und miteinander verbundenen Schichten mit umlaufend
hochgezogenem Rand besteht, wobei auf einer Laufschicht eine elastische Zwischenlage
aus aufgeschäumtem elastischem Material und darauf eine Deckschicht angeordnet und
diese Schichten zu einer Einheit verbunden sind.
[0002] Ein derartig aufgebauter Schuh-Unterbau ist aus dem DE-U- 8126134 bekannt; hierbei
stellt die Zwischenlage den Unterschuh dar, der an seiner Unterseite eine flache Ausnehmung
hat, in die die Laufsohle aus Gummi eingeklebt ist.
[0003] Dieser Schuh-Unterbau erfordert in seiner Herstellung mehrere Arbeitsgänge, indem
nämlich zuerst der Unterschuh aus Schaumkunststoff mit dem Fußbett und der Ausnehmung
hergestellt werden muß und danach wird die Laufsohle in die Ausnehmung eingeklebt.
[0004] Die Oberseite des Unterschuhes wird nach dem Befestigen des Oberschuhes am Unterschuh
durch eine Innensohle als Deckschicht abdedeckt.
[0005] Neben der verhältnismäßig aufwendigen Fertigung des Schuh-Unterbaues zeigt dieser
den weiteren Nachteil einer Beschädigungsgefahr für die elastische Zwischenlade, da
diese an ihrem umlaufenden Rand ungeschützt freiliegt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schuh-Unterbau nach der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, daß er aus Schichten in besonderer Anordnung und Formgebung
zusammengesetzt ist, die eine einfache und preisgünstige Herstellung in einem Arbeitsgang
ermöglichen und die dem Schuh-Unterbau eine verschleißfeste Ausführung und hohe Laufqualität
geben.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Laufschicht aus kautschukgebundenem
Kork besteht, untenseitig eine nahezu ebene Lauffläche aufweist und den umlaufend
hochgezogenen Rand bildet, der mit einem Rand der aus Leder od. dgl. bestehenden Deckschicht
obenseitig zusammentrifft, wobei die Zwischenlage zwischen den beiden Schichten nach
außen abgeschlossen mit diesen Schichten klebemittellos verbunden ist.
[0008] Die in den Unteransprüchen 2 bis 4 aufgeführten Gestaltungsmerkmale stellen vorteilhafte
Weiterbildungen der Aufgabenlösung dar.
[0009] Der erfindundsgemäße Schuh-Unterbau setzt sich aus drei Schichten zusammen, die herstellungsmäßig
und somit klebemittelfrei zu einer Einheit verbunden sind. Diese drei Schichten werden
von einer Laufschicht aus kautschukgebundenem Kork, einer darauf andeordneten elastischen
Zwischenlage aus aufgeschäumtem Material und einer darauf angeordneten Deckschicht
aus Leder gebildet, wobei die Verbindung ohne zusätzliche Klebemittel direkt durch
die aufgeschäumte Zwischenlage erfolgt.
[0010] Hierdurch ist die Herstellung des Schuh-Unterbaues in einem Arbeitsgang in einer
Form durch Druck- und Wärmeeinwirkung einfach, rationell und kostengünstig möglich.
[0011] Die Laufschicht besitzt einen umlaufenden, hochgezogenen Rand, dessen obere Kante
mit der Deckschicht zusammentrifft. Dadurch ist die elastische Zwischenlage zwischen
Laufschicht und Deckschicht nach außen abgeschlossen eingebettet und der gesamte Unterbau
hat dadurch eine verschleißfeste Ausführung; darüberhinaus ist ergegen Kerbeinwirkung
gesichert ausgebildet, was sich äußerst günstig auf seine Haltbarkeit auswirkt.
[0012] Weiterhin erhält der Schuh-Unterbau während seiner Herstellung gleichzeitig die Verformung
zu einem Fußbett, so daß eine Vorverformung für die Fußbettgebund nicht erforderlich
ist.
[0013] Durch die Laufschicht in der verschleißfesten Ausführung und die eingebettete, elastische
Zwischenlage ist eine sehr gute Auftrittsfläche und eine bequeme (weiche und angenehme)
Laufeigenschaft für den Fuß geschaffen worden.
[0014] Der fersenseitige Laufschichtrand ist nach oben hin höher hochgezogen als der zehenseitige
Laufschichtrand, so daß dadurch die Ferse voll umschlossen wird, und es entsteht statt
einer Punktlast eine verteilte Flächenlast in bezug auf den gesamten Fersenbereich.
