[0001] Die Erfindung betrifft Druckbacken bzw. -schalen für ein Gerät zum mechanischen Zerlegen
von Gestein mit einem Zylinder, in dem ein hydraulisch betätigbarer Kolben mit einer
Kolbenstange längsbeweglich angeordnet ist, mittels der ein zwischen den Druckbacken
angeordneter Gleitkeil verschiebbar ist, wobei die in Bohrlöcher einsetzbaren Druckbacken
im Zylinderblock oder in einem an diesem lösbar angeordneten Zylinder-Unterteil auswechselbar
und seitlich beschränkt bewegbar gelagert sind sowie an ihren dem Gleitkeil jeweils
zugewandten Seiten eine der Neigung des Gleitkeils entsprechende Schrägung aufweisen.
[0002] Steinspaltgeräte der genannten Art sind allgemein bekannt (DE-AS-1 254 562; DE-PS-1
783 155). Mit derart ausgebildeten, relativ handlichen Geräten können Kräfte in der
Größenordnung von 300 t und mehr erzeugt werden. Die Verwendung von Sprengstoffen
ist zum Herauslösen von Gesteinsbrocken oder Zerlegen derselben nicht mehr erforderlich.
[0003] In der Praxis wird dabei wie folgt vorgegangen:
(a) Längs der gewünschten Bruchlinie.bzw. -fläche werden in je nach zu brechendem
Gestein in mehr oder weniger großen Abständen zunächst Löcher bis zu einer Tiefe gebohrt,
die der Höhe bzw. Breite der Bruchfläche entspricht.
(b) Anschließend werden in diese Löcher die eingangs genannten Geräte mit ihren Druckbacken
eingesetzt und betätigt, so daß eine Spreizung bzw. Auseinanderbewegung der Druckbacken
erfolgt und sich dabei ausgehend von den Bohrlöchern ein erster schmaler Spalt in
Richtung der Bohrlochreihe ausbildet. Dieser Spalt erstreckt sich jedoch noch nicht
über die gesamte Länge der Bohrlöcher, d.h. die gesamte Breite der gewünschten Bruchfläche.
(c) Die verwendeten Druckbacken werden dann durch größere Druckbacken ersetzt in Anpassung
an die im oberen Bereich erweitereten Bohrlöcher, in diese wieder eingesetzt und auseinanderbewegt,
so daß eine Erweiterung des Spalts bzw. eine vollständige Ausbildung der Bruchfläche
erfolgt. Diese Prozedur kann noch einoder zweimal - je nach Höhe bzw. Breite der Bruchfläche
- wiederholt werden.
[0004] Leider kommt es sehr häufig bereits bei der Ausbildung des ersten schmalen Spalts
zu relativen Verschiebungen des Gesteins in Richtung der Bohrlochreihe mit der Folge,
daß in die Bohrlöcher größere Druckbacken nicht mehr eingesetzt werden können. Die
Ausbildung der vollständigen Bruchfläche muß dann in herkömmlicher Manier mittels
in den Spalt eingetriebener Keile erfolgen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Druckbacken bzw. -schalen
für ein Gerät der eingangs genannten Art zu schaffen, die auch bei relativen Verschiebungen
des Gesteins in Richtung der Bohrlochreihe problemlos einsetzbar sind, so daß auf
manuell eintreibbare Spaltkeile verzichtet werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Druckbacken etwa spaten-
oder hammerförmig ausgebildet sind. Trotz des genannten Problems, das bereits seit
Jahrzehnten, d.h. seit dem ersten Einsatz der genannten Steinspaltgeräte, existiert,
ist bis jetzt von keiner Seite vorgeschlagen worden, die Druckbacken in der erfindungsgemäßen
Weise auszubilden, um die genannten Steinverschiebungsprobleme zu überwinden. Natürlich
bedarf der Einsatz der erfindungsgemäß ausgebildeten Druckbacken bzw. -schalen einer
entsprechenden Anpassung des verwendeten Steinspaltgerätes, nämlich hinsichtlich des
Fixierungsmechanismus für die Druckbacken. Dieser Mechanismus muß so ausgebildet sein,
daß die Druckbacken beim Fixieren am Zylinder bzw. Zylinder-Unterteil nicht verdreht
werden müssen oder zumindest sich soweit vom Gleitkeil wegschwenken lassen, daß eine
Fixierdrehung der Druckbacken bis zu 90° möglich ist. Weiter unten wird eine vorteilhafte
Ausführungsform eines Steinspaltgeräts beschrieben, das sich für den Einsatz der erfindungsgemäß
ausgebildeten Druckbacken besonders eignet.
[0007] Zur besseren Kraftübertragung und zur Vermeidung von Druckbacken-Verbiegungen, d.h.
zur Erhöhung der Stabilität der Einheit "Druckbacken/Gleitkeil" ist der Gleitkeil
entsprechend den Druckbacken spaten- oder hammerförmig ausgebildet. Vorzugsweise weist
der Gleitkeil über seine gesamte, im eingezogenen bzw. zurückgezogenen Zustand aus
dem Zylinder bzw. Zylinder-Unterteil herausragende Länge eine Breite auf, die der
Breite des Einsatzabschnitts der Druckbacken entspricht.
[0008] In der Praxis hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Breite
der Druckbacken im unteren Einsatzbereich mindestens etwa dem doppelten Bohrlochdurchmesser
entspricht. Vorzugsweise beträgt die Breite der Druckbacken in diesem Bereich etwa
dem dreifachen Bohrlochdurchmesser.
[0009] Zur weiteren Erhöhung der Stabilität der Einheit "Druckbacken/Gleitkeil" dienen die
Maßnahmen nach dem Patentanspruch 5.
[0010] Eine bessere Einführung der Druckbacken in den Spalt und damit leichtere Handhabung
läßt sich durch die Maßnahmen nach Patentanspruch 5 erzielen.
[0011] Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Druckbacken
in Verbindung mit einem für den Einsatz dieser Druckbacken besonders geeigneten Steinspaltgerät
anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform eines Steinspaltgerätes, das sich für den Einsatz der
erfindungsgemäßen Druckbacken besonders eignet, im Längsschnitt, teilweise in Ansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Einheit "Druckbacken/ Gleitkeil" in Richtung des Pfeiles
C in Fig.1 in verkleinertem Maßstab, und Fig. 3 die Einheit "Druckbacken/Gleitkeil"
im Querschnitt längs Linie D - D in Fig. 2.
[0012] Das in Fig. 1 dargestellte hydraulische Gerät zum mechanischen Zerlegen von Gestein
umfaßt einen Zylinder 1 aus Aluminium, in dem ein hydraulisch betätigbarer, nicht
dargestellter Kolben mit einer Kolbenstange 3 längsbeweglich angeordnet ist, wobei
die Kolbenstange 3 in einem in den Zylinder 1 eingeschraubten Zylinder-Unterteil 2
längsverschieblich geführt ist. Zum Zwecke der Führung der Kolbenstange 3 im Zylinder-Unterteil
2, der ebenfalls vorzugsweise aus Aluminium besteht, ist am freien unteren Ende der
Kolbenstange 3 eine Führungshülse 5 aus verschleißfestem Lagerwerkstoff angeordnet.
Die Arretierung der Lagerhülse 5 am freien unteren Ende der Kolbenstange 3 erfolgt
mittels eines Haltestiftes 31 und einer Schraubenfeder 6.
[0013] Am freien unteren Ende der Kolbenstange 3 ist ein Gleitkeil 18 mittels eines sowohl
ihn als auch die Kolbenstange 3 durchgreifenden Haltebolzens 4 befestigt. Der Gleitkeil
18 wirkt auf in Bohrlöcher einsetzbare, seitlich beschränkt verschiebbare und mittels
verstärkter Kopfstücke 32 lösbar mit dem Zylinder-Unterteil 2 verbundene Druckbacken
bzw. -schalen 17 ein, die eine der Neigung des Gleitkeils entsprechende Schrägung
aufweisen. Die Druckbacken 17 sind auf diametral im Zylinder-Unterteil 2 angeordneten
Querbolzen 10 eingehängt und mit Federelementen 13, 24 elastisch fixiert und zentriert.
Die seitlich beschränkte Verschiebbarkeit der Druckbacken 17 wird dadurch erreicht,
daß sie auf den Querbolzen 10 verschiebbar gelagert sind, und zwar auf den jeweils
innenliegenden Abschnitten 20 der Querbolzen 10, die bei der dargestellten Ausführungsform
einen etwas geringeren Durchmesser aufweisen als die äußeren Abschnitte 21, die als
Gewinde- und Lagerteil dienen. Die Querbolzen 10 sind in Bolzenlängsrichtung versetzbar
angeordnet zwischen einer äußeren Druckbacken-Freigabestellung (in Fig. 1 unten) und
einer inneren Druckbacken-Einhängestellung (Fig. 1 oben) derart, daß in ersterer die
Druckbacken 17 nach unten - in Fig. 1 nach rechts - aus dem Zylinder-Unterteil 2 ohne
Drehung um ihre Längsachsen oder seitliches Verschwenken herausziehbar sind und umgekehrt.