[0015] Durch den Einsatz der besonderen Schichten und durch die günstige Herstellungsart
und durch die hohe Laufqualität (Fußbettung und weiche, jedoch sichere Auftrittart)
hat der Erfindungsgegenstand einen hohen Gebrauchswert und einen vielseitigen Einsatzzweck
für die verschiedensten Schuharten erhalten.
[0016] Anhand der Zeichnung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung
näher etläutert. Dabei zeigt die einzige Figur einen Längsschnitt durch einen Schuh-Unterbau.
[0017] Der Schuh-Unterbau, d.h., die gesamte Sohle, besteht erfindungsgemäß aus drei Schichten,
und zwar einer Laufschicht 10 aus kautschukgebundenem Kork, einer darauf angeordneten
elastischen Zwischenlage 11 aus aufgeschäumtem (aufgetriebenem) Material und einer
darauf angeordneten Deckschicht 12 aus Leder, Kunstleder od. dgl., wobei diese drei
Schichten 10, 11, 12 klebemittellos, und zwar herstellungsmäßig mit einander zu einer
Einheit verbunden sind.
[0018] Die Laufschicht 10 ist an ihrer Unterseite, welche die Lauffläche bildet, mindestens
nahezu in sich eben ausgebildet und alle drei Schichten 10,11, 12 bilden zusammen
obenseitig das Fußbett, welches im Fersenbereich 13a und im Zehenbereich 13b vertieft
ist und dazwischen eine nach oben hochgewölbte Fußstütze 13c aufweist.
[0019] Die Laufschicht 10 besitzt einen umlaufenden, nach oben hochgezogenen Rand 10a, der
obenseitig mit dem Rand 12a der Deckschicht 12 zusammentriff und dort beide Ränder
10a, 12a miteinander durch die zwischen den Schichten 10, 12 eingebettet liegende
Zwischenlage 11 fes verbunden sind.
[0020] Die Laufschicht 10 hat im Fersen- und Zehenbereich 13a, 13b eine Stärke, die geringer
als die Stärke der Zwischenlage 11, jedoch größer als die Stärke der Deckschicht 12
ist. Die Höhe des hochgezogenen Randes 10a der Laufschicht 10 ist größer als die Höhe
der gewölbten Fußstütze 13c.
[0021] Der umlaufende Rand 10a der Laufschicht 10 ist im Fersenbereich 13a höher als im
Zehenbereich 13b und dabei im Fersenbereich 13a auch höher als die Fußstütze 13c.
[0022] An der fußstützenseitigen Längsseite des Unterbaues ist der Laufschichtrand 10a höher
als am gegenüberliegenden Unterbaulängsrand und ragt auch im Berrich der Fußstütze
13a über diese hinaus, so daß der Fuß umlaufend von dem Rand 10a in Verbindung mit
dem Deckschichtrand 12a fest umschlossen wird.
[0023] Die gewölbte Fußstütze 13c ist durch Materialanhäufung der Laufschicht 10 gebildet
und entsprechend dieser Wölbung 13c ist die Zwischenlage 11 und die Deckschicht 12
bei gleichbleibender Stärke gewölbt angeformt.
[0024] Die elastische Zwischenlage 11 besteht vorzugsweise aus Gummi oder einem ähnlichen
Kunststoff.
[0025] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Schuh-Unterbaus erfolgt in Formen, indem die
Materialien der drei Schichten 10, 11, 12 in genau abgestimmten Portionen und entsprechenden
Lagen eingebracht werden. Die Verbindung der einzelnen Schichten erfolgt dann durch
Druck-und Wärmeeinwirkung, wobei die Formgebung des Unterbaus mit Fußbett 13a, 13b,
13c und die klebelose Verbindung der Schichten 10, 11, 12 durch die treibfähige, aufschäumbare
Zwischenlage 11 herstellungsmäßig erfolgt.
[0026] Dieser Unterbau läßt sich für die verschiedenartigsten Schuhe, Sandalen, Pantoffel
od. dgl. verwenden und dabei wird in geeigneter Weise an dem Unterbau das Schuhoberteil
14 befestigt.
1. Schuh-Unterbau, der unter Bildung eines Fußbettes aus mehreren übereinander angeordneten
und miteinander verbundenen Schichten mit umlaufend hochgezogenem Rand (10a) besteht,
wobei auf einer Laufschicht (10) eine elastische Zwischenlage (11) aus aufgeschäumtem
elastischem Material und darauf eine Deckschicht (12) angeordnet und diese Schichten
(10, 11, 12) zu einer Einheit verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschicht
(10) aus kautschukdebundenem Kork besteht, untenseitig eine nahezu ebene Lauffläche
aufweist und den umlaufend hochgezogenen Rand (10a) bildet, der mit einem Rand (12a)
der aus Leder od. dgl. bestehenden Deckschicht (12) obenseitig zusammentrifft, wobei
die Zwischenlade (11) zwischen den beiden Schichten (10, 12) nach außen abgeschlossen
mit diesen Schichten (10, 12) klebemittellos verbunden ist.