[0014] Das beschriebene Steinspaltgerät eignet sich unter anderem für den Einsatz von etwa
spatenförmig ausgebildeten Druckbacken, wie sie in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind.
Bei der dort dargestellten Ausführungsform ist der Gleitkeil 18 entsprechend den Druckbacken
17 spatenförmig ausgebildet, wobei die Breite etwa der Breite des unteren Einsatzbereiches
34 der Druckbacken 17 entspricht. Es ist jedoch nicht notwendig, daß der Gleitkeil
ebenfalls spatenförmig ausgebildet ist. In der Regel wird man sogar einen ganz normalen,
relativ schmalen Gleitkeil benutzen, der der Breite der normalerweise benutzten Druckbacken
angepaßt ist.
[0015] Die beiden gegenüberliegenden Gleitflächen des Gleitkeils 18 weisen jeweils eine
axial verlaufende Feder 35 und die zugeordneten Gleit- bzw. Schrägflächen der Druckbacken
17 entsprechende Nuten 36 auf. Auf diese Weise wird eine relative seitliche Verschiebung
des zwischen den Druckbacken 17 und dem Gleitkeil 18 beim Einsatz sicher vermieden.
[0016] In Fig. 3 sind das Bohrloch mit der Bezugsziffer 38 und der sich daran anschließende
Spalt, der beim Spreizen bzw. Auseinanderbewegen von in das Bohrloch 38 eingesetzten
herkömmlichen Druckbacken erhalten wird, mit der Bezugsziffer 37 gekennzeichnet.
[0017] Ferner ist in Fig. 3 eine Verschiebung des Gesteins in Spaltrichtung bzw. in Richtung
der Bohrlochreihe dargestellt. Man sieht, daß trotz dieser Verschiebung das Steinspaltgerät
dank der erfindungsgemäß ausgebildeten Druckbacken ohne weiteres einsetzbar ist. Vorzugsweise
sind die Ausenseiten der Druckbacken im unteren Einsatzbereich 34 aufgerauht, gerippt
oder gerändelt, um ein seitliches Abgleiten innerhalb des Spaltes 37 zu vermeiden.
[0018] In der Praxis hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Breite
der Druckbacken 17 im unteren Einsatzbereich 34 mindestens etwa dem doppelten Bohrlochdurchmesser
entspricht.
[0019] Schließlich kann die Handhabung, insbesondere das Einsetzen der Druckbacken 17 in
den Spalt 37 dadurch erleichtert werden, daß die im montierten Zustand einander abgewandten
Außenseiten der Druckbacken 17 im Schnitt quer zur Axialrichtung geringfügig konvex
nach außen gewölbt sind.
[0020] Der untere Einsatzbereich 34 der Druckbacken 17 kann auch hammer- oder sichelförmig
ausgebildet sein. Dies hängt im wesentlichen von der Einsatztiefe und dem zu brechenden
Gestein ab. Am stabilsten und wirkungsvollsten ist jedoch eine spatenförmige Gestalt
der Druckbakken.
1. Druckbacken bzw. -schalen für ein Gerät zum mechanischen Zerlegen von Gestein mit
einem Zylinder (1), in dem ein hydraulisch betätigbarer Kolben mit einer Kolbenstange
(3) längsbeweglich angeordnet ist, mittels der ein zwischen den Druckbacken (17) angeordneter
Gleitkeil (18) verschiebbar ist, wobei die in Bohrlöcher einsetzbaren Druckbacken
(17) im Zylinderblock oder in einem an diesem lösbar angeordneten Zylinder-Unterteil
(2) auswechselbar und seitlich beschränkt bewegbar gelagert sind sowie an ihren dem
Gleitkeil (18) jeweils zugewandten Seiten eine der Neigung des Gleitkeils (18) entsprechende
Schrägung aufweisen,
dadurch gekennzeichnet daß
die Druckbacken (17) etwa spaten- oder hammerförmig ausgebildet sind.
2. Druckbacken nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre Breite im unteren Einsatzbereich (34) mindestens
etwa dem doppelten Bohrlochdurchmesser entspricht.
3. Druckbacken nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre Außenseiten im unteren Einsatzbereich (34) jeweils
aufgerauht, gerippt oder gerändelt sind.
4. Druckbacken nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ihre
dem Gleitkeil (18) zugewandten Gleitflächen jeweils mindestens eine axial verlaufende
Nut (36) aufweisen, die mit entsprechend ausgebildeten Federn (35) an den Gleitflächen
des Gleitkeils (18) korrespondieren oder-umgekehrt, so daß eine seitliche Relativbewegung
zwischen Gleitkeil (18) und Druckbacken (17) beim Einsatz vermieden ist.
5. Druckbacken nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre im montierten Zustand einander abgewandten Außenseiten
im Schnitt quer zur Axialrichtung geringfügig konvex nach außen gewölbt bzw. ballig
ausgebildet sind.
1. Pressure jaws or shells for a device for the mechanical splitting of rock, having
a cylinder (1), in which a hydraulically actuatable piston having a piston rod (3)
is arranged so as to be longitudinally movable, by means of which piston rod a sliding
wedge (18) arranged between the pressure jaws (17) can be displaced, the pressure
jaws (17), which can be inserted into boreholes, being supported in the cylinder block
or in a cylinder lower part (2), which is arranged releasably on the latter, so as
to be exchangeable and movable laterally to a limited extent and, at the respetive
sides facing the sliding wedge (18), having an obliquity which corresponds to the
inclination of the sliding wedge (18), characterized in that the pressure jaws (17)
are of approximately spade-or hammer-shaped design.
2. Pressure jaws according to Claim 1, characterized in that their width in the lower
insertion region (34) corresponds at least approximately to twice the diameter of
the borehole.
3. Pressure jaws according to Claim 1 or 2, characterized in that their outsides in
the lower insertion region (34) are in each cage roughened, ribbed or knurled
4. Pressure jaws according to one of Claims 1 to 3, characterized in that their sliding
surfaces facing the sliding wedge (18) in each case have at least one axially extending
groove (36) which corresponds to correspondingly formed keys (35) on the sliding surfaces
of the sliding wedge (18), or vice versa, so that a lateral relative movement between
sliding wedge (18) and pressure jaws (17) during insertion is avoided.
5. Pressure jaws according to one of Claims 1 to 4, characterized in that, in section
transverse to the axial direction, their outsides, which, in the assembled condition,
face away from one another, curve convexly outwards or are crowned.
1. Mâchoires ou coquilles pour un appareil hydraulique de fracturation mécanique de
la roche, avec un cylindre (1) dans lequel est disposé de manière mobile dans le sens
longitudinal un piston à commande hydraulique avec une tige de piston (3) à l'aide
de laquelle peut être déplacé un coin coulissant (18) placé entre les mâchoires (17),
lesdites mâchoires (17) qui peuvent être engagées dans des forures étant montées de
manière interchangeable dans le bloc-cylindre ou dans une partie inférieure (2) du
cylindre montée de manière amovible sur celui-ci de façon à permettre un déplacement
latéral limité et présentant, sur leurs faces respectivement dirigées vers le coin
coulissant (18), une partie oblique correspondant à l'inclinaison du coin coulissant
(18), caractérisées en ce que les mâchoires (17) sont sensiblement conformées en bêche
ou en marteau.
2. Mâchoires selon la revendication 1, caractérisées en ce que leur largeur dans la
section d'insertion inférieure (34) correspond au moins au double du diamètre des
forures.
3. Mâchoires selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisées en ce que leurs
faces extérieures dans la section d'insertion inférieure (34) sont respectivement
grenelées, cannelées ou moletées.
4. Mâchoires selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisées en ce que leurs surfaces
de glissement dirigées vers le coin coulissant (18) comportent chacune au moins une
rainure (36) s'étendant dans le sens axial lesquelles coopèrent avec des languettes
(35) de forme correspondante sur les surfaces de glissement du coin coulissant (18)
et inversement de façon à éviter, lors de l'insertion, un mouvement latéral relatif
ontre le coin coulissant (18) et les mâchoires (17).
5. Mâchoires selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisées en ce que leurs faces
extérieures opposées à l'état monté présentent, en coupe, ; transversalement à la
direction axiale, une forme légèrement convexe ou bombée vers l'extérieur.