2. Schuh-Unterbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hochgezogene Rand
(10a) der Laufschicht (10) mindestens im Längsseitenbereich der Fußstütze (13c) und
im Fersenbereich (13a) eine Höhe hat, die größer als die Höhe der zwischen Fersen-
und Zehenbereich (13a, 13b) liegenden, nach oben hochgewölbten Fußstütze (13c) ist.
3. Schuh-Unterbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschicht (10)
im Fersen- und Zehenbereich (13a, 13b) eine Stärke aufweist, die geringer als die
Stärke der Zwischenlage (11) und größer als die Stärke der Deckschicht (12) ausgebildet
ist.
4. Schuh-Unterbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufschichtrand
(10a) im Fersenbereich (13a) höher als im Zehenbereich (13b) ist.
1. Shoe sub-structure consisting from several layers connected to each other forming
a foot- bed with a surrounding upwards extending rim (10a), thereby consisting of
an outsole layer (10), an elastic mid-sole layer (11) made from foamed elastic material,
and a top layer (12) placed over it and such layers (10, 11, 12) are united to one
unit, comprising the improvement that the outsole layer (10) consists from rubber
bound cork and its bottom sided walk side being nearly flat and the outsole layer
(10) forms the surrounding upwards extending rim (10a) which adjoins with a margin
(12a) of the top layer (12) which is made from leather or the like, and thereby the
mid-sole layer (11) is completely enclosed between these named two layers (10, 12)
and united to them without adhesive means.
2.Shoe sub-structure according to claim 1, the improvement comprising that the upwards
extending rim (10a) of the outsole (10) at least along the side region to the foot-support
(13c) and along the heel region (13a) is higher than the hight of the upwards projecting
foot-support (13c), which foot-support (13c) is positioned between the teeth region
and the heel region (13a, 13b).
3. Shoe sub-structure according to claim 1, the improvement comprising that the outsole
layer (10) has got a thickness in the teeth region and the heel region (13a, 13b)
which regional thickness is smaller than the thickness of the mid-sole layer (11)
and which regional thickness is larger the thickness of the top layer (12).
4. Shoe substructure according to claim 1, the improvement comprising that the upwards
extending rim (10a) is extending higher in the heel region (13a) than in the teeth
region (13b).
1. Sub-structure de chaussure composée, en formant profil anatomique, de plusieurs
couches superposées et reliées entre elles, pourvue sur le pourtour d'un bord continu
relevé (10a), un intercalaire élastique (11) en matière élastique moussée étant disposé
sur la semelle extérieure (10) et recouvert lui-même d'une couche de revêtement (12),
ces couches (10, 11, 12) étant reliées en une unité, sub-structure de chaussure caractérisée
par le fait que la semelle extérieure (10) consiste en liège et caoutchouc combinés
et présente, dessous, une surface presque unie tout en formant le bord relevé (10a)
continu de pourtour qui coincide, en haut, avec un bord (12a) de la couche de revêtement
en cuir ou analogue, l'intercalaire (11), situé entre les deux couche (10, 12), étant,
recouvert vers l'extérieur, joint à ces couches (10, 12) sans colle ou adhésif.
2. Sub-structure de chaussure selon spécification 1, caractérisée par le fait que
le bord relevé (10a) de la semelle extérieure (10) possède, au moins dans le secteur
latéral, longitudinal de la voûte plantaire (13c) et dans le secteur du talon (13a)
une hauteur supérieure à la hauteur de la voûte plantaire (13c) faisant saillie vers
le haut entre le secteur talon et le secteur orteils.
3. Sub-structure de chaussure selon spécification 1, caractérisée par le fait que
la semelle extérieure (10) présente, dans le secteur du talon et le secteur des orteils
(13a, 13b), une épaisseur inférieure à l'épaisseur de l'intercalaire (11) et supérieure
à l'épaisseur de la couche de revêtement (12).
4. Sub-structure de chaussure selon spécification 1, caractérisée par le fait que
le bord de la semelle extérieure (10a) est plus haute dans le secteur talon (13a)
que dans le secteur des orteils (13b